"Safari", Löwinnen überall!

Reisebericht 210 Antworten · 13,0k Aufrufe · gestartet 01. Apr. 2026 von Black Lion
Themenstarter443 Beiträge · seit 201204. Juli 2026 ·
Kapitel 30: Die Jäger von Kwang

Als wir gegen 16 Uhr endlich an der für mich berühmten Wasserstelle "Kwang" ankamen, also die Stelle von der ich mir schon seit Wochen wünschte hinzureisen, sahen wir genau diese folgende Szene.



Ein leeres Wasserloch, zwei bis drei Bäume, und ganz weit hinten im Tal ein paar Gnus. Also alles in allem genau die Sorte Aussicht, die einem förmlich zuruft:
Hier gibt's nichts zu sehen. Fahr einfach weiter!

Nicht ganz so ins Bild passten aber die drei abgestellten Fahrzeuge samt Insassen. Und der eine hatte auch ein ziemlich dickes Ding (Teleobjektiv) im Anschlag. Möglichst unauffällig fuhren wir zu einem der Fahrzeuge hin und fragten nach, ob hier irgendwas besonderes zu sehen wäre. Und zu meiner Freude wurde uns bestätigt, dass hier tatsächlich Löwen anwesend waren! Allerdings dämpfte die Beschreibung dann auch gleich wieder die Vorfreude, denn diese lautete lediglich: "Dort drüben unter dem Baum."
Wir mussten dreimal nachfragen, um herauszufinden, dass tatsächlich der erste Baum gemeint war, welcher gerade mal ein Katzensprung von der Wasserstelle entfernt war.

Wir suchten uns eine strategisch gute Parkposition und mein Privat-Fotograf fing an die schattige Stelle unter dem Baum ganz genau unter seine Tele-Vergrösserungs-Lupe zu nehmen. Das Ergebnis war jedoch nichts! Kein Öhrchen, kein Schnurrhaar, keine Schwanzquaste, nichts!



Aber gefiedertes Volk war zu sehen, wie der eben gelandete Lannerfalke.



Und als dann auch noch einer dieser "ich-weiss-nicht-zu-welcher-Art-du-gehörst"-Adler auf dem Erdboden landete und dort die längste Zeit herumstolzierte als sei er hier der König am Wasserloch, fing ich schon an zu zweifeln, ob wir von den anderen Touristen nicht vielleicht auf den Arm genommen worden waren.




Doch dann sah ich sie! Ganz knapp über den Grashalmen, zwei Löwinnen-Öhrchen!



Und dann noch für einen kurzen Moment auch noch eine Hinterpfote, bevor alles wieder im hohen Gras verschwand.



Aber zumindest wusste ich jetzt sicher, dass ich nicht die einzige Löwin hier an der Wasserstelle war.

Nach 40 Minuten des Wartens wurde es dann mal spannend, als ein einzelnes durstiges Gnu sich der Wasserstelle näherte.



Und man kann mir erzählen was man will, aber diese Viecher sind nicht blöd! Die wissen genau, dass da irgendwas im Busch ist, wenn an einem Wasserloch fünf Autos rumstehen und jeder mit seiner Kamera wie gebannt ins scheinbare Nichts zielt.




Doch die einzige Löwin der Gnu-Bulle sehen konnte war ich. Und da ich ihm nicht gefährlich genug aussah, war der Durst am Ende dann doch grösser. Tja, ich bin eben eine perfekte Ablenkung.



Und es reichte auch für ein paar Schluck Wasser, bis...
...ja bis sich meine Schwester dachte den freiwilligen Gast mal etwas genauer ins Visier zu nehmen, was diesem wiederum vermutlich den Schreck des Tages eingebracht hat.



Und während das Gnu mit voller Geschwindigkeit davon galoppierte, bekam auch ich einen Schreck! Aber einen freudigen Schreck!
Ja schau mal, wer da alles die ganze Zeit schon im Gras lag! Drei Löwinnen und ein Löwe!




Safari: "Hallo Safo, Betzi, Twiggy und Menelaos, Königinnen und König der Kalahari! Ich bin Königin Safari von Sossusvlei und Sesriem."

Jetzt, da alle wach waren, gab es auch etwas Interaktion zu sehen!

Einmal 'schmusi' mit Kuschelmähne. 😄




Jedoch schien Menelaos von so viel Zuneigung seiner Jägerin Twiggi sozial leicht überfordert zu sein und ging ihr lieber aus dem Weg.




Safo, Schwester Nummer Drei, schaute sich erst einmal etwas um und machte dann etwas Gesichts-Muskel-Joga.





Generell wurde sich dann in die schattigeren Plätzchen umpositioniert, während die Gnus weiter hinten in der prallen Sonne standen.



Als sich dann alle Vier wieder hingelegt hatten, war wieder absolut Nichts zu sehen, ausser schattigem Gras.
Mein absoluter Respekt! Wahrliche Geisterlöwen! =^.^=



Etwas spannend wurde es dann noch, als die ganze Gnuherde keine 50m entfernt vorbeizog an dem Löwenrudel vorbeizog. Doch diesmal rührte sich kein Öhrchen. Und ich denke, auch die Gnus wussten was sie da taten.

Für ein paar weitere Minuten blieb es ruhig, bis sich eine meine Schwester Betzi aufsetzte und für ein paar schöne Fotos posierte. Zumindest dachte das mein Privat-Fotograf. Ich hingegen, der Löwensprache mächtig, wusste spätestens jetzt, dass es sich wohl möglich sehr lohnen würde noch weiter zu warten.





Ach wie schön ist Schwesternliebe! Da wäre ich nur allzu gerne mittendrin!





Mit zunehmender Stunde versammelten sich dann immer mehr Gurrtauben an der von den Löwen beschützten Wasserstelle.




Wobei die Tauben von den Löwen nur vor den Grasfressern beschützt wurden. Freie Fahrt, oder besser gesagt, freien Flug hatten die Adler oder Falken, welche immer mal wieder in Höchstgeschwindigkeit über das Wasserloch jagten und versuchten eine Taube beim Abheben zu erwischen.



Privat-Fotograf: "Safari! Schau! ein Löwenjunges!"

Safari: "Ich wusste es! Endlich kommen sie zum Trinken!"

Privat-Fotograf: "Wie du wusstest es? Hast du etwas doch Röntgenaugen oder was?"

Safari: "Natürlich nicht! Aber was glaubst du wen Mama Betzi vorhin wohl angefaucht hat? Bestimmt keinen Grashüpfer."

Privat-Fotograf: "Moment... Du hast ihnen schon Namen gegeben?"

Safari: "Na klar! Und jetzt rede nicht so viel, sondern mache das wofür ich dich mitgenommen habe! Da kommen nämlich bestimmt gleich noch mehr!"

Und wie immer wenn es um Löwen geht, hatte ich Recht. =^.^=

Unter meinen wachsamen Augen und natürlich auch unter denen ihrer Mama, trauten sich die Kleinen endlich aus dem Gras.



Auftritt der Rasselbande!



Awww.... ^^
Kommt ruhig näher. Tantchen tut euch nichts.



Privat-Fotograf: "Das eine Löwenjunge sieht verletzt aus."

Safari: "WAAASSS!!! Wer wagt sowas! Dem werde ich aber sowas von...(zensiert)!!!"

Leider sah man ihm auch an, dass es ihm nicht ganz so gut ging. Denn während seine Geschwister und Halbgeschwister muter miteinander tobten und spielten, hielt er sich merklich zurück. Oder es lag vielleicht auch einfach nur daran, dass er der Kleinste unter seinen Geschwistern war. Und irgendwie hatte ich auch das Gefühl, dass er deswegen von seiner grossen Halbschwester auch ein wenig gemobbt wurde. Jedenfalls hielt sie ihren jüngeren Halbbruder eine ganze Weile am Schwanz fest. Was aber auch irgendwie wieder total süß war.






