Taxi zum Flughafen Windhoek

18 Antworten · 3'650 Aufrufe · gestartet 16. März 2023 von Elchontherun
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Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200916. März 2023 · #1
Hallo zusammen,

wir haben am 23. Februar 2023 eine 'neue' Erfahrung bezüglich der Taxifahrt zum Flughafen Windhoek gemacht und ich würde gerne wissen, ob ihr eventuell die gleichen Beobachtungen gemacht habt.

Die Fahrt wurde durch G.A. Henckert Transfers & Tours durchgeführt (der Name des Fahrers ist uns bekannt).
Die Fahrt kostete 500 NAM$, was wohl auch in Ordnung gewesen ist, denke ich mal.

Wir hatten leider nur 200 NAM$-Scheine im Portemonnaie. Ich wollte dem Fahrer 50 NAM$ Trinkgeld geben. Er hatte allerdings (angeblich?) kein Wechselgeld bei sich, er hatte überhaupt kein Geld dabei. Kann das sein? Ist das eine neue "Masche"?? Mir kam das komisch vor. Ich musste ihm dann 600 NAM$ geben, was ja eigentlich m.E. zu viel war. Oder liege ich da vielleicht falsch?

Ist es inzwischen so, dass die Fahrer grundsätzlich kein Geld dabei haben? Wie geht das??

Aufgrund dieser Erfahrung empfehle ich, unbedingt kleinere Scheine dabei zu haben. Darauf werde ich das nächste Mal natürlich achten.

Grüße vom Elch
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem ich laut denken kann. R.W. Emerson Namibia 2013 - http://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/278435-unterkunftsbeschreibungen-unserer-letzten-reise.html?start=12 Namibia 2015 - http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/286282-unsere-campsites-im-maerz-2015.html
1'086 Beiträge · seit 200916. März 2023 · #2
Hallo Elch,

Du hast dem Fahrer100,00 N$ Tringlekd gegeben. Da sind gerademal ca. 5,00 €.
Findest Du das zuviel? Hoffentlich wirst Du dadurch nicht in Armut verfallen!

Gruß Klaus
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200916. März 2023 · #3
Hallo Reiseklaus,

vielen Dank für Deine Antwort; kann man denn im Forum nichts mehr fragen, ohne gleich "angeschissen" zu werden??? Dein Kommentar war völlig überflüssig.

Es geht gar nicht primär ums Geld, sondern darum, dass der Fahrer angeblich keinerlei Wechselgeld oder überhaupt Geld bei sich hatte. Das kam mir in dem Moment ein bisschen wie Abzocke vor, zumal ich das in den letzten zwanzig Jahren in Namibia so noch nie erlebt habe.

Gruß vom Elch
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33,1k Beiträge · seit 200616. März 2023 · #4
Hi Elch,

ich habe jetzt keine eigene Erfahrung mit Deinem Vorfall, aber ich denke schon, dass viele dieser Fahrer kein eigenes Geld dabei haben. Woher soll das Wechselgeld auch kommen. Sie gehen vermutlich (ob aus Erfahrung, oder weil es doch Masche ist) davon aus, dass man passend zahlt.

Viele Grüße
Christian

P.S. N$ 500 für wie viele Personen?
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200916. März 2023 · #5
Hallo Christian,

das war der Preis für zwei Personen. Ich denke (hatte das ja auch geschrieben), das war in Ordnung?

Grüße vom Elch
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33,1k Beiträge · seit 200616. März 2023 · #6
Das ist in jedem Fall preiswert. 600 wäre normal gewesen, wenn Doch das beruhigt 😉
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1'927 Beiträge · seit 200817. März 2023 · #7
Reiseklaus schrieb:Hallo Elch,

Du hast dem Fahrer100,00 N$ Tringlekd gegeben. Da sind gerademal ca. 5,00 €.
Findest Du das zuviel? Hoffentlich wirst Du dadurch nicht in Armut verfallen!

