THEMA: USA Südwesten - Land der Steine
28 Jun 2019 06:59 #560292
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Eigentlich wollten meine Partnerin und ich im Frühjahr 2019 (März, April) für 17 Tage nach Sri Lanka gehen und uns diese schöne Insel ansehen. Da wir beide Naturbesessen und Tieraffin sind, bereits mehrere Male in Afrika waren, zog es uns in diesem Jahr in den asiatischen Raum. Der Kontakt und der E-Mail Austausch begann im Herbst 2018 mit diversen Touroperatoren in Sri Lanka. Diese Kontakte erwiesen sich als sehr, sehr schwierig, unzuverlässig und nicht gerade vertrauenswürdig. Deshalb brach ich die Kommunikation im Januar 2019 ab und wir cancelten unser Vorhaben. Doch was jetzt tun? Irgendwie, ich weiß nicht mehr warum und wieso, keimte in mir der Gedanke mal wieder in die USA zu reisen. Das letzte Mal war ich 1995 in Texas und Florida und meine Partnerin war noch gar nie dort. Und da ich schon immer mal nach San Francisco wollte, war eine Idee geboren. Mal nach den Flügen gesehen und die waren gar nicht so teuer. Also machte ich eine grobe Zeitplanung. Zuerst wollten wir in San Francisco starten und über Los Angeles, Las Vegas und Yosemite wieder in San Francisco ankommen. Zeit hatten wir 18 Tage und so machte ich mich an die Planung. Ich hatte überhaupt keine Ahnung was man im Südwesten ansehen könnte. Schnell merkte ich, je mehr ich mich in das Thema einlies, dass die Zeit zu knapp für die zuvor geplante Strecke war und wir dadurch mehr auf der Straße waren als den Urlaub zu genießen. Wir waren ja beide das erste Mal im Südwesten und hatten daher keine Erfahrung. Und mein erstes Mal USA lag auch schon fast 25 Jahre zurück. So kam es, dass ich den Yosemite NP streichen musste, obwohl er eines der Highlights war, dass ich unbedingt besuchen wollte. Schade, aber dadurch haben wir einen Grund wiederzukommen. Es wäre sowieso schwierig geworden, da ich vermute, dass die Tioga Road zu dieser Zeit eh noch gesperrt gewesen wäre. So schob ich die Tage hin und her und letztendlich ergab sich folgende Reiseroute.
Tag 1: Ankunft San Francisco – Check in – Baker Beach, Twin Peaks
Tag 2: San Francisco - Coit Tower, Pier 39, Golden Gate Bridge, Downtown, Chinatown
Tag 3: San Francisco – Bootsfahrt, Alcatraz, Treasure Island, Ashbury Height, Lombardstreet, Painted Ladies
Tag 4: Abfahrt San Francisco Richtung Moss Landing (Seeotter). Highway #1 bis Morro Bay. Bixby Bridge, See-Elefanten, McWay falls
Tag 5: Morro Bay – Whale watching
Tag 6: Fahrt nach Los Angeles über Pismo Beach. Stop in Pismo Beach. Monarch butterfly grove.
Tag 7: Los Angeles – Stadtrundfahrt mit Sandra und Denis. Abends zum Griffith Observatorium.
Tag 8: Los Angeles – Walk of fame, Santa Monica, Venice Beach
Tag 9: Los Angeles – Downtown, City Hall, McArthur Park, Getty Museum, Mulholland Drive
Tag 10: Fahrt von Los Angeles in Richtung Barstow. Weiter Richtung Mojave Desert. Lava tubes, Kelso dunes. Fahrt bis zum Colorado River in Fort Mojave.
Tag 11: Fahrt auf alter Route 66 – Oatman, Kingman, Seligman – bis Grand Canyon. Nachmittags Besuch einiger View Points.
Tag 12: Spaziergang am South Rim bis Hermit´s Rest. Weiterfahrt zum Monument Valley. 17 Mile Dr.
Tag 13: Sonnenaufgang am Monument Valley anschließend Fahrt zum Goosenecks State Park. Forrest Gump Point. Danach Fahrt nach Page. Besuch eines Slot Canyons.
Tag 14: Fahrt nach Kanab. Teilnahme an Lotterie. Auf der Rückfahrt Besuch der Toadstool Hoodoos. Horsehoe Bend.
Tag 15: Besuch von „The Wave“ (falls gewonnen) ,Alstrom Point oder Toroweap Point.
Tag 16: Fahrt nach Las Vegas
Tag 17: Nachmittags Besuch des Valley of fire, Nelson Ghost Town, Las Vegas Sign. Abends, Strip und Hotelshows.
Tag 18: Besuch eines Outlets. Freemont Experience. Abends Strip und Eiffeltower.
Tag 19: Tag zur freien Verfügung. Rückgabe Auto und Rückflug.

Ich habe dann alle Hotels vorgebucht laut unserem Reiseplan. Leider muss ich sagen, dass ich das Forum zu spät entdeckte und ich würde vielleicht 1 oder 2 Dinge anders machen. Aber im Nachhinein ist man immer klüger und im Großen und Ganzen hat es auch geklappt. Wir konnten zwar nicht alles unternehmen, was wir (bzw. ich) uns so überlegt hatten aber die meisten Dinge haben ganz gut funktioniert. Manches mussten wir leider canceln, einiges verlegen und anderes einfügen. Man unterschätzt doch die Zeit, die einem irgendwann davonläuft. Aber die Dinge, die wir sehen wollten, haben wir gesehen und noch viel mehr dazu. Dies, wie unschwer zu erkennen ist, eine typische Ersttätertour.
Manchmal gab´s was zu lachen, oftmals was zum Wundern und mehrmals was zu ärgern. Aber all das gehört zu einem Urlaub dazu und macht im Nachhinein die Erinnerungen aus.

Wir erwischten einen günstigen Gabelflug von Stuttgart über Amsterdam nach San Francisco und zurück von Las Vegas über Salt Lake City, Amsterdam wieder nach Stuttgart mit KLM. Rasch noch zusätzlich Gepäck gebucht und unserem Flug konnte für 580€ pro Person nichts mehr im Wege stehen. Rechtzeitig beantragte ich ESA und machte mich an das heraussuchen der Hotels für unseren Roadtrip. Hätte ich das Forum früher entdeckt, hätte ich vermutlich nicht alle Hotels vorab gebucht aber letztendlich war es gut so wie es gelaufen ist und ich bin auch nicht der Typ, der sich am Ende eines vielleicht anstrengenden Tages noch auf die Suche nach einer Übernachtung machen möchte. Daher buchten wir alle Hotels vorab was ohne Probleme klappte. Nur in San Francisco hatte ich Schwierigkeiten eine preislich akzeptable Übernachtung zu finden. Schlussendlich hat auch das geklappt. Sorgen machte mir jetzt nur noch das Wetter. Von wegen „It never rains in Southern California“ … Dass es in San Francisco nicht gerade warm werden würde war mir klar, dass es aber laut wetter.de so kalt zu sein scheint, machte mich doch etwas nachdenklich. Nun gut, Kälte ist nicht so schlimm, wenn´s denn nur nicht regnet. Je näher das Abflugdatum kam, desto schlechter wurden die Voraussagen für die 3 Tage in San Francisco. Sollte am Ankunftstag sogar noch die Sonne scheinen, war für die kommenden Tage leichter Regen angesagt. Ärgerlich, da bis zum Tag vor unserer Anreise anscheinend bestes Wetter vorherrschte mit Sonnenschein und 20°C. Nun gut, das konnte man sowieso nicht ändern und so ergaben wir uns unserem Schicksal und dachten an die Worte von Mark Twain: „Der schlimmste Winter, den ich je erlebte, war der Sommer in San Francisco“.

Tag 1, 19.03.2019
Unser Flieger ging ab Stuttgart bereits um 6:05 Uhr. Das bedeutete, dass wir mit Hinfahren und Kofferabgabe spätestens um 4:30 Uhr los mussten. Zuvor hatte ich auf die Navigationsapp meines Handys die Karten von Kalifornien, Nevada, Arizona und Utah aufgespielt und die anzufahrenden Punkte unter den Favoriten abgelegt (ein guter Tipp aus dem Forum). Dies würde nochmal wichtig werden. Mein Teufelchen im Ohr, namens meinem Dad, der uns auf den Flughafen fuhr, quengelte schon Tage vorher, dass 4:30 Uhr zu knapp wäre. Zumal eine Nachtbaustelle am Engelbergtunnel die Fahrbahnen schrumpfen ließ. Meine Partnerin hieb in die gleiche Kerbe und obwohl es mir gegen den Strich ging ließ ich mich breitschlagen und wir fuhren bereits um 4 Uhr los. Eingecheckt waren wir bereits und ich dachte mir, dass um diese Uhrzeit auf der Autobahn nicht viel los ist. Gesagt, getan… Wir fuhren also los und hatten gerade die Autobahn genommen, als mir auffiel, dass ich mein Handy, dass ich noch kurz zum Laden eingesteckt hatte, vergessen hatte. Der Teufel ist ein Eichhörnchen! Ausgerechnet mir musste das passieren :ohmy: Wir mussten also an der nächsten Ausfahrt raus und nochmal zurückfahren. Zwar hatte ich meiner Partnerin die Navigationsapp zur Sicherheit auch aufgespielt aber dort waren natürlich alle Favoriten nicht vorhanden. Wir also zurück, Handy geholt und erneut auf die Autobahn. Glücklicherweise sind wir schon um 4 Uhr losgefahren. Mein Dad grinste mich die ganze Fahrt über süffisant vom Beifahrersitz aus an. Jaja, wer den Schaden hat…

Natürlich kamen wir trotzdem rechtzeitig am Stuttgarter Flughafen an, da es auf der Autobahn keinerlei Probleme gab. Die Koffer also komplett bis San Francisco durchgecheckt und dann ging´s auch recht schnell mit einem KLM Cityhopper nach Amsterdam wo wir 2 Stunden Aufenthalt hatten bis zum Abflug nach San Francisco. Der Flug über den Atlantik ging trotz 10 Stunden Dauer dank 3 Filmen, recht flott vorüber. Wir landeten sogar noch vor der angegeben Ortszeit von 13:25 Uhr bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen auf dem San Francisco International Airport.

