camperfan235 Beiträge · seit 201626. Jan. 2019 · #121
@ flooh, woher beziehst Du dieses Wissen? Bist Du Apotheker, Tropenmediziner?
Malarone verhindert lt Beipackzettel und meines persönlichen Tropenmediziners sehr wohl eine MalariaINFEKTION, wenn auch nicht zu 100 %. Aber die Prophylaxe kann das Risiko sich zu infizieren tatsächlich nahezu ausschalten!!!
Da eine Infektion trotz der Prophylaxe möglich ist, wird ja auch im Beipackzettel und vom Tropenmediziner geraten, sich in diesem - eher unwahrscheinlichen Fall- zu einem Tropenmedizin erfahrenen Arzt zu gehen ( bzw vor Ort wo man meist Erfahrung hat).
Malarone unterdrückt tatsächlich im Falle der - eher unwahrscheinlichen- Trotz-der- Prophylaxe- Infektion dann den vollständigen starken Ausbruch, mildert also Symptome bzw den Verlauf ab. Und gibt so Zeit einen passenden Arzt aufzusuchen. Unter Umständen ist die nachfolgende Behandlung dann auch " einfacher".
ONon4ajt37 Beiträge · seit 201826. Jan. 2019 · #122
Egal in welchen forum oder sonstiges medium man sich begibt so bald es über das vor und wieder malaria Prophylaxe geht trennen sich die Meinungen und harte Gegner lassen sich nur schwer oder gar nicht vom Gegenteil überzeugen und umgekehrt. Deswegen möchte ich euch hier eine wahre Geschichte teilen welche sich in Belgien in den letzten 2 Monate abgespielt hat. Ihr könnt den Wahrheitsgehalt der story gerne überprüfen in den Belgischen Medien. Vor gut 2 Monate begab sich Stefan Everts (ein 7 maliger Weltmeister motorcross) nach Congo zu einen Wohltätigkeitsveranstaltung. Da er nur für 7 tage dort verweilen wurde, wurde es unnötig geachtet eine Malaria Prophylaxe zu sich zu nehmen. Ob das seine eigene Entscheidung war oder auf raten seiner Umgebung lassen wir in der Mitte. Jedenfalls wurde er kurz nach seiner Rückkehr ernsthaft krank und deswegen in der Klinik abgeliefert wo er nach eine kurze weile auf der intensiv Abteilung zurecht kam. Damit aber nicht genug, kurze zeit später verschlimmerte sich sein zustand dermaßen das zunächst in eine uni Klinik verlegt wurde und in einen coma über ging. Mehrere Wochen schwebte er zwischen leben und tot und heute, über zwei Monaten später ist er noch voll am revalidieren. Er und seine Ärzte sind voll der Überzeugung das er dies nur überlebt hat dank seiner ausgezeichnete körperliche Verfassung als topsporter. Noch ist nicht sicher ob er seine Hände jäh noch wieder so wird benutzen können wie vorher, ebenfalls seine fuße waren noch schwerer betroffen von absterbe Erscheinungen durch zu geringe Durchblutung so das auch heute noch die Möglichkeit besteht das Amputationen nötig sein werden.
Ich möchte hiermit beschließen, es soll jeder erwachsene für sich entscheiden ob man sich dieses risico mit möglichen verehrenden folgen aussetzen möchte wo Vorbeugung möglich ist. Leider können (klein) kinder nicht für sich selbst sprechen und entscheiden genau wie in Sachen sonstige Impfungen wie Zb polio. Als Eltern trägt man da eine riesigen Verantwortung.
NONOGRILA1'794 Beiträge · seit 201326. Jan. 2019 · #123
Hi Ihr, ich finde flooh und camperfan widersprechen sich doch gar nicht und stellen beide es richtig dar! … oder habe ich einen kleinen Denkfehler?
Hallo Camperfan nein ich bin kein tropenarzt oder apotheker.ich habe 4.5 jahre in Tansania gelebt in einem Gebiet, wo Malaria weit verbreitet ist wie bei ubs Grippe im Winter.Meine Frau ist Umweltwissenschaftlerin und arbeitete in verschiedenen Malariaprojekten.Leider ist ein Schutz (Impfung) für Malaria noch nicht verfügbar obwohl es Tests von neuen Impfungen gibt. Wie gesagt, jeder muss selbst entscheiden.Was die Pharmaindustrie und die Ärzte sagen möchte ich nicht kommentieren oder beurteilen.
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camperfan235 Beiträge · seit 201626. Jan. 2019 · #125
Nicht ganz.
Flooh ist der Meinung, Malarone würde grundsätzlich keine Ansteckung verhindern, sondern diene nur dazu, die Krankheit zu unterdrücken. Richtig ist, das Malarone nur gegen einen Erreger wirksam ist, und zwar gegen den der M.tropica, welche nebenbei die gefährlichste Form ist.
