THEMA: USA Südwesten - Land der Steine
28 Jun 2019 10:35 #560309
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  • bayern schorsch am 28 Jun 2019 10:35
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Hallo Bebbl,

danke fürs loslegen. Bin gespannt dabei. USA steht bei uns in einigen Jahren auch auf der Agenda.

Liebe Grüße der
bayern schorsch
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28 Jun 2019 12:44 #560317
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  • earlybird71 am 28 Jun 2019 12:44
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Hallo Bebbel,
Das ist ja schön! Ich bin ja sonst eigentlich öfter in USAForen und auch in dem Land unterwegs, dahe4 kenne ich alle deine Ziele, nur zur Wave habe ich es leider noch nie geschafft, kein Losglück :S hoffentlich hat das bei dir geklappt!
Jetzt freue ich mich auf meine erste Afrika Reise und nehme aber trotzdem gerne deinen Ersttäterbericht USA, zur Überbrückung bis es bei mir los geht, mit! Ist immer schön, die ersten neuen Eindrücke eines Reisenden in einem neuen Land zu lesen!
In San Francisco war ich einen Monat nach dir auch B)
Ich bin gespannt!
Ich
Namibia April 2021...!?
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01 Jul 2019 06:56 #560470
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Tag 2, 20.03.2019
Der ganze schöne Plan, vom Wetter zunichte gemacht. Als wir kurz nach sieben aufstanden, schüttete es zwar nicht mehr, aber es nieselte noch immer. Die Strassen waren nass und überhaupt war alles Mist! Eigentlich wollten wir heute den Hopp on-hopp off Bus nehmen und die Sehenswürdigkeiten abklappern aber das würde wohl nichts werden. Überhaupt war an laufen nicht wirklich zu denken, da wir keine Lust hatten in einen Regenschauer zu kommen und patschnass irgendwo rumzusitzen. Also musste eine Alternative her. Im Vorfeld hatte ich mich über das Marine Mammal Rescue Center informiert welches sich um gefundene, allein gelassene oder verwundete See-Elefanten, Seelöwen oder Seeotter kümmert. Da wir beide ja Tiere sehr mögen wollten wir diese Einrichtung besuchen. Sie befand sich auf der anderen Seite der Golden Gate Bridge in den Marin Headlands. Also, zuerst noch gefrühstückt und dann ab ins Auto und zuerst mal in Richtung Fort Point, da dies sowieso auf dem Weg lag. So konnten wir die Golden Gate Bridge auch noch von dieser Seite bewundern. Während wir losfuhren riss der Wolkenhimmel doch tatsächlich etwas auf und es hörte auf zu regnen. Das wird doch nicht…







Als wir am Fort Point ankamen regnete es tatsächlich nicht mehr und die Brücke war sogar nebelfrei. Das änderte sich aber schnell wieder und es fing wieder an zu nieseln und dann stärker zu regnen. Also nichts wie ins Auto und über die Brücke. Es war schon irgendwie ein komisches Gefühl über die Golden Gate Brücke zu fahren. Wir genossen beide die Fahrt und bogen direkt nach in die Alexander Ave und dann in die Bunker Rd ab. Durch einen Tunnel ging es in die einsam gelegenen Marin Headlands. Vorbei an der Rodeo Lagoon erreichten wir kurz vor 10 Uhr die Tierklinik. Es standen schon eine Menge Autos auf den Parkplätzen und ich dachte, dass es bestimmt gerammelt voll ist. Als wir an der Vordertür ankamen, war diese noch gar nicht geöffnet. Weil wir wohl etwas betröppelt dagestanden sind, kam ein Mitarbeiter vor die Tür und erklärte uns, dass sie gleich öffnen würden.

Das Marine Mammal Center ist eine gemeinnützige Tierklinik die mit Hilfe von Volontären und freiwilligen die Pflege von Meerestieren übernommen hat. Die Tiere werden dort aufgepäppelt und wieder in die Freiheit entlassen. Außerdem werden tote Tiere seziert und versucht die Todesursache festzustellen. Man kann die einzelnen Räume von außen besichtigen und bekommt Informationen von anwesenden Mitarbeitern. Wir waren die beiden einzigen, die an diesem Tag dort waren. Die vielen Autos stammten wohl von den unzähligen freiwilligen Helfern und Volontären. Von einem höher gelegenen Steg konnten wir auf die einzelnen Käfige und ihre Bewohner blicken. Dort erklärte uns auch eine nette Helferin die Details zur Einrichtung, Pflege der Tiere und Hintergründe der Notlagen. Es war sehr interessant und nach einer kleinen Spende verließen wir die Tierklinik wieder. Bilder von den Tieren habe ich keine gemacht, da sie eh alle hinter Gitter waren und es auch pausenlos regnete.

