Hallo zusammen
Cruiser schrieb:
Es kann sicher auf alle umschlagen, aber momentan sind die Chinesen dran. Habe das aus erster Hand von einem Freund in Harare, welcher eine Transportfirma betreibt.
Dass nun wie es scheint vor allem chinesische Geschäftsleute enteignet werden, verwundert mich ein bisschen, gilt doch China neben Nordkorea als Hauptverbündeter Zimbabwes. Kommen als Nächste die Inder dran? Es gibt doch immer noch ziemlich viele in Zimbabwe.
Das erinnert mich ein wenig an die Anfänge der Siebzigerjahre, als die Inder in Uganda durch Idi Amin enteignet und aus dem Land vertrieben wurden, weil man der Meinung war, dass sie an der Armut der Bevölkerung schuld seien, da sie fast alle wichtigen Wirtschaftszweige in ihren Händen hatten. Ein paar Jahre später wurden sie durch Obote wieder zurückgeholt, nachdem die Wirtschaft total zusammengebrochen war. Viele Inder sind nach anfänglichem Zögern wieder zurückgekehrt. Heute könnte man sich Uganda ohne Inder gar nicht mehr vorstellen, da erneut ein Grossteil der Geschäfte in ihrer Hand ist und sie dadurch sehr viele Arbeitsplätze geschaffen haben. Na gut, so richtig beliebt sind sie immer noch nicht.
Es ist ein bisschen die afrikanische Art, die Schuld bei den Anderen zu suchen, wenn es einfach nicht gelingen will, aus der Armut auszubrechen. Für die jeweiligen Regierungen ist es dann am bequemsten, irgendeinen Sündenbock zu bestimmen, anstatt sich selbst an die Nase zu fassen oder gar etwas gegen die Misere zu unternehmen. Diejenigen Zimbabwer, welche eventuell die Fähigkeiten gehabt hätten, ins Geschäftsleben einzusteigen haben das Land schon längst verlassen und sich im Ausland eine Existenz aufgebaut.
Viele Grüsse
Erika