Nach dem einige ein wenig gedrunkten hatten, wurde weiter munter das Wasserloch erkundet, miteinander gespielt und anschleichen geübt. So wie zum Beispiel Löwchen Nummer 5 sich hier schon professionell hinter fünf Grashalmen versteckte und seine Geschwister ins Visier nahm.



Hier mal alle Fünf auf einem Bild.



Safari: *Seufz* "So jung müsste man nochmal sein! Dann würde ich mich zu ihnen gesellen und mitspielen. Wobei... warum nicht?"

Privat-Fotograf: "Nix da! Ich sag es dir! Ich nehm dich an die Leine, wenn du auch nur eine Anstalt machst hier aus dem Wagen zu springen!"

Safari: "Aber diesmal passt doch alles! Ich bin eine Löwin! Ich habe die richtige goldgelbe Fellfarbe! Und ich habe sogar auch genau die richtige Kampfgrösse für die Kleinen! Ein Löwenjunges mehr oder weniger fällt den zwei Mamas bestimmt nicht auf!"

Privat-Fotograf: "Und du weisst auch ganz genau, welches Löwenjunge zu welcher Mama gehört?"

Safari: "Nein, aber...!"

Privat-Fotograf: "Und weisst du überhaupt wer von den drei Löwinnen überhaupt Mama ist?"

Safari: "Nein, aber...!"

Privat-Fotograf: "Und hast du irgendwo ein 'Eau-de-la-meute' herumliegen? Oder wie willst du das mit dem Rudelgeruch anstellen?"

Safari: "Nein, habe ich nicht..."

Privat-Fotograf: "Safari. Jetzt geniesse doch einfach mal den Moment so wie er ist. Und ich mache derweil ein paar weitere Fotos als Erinnerung und für unser Rudel Zuhause. Okay?"

Auch wenn ich mit meinem ganzen Herzen wünschte es wäre anders, aber diesmal hatte er leider Recht. Selbst ohne meinen Plüschanteil hätte ich als echte kleine Löwin nicht einfach zum Rudel spazieren können. Also tat ich ausnahmsweise mal wie mir geheissen und genoss einfach den Moment. Und der war, ich kann es nicht anders sagen, W-U-N-D-E-R-S-C-H-Ö-N !!!

Sieht schon ganz schön kräftig aus der kleine Löwe.



Der gewinnt bestimmt schon jeden Kampf gegen seine Geschwister!




Hier sieht man übrigens ein gutes Beispiel einer Löwen-Jagdtechnik, bei der die Hinterbeine des Opfers mit einem gezielten Pfotenschlag überkreuzt werden und es so zu Fall gebracht wird.




Und hier der klassische Nackenbiss. Wie goldig! =^.^=



Und immer wieder Anschleich-Übungen. Am Besten natürlich von hinten!





Oder mit natürlicher Deckung. =^.^=



Zum Leidwesen der Kleinen, waren die Gurrtauben aber noch ausserhalb ihrer Reichweite.





Die hatten aber sowieso schon mit den ebenfalls jagenden Raubvögeln genug zu tun!



Im schönsten Abendsonnenlicht gab es dann noch ein paar letzte Fotos, bevor die Rabauken zurück zu ihrer Mama und Tanten mussten.





Nachdem sich alle Löwen wieder ins hohe Gras gelegt hatten, hatte ich und mein Privat-Fotograf auch mal Zeit die Fotos der anderen anwesenden Tiere zu sichten.
So wie zum Beispiel diese beiden Raben, die zum Baden gekommen waren.





Und auch dieser Raub-Adler, der sich nach der ganzen Fliegerei auch mal erden musste.



Wie so oft bei unseren Löwen-Begegnungen, hatte mein Privat-Chauffeur die genaue Abfahrtzeit in Abhängigkeit der Entfernung zum Camp berechnet. Und so waren wir an diesem Abend dann auch die Allerletzten, die den Rückweg nach Nossob antraten.

Safari: "Tschüss, meine liebe Verwandtschaft! Und vielen Dank, dass ihr euch von eurer schönsten Seite gezeigt habt. Bis morgen früh, wünsche ich euch eine gute Nacht!"



Mit den maximal erlaubten 50 km/h, fuhren wir also die Strasse zurück und verpassten den sowieso nicht vorhandenen Sonnenuntergang an diesem Abend.



Allerdings hatte der Kgalagadi Transfrontier Park an diesem Abend noch eine andere Überraschung parat. Denn so ungefähr 3 km vor dem Tor trafen wir wieder auf die anderen Parkgäste, welche mit uns die Zeit bei den Löwen verbracht hatten.
Wie immer fragten wir neugierig nach der Sichtung und bekamen per Zeigefinger die Richtung zu vier Geparden angezeigt!
Na die nehmen wir doch auch gerne noch mit! =^.^=





Gerade noch pünktlich zur Torschliessung erreichten wir das "Nossob Camp". Nach Abgabe des Laufzettels trafen wir dann noch Silke und Harald auf der Campsite. Diese hatten ihr Wohnmobil neben das Wohnmobil von Waldemar gestellt. Er war ebenfalls ein Deutscher und auch schon seit ein paar Wochen ganz alleine im südlichen Afrika unterwegs.
Zusammen unterhielten wir uns noch eine ganze Weile. Hauptsächlich darüber, dass das Leben im Camper sich zwar romantisch anhört, aber nicht selten alles andere als bequem ist. Und auch über Starlink und Waldemars Erfahrung, dass dieses Kommunikationssystem in Namibia geoblockiert ist, bevor dann gegen 21 Uhr jeder von uns ins Bett wollte.
Da die drei unser Angebot, mit uns zur Premium Campsite zu kommen, dankend abgelehnt hatten, fuhren wir dann die paar Meter im Dunkeln zu unserem heutigen Schlafplatz.

Von der doch recht positiven Erfahrung der letzten Nacht, wollte mein Privat-Chauffeur sich den Zeltaufbau wieder sparen und direkt im Auto schlafen. Für mich kein Problem. Nur als dann mein Privat-Chauffeur innerhalb einer Stunde zum dritten Mal alle Fenster aufmachte, ausstieg, die Campinglampe am Waschhäuschen anschaltete und dann noch mindestens fünf-mal ums Auto lief, mussten dann doch mal dringend ein paar Worte gewechselt werden.

Safari: "Bis du jetzt zum Kater geworden? Oder warum läufst du so katzentypisch fünf-mal um deinen Schlafplatz, bevor du dich endlich hinlegst?"

Privat-Chauffeur: "Glaube mir. Ich würde auch schon viel lieber im Land der Träume sein, wenn es in unserem Wagen nicht so brüllend heiss wäre. Und da ich nur sehr ungerne mit offenem Fenster schlafen möchte, bleibt mir nichts anderes übrig als durchzulüften."

Safari: "Dann tue was du nicht lassen kannst. Ich jedenfalls mache jetzt die Augen zu und Träume von den fünf süssen Löwenkinder die wir gesehen haben."

Er hat noch zwei weitere Male die ganze Prozedur durchgezogen, bevor er dann doch das hintere Fenster einen kleinen Spalt offengelassen hat und übermüdet eingeschlafen ist.

Ich hingegen war fast wunschlos Glücklich. Denn der heutige Tag hatte eigentlich alles geboten, was ich mir von dieser Reise erhofft hatte. Und alles was jetzt noch in den verbleibenden anderthalb Tagen kommen würde, wäre einfach nur noch ein schönes zusätzliches Geschenk.

