Straßenzustand im Etosha NP

124 Antworten · 19,0k Aufrufe · gestartet 27. Nov. 2022 von www.hansundalmuth.de
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546 Beiträge · seit 201415. