Sachen verschenken

10 Antworten · 3'628 Aufrufe · gestartet 10. Aug. 2008 von MichaR
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Themenstarter15 Beiträge · seit 200810. Aug. 2008 · #1
Ich war mal in Tansania, dort habe ich dann zum Ende des Urlaubs alles was über war verschenkt. Zumeist waren es T-shirts und ein Paar Turnschuhe aber auch ein Mossienetz, Wanderstiefel und Kleinkram wie Batterien etc.

Wie ist denn das in Namibia? Ich würde auch ein altes Mobiltelefon mitnehmen.

Ist das nicht vielleicht ne Spur zu arrogant?

Aber viele Dinge haben hier in D einfach keinen Wert.😠
2'721 Beiträge · seit 200610. Aug. 2008 · #2
Hallo MichaR
Ich weiss zwar nicht wie das mit dem Mobiltelefon ist. Man muss sich dann noch die Karte leisten können.
Kleider und dergleichen sind aber immer willkommen.
Sie sind auch ein gutes Tauschobjekt z.B. Richtung Spitzkoppe. Da kannst Du dann auch Steine gegen Deine gut erhaltenen Kleider eintauschen. Ich verteile aber immer nur saubere und gewaschene Kleider. In Windhoek hast Du gelegenheit, die nicht benötigten Kleidungsstücke zu einem kleinen Preis waschen zu lassen. Auch Lebensmittel kann man gut tauschen.
Gisela
272 Beiträge · seit 200810. Aug. 2008 · #3
Wir wurden sowohl in Norden Namibias als auch im Okavango-Delta schon einmal gefragt, ob wir ein T-Shirt hätten zum verschenken. Bei solchen Gelegenheiten freuen sich die Menschen natürlich, wenn man dann tatsächlich eins hat und nicht mehr benötigt.
In Südafrika kann ich mir das nur noch schwer vorstellen, aber vielleicht war ich dort nur noch nicht in den entsprechenden Gegenden.
12 Beiträge · seit 200811. Aug. 2008 · #4
"2 dumm... 1 Gedanke" ...
ich grübel auch schon die ganze Zeit, ob wie ich denn den Menschen nach/bei unserem Urlaub ein paar Sachen zukommen lassen kann.
Ich werde z.b. ein paar Kleidungsstücke mitnehmen, die mir nicht mehr passen, die aber sicher dort sehr willkommen sind.
(Seit diversen Fernsehbeiträgen über den prof. Verkauf von 2.Handsachen, die du in den Container gewrofen hattest... will ich NICHt, dass sich da noch Firmen dran bereichern!).
Da nehm ich lieber 'nen halben Koffer mti nach Namibia und bringe die Sachen direkt vor Ort an die Leute!

Lieben Gruß
opaldesign
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Themenstarter15 Beiträge · seit 200811. Aug. 2008 · #5
Ja das mit den "Altkleider" sammlungen ist es so ne Sache.

In D werden die vorsortiert und gehen an 2. Hand-Kaufhäuser oder in die Industrie als Putzlappen.

Vieles geht aber auch in die 3. Welt. Ich bin da etwas zwiegespalten ob unsere "Spenden" nicht doch den heimischen Markt zerstören. Schließlich wird die Nachfrage vor Ort fast ausschließlich von Importprodukten befriedigt.

Trotzdem werde ich einige Sachen zum weggeben mitnehmen. Oder zum Tausch. Das mit den Steinen ist ja ne Interessante Sache.
23 Beiträge · seit 200811. Aug. 2008 · #6
Ein Freund von uns ist Pharmareferent und hat immer jede Menge Werbeartikel übrig, die er bei den Ärzten nicht losgeworden ist.

Wir hatten überlegt, einige Dinge mit nach Namibia zu nehmen (z.B. Einwegspritzen und -kanülen, Stifte, Blöcke ...).

Weiß jemand, wie das mit den Einfuhrbestimmungen ist? Einen Warenwert in dem Sinne haben die Sachen ja nicht, weil sie ja gratis waren. Kommt es dann auf die Herstellkosten an oder wird man dann geschätzt?

Wir hatten uns auch gefragt, ob es wohl Probleme gibt, wenn wir den Koffer voll Spritzen etc. haben. Wir fliegen mit Lufthansa und SAA. Gibt es vielleicht eine Stelle, wo man so was vorher anmelden kann?

Liebe Grüße
Julia
Themenstarter15 Beiträge · seit 200812. Aug. 2008 · #7
Soweit ich wdie Erfahrung habe gibt es da keine Probleme.