Tja, hätte ich an diesem Abend schon gewusst, was mich am nächsten Morgen erwarten würde, ich hätte vor lauter Aufregung kein Auge zugetan! =^.^=
Mit "Safari" auf Safari (Namibia Mai 2014) "Safari" pur! Mit Löwin auf Tour! (Namibia April 2024) "Safari" am Ende der Welt (Australien Dez 2024) "Safari" , Löwinnen überall! (Namibia+KTP März 2026)
zuletzt bearbeitet 04. Juli 2026
5'057 Beiträge · seit 201404. Juli 2026 ·
Ich hingegen war fast wunschlos Glücklich. Denn der heutige Tag hatte eigentlich alles geboten, was ich mir von dieser Reise erhofft hatte. Und alles was jetzt noch in den verbleibenden anderthalb Tagen kommen würde, wäre einfach nur noch ein schönes zusätzliches Geschenk.
Hi Safari,
bei dem Erlebnis mit deiner Verwandtschaft und dann auch noch den Geparden kannst du das auch sein. Bei den Minilöwen hätte ich stundenlang verbringen können und vermutlich einen Zuckerschock bekommen!
Tja, hätte ich an diesem Abend schon gewusst, was mich am nächsten Morgen erwarten würde, ich hätte vor lauter Aufregung kein Auge zugetan! =^.^=
Du machst es aber wirklich spannend! Hoffentlich schreibt dein Ghostwriter bald weiter!

Gespannte Grüße
Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html https://www.tickerfactory.com/ezt/d/4;10402;80/st/20261020/e/Namibia+%26+KTP+2026/dt/6/k/0145/event.png
86 Beiträge · seit 202405. Juli 2026 ·
Hi Safari,
was für eine wunderschöne Sichtung - äh, Familientreffen meine ich natürlich! Und nicht nur Deine Brüder und Schwestern, auch eine ganze handvoll Neffen und Nichten! Die sind wirklich zu goldig! 🙂 Vielen Dank fürs zeigen, ich habe die Fotos sehr genossen und bin jetzt natürlich sehr gespannt auf „den nächsten Morgen“… hoffentlich lässt Dein Ghostwriter Deine Leserschaft nicht zu lange warten!

Liebe Grüße, Dorie
1'837 Beiträge · seit 201605. Juli 2026 ·
Hallo Black Lion,

wie schön, dass ihr im KTP so wunderbare Katzensichtungen erleben durftet!
Ich habe die Daumen beim Lesen der letzten Kapitel fest gedrückt gehalten.

Lieber Gruß

Sascha
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 / Madagaskar 2026 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
Themenstarter443 Beiträge · seit 201205. Juli 2026 ·
H.Badger schrieb:
wie schön, dass ihr im KTP so wunderbare Katzensichtungen erleben durftet!
Ich habe die Daumen beim Lesen der letzten Kapitel fest gedrückt gehalten.
Hallo Sascha
Vielen Dank fürs Damendrücken! Ich vermute mal, dass deine Daumen beim Drücken blau geworden sind. Ansonsten kann ich mir die noch kommenden Katzensichtungen in den nächsten Kapiteln nicht erklären. 😛

So wie zum Beispiel die Sichtung im kommenden Kapitel. Ich glaube Safari träumt sofar noch heute davon. 😄

Liebe Grüsse zurück!
Der Ghostwriter von Safari
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zuletzt bearbeitet 05. Juli 2026
Themenstarter443 Beiträge · seit 201206. Juli 2026 ·
Kapitel 31: Löwin - Liebe - Leidenschaft
(Sonntag, 22.03.2026)

Dass diese Nacht nicht besonders erholsam gewesen war, merkten wir spätestens um Punkt 6:10 Uhr, als der Handy-Wecker klingelte. Ein Geräusch, das wir während unseres gesamten Urlaubs bislang erfolgreich vermieden hatten. Heute rettete es uns allerdings vor dem Verschlafen. Schließlich wollten wir so früh wie möglich wieder zu meinen Verwandten nach "Kwang"!

Also raus aus dem Auto, kurz frisch gemacht und wieder rein ins Auto! Moment... kam wir da nicht gerade erst her?
Egal! Weiter im Text!

Nächster Punkt: Ab zur Rezeption, um unseren Laufzettel abzuholen. Dort angekommen erwartete uns aber eine Schlange. Also keine echte Schlange, sondern eine schon erstaunlich lange Besucher-Schlange.
Brav, wie fast alle anderen Gäste, stellten wir uns an und mussten wie viele ziemlich lange warten. Einmal bis die Rezeption überhaupt aufmachte. Und dann noch einmal bis wir an der Reihe waren. Mit einer Viertelstunde Verspätung, also für mein Gefühl eine Ewigkeit zu spät, passierten wir daher erst um 6:45 Uhr das Tor.

Jetzt aber nichts wie los! Auf nach Kwang zu den Löwen-Cubbies!

Wie schon am Abend zuvor, fuhren wir mit der höchsten Geschwindigkeit welche die Strasse und Sichtverhältnisse zuließen, Richtung Norden. Bis... , ja bis mein Privat-Chauffeur plötzlich hinter einer Kurve fast eine Vollbremsung hinlegte...

Safari: "Warum hälst du..."



Safari: "...oooohhh!" O.O --- "BOYS!" =^^= --- "HellooOOOUUWW!!!"



Safari:
"Na ihr zwei Prachtkerle?
So ganz alleine hier draussen?"

"Was würdet ihr davon halten ein neues Rudel zu gründen?"

"Ihr Zwei und ich?
Wir Drei passen doch bestimmt perfekt zusammen!"

"Ihr seid doch hoffentlich noch zu haben, oder?"



Safari:
"Ich hätte sogar schon ein passendes Königreich... ähm... ich meine ein eigenes Revier!
Ist zwar in Namibia und ein bisschen weit weg, aber auch eine Wüste! Die Namib! Und die riesig! Wirklich riesig!
Gut... mit Antilopen ist es dort vielleicht etwas schwierig... Aber dafür habe ich jede Menge Touristen dort gesehen!"

"Los! Springt rein!"

"Mein Privat-Chauffeur bringt uns da sicherlich sofort hin, wenn wir wollen."




*Safari zu ihrem Privat-Chauffeur:*
Safari: "Hey! Warum machst du die Seitenfenster zu?!?"

*Privat-Chauffeur etwas panisch*
Privat-Chauffeur: "Weil du gerade mit zwei ausgewachsenen Löwen flirtest?!... Vielleicht??!!... So ganz eventuell???!!!.."

Safari: "SEI STILL! UND HALT DICH DA RAUS!"




Safari:
"Wo war ich stehen geblieben? Ach ja!"

"Moment... Wo sind die beiden Kragenfluffies hin?"

"Die sind an uns vorbei gelaufen!"

"Los! Hinterher!"




Safari:
"Hey ihr Zwei! Ich bin's nochmal!"

"Ich meine es echt ernst! Ich könnte euch jede Menge Touristen im Sossusvlei jagen! Ehrlich! Die bleiben immer sofort stehen, wenn sie mich sehen und wollen Fotos machen!"




*Safari hält inne*
Safari: "...Ihr seht irgendwie traurig aus... So als ob ihr ganz einsam und alleine auf dieser Welt wärt..."



Safari: "Und du..., du mein armer Löwe, hast sogar eine Träne im Auge! Warum? Da kommen mir auch gleich die Tränen!" *schnief*



Safari: "Kommt zu mir in meine plüschigen Pfoten und lasst euch knuddeln und trösten! Von allen Löwinnen da draussen kann ich zumindest das am Besten!"



Ich weiß bis heute nicht, warum mich dieser Moment so tief berührt hat. Denn die Beiden liefen einfach weiter, ohne sich noch einmal umzusehen. Und trotzdem wusste ich sofort, dass sie unbemerkt ein kleines Stück meines plüschweichen Herzens mit sich genommen hatten. Es war einer dieser seltenen Augenblicke, von denen man schon im gleichen Moment weiß, dass man diesen in seinem Leben niemals mehr vergessen wird.

Privat-Chauffeur:
"Kopf hoch, Safari! Die Beiden sind bestimmt noch auf ihrer Walz und daher wahrscheinlich auch noch nicht Mental bereit für eine Rudelgründung. Weisst du, Männchen brauchen da in ihrer Entwicklung meistens etwas länger."

"Und ich glaube ich weiss auch genau, was zumindest dich jetzt wieder aufheitern könnte!"

*leicht deprimiert*
Safari: "Was denn?"

Privat-Chauffeur: "Löwen-Cubbies!"

Stimmt! Die hatte ich fast vergessen! =^.^=
Mit "Safari" auf Safari (Namibia Mai 2014) "Safari" pur! Mit Löwin auf Tour! (Namibia April 2024) "Safari" am Ende der Welt (Australien Dez 2024) "Safari" , Löwinnen überall! (Namibia+KTP März 2026)
86 Beiträge · seit 202406. Juli 2026 ·
Black Lion schrieb:

… Und dann auch gleich noch zwei solche Prachtexemplare, modisch gestylt mit fast perfekter Fönfrisur. Was will man mehr? Außer Löwen-Cubbies natürlich. Hoffentlich habt ihr sie auch wiedergetroffen. Ich bin gespannt (und voller Vorfreude 🙂 )

Liebe Grüße, Dorie
8'058 Beiträge · seit 200807. Juli 2026 ·
Mensch Black Lion was für tolle Sichtungen! 😁

Die Kleinen sind echt zum knuddeln......

Schönen Tag wünscht
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
639 Beiträge · seit 202307. Juli 2026 ·
Wow Safari, welch tolle Sichtungen. Die beiden Boys sind schon sehr sehr toll, aber ich bin bei den Cubs irgendwie hängengeblieben. Wie niedlich die doch sind! Ich werde mir Kwang für nächstes Jahr auf jeden Fall merken und es dort zumindest versuchen. Und daran denken, dass sie vielleicht einfach im hohen Gras liegen. Ich freue mich schon sehr, wenn's bei euch weitergeht 😎
Themenstarter443 Beiträge · seit 201208. Juli 2026 ·
Kapitel 32: Die Löwen von Kwang

Während ich mir also wegen der beiden Boys die letzten Tränchen aus den Augen kniff, fuhren wir auch schon weiter. Weg von meinen Kragenfluffies und hin zu meinen kleinen Großnichten und Großneffen.

Doch auch diesmal sollten wir es nicht bis nach "Kwang" schaffen. Denn ungefähr 5 km vor der Wasserstelle standen nämlich drei Fahrzeuge sehr verdächtig auf der rechten, talzugewandten Strassenseite. Und drei Autos am Straßenrand bedeuteten im KTP fast immer eines von zwei Dingen: Grosskatzen... oder Menschen, die hoffnungslos versuchten, Grosskatzen zu finden.
Vorsichtig stellten wir uns dazu und suchten das Tal nach interessanten Lebewesen ab.



Privat-Chauffeur: "Ich sehe was, was du nicht siehst! Und das ist Orange-Grau!"

Safari: "Ein Schakal! Die habe ich auch schon bemerkt."

Privat-Chauffeur: "Sollen wir nachfragen, was es sonst noch wo zu sehen gibt?"

Safari: "Besser ist. Ich habe da so ein Gefühl in meiner Schwanzquaste..."



Da man im KTP nur in den Camps und an Picknickstellen aussteigen darf, fuhren wir also zum nächsten Wagen und fragten mal nach. Die Antwort der Frau auf dem Beifahrersitz, ich nenne sie jetzt mal "Evelyn", war daraufhin zwar ungewöhnlich, hatte aber schon einmal einen sehr wichtigen Informationsgehalt.

Evelyn: "Oh! Hey darling! Here is another lion in the car!"

Na endlich mal wieder jemand, der mich sofort als Löwin erkannt hat! Diese Frau hatte eindeutig Ahnung. Und ohne es zu ahnen, waren die Beiden auch die Entdecker der anderen Löwen gewesen, indem sie eines der Löwenjungen entdeckt haben, welches sich auf einem umgestürzten Baum gemütlich gemacht hatte. Mit Stolz zeige uns "Mike" ein ähnliche Foto, wie das folgende. Wobei sein Foto deutlich schöner und schärfer war, was vielleicht auch an seiner Riesenkamera und Riesenobjektiv gelegen haben könnte.



Nachdem "Mike" dann auch noch so freundlich war, uns eine gute Positionsbeschreibung der anderen Löwen zu geben, haben wir sie dann auch entdeckt. Ja, auf dem nächsten Bild sind tatsächlich mindestens vier Löwen zu sehen!



Leider ähnlich, wie vorgestern bei meiner allerersten Löwensichtung im Auob-Tal, so war das Löwenrudel von der Strasse ziemlich weit weg. Mit geschätzten 200m Entfernung konnte man die Löwen zwar sehen, wenn sie sich bewegten. Aber für gute und sensationelle Fotos waren sie dann leider doch zu weit weg. Von daher entschuldigt bitte meinen Privat-Fotografen für die schlechte Qualität und achtet mehr auf den Inhalt.

Twiggi, Safo und Betzi hatten in der Nacht Beute gemacht, von deren Resten sich Twiggi erst einmal ein weiteres Stück abnahm.



Diese Ablenkung lies sich Menelaos nicht entgehen, um bei Twiggi einen Phäromonencheck durchzuführen.



Also hübsch ist er ja schon. Aber gegen meine zwei Kragenfluffies vom Morgen kam selbst er nicht ganz an. =^.^=



Er gehörte trotzdem wohl eher zu den schüchternen Männchen. Denn als sich Schwester Safo versuchte ihn zu bezirzen, versteifte er sich wieder wie ein Granitstein.



Etwas turbulent wurde es dann kurz, als Menelaos zu Twiggi an den Kadaver und Safo wieder Menelaos um ihren Schwanz wickeln wollte. Das war dann wohl allen ein Stück zuviel an sozialer Interaktion, so dass die beiden Löwinnen ein Stück flüchteten, um zu den anderen wieder den manchmal nötigen Privatssphären-Abstand zu bekommen.



Und Safo legte sich auch gleich unter einen ganz anderen Baum.



Von den Löwenjungen war leider nicht viel zu sehen. Die lagen die längste Zeit, wie auch die Erwachsenen, einfach nur herum. Und wenn sie sich mal bewegten, so sah man leider meist auch nur die Öhrchen.

Nach einen halben Stunde des Beobachtens, fuhren wir mit "Evelyn" und "Mike" noch zur Wasserstelle nach "Kwang". Wir hatten nämlich von anderen Parkbesuchern gehört, dass es dort auch noch Löwen geben sollte.
Eigentlich sprach aus Löwensicht alles dagegen. Nach einem Riss blieb ein Rudel normalerweise bei seiner Beute. Aber ein kurzer Kontrollblick kann ja nicht schaden. Man weiß ja nie, was meine Verwandtschaft wieder für Ideen hat.

Am Wasserloch in "Kwang" standen dann tatsächlich zwei Fahrzeuge unter den Bäumen und schienen auf etwas zu warten. Und da, wie bei meinen Artverwandten üblich, wie immer nichts zu sehen war, fragten wir wieder nach. Und tatsächlich wurde behauptet, dass hier Löwen in der Nähe waren. Da aber nicht einmal ein Schwanzschlag zu sehen war, vermutete ich schon, dass die Leute uns eigentlich von der Sichtung am letzten Abend erzählt hatten und nun immer noch vermuteten, dass das ganze Rudel versteckt im hohen Gras liegen würde. Doch dann zuckte tatsächlich für einen Herzschlag eine Quaste in der Ferne über das Gras!