Zum Glück war unser Flieger zu diesem Zeitpunkt das einzig ankommende Fluggerät und so gingen die Zollformalitäten recht schnell. Unser Gepäck war auch vollzählig und zügig da, so dass wir uns auf den Weg zum Air Train machen konnten, um zur Car Rental Station zu fahren. Ich hatte den Mietwagen ja schon von Deutschland aus über Check24 gebucht. Es war ein Jeep Patriot Allrad o.ä. … wie es immer so schön heißt. Die Agentur war Thrifty. Das zurechtfinden am Flughafen war wirklich easy und so fanden wir uns schnell am Thrifty Schalter ein. Ich hatte das Fahrzeug ursprünglich nicht für die komplette Reise gebucht. Zuerst dachte ich mir, dass wir doch in San Francisco kein Auto benötigten und wollte die ersten 3 Tage streichen. Doch dann überlegte ich mir, dass es wahrscheinlich ein zu großes Heckmeck wäre, mit dem Zug zum Hotel zu fahren und dann wieder zur Car Rental Station. Also schwenkte ich um und entschied, dass wir die letzten 3 Tage in Las Vegas kein Auto brauchen würden. So habe ich es dann auch gebucht.

Im Nachhinein entpuppte sich das als Fehler, da wir ja nachmittags in Las Vegas das Valley of Fire, ein Outlet und eventuell noch andere Dinge anschauen wollten. So hoffte ich, dass ich die Miete direkt am Schalter um 3 Tage verlängern konnte. Ich ließ von der Mitarbeiterin das Tolldevice freischalten, was sich mit 60 Dollar pro Woche niederschlug. Die Mitarbeiterin empfahl uns dies, da hier alle Gebühren beinhaltet waren und wir besonders in Los Angeles auf viele kostenpflichtige Straßen treffen würden. Ich glaubte ihr das … und es war eine Lüge!
Wir haben außer der Golden Gate Bridge keine weiteren kostenpflichtigen Straßen befahren. Dafür die Golden Gate Bridge gleich mehrmals :laugh: . Jetzt mit etwas Abstand fühlte ich mich etwas über den Tisch gezogen, weil ich nicht wirklich verstand was die Mitarbeiterin von mir wollte und ich nicht glaube, dass man das Tolldevice nur komplett freischalten kann. Aber es ist nun wie es eben war und wir mussten in den sauren Apfel beißen. Eine Verlängerung konnte uns die Mitarbeiterin nicht buchen, sondern Sie gab uns eine Broschüre mit einer Telefonnummer die ich anrufen sollte.

Unser gemietetes Auto war ein Kia Sportage mit Allrad (das wir aber nur einmal benötigten) und hatte etwas mehr als 800 Meilen runter. Er war also so gut wie neu und sah sehr gepflegt aus. Wir verstauten also unsere Koffer, brachten unsere Handyhalterung und die GoPro an und fuhren los. Noch leicht unsicher ob der vielen Eindrücke und mit einem fremden Auto in einer fremden Stadt in einem fremden Land schlichen wir mehr als dass wir fuhren auf die 101 in Richtung San Francisco Zentrum. Unser vorgebuchtes Hotel, das Redwood Inn, lag an der Lombard Street so ziemlich zentral. Ich hatte die Wegstrecke schon vorher ins Navi eingegeben und die 101 müsste uns direkt dorthin führen. Müsste… aber da unser Navi erst sehr spät die Ausfahrten ansagte, verfuhren wir uns im Gewirr der Highways natürlich. Einmal falsch abgebogen wird man schnell nervös, da man ja nicht mehr weiß wo man ist. Wir haben dann aber doch, auch dank des Navis zum Hotel gefunden. Und nachdem wir zweimal am Hotel vorbeigefahren sind, umdrehen mussten … was auf der Lombard Street nicht so einfach geht, und wieder vorbeifuhren konnten wir dann doch die Einfahrt entdecken.
Manchmal frage ich mich wirklich wie man das vor 20 oder 30 Jahren machte, als es noch keine Navis gab und man mit Kartenmaterial hantieren musste. Aber irgendwie hat es auch damals funktioniert…
Wir checkten also ein und hielten ein kurzen Plausch mit der Rezeptionistin, die uns gleich Geschichten aus Ihrem Alltag und Ihre komplette Familiensaga erzählte. Mittlerweile war es kurz nach 17 Uhr als wir unsere Koffer ins Zimmer brachten. Das Hotel Redwood Inn liegt sehr zentral an der Lombard Street etwa 400 Meter vom berühmten Serpentinenteil entfernt. Da wir im Flugzeug ja reichlich zu essen bekommen hatten wollten wir noch kurz zur Baker Beach fahren um einen Blick auf die Golden Gate Bridge zu werfen.

So verließen wir, nach einer kurzen Dusche, um 18:30 Uhr bereits wieder das Hotel und fuhren Richtung Baker Beach. Der Himmel hatte sich mittlerweile zugezogen und es war auch deutlich kühler geworden. Das war wirklich schade. Hielt uns aber von unserem Vorhaben nicht ab. Rein ins Auto und die Lombard Street in Richtung Presidio gefahren. Kurz vor der Brücke bogen wir auf den Lincoln Boulevard ab und fuhren durchs Presidio bis zur Abfahrt Baker Beach. Immer noch war vieles ungewohnt. Vorallem die Regelung an Stop-Kreuzungen (first come, first drive) machte mir am Anfang enorme Schwierigkeiten, da ich immer unsicher war, wer denn nun fahren durfte. Aber es war nie problematisch und bei Unsicherheit wurde einfach der Andere durchgewunken. Irgendwann im Laufe der nächsten Tage hatte ich mich dann auch schnell daran gewöhnt. Wir kamen also zur Abzweigung Bowley Street und fuhren auf den großen Parkplatz an der Baker Beach. Dabei passierten wir eine Schranke mit einem Hinweisschild, dass diese um 19 Uhr geschlossen werden würde. Es war nun etwa viertel vor sieben und wir hatten daher nur noch wenige Minuten Zeit. Auf dem großen Parkplatz angekommen standen dort noch etliche Fahrzeuge und so fragte ich einen dort parkenden Einheimischen wie das denn mit der Schranke wäre. Er erklärte mir, dass die Behörden die Schranke nie um 19 Uhr schließen würden und ich mir keine Sorgen machen müssten.
Die Anzahl der parkenden Autos ließ mich an dieser Aussage auch nicht zweifeln. So spazierten wir die Baker Beach entlang bis zum Ende von wo man einen wirklich tollen ersten Blick auf die Golden Gate Bridge hat. Schade nur, dass sich der Himmel immer mehr zuzog. Nebel hatten wir allerdings glücklicherweise keinen.





Wir genossen den Blick und die ersten Eindrücke am Meer bevor wir um ca. 19:45 Uhr wieder Richtung Auto schlenderten. Belustigt hat uns bei unserem Spaziergang ein jüngerer schwarzer Einheimischer der, völlig nackt, Selbstgespräche führte und dabei versuchte die letzten Sonnenstrahlen zu erhaschen. Meine Partnerin und ich standen beide mit zugeknöpfter Jacke am Strand und froren leicht :woohoo: .

Noch immer befanden sich viele Menschen am Strand und es standen auch noch viele Autos auf dem Parkplatz. Jetzt wurde es allerdings schon dunkel.



Da wir beide noch nicht müde waren, beschlossen wir noch einen kurzen Abstecher auf die Twin Peaks zu machen, um uns San Francisco bei Nacht anzusehen. Auch das hatte ich zuvor in mein Navi programmiert und dürfte daher kein Problem sein. Unser Navi führte uns dann bis unterhalb der Twin Peaks und dann so seltsam in die entgegengesetzte Richtung, dass ich beschloss meinem Navi nicht mehr zu vertrauen und es zu überstimmen. Ich versuchte meinen eigenen Weg zu finden.
Kapitaler Fehler!
Ich irrte dann in den Serpentinen östlich der Twin Peaks umher bis ich doch wieder Vertrauen zu meinem Navi fand und diesem folgte. Das Navi brachte uns dann auch zielstrebig direkt zum Parkplatz an den Twin Peaks.
Wir fanden auch einen Parkplatz direkt am Christmas Tree Point obwohl schon einiges los war.



So warteten wir noch die völlige Dunkelheit ab und genossen den wirklich atemberaubenden Blick auf Downtown San Francisco, die Market Street und den Financial District. Leider wurde es sehr kalt und es ging auch ein heftiger Wind dort oben, so dass leider trotz Stativ keine wirklich guten Bilder möglich waren. Aber der Ausblick war es allemal wert.





