Wichtige Begriffe für Ersttäter

44 Antworten · 2'410 Aufrufe · gestartet 30. Mai 2026 von Handkäs
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7'299 Beiträge · seit 200601. Juni 2026 · #21
... und wer war nicht schon alles vom berühmten Namib Dessert begeistert. Am Ende war die Namib Desert nur ein trockener Sandkuchen ...
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
235 Beiträge · seit 202401. Juni 2026 · #22
tacitus schrieb:@Profilierung als Motiv für den "Safarispeak"
Wenn sich eine Gruppe von Gleichgesinnten von ihren ZeitgenossInnen abgrenzen und unterscheiden möchte, kreiert sie u. a. einen eigenen „Fachjargon“. Ich habe das über die Jahre im beruflichen und akademischen Umfeld öfters so wahrgenommen. Sowas fällt mE durchaus unter „Profilierung“.
Aber die Verwendung von fremdsprachlichen Begriffen ist ja kein "Fachjargon". Überhaupt ist es interessant, was andere denken, dass Schreibende beim Schreiben denken. "Heute möchte ich besonders cool sein und mich abgrenzen, und benutze daher ein Fremdwort", denken sich die meisten Schreibenden sicherlich nicht. Das lebt wohl eher in den Köpfen der Lesenden, die sich daran stören. Sonst könnte man ja auch einfach denken: "Schon wieder so viele Fremdwörter, wie nervig", statt direkt darauf zu schließen, dass jemand cool sein oder sich hervorheben möchte. Der Schluss von Wortwahl zu Motiv der Schreibenden ist ziemlich interpretationslastig.

Schließt man denn dann umgekehrt auch darauf, dass diese Schreibenden andere, die keine oder wenige Fremdwörter benutzen, uncool finden?

Und wie ist das eigentlich mit diesen wie mit einem Salzstreuer eingestreuten Satzzeichen, die ja auch ein antiquiertes Stilmittel der Onlinekommunikation sind - ist das dann auch Profilierung und cool sein wollen, nur eben aus einer anderen Zeit?

Rechtschreibfehler kommen bei fremdsprachigen Begriffen vielleicht wirklich etwas peinlicher rüber. Schließlich unterstellt man dem Schreibenden ja, er/sie wollte cool sein - und dann so ein Fail! Normale Schreibfehler, wie sie den meisten passieren, die ihre Texte nicht durch ein Korrekturtool jagen, werden da sicherlich nicht so zerrissen. Wobei ich zugeben muss, dass die Lion Cups schon ziemlich lustig sind. Letztlich ist es aber einfach ein Fehler. Ich habe gestern in meinem Reisebericht von einem Löwen geschrieben, der vom Rudel gedudelt statt geduldet wird. Auch ganz schön peinlich.

Was wirklich cool wäre, wäre nicht immer gleich so wertend zu sein und so viel in Dinge reinzuinterpretieren, die für die Schreibenden vielleicht ganz normal sind, nur für einen selbst vielleicht nicht Das kann man ja auch so zu Kenntnis nehmen, und sich davon natürlich auch gestört fühlen/genervt fühlen - aber diese Abwertung brauchts ja nicht.
@six-seven (Akane) musste ich natürlich gxxxeln 😊 ,
Demnach handelt es sich um eine „sinnfreie Formulierung, deren Zweck gerade in ihrer inhaltlichen Leere liegt“, mit der sich deren Verwender vom Umfeld abgrenzen wollen.
Nice try. Nuancen kann man dann aber wohl doch nicht immer googlen.

Letztlich ist nicht jede "auffällige" Sprachform automatisch Ausdruck von Abgrenzung - vielleicht ist sie einfach von Milieu, Gewohnheit oder Zeitgeist geprägt, und da gibt es ja zum Glück viele Unterschiede. Ist auch gut so. Ich bin jedenfalls froh, dass die meisten nicht mehr schreiben wie Goethe.
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2'462 Beiträge · seit 200602. Juni 2026 · #23
Ich kenne einige deutschsprachige (u.a.) Namibier und Südafrikaner, die auch im Deutschen die teils hier genannten englischen Bezeichnungen benutzen. Ich kannte die ersten Jahre viele Vogelnamen nur im Englischen, weil wir halt immer englischsprachige Guides hatten und ich nun auch nicht so der Vogelkundler war, die deutschen Bezeichnungen zu kennen.