Mit nun bekannter Peilung, welchselten wir unsere Position zurück zur Strasse, um mit einem höheren Standpunkt mehr sehen zu können. "Mike" sah die beiden Löwinnen und ein Junges dann auch als Erstes und äusserte den Satz, welcher mir als Inspiration für meinen Reiseberichtstitel diente.

Mike: "There are lions everywhere!"

Natürlich hatte ich keine Ahnung, wer die Drei waren, und ob sie auch zum Rudel gehörten. Und da auch sie leider zu weit weg von uns waren, konnte ich auch nicht nachfragen, sondern nur Beweisfotos machen.




Da wir ja heute leider wieder zurück nach "Twee Rivieren" mussten, musste ich mich auch von diesen Seelenverwandten viel zu früh verabschieden.

Auf dem Rückweg nach "Nossob" haben wir natürlich nochmals nach dem Rudel bei Riss geschaut. Da aber mit viel Sucherei nur noch ein halber Bauch von Menelaos zu finden war und der Rest des Rudels sich vermutlich im Schatten unterhalb der Grashalmgrenze für den Rest des Tages ausruhte, standen an der Stelle auch keine weiteren Safarigäste mehr.

Was sich dafür nicht unterhalb der Grashalmoberkante versteckte, waren mal wieder die flugfähigen Bewohner der Kalahari. Die schienen beschlossen zu haben, heute sämtliche Fototermine wahrzunehmen.

Einmal ein junger Singhabicht, hoffentlich, welcher sich im Dornenbusch wohl keinen ungünstigeren Aussichtsplatz hatte suchen können.



Weniger dornig, dafür aber auch weniger Aussicht, hatte dieser Singhabicht, welcher sich bei meinem Anblick augenblicklich in die Lüfte erhob.





Und hier hat wohl die Luftraumsicherung geschlafen!
Achtung!
Kollisionskurs!




Auf dem weiteren Weg zurück ins Camp, funktionierte der Buschfunk ausgezeichnet. Wir berichteten von unserer Löwensichtung beim Riss im Tal und bei "Kwang" und die entgegen kommenden Besucher berichteten uns von zwei Löwen am Wasserloch in "Nossob". Das waren bestimmt die zwei Boys vom Morgen! War ja klar, wo ich als nächstes hinwollte. =^.^=
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Themenstarter443 Beiträge · seit 201209. Juli 2026 ·
ANNICK schrieb:
Die Kleinen sind echt zum knuddeln......
Hallo Annick
Du glaubst ja gar nicht, wie gerne ich mit den Kleinen gespielt hätte. Aber leider hätten das die Löwen-Mamas wohl nicht so lustig gefunden.
Melanie1982 schrieb:Wow Safari, welch tolle Sichtungen. Die beiden Boys sind schon sehr sehr toll, aber ich bin bei den Cubs irgendwie hängengeblieben. Wie niedlich die doch sind! Ich werde mir Kwang für nächstes Jahr auf jeden Fall merken und es dort zumindest versuchen. Und daran denken, dass sie vielleicht einfach im hohen Gras liegen. Ich freue mich schon sehr, wenn's bei euch weitergeht 😎
Hallo Melanie
Schön, dass du dich wieder meldest! Hatte dich schon ein wenig vermisst. Bei Kwang würde ich es definitiv probieren. Neben mir, hatten da ja auch Konni, René und ganz viele andere Parkbesucher schon Glück. Nur die Cubbies werden bis dahin wohl schon zu Teenies herangewachsen sein.
Dorie schrieb:
… Und dann auch gleich noch zwei solche Prachtexemplare, modisch gestylt mit fast perfekter Fönfrisur. Was will man mehr? Außer Löwen-Cubbies natürlich. Hoffentlich habt ihr sie auch wiedergetroffen. Ich bin gespannt (und voller Vorfreude 🙂 )
Hallo Dorie
Ich hoffe du warst nicht enttäuscht, dass wir am nächsten Morgen die Cubbies nur noch aus der Ferne gesehen haben. Aber ich bin ja schon froh, dass sie am Abend zuvor ans Wasserloch gekommen sind und miteinander gespielt haben. Denn solch eine Sichtung kann einem auch niemand im Vorfeld garantieren.

Morgen geht es dann aber hoffentlich mit einem anderen Wiedersehen weiter. 😉

Liebe Grüsse
Safari =^.^=
Mit "Safari" auf Safari (Namibia Mai 2014) "Safari" pur! Mit Löwin auf Tour! (Namibia April 2024) "Safari" am Ende der Welt (Australien Dez 2024) "Safari" , Löwinnen überall! (Namibia+KTP März 2026)
zuletzt bearbeitet 09. Juli 2026
86 Beiträge · seit 202410. Juli 2026 ·
Hi Safari,
Selbst wenn die Cubbies sich etwas rar gemacht haben (ist ja kein Zoo…), sind es ganz tolle Fotos - hier gefallen mir vor allem die Bilder des Singhabichts im An- oder Abflug…

Liebe Grüße, Dorie
Themenstarter443 Beiträge · seit 201210. Juli 2026 ·
Kapitel 33: Herzensbrecher!

Kaum im Camp angekommen, parkten wir unseren Toyota im Schatten unter dem grossen Baum und machten uns auf den kurzen Weg am Shop vorbei zum Aussichtsversteck. Dort begegneten wir am Eingangstunnel auch wieder "Evelyn" und "Mike" mit der Riesenkamera, welche ebenfalls den gleichen Tipp bekommen hatten und auch zum Aussichtsversteck wollten.
Gemeinsam und im Flüsterton, gingen wir möglichst geräuschlos durch den Tunnel zum überdachten Versteck. Und mit einer, durch meine Nervosität deutlich überhöhten Pulsfrequenz, schlich ich mich auf leisen Pfoten bis ganz nach vorne. Für einen winzigen Moment traute ich mich gar nicht hinzusehen. Was, wenn die beiden inzwischen verschwunden waren?

Gaaaanz langsam lugte ich über das dort angebrachte Geländer und...
...mein Herz machte einen Extra-Freuden-Hüpfer! Denn ich sah, was ich mir sosehr gewünscht hatte!



Die zwei süssen Prachtkerle waren noch da! =^.^=




Und wie majestätisch sie da im Schatten des Busches lagen! Wie zwei echte erhabene Könige der Kalahari!




Awww... diese prachtvolle und flauschige Mähne mit ihren golden-hellen und schwarz-dunkeln Farben!



Ja! Bitte schüttel sie für mich! =^.^=



Boah! Diese perfekte pinke Zunge! Einfach zum Küssen!




Oh! Und dann auch noch schöne lange Reißzähne!



Und nicht zu letzt... diese gold-gelben Augen! Einfach zum Verlieben!



Ich werde euch "Siegfried" und "Roy" nennen!

Aber das allerschönste war aber, dass mein "Siggi" wieder glücklich war! Denn so wie er sich zufrieden putzte, musste es ihm doch einfach nur gutgehen.




Und als er aufstand, sah er wieder gesund, stark und mächtig aus!



Oh! Er hat mich angeschaut! Habt ihr es gesehen?! Er hat mich angeschaut!!!



Nur das mit dem würdevollen Positionieren beim Trinken, müssen wir wohl noch etwas üben, mein Lieber.



Oh ja! Lass mich ganz tief in deine wunderbar furchteinflössenden Augen schauen!




Macht Platz für den König!



Ohhhoohhh! Jetzt "flehmst" du! Wie Sexy!




Und ein süsses Ringelschwänzchen hast du auch noch! Dein zukünftiger Nachwuchs wird dich dafür soooo lieben!



