Hallo Eulenmuckels, jetzt wissen wir endlich, wer schon so früh die Nachtruhe auf dem Chobe Safari Camp gestört hat. 🤪 Erst dachten wir, es war die Familiengruppe aus Südafrika - aber, dass ihr es wart, hmm? Wir verließen erst den Platz als die Putzfrau mit ihrem Wägelchen die Elefanten in den Waschbecken blank geputzt hatte - ich musste noch ein Foto davon ergattern! Und dann ging es über die Hunters Road nach Simbabwe. Ihr habt wieder so wundervolle Fotos gemacht, es sei euch verziehen, dass ihr so früh für Unruhe gesorgt habt! Die Bienenfresser mit gespreiztem Federkleid, einfach Klasse, aber absolut Spitze ist das goldige, kleine Äffchen. Ich freue mich schon auf den Fortgang der Reise, 😁 denn dieses Jahr planen wir auch diese Richtung einzuschlagen. Liebe Grüße Biggi
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200621. Apr. 2013 ·
@Martin und Kara: Hier der Auszug aus unseren Temperaturaufzeichnungen: 03.08.2013 (Kasane) 13,5 Grad um 6:30 Uhr 04.08.2013 (Kasane) 11,1 Grad um 5:15 Uhr 05.08.2013 (Ihaha) 11,8 Grad um 6:00 Uhr Auch abends war es nicht kalt. Das ist natürlich keine Garantie. Wir hatten in 2007 in Kasane morgens auch schon 6,4 Grad. Aber macht euch mal keine Sorgen. Zu den hygienischen Zuständen: Im August war das Camp sauber, und auch die sanitären Einrichtungen waren in Ordnung. Kein Luxus, aber völlig akzeptabel.
@Nane: Danke dir.
@Biggi: Tut uns Leid, wenn wir euch geweckt haben 😉 Die Waschbecken gefallen uns auch sehr gut. Hätten wir gerne auch zu Hause.
Hallo ihr 2, mein Favorit ist diesmal das Bild mit euch beiden vor der Traumkulisse!! Es wirkt wie ein Gefühl wie "nur wir 2 und sonst weit und breit nur Natur", aber auch fast wie gefaked. 😉 Ich will auch!!!!
Lieben Gruß, Karin
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200621. Apr. 2013 ·
Sonntag, 5. August 2012 – Fahrt nach Savuti
In Ihaha warteten wir mit dem Aufstehen, bis wir ein wenig Tageslicht hatten. Dann ging es recht schnell, bis wir abmarschbereit waren. Beim Zusammenpacken hatten wir Löwengebrüll gehört und fuhren nun in die grobe Richtung. Doch leider wurden wir nicht fündig. Eine Zeit lang durchstreiften wir das Gebiet östlich von Ihaha, dann kehrten wir um. Am Fluss war nicht viel los, wir entdeckten lediglich die Pavianherde vom Vorabend.
Ein großes Männchen hatte eine Verletzung am Arm.
An einer Stelle stand eine große Elefantenherde völlig reglos herum. Sie verhielten sich recht merkwürdig, da sie weder fraßen noch sonst irgendetwas taten. Als wir uns näherten, sahen wir, dass ein einzelnes, junges Tier auf der Seite am Boden lag. Zunächst vermuteten wir schon, dass es gestorben sei und alle anderen trauerten. Dann sahen wir aber, dass sich der Elefant ein wenig bewegte. Sein rechtes Hinterbein zuckte. Eine große Elefantenkuh lief zu ihm hin und stupste ihn immer wieder an, aber ohne Erfolg. Dann versuchte sie ihm mit dem Rüssel aufzuhelfen. Auch einige andere Tiere aus der Herde kamen herbei und beschnüffelten den armen am Boden liegenden Elefanten. Wir verstanden nicht so recht, was hier passierte und schlossen aus dem Verhalten, dass der kleine Elefant wohl im Sterben lag. Alle Bemühungen der anderen zeigten keine Wirkung. Ruth war schon den Tränen nahe, als sich das Tier nach einiger Zeit aufrappelte, wieder auf allen vieren stand und zu fressen begann, als wäre nichts geschehen. Der Elefant war wohl nur müde gewesen und wir ein wenig vorschnell mit unserer Fantasie von einer tragischen Herdengeschichte.