Mich stört es nicht, wenn jemand in seinen Berichten englische Vokabeln nutzt und hinterfrage auch nicht die Gründe dafür. Aber vermutlich bin ich da berufsbedingt abgestumpft. 😛 Zwischen kick-off und Exit werden wir oft gechallenged und finden das angeblich auch nice, schalten aber gern bei lunch&learn ab und supporten im Anschluss Mitarbeitende und Kollegen. 😄 Ich gebe zu, dass es mich dort durchaus mehr nervt.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
zuletzt bearbeitet 02. Juni 2026
6'375 Beiträge · seit 201102. Juni 2026 · #24
Hoi zämä

Vielleicht wird das Thema hier von einigen etwas zu ernst genommen, ich kann nur für mich schreiben dass ich beim Kopfschütteln fast immer auch ein lächeln drauf habe, nicht überheblich sondern amüsiert ohne die Person in irgend einer Weise dabei innerlich abzuwerten. Wenn ich jemanden auslache dann mich selbst, und das durchaus desöfteren. 😉
Andere Menschen bewusst abzuwerten ist nicht so mein Ding...ausser sie werten mehrfach andere Menschen ab, dann kann das schon ändern.
Akane schrieb:"Heute möchte ich besonders cool sein und mich abgrenzen, und benutze daher ein Fremdwort", denken sich die meisten Schreibenden sicherlich nicht. Das lebt wohl eher in den Köpfen der Lesenden, die sich daran stören.
Natürlich denkt niemand so, aber auch Du musst zugeben dass es Menschen gibt die viel und fast schon inflationär Fremdwörter gebrauchen, vielfach auch ohne sie wirklich zu verstehen. Ich kenn da auch im Privatleben so einige, die das gerne machen, besonders wenn viele Zuhörer da sind. Zufall oder Inszenierung?
Akane schrieb:Sonst könnte man ja auch einfach denken: "Schon wieder so viele Fremdwörter, wie nervig", statt direkt darauf zu schließen, dass jemand cool sein oder sich hervorheben möchte.
Du denkst also permanent zu 100% bewusst?
Sorry, das glaub ich Dir nicht.
Ich denk da nichts im Sinne 'ist dies nervig' sondern mein Lesefluss wird durch zu viele eingestreute fremdsprachliche Worte gestört, das find ich unnötig. Vielleicht haben wir Schweizer da bei Hochdeutsch auch eine etwas andere Wahrnehmung, da dies für uns je nach Dialekt ja mehr oder weniger beinahe eine Fremdsprache ist. Graue Haare bekomm ich deswegen aber nicht noch mehr...aber vielleicht sind diese Worte ja der Grund für die vorne langsam schwindende Haarpracht??? Hu nous, hu nous...oder auf Deutsch: Wer Nase, wer Nase...
Akane schrieb:Der Schluss von Wortwahl zu Motiv der Schreibenden ist ziemlich interpretationslastig.
Ist Kommunikation nicht grundsätzlich schon interpretationslastig?
Akane schrieb:Rechtschreibfehler kommen bei fremdsprachigen Begriffen vielleicht wirklich etwas peinlicher rüber. Schließlich unterstellt man dem Schreibenden ja, er/sie wollte cool sein - und dann so ein Fail!
Rechtschreibfehler passieren ja kaum je absichtlich, also können diese für sich betrachtet auch nicht wirklich peinlich sein. Zumindest in meiner Wahrnehmung ist etwas das man macht, es aber nicht kann nicht peinlich solange man nicht damit rumblufft (ja, ich weiss, aber 'bluffen' ist schon so länger in unserer Sprache als ich auf dieser Welt bin) oder es wirklich massiv unter dem Niveau (nochmal wie beim 'bluffen', nur diesmal vom Französischen her) ist das man den Täter zuschreiben kann. Oder ist es peinlich wenn ein einjähriges Kind bei den Gehversuchen umfällt? Wohl eher nicht.
Akane schrieb:Ich habe gestern in meinem Reisebericht von einem Löwen geschrieben, der vom Rudel gedudelt statt geduldet wird. Auch ganz schön peinlich.
Du hast es ja nicht mit Absicht gemacht, also ist es zumindest in meinen Augen nicht peinlich. Habs übrigens nicht mal bemerkt. 😉
Akane schrieb:Was wirklich cool wäre, wäre nicht immer gleich so wertend zu sein und so viel in Dinge reinzuinterpretieren, die für die Schreibenden vielleicht ganz normal sind, nur für einen selbst vielleicht nicht Das kann man ja auch so zu Kenntnis nehmen, und sich davon natürlich auch gestört fühlen/genervt fühlen - aber diese Abwertung brauchts ja nicht.
OK, man kann das natürlich auch als wertend betrachten, aber man muss doch auch nicht gleich denken dass man dadurch abgewertet wird, odrr (kein Schreibfehler, mach ich absichtlich in Anlehnung an meine Muttersprache wo 'oder' wie 'odrr' ausgesprochen wird)?
Der Empfänger macht doch die Botschaft.
Akane schrieb:Ich bin jedenfalls froh, dass die meisten nicht mehr schreiben wie Goethe.
Da sind wir einer Meinung. 🙂
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
387 Beiträge · seit 202102. Juni 2026 · #25
Wenn man sich schon an eine Übersetzung von Fremdworten traut, dann sollte es schon passen.