Doch wie so oft nach einem absoluten Höhenflug der Gefühle, kommt der tiefe Fall.

Gefallen war "Roy", schon seit langem in einen tiefen Schlaf und rührte sich nicht.
Niederfallen lies sich "Siegfried" im Baumschatten und war er nicht mehr gesehen.
Und zu allem Überfluss kam dann auch noch der Fall hinzu,...
...dass wir nach "Twee Rivieren" weiterfahren mussten...

Schau nicht so blöd du... du... Afrikamittelreiher! (Yellow-billed Egret)
Noch nie eine unglücklich verliebte Löwin gesehen!?!



Während ich zurück ins Auto musste und dort meine Ohren, mein Schwanz, meine Pfoten, also einfach alles hängen lies, musste mein Privat-Chauffeur noch den Laufzettel aktualisieren lassen, in den Shop, Fotos nach Hause schicken und aufs Klo musste er auch noch! So kamen wir fast erst eine Stunde später, gegen 12 Uhr in "Nossob" los. Fast eine Stunde in der sehr wahrscheinlich bei "Siegfried" und "Roy" am Wasserloch gar nichts passiert ist, aber alles hätte passieren können!

Genauso wie hier!

Mit "Safari" auf Safari (Namibia Mai 2014) "Safari" pur! Mit Löwin auf Tour! (Namibia April 2024) "Safari" am Ende der Welt (Australien Dez 2024) "Safari" , Löwinnen überall! (Namibia+KTP März 2026)
88 Beiträge · seit 202513. Juli 2026 ·
Hallo Safari,

ich bin begeistert. So tolle Erlebnisse und Bilder!

Liebe Grüße Andrea
4'542 Beiträge · seit 200713. Juli 2026 ·
Mein lieber Scholli,

da hast Du Deinem Forumsnamen ja alle Ehre gemacht 😎 Tolle Löwensichtungen zeigst Du da 🙂
Vielen Dank dafür und schauen wir mal, was beim Casimodo noch so geht 😉 Gleich geht es weiter!

Viele Grüße und Danke für den schönen Bericht
Casimodo
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
Themenstarter443 Beiträge · seit 201214. Juli 2026 ·
Secret schrieb:Hallo Safari,

ich bin begeistert. So tolle Erlebnisse und Bilder!

Liebe Grüße Andrea
Hallo Andrea!

Ich hatte schon befürchtet, dass wir dich abgehängt haben! Von daherfreut es mich umsomehr, dass du wieder da bist!
Und ein paar Erlebnisse kommen ja noch. Bleib also dran an meiner Reise! 🙂
casimodo schrieb:Mein lieber Scholli,

da hast Du Deinem Forumsnamen ja alle Ehre gemacht 😎 Tolle Löwensichtungen zeigst Du da 🙂
Vielen Dank dafür und schauen wir mal, was beim Casimodo noch so geht 😉 Gleich geht es weiter!

Viele Grüße und Danke für den schönen Bericht
Casimodo
Mensch, Casimodo!
Ich blicke schon ganz neidisch in deinen Reisebericht! Und das obwohl du noch nicht mal alle Fotos hochgeladen hast! 🤩
Aber zumindest einen Löwen habe ich auch noch! =^.^=

Löwige Grüsse euch beiden
Safari
Mit "Safari" auf Safari (Namibia Mai 2014) "Safari" pur! Mit Löwin auf Tour! (Namibia April 2024) "Safari" am Ende der Welt (Australien Dez 2024) "Safari" , Löwinnen überall! (Namibia+KTP März 2026)
zuletzt bearbeitet 14. Juli 2026
Themenstarter443 Beiträge · seit 201214. Juli 2026 ·
Kapitel 34: Süden ist auch nur eine mögliche Himmelsrichtung

Ach wie gerne wäre ich noch viel länger in "Nossob" geblieben, so wie "Silke" und "Harald" mit ihrem Wohnmobil. Vor allem weil aller Wahrscheinlichkeit nach die beiden Kragenfluffies der letzte Löwen-Höhepunkt war, welche ich auf dieser Reise sehen würde. Der südliche Teil des Nossob-Tals und auch das Auob-Tal wirkten bislang nämlich eher etwas... katzenunterbevölkert.
Auf der anderen Seite war ich aber auch dankbar für alles was wir zwischen "Kwang" und "Nossob" gesehen hatten. Und alles, was jetzt noch kommen sollte, würden wir einfach als schönes Abschiedsgeschenk der Kalahari mitnehmen.

Neugierig wie wir waren, nahmen wir diesemal die Schleife bei "Marie Se Gat". Dort begegneten wir einigen Stäussen-Müttern und -Vätern, die stolz mit ihrem frisch geschlüpften Nachwuchs unterwegs waren.



Sowie plötzlich, wenn ich das richtig sehe, einem ganzen Strauss-Harem!



Ein gutes Stück weiter überholten wir dann eine Herde Springböcke, welche genau in der gleichen Himmelsrichtung unterwegs waren wie wir.



Diese wollten bestimmt nach "Kaspersdraai", wo schon ihre entfernt verwandten Oryx-Antilopen bereits auf sie warteten, um mit ihnen die neusten Vegi-Locations auszutauschen.




Auf der Strecke bis "Dikbaartskolk" erwarteten wir, wegen der eingeschränkten Aussicht der tiefer gelegten Strasse, nicht viel zu sehen. Und dies wurde uns auch schon im Vorfeld von einigen uns entgegenkommenden Parkbesuchern bestätigt. Diese tauschten sich nämlich alle freiwillig und ausnahmslos mit uns aus und bekamen dafür von uns den Tipp mit meinen zwei lieben Kragenfluffies am Wasserloch in "Nossob".

Eine Ausnhame war dieser...
Moment ich schau mal in meine "Safaris-Singhabicht-Steppenbussard-und-Schlangenadler-Sammlung" (SSSuSS)
... Singhabicht, welcher hoch oben auf einem verdorrten Baum direkt neben der Strasse gut zu sehen war.





Am Picknickplatz in "Dikbaartskolk" machten wir dann eine kleine Blasendruckablas- und Erfrischungspause. Dort trafen wir dann auch zufällig auf "Waldemar" vom Vorabend. Eigentlich wollten wir mit Freude von unseren neuen Sichtungen erzählen, aber der Arme hatte leider ganz andere Probleme. Durch einen plötzlichen Todesfall in seiner Familie, wollte er verständlicherweise nur noch ganz schnell nach Hause und war deshalb auch ziemlich durch den Wind. Und ich glaube es tat ihm auch ganz gut sich mit meinem Privat-Chauffeur etwas zu unterhalten und den Rat zu bekommen, jetzt nichts in Eile zu überstürzen und sich wohlmöglich noch selber in Gefahr zu bringen. Denn an dem traurigen Ereignis ließ sich nun leider nichts mehr ändern.
Wir wünschten ihm noch alles Gute, bevor wir dann weiter fuhren.

Nach diesem kleinen Downer ging es so weiter wie es aufgehört hatte. Nämlich ganz weit oben!

So wie hier bei diesem... es flog auf jeden Fall ziemlich hoch und damit ausserhalb meiner Artbestimmungsreichweite!



Und das sind zwei... einmal jung und einmal alt... ach hol mich doch der Geier!



Und dies alles unter der Begleitung von ein paar fliegenden Schäfchen...



...-Wolken natürlich.