Westlich von Ihaha fuhren wir wieder am Chobe entlang. Dort standen viele Zebras, wir entdeckten einige Kudus, weitere Elefanten und die schon bekannten Vögel. Zusätzlich sahen wir einige Höckerenten und einen ganzen Schwarm Karminspinte. Darüber freuten wir uns sehr, da wir diese Bienenfresser-Art noch nie zuvor gesehen hatten. In der Ferne liefen noch ein paar Pferdeantilopen.
Am Ngoma Tor verließen wir den Park und begaben uns auf die relativ neue Teerstraße nach Kachikau. Dort wechselten wir auf die Sandpiste Richtung Ghoha Gate. Die letzten Kilometer waren wieder feinster Tiefsand, teilweise in Kombination mit Wellblech. Das Auto wurde durchgeschüttelt. Das erste Problem war, dass wir eine große Ladung Feuerholz auf dem Dachgepäckträger mit zwei Spanngurten befestigt hatten. Die windigen Spanngurte gaben nach, und dadurch verrutschte das Holz bei der Schaukelei ständig. Mehrfach mussten wir anhalten, unsere verlorene Ladung wieder einsammeln, lose Holzstücke auf der Ladefläche verstauen und den Rest wieder neu einspannen. Das zweite Problem war die Temperatur des Automatik-Getriebeöls. Die zugehörige Warnlampe leuchtete immer wieder. Auch aus diesem Grund mussten wir anhalten und es abkühlen lassen. Früher hatten wir damit noch nie Probleme gehabt. Mit Sicherheit lag es an der relativ hochtourigen Wühlerei durch den Tiefsand. Durch die ständigen Stopps zog sich dieser Streckenabschnitt endlos in die Länge. Hinter dem Ghoha Gate war es nicht mehr weit bis Savuti. Wir überquerten den Fluss auf der neuen Brücke. Unser Campingplatz Nummer 9 lag nahe hinter der Einfahrt unter einem Baum und bestand aus tiefem, grau-schwarzem Sand. Wir denken, dass die meisten anderen Stellplätze deutlich schöner sind, sowohl von der Lage (z. B. am Channel) als auch vom Untergrund. Die Ranger versicherten uns, dass alle anderen Plätze belegt seien, und so stellten wir kurz den Tisch auf, tranken etwas und brachen wieder auf. Eine kleine Erkundungstour im Umland erbrachte nichts außer Kudus, Impalas und Giraffen. Auffällig waren zwei Elefanten-Kadaver, die wir in einem Abstand von wenigen Kilometern entdeckten. Die Tiere waren schon länger tot und von Aasfressern ausgeschlachtet.
Sonst gab es nicht viel zu entdecken. Daher waren wir schon vor Sonnenuntergang im Camp und machten Feuer. Ruth zauberte einen leckeren Salat, und wir grillten die erste Portion Fleisch aus Kazungula. Es schmeckte prima.
das Bild von Euch Hand in Hand vor der Elefantenherde.... 😎 Auch das Bild von den Carmine Bee Eaters..... tolle Vögel, die wir auch erst zweimal sehen konnten. Um die Qualität Eurer Bilder zu erreichen, müsste ich wohl noch 300 bis 400 Jahre üben 😉
Viele Grüße Casimodo
@ Bayern Schorsch
In Camp Kwando habt Ihr keine Carmine Bee Earters gesehen ?