Gruß Klaus
Es geht hier nicht darum, ob der reiche Onkel aus Übersee in Armut verfällt, sonder die Höhe des Trinkgeldes angemessen einzuordnen.
100 NAD sind nicht selten ein Tageslohn in Namibia, das sollte der Maßstab sein!

Gruß
Peter
1'086 Beiträge · seit 200917. März 2023 · #8
peter 08 schrieb:
Reiseklaus schrieb:Hallo Elch,

Du hast dem Fahrer100,00 N$ Tringlekd gegeben. Da sind gerademal ca. 5,00 €.
Findest Du das zuviel? Hoffentlich wirst Du dadurch nicht in Armut verfallen!

Gruß Klaus
Es geht hier nicht darum, ob der reiche Onkel aus Übersee in Armut verfällt, sonder die Höhe des Trinkgeldes angemessen einzuordnen.
100 NAD sind nicht selten ein Tageslohn in Namibia, das sollte der Maßstab sein!

Gruß
Peter
Hallo Peter,

es ärgert mich immer wieder , dass wegen jeder kleinen Unstimmigkeit den Einheimischen vorgeworfen wird betrügerisch zu handeln.

Gruß Klaus
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200917. März 2023 · #9
@Reiseklaus,

Es reicht! Ich verwahre mich hiermit ganz entschieden gegen die Unterstellung, dem Fahrer/den Einheimischen betrügerisches Handeln vorgeworfen zu haben.

Ich habe lediglich eine - wie ich finde - normale Frage gestellt. Wenn es so ist, dass die Fahrer kein Geld bei sich haben, dann muss ich davon ausgehen, dass sie nach jeder Fahrt das eingenommene Geld bei ihrem Chef abliefern?...? Wir sind ja sicher um 17.00h nicht die ersten Kunden gewesen?!?

@peter 08

Ich danke Dir für Deine Ausführungen; genauso ist es und genauso war auch meine Frage zu verstehen.

Gruß vom Elch
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1'127 Beiträge · seit 202217. März 2023 · #10
Ich habe beim Reiseklaus auch „Danke“ gedrückt, weil ich es auch so aufgefasst habe, und will gerne erklären, wie man diesen Vorfall vielleicht (!!!) auch sehen könnte bzw. welche Fragen einem dazu und zur Reaktion kommen.

Wenn man quasi Stammgast in einem Land ist, kennt man die Einkommenssituation der Einheimischen und die üblichen Trinkgelder sowieso. Wozu also noch die Schwarmintelligenz bemühen? Wenn doch, wurmt einem die „Überzahlung“ vielleicht doch, zumal auch selber wörtlich angeführt.

Wenn einheimische dienstbare Geister einen neuen Trick zur Aufbesserung ihrer misslichen Einkommenssituation ausgeheckt haben und man darauf hereingefallen ist, hat man etwas dazugelernt, lacht darüber oder könnte das. Jedenfalls hakt man das als Erfahrung ab, zumal es sich um eine Überzahlung von sage und schreibe 2,5 € handelte. Wozu der Aufwand?

Wenn das Anliegen aber ist, dass man das Preisgefüge im Gastland nicht gefährden 😉 möchte, was für Einheimische nämlich tatsächlich ein Thema ist, dann könnte man sich damit auseinander setzen. Dazu gäbe es dann einige berechtigte Fragen, die aber wohl nicht gestellt werden.
zuletzt bearbeitet 17. März 2023
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200917. März 2023 · #11
Wir sind das letzte Mal kurz vor Corona in Namibia gewesen. Wie wir aus der Vergangenheit wissen, kann sich in drei Jahren vieles ändern. Es ist hier offensichtlich schon seit geraumer Zeit leider nicht mehr möglich, eine ganz normale Frage zu stellen.

Es ist wirklich unglaublich, wie einem hier das Wort im Munde herumgedreht wird! Auf Unterstellungen und 'Anschisse' habe ich keine Lust mehr.

Ich danke Christian und peter 08 für ihre Antworten.
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Gast17. März 2023 · #12
Jetzt mische ich auch mal mit, weil ich hier mitgelesen habe:
Ich finde es ebenfalls unmöglich, wie hier der Elch angegriffen wird für eine ganz normale, durchaus berechtigte Frage.
Und was die Ausrede, und genau das ist sie nämlich, mit dem nicht vorhandenen Wechselgeld betrifft: also bitte, der Trick ist ja wohl uralt und den kennt jeder, der mal ein bisschen aus dem Mustopf rausgekommen ist. Den kennen wohl alle Taxler von Nairobi bis Lima. Um 1700 Uhr kein Wechselgeld dabei haben, aber sicher...
Deshalb war Elchs Frage nach ner kleinen Gaunerei durchaus berechtigt. Und ich denke dem Elch ging es grundsätzlich darum, nicht beschissen zu werden. Verständlich, da geht es ums Prinzip. Ich will nicht mal um einen Cent behumpst werden. Wenn ein Fahrer lustig ist oder super hilfsbereit oder einfach sympathisch, dann geb ich gerne von mir aus auch 10€ Trinkgeld. Was solls. Aber ich will nicht übervorteilt werden...
Und @Klaus: da musst Du gar nicht so großkotzig pampig antworten, ob denn 5,-€ arm machen. Ja, bei nem Tageslohn von 5€ in Namibia SIND 5€ für eine Fahrt viel, soviel gebe ich ja hier in Deutschland dem Taxler kaum...
Nix für Ungut
Chris
1'127 Beiträge · seit 202217. März 2023 · #13
Elchontherun schrieb: Es ist hier offensichtlich schon seit geraumer Zeit leider nicht mehr möglich, eine ganz normale Frage zu stellen.
Ich denke/hoffe schon und die würde (meinerseits) lauten:
Was ist ein angemessenes Trinkgeld für die Taxifahrt zum Flughafen?
Aber manchmal sieht man den Wald vor Bäumen nicht 😉
und das kann man übrigens auch schon vor Ort fragen*)
Grüße
und wie schon von Chris42 gesagt, der "ich hab kein Wechselgeld" Trick ist uralt.
*)Ich persönlich frage immer vor Ort danach, wenn möglich und ich dran denke, wenn ich mir im Quartier das Auto oder die Wäsche waschen lasse odgl. Und wenn ich ein Mal "zu viel" bezahlt habe, ist es mir wurscht, wegen 2 € rege ich mich nicht auf, da bin ich "prinzipienlos" 😉 so unterscheiden sich eben die Menschen. Das zu äußern ist kein "Anschiss", sondern eine andere Sichtweise.
zuletzt bearbeitet 17. März 2023
Gast17. März 2023 · #14
Noch so ein uralter Trick, auf den ich selbst schon beim (deutschen, um gleich mal Klaus vorzubeugen, dass nur Einheimische betrügerisch sind) Bäcker hier in München reingefallen bin:
Der Bäcker gibt statt auf den 20er, den man ihm gegeben hat, auf nen 10er raus.
Merkt der Kunde es nicht sofort (wie ich, weil mit den Gedanken woanders): Bingo!
Moniert der Kunde, kann der Bäcker immer sagen: oh bitte vielmals um Entschuldigung, mein Fehler (kostet nichts und gut is).
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200917. März 2023 · #15
Wo habe ich nach der Höhe des Trinkgeldes für den Taxifahrer gefragt??? Ich muss auch nicht vor Ort fragen, welches Trinkgeld angemessen ist. Das war nicht meine Frage und letztendlich kann ich das auch selbst entscheiden. Nebenbei bemerkt, unser Fahrer war sehr nett und freundlich.

@chris42
danke für Deine Zeilen und Deine Fürsprache; Du hast, wie peter 08 und Christian, meinen Eingangspost richtig gelesen. Aber es ist sinnlos, ich bekomme keine sachliche Antwort auf meine Frage(n). Deshalb - es muss sich niemand mehr darum bemühen, die Sache ist hiermit für mich erledigt!!

@tacitus
genau, so unterscheiden sich eben die Menschen!
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem ich laut denken kann. R.W. Emerson Namibia 2013 - http://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/278435-unterkunftsbeschreibungen-unserer-letzten-reise.html?start=12 Namibia 2015 - http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/286282-unsere-campsites-im-maerz-2015.html
67 Beiträge · seit 202223. März 2023 · #16
Hallo zusammen,
Ich lasse mich auch nicht gerne bescheißen bin vorgestern auch zum wdh airport gefahren. Mein Auto Vermieter sagte die Fahrt kostet pro Person 250 Dollar. Der Fahrer wollte dann 300 pro Kopf. Das sind auch 100 Dollar also ca. 5 Euro. Habe ihm gesagt das der Vermieter ( der arbeitet mit dem Taxi unternehmen zusammen) 250 gesagt hat. Ich habe dann auch nur 500 bezahlt damit war der Fahrer dann auch zufrieden. Ich habe 30 Dollar Trinkgeld gegeben. Darüber hat er sich auch gefreut. Mir geht es auch nicht um 5 Euro sondern um beschiss, wenn jeder auf eine 5 Wochen reise 5 Euro mehr nimmt als normal ist das viel Geld.
Gruß
Jörg
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200924. März 2023 · #17
Hallo Jörg,

vielen Dank für Deinen Beitrag. Du sagst es, es geht gar nicht ums Geld, sondern um die Art und Weise, wie offensichtlich Abzocke versucht wird und das finde ich nicht in Ordnung. Jedenfalls gehörst Du zu denjenigen, die meinen Eingangspost richtig verstanden haben. 🙂

Die völlig teilweise unangemessenen Reaktionen zum Thema haben es mir mal wieder gezeigt; ich werde in Zukunft ganz genau überlegen, ob und wie ich eine Frage hier stelle!

Ein schönes Wochenende und Grüße,

Elch
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem ich laut denken kann. R.W. Emerson Namibia 2013 - http://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/278435-unterkunftsbeschreibungen-unserer-letzten-reise.html?start=12 Namibia 2015 - http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/286282-unsere-campsites-im-maerz-2015.html
67 Beiträge · seit 202224. März 2023 · #18
Hallo Elch,
Vielleicht wollen manche auch beschissen werden oder denken das wäre in dem ein oder anderen Land normal. Ich zahle auch nicht jeden Preis für eine Unterkunft oder Souvenir. So eine Reise ist schon teuer genug, wenn die Leute mit allem durchkommen werden die Preise noch höher.
Gruß
Jörg
88 Beiträge · seit 202024. März 2023 · #19
Das Problem geht sogar noch viel tiefer als lediglich eine Verzerrung des Preisgefüges oder kleine Gaunereien, die den Touristen möglicherweise nicht gefallen.
Wenn in einfachsten ungelernten Hilfstätigkeiten im Tourismus faktisch mehr Geld zu verdienen (oder ergaunern) ist als mit ehrlicher, harter Arbeit, schafft das Fehlanreize auf dem Arbeitsmarkt.
Dann gehen die "kreativsten", fleißigsten jungen Menschen eben nicht mehr in eine Ausbildung, sondern stellen sich irgendwo am Flughafen in den Wartebereich und versuchen, den Touristen die Koffer zum Auto zu tragen.
Dass darüberhinaus noch die Attraktivität des Urlaubslands leidet, wenn sich irgendwann regelrechte Bettler-Trauben um jeden Touri bilden, macht es nicht gerade besser.
Wie verheerend so etwas sein kann, darf sich jeder "Afrika"-Begeisterte in Ägypten ansehen.

In diesem Sinne halte ich es für angebracht, bei Trinkgeldern grundsätzlich Bescheidenheit walten zu lassen.