Nach diesem sehr informativen Abstecher fuhren wir in Richtung Point Bonita Leuchtturm. Wie durch ein Wunder riss die Wolkendecke auf und es hörte tatsächlich auf mit regnen. Manchmal luggte sogar die Sonne hervor. Es war zwar immer noch leicht bewölkt aber das finde ich beim Fotografieren sowieso interessanter.



Zuerst überlegten wir ob wir zum Leuchtturm laufen sollten aber da das Wetter zwar besser aber noch nicht dauerhaft schön war, liefen wir nur ein kurzes Stück und drehten dann wieder um. Zumindest regnete es nicht mehr und die grauen Wolkenfetzen bekamen immer größere Löcher. Da die Brücke nicht im Nebel hing, entschieden wir uns noch einige View Point an der Conzelman RD anzufahren.



Da das Straßenstück vom Marin Headlands Vista Point bis dahin wo die Conzelman Rd auf die Field Rd trifft eine Einbahnstraße ist, mussten wir die Bunker Rd zurückfahren bis zur McCullough Rd. Von dort ging es direkt zum Marin Headlands Vista Point. Man hat hier eine wirklich tolle Aussicht auf San Francisco und die Golden Gate Bridge. Durch einen kleinen Tunnel kann man sogar noch etwas höher laufen bis zum Park Hawk Hill … oder man läuft, wie wir auf dem Rückweg, einfach am Ende des Parkplatzes seitlich rechts nach oben. Wir verbrachten hier einige Zeit während das Wetter doch tatsächlich immer besser wurde.



Auf der Rückfahrt hielten wir noch am Golden Gate View Point und bei Battery Spencer, um weitere Blickwinkel der Brücke zu sehen. Die Aussichten von hier sind wirklich spektakulär und so überlegten wir am Abend hier nochmal herzufahren. Wir mussten ja für die Brücke keinen Zoll zahlen und konnten es deshalb ausnutzen.








Mittlerweile war das Wetter doch tatsächlich top und wir bekamen einen strahlendblauen Himmel. Kurzentschlossen entschieden wir dem Coit Tower einen Besuch abzustatten. Unser Navi brachte uns zielsicher zum eingegebenen Favoriten wo wir sogar zu unserer Überraschung sofort einen Parkplatz fanden.



Ich hatte gelesen, dass es nicht unbedingt nötig wäre den Turm zu besteigen und man auch vom Parkplatz eine gute Sicht hätte. Deshalb war ein Aufstieg nicht eingeplant. Teilweise ist das auch richtig, auch wenn viele umstehende Bäume die Sicht schon stark einschränken.





Wir beschlossen deshalb doch den Turm hoch zu fahren. Die Sicht vom Turm ist dann doch nochmal um einiges grandioser. Man hat einen freien Blick auf Downtown, Alcatraz, Fisherman´s Wharf, Lombard Street und die ganze Stadt. Zum Glück war auch nicht so viel los auf dem Turm, so dass wir uns die nötige Zeit nehmen konnten.











Anschließend fuhren wir zum Serpentinenteil der Lombard Street. Hier konnten wir direkt an der Straße parken. Am unteren Ende waren eine Menge Menschen unterwegs und machten Selfies in den verrücktesten Posen.



Ich für meinen Teil konnte jetzt nichts so besonderes an diesem Teil der Straße finden. Vielleicht sieht es mit blühenden Blumen, wie man´s so oft auf den Bildern sieht, nochmal anders aus, aber hier und heute war es nichts Weltbewegendes. So zog es uns schnell weiter in Richtung Fisherman´s Wharf und den Pier 39.





Dort fanden wir es wirklich klasse. Das Ambiente, die Leute und die vielen kleinen und großen Geschäfte gaben dem Ganzen eine wirklich ganz besondere Atmosphäre. Wir schlenderten durch das Pier 39, aßen eine Kleinigkeit und landeten am Schluss natürlich bei den Robben.