Allerdings wenn du hunderte davon hast...
157 Beiträge · seit 200812. Aug. 2008 · #8
Ich hatte im Mai jede Menge gut erhaltene Baby- und Kinderkleider und Kindersportschuhe dabei, sowie Buntstifte
und andere Dinge für die Schule. Wir haben die Dinge an Mütter verschenkt, die wir mit
ihren Kindern getroffen haben. Mütter müssen in der Regel viele Kinder satt bekommen und
können sich Kleidung oder Schuhe kaum leisten. Immer für jedes Kind ein oder zwei Dinge. Auch T-Shirts für Erwachsene waren begehrt. Das hatten wir aber erst am Ende der Reise übrig.
Tauschen wollten wir eigentlich nicht, haben aber auch ab und zu Schnitzereien und Steine bekommen.
Am Anfang wurde ich von meinen Mitreisenden belächelt, aber für unsere nächste Reise sammeln
die jetzt auch. Immer wieder entstanden nämlich nette Kontakte.
Spritzen stelle ich mir etwas schwierig vor. Da müsste man jemanden kennen,dem man das geben kann.
Gruß AGA
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962 Beiträge · seit 200712. Aug. 2008 · #9
Hallo, Namibia-Fans
zum Thema "Verschenken" habe ich eine interessante Info bezüglich der Mentalität der farbigen Bevölkerung.
Es wurde mir von dort lebenden deutschen Einwanderern dringend empfohlen
immer auf eine noch so kleine Gegenleistung der zu "Beschenkenden" zu bestehen, da diese das gegebene, also erworbene, nur dann richtig achten und es "in Ehren halten", wenn sie etwas dafür gegeben haben.
Ansonsten betrachten sie es eigenartigerweise als minderwertig, da es eben nichts wert sei, da sie ja nichts dafür gegeben hätten.
Ob es wirklich stimmt, konnte ich natürlich nicht erfahren, gefreut haben sich immer alle über ein Geschenk!
Hat jemand von euch eine diesbezügliche Erfahrung gemacht?
Mit ah-namibia grüsst myrio-frank
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193547-afrika-2011-so-qbeautiful-greenq-1teil.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193761-afrika-2011-so-beautiful-green-teil-2.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/195398-a-f-r-i-k-a-2011-so-beautiful-green-teil-3.html
Gast12. Aug. 2008 · #10
Hallo Fo-Mis,
wir haben uns sagen lassen, man soll bei den Himba vor allem Saatgut
wie Mais mitbringen, das werden wir auch machen. Ich gehe davon aus,
dass man Saagtgut in Namibia wie in S.A. auch in jedem größeren Ort kaufen kann.

Wir nehmen ansonsten nur Geld mit, für das wir vor Ort Schulsachen wie Hefte
und Stifte kaufen. Auch der Erlös unserer Geburtstags-Abschiedsparty wird
dafür eingesetzt. In der Einladung ahben wir darum gebeten, nur geld zu schenken.

Unsere Erfahrung in Südafrika:
Auch in "reichen" Gegenden von Südafrika gibt es jede Menge
Menschen, die sich Schulsachen nicht leisten können.

In kleinen Grundschulen haben sogar die Lehrer kaum Bücher,
ein Lehrer wird auch nicht wie hier bei uns gut bezahlt.

Viele Grüße,

Beate
2'721 Beiträge · seit 200612. Aug. 2008 · #11
myrio schrieb:
Hallo, Namibia-Fans
zum Thema "Verschenken" habe ich eine interessante Info bezüglich der Mentalität der farbigen Bevölkerung.
Es wurde mir von dort lebenden deutschen Einwanderern dringend empfohlen
immer auf eine noch so kleine Gegenleistung der zu "Beschenkenden" zu bestehen, da diese das gegebene, also erworbene, nur dann richtig achten und es "in Ehren halten", wenn sie etwas dafür gegeben haben.
Ansonsten betrachten sie es eigenartigerweise als minderwertig, da es eben nichts wert sei, da sie ja nichts dafür gegeben hätten.
Ob es wirklich stimmt, konnte ich natürlich nicht erfahren, gefreut haben sich immer alle über ein Geschenk!
Hat jemand von euch eine diesbezügliche Erfahrung gemacht?
Mit ah-namibia grüsst myrio-frank
Deine Informationen habe ich auch bekommen.
Ausserdem unterstützt man durch die sogenannten Geschenke auch noch die Bettelei. Man lernt sehr schnell nur die Hand aufzumachen, etwas zu erhalten und das alles ohne Gegenleistung. Eine Gegenleistung, und ist sie noch so klein, ist also immer wichtig. Aber das ist nicht nur ausserhalb Europas so. Wenn es sich um grössere Mengen von Geschenken handelt wäre es besser diese an eine vertrauenswürdige Person abzugeben, die es dann gezielt abgeben kann.
Gisela