es ist mal wieder Zeit nicht nur den Danke-Button zu drücken, sondern auch ein dickes Lob los zu werden. Ich kann mir nur den Vorschreibern anschließen und sage: Toller Bericht und wunderbare Fotos 🙂 Herzlichen Dank dafür
franzicke2'085 Beiträge · seit 201222. Apr. 2013 ·
... einfach wieder zauberhaft! Und das eine Foto lässt ja darauf hoffen, dass es in der Gegend bald noch mehr Karminspinte gibt 😉 Also wenn wir die Campsites im Moremi und Chobe noch nicht gebucht hätten, dann würden wir's wohl jetzt tun ... Völlig verzückte Grüße Franzicke
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200625. Apr. 2013 ·
Montag, 6. August 2012 – Tokos
In der Nacht hatten wir verteilte Rollen: Uwe schlief, und Ruth lauschte den Geräuschen der afrikanischen Wildnis. Und da hatte sie viel zu tun. Eine Eule huhute, Hyänen unterhielten sich, Impalas und Elefanten kamen am Zelt vorbei. Mit Sonnenaufgang standen wir auf und klappten das Zelt zusammen. Tisch, Stühle und Brennholz ließen wir zurück und fuhren los. Der Gamedrive war nicht sonderlich spektakulär. Wir entdeckten eine einzelne Tüpfelhyäne, die sich aber schnell davonmachte.
Giraffen und Impalas waren die einzigen Tiere, die wir sahen. Merkwürdig fanden wir, dass wir nördlich und östlich vom Camp keinem einzigen anderen Auto begegneten. Ein wenig frustriert fuhren wir zurück ins Camp und frühstückten. Dabei leisteten uns ein paar Tokos Gesellschaft. Mit der Zeit wurden es immer mehr, bis wir uns schon ein wenig bedroht fühlten. Es waren alle Arten anwesend, die hier leben: Gelbe, rote, graue und die orangenen. Dabei war festzustellen, dass die Gelbschnabeltokos die aggressivsten waren. Einer von ihnen war so frech, dass er auf unserem Tisch landete und die Krümel aufpickte. Er hätte uns sogar das Brot aus der Hand geklaut, wenn wir ihn nicht verscheucht hätten.
Um zehn Uhr packten wir dann endgültig zusammen und fuhren Richtung Süden.
Alles klar?
Wir schauten uns die Buschmann-Felszeichnungen in der Nähe von Savuti an. Dazu ließen wir das Auto stehen und kletterten ein paar Meter einen Felsen hinauf. Es war schon ein wenig beunruhigend, sich so weit vom Wagen zu entfernen, hatten wir auf dem Weg doch gerade noch große Löwenspuren gesehen. Die drei Zeichnungen sahen für uns nicht so aus, als ob sie älteren Ursprungs waren. Aber von dort oben hatten wir einen schönen Ausblick über die Ebene und den Savuti Channel.
An einem Rastplatz hielten wir bei einer Gruppe von drei Safari-Autos und fragten die Fahrer nach besonderen Tiersichtungen. Baba, einer von ihnen, erklärte uns auf der Karte, wo in etwa wir zwei Löwen finden könnten, die an einem toten Elefantenbaby fraßen. Ganz aufgeregt machten wir uns auf den Weg. Um möglichst schnell in der Savuti Marsh Region anzukommen, nahmen wir die Hauptstraße nach Süden. Als wir jedoch nach Osten fahren wollten, wohin Baba uns geschickt hatte, endete jeder Weg früher oder später im Wasser oder Schlamm. Wir kamen nicht weiter. Schließlich fuhren wir wieder immer weiter nach Norden zurück, um doch noch eine Stelle für die Überquerung zu finden. Dabei durchquerten wir eine große Büffelherde.