Irgendwann wurde es uns doch zu kalt und so fuhren wir zurück zum Hotel.
Dort angekommen meldete sich dann doch der Magen und so beschlossen wir noch kurz eine Kleinigkeit zu essen. Wir stellten also unser Auto ab und liefen los. Wir dachten, dass wir an der Lombard Street schon irgendeinen Fastfood Laden finden würden. Wir liefen und liefen und liefen … wie wir am Tag darauf feststellten, leider in die falsche Richtung :S
Es kamen nur Hotels und Tankstellen. Irgendwann fanden wir dann doch Mel´s Drive Inn und verspeisten dort noch einen Burger mit Pommes.
Zurück im Hotel fielen wir todmüde ins Bett. Wir waren ja mittlerweile fast 30 Stunden auf den Beinen und das machte sich jetzt auch bemerkbar. An viel Schlaf war in dieser Nacht nicht zu denken, da unser Hotel direkt am vielbefahrenen Teil der Lombard Street lag.

Zwar war unser Zimmer im hinteren Teil des Hotels aber dennoch konnte man den Verkehr hören. Und auch in USA gibt es, wie bei uns, Menschen, die meinen mit Ihren überlauten, dröhnenden Autos jedem anderen Bewohner mitteilen zu müssen, wie schnell Sie auf eine bestimmte Geschwindigkeit beschleunigen können – unabhängig von der Uhrzeit!
Bedingt durch den Jetlag und dem Verkehrslärm wachte ich bereits frühmorgens auf und hörte schon ein Geräusch, dass ich nicht unbedingt hören wollte. Es schüttete wie aus Kübeln :angry: … na, das würde ja einen herrlichen Tag geben :sick:

Am nächsten Tag treffen wir bunte Frauen, riechen Robben und haben einen Blick von oben
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01 Jul 2019 06:56 #560470
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Tag 2, 20.03.2019
Der ganze schöne Plan, vom Wetter zunichte gemacht. Als wir kurz nach sieben aufstanden, schüttete es zwar nicht mehr, aber es nieselte noch immer. Die Strassen waren nass und überhaupt war alles Mist! Eigentlich wollten wir heute den Hopp on-hopp off Bus nehmen und die Sehenswürdigkeiten abklappern aber das würde wohl nichts werden. Überhaupt war an laufen nicht wirklich zu denken, da wir keine Lust hatten in einen Regenschauer zu kommen und patschnass irgendwo rumzusitzen. Also musste eine Alternative her. Im Vorfeld hatte ich mich über das Marine Mammal Rescue Center informiert welches sich um gefundene, allein gelassene oder verwundete See-Elefanten, Seelöwen oder Seeotter kümmert. Da wir beide ja Tiere sehr mögen wollten wir diese Einrichtung besuchen. Sie befand sich auf der anderen Seite der Golden Gate Bridge in den Marin Headlands. Also, zuerst noch gefrühstückt und dann ab ins Auto und zuerst mal in Richtung Fort Point, da dies sowieso auf dem Weg lag. So konnten wir die Golden Gate Bridge auch noch von dieser Seite bewundern. Während wir losfuhren riss der Wolkenhimmel doch tatsächlich etwas auf und es hörte auf zu regnen. Das wird doch nicht…







Als wir am Fort Point ankamen regnete es tatsächlich nicht mehr und die Brücke war sogar nebelfrei. Das änderte sich aber schnell wieder und es fing wieder an zu nieseln und dann stärker zu regnen. Also nichts wie ins Auto und über die Brücke. Es war schon irgendwie ein komisches Gefühl über die Golden Gate Brücke zu fahren. Wir genossen beide die Fahrt und bogen direkt nach in die Alexander Ave und dann in die Bunker Rd ab. Durch einen Tunnel ging es in die einsam gelegenen Marin Headlands. Vorbei an der Rodeo Lagoon erreichten wir kurz vor 10 Uhr die Tierklinik. Es standen schon eine Menge Autos auf den Parkplätzen und ich dachte, dass es bestimmt gerammelt voll ist. Als wir an der Vordertür ankamen, war diese noch gar nicht geöffnet. Weil wir wohl etwas betröppelt dagestanden sind, kam ein Mitarbeiter vor die Tür und erklärte uns, dass sie gleich öffnen würden.

Das Marine Mammal Center ist eine gemeinnützige Tierklinik die mit Hilfe von Volontären und freiwilligen die Pflege von Meerestieren übernommen hat. Die Tiere werden dort aufgepäppelt und wieder in die Freiheit entlassen. Außerdem werden tote Tiere seziert und versucht die Todesursache festzustellen. Man kann die einzelnen Räume von außen besichtigen und bekommt Informationen von anwesenden Mitarbeitern. Wir waren die beiden einzigen, die an diesem Tag dort waren. Die vielen Autos stammten wohl von den unzähligen freiwilligen Helfern und Volontären. Von einem höher gelegenen Steg konnten wir auf die einzelnen Käfige und ihre Bewohner blicken. Dort erklärte uns auch eine nette Helferin die Details zur Einrichtung, Pflege der Tiere und Hintergründe der Notlagen. Es war sehr interessant und nach einer kleinen Spende verließen wir die Tierklinik wieder. Bilder von den Tieren habe ich keine gemacht, da sie eh alle hinter Gitter waren und es auch pausenlos regnete.

Nach diesem sehr informativen Abstecher fuhren wir in Richtung Point Bonita Leuchtturm. Wie durch ein Wunder riss die Wolkendecke auf und es hörte tatsächlich auf mit regnen. Manchmal luggte sogar die Sonne hervor. Es war zwar immer noch leicht bewölkt aber das finde ich beim Fotografieren sowieso interessanter.



Zuerst überlegten wir ob wir zum Leuchtturm laufen sollten aber da das Wetter zwar besser aber noch nicht dauerhaft schön war, liefen wir nur ein kurzes Stück und drehten dann wieder um. Zumindest regnete es nicht mehr und die grauen Wolkenfetzen bekamen immer größere Löcher. Da die Brücke nicht im Nebel hing, entschieden wir uns noch einige View Point an der Conzelman RD anzufahren.



Da das Straßenstück vom Marin Headlands Vista Point bis dahin wo die Conzelman Rd auf die Field Rd trifft eine Einbahnstraße ist, mussten wir die Bunker Rd zurückfahren bis zur McCullough Rd. Von dort ging es direkt zum Marin Headlands Vista Point. Man hat hier eine wirklich tolle Aussicht auf San Francisco und die Golden Gate Bridge. Durch einen kleinen Tunnel kann man sogar noch etwas höher laufen bis zum Park Hawk Hill … oder man läuft, wie wir auf dem Rückweg, einfach am Ende des Parkplatzes seitlich rechts nach oben. Wir verbrachten hier einige Zeit während das Wetter doch tatsächlich immer besser wurde.



Auf der Rückfahrt hielten wir noch am Golden Gate View Point und bei Battery Spencer, um weitere Blickwinkel der Brücke zu sehen. Die Aussichten von hier sind wirklich spektakulär und so überlegten wir am Abend hier nochmal herzufahren. Wir mussten ja für die Brücke keinen Zoll zahlen und konnten es deshalb ausnutzen.








Mittlerweile war das Wetter doch tatsächlich top und wir bekamen einen strahlendblauen Himmel. Kurzentschlossen entschieden wir dem Coit Tower einen Besuch abzustatten. Unser Navi brachte uns zielsicher zum eingegebenen Favoriten wo wir sogar zu unserer Überraschung sofort einen Parkplatz fanden.



Ich hatte gelesen, dass es nicht unbedingt nötig wäre den Turm zu besteigen und man auch vom Parkplatz eine gute Sicht hätte. Deshalb war ein Aufstieg nicht eingeplant. Teilweise ist das auch richtig, auch wenn viele umstehende Bäume die Sicht schon stark einschränken.





Wir beschlossen deshalb doch den Turm hoch zu fahren. Die Sicht vom Turm ist dann doch nochmal um einiges grandioser. Man hat einen freien Blick auf Downtown, Alcatraz, Fisherman´s Wharf, Lombard Street und die ganze Stadt. Zum Glück war auch nicht so viel los auf dem Turm, so dass wir uns die nötige Zeit nehmen konnten.











Anschließend fuhren wir zum Serpentinenteil der Lombard Street. Hier konnten wir direkt an der Straße parken. Am unteren Ende waren eine Menge Menschen unterwegs und machten Selfies in den verrücktesten Posen.



Ich für meinen Teil konnte jetzt nichts so besonderes an diesem Teil der Straße finden. Vielleicht sieht es mit blühenden Blumen, wie man´s so oft auf den Bildern sieht, nochmal anders aus, aber hier und heute war es nichts Weltbewegendes. So zog es uns schnell weiter in Richtung Fisherman´s Wharf und den Pier 39.





Dort fanden wir es wirklich klasse. Das Ambiente, die Leute und die vielen kleinen und großen Geschäfte gaben dem Ganzen eine wirklich ganz besondere Atmosphäre. Wir schlenderten durch das Pier 39, aßen eine Kleinigkeit und landeten am Schluss natürlich bei den Robben.













Wir verbrachten hier einige Zeit, weil es sehr kurzweilig war den Meeressäugern zuzuschauen. Menschenmassen und Gestank hielten sich in Grenzen. Ja, Nasentechnisch vernahm ich tatsächlich so gut wie gar nichts und der Andrang verlief auch in geregelten Bahnen. Ich möchte allerdings nicht wissen, was hier in den Sommermonaten los ist. Diesbezüglich hab ich mir schon einige Male während des Urlaubs den Kopf zerbrochen, als der Menschenauflauf und das Gedränge immer größer wurde (Los Angeles, Grand Canyon, Page). Aber in San Francisco war noch nicht so viel los…

Nachdem wir etwas über den Steg am Fährterminal Pier 41 geschlendert waren, überlegten wir, ob wir eine Fahrt nach Alcatraz oder eine Bootcruise machen sollen.




Wir entschieden uns aber vorerst dagegen weil wir ja noch einiges sehen wollten und uns langsam die Zeit davon lief. Eigentlich hatten wir vor, die gesamte Strecke von Pier 39 bis zum Fort Point einmal zu laufen aber das erschien uns in diesem Moment doch etwas zu weit und wir waren ja auch nicht sicher ob das mittlerweile tolle Wetter halten würde.

Daher beschlossen wir mit dem Auto zu den Painted Ladies am Alamo Square Park zu fahren. Unser Navi führte uns quer durch San Francisco und wir konnten direkt am Park in der Steiner St einen Parkplatz ergattern. Der Ausblick auf die viktorianischen Häuser war sehr schön und es hatte kaum Menschen … und wenn, dann waren es Einheimische, die ihre Hunde ausführten. Der Park war wohl eine der wenigen Anlaufstellen für Hundebesitzer…















Es war jetzt schon später Nachmittag und wir beschlossen nochmal ans Meer in Richtung Fort Point zu fahren. Der Plan war ja, wenn es dunkel war, nochmal in die Marin Headlands zu fahren und dort verschiedene View Points bei Nacht abzuklappern. Aber zuvor fanden wir uns auf der Torpedo Wharf wieder, von wo man einen tollen Blick auf die Golden Gate Brücke hatte. Wir beobachteten eine Zeitlang 2 Einheimische beim Krabbenfischen und genossen das mittlerweile prächtige Wetter, auch wenn es immer noch recht frisch war.











Als es dunkel wurde fuhren wir erneut über die Golden Gate Brücke in die Marin Headlands. Unsere erste Anlaufstelle war wieder der Marin Headlands Vista Point an dem schon einige Autos standen. Wir warteten dort die völlige Dunkelheit ab und hatten einen tollen Blick auf die Golden Gate Bucht.



Nächster Stopp war dann nochmals Battery Spencer. Hier machte ich mich alleine auf den Weg zum Battery Spencer, da es meiner Partnerin zu kalt war. Sie wartete lieber im Auto.



Auf dem Rückweg zum Hotel wollte ich versuchen noch ein paar Nachtaufnahmen von der anderen Seite (Golden Gate Bridge View) zu machen. Leider gab es aber keine Möglichkeit von hier auf die andere Seite zu wechseln. Auf der Suche nach einem Übergang fragte ich am North Tower Golden Gate Parkplatz einen Police Officer der mir sagte, dass ich über die Brücke zurück nach San Fran fahren müsste und von dort wieder zurück. Wir waren ja nicht unter Zeitdruck und mussten auch nichts für die Überquerung bezahlen, daher beschlossen wir das einfach so zu machen. Der Blick vom Golden Gate Bridge View war dann aber nicht ganz so prickelnd, so dass sich der Umweg nicht wirklich gelohnt hat.



Also wieder über die Brücke und da es auf dem Weg lag, fuhren wir nochmal zum Torpedo Wharf. Auch hier zog es meine Partnerin vor lieber im Wagen zu bleiben, während ich mich auf den Weg zum Steg machte. Von hier hatte man einen wirklich tollen Blick auf die Brücke und auf Downtown San Francisco.







Müde und voller Eindrücke gingen wir noch was essen und fielen anschließend ins Bett. Die Wetterfee hatte es doch noch gut mit uns gemeint. Es war zwar, vor allem wenn die Sonne weg war, schon etwas frisch, dafür regnete es nicht mehr und wir hatten oftmals blauen Himmel. Wir hofften, dass der morgige Tag auch so sein werde…

Morgen werden wir zu Hippies, ziehen an einem Strang und knipsen auf der Schatzinsel!
Anhang:
Letzte Änderung: 01 Jul 2019 07:11 von Bebbl.
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02 Jul 2019 07:17 #560565
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Tag 3, 21.03.2019
Zum Glück regnete es heute nicht und um es vorweg zu nehmen, das wird den ganzen Tag auch so bleiben. Puuuh! Zwar war es mal mehr, mal weniger bewölkt aber, wie ich bereits geschrieben habe, mag ich das zum fotografieren eigentlich ganz gerne.

Auch die Temperaturen bewegten sich in der Sonne in einem angenehmen Rahmen. Wir starteten in einen weiteren, letzten Tag in San Francisco. Heute hatten wir vor uns mal die Gegend um Haight Ashbury anzusehen. Das war zum Laufen natürlich zu weit, deshalb fuhren wir mit dem Auto dort hin.
In der Haight St angekommen, waren fast alle Läden noch geschlossen. Wir hatten ja erst 8 Uhr! Daher war es auch nicht schwer einen Parkplatz zu finden. Umso schwerer, war für uns die Auseinandersetzung mit der Parkuhr, deren Bedienung wir überhaupt nicht auf die Reihe bekamen. Zuerst war die Abdeckscheibe an der Erklärung sehr zerkratzt und dann scheinte doch tatsächlich (frecherweise) die Sonne darauf, so dass man nicht wirklich etwas lesen konnte.
Wir kämpften also mit der Beschreibung und fragte sogar einige Passanten, die sich aber entweder selber nicht auskannten oder keine Zeit hatten. Schlussendlich lief ich zu einer Dame, die gerade ihr Fahrzeug an einer solchen Parkuhr parkte. Ich klopfte an ihre Scheibe und sie sah mich entgeistert an. Ich glaube echt, sie dachte ich wolle sie überfallen (oder so ähnlich).
Ich entschuldigte mich schnell und erläuterte mein Anliegen woraufhin die nette Frau mir auch behilflich sein konnte. Hatten wir dieses Problem also auch gelöst … jetzt hatte ich quasi nur noch Bammel vor dem ersten Mal tanken. Aber das ist eine andere Geschichte!

So schlenderten wir die Haight St auf der einen Seite runter, bewunderten verschiedene Murals und die netten Beine der Dame der Piedmont Boutique.









Nahmen ein kleines, verspätetes Frühstück zu uns und beobachteten aus dem Cafe heraus die immer noch zahlreich anzutreffenden Hippies in dieser Gegend.



Wir beäugten die bunten Läden und wundersamen Kleinigkeiten in diesem farbenfrohen Stadtteil und fühlten uns einfach wohl. Wir wanderten die Haight Street auf der anderen Seite wieder rauf.









Dann kam mir die Idee, dass wir noch das Frauenhaus mit seiner tollen Wandbemalung ansehen könnten. Das müsste doch nicht weit von hier sein. Als das Handy raus, Navi gestartet, Favorit ausgewählt, Fußgängermodus aktiviert und los ging´s. Eigentlich laut Navi ja nur knapp 2 Meilen. Aber irgendwie raffte mein Navi nicht so ganz wohin ich wollte, beziehungsweise die Anzeige war dermaßen blöd, dass wir nie so genau wussten ob wir jetzt eigentlich in die richtige Richtung laufen oder nicht. Nachdem wir den Buena Vista Park durchquert hatten und ich mir immer unsicherer wurde, ob der bescheuerten Anzeige meines Navis entschieden wir, doch lieber wieder zurückzugehen und mit dem Auto dorthin zu fahren. Als wir zurück zum Auto liefen konnten wir die Festnahme eines (vermutlichen) Drogenjunkies durch die Polizei beobachten. Der Typ war vermutlich kurz zuvor in eine Schlägerei oder ähnlichem geraten, denn er war oben ohne und teilweise heftig mit Blut verschmiert. Aber er hatte gewaltigen Respekt vor den Officern, das war ihm anzusehen. Wir mussten auf dem Weg zum Auto direkt an der Szene vorbeilaufen und hatten schon irgendwie ein mulmiges Gefühl.
Das Navi fand den Weg zum Womans Building zügig … jedenfalls zügiger wie wenn wir gelaufen wären. Und ich fand auch schnell einen Parkplatz. Als wir die Parkuhr aktiviert hatten, kam ein Typ auf uns zu und meinte nur: don´t park here, they will tow you away! Ich so: Häh, why?
Er erklärte mir, dass man nur an den weißen Pfosten mit einem PKW parken dürfte und die andersfarbigen anderen Fahrzeugen vorbehalten wären. Ich stand, glaub ich, an einem grauen… oder war´s doch ein blauer… ich weiß es nimmer, jedenfalls meinte der nette Mensch, hier dürften nur Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen parken.
Als ich mich umblickte merkte ich, dass da was dran war, denn alle PKW´s standen an diesen weißen Parkpfosten. Also parkte ich notgedrungen wieder um.
Zum Frauenhaus waren es nur wenige Meter um die Ecke und die Wandmalerei war wirklich beeindruckend.









Nach diesem Besuch fuhren wir zurück zum Hotel, nicht ohne einmal auch, wie wahrscheinlich alle Touris, den berühmten Serpentinenteil der Lombard Street zu fahren.

Nachdem wir das Auto am Hotel abgestellt hatten machten wir uns zu Fuß auf den Weg einige Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Das war nicht ohne. Bereits die Strecke der Lombard Street von unserem Hotel in Richtung dem Serpentinenteil war unfassbar steil.





Zu Fuß in San Fransico ist nichts für unfitte Menschen, dachte ich so bei mir. Wir wollten Richtung Downtown/Chinatown laufen und versuchten möglichst wenige Ups and Downs mitzunehmen. Wir liefen also die Lombard Street hoch bis zum Anfang der Serpentinen und von dort die Hyde Street in Richtung Süden. Unterwegs entdeckten wir zum ersten Mal die Cable Cars und waren beide völlig aus dem Häuschen. Das hat schon was auch wenn wir eine Fahrt damit nicht machten. Das war uns mit 7$ einfach schlichtweg zu teuer.







Unser Navi führte uns dann an die Ecke Broadway/Taylor St, die unfassbar steil war. Wie die Autos dort parkten war schon der Hammer. Ich vermute, dass der Broadway eben wegen dieser Steilheit zwischen Jones St und Taylor St mithilfe einer Betonwand gesperrt ist. Sicher bin ich mir aber nicht … aber das sah schon spektakulär steil aus. Kommt auf den Bildern net wirklich so raus.



Wir liefen den Broadway weiter bis zur Columbus Ave. Wir suchten das berühmte Dragon´s Gate. Hier waren unheimlich viele Menschen auf den Straßen vor allem, wenn wundert’s, Asiaten bzw. Chinesen. Teilweise war schon fast kein Durchkommen mehr. Unser Navi spielte uns wieder mal einen Streich und so standen wir Ecke Columbus Ave und Keany St ohne zu wissen in welche Richtung wir müssen.
Für die San Francisco Kenner wahrscheinlich ein Witz, aber wir waren ja das erste Mal hier und es sah alles gleich aus. Also zuerst mal in den Subway und was essen. Danach liefen wir die Keany St weiter bogen dann in die Bush St ab und … Voila! Da war´s doch auch schon.



Schnell ein paar Bilder und dann bummelten wir durch Chinatown. Meine Partnerin erstand ein San Francisco Autokennzeichen und ich erfreute mich an den bunten Murals.







Anschließend liefen wir in Richtung Meer auf welches wir in Höhe von Pier 3 trafen. Wir schlenderten dann, wie viele andere auch, an der Küste entlang in Richtung Pier 39. Dort angekommen besuchten wir ein weiteres Mal die Robben.









Machten an Pier 43 ein Bild der SS Jeremiah O´Brien durch den Ferry Arch und wanderten danach zum Powell/Mason Cable Car Turnaround.



Dort beobachteten wir eine Zeit lang die ankommenden Cable Cars und den Drehvorgang ebenselber.



















Als wir dort so rumstanden, fiel meiner Partnerin ein Obdachloser auf, der im Abfalleimer nach Verwertbarem suchte. Dieser tat ihr so leid, dass sie sich entschloss ihm eine kleine Spende zukommen zu lassen. Auf meine Worte „du kannst nicht jedem Obdachlosen in dieser Stadt helfen“ hörte sie nicht und wollte dem Mann einen Schein in die Hand drücken. Dieser lehnte aber dankend ab … meine Partnerin gab aber nicht so einfach auf und steckte den Geldschein einfach in den Plastikbeutel des Mannes. Das war schon etwas merkwürdig aber schlussendlich hat der Mann, als er sich nicht beobachtet fühlte doch schnell nach dem Geld gesehen, es auch eingesteckt und uns wohlwollend zugenickt.

Wir liefen danach bis zur Hyde St und anschließend in Richtung Lombard Street wo wir noch tolle Aufnahmen der Bergerklimmenden Cable Cars mit Alcatraz im Hintergrund machen konnten. Anschließend gingen wir zurück ins Hotel.





Am Abend wollten wir mit dem Auto nach Treasure Island fahren um von dort noch ein paar Aufnahmen der Skyline San Franciscos zu machen.

Die Fahrt nach Treasure Island mitten durch Downtown war zwar langwierig aber unproblematisch und ich freute mich schon sehr, da man von dort eine tolle Sicht auf die beleuchtete Innenstadt hatte. Auf Treasure Island angekommen mussten wir leider feststellen, dass wegen Bauarbeiten die gesamte Strandpromenade gesperrt und mit Planen abgedeckt war. Boah, das gibt´s doch nicht. Da standen wir nun… es war mittlerweile wieder saukalt und windig. Es gab keine Möglichkeit Bilder zu machen. Ich versuchte mein Stativ auf einem herumliegenden Haufen Bauschutt aufzubauen aber das funktionierte nicht. Ich ärgerte mich maßlos als meine Partnerin plötzlich rief, dass ich herkommen solle. Sie hatte einen schmalen Durchgang gefunden/geöffnet, durch den wir uns durchzwängen konnten. Ich baute schnell das Stativ auf und versuchte einige Bilder zu machen. So richtig wohl war mir nicht in meiner Haut, denn erlaubt war das sicherlich nicht.

Gute Bilder waren aufgrund der Nervosität und des starken, kalten Windes nicht möglich aber der Ausblick war einfach sensationell. Schade, dass es so abgekühlt hatte. Meine Freundin fror auch schon wieder heftig. Daher beschlossen wir zügig wieder zum Hotel zurückzufahren um nicht noch in irgendwelche Schwierigkeiten zu kommen.









Zuvor machten wir aber noch einen kleinen Abstecher zum Pier 39, da ich mir dachte, dass es dort abends bestimmt auch schön ist. Leider waren fast alle Geschäfte schon geschlossen und nicht mehr viel los.



Also ab ins Hotel… das Bett rief. Morgen geht es auf den Highway #1 in Richtung L.A.

Morgen werde ich das erste Mal tanken müssen, Pelztiere treffen und mit den Wellen reiten
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03 Jul 2019 06:58 #560683
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Tag 4, 22.03.2019 – Highway #1, Moss Landing, Bixby Bridge, Elephant Seal Vista Point, McWay Falls, Morro Bay
Heute ging es auf den ersten größeren Fahrteil unseres Roadtrips. Mittlerweile hatte ich mich sowohl mit unserem Kia wie auch mit den Straßenregeln angefreundet. Unser erster Teilabschnitt führte uns auf den Highway #1 in Richtung Los Angeles. In Morro Bay war eine Unterbrechung eingeplant, so dass wir an diesem Tag ca. 380 Kilometer zurücklegen mussten. Dafür plante Google Maps ca. 5 Stunden ein. Wir hatten den ganzen Tag Zeit, so dass wir auch an bestimmten Aussichtspunkten länger verweilen konnten. Wir beluden also unseren SUV und checkten aus.

Hotel Redwood Inn:
Lage: Zentral an der Lombard Street. In Laufweite zu Pier 39, Coit Tower und Downtown SF. Aber direkt an der zweispurigen, vielbefahrenen Lombard Street. Kostenlose Parkmöglichkeiten vorhanden.
Zimmer: Unser Zimmer war sehr groß aber doch schon in die Jahre gekommen. Dennoch sauber.
Preis: 351€
Fazit: Ich würde das Hotel wahrscheinlich nicht mehr buchen, da mir die Lautstärke einfach zu viel war. Aber es ist schwer in SF etwas in dieser Preisklasse zu finden.

Unser erster Zwischenstopp sollte in Moss Landing sein. Ich hatte gelesen, dass es dort sehr einfach wäre Seeotter zu beobachten und das wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen. Wir fuhren also auf der 101 bis Whisman wo wir auf die 85 abbogen. Weiter ging es bis Ponderosa wo wir auf die 17 wechselten. Leider habe ich an die Fahrerei kaum mehr Erinnerungen bzw. nur noch bruchteilhafte Bilder im Kopf. Vorbei am Lexington Reservoir und durch die Redwoods ging es Richtung Santa Cruz wieder Richtung Meer. In Santa Cruz wechselten wir auf den Highway #1 und der nächste Stopp war Moss Landing. Nach Santa Cruz war die Gegend deutlich weniger besiedelt und es waren auch viel weniger Autos unterwegs. In Moss Landing wagte ich mich das erste Mal an eine Tankstelle. Ich hatte im Vorfeld irgendwie die Vorstellung, dass da irgendwas schief laufen würde. Ich weiß nicht warum…
An dieser Tankstelle wurde meine Kreditkarte akzeptiert und auch die eingegebene Postleitzahl von unserem Hotel wurde anstandslos angenommen. Dies war aber auf der gesamten Reise das einzige Mal, dass das funktionierte. Später musste ich immer zum Cashier und sagen für wieviel ich tanken wollte, worauf mir eine Antwort immer irgendwie schwer viel. In diesem Falle konnte ich ohne Probleme volltanken. Nur wenige Kilometer nach der Tankstelle bogen wir nach Moss Landing ab.





Bereits nach dem Abbiegen konnte ich, als ich aus dem Fenster sah, in dem kleinen Hafenbecken einen Seeotter schwimmen sehen. „Wegen diesen kleinen Kerlen wollte ich hier hin“ lachte ich meiner Partnerin zu. Ich stoppte sofort das Fahrzeug aber der Seeotter war genauso schnell verschwunden wie er aufgetaucht war. Wir parkten unseren Kia (der übrigens keinen Namen von uns bekam) also ein Stück weiter auf dem Parkplatz des Moss Landing Harbor. Wir liefen über die Brücke die den Old Salinas River überspannte und konnten dort tatsächlich weitere Seeotter entdecken. Sie schwammen immer wieder unter der Brücke durch und ließen sich treiben.







Wir verfolgten die kleinen Burschen ein Stück. Als sie außer Sichtweite waren liefen wir noch kurz zum einsamen Strand und danach wieder zurück zum Auto. Wenigstens hatte ich die kleinen putzigen Kerle mal gesehen. Weiter ging es auf der #1 in Richtung Bixby Creek Bridge. Vorbei an Monterey und Carmel-by-the-sea, die wir uns für das nächste Mal aufheben mussten erreichten wir schließlich unvermittelt die Bixby Bridge.



Zwischendurch hielten wir an verschiedenen Aussichtspunkten, die ich leider nicht mehr alle aufzählen kann. Es gibt so viele spektakuläre Aussichten, dass es beinahe unmöglich ist an ihnen vorbei zu fahren. Leider spielte das Wetter nicht so richtig mit. Zwar regnete es nicht, aber es war doch zeitweise stark bewölkt, was Landschaftsaufnahmen mit Weitblick nicht wirklich schön werden ließ. Die Bilder sehen dann immer gleich a bissi matschig aus. Am Castle Rock View Point standen schon einige Fahrzeuge aber es hielt sich in Grenzen.







Die Brücke ist zwar ein „Must-see“, aber nichts Atemberaubendes wie z.B. die Golden Gate Bridge. Daher verließen wir diesen Spot auch schnell wieder und hielten nochmal am Hurricane Point View, wo man den Bixby Creek aus einer anderen Perspektive sehen kann.



Ein von mir in den Favoriten abgespeicherter Hotspot, namentlich das Sea Otter Refuge, entpuppte sich als „Nichts“. Ich weiß hier nicht ob es sich nur um eine Aussicht handelt oder dort tatsächlich Seeotter zu sehen sind. Als das Navi jedenfalls meinte: „Das Ziel befindet sich auf der rechten Seite“, war da nichts.

Weiter führte uns der Highway am Meer entlang mit immer wieder grandiosen Aussichten auf die steil abfallende Küste. Diese Ausblicke saugt man regelrecht auf und hinter jeder Kurve ergießt sich ein anderer weiterer atemberaubender Spot. Vorbei am Point Sur Lighthouse tauchten wir in Big Sur ein.







Die Straße entfernte sich jetzt von der Küste und führte durch dichten Wald. Eigentlich wollten wir den Pfeiffer Beach besuchen, strichen das jedoch zugunsten mehr Zeit bei anderen Aktivitäten. Auch dieser Spot wanderte auf meine „Das nächste Mal“-Liste. Wir stoppten dann kurz an den McWay Falls, die aber aufgrund des doch sehr diesigen Wetters nicht den Eindruck hinterließen, den sie sicherlich bei Sonnenschein hinterlassen.







Irgendwann machten wir eine größere Pause an der Willow Creek Picnic Area. Von hier hatte man eine tolle Aussicht auf den unterhalb gelegenen Willow Creek Strand, wo es viele Pelikane und andere Wasservögel hatte.









Wir beschlossen einmal an den Strand hinunter zu fahren. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht wie das mit den State Parks funktionierte. Ich hatte zwar beim Hinunterfahren ein Schild mit der Aufschrift State Park gelesen, hatte aber keine Ahnung was es damit auf sich hatte. Hier wunderte sich meine Partnerin das erste Mal, dass es wirklich fast überall Toiletten hatte. Davon war sie total begeistert. Wirklich überall, sogar im letzten Eck fand man Toiletten, sofern das Gebiet touristisch erschlossen war. Ein großer Pluspunkt der USA.
Wir standen also am Meer und beobachteten die Vögel als ein alter VW Bus angefahren kam. Heraus stieg ein, voll dem Klischee entsprechender, jugendlicher Surferboy nebst zugehörigem Kamerateam mit Kameraequipment und Surfbrettern.



Die wollten hier wohl einen Surffilm drehen. Der Typ machte sich zum Surfen bereit und meiner Partnerin fielen beinahe die Augen aus dem Kopf. :woohoo:

Hey, wie cool dachte ich… dann kann ich ja eventuell ein paar Surfbilder machen. Ich fragte nach ob er surfen gehen wolle und als er dies bejahte, fragte ich ob er was dagegen hätte wenn ich ein paar Bilder machen würde. Er verneinte und so positionierte ich mich am Strand während meine Freundin immer noch sabbernd hinter dem Surferboy herlechzte :blink: :kiss: .

Der Wellengang war für mein Empfinden (ich hab aber auch keine Ahnung!) nicht ohne und der Surfer suchte auch ziemlich lang, bis er die beste Position zum ins Wasser gehen hatte.





Erstmal im Wasser füllte sich der Parkplatz sehr schnell. Waren wir zuvor noch alleine standen jetzt mindestens 10 Fahrzeuge da und beobachteten den Wellenreiter.









Das ging dann ca. 1,5 Stunden oder so bis wir beschlossen weiterzufahren. Als wir am Auto ankamen, hing ein Zettel an unserer Windschutzscheibe wie auch an allen anderen. Keine Ahnung, wer ihn da drangehängt hatte. Jedenfalls musste man etwas ausfüllen und 10 $ bezahlen. Bloß wo reinwerfen? Ich rätselte, fragte andere Menschen die da waren aber alle wussten so viel wie ich. Nämlich nichts! Ich füllte den Zettel aus, steckte das Geld ins Kuvert und untersuchte einen schwarzen Pfosten in der Nähe der Toilettenhäuschen. Dort war ein Schlitz… ich fragte mich nur wie sie das Kuvert aus diesem schwarzen Stahlpfosten wieder rauskriegen wollten. Es wurde auch nirgends erklärt was man mit dem Kuvert machen sollte … so warf ich es einfach in den Schlitz und hoffte, dass alles gut gehen würde.
Wir machten uns dann auf den weiteren Weg. Nächster Stopp sollte die See-Elefanten Kolonie bei San Simeon sein. Der Elephant Seal Vista Point ist tatsächlich nicht zu verfehlen. Es gibt dort einen riesigen Parkplatz und man kommt sehr nah an die Tiere heran. Auch sind viele Helfer unterwegs, die einem Informationen über die See-Elefanten geben. Uns hat es dort sehr gefallen. Es gab keinen allzu großen Andrang, da sich die See-Elefanten auf beiden Seiten des Parkplatzes befanden und sich so das Meiste verlief.













Wir blieben einige Zeit dort in der Hoffnung einen der großen Bullen zu sehen die ja von November bis März bei den Weibchen verweilen. Wir konnten auch den einen oder anderen entdecken jedoch war leider keine Action angesagt.

Irgendwann mussten wir uns loseisen, da wir ja noch bis Morro Bay fahren mussten. Unser Hotel für die nächsten 2 Nächte, das Sandpiper Inn, lag ziemlich zentral in der Nähe der Strandpromenade. Ich wollte nachdem wir uns installiert hatten von hier aus, Thrifty anrufen und die Verlängerung des Fahrzeugs klären. Leider ging das Telefon zuerst nicht. Ich zur Rezeption und nachgefragt. Der Rezeptionist/Inhaber erklärte mir, dass es funktionieren würde.
Ok, ich wieder zurück, nochmal testen. Funktioniert nicht. Wieder runter an den Empfang. Jetzt sagte man mir ich solle eine bestimmte Tastenkombination drücken. Ich erklärte, dass nicht einmal ein Freizeichen kommen würde.
Man versicherte mir, es würde funktionieren. Ich wieder ins Zimmer, Kombination eingegeben. Nichts. Wieder runter … jetzt war´s schon etwas peinlich. Ich dachte, ich wär deppert.
Wieder die Aussage mit einer Tastenkombination … aber dieses Mal eine andere. Ich wieder ins Zimmer. Tastenkombination. Nichts. Wieder runter … jetzt schon leicht angesäuert.
Daraufhin versprach man mir danach zu sehen. Der Inhaber kam dann und installierte, nach einigem Rumprobieren, ein neues Telefon, da es defekt war. Und dann klappte es auch mit der Tastenkombination.
Nachdem ich Thrifty angerufen hatte, natürlich die falsche Person an der Strippe hatte, x-mal weiterverbunden wurde, konnte ich das Auto dann tatsächlich zu einem annehmbaren Preis um 3 Tage verlängern . Interessant war, dass Thrifty zuerst eine Übersetzerin zwischenschaltete, die alles von mir gesprochene übersetzte. Da ich aber leider bei der Schadensaufnahme gelandet war, konnte die mir nicht helfen.
Später hatte ich keine Übersetzerin mehr und es war wirklich schwer die andere Person am Hörer richtig zu verstehen, da Sie sehr schnell und dazu noch undeutlich sprach. Ich musste mehrmals nachfragen… aber es hat dann doch alles geklappt und ich kann nichts Nachteiliges sagen.