Den Kopf in den Wolken, hatten wohl möglich auch die beiden nächsten Parkbesucherinnen, welchen wir auf unserem Weg nach Süden bei "Jan se draai" begegneten. Nachdem wir uns, wie mit den anderen Parkbesuchern auch, uns nicht über unsere unspektakulären Sichtungen ausgetauscht hatten, erzählten wir den beiden Frauen noch von den zwei Löwen in "Nossob". Enttäuscht erzählten sie uns, dass sie ausser mir noch keine anderen Löwen gesehen hätten und bedauerlicher Weise auch gerade auf dem Weg zu ihrer nächsten Übernachtung nach "Twee Rivieren" waren.
Diese Aussage brachte das interne Navigationssystem meines Privat-Chauffeur für einen Augenblick derart durcheinander, so dass er völlig irritiert die Beiden fragte, ob ihnen denn bewusst war, dass sie gerade nach Norden fuhren. Also weg von "Twee Rivieren" und hin nach "Nossob".
Diese etwas unsicher gestellte Frage, verunsicherte wiederum die beiden Frauen, ob mein Privat-Chauffeur sich denn sicher sei, dass ihr Weg nicht nach "Twee Rivieren" führte.
Für meinen Privat-Chauffeur einspringend, antwortete ich den Beiden daraufhin, dass man die Tage, an denen mein Privat-Chauffeur nicht wusste wo er war und wo es lang geht, an den Hörnern eines Erdmännchens abzählen konnte. Nämlich Null-Komma-Null!
Ich weiss nicht, ob es nun meine überzeugende Argumentation oder einfach mein löwinnenhaftes Selbstbewusstsein war. Jedenfalls entschieden sich die beiden schließlich doch umzudrehen und besser meinem Privat-Navigationssystem zu vertrauen.

Das nächste kleine Highlight flog uns dann wenig später in Form eines sehr schnellen roten Punktes durch unser Geschichtsfeld. Instinktiv auf schnelle Bewegungen reagierend, waren wir sofort im (Foto-)Jagd-Modus und verfolgten den kleinen Vogel mit unseren Augen bis zum nächsten Baum.

Na? Was bist denn du für ein hübscher kleiner Flitzer?



Nun dank seiner auffällig roten Brustfarbe, kann ich diesmal mit grosser Sicherheit sagen, dass es ein Rauchbauchwürger / Crimson-breasted Shrike war.



Weiter ging es mit Madame- und Monsieur Strauss, bis wir dann auch schon bei "Melkvlei" den nächsten Picknickplatz im Nossob-Tal erreichten.




Dort trafen wir wieder auf "Waldemar", welcher mit seiner Sturmwind-Maschine (Druckluft-Reiniger) damit beschäftigt war seinen Kühler am Fahrzeug von den tausenden von Grassamen zu befreien, welche er sich von seinem Weg aus Botswana nach "Nossob" eingefangen hatte. Hier erinnerte sich mein Privat-Chauffeur auch wieder daran, dass an diesem Morgen ein anderer Gast ihn erwähnt hatte. Dieser Mann aus Südafrika hatte zu seiner Bekannten gesagt, dass "Waldemar" noch ohne Visum wohl möglich illegal im KTP war. Dies und auch die Tatsache, dass "Waldemar" seinen Laufzettel an diesem Morgen nicht in "Nossob" abgeholt hatte, addierten sich nun zu seinen Problemen. Von daher befragten wir etwas ratlos ChatGPT und bekamen als beruhigende Antwort, dass er das Visa an der Zollstation in "Twee Rivieren" bekommen würde und dass er dort auch die Sache mit dem vergessenen Laufzettel klären könnte. Er wäre nicht der Erste dem das passiert.

Mit diesen beruhigenden Antworten, ging es weiter nach "Kij Kij", wo ein Sekretär vielleicht für einen Augenblick überlegte, auch mal meine Papiere zu prüfen. Ich denke er wusste aber schnell, dass er in diesem Kampf gegen mich keine Chance gehabt hätte...



Neben dem Sekretär, warteten auch noch zwei deutsche Parkbesucher in ihrem Wohnmobil am Wasserloch. Diese warteten anscheinend wieder auf den Löwen von vorgestern. Für einen Moment überlegten wir, ob wir uns dazustellen sollten. Am Ende entschieden uns aber eher dafür, vielleicht später nochmals vorbei zu kommen.

So flogen die Kilometer nur so dahin. Immer weiter nach Süden. Immer weiter unserem letzten Übernachtungsplatz im Kalahari-Transfrontier-Park entgegen. Und auch wenn ich mich immer noch auf alles freute, was uns auf unserer restlichen Reise noch über den Weg laufen würde, wusste ich tief in meinem weichen Löwinnenherz genau:
Mit jedem Kilometer ließen wir die Heimat meiner großen Verwandtschaft ein kleines Stück weiter hinter uns.
Mit "Safari" auf Safari (Namibia Mai 2014) "Safari" pur! Mit Löwin auf Tour! (Namibia April 2024) "Safari" am Ende der Welt (Australien Dez 2024) "Safari" , Löwinnen überall! (Namibia+KTP März 2026)
86 Beiträge · seit 202415. Juli 2026 ·
Black Lion schrieb:Und auch wenn ich mich immer noch auf alles freute, was uns auf unserer restlichen Reise noch über den Weg laufen würde, wusste ich tief in meinem weichen Löwinnenherz genau:
Mit jedem Kilometer ließen wir die Heimat meiner großen Verwandtschaft ein kleines Stück weiter hinter uns.
Wir haben alle ein Stück Afrika im Herzen…wir lassen nichts hinter uns, denn wir werden alle wiederkommen - in die Heimat Deiner großen Verwandschaft, dort, wo wir alle ein wenig zu Hause sind…
Themenstarter443 Beiträge · seit 201217. Juli 2026 ·
Kapitel 35: Hormonelle Übersprungshandlungen

Die Entscheidung von "Kij Kij" weiter zu fahren war goldrichtig. Denn keine 5 km weiter südlich sahen wir schon aus der Ferne mehrere Wagen am Strassenrand sehen. Und diesmal mussten wir auch nicht nachfragen. Durch meine mittlerweile gut auf Katzen-Öhrchen trainierten Augen, entdeckte ich die Geparden sofort. =^.^=



Es waren drei Geparden, welche es sich im Schatten des einzig grösseren Baumes gemütlich gemacht hatten. Jedoch anders als bei meinen Artverwandten, lagen die Drei gut sichtbar auf dem Boden. Und darüber hinaus wurde auch regelmäßig immer wieder mal ein Köpfchen angehoben. So als ob sie jeden Moment damit rechneten, dass ihr Abendessen vorbeikommen würde.



Das die drei Geparden dennoch den halben Tag gepennt hatten, erkannte man gut an ihrem trägen "Ich-bin-noch-nicht ganz-wach"-Gähnen.



Aber immerhin stand mal einer der Brüder auf.



Nach ungefähr 40 Minuten kam dann endlich mal etwas Bewegung in die Gruppe und steigerte in uns die Hoffnung auf ein paar schöne Punkte-Katzen-Fotos, so wie zum Beispiel dieses hier.



Tja... und was dann folgte kann wohl auch nur unter Katern passieren.
Ja, wie soll ich es sagen... ich nenne es jetzt mal: Jugendlich hormonell bedingte Übersprungshandlungen



Oder achtet am besten einfach auf die Gesichtsausdrücke der beiden, denn diese waren einfach nur göttlich!



Am Ende war aber alles anscheinend nicht schlimm und auch nur halb so wild. Auf jeden Fall haben die beiden Jungspunde am Ende friedlich miteinander geschmust wie ein Liebespärchen.



Safari: "Ich glaube zumindest zwei der drei Jungs hätten jetzt gerne ein nettes Weibchen in ihrer Gruppe."

Privat-Chauffeur: "Ja, die würden bestimmt sehr gerne auch ein wenig mit dir kuscheln. Soll ich dir jetzt ein paar Punkte ins Fell machen?"

Safari:
"Nein Danke. Nicht meine Art."