"Lion Cup" ist nicht das Löwenbaby, sondern der Löwenbecher.
219 Beiträge · seit 201302. Juni 2026 · #26
Stört mich alles nicht. Und bei "cup" statt "cub" lächle ich.

Mich nerven Posts, die jede Menge Abkürzungen haben, viel mehr.

Und Satzzeichen verwende ich. 😉
1'130 Beiträge · seit 202202. Juni 2026 · #27
Danke an picco.


Und an Akane, zur nochmaligen Erläuterung meiner Position(en):

1. Ich habe Englisch seit bald 60 Jahren in unterschiedlicher Intensität im beruflichen und privaten Alltag genutzt (altersbedingt jetzt fast nur mehr lesend), will mich aber trotzdem im deutschsprachigen Umfeld in Deutsch ausdrücken und versuche unnötige Anglizismen (oha!!B)) oder Fremdwörter i.A. zu vermeiden. In meinem persönlichen (!!) Standard sind dann Lift und Baby normaler (umgangssprachlicher) Sprachgebrauch für Aufzug und Kleinkind aber road für Straße halte ich für unnötig und störend.

2. Würde ich falsche Rechtschreibung der „lion cup – Kategorie“ 😎 für Tipp- oder Flüchtigkeitsfehler halten, hätte ich das sicher nicht erwähnt. Ich lese hier seit bald 20 Jahren und glaube daher, dass sie das eher selten sind und ordne das, mit gutem Gewissen, so ein:

"Though this be madness, yet there is method in 't"

Und so habe ich auch deinen Vorbehalt gegen Goethe respektiert und, zum Thema passend, Shakespeare für mich sprechen lassen 😎 😄 .
zuletzt bearbeitet 02. Juni 2026
7'299 Beiträge · seit 200602. Juni 2026 · #28
WernerW schrieb:Stört mich alles nicht. Und bei "cup" statt "cub" lächle ich.

Auch sehr schön die Toyota Hilux-"Jeeps" mit "Double Cap". 😉

Mich nerven Posts, die jede Menge Abkürzungen haben, viel mehr.

Besonders gern genommen bei Fragen zu Flugverbindungen und Umsteigezeiten, wenn nur die Abkürzungen der Flughäfen verwendet werden. Diese Beiträge mache ich direkt wieder zu. Ich könnte vielleicht etwas dazu sagen, müsste aber erst die Abkürzungen googlen. Ich merke mir doch nicht die Kürzel aller Flughäfen, auf denen ich mal war. Das nervt mich aber nicht. Da bringt sich nur der Fragesteller selbst gleich um 50% der möglichen Antworten.

