24 Tage Drakensberge, Hluhluwe, St Lucia, KNP 2023

Reisebericht 12 Antworten · 2’343 Aufrufe · gestartet 01. Mai 2025 von utaeleonore
Themenstarter614 Beiträge · seit 202201. Mai 2025 ·
Reisebericht: 24 Tage Drakensberge, Hluhluwe, St Lucia und KNP
04. Juli – 29. Juli 2023

3,5 Wochen self-drive Drakensberge, Hluhluwe, Imfolozi, KNP und Panorama Route

Die Unterkünfte waren Restcamps, self-catering chalets und einige BBs. Wir waren mit Kühlbox und unserem eigenen basic Camping Equipment zum Picknicken unterwegs

Es war die erste Reise nach Südafrika für Simon. Bislang war er nicht wirklich fernreisebegeistert. Als Einstieg in „Afrika“ waren wir 2021 auf den Kapverden und haben dort 3,5 Wochen Inselhüpfen inklusive 1 Wochen Trekking auf Santo Antao gemacht.
Da ich ja seit meinem Auslandssemester in Johannesburg (1991 oder 92 , da habe ich in Johannesburg an der Highschool „die Fakkel“ Deutsch und Englisch unterreichtet) absolut afrikabegeistert bin, sollte die Tour so sein, dass Simon idealerweise vom Afrika-Virus infiziert wird. Wir haben gemeinsam viele Youtube Videos angeschaut, um rauszufinden, was ihm gefallen würde. Dabei hat sich recht schnell eine Route um die Drakensberge und den KNP rauskristallisiert. Dazu kam der Sani-Pass, der auf meiner Bucket Liste stand, sowie Thendele, weil ich dieses Camp liebe. Es mussten also auch unbedingt Bushveld Camps im KNP werden, also habe ich die Verfügbarkeiten zuammengesucht und die Reise drumherumgeplant. Wir hatten Glück und haben 6 Nächte in Bushveld Camps zusammenbekommen.
Wir haben die Reise sehr kurzfristig mit nur ca 8 Wochen Vorlauf gebucht, aus familiären Gründen der Krankheit meiner Eltern.

Unser Flug mit Lufthansa in economy war platzmäßig ok. Das Essen war besser als erwartet. Wir würden allerdings beim nächsten Mal auch nach Premium Economy oder Business schauen. Die war uns jetzt zu teuer, weil wir alles sehr kurzfristig gebucht hatten. Wir hatten ein knappes Budget, weil Simon noch nie viel Geld für Reisen ausgegeben hatte und sich auch nicht sicher war, ob es ihm das wert sei. Wir haben 2500 Euro pro Person bezahlt, da waren aber leider 1200 Euro Flug enthalten. Im KNP hatten wir leider auch nur noch die grossen teuren Chalets bekommen. Sonst wären wir bei ca 2000 Euro pro Person gelandet.

05.07: Wir kommen pünktlich in JNB an. Einreise , SIM Karten und Mietwagen geht alles super schnell. Wir sind dann zuerst in Eastgate bei Woolworth Lebensmittel einkaufen, sehr schick und es gibt eine tolle Auswahl. Inklusive Woolworths Müsli Rusks. Dort gibt es auch ein kleines Bistro mit gutem Essen, man braucht allerdings Zeit. Hier hat Simon das erste Mal verstanden, das right now, now now und soon nichts mit der deutschen Übersetzung davon zu tun hat. Die Supermärkte in den kleineren Orten sind nicht mehr so gut ausgestattet, deshalb macht es Sinn, in Johannesburg viel voreinzukaufen. Generell ist in den kleineren Orten Spar die beste Wahl.

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Da wir am Ankunftstag nicht mehr weit fahren wollten, hatten wir nach einer Unterkunft so ca. 1.5 Stunden Fahrt von Johannesburg gesucht, und haben am Vaal Damm im Maison on Vaal übernachtet. Dort haben wir uns auch unsere Kühlbox, Kühlakkus & French Press hinschicken lassen, die wir bei Pick'n Pay online bestellt hatten. Unterkunft und Essen war echt klasse, der Zwischenstopp war eine tolle Entscheidung. Wir haben ein typisch südafrikanisches Abendessen mit Bobotie und Malva Pudding bekommen.
Simons Begeisterung für Südafrika ist bei 2 auf einer Skala bis 10.

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06.07: Am nächsten Tag ging es dann Richtung Drakensberge in die Witsieshoek Mountain Lodge. Wir hatten ein normales Zimmer gebucht und um Amphitheater Blick gebeten. Das hat auch geklappt und war echt toll. Wir gehen gleich raus und genießen die Aussicht.
Simons Begeisterung für Südafrika steigt auf 4/10, Abzüge gibt es wegen der Temperatur 😣 .
Das Abendessen war klasse, allerdings ist es billiger, à la carte zu essen als Dinner Bed & Breakfast zu buchen.

Um kurz nach sechs stehe ich auf, um den Sonnenaufgang und die Stimmung zu genießen. Es ist einfach toll, da draussen mit einem Kaffee zu stehen, ich bin auch nicht die einzige. Simon ist knurrig wegen der absurden Uhrzeiten und möchte zuerst heiss duschen. Leider gibt es gerade kein warmes Wasser.
Simons Begeisterung sinkt auf -2/10.
Wir machen uns anschließend zum Frühstück auf, da wir um 7 Uhr einen Transfer hoch zum Sentinel Car Park vorgebucht hatten. Leider gibt es kein Frühstück, da ja der Strom ausgefallen ist und der Generator auch nicht anspringt.
Simons Begeisterung sinkt auf -5/10……..Ich befürchte schon, dass er heimlich nach Rückflügen nach Hause sucht......
Wir bekommen dann etwas auf dem Gasherd improvisiertes und machen uns auf zum Sentinel Car Park. Von dort kann man die berüchtigten Chain Ladders aufs Amphitheater hoch wandern, wir sind nur zum View Point, aber der war spektakulär genug. Simons Begeisterung ist wieder im grünen Bereich.


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zuletzt bearbeitet 04. Jan. 2026
Themenstarter614 Beiträge · seit 202201. Mai 2025 ·
07.07 – 09.07: Nachmittags sind wir dann nach Thendele für 2 Nächte gefahren, dort stand der Tugela Gorge Hike auf dem Plan. Die Wanderung war früher einfacher, leider wurden durch Wasserfluten Teile des Weges zerstört und es gab Abschnitte, die Klettereien erfordert haben. Wir hatten über eine lokale Firma einen Wanderguide gebucht, was wir absolut empfehlen können. Kontakt gerne per pn. Wir haben dort ebenso einen Village Walk gebucht, bei dem wir vieles über das Dorfleben erfahren haben. Wir haben dabei auch ein Kindergartenprojekt besichtigt, waren bei einem Gottesdienst dabei und hatten ca 20min bei der lokalen Heilerin, um ihr Fragen zu stellen. Sie ist sehr jung und hat uns auch viel über ihre Arbeit erzählt. Anschliessend wurde für uns gekocht, das war insgesamt absolut empfehlenswert.
Die Chalets in Thendele sind ok, ein bisschen mehr maintenance könnte nicht schaden. Der Ausblick ins Amphitheater ist absolut spektakulär. Wir waren im Lower Camp, der Ausblick ist genauso gut wie im Upper Camp. Die Chalets dort sind wohl etwas grösser.
Begeisterungslevel 5/10

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09.07 – 12.07: Nun waren wir 3 Nächte im Didima Camp in Cathedral Peak, unser Wanderguide aus Thendele ist mitgekommen. Tolles Camp, wir hatten einen Wahnsinnsblick auf Cathedral Peak, Inner und Outer Horn und Bell. Viele Elenantilopen im Park, und tolle Wanderungen. Dort wollten wir gar nicht wieder weg, obwohl wir genau in den 2 Tagen eine Kältewelle erwischt hatten und es wirklich eisig kalt war und ein bisschen Schnee gelegen hat. Wir haben nachts sogar in Jogginghosen und Pullis geschlafen, weil es überall in die Chalets reinzieht. Wir waren dort an beiden Tagen mt unserem Wanderguide unterwegs, zu den Doreen Falls und der Rainbow Gorge. Da es so kalt war, haben wir beschlossen, im Restaurant zu essen. Das Essen dort war erstaunlich gut, allerdings konnte man es auch dort nur direkt vor dem Kamin wirklich aushalten. Simon hat sich spontan in Didima verliebt, fand er viel schöner als Thendele, trotz der widrigen Umstände.
Begeisterungslevel 7/10 (es geht aufwärts) 🙂


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zuletzt bearbeitet 01. Mai 2025
Themenstarter614 Beiträge · seit 202209. Mai 2025 ·
12.07 – 14.07: Nun stand Underberg als Etappe an, weil der Sani Pass seit knapp 30 Jahren auf meiner Reisebucketlist steht. Die Meadow Lane Cottages sind wirklich schön, die Anfahrt mit dem Corolla grenzwertig. Die Chalets sind klasse eingerichtet und perfekt für Selbstversorger. Wir hatten eine private Tour mit Ausflug und Mittagessen in Lesotho über Sani Pass Private Tours gebucht. Der Pass war bis zum Vortag wegen Eis und Schnee gesperrt, und wurde erst an unserem Ausflugstag wieder geöffnet. Eigentlich wollten wir ganz früh losfahren, um viel Zeit zu haben. Unser Fahrer hat uns davon abgeraten, er wollte andere vorfahren lassen. Leider hat sich das jeder gedacht und so fuhr ab ca 9 Uhr ein Konvoi den Pass hoch. Wir haben ewig gebraucht, weil immer wieder Autos stecken blieben. Es war ein echtes Erlebnis! Die anderen Gruppen hatten nur teilweise die Dorfbesichtigung, das Mittagessen im Dorf hatten dann nur wir alleine. Es war wirklich gut gemacht. Die Dorfbesichtigung enthielt einen 20 min Vortrag über Lesotho, Land und Leute in einer Hütte im Dorf, und es wurde frisch gebackenes Brot gereicht. Insgesamt haben wir die Tour als ziemlich authentisch erlebt.
Begeisterungslevel 8/10

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Die Anfahrten in die einzelnen Punkte in den Drakensbergen sind relativ lang, deshalb sollte man immer 3 Nächte einplanen. Wir können die Drakensberge im Winter wirklich empfehlen, da man sich keine Sorgen um Unwetter wie im Sommer machen muss. Man hat meistens einen tollen klaren Himmel. und die Wanderungen sind alle absolut spektakulär.

14.07 – 16.07: Danach standen zwei Nächte im Hluhluwe-Infolozi Park auf dem Programm. Die Fahrt auf der D2 war recht anstrengend, es waren endlos viele Laster unterwegs. Das Mpila Camp war toll, es ist nicht eingezäunt und überall sind Nyalas und Impalas. Ich hatte ein Safari Zelt gebucht (in der Hoffnung auf Bushfeeling bei Simon), er war da sehr skeptisch. Abends sind dann die Baboons über unser Zelt gesprungen, die Meerkatzen sind auf der Terrasse herum und wir hatten wild pigs und ein paar kleine Antilopen direkt an der Terrasse. Die Skepsis wuchs stündlich („da mache ich bestimmt kein Auge zu“……. Wir haben beide friedlich 8 Stunden durchgeschlafen 😛 ). Am nächsten Morgen gab es Frühstück auf der Terrasse unter den Argusaugen der Baboons und Meerkatzen. Wir waren hauptsächlich wegen der Nashörner dort, und hätten am liebsten um eine Nacht verlängert. Im Infolozi Teil sind wir mit dem Corolla an unsere Grenzen gekommen, einige loops haben wir uns nicht getraut. Der Hluhluwe Teil war einfacher, dort haben wir auch bessere Sichtungen gehabt.
Begeisterungslevel 10/10


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Themenstarter614 Beiträge · seit 202224. Juli 2025 ·
16.07 – 19.07: Nachmittags sind wir für 3 Nächte in St Lucia im Isimangaliso Wetland Park gefahren. Wir haben in der Ingweniya Lodge übernachtet, die ist wirklich empfehlenswert. Sie liegt ganz ruhig am Ortsrand. Wir haben dort unser eigenes Frühstück gemacht und sind abends in St Lucia essen gegangen. Leider hatten wir nach Hluhluwe ein sehr unschönes Klappern unterm Auto. Die lokale Tankstelle der Marke *toyotafixall* war hilfreich, ein loses Teil wurde nach Rücksprache mit der Autovermietung mit Kabelbindern festgemacht.
Wir sind einen Tag nach Cape Vidal hoch, und einen Tag haben wir die Flussmündung angeschaut und habe eine Sunsetcruise gemacht. Die Bootsfahrt war das absolute Highlight, wir haben über Shakabarker gebucht, weil die kleinere Boote haben. Insgesamt war St Lucia aber die Etappe, die uns zusammen mit der Panoramaroute am wenigsten gefallen hat.


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Themenstarter614 Beiträge · seit 202224. Juli 2025 ·
19.07: Die Fahrt nach Malalane war nochmal lang und anstrengend, wir sind durch Swaziland gefahren. Das ging problemlos, die Grenzübertritte gingen super schnell und die Straße ist in einem ziemlich guten Zustand.

Wir haben abends in der Rio Vista Lodge übernachtet. Die Lodge liegt am Crocodile River mit tollem Blick vom Restaurant und den Zimmern, eine klasse Option für eine Nacht vor dem Krüger.

Am nächsten Morgen haben wir im Spar in Malalane geshoppt, der ist wirklich super ausgestattet. Allerdings sind die Shops in den großen Camps mittlerweile auch klasse ausgestattet, so dass man dort bequem nachkaufen kann. Wir haben dort z.B. Cooler boxen samt vor-eingefrorenen Coolpacks gesehen. Es gab z.B. auch teilweise geschnittenes Obst in Kühlschränken, aber wie immer sollte man sich nicht drauf verlassen. Wild haben wir komplett im KNP gekauft.

Wir haben in Afsaal und Tshokwane zum picknicken Halt gemacht, beide sind super schön.

Wir waren in 3 Bushveldcamps: Biyamiti, Talamati und Shimuvini. Wir haben bewusst die großen Camps gemieden, weil diese Camps eher ein Bushfeeling hatten. Das werden wir beim nächsten Mal auch wieder so machen. Generell sollte man 3 Nächte pro Camp einplanen, wir haben das buchungstechnisch leider nicht so hinbekommen. Alle 3 Camps waren klasse, insbesondere der Hide in Shimuvini hatte es uns angetan: Ausblick auf Hippos, Krokodile, Elefanten & Vögel und man hat den Letaba für sich alleine. Morgens wurden wir von Hippo Grunzen geweckt. Simon ist freiwillig um kurz vor sechs aus dem Chalet an den Fluss zum Nilpferde schauen….
Begeisterungslevel 20/10
Insgesamt hatten wir tolle Sichtungen und haben den KNP nur schweren Herzens verlassen. Simon war völlig geflasht von den Tiersichtungen und den kleinen Camps.


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zuletzt bearbeitet 04. Jan. 2026
Themenstarter614 Beiträge · seit 202224. Juli 2025 ·
26.07 – 29.07: Anschließend haben wir noch 2 Nächte in Sabie verbracht und uns die Panoramaroute angeschaut. Wir haben in der Porcupine Ridge Lodge übernachtet, die ist unbedingt empfehlenswert.
Die Ausblicke und Felsformationen waren beeindruckend, aber es reicht, das einmal gesehen zu haben. Wir haben uns auch die Graskop Gorge mit Lift angeschaut, das war sehr spannend und informativ.
Da wir abends geflogen sind, sind wir morgen dann früh los und nach Johannesburg zurück.

Insgesamt würden wir die Tour am liebsten genau so direkt nochmal fahren, und St Lucia und Sabie gegen zusätzliche Nächte im KNP, Mpila Camp und Didima und Thendele eintauschen. Aber es war trotzdem gut, beides gesehen zu haben.


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zuletzt bearbeitet 04. Jan. 2026
Themenstarter614 Beiträge · seit 202224. Juli 2025 ·
Praktisches

Packliste „MediaMarkt“ – bei der Sicherheitskontrolle wurde die Ausrüstung im Handgepäck kommentiert: „Sie haben ja den halben MediaMarkt dabei“
· 3 Steckdosenadapter
· 3x Mehrfachsteckdose
· 3 USB-Ladegeräte mit 3x USB-C, 2x mini USB-Kabeln. (1x USB-C für das Auto zum Laden, 2 für die Handys)
· 10.000 mAh und 20.000 mAh Powerbanks
· Panasonic DMC-FZ300 samt Ladegerät, original Akku + 2 extra Akkus
· 512 GB SD Karte (war etwas überdimensioniert)
· Canon Kompaktkamera mit 18x Zoom als Backup und für Wanderungen, da die Panasonic uns zu schwer und groß zum Wandern ist.

Foto & Video
Wir sind bezüglich Fotografie keine Experten, sondern eher Anfänger. Die Kamera war nahezu durchgehend im Vollautomatik Modus, trotzdem haben wir schöne Bilder bekommen. Den Zoom von 25mm bis 600mm haben wir im KNP voll ausgeschöpft, von Giraffe direkt vor dem Auto bis Löwen am Horizont. Bei vollem Zoom mussten wir immer mehrere Bilder machen, da einige unscharf oder verwackelt waren. Der eingebaute Bildstabilisator hat vermutlich geholfen, das müsste ein Foto Experte bewerten. Nach einem Tag im Kruger war in der Regel ein Akku leer. Die drei Akkus waren sehr sinnvoll, da wir z.B. in Shimuvini keine Steckdose zum Laden hatten.
Wir haben insgesamt 3000 Fotos & Videos (60GB) mit der Kamera gemacht + Handyfotos & Videos. In manchen Situationen im Kruger war unser Mietwagen (Toyota Corolla) suboptimal, da das Auto zu niedrig war und wir nicht über das Gras schauen konnten. Wir haben viele Leute mit deutlich besserer Kameraausstattung gesehen – riesige Objektive etc. Die Panasonic Bridge Kamera war für uns trotzdem eine sehr gute Wahl für den Preis, würden wir auch direkt weiterempfehlen als Einstiegskamera.
Der Autofokus der Kamera hat in der Regel gut und schnell funktioniert. Man kann auf dem Display auswählen, welcher Punkt fokussiert werden soll, das hat aber oft nicht so toll funktioniert. Besonders schwierig war das Fotografieren von Tieren hinter Ästen oder Blättern, da dann oft die Blätter im Fokus waren und nicht das Horn vom Nashorn.
Für den nächsten Urlaub suchen wir noch nach einer Möglichkeit die Bilder & Videos einfach und schnell im Urlaub zu sichern. Wir hatten zwar einen Laptop dabei, allerdings Abends weder Zeit noch Lust die Bilder zu sichern.
Edit: Für unseren 2025 Urlaub in Botswana haben wir uns dann eine wesentlich bessere Kamera zugelegt, da Simon Spass an der Fotografie bekommen hat.

ATMs gibt es am Flughafen in der Ankunftshalle. Dort gibt es auch den besseren Kurs zum Bargeldwechseln als in der Gepäckhalle.
SIM Karten gibt es bei Vodacom und MTN auch in der Ankunftshalle, völlig problemlos und schnell. Wir hatten beide Anbieter, um möglichst oft Netz zu haben. Wir hatten 10GB / 6GB Daten was letztendlich viel zu viel war. Wlan gab es zwar manchmal, lief aber offensichtlich auch über LTE und war stark gedrosselt.

Unser Mietwagen war ein Toyota Corolla, gebucht über billiger-mietwagen.de . Den würden wir so nicht mehr buchen. Ich bin früher alle Reisen in Südafrika und Namibia mit einem Corolla gefahren, allerdings gab es da auch weniger Schlaglöcher. Und dieses Modell erschien mir niedriger als die früheren, so dass wir des Öfteren auf speed bumps aufgesetzt sind, trotz extremer Vorsicht.

Wir hatten 2 Powerbanks dabei und beide benutzt. Dazu hatten wir eine Mehrfachsteckdose.

Wir hatten google maps Südafrika für offline runtergeladen, das hat uns enorm geholfen. Als back up hatten wir eine Südafrika Karte von tracks4africa sowie alle Routen einmal ausgedruckt dabei. Beides haben wir letztendlich nicht gebraucht.

Man kann überall alles mit Karte bezahlen, wir hatten eine normale Debitkarte von der DKB, sowie eine Kreditkarte fürs Mietauto. Wir hatten allerdings trotzdem immer Rand dabei, weil es uns auch passiert ist, dass beim Loadshedding die Terminals nicht funktioniert haben.

Fast alle Unterkünfte haben mittlerweile Solarpanels oder einen Generator, so dass Loadshedding meistens kein Problem ist, außer der Generator ist auch kaputt, was vorgekommen ist. Handyempfang ist teilweise Glückssache und unabhängig vom Loadshedding. Wir hatten teils beim Loadshedding Empfang mit einem oder beiden Anbietern, teilweise auch keinen Empfang ohne Loadshedding, teilweise Empfang aber trotzdem kein Internet/Telefon.

Lodshedding:
Wir hatten SePush von Eskom, da sieht man, wann und wie lange der Strom abgeschaltet wird. Stimmt aber leider nicht immer. Die meisten Lodges haben einen Generator.
zuletzt bearbeitet 25. Juli 2025
925 Beiträge · seit 201625. Juli 2025 ·
Hallo,

vielen Dank dass du deinen Bericht noch fertig gestellt hast. Mir gefallen vor allem eure Bilder aus den Drakensbergen. Wir starten in wenigen Tagen zu einer zu 80% identischen Route, nur in anderer Richtung. Wenn wir nur halb so tolles Wetter am Sani-Pass haben, wäre ich schon glücklich.

Da du dazu (trotz Schnee und Eis) nie etwas negatives geschrieben hattest: mit der Kälte nachts bzw. in den Unterkünften hattet ihr nie ein Problem?

Viele Grüße
fidel
Reiseberichte: SA-KTP-NAM 2017 - Uganda 2018 - Elternzeit 2 M. Südafrika 2022 - Elternzeit 3 M. SA/NAM 2024 Teil I, Teil II, Teil III - SA KNP + KZN 2025
Themenstarter614 Beiträge · seit 202225. Juli 2025 ·
Hallo Fidel,

also ja es war schon kalt. Aber ich bin da schon gewohnt, ich war noch nie anders als iin unserem Sommer im südlichen Afrika. Mein Freund war da schon ziemlich überrascht 😄

In Witsieshoek gab es heated blankets. Der Weg um 6 Uhr nach draussen zum Sonnenaufgang war dann aber schon ziemlich kalt; meinen Freund konnte ich nicht dazu überreden.
In Thendele hatten wir 140cm Betten, da haben wir gekuschelt und richtig gut geschlafen. Trotz Kälte

In Didima war es dann echt kalt. Da haben wir auch im Chalet nicht warm gekriegt und haben mit Klamotten geschlafen. Wir waren dann auch abends essen, und haben und im Restaurant vor den Kamin gesetzt.

Sani war klasse, da waren wir ja gewarnt
577 Beiträge · seit 200625. Juli 2025 ·
Auch von mir herzlichen Dank für Deinen Bericht!

Jetzt müssen wir doch überlegen, ob wir kommendes Jahr im Oktober statt ein zweites Mal ins Thendele Camp für 2-3 Tage ins Didima Camp gehen. Im Royal Natal wollten wir die Wanderung zum Police Helmet machen, aber die Cathedral Region scheint ja auch sehr interessant zu sein. Beides passt nicht in den Gesamtplan, wir müssen also entscheiden 😮 Wichtig ist, neben der schönen Aussicht und einigermaßen passablen Hütten die Auswahl aus mehreren Wandermöglichkeiten unterschiedlicher Schwierigkeit und Länge. Wir sind in der Fitness etwas schwankend und bis Oktober 2026 fließt noch viel Wasser den Tugela runter 🤩 - hoffentlich.

steinbeisser
Themenstarter614 Beiträge · seit 202225. Juli 2025 ·
Hallo Steinbeisser,

schau mal hier:
https://www.didima.info/didima-walks.html

Didima ist einfach toll, und der Blick auf den Cathedral Peak und Inner und Outer Horn ist wirklich schön.
Thendele finde ich landschaftlich spektakulärer, trotzdem haben wir unser Herz an Didima verloren und wollen da auch unbedingt nochmal hin ( 2028 😄 )
zuletzt bearbeitet 25. Juli 2025
269 Beiträge · seit 201627. Aug. 2025 ·
Vielen Dank für deinen interessanten Bericht und deine Fotos von eurer Reise. Die Drakensberge und Lesotho stehen auch noch auf meiner Bucket Liste. Ihr habt ja eine Reihe Wanderungen gemacht, alle geführt? Da ihr noch jung seid meine Frage ob es auch Trails gibt die auch für 70jährige machbar sind?
LG Elde
Alle Reiseberichte auf meiner Homepage: https://fldegen.jimdo.com/
Themenstarter614 Beiträge · seit 202227. Aug. 2025 ·
Ich denke mal, die Wanderungen kann man in jedem Alter machen. Wenn es zu schwer wird (wie eventuell im Tugela Gorge Hike), dann dreht man eben um.

Wir fanden im Nachhinein gut, dass wir einen Guide dabei hatten. So haben wir erstens etwas direkt vor Ort beigetragen, und auch sehr viel interessantes über Land und Leute erfahren. Kontakt gerne per pn