SHshaThemenstarter119 Beiträge · seit 200914. Apr. 2009 · #1Guten Abend allerseits!
Wir werden im Juli/August drei Wochen in Namibia und Botswana unterwegs sein. Unter anderem ein paar Tage im Chobe und im Moremi. Ist dazu ein GPS unabdingbar oder kommen wir mit dem Kartenmaterial durch?
Eure Einschätzung würde mich sehr freuen. Danke!
holger982 Beiträge · seit 200614. Apr. 2009 · #2Hallo,
zu diesem Thema wurde schon sehr viel geschrieben und es spaltet ein wenig das Forum. Du wirst auch im Moremi und Savuti auch ohne GPS klar kommen. Allerdings ist es deutlich beruhigender, wenn du ein GPS dabei hast, denn dann kannst du dich auf die Umgebung und die Tierwelt konzentrieren und auch Wege abseits der Hauptroute fahren und musst dir keine Gedanken machen, wie du wieder ins Camp zurückkommst. Denn eines ist für mich klar: Nach 3x rechts und 4x links abbiegen sehen sich die Bäume/Sträucher sehr ähnlich und geben nur bedingt genug Orientierungspunkte her. Randsteine, die dir den Weg weisen findest du nur an der Hauptroute. Die Shell-Karten sind bestenfalls gut für eine grobe Orientierung, zumal nicht alle Wege eingezeichnet sind. Bitte nutze auch die Suchfunktion hier im Forum, dann wirst du viel, viel mehr an meinungsbildenden Aussagen finden.
Grüße,
Holger
Nachtrag: die gemachten Aussagen gelten nur für Moremi/Savuti. In Namibia reicht aus meiner Sicht jede gewöhnliche Straßenkarte.
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Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200614. Apr. 2009 · #3Hallo,
ich kann nur Holger in seiner Aussage bestätigen!
Grundsätzlich fand man vor 20 Jahren auch jeden Punkt der Erde mit Karten und Kompass.
Aber das Reisen ist entspannter mit GPS und eine kombination von beidem das Beste, ein GPS kann auch mal defekt sein oder die Akkus funzzeln nicht.
Ist wie beim Hany, hatte man früher nicht, und heute, ohne Handy stellen sich sofort Entzugserscheinungen ein 😄
Gruss VA
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swisschees1'715 Beiträge · seit 200614. Apr. 2009 · #4Stimme VA und Holger zu.
Für mich ist es auch beruhigend zu wissen wo ich mich gerade befinde, ohne das nützt mir die beste Karte nichts. Im Moremi kam das dank den umgeschmissenen Wegweiser öfter vor. Zudem habe ich die ersten Tage in der südlichen Hemisphäre ungewohnte Orientierungsschwierigkeiten.
Gruss
Emanuel
VOVolker2'612 Beiträge · seit 200714. Apr. 2009 · #5Hallo,
stimme den Vor"schreibern" vorbehaltlos zu. Man kann ohne GPS klarkommen, eine Karte (Shell oder die neue T4A) würde ich auch bei Verwendung eines GPS als Backup dabei haben, falls die Technik mal versagt. Wieso also GPS?
Uns hat das GPS im Oktober 2007 im Moremi bei einsetzender Dunkelheit sehr geholfen, noch Third Bridge zu finden - nur mit Karte undenkbar. Aber gut, ohne GPS wären wir vermutlich auch früher Richtung Camp aufgebrochen. Außerdem kann man mit den aufgezeichneten Tracks so nette Sachen mit Google Earth/Maps machen bzw. Digitalfotos mit GPS Daten versehen. Alles Dinge, die man aber nicht zwingend braucht. Leider kann einem das GPS im Moremi auch nicht sagen, welche Tracks gerade befahrbar sind, aber eine Straßenkarte kann es noch weniger.
Für mich aber alles in allem eine sehr sinnvolle Anschaffung, habe es nicht bereut.