Und Satzzeichen verwende ich. 😉

Das ist hier im Forum zum Glück üblich.
Es gibt andere, in denen ohne Punkt, Komma, Fragezeichen und Groß-/Kleinschreibung gepostet wird. Da ist der Sinn mancher Beiträge gar nicht mehr zu erkennen.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
387 Beiträge · seit 202102. Juni 2026 · #29
😁ichhätte😆🤣meine vorherige😉😛Bemerkung mit 🤭😝ausreichend 😜Smileys 😄 versehen sollen 😚🙃
7'299 Beiträge · seit 200602. Juni 2026 · #30
picco schrieb:
Akane schrieb:Ich bin jedenfalls froh, dass die meisten nicht mehr schreiben wie Goethe.
Da sind wir einer Meinung. 🙂

Was habt ihr an Goethe auszusetzen?
Bei Walther von der Vogelweide könnte ich das nachvollziehen.

"Nû alrêst lebe ich mir werde,
sît mîn sündic ouge siht
daz hêre lant und och die erde,
dem man vil der êren giht.
Mirst geschehen, des ich ie bat,
ich bin komen an die stat,
dâ got menschlîchen trat.

Sprache ist immer im Wandel, aber was ich befremdlich finde, ist das unnötige Verwenden von Fremdwörtern. Viele beschweren sich, dass sich Einwanderer und Migranten nicht ausreichend integrieren und z.B. nicht die deutsche Sprache lernen und gleichzeitig sind wir dabei, unsere Sprache in eine Kreolsprache umzuwandeln. Das meine ich nicht aufs Forum bezogen, sondern auf den Alltag (im Forum natürlich auch).

Irgendwann landen wir bei etwas wie Unserdeutsch aus Vunapope in Papua-Neuguinea. Das war deutscher Wortschatz mit englischer Grammatik. Hier wird es zunehmend englischer Wortschatz mit deutscher Grammatik. Komische Entwicklung ...

Gruß
Wolfgang
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zuletzt bearbeitet 02. Juni 2026
1'130 Beiträge · seit 202202. Juni 2026 · #31
Noch ein sachlicher 😎 PS zum Safari-Sprachdschungel, weil auch die einheimischen/englischen Tiernamen thematisiert wurden (die nicht mein Thema waren).

Ein „Klassiker“ falscher Übersetzung ist die „SÄBELantilope“ für „sable antelope“.

Namensgebend im Englischen für die „sable antelope“ ist, wie im Deutschen (Rappenantilope), das schwarz glänzenden Fell der erwachsenen Männchen und nicht das „säbelförmige“ Horn:
sable in Englisch = schwarz bzw./wie Zobel im Deutschen.

Es gibt aber auch eine (echte 😊) Säbelantilope, im Englischen „scimitar antelope“, welche tatsächlich nach der Hornform benamst wurde (scimitar = ein Krummdolch). Sie ist aber eine in freier Wildbahn bereits ausgerottete nordafrikanische Oryxantilopenart und ist mit der Diverse-Foren-Säbelantilope nicht verwandt 😎

Obig war bitte ein Sachbeitrag. Ich wollte damit nur informieren und keineswegs jemanden wg. seiner SÄBELantilopensichtung im südlichen Afrika kritisieren 😎 .... Akane möge durchatmen 😎
zuletzt bearbeitet 02. Juni 2026
574 Beiträge · seit 200602. Juni 2026 · #32
Sanne schrieb:Ich kenne einige deutschsprachige (u.a.) Namibier und Südafrikaner, die auch im Deutschen die teils hier genannten englischen Bezeichnungen benutzen. Ich kannte die ersten Jahre viele Vogelnamen nur im Englischen, weil wir halt immer englischsprachige Guides hatten und ich nun auch nicht so der Vogelkundler war, die deutschen Bezeichnungen zu kennen.

Das hat bei mir dazu geführt, dass meine Stichwörter in der Fotodatenbank chaotisch gemixt sind (und auch bleiben 😄 ).

Mich stört es nicht, wenn jemand in seinen Berichten englische Vokabeln nutzt und hinterfrage auch nicht die Gründe dafür. Aber vermutlich bin ich da berufsbedingt abgestumpft. 😛 Zwischen kick-off und Exit werden wir oft gechallenged und finden das angeblich auch nice, schalten aber gern bei lunch&learn ab und supporten im Anschluss Mitarbeitende und Kollegen. 😄 Ich gebe zu, dass es mich dort durchaus mehr nervt.
Tja, damit sprichst Du aber wohl einen von sicherlich mehreren Gründen für die Entwicklung an.