Am Abend spazierten wir noch etwas an der Strandpromenade in Morro Bay entlang. Dort war es wirklich sehr schön. Es war nicht viel los und die meisten Läden hatten schon geschlossen. Wir waren auf der Suche nach etwas zu essen und landeten schließlich in einer Pizzeria wo wir gemeinsam eine ebensolche verdrückten.
Wir machten diesen Stopp in Morro Bay, weil wir hier eine Whale Watching Tour machen wollten. Daher schaute ich, nachdem wir wieder auf dem Zimmer waren, noch kurz im Internet nach Anbietern. Irgendwie waren wir wohl zu früh dran, denn es gab nur einen Anbieter der bereits Touren anbot und die auch nur Samstags. Darauf hatte ich zuvor gar nicht geachtet. Ich hatte natürlich schon vorher im Internet geschaut aber es waren keine Termine aufgeführt, da es noch zu früh war. Wir hatten aber wirklich Glück, da heute Freitag war und somit Morgen eine Tour stattfand. Ich buchte uns also via Internet die Tour für 50$. Morgen um 9 Uhr sollte es losgehen. Zufrieden und glücklich ob dieses langen Tages fielen wir beide ins Bett und schliefen schnell ein.

Morgen werden wir durchgeschaukelt, eine Annäherung beobachten und am Strand entspannen
Anhang:
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Tag 5, 23.03.2019 – Morro Bay, Whale Watching Tour
Heute konnten wir etwas länger schlafen, da die Whale Watching Tour erst um 9 Uhr starten sollte. Rechtzeitig liefen wir zur Strandpromenade und fanden auch auf Anhieb die Anlegestelle des Bootes. Es hatten sich schon einige andere Mitreisende eingefunden. Das Wetter war diesig und es nieselte ein wenig. Die Bucht vor Morro Bay lag im wabernden Nebel. Keine optimalen Bedingungen.
Nachdem alle an Bord waren, erklärte uns unser Kapitän die Sicherheitsvorschriften und dann ging es auch schon los. Wir schipperten langsam durch den Hafen von Morro Bay vorbei am namengebenden Morro Rock hinaus aufs offene Meer. Jetzt wurde der Seegang deutlich wilder.
Nach ca. 20 Minuten hingen bereits die ersten Mitfahrer über der Reeling und fütterten die Fische. Das Boot schaukelte in den teilweise sehr starken Wellen und immer mehr Landmatrosen wurden grün im Gesicht.
Auch uns beiden war mittlerweile etwas unbehaglich. Ein amerikanischer Leichtmatrose murmelte immer wieder ein „This is ridiculous“ vor sich hin und unterdrückte dabei seinen Würgereiz.
Leider konnten wir bis auf zwei, drei Blase keinen Wal entdecken. Fotografieren war gänzlich unmöglich, daher kann ich leider keine Bilder von unserer Tour anbieten.
Kurz vor 12 Uhr liefen wir wieder im Hafen von Morro Bay ein. Wenigstens entdeckten wir hier noch ein paar Seelöwen und See-Otter, so dass der Ausflug nicht komplett ein Reinfall war. Schade, aber es ist nun mal kein Zoo und Wale zu fotografieren ist auch nicht wirklich einfach.




















Was sollten wir denn nun mit diesem angebrochenen Tag machen? Wir beschlossen nochmals nach San Simeon zum Elephant Seal Vista Point zu fahren. Heute war hier deutlich mehr los aber es hielt sich noch immer in Grenzen. Wir konnten einen Jungbullen beobachten, der sich langsam aber sich von der Meerseite an eine Gruppe Weibchen anschlich.








Diese Gruppe wurde aber von einem großen Bullen bewacht. Ich vermutete, dass es irgendwann zum Kampf kommen würde. Der Jungbulle wurde immer dreister und irgendwann hob der Boss nur sein Oberkörper ließ einen Brüller los und der Jungbulle suchte das Weite.













Bei den See-Elefanten huschten noch diverse andere Tiere herum und über dem Strand zogen Türkengeier ihre Runden. Das entschädigte doch wenisgtens für die enttäuschende Whale Watching Tour am Morgen.






Dann lauschten wir 3 amerikanischen pubertierenden Teenagern, die sich andauernd halb kaputt lachten wegen dem Gegrunze der See-Elefanten. Irgendwie nervt mich sowas immer total und ich find´s immer wieder respektlos. Hört sich bestimmt seltsam an aber das ist wohl meine soziale Ader, denen beizustehen, die sich überhaupt net wehren können. Keine Ahnung wieso aber am liebsten hätt ich denen mal was gesagt... was ich natürlich nicht tat, weil´s eh nichts gebracht hätte.







Bei der Rückfahrt in Richtung Morro Bay entdeckten wir an einem namenlosen Strand einige Kytesurfer und entschieden uns diesen noch etwas zuzusehen. Wahnsinn, was die für Kunststücke vollführten.





Anschließend besuchten wir noch den Morro Rock und beobachteten das Geschehen an der Morro Rock Beach. Mittlerweile hatte sich auch das Wetter gebessert und die Sonne luggte hervor. trotzdem war es immer noch windig und kühl. Heute war ein gemütlicher Tag den wir abends in einem Burger King ausklingen ließen.















Morgen werden wir einen Saurier entdecken, in L.A. rumirren und uns zu Tode erschrecken
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Tag 6, 24.03.2019 – Pismo Beach, Los Angeles Griffith Observatorium
Am Morgen ließen wir uns wieder Zeit, denn wir hatten keine Not. Es stand die restliche Fahrt bis L.A. auf dem Programm.

Hotel Sandpiper Inn:
Lage: Zentral an der Main Street. In Laufweite zu Hafenpromenade, dennoch ruhig. Kostenlose Parkmöglichkeiten vorhanden.
Zimmer: Unser Zimmer war groß und sauber. Außer dem defekten Telefon, welches umgehend repariert wurde habe ich nichts zu beanstanden. Kein Frühstück!
Preis: 130€/2 Nächte
Fazit: Ich würde das Hotel wieder buchen. Allerdings gibt es auch in Morro Bay unzählige andere Hotels/Motels.

Zwischendurch wollten wir einen kurzen Abstecher nach Pismo Beach machen.
Über San Luis Obispo landeten wir in Pismo Beach. Heute hatten wir wirklich schönes Wetter und so fuhren wir zum Strand, parkten unser Auto auf einem kostenlosen, riesigen Parkplatz und wanderten zum berühmten Pismo Beach Pier.







Anschließend liefen wir noch etwas den unendlich langen Strand entlang.



Beobachteten wieder diverse Surfer bei ihren waghalsigen Wellenritten und ließen den Herrgott einen guten Mann sein.











Es war wirklich schön so ganz ohne Stress und Zeitdruck am Strand entlang zu flanieren, dem Treiben zuzusehen und die Sonne zu genießen.















Der einzige Plan war heute noch beim Monarch Butterfly Grove vorbeizusehen. Mal sehen ob wir Glück hatten und ein paar Monarch Schmetterlinge sind noch hier.
Zuvor kamen wir aber noch zufällig und völlig ungeplant am Pismo Beach Surf Shop vorbei. Ein wirklich unglaublicher Laden mit allem Krimskrams, den man sich nur vorstellen konnte. Dort liefen wir einige Zeit herum und bewunderten die schier unglaubliche Anzahl an Kuriositäten, die hier herumlagen.





Ein El Dorado für Fotografen! Es machte wirklich Spaß alles zu entdecken… der Inhaber wollte mir dann seinen Shop noch verkaufen, was ich aber dankend ablehnte.













Am Monarch Butterfly Grove hatten wir leider das Pech, dass bis auf einige wenige Schmetterlinge alle schon abgereist waren. Eine nette Amerikanerin, die wohl schon viele Jahre direkt an dem kleinen Wäldchen wohnt, hat uns erklärt, dass wir ca. 3 Wochen zu spät hier wären. Das war sehr schade, denn das hätte ich schon gerne gesehen. Nachdem meine Partnerin einige Zeit erfolglos versuchte, einen Schmetterling digital auf die Speicherkarte zu bannen verließen wir Pismo Beach und machten uns weiter auf den Weg nach L.A.

Zuerst fuhren wir aber noch kurz nach Arroyo Grande, wo wir den örtlichen Walmart besuchten. Wir wollten nach einer kleinen Kühltasche sehen … obwohl das Wetter bisher noch nicht so war, dass wir eine benötigt hätten. Aber wenn´s später in die Mojave Wüste gehen würde, wär´s vielleicht ganz gut etwas zu haben. Außerdem sind die Getränke dann auch aufgeräumt… so unsere Gedanken. Tatsächlich konnten wir eine kleine, aber feine Kühltasche zu einem guten Preis erstehen. Und die sah auch noch gut aus … bis zum Ende des Urlaubs hat sie uns wirklich hervorragende Dienste geleistet.

Vorbei an vielen Santas (Santa Maria, Santa Barbara usw.) und Ventura fuhren wir auf der 101 in die Stadt der Engel. Vorbei an unzähligen Vorstädten reihten wir uns in die tägliche Blechlawine ein, die auf L.A. zurollte. Der Verkehr war verrückt … genauso verrückt wie die Autobahn. 5, 6 Spuren für jede Fahrtrichtung und trotzdem stand man im Stau. Die Autobahnausfahrten hatten die ersten berühmten Namen wie Hollywood Blvd, Sunset Blvd oder Santa Monica. Das war schon irgendwie aufregend. Man fühlt sich gleich ein wenig wie ein Filmstar :laugh: Die 101 lässt einen auch immer wieder einen Blick auf Downtown Los Angeles erhaschen. Wie man sich in diesem Häusermeer allerdings zurechtfinden kann ist mir wirklich ein Rätsel. Bereits seit mehr als 2 Stunden fuhren/standen wir durch dicht besiedelte Stadtteile ohne unserem Ziel irgendwie näher zu kommen.