"Auch wenn der Gepard eine grosse Katze ist, so ist er doch keine Grosskatze wie ich. Verwandtschaftstechnisch sind die drei Brudis näher mit Hauskatzen verwandt als mit mir. Das merkt man auch daran, dass sie wie Kleinkatzen schnurren können."

Privat-Chauffeur: "Du schnurrst doch aber auch ab und zu."

Safari: "Ja, aber nur wenn meine plüschige Seite dies will!"

Der anscheinend jüngste Gepard des Dreiergespanns hielt sich aus den lustvollen Übungen seiner Brüder im Übrigen heraus, so dass ich mich fragte, ob er überhaupt ein richtiger Bruder war. Anhand des noch sichtbar längeren Nackenfells und der etwas geringeren Körpergrösse wirkte er jedenfalls jünger und wurde von den beiden älteren Männchen eventuell nur adoptiert.



Schnupper-Dreieck =^.^=



Da nun alle drei Geparden-Kater auf ihren schlaksigen Beinen waren zogen sie im besten Abendlicht los.
Vielleicht auf dem Weg zum nächsten Wasserloch?



Oder sie gingen gemeinsam auf Streife?



Oder vielleicht gingen sie auch auf Jagd!?



Zumindest waren das meine Gedanken, bevor alle drei Kater sich wieder hinlegten und sich gegenseitig das Fell putzten. Das war zwar süß, aber...
...verstehe einer mal diese Geparden!



Lange blieben sie dann aber doch nicht liegen, sondern zogen den Sonnenstrahlen folgend weiter das Nossob-Tal hinauf.

Und auch für uns war es an der Zeit weiterzuziehen. Denn erstens stand die Sonne schon recht tief. Und Zweitens hatte ich von einem der Parkgäste den Tipp bekommen, dass es bei "Rooiputs" auch noch einen Löwen geben sollte.
Mit Spannung führen wir also unserem Tippgeber hinterher, bis dieser vor einer kleinen Baumgruppe halt machte. Und ich muss zugeben, dass ich ohne unseren Tippgeber, wie viele andere auch, an dieser Stelle einfach vorbeigefahren wäre.



Obwohl doppelt so gross und mindestens dreimal so schwer wie ein Gepard, war von dem Löwen unter dem Baum erst einmal nicht viel zu sehen, als wir ankamen. Und wir hätten vermutlich von dem verschlafenen Kater auch nicht mehr als sein Bäuchlein gesehen zu sehen bekommen, wenn er nicht doch für einen Moment sein Haupt erhoben hätte.



Und auch wenn es mir keiner glauben wird, aber ich denke er hat instinktiv meine löwinnenhafte Anwesenheit gespürt und nur deswegen seinen Kopf gehoben. =^.^=

Mit der unerbittlichen Sonnenuhr voraus, mussten wir aber dann auch schon bald weiter. Aber nicht ohne ein Foto von dem wohl berühmtesten Baum des Kgalagadi Transfrontier Parks zu machen. Auch wenn dieser Baum seine Berühmtheit wohl alleinig seiner exklusiven Lage für Webervögel zu verdanken hat.



Von dort oben muss man wohl eine so schöne Aussicht wie von einem Penthouse haben! Und mit mir dachte das bestimmt auch diese Oryx-Antilope.



Dies war dann auch die letzte Sichtung dieses ereignisreichen Tages. Langsam versank die Sonne hinter den roten Dünen der Kalahari und tauchte die Landschaft noch einmal in warmes Gold. Ich hätte mir keinen schöneren Abschluss wünschen können.



Gegen 19 Uhr ereichten wir "Twee Rivieren", wo wir unseren Laufzettel an der Rezeption abgaben. Dort schien ich schon einen gewissen Berühmtheitsgrad erlangt zu haben, da die Dame an der Rezeption mich schon bei meinem Namen kannte. Gut, ich kann mir vorstellen, dass sie normalerweise keine Löwen "im" Camp haben. Hoffentlich jedenfalls...

Da wir vermutlich die letzten Camper an diesem Abend waren, waren natürlich alle besten und zweit-besten Plätze auf der Campsite schon belegt. Und auch Waldemar musste sich wohl Notgedrungen neben die Sanitäranlagen stellen. Aber dennoch fanden wir ein einigermaßen ruhiges Plätzchen an einem leichten Hang zwischen Sanitäranlagen und Restaurant. Dort baute mein Privat-Chauffeur unser Dachzelt auf, bevor er, nach einer kurzen Dusche, mit mir in Restaurant zum Adendessen ging.

Und was soll ich sagen. Nach diesem ereignisreichen Tag hatte ich einen Löwenhunger!



Während wir auf unser Essen warteten, ging ich nochmals unsere ganzen Sichtungen durch. Mit den vier selbstentdeckten Löwen bei "Kamqua" und dem Kater bei "Kij Kij" an Tag zwei, dem Löwenrudel bei "Kwang" mit Menelaos, Twiggy, Betzi und Safo und ihren fünf Cubbies, sowie den weiteren zwei Löwinnen mit ihrem Jungen, meinen zwei Kragenfluffies bei "Nossob", sowie dem Einzelgänger vorhin, hatte ich insgesamt 20 Löwen gesehen! Und auch über die sieben Geparde konnte ich mich wahrlich auch nicht beklagen. Ja wenn das am Ende mal kein grosses Glück war, welches wir da in unseren lediglich vier Tagen hatten!

Safari: Was ist eigentlich morgen so an Sichtungen zu erwarten?

Privat-Chauffeur: "Ich fürchte nicht viel. Wahrscheinlich so wie an unserem ersten Tag im Auob-Tal. Du erinnerst dich?

Safari: "Du meinst den Tag, an dem wir kein Katzenöhrchen gesehen haben?"

Privat-Chauffeur: "Ja, genau den. Vielleicht sehen wir nochmals Giraffen oder ein paar Erdmännchen. Und mit ganz viel Glück eventuell sogar nochmal einer deiner Löwen in der Ferne."

Safari: "Okay. Ich habe verstanden. Aber nach gestern und heute würde ich sagen, wir nehmen einfach mit was kommt."

Privat-Chauffeur: "Was würdest du denn gerne noch sehen, wenn du dir was wünschen dürftest?"

Safari: "Ich? Ich würde mir wünschen nochmal einer Löwin ganz tief in die Augen schauen! Und du?"

Privat-Chauffeur: "So einen Leoparden auf einem Baum fände ich zum Abschluss nicht schlecht."

Safari: "Gib mir einen Leoparden und ich jag ihn für dich auf einen Baum!"

Privat-Chauffeur: "Ha! Das will ich sehen!"



Der Cheeseburger schmeckte im Übrigen ausgezeichnet. Nur die Bedienung wirkte auf mich leicht irritiert und nervös. Gut, dies mag vielleicht auch daran gelegen haben, dass sie vermutlich zum ersten Mal einer Löwin ihr Fressen serviert hatte.

Müde und satt gingen wir gegen 21:30 Uhr zurück zur Campsite und kletterten dort ein letztes Mal in unser Dachzelt. Und obwohl, wie auf solchen engen Campsites üblich, noch lange hier und da ein unnatürliches Geräusch von den anderen Campern zu hören war, schlief mein Privat-Reiseleiter dank der leicht schrägen Stellung des Dachzeltes ohne Nackenschmerzen doch recht bald ein. Und auch ich kuschelte mich zusammen und fing an von meinen zwei Jungs und unserem gemeinsamen Rudel in der Namib zu träumen, bevor auch mir müde die Augen zufielen. =-.-=
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1'022 Beiträge · seit 202318. Juli 2026 ·
Hallo Safari,
na, ihr habt ja wirklich die volle Dröhnung Katzenglück im KTP abbekommen. Gratulation zu so viel Sichtungsglück.
Beneidenswerte Fotos. 👍

Liebe Grüße,
Silvia
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