Als es jedoch immer später und aussichtsloser wurde, brachen wir die Suche nach den Löwen ab. Es tat uns zwar leid, Savuti wieder einmal zu verlassen, ohne Raubkatzen gesehen zu haben, aber wir wollten nicht zu spät an unserem Tagesziel, dem Kaziikini-Camp, ankommen. Die Strecke nach Süden zum Mababe Gate auf der Sandridge Road war wie gewohnt fürchterlich. Tiefsand wechselte sich mit Schlaglöchern und Wellblech ab. Der Weg zog sich endlos dahin. Nach dem Gate wurde die Straße etwas besser. An der Khwai-Brücke machten wir ein Picknick. Dabei stellten wir zu unserer Freude fest, dass eine Flasche Savanna im Kühlschrank zerbrochen war. Irgendwie scheint mit dem Kühlschrank etwas nicht zu funktionieren. 🙂 Alle paar Tage macht er ein Getränk oder ein paar Eier kaputt. Mit unserer Fahrweise kann das sicher nichts zu tun haben. Der Deckel vom Frischkäse war abgefallen, und statt dessen steckte eine Flasche Milch (!) darin. So war mal wieder alles in bester Ordnung. Wir aßen Rauchfleisch, Tomaten, Gurken und Brot. Dann begaben wir uns auf die letzte Etappe nach Süden. Die Straße war katastrophal. Oft schafften wir es gerade noch, so gut es geht vor den schlimmsten Schlaglöchern abzubremsen, bevor es den Wagen zerlegte. Trotzdem wurden wir ordentlich durchgeschüttelt. Als wir das Kaziikini-Camp erreichten, war es auch höchste Zeit. Da nicht viel los war, bekamen wir den Acacia-Platz, den wir schon bei unserem ersten Besuch vor vier Jahren belegt hatten. Inzwischen ist der Platz etwas größer geworden, aber immer noch so gut wie damals. Ruth machte sich auf den Weg zur Dusche, kam aber schnell wieder zurückgehüpft und tauschte das Handtuch gegen die Kamera. Eine ganze Schar von Meyer’s Parrots turnte auf den Wasserhähnen herum und schlürfte ein paar Tropfen.
Zum Abendessen gab es Rindfleisch vom Grill mit Salat. Ohne Tierbesuch krochen wir ins Zelt.
ich oute uns jetzt mal als Idioten , wir haben die Buschmann-Felszeichnungen nicht gefunden! Vielleicht erklärt Ihr uns beim nächsten Treffen mal, wo genau diese sich befinden. Allerdings mochten wir Savuti nicht besonders, also werden wir dieses Camp vieleicht nicht unbedingt noch einmal besuchen.
Ausser Eure Fotos, die uns immer gut gefallen, gefällt mir diesmal besonders die Aussage : " Eine Eule die huhute", hat das die Lehrerin durchgehen lassen?
@Ruth Wenn die Taschentücher nicht reichen, ich schick Dir welche, wo Du doch jetzt auch noch Lewandowski hinterher weinen muss. 🙁
Es lohnt sich auf jeden Fall, einen der Hügel bei Savuti zu besteigen. Wir waren vor ein paar Jahren ganz oben auf dem Hügel mit den Bushman-Zeichnungen. Der Blick über die ansonsten topfebene Umgebung und den Savuti Channel war gigantisch. Wer Bedenken wegen der Tiere hat, kann versuchen sich am Camp einen Ranger als Begleiter zu engagieren.
Ui, einige Tage zum nachlesen 🙂 Wir hatten im Krüger übrigens ein ähnlichen Elefantenfall wie ihr. Allerdings lagen zwei Elefanten am Boden und drei standen drumherum ohne viel Regung. Irgendwie war es merkwürdig. Nachdem sich einer aufgerappelt hatte sind wir aber weiter.