Viele Grüße,
Volker
BonBie190 Beiträge · seit 200714. Apr. 2009 · #6Hallo
Da wir im Mai zum ersten Mal mit GPS in Namibia u. Botswana unterwegs sein werden, fehlt uns leider noch die Erfahrung bei der praktischen Anwendung.
Doch wir können schon jetzt sagen, dass allein die Planung am heimischen Computer, z.B. mit der Software von Garmin (Mapsource) und den Karten von Tracks4Africa, ein reines Vergnügen war.
Schneller und (hoffentlich) besser, was die Berechnung von Entfernungen und Zeitbedarf angeht, lassen sich Routen wohl kaum planen.
Auch das Finden und Einfügen von Points of Interrest, ob das nun der Spar Supermarkt in Windhuk oder ein versteckter Hippo-Pool im Moremi war, entwickelte sich zum Kinderspiel.
Soweit die Theorie😕
Über die praktischen Erfahrungen hast Du hier ja schon einiges gelesen. Wir haben uns auch darauf verlassen und werden wohl nicht enttäuscht werden.
Gruß Uwe
SHshaThemenstarter119 Beiträge · seit 200918. Apr. 2009 · #7Besten Dank für eure Antworten! Wir werden es uns nochmals in Ruhe überlegen.
holger schrieb:Bitte nutze auch die Suchfunktion hier im Forum, dann wirst du viel, viel mehr an meinungsbildenden Aussagen finden.
Ich hatte die Suchfunktion bemüht, aber nicht gefunden, wonach ich suchte. Vielleicht grub ich aber auch einfach zu wenig tief in den Beiträgen 😕
Andreas Cierpka2'732 Beiträge · seit 200619. Apr. 2009 · #8Bei unserer ersten Tour waren wir nur mit Karte unterwegs (auf die Idee den Kompass mitzunehmen war ich nicht gekommen). Meine Frau hatte den Finger auf der Landkarte und navigierte. So konnte ich mich auf das Fahren konzentrieren und wir hatten eine klare Jobabgrenzung. Wenn sie sage rechts fuhr ich rechts. Das hat super geklappt und seit diesem Urlaub hat meine Frau keine Schwierigkeiten mehr Landkarten zu lesen.
Beim nächsten Urlaub hatten wir dann ein nicht kartenfähiges GPS dabei. Die Wegpunkte hatte ich daheim schon aus den Karten von Roland (dt800.de) und einen Botswana Buch mir erarbeitet. Das Fahren war etwas entspannter und meine Frau konnte sich etwas mehr zuruecklegen. Bedienung des GPS und Navigation hatte aber immer noch meine Frau inne.
Seit einigen Jahren haben wir nun kartenfähiges GPS und meine Frau braucht keine Landkarte mehr und fuehlt sich überflüssig was das Navigieren betrifft. Ab und zu sieht sie sich nach den guten alten Tagen zurück, wo sie uns mitten in der Nacht mit GPS und Laptop zum City Camp in Gabs gelotst hatte.
Nun mit den routingfähigen Karten ist alles natuerlich viel einfacher und komfortabler und vielen geht einfach einfacher. Ob es deshalb besser ist- wer weiss.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
swisschees1'715 Beiträge · seit 200619. Apr. 2009 · #9Hallo Andreas
Dafür kann Deine Frau die Landschaft besser geniessen, wenn Sie nicht die ganze Zeit auf die Karte schauen muss.
Nachteil ist aber wenn man sich verfährt, kann man nicht mehr dem Kartenleser (Navigator) die Schuld geben. Mit der Frau GPS kann man sich auch nicht streiten.:P
Gruss
Emanuel
Andreas Cierpka2'732 Beiträge · seit 200619. Apr. 2009 · #10Mit der Frau GPS kann man sich auch nicht streiten.