Wir verbrachten hier einige Zeit, weil es sehr kurzweilig war den Meeressäugern zuzuschauen. Menschenmassen und Gestank hielten sich in Grenzen. Ja, Nasentechnisch vernahm ich tatsächlich so gut wie gar nichts und der Andrang verlief auch in geregelten Bahnen. Ich möchte allerdings nicht wissen, was hier in den Sommermonaten los ist. Diesbezüglich hab ich mir schon einige Male während des Urlaubs den Kopf zerbrochen, als der Menschenauflauf und das Gedränge immer größer wurde (Los Angeles, Grand Canyon, Page). Aber in San Francisco war noch nicht so viel los…

Nachdem wir etwas über den Steg am Fährterminal Pier 41 geschlendert waren, überlegten wir, ob wir eine Fahrt nach Alcatraz oder eine Bootcruise machen sollen.




Wir entschieden uns aber vorerst dagegen weil wir ja noch einiges sehen wollten und uns langsam die Zeit davon lief. Eigentlich hatten wir vor, die gesamte Strecke von Pier 39 bis zum Fort Point einmal zu laufen aber das erschien uns in diesem Moment doch etwas zu weit und wir waren ja auch nicht sicher ob das mittlerweile tolle Wetter halten würde.

Daher beschlossen wir mit dem Auto zu den Painted Ladies am Alamo Square Park zu fahren. Unser Navi führte uns quer durch San Francisco und wir konnten direkt am Park in der Steiner St einen Parkplatz ergattern. Der Ausblick auf die viktorianischen Häuser war sehr schön und es hatte kaum Menschen … und wenn, dann waren es Einheimische, die ihre Hunde ausführten. Der Park war wohl eine der wenigen Anlaufstellen für Hundebesitzer…















Es war jetzt schon später Nachmittag und wir beschlossen nochmal ans Meer in Richtung Fort Point zu fahren. Der Plan war ja, wenn es dunkel war, nochmal in die Marin Headlands zu fahren und dort verschiedene View Points bei Nacht abzuklappern. Aber zuvor fanden wir uns auf der Torpedo Wharf wieder, von wo man einen tollen Blick auf die Golden Gate Brücke hatte. Wir beobachteten eine Zeitlang 2 Einheimische beim Krabbenfischen und genossen das mittlerweile prächtige Wetter, auch wenn es immer noch recht frisch war.











Als es dunkel wurde fuhren wir erneut über die Golden Gate Brücke in die Marin Headlands. Unsere erste Anlaufstelle war wieder der Marin Headlands Vista Point an dem schon einige Autos standen. Wir warteten dort die völlige Dunkelheit ab und hatten einen tollen Blick auf die Golden Gate Bucht.



Nächster Stopp war dann nochmals Battery Spencer. Hier machte ich mich alleine auf den Weg zum Battery Spencer, da es meiner Partnerin zu kalt war. Sie wartete lieber im Auto.



Auf dem Rückweg zum Hotel wollte ich versuchen noch ein paar Nachtaufnahmen von der anderen Seite (Golden Gate Bridge View) zu machen. Leider gab es aber keine Möglichkeit von hier auf die andere Seite zu wechseln. Auf der Suche nach einem Übergang fragte ich am North Tower Golden Gate Parkplatz einen Police Officer der mir sagte, dass ich über die Brücke zurück nach San Fran fahren müsste und von dort wieder zurück. Wir waren ja nicht unter Zeitdruck und mussten auch nichts für die Überquerung bezahlen, daher beschlossen wir das einfach so zu machen. Der Blick vom Golden Gate Bridge View war dann aber nicht ganz so prickelnd, so dass sich der Umweg nicht wirklich gelohnt hat.



Also wieder über die Brücke und da es auf dem Weg lag, fuhren wir nochmal zum Torpedo Wharf. Auch hier zog es meine Partnerin vor lieber im Wagen zu bleiben, während ich mich auf den Weg zum Steg machte. Von hier hatte man einen wirklich tollen Blick auf die Brücke und auf Downtown San Francisco.