Doch dann hatten wir es doch erreicht. Unser Hotel Avenue lag unweit der Autobahn, ca. 4 Meilen entfernt vom Walk of fame in Hollywood. Zuerst hatte ich mir überlegt ein Hotel direkt in Hollywood zu nehmen aber dann hatte ich mich, aus welchen Gründen auch immer um entschieden.
Vielleicht dachte ich, dass das alles zu laut, zu wuselig und zu teuer wäre. Ich weiß es nicht mehr. Daher buchte ich dieses Hotel, dass eine günstige Anbindung an die L.A. Metro hatte. Wir mussten quasi nur einen Block laufen und schon waren wir an der U-Bahn Station Vermont/Beverly.
Und da Parkplätze am Walk of fame eh rar gesät waren, dachte ich die U-Bahn wäre eine gute Alternative. Ansonsten war ein Auto in L.A. ja schon zwingend notwendig um die Sehenswürdigkeiten abzugrasen. Ursprünglich hatte ich darauf geachtet, dass das Hotel kostenlose Parkplätze anbietet… auch keine Selbstverständlichkeit in L.A. Leider achtete ich bei der Buchung nur auf vorhandene Parkplätze, was dieses Hotel auch hatte … erst später sah ich im Kleingedruckten, dass das Hotel sage und schreibe 17$/Tag für´s Parken verlangte. Das ärgerte mich schon etwas, da wir ja 3 Tage hier waren und ich extra darauf geachtet hatte (dachte ich zumindest).
Naja, nun war´s zu spät und umbuchen wollte ich auch nicht mehr. Im Hotel angekommen fuhr ich in die Tiefgarage, wir gingen zur Rezeption, in der gerade renoviert wurde. Na toll! Und dann auch noch Krach!
Die Rezeption sah daher nicht gerade einladend aus aber das machte der freundliche Rezeptionist wieder wett. Und auf meine Frage hin, bezüglich der Parkgebühren winkte er nur ab … kein Problem! Gebühren wären nur an ausgebuchten Wochenende fällig. Sehr schön! Gut gelaunt bezogen wir unser Zimmer im ersten Stock … und im Gegensatz zur unrenovierten Lobby, waren dieses Zimmer gerade frisch renoviert. Und zwar erste Sahne! Mit riesigen bequemen Kingsize Bett, 48“ TV, Regenwalddusche und wunderschönen Filmstartapeten, die dem Raum ein besonderes Flair gaben. Hier konnte man sich wirklich wohl fühlen.

Eigentlich hatten wir für den morgigen Tag eine Stadtrundfahrt mit Denis und Sandra geplant. Wir wollten das gleich am ersten Tag machen um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abzugrasen und zu entscheiden wohin wir dann am Tag darauf nochmals fahren wollen. Leider hat das nicht geklappt, weil die beiden an diesem Tag schon mit einer großen Reisegruppe voll waren. Daher mussten wir versuchen L.A. auf eigene Faust zu erkunden.
Mittlerweile war es 16 Uhr und ich schlug vor den restlichen Tag zu nutzen um dem Griffith Observatorium einen Besuch abzustatten. Dieser Vorschlag wurde von meiner Freundin für gut befunden und so machten wir uns auf den Weg. Navigation gestartet und eigentlich wären es nur ca. 4,5 Meilen bis zum Observatorium. Eigentlich! Denn unser Navi wusste es irgendwie besser und führte uns mit der Kirche ums Dorf. Obwohl ich auf dem Los Feliz Blvd ein Hinweisschild zum Observatorium gesehen hatte, vertraute ich, auch aufgrund der Erfahrung in San Francisco mit den Twin Peaks, der Stimme in meinem Navi.
Diese führte mich um den Park herum in Richtung L.A. Zoo. Dann wollte sie, dass ich eine Straße fahre, die leider durch eine Barriere gesperrt war. Weiter ging´s bis wir in West Glendale landeten. Langsam wurde ich sauer und meine Freundin nannte die Stimme im Navi auch schon „die Tussi“.
Also ein neuer Versuch und wieder irrten wir im Gewirr der Straßen am Griffith Park herum ohne überhaupt zu wissen wo wir sind. Dann erinnerte ich mich an das Schild und entschied wieder zurück zu fahren in Richtung Hotel. Aber ahnungslos, leicht wütend und gestresst in einer fremden Stadt mit bescheuertem Navi ist eine verherrende Kombination. Mit viel Glück landeten wir wieder auf dem Los Feliz Blvd und nachdem ich einen an der Seite parkenden Police Officer sah, hielt ich an um ihn zu fragen. Der Officer kam gut gelaunt an unseren Wagen ich fragte nach dem Weg zum Griffith Observatorium. Der Officer lächelte leicht amüsiert und zeigte auf das, ich glaube, braune Schild direkt vor uns: GRIFFITH OBSERVATORIUM … Oh, wie peinlich!
Ich versuchte zu erklären wo uns unser Navi überall herumgeführt hatte, was der Officer nur mit einem lapidaren „Don´t trust your GPS“ erwiderte. Wäre ich gleich zu Anfang dem Schild gefolgt, wären wir schon längst dort, hätten vermutlich einen guten Parkplatz bekommen und gute Laune. Jetzt wurde es schon dämrig und der obere Parkplatz am Observatorium war logischerweise voll. Zudem war es auch noch Sonntag und wir waren nicht die Einzigsten mit dieser glorreichen Idee. Wir mussten also unten parken am Glendale Peak Trail Head und den Rest nach oben laufen. Weit war es nicht … ca. 1 km, aber mit Wut im Bauch werden da schnell gefühlte 5 km draus.

Am Observatorium angekommen war dort die Hölle los. So viele Menschen, so viele Asiaten, so viel Lärm. Es war verrückt! Und so viele Jugendliche… wie wir später, von unserer Rezeptionistin erfahren haben, war Spring Break und daher waren die Kids wie Heuschrecken in L.A. eingefallen.









Nach kurzem Aufenthalt am Observatorium machte ich den Vorschlag den Charlie Turner Trailhead in Richtung Griffith Park Observatory Trails Peak zu laufen. Ich dachte mir, dass man von dort bestimmt tolle Bilder von L.A. machen könnte.
Wir stiefelten also los. Den sogenannten Mt. Hollywood Trail entlang (Rote Linie). Dann nahmen wir, wie viele andere auch, eine Abkürzung, da der Trail außen um den Mt. Hollywood herum führte. Weiter ging es vorbei am Captain´s Roost bis hinauf auf den Mt. Hollywood. Hier waren nur noch wenige Leute unterwegs und es war mittlerweile auch dunkel. An der Spitze angekommen, waren wir völlig alleine. Es war stockdunkel, mittlerweile recht frisch und windig. Man hatte eine tolle Aussicht aber fotografieren war so gut wie nicht möglich, da die Spitze völlig frei lag und es zog wie Hechtsuppe.



Wirklich schade und ich fühlte mich an Twin Peaks erinnert. Meine Freundin quengelte auch schon ein wenig, so dass wir bald wieder zurückliefen (Blaue Linie).



Aber im Dunkeln sahen die Wege noch verwirrender aus und daher bogen wir einmal zu spät ab und landeten auf dem 3 Mile Trail, der uns in die völlig falsche Richtung führte. Also umgedreht und leicht genervt wieder zurück gelatscht. Wir fanden dann den richtigen Weg und ich wollte, da wir da ja eh vorbeikommen würden, nochmal kurz am Captain´s Roost Halt machen, da diese Stelle geschützt durch Bäume bessere Möglichkeiten zum Fotografieren bot. Wir bogen also wieder vom Trail ab und landeten… an einem Wasserreservoir! Wieder zu früh abgebogen!
Meine Freundin wurde jetzt, zu Recht leicht sauer, denn im Dunkeln unbefestigte Wege laufen ist ja auch nicht wirklich prickelnd. Normalerweise habe ich einen recht guten Orientierungssinn … aber woran orientieren, wenn man nichts sieht.
Nach weiteren 200 Metern fanden wir dann doch den Captain´s Roost und dort ging auch nicht mehr so ein starker Wind. Also konnten wir noch ein paar Bilder schießen.







Ich war so richtig vertieft in die Kameraeinstellungen als uns plötzlich ein lautes Fauchen aufschrecken ließ. Meine Freundin zuckte regelrecht zusammen und ein Schrei kam über ihre Lippen. Ich hatte im Vorfeld unserer Reise über einen im Griffith Park herumstreunenden Puma gelesen und genauso hörte sich das Fauchen auch an.
Natürlich bin auch ich erschrocken und spähte in die dunkle Nacht … da war es wieder und plötzlich ging sie los … die Wassersprenkelanlage! Wir mussten beide lachen. Ich wusste nicht, dass die Hollywood Hills künstlich bewässert werden. Jedenfalls saß uns beiden der Schreck in den Gliedern.







Kurz darauf machten wir uns auf den Rückweg zum Observatorium. Es war jetzt schon nach 22 Uhr und wir hatten noch einen ziemlichen Weg bei völliger Dunkelheit vor uns.



Am Observatorium angekommen war nicht mehr so viel los und wir konnten dort noch die Aussicht etwas genießen bevor wir zurück zum Auto liefen und ins Hotel fuhren.



Ein anstrengender aber lustiger Tag ging zu Ende. Morgen werden wir Freddy treffen, uns ganz fies verfahren und eine lange Strandwanderung machen.
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