steinbeisser
235 Beiträge · seit 202403. Juni 2026 · #33
Es gibt andere, in denen ohne Punkt, Komma, Fragezeichen und Groß-/Kleinschreibung gepostet wird. Da ist der Sinn mancher Beiträge gar nicht mehr zu erkennen.
Mich bringen diese „…“ Einschübe in halbausformulierten Sätzen/Gedanken aus dem Lesefluss. Die Sätze sind dann oft (absichtlich?) nicht kohärent, und auf dieses Phänomen der späten 90er/frühen 2000er könnte ich gern verzichten. Das sind dann zwar Satzzeichen, aber Strukur und vor allem Klarheit bringen sie nicht - ist ja auch nicht so, als könnte man den Gedanken vor dem Absenden nicht ausformulieren.
Mich stört es nicht, wenn jemand in seinen Berichten englische Vokabeln nutzt und hinterfrage auch nicht die Gründe dafür. Aber vermutlich bin ich da berufsbedingt abgestumpft. 😛 Zwischen kick-off und Exit werden wir oft gechallenged und finden das angeblich auch nice, schalten aber gern bei lunch&learn ab und supporten im Anschluss Mitarbeitende und Kollegen. 😄 Ich gebe zu, dass es mich dort durchaus mehr nervt
Haha, same. Das könnte genauso gut meinen Job und mein Umfeld beschreiben 😄
Ich hatte aber auch mal ein Projekt, da wurde auf Teufel komm raus jedes Fremdwort umschifft, aber als aus Deliverables dann Liefergegenstände wurden, fand ich das doch arg holprig!
will mich aber trotzdem im deutschsprachigen Umfeld in Deutsch ausdrücken und versuche unnötige Anglizismen (oha!!B)) oder Fremdwörter i.A. zu vermeiden.
Und ich möchte, wie es in meinem Umfeld und Alltag normal ist, bunt durcheinander mischen. So wie es mir in den Sinn kommt. Das mag für den einen unnötig sein, für den anderen natürlich. Was machen wir denn jetzt? Achso! Jeder so schreiben, wie es einem gefällt.

Aber die Anglizismen werden nicht verschwinden, sondern sich weiter vermehren. Man ist dem Englischen im Alltag so viel stärker ausgesetzt als früher - natürlich färbt das ab. Einfach mal den Wandel embracen und sich challengen lassen 😄
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574 Beiträge · seit 200603. Juni 2026 · #34
Akane schrieb:

Und ich möchte, wie es in meinem Umfeld und Alltag normal ist, bunt durcheinander mischen. So wie es mir in den Sinn kommt. Das mag für den einen unnötig sein, für den anderen natürlich. Was machen wir denn jetzt? Achso! Jeder so schreiben, wie es einem gefällt.

Dagegen hat doch niemand etwas eingewendet: Jede/r wie er/sie möchte - oder kann. Fürs Können haben wir hier übrigens wunderbare Beispiele von sehr unterhaltsamen, fast schon literarischen, äußerst ansprechenden Reiseberichten. Da könnten sich manche von den zahlreichen Möchtegernreisejournalisten/innen, die das Netz fluten, mehrere Scheiben abschneiden. Allerdings scheinen die Follower und die honorierenden Marketingabteilungen andere Qualitätskriterien zu haben.

Soweit ich erinnere, ging es hier um als übertrieben wahrgenommene Verwendung von Fremdwörter etc., insbesondere wenn es gute oder bessere Alternativen gibt. Das sollte doch wohl auch erlaubt sein?


... Aber die Anglizismen werden nicht verschwinden, sondern sich weiter vermehren. Man ist dem Englischen im Alltag so viel stärker ausgesetzt als früher - natürlich färbt das ab. Einfach mal den Wandel embracen und sich challengen lassen 😄 ...

Stimmt, sie werden nicht verschwinden, im Gegenteil. Früher waren es nur die elektronische Datenverarbeitung, das Marketing, die Globalisierung und eine als modern empfundene Unternehmenskultur. Heute kommen Soziale Medien und KI hinzu. Sie treffen auf eine wachsende Zahl sprachlich immer inkompetenterer und/oder bequemerer Menschen. Diese Entwicklung muss man aber nicht umarmen oder mitmachen. ok, vielleicht als Berufsjugendlicher 😉
steinbeisser
zuletzt bearbeitet 03. Juni 2026
7'299 Beiträge · seit 200603. Juni 2026 · #35
Sanne schrieb:Ich kenne einige deutschsprachige (u.a.) Namibier und Südafrikaner, die auch im Deutschen die teils hier genannten englischen Bezeichnungen benutzen.