Richtig ist, das in den seltenen Fällen, wo man sich trotz der korrekten Einnahme von Malarone infiziert, sich die Erkrankung in deutlich abgemilderter Form entwickeln KANN ( nicht muß). Deswegen sollte man während oder nach dem Aufenthalt in einem Malariagebiet, auch wenn man noch die Prophylaxe einnimmt, immer einen Arzt aufsuchen, sobald man fieberhaft erkrankt bzw grippeähnliche Symptome hat. Durch den abgemilderten Verlauf ist die Erkrankung auch seltener mit ernsthaften Folgen verbunden. Was nicht heisst, das man nicht sofort zum Arzt muß.
Sollte man sich mit einer Malaria trotz Prophylaxe infiziert haben,müssen die Symptome nicht unmittelbar nach dem Absetzten auftreten, man sollte auch noch einige Zeit ( bis Monate) bei Auftreten von Fieber und grippeähnlichen Symptomen an eine Malaria denken bzw den Arzt über den vorangegangenen Aufenthalt im Malariagebiet informieren.
Man muß schlicht für sich selbst entscheiden, wieviel Risiko man eingehen möchte.
STstephang2 Beiträge · seit 201926. Juli 2019 · #126
So ganz nebenbei, die Zitierte Veröffentlichung ist keine Studie sondern ein wissenschaftlicher Review - sprich eine Zusammenfassung verschiedener Studien, um genau zu sein 10. Eine Wissenschaftliche Veröffentlichung mal so eben in den Ring zu werfen, finde ich schon interessant, ohne den richtigen Background dürfte das Verständniss phänomenal sein. Ist genauso gut veröffentlichte Gesetzestext als Interpretationshilfen jemandem ohne juristisches Verständnis an den Kopf zu knallen! Ich bin nur mal drüber geflogen und die Statistiken zeigen schon deutliche Abweichungen in beide Richtungen! Was soll das dem Laien also sagen???????????????????????????????????????
Gruß Markus
Kapstadt Namibia VicFalls 2012
Namibias Süden & KTP 2018
Cuba 2019
Eifel 2020
Ostfriesische Nordseeküste 2021
Schottland 2022
Australien 2023
Stockholm 2024
Dublin 2024
Edinburgh 2024
Al Andalus 2025
Und dieses Jahr noch Venedig, Athen und Edinburgh
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200626. Juli 2019 · #128
Auf einen solchen Eintrag wie der von Markus (Lommi) habe ich gewartet 😗 Mir hat es gestern schon in den Fingern gejuckt zu antworten, dass jetzt bestimmt wieder die Prophylaxe-Gegner mir irgendeinem Einwurf kommen.
Ich frage mich, was an dem verlinkten Bericht nicht auch für Laien verständlich sein sollte? Man muss halt nur genau lesen. Der Bericht ist eine "meta Analyse", das heisst, hier werden erstellte Studien ausgewertet, die Studien mit nicht ausreichender Datenlage, oder solche bei denen fehlerhaft gearbeitet wurde, aussortiert. Und dann ein Fazit aller guten Studien gezogen. Und dieses Fazit ist hier eindeutig: Malarone hat eine Effektivität (also Wirksamkeit als Prophylaxe) vom 95,8 Prozent, bei wesentlich fast keinen Nebenwirkungen wie bei anderen Prophylaxe-Medikamente.
Und wem eine Effektivität von fast 100 % zu wenig ist, dem ist nun wirklich nicht mehr zu helfen. Denn auch die meisten Medikamente für irgendwelche anderen Krankheiten haben nicht einmal so hohe Effektivität.
Gestern registriert, 1. Beitrag eine Produktempfehlung. Klick? Deswegen kann die Studie natürlich trotzdem informativ sein Grüße
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200626. Juli 2019 · #130
OK, da kannst Du natürlich Recht haben. Wenn es Werbung ist, dann ist es jedenfalls eine sehr intelligente Werbung, nicht das übliche Doofe. Trotzdem finde ich diese Meta-Analyse sehr interessant. Das ist endlich mal ein hieb- und stichfestes Argument gegen alle die Prophylaxe-Verweigerer.
beate schrieb:Auf einen solchen Eintrag wie der von Markus (Lommi) habe ich gewartet 😗 Mir hat es gestern schon in den Fingern gejuckt zu antworten, dass jetzt bestimmt wieder die Prophylaxe-Gegner mir irgendeinem Einwurf kommen.
Ich frage mich, was an dem verlinkten Bericht nicht auch für Laien verständlich sein sollte? Man muss halt nur genau lesen. Der Bericht ist eine "meta Analyse", das heisst, hier werden erstellte Studien ausgewertet, die Studien mit nicht ausreichender Datenlage, oder solche bei denen fehlerhaft gearbeitet wurde, aussortiert. Und dann ein Fazit aller guten Studien gezogen. Und dieses Fazit ist hier eindeutig: Malarone hat eine Effektivität (also Wirksamkeit als Prophylaxe) vom 95,8 Prozent, bei wesentlich fast keinen Nebenwirkungen wie bei anderen Prophylaxe-Medikamente.
Und wem eine Effektivität von fast 100 % zu wenig ist, dem ist nun wirklich nicht mehr zu helfen. Denn auch die meisten Medikamente für irgendwelche anderen Krankheiten haben nicht einmal so hohe Effektivität.
Hallo beate, eigentlich ging es mir nicht wirklich um die "Studie", aber mal ne Frage: "Meta-Analyse ist für Laien natürlich das normalste der Welt"?
Was soll so eine "Studie" hier? Wie loser gerade so schön schrieb Deswegen kann die Studie natürlich trotzdem informativ sein. Ja bin ich eingeschränkt dabei!
Und so nebenher, ich bin kein Prophylaxe-Gegner!
Gruß Markus
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Ostfriesische Nordseeküste 2021
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Stockholm 2024
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Und dieses Jahr noch Venedig, Athen und Edinburgh
STstephang2 Beiträge · seit 201926. Juli 2019 · #132
Oh, hallo zusammen, das war vielleicht nicht der beste Einstieg von mir in dieses Forum ... 🙂
Wir, d.h. eine 4-köpfige Familie, fahren nächste Woche nach Namibia und unserer Tour geht von Windhoek aus über Etosha nach Norden bis zu den Victoria Falls. Ich habe mich natürlich auch mit dem Thema Prophylaxe auseinander gesetzt und viel gegoogelt und auch hier "mitgelesen". Ich fand das Review, das ich gepostet habe, sehr informativ und dachte, das ist vielleicht auch für den ein oder anderen Forumsteilnehmer interessant. Zumal ich hier auch Beiträge gefunden habe, die behaupten, dass es bisher keine wissenschaftliche Studien für nicht-immune Reisende (also Leute wie wir) zur Wirksamkeit von Malaria-Prophylaxe gibt. Liegt vielleicht aber auch daran, dass ich Mathematiker bin und Statistiken und wissenschaftliche Studien mag... 🙂 Auf jeden Fall sollte das natürlich keine Werbung sein oder ein Plädoyer für ein "für oder wider Prophylaxe"; das soll jeder für sich selbst entscheiden. Wollte einfach nur die Info hier teilen....
Grüße Stephan
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200626. Juli 2019 · #133
Hallo Markus, schön, dass Du KEIN Prophylaxe-Gegner bist. Dein Beitrag kam halt leider so rüber. Aber was ist das Problem mit "meta-analyse". Wer nicht weiss, was das ist, der kann das doch ganz leicht innerhalb von Sekunden googeln: https://de.wikipedia.org/wiki/Metaanalyse
Und was so eine Studie hier soll, ist doch klar: Aufklären!!!
Hallo Stephan, da bist Du ja wirklich in ein Wespennest getreten. Ich schreibe zu diesem Thema deshalb schon länger nichts mehr. Soll doch jeder selbst entscheiden, welches Risiko das grössere ist. Spätestens wenn jemand hier wirklich Malaria einfängt und dann so mutig ist, das hier im Forum zuzugeben, dann wird sich die Meinung vielleicht ändern.
beate schrieb:Auf einen solchen Eintrag wie der von Markus (Lommi) habe ich gewartet 😗 Mir hat es gestern schon in den Fingern gejuckt zu antworten, dass jetzt bestimmt wieder die Prophylaxe-Gegner mir irgendeinem Einwurf kommen.
Ich frage mich, was an dem verlinkten Bericht nicht auch für Laien verständlich sein sollte? Man muss halt nur genau lesen. Der Bericht ist eine "meta Analyse", das heisst, hier werden erstellte Studien ausgewertet, die Studien mit nicht ausreichender Datenlage, oder solche bei denen fehlerhaft gearbeitet wurde, aussortiert. Und dann ein Fazit aller guten Studien gezogen. Und dieses Fazit ist hier eindeutig: Malarone hat eine Effektivität (also Wirksamkeit als Prophylaxe) vom 95,8 Prozent, bei wesentlich fast keinen Nebenwirkungen wie bei anderen Prophylaxe-Medikamente.
Und wem eine Effektivität von fast 100 % zu wenig ist, dem ist nun wirklich nicht mehr zu helfen. Denn auch die meisten Medikamente für irgendwelche anderen Krankheiten haben nicht einmal so hohe Effektivität.
Nun ja, schon die Sprache macht den Bericht für Laien unverständlich. Da muss man schon sehr gutes Englisch können, um einen Fachbericht genau lesen zu können. Das dürften Wenige können.
Und fast keine Nebenwirkungen? Das Thema hatten wir bereits, mir hat das Zeug mal einen Urlaub ziemlich versaut.
Aber ich bin trotzdem kein absoluter Prophylaxegegner, ich bin nur der Meinung, man sollte Risiko und Nebenwirkungen genau abwägen.