Eigentlich brauche ich es ja nicht nochmal zu erwähnen, aber ich kann nicht anders. Tolle Bilder 🤩
Mit Genuß hab ich die letzten Kapitel gelesen. Wie immer traumhaft schöne Bilder! Die carmin Bee Eater kommen meistens ab ca. September. Dann kann man sie eigentlich recht zuverlssig entdecken. In Savuti hatten wir bis jetzt auch erst 1x Löwen gesehen. Die Ausbeute war dort meistens recht gering. Da sah es im Moremi doch anders aus. Eure Parrots sind wunderschön. Würde ich gerne mal entdecken. Mittlerweile finde ich Birds spotten absolut klasse! Hätte ich früher nicht für möglich gehalten. Fortsetzung erwünscht 🤩
Hallo ihr 2! Die Toko-Fotos sind der HAMMER! Lieben Gruß Rebecca
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200629. Apr. 2013 ·
@Anita: Im roten Trikot sehen alle Sch.. aus, und es werden immer mehr davon. 😵
@Lisolu: Das erklären wir euch doch gerne. Nur dazu müssen wir uns wirklich mal treffen! "Eine Eule, dir huhute" gefällt Ruth auch sehr. Passt gut zu den Wortkreationen ihrer Erstklässler. Einige davon haben sich so gut bei uns eingeprägt, dass sie fester Bestandteil unseres Vokabulars geworden sind. Zum Beispiel hoppelt bei uns kein Hase, sondern nur ein "Hse". Das Wort ist äußerst praktisch, kann es doch auch für "Hose" eingesetzt werden. Da machen weder Erstklässler noch wir irgendwelche Unterschiede. 🙂 Ich will keine Taschentücher! Ich will eine Mannschaft, die ich kenne.
@Claudia: Dann liegt es an unserer Reisezeit, dass wir bisher noch keine Karminspinte im Chobe gesehen haben. Unsere Ausbeute in Savuti war fast immer sehr mager. Im Gegensatz dazu erzählt uns jeder, der uns auf dem Weg dorthin entgegenkommt, welche tollen Raubkatzen-Sichtungen er hatte. Bestimmt alles nur erfunden. 🙂 Fortsetzung folgt.
Vielen Dank an alle. Zurzeit dauert es mit dem Schreiben bei uns etwas länger. Viel umme Ohren. Danke für eure Geduld.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200629. Apr. 2013 ·
Dienstag, 7. August 2012 – Zebras und Affen
In der Nacht kühlte es deutlich ab. Beim Aufstehen hatten wir unter drei Grad. Damit hatten wir nicht gerechnet. Gegen sieben Uhr fuhren wir los zum South Gate des Moremi Nationalparks. Der Ranger am Tor nahm sich Zeit und erklärte uns genau, welchen Strecken wir fahren sollten und welche nicht. Schon nach wenigen Kilometern gerieten wir in einen Stau. Ein Fahrzeug mit botswanischem Kennzeichen stand auf dem Weg, den Elefanten blockierten. Dahinter stand ein blauer Hilux von Hubert Hester. Als die Elefanten fertig gefressen und sich ein paar Meter entfernt hatten, stiegen die Fahrer vor uns aus. Was wir bis dahin nicht bemerkt hatten, war, dass die Elefanten einen Baum abgeknickt und quer über die Fahrbahn gelegt hatten. Nun suchten wir gemeinsam nach einer Umfahrung, da wir auch mit vereinten Kräften den Baum keinen Zentimeter bewegen konnten.
Da hielt der Fahrer aus dem Hilux plötzlich inne und meinte: „Du bist Ruth, richtig?“ Er war auch beim Pfingst-Braai gewesen und hatte uns erkannt. Das passiert uns nun schon zum zweiten Mal in diesem Urlaub. Wir unterhielten uns ein wenig, dann ging es weiter. Bei den Xini-Lagoons hielten wir uns länger auf, da es dort viele Wasservögel gab.
Die First Bridge war seit unserem letzten Besuch renoviert worden und gut zu befahren.
Die Second Bridge war gesperrt, und es gab eine Umfahrung. Hier sahen wir Letschwe, Impalas und Leierantilopen, die zwar nicht hübsch, aber dafür nicht so weit verbreitet sind.
Bei Third Bridge machten wir eine Pause. Auf der Heckklappe gab es ein kleines Picknick. Dabei wurden wir von einem frechen Pavian beobachtet, der es auf unser Essen abgesehen hatte. Aber wir passten gut auf, und so hatte er keine Chance, uns etwas abzunehmen.
Später beobachteten wir ein paar Zebras, von denen sich zwei Hengste einen Kampf lieferten. Sie bissen und traten sich. Da möchte man nicht dazwischen geraten.
Von der Fourth Bridge wussten wir, dass es eine neue Brücke geben sollte. Die stand auch dort, wurde jedoch gerade renoviert, obwohl sie noch keine zwei Jahre alt war. Eine Nachfrage bei den Arbeitern ergab, dass wir wieder über die alte Brücke fahren sollten. Das klappte auch erstaunlich gut, da auch sie ausgebessert worden war. Bis zum Xakanaxa Camp war es nicht mehr weit. Als wir dort ankamen, mussten wir feststellen, dass unser Platz schon belegt war. Dort standen ein paar Schweizer, die uns versicherten, für diese Nummer eine Reservierung zu haben. Also fuhren wir zurück zum Gate, um die Angelegenheit mit den Rangern zu klären. Dort trafen wir ein deutsches Ehepaar, das uns anbot, uns auf ihren Platz zu stellen. Sie hatten ihr Auto dort zurückgelassen und waren gerade auf dem Weg nach Maun, um ein Ersatzteil für die Elektrik des Wagens zu besorgen. Morgen kämen sie zurück. Bevor sie auf die Ladefläche eines Pickups stiegen, drückten sie uns noch ihre Fototasche in die Hand, damit wir darauf aufpassen können. Wir waren sehr überrascht, da die Leute uns nicht kannten und wir noch nicht einmal die Namen oder Telefonnummern ausgetauscht hatten. Aber bevor wir noch etwas sagen konnten, waren sie schon verschwunden. Wir bezogen den überlassenen Campingplatz und wunderten uns, dass bei dem zurückgelassenen Pickup die Fenster eine Hand breit offen standen und auf dem Armaturenbrett mehrere Handys lagen. „Komische Leute“, dachten wir. Nach einer Pause fuhren wir bis kurz vor Sonnenuntergang durch die Gegend und sahen je eine Familie Meerkatzen und Paviane.
Wir bitten um Vorschläge für einen passenden Bildtitel:
Auf dem Rückweg nahmen wir die falsche Straße und gerieten wieder einmal in ein Gebiet, bei dem die Wege aus ewig tiefen (getrockneten Schlamm-)Löchern bestehen. Auch wenn wir uns jedes Mal vornehmen, dort gerade nicht hinzufahren, landen wir dennoch immer bei diesen Kratern. Anfangs heben wir das Auto durch unzählige Löcher und hangeln uns von Kraterrand zu Kraterrand in der Hoffnung, dass der Weg irgendwann wieder besser wird. Weit gefehlt – wird immer schlimmer. Plötzlich Elis von links mit wedelnden Ohren, also so schnell es geht zurück! Den Elefanten machen die Bombenkrater natürlich nichts aus, aber im Rückwärtsgang trifft man die Ideallinie nicht mehr ganz so gut. Der ein oder andere Aufsetzer ist da vorprogrammiert. Irgendwann geben wir entnervt auf und fahren einfach denselben Weg, den wir geholpert kamen, wieder zurück ins Camp. Dort angekommen ging die Sonne unter, und damit fielen die Temperaturen. Bereits den gesamten Tag war die Luft kalt gewesen, aber bis nach dem Abendessen hatten wir nur noch sieben Grad. Wir grillten die letzte Portion Fleisch und machten dazu Rosmarin-Kartoffeln im Potije. Beides war ausgezeichnet. Mit Decken und Fleece-Oberteilen kuschelten wir uns in die warmen Schlafsäcke, nicht ohne noch ein wenig Busch-TV zu schauen. Heute lief die Fortsetzung von „Sterne des Südens“.
zuallererst möchte ich mich für Euren tollen Reisebericht und die phantastischen Bilder bedanken! Chapeau! Ihr sucht einen Bildtitel. Ich bin jobmässig auch ganz nah dran. Deshalb mein Vorschlag: "Vorsorge-Koloskopie"