Müde und voller Eindrücke gingen wir noch was essen und fielen anschließend ins Bett. Die Wetterfee hatte es doch noch gut mit uns gemeint. Es war zwar, vor allem wenn die Sonne weg war, schon etwas frisch, dafür regnete es nicht mehr und wir hatten oftmals blauen Himmel. Wir hofften, dass der morgige Tag auch so sein werde…

Morgen werden wir zu Hippies, ziehen an einem Strang und knipsen auf der Schatzinsel!
Anhang:
Letzte Änderung: 01 Jul 2019 07:11 von Bebbl.
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01 Jul 2019 08:23 #560478
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  • Schneewie am 01 Jul 2019 08:23
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Der Südwesten der USA ist schon klasse.
Mehrmals durften wir schon diese tolle Ecke besuchen.

Ja und SF ist immer wieder toll.


Gesendet von iPad mit Tapatalk Pro
Gruß Gabriele
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02 Jul 2019 07:17 #560565
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  • Bebbl am 01 Jul 2019 06:56
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Tag 3, 21.03.2019
Zum Glück regnete es heute nicht und um es vorweg zu nehmen, das wird den ganzen Tag auch so bleiben. Puuuh! Zwar war es mal mehr, mal weniger bewölkt aber, wie ich bereits geschrieben habe, mag ich das zum fotografieren eigentlich ganz gerne.

Auch die Temperaturen bewegten sich in der Sonne in einem angenehmen Rahmen. Wir starteten in einen weiteren, letzten Tag in San Francisco. Heute hatten wir vor uns mal die Gegend um Haight Ashbury anzusehen. Das war zum Laufen natürlich zu weit, deshalb fuhren wir mit dem Auto dort hin.
In der Haight St angekommen, waren fast alle Läden noch geschlossen. Wir hatten ja erst 8 Uhr! Daher war es auch nicht schwer einen Parkplatz zu finden. Umso schwerer, war für uns die Auseinandersetzung mit der Parkuhr, deren Bedienung wir überhaupt nicht auf die Reihe bekamen. Zuerst war die Abdeckscheibe an der Erklärung sehr zerkratzt und dann scheinte doch tatsächlich (frecherweise) die Sonne darauf, so dass man nicht wirklich etwas lesen konnte.
Wir kämpften also mit der Beschreibung und fragte sogar einige Passanten, die sich aber entweder selber nicht auskannten oder keine Zeit hatten. Schlussendlich lief ich zu einer Dame, die gerade ihr Fahrzeug an einer solchen Parkuhr parkte. Ich klopfte an ihre Scheibe und sie sah mich entgeistert an. Ich glaube echt, sie dachte ich wolle sie überfallen (oder so ähnlich).
Ich entschuldigte mich schnell und erläuterte mein Anliegen woraufhin die nette Frau mir auch behilflich sein konnte. Hatten wir dieses Problem also auch gelöst … jetzt hatte ich quasi nur noch Bammel vor dem ersten Mal tanken. Aber das ist eine andere Geschichte!

So schlenderten wir die Haight St auf der einen Seite runter, bewunderten verschiedene Murals und die netten Beine der Dame der Piedmont Boutique.









Nahmen ein kleines, verspätetes Frühstück zu uns und beobachteten aus dem Cafe heraus die immer noch zahlreich anzutreffenden Hippies in dieser Gegend.



Wir beäugten die bunten Läden und wundersamen Kleinigkeiten in diesem farbenfrohen Stadtteil und fühlten uns einfach wohl. Wir wanderten die Haight Street auf der anderen Seite wieder rauf.