Hast du eine Ahnung - streiten tun wir uns recht häufig. Die ist vielleicht manchmal Begriffsstutzig und kappiert echt nicht, dass ich da nicht enlangfahren möchte. Erst nach Kilomotern kann man sie überzeugen, dass man doch recht hatte 😉
Da ist das mit meiner Frau schon einfacher - "Halt den Mund - fahre - ich navigiere!" 😉
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
swisschees1'715 Beiträge · seit 200619. Apr. 2009 · #11Andreas Cierpka schrieb:Da ist das mit meiner Frau schon einfacher - "Halt den Mund - fahre - ich navigiere!" 😉
Geht bei Frau GPS teilweise auch "Halte den Mund" = GPS ausschalten. Aber
fahren musst Du selber. Alledings wenn ich meiner Frau "Halte den Mund" sage, muss ich veilleicht laufen
😂 Gruss
Emanuel
Andreas Cierpka2'732 Beiträge · seit 200620. Apr. 2009 · #12Hatte eignetlich gemeint, dass meine Frau das zu mir sagt 😊 - aber recht hast du - bei der Antwort würde ich wahrscheinlich auch laufen müssen 🤨
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
GUGuido.Gast20. Apr. 2009 · #13Hallo Sha,
Es reicht ein billiges nüvi 200 oder nüvi 205. Inklusive der T4A-Karten für Namibia und Botswana kostet der Spaß derzeit 115 EUR. Ich denke, das ist eine gute Investition. Ich weiß nicht, wie gut Ihr z.B. Windhuk und Linksverkehr bereits kennt. Auch da fährt es sich ggf. viel entspannter, wenn man nur auf den Verkehr und nicht noch zusätzlich auf eine Karte und Straßenschilder gucken muss.
Beste Grüße
Guido
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200620. Apr. 2009 · #14Guido. schrieb:Hallo Sha,
Ich weiß nicht, wie gut Ihr z.B. Windhuk und Linksverkehr bereits kennt.
Guido
Hallo,
T4A mit Autorouting erkennt den Linksverkehr, Gruss Kurt
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Holla158 Beiträge · seit 200719. Mai 2009 · #15GPS dient auch in Namibia vor allem der Entspannung.
Vorteile:
- Sehr schnell realisiert man zB., wie gut die mit den T4A ermittelten Ankunftszeiten stimmen. Wenn man vor dem Dunkelwerden ein Ziel erreichen will, einen gute Planungsgrundlage.
- Tankestellen finden. Wenn die zuerst angepeilte Tanke zu hat, ist es einfacher eine Alternative zu finden.
- Anfahrten zu Lodges/Campsites. Meist sind die genauen Koordinaten irgendwo angegeben, oder die Site schon in den Karten "verzeichnet" (über POI)
- In den Städten ist alles direkt zu finden! Kein Rumgeirre mehr und Straßennamenlesen fällt auch aus.
- Mit einem ETrex oder vergleichbarem GPS kann man sich auch bei ausgedehnten Wüstenmärschen nicht verirren 😉
Nachteile:
- Batterien müssen geladen werden.
- Langeweile (kein Verfahren mehr, weniger Wildunfälle wg. Vermeiden der Dämmerung)😳
- Noch was, auf das man aufpassen muß
Ich werde nicht mehr drauf verzichten. Ne gute Karte bleibt aber immer Pflicht (Karten sind schwieriger kaputt zu kriegen).
Holla
Jambotessy2'610 Beiträge · seit 200719. Mai 2009 · #16Hallo Leute,
wo um Himmels Willen bleibt denn da noch das "Abenteuer Gefühl"??????
Wenn man alles schon so plant und auf den Meter genau weiß, wo der nächste Supermarkt ist, kann man doch gleich in den Schwarzwald fahren (nix gegen Schwarzwaldurlauber).
Stellt euch doch vor, wir hätten 1990 - würdet ihr da zu Hause bleiben ohne GPS? Wir waren in schon so einigen Ländern Afrikas unterwges und haben immer noch zurück gefunden. Ich gebe zu, manchmal mit Herzklopfen, ob es denn auch der richtige Weg ist - aber genau das ist es doch!
Als Sicherheit haben wir uns dieses Jahr für ein Sat. Telefon entschieden, 8 Tage CKGR, da wollten wir kein Risiko eingehen, zumal wir ohne Begleitfahrzeug unterwegs waren. Aber mehr ist auch nicht nötig, das ist jedenfalls meine Meinung.
Grüße
Jambotessy 🙂
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)
1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
Chrigu7'267 Beiträge · seit 200619. Mai 2009 · #17Naja, das Abenteuer nehme ich gerne auf eine ander Art mit, als dass ich den Weg suche. Speziell im Moremi sind wir einige Strecken gefahren die wir wahrscheinlich ohne Navi nicht gemacht hätten. So hatten wir immer wieder einen Überblick wo wir sind und wohin es auf diesem Weg noch geht. Dabei sind dann auch einige schöne Wasserfahrten etc. zu stande gekommen. Die haben Spass gemacht und brachten und das "Abenteuer Gefühl".
[bild: 114619]
Ich weiss von einigen ohne Navis, dass sie im Moremi deshalb nur auf den Hauptstrecken unterwegs waren. Da verpasst man schlichtweg das meiste.
Herzliche Grüsse
Chrigu
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Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200619. Mai 2009 · #18Jambotessy schrieb:Hallo Leute,
wo um Himmels Willen bleibt denn da noch das "Abenteuer Gefühl"??????
Wenn man alles schon so plant und auf den Meter genau weiß, wo der nächste Supermarkt ist, kann man doch gleich in den Schwarzwald fahren (nix gegen Schwarzwaldurlauber).
Stellt euch doch vor, wir hätten 1990 - würdet ihr da zu Hause bleiben ohne GPS? Wir waren in schon so einigen Ländern Afrikas unterwges und haben immer noch zurück gefunden. Ich gebe zu, manchmal mit Herzklopfen, ob es denn auch der richtige Weg ist - aber genau das ist es doch!
Als Sicherheit haben wir uns dieses Jahr für ein Sat. Telefon entschieden, 8 Tage CKGR, da wollten wir kein Risiko eingehen, zumal wir ohne Begleitfahrzeug unterwegs waren. Aber mehr ist auch nicht nötig, das ist jedenfalls meine Meinung.
Grüße
Jambotessy 🙂
Als Sicherheit haben wir uns dieses Jahr für ein Sat. Telefon entschieden, 8 Tage CKGR, da wollten wir kein Risiko eingehen
Jambotessy, wo um Himmels Willen bleibt denn da noch das "Abenteuer Gefühl"??????da kann man doch gerade zu in einer Telefonzelle Urlaub machen 😄 😄 😄 (nix gegen Telefonzellen)
Wieso soll man die moderne Technik nicht nutzen wenn vorhanden, sonst müsten wir an Stelle eines modernen 4x4 einen Ochsenkarren nutzen wie die Vortrekker 🤩
Liebe Griesslix Kurt
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myrio962 Beiträge · seit 200719. Mai 2009 · #19Hallo,Kurt
ich fand deine Antwort an Jambottosy doch sehr treffend, sie sprach sicher vielen Fomis aus dem Herzen.
Natürlich kann er seine Meinung äussern, aber in Bayern würde man ihm antworten:
"Mei, Hauptsach, dass`d was sogst"!:P
Gruss von myrio
swisschees1'715 Beiträge · seit 200620. Mai 2009 · #20Ehrlich, ich stehe auf alle möglichen technische Geräte. Aber das GPS ist sicher nicht das dümmste was ich mir angeschafft habe und auf Reisen (nicht nur in Afrika) mit nehme.
Ok Livingston hatte auch noch keins, aber er ist auch gelaufen und nicht mit dem 4x4 gereist.
Es gibt in diesem Forum auch Poster die sich jede Unterkunft und Etappe schildern und bewerten lassen. Bis zur Zimmer nummer mit der besten Aussicht auf den Pool. Wo bleibt denn da das Abenteuer, etwas neues zu entdecken?
Da nehme ich doch mal lieber eine kleine Nebenstrasse um eine neue Gegend zu erkunden und habe mein GPS, das mir immer sagt wo ich bin. Damit weiss ich auch wie ich in bekannte Regionen zurück finden kann.
Gruss
Emanuel