Das sind ja auch ganz andere Voraussetzungen.
Deutschsprachige Namibier sprechen im Alltag oft dreisprachig - mit der Familie Deutsch, mit Angestellten Afrikaans und beim Einkaufen, auf der Bank usw. Englisch. Da übernimmt man halt mit der Zeit Wörter in die andere Sprache.

Ein Tourist, der für wenige Wochen im südlichen Afrika ist, spricht zuhause in Deutschland im Alltag kein Afrkaans.
Der wirft am Wochenende den Grill an und grillt. Macht er das in Namibia, steht im Reisebericht oft was von Braai und braaien.

Fahren die Leute im Folgejahr nach Kenya oder Tanzania, dann sitzen sie am Grill und grillen. Da habe ich noch nie gelesen, dass jemand am Jiko la mkaa saß und am Choma oder Kubanika war. Da wird komischerweise gegrillt.

Geht es um Namibia, wird so getan, als käme man unterwegs ohne diese Begriffe nicht aus, dabei ist Namibia doch das "deutscheste" Land in ganz Afrika.

Natürlich kann jeder sprechen/schreiben, wie er will. Ich kann mich aber umgekehrt auch wundern, worüber ich will. 😉

Ich arbeite übrigens im IT-Bereich mit Kollegen aus 20-30 Nationen. Für manche Begriffe in dem Bereich gibt es überhaupt keinen deutschen Begriff wie z.B. Firewall, Webbrowser oder Mailrouter. Meine Erfahrung ist jedoch, dass sich Leute, sich auf ihrem Gebiet wirklich auskennen, auf unnötige Fremdwörter verzichten. Wer damit um sich wirft, entpuppt sich oft schnell als Blender oder will seine Unsicherheit überspielen.

Insgesamt nimmt diese "Verenglischung" der deutschen Sprache schon so groteske Züge an, dass manche Leute bei Begriffen erst einmal ans Englische denken.
Wir haben solche größeren Magnettafeln an den Wänden, damit man schnell mal ein Schaubild oder Notizen draufschreiben kann. Ein Kollege hat zum Spaß mal das deutsche Wort "Brathering" draufgeschrieben. Ich kam zu ihm ins Büro und fragte, ob er jetzt seine Einkaufsliste auf die Tafel schreibt. Er meinte, ich sei einer von wenigen, die das Wort erkannt hätten. Die meisten hätten es Englisch ausgesprochen, für einen Fachbegriff aus der IT gehalten und gefragt, was das sein soll. So weit sind wir schon ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
220 Beiträge · seit 201512. Juni 2026 · #37
tacitus schrieb:
1. Ich habe Englisch seit bald 60 Jahren in unterschiedlicher Intensität im beruflichen und privaten Alltag genutzt (altersbedingt jetzt fast nur mehr lesend), will mich aber trotzdem im deutschsprachigen Umfeld in Deutsch ausdrücken und versuche unnötige Anglizismen (oha!!B)) oder Fremdwörter i.A. zu vermeiden. In meinem persönlichen (!!) Standard sind dann Lift und Baby normaler (umgangssprachlicher) Sprachgebrauch für Aufzug und Kleinkind aber road für Straße halte ich für unnötig und störend.
Und ich dachte immer "Baby" wäre der Säugling 😄
1'130 Beiträge · seit 202212. Juni 2026 · #38
Oha, Touché? 😎
so sagen doch die Franzosen? Mit den Fremdwörtern kämpfe ich nämlich ein bisschen.
😎 😄 😄
zuletzt bearbeitet 12. Juni 2026
220 Beiträge · seit 201512. Juni 2026 · #39
Konnte ich mir nicht verkneifen 🙂
389 Beiträge · seit 200611. Juli 2026 · #40
@ BikeAfrika
Hallo Wolfgang
Die Politik hat uns doch eine deutsche Übersetzten für Firewall geliefert.
Das nennt sich Brandmauer 😇.

Ein schönes Wochenende
Joachim
Touristen bringen Souveniers mit nach Hause. Reisende Geschichten.