Dann kam mir die Idee, dass wir noch das Frauenhaus mit seiner tollen Wandbemalung ansehen könnten. Das müsste doch nicht weit von hier sein. Als das Handy raus, Navi gestartet, Favorit ausgewählt, Fußgängermodus aktiviert und los ging´s. Eigentlich laut Navi ja nur knapp 2 Meilen. Aber irgendwie raffte mein Navi nicht so ganz wohin ich wollte, beziehungsweise die Anzeige war dermaßen blöd, dass wir nie so genau wussten ob wir jetzt eigentlich in die richtige Richtung laufen oder nicht. Nachdem wir den Buena Vista Park durchquert hatten und ich mir immer unsicherer wurde, ob der bescheuerten Anzeige meines Navis entschieden wir, doch lieber wieder zurückzugehen und mit dem Auto dorthin zu fahren. Als wir zurück zum Auto liefen konnten wir die Festnahme eines (vermutlichen) Drogenjunkies durch die Polizei beobachten. Der Typ war vermutlich kurz zuvor in eine Schlägerei oder ähnlichem geraten, denn er war oben ohne und teilweise heftig mit Blut verschmiert. Aber er hatte gewaltigen Respekt vor den Officern, das war ihm anzusehen. Wir mussten auf dem Weg zum Auto direkt an der Szene vorbeilaufen und hatten schon irgendwie ein mulmiges Gefühl.
Das Navi fand den Weg zum Womans Building zügig … jedenfalls zügiger wie wenn wir gelaufen wären. Und ich fand auch schnell einen Parkplatz. Als wir die Parkuhr aktiviert hatten, kam ein Typ auf uns zu und meinte nur: don´t park here, they will tow you away! Ich so: Häh, why?
Er erklärte mir, dass man nur an den weißen Pfosten mit einem PKW parken dürfte und die andersfarbigen anderen Fahrzeugen vorbehalten wären. Ich stand, glaub ich, an einem grauen… oder war´s doch ein blauer… ich weiß es nimmer, jedenfalls meinte der nette Mensch, hier dürften nur Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen parken.
Als ich mich umblickte merkte ich, dass da was dran war, denn alle PKW´s standen an diesen weißen Parkpfosten. Also parkte ich notgedrungen wieder um.
Zum Frauenhaus waren es nur wenige Meter um die Ecke und die Wandmalerei war wirklich beeindruckend.









Nach diesem Besuch fuhren wir zurück zum Hotel, nicht ohne einmal auch, wie wahrscheinlich alle Touris, den berühmten Serpentinenteil der Lombard Street zu fahren.

Nachdem wir das Auto am Hotel abgestellt hatten machten wir uns zu Fuß auf den Weg einige Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Das war nicht ohne. Bereits die Strecke der Lombard Street von unserem Hotel in Richtung dem Serpentinenteil war unfassbar steil.





Zu Fuß in San Fransico ist nichts für unfitte Menschen, dachte ich so bei mir. Wir wollten Richtung Downtown/Chinatown laufen und versuchten möglichst wenige Ups and Downs mitzunehmen. Wir liefen also die Lombard Street hoch bis zum Anfang der Serpentinen und von dort die Hyde Street in Richtung Süden. Unterwegs entdeckten wir zum ersten Mal die Cable Cars und waren beide völlig aus dem Häuschen. Das hat schon was auch wenn wir eine Fahrt damit nicht machten. Das war uns mit 7$ einfach schlichtweg zu teuer.







Unser Navi führte uns dann an die Ecke Broadway/Taylor St, die unfassbar steil war. Wie die Autos dort parkten war schon der Hammer. Ich vermute, dass der Broadway eben wegen dieser Steilheit zwischen Jones St und Taylor St mithilfe einer Betonwand gesperrt ist. Sicher bin ich mir aber nicht … aber das sah schon spektakulär steil aus. Kommt auf den Bildern net wirklich so raus.



Wir liefen den Broadway weiter bis zur Columbus Ave. Wir suchten das berühmte Dragon´s Gate. Hier waren unheimlich viele Menschen auf den Straßen vor allem, wenn wundert’s, Asiaten bzw. Chinesen. Teilweise war schon fast kein Durchkommen mehr. Unser Navi spielte uns wieder mal einen Streich und so standen wir Ecke Columbus Ave und Keany St ohne zu wissen in welche Richtung wir müssen.
Für die San Francisco Kenner wahrscheinlich ein Witz, aber wir waren ja das erste Mal hier und es sah alles gleich aus. Also zuerst mal in den Subway und was essen. Danach liefen wir die Keany St weiter bogen dann in die Bush St ab und … Voila! Da war´s doch auch schon.



Schnell ein paar Bilder und dann bummelten wir durch Chinatown. Meine Partnerin erstand ein San Francisco Autokennzeichen und ich erfreute mich an den bunten Murals.







Anschließend liefen wir in Richtung Meer auf welches wir in Höhe von Pier 3 trafen. Wir schlenderten dann, wie viele andere auch, an der Küste entlang in Richtung Pier 39. Dort angekommen besuchten wir ein weiteres Mal die Robben.









Machten an Pier 43 ein Bild der SS Jeremiah O´Brien durch den Ferry Arch und wanderten danach zum Powell/Mason Cable Car Turnaround.



Dort beobachteten wir eine Zeit lang die ankommenden Cable Cars und den Drehvorgang ebenselber.



















Als wir dort so rumstanden, fiel meiner Partnerin ein Obdachloser auf, der im Abfalleimer nach Verwertbarem suchte. Dieser tat ihr so leid, dass sie sich entschloss ihm eine kleine Spende zukommen zu lassen. Auf meine Worte „du kannst nicht jedem Obdachlosen in dieser Stadt helfen“ hörte sie nicht und wollte dem Mann einen Schein in die Hand drücken. Dieser lehnte aber dankend ab … meine Partnerin gab aber nicht so einfach auf und steckte den Geldschein einfach in den Plastikbeutel des Mannes. Das war schon etwas merkwürdig aber schlussendlich hat der Mann, als er sich nicht beobachtet fühlte doch schnell nach dem Geld gesehen, es auch eingesteckt und uns wohlwollend zugenickt.

Wir liefen danach bis zur Hyde St und anschließend in Richtung Lombard Street wo wir noch tolle Aufnahmen der Bergerklimmenden Cable Cars mit Alcatraz im Hintergrund machen konnten. Anschließend gingen wir zurück ins Hotel.





Am Abend wollten wir mit dem Auto nach Treasure Island fahren um von dort noch ein paar Aufnahmen der Skyline San Franciscos zu machen.

Die Fahrt nach Treasure Island mitten durch Downtown war zwar langwierig aber unproblematisch und ich freute mich schon sehr, da man von dort eine tolle Sicht auf die beleuchtete Innenstadt hatte. Auf Treasure Island angekommen mussten wir leider feststellen, dass wegen Bauarbeiten die gesamte Strandpromenade gesperrt und mit Planen abgedeckt war. Boah, das gibt´s doch nicht. Da standen wir nun… es war mittlerweile wieder saukalt und windig. Es gab keine Möglichkeit Bilder zu machen. Ich versuchte mein Stativ auf einem herumliegenden Haufen Bauschutt aufzubauen aber das funktionierte nicht. Ich ärgerte mich maßlos als meine Partnerin plötzlich rief, dass ich herkommen solle. Sie hatte einen schmalen Durchgang gefunden/geöffnet, durch den wir uns durchzwängen konnten. Ich baute schnell das Stativ auf und versuchte einige Bilder zu machen. So richtig wohl war mir nicht in meiner Haut, denn erlaubt war das sicherlich nicht.

Gute Bilder waren aufgrund der Nervosität und des starken, kalten Windes nicht möglich aber der Ausblick war einfach sensationell. Schade, dass es so abgekühlt hatte. Meine Freundin fror auch schon wieder heftig. Daher beschlossen wir zügig wieder zum Hotel zurückzufahren um nicht noch in irgendwelche Schwierigkeiten zu kommen.









Zuvor machten wir aber noch einen kleinen Abstecher zum Pier 39, da ich mir dachte, dass es dort abends bestimmt auch schön ist. Leider waren fast alle Geschäfte schon geschlossen und nicht mehr viel los.



Also ab ins Hotel… das Bett rief. Morgen geht es auf den Highway #1 in Richtung L.A.

Morgen werde ich das erste Mal tanken müssen, Pelztiere treffen und mit den Wellen reiten
Letzte Änderung: 02 Jul 2019 07:30 von Bebbl.
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02 Jul 2019 09:14 #560574
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  • sphinx am 02 Jul 2019 09:14
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Hallo Bebbl
Im USA Forum einen Südafrika Bericht, im Namibia Forum einen USA Bericht, da soll sich einer auskennen ;)
Auch dachte ich bisher alle über 16 waren schon in SF. So kann man sich irren. Bilder von dort zu sehen, ist ganz witzig für mich, da ich dort einige Wochen gelebt habe. Auch auf die Otter morgen freue ich mich. Und so bin ich hin und her gerissen, ob ich diese Flut an Berichten aus aller Welt im Namibia Forum gut finde oder nicht. Aber es steht mir ja frei nicht mit zu lesen….In diesem Sinne hau rein.
Viele Grüße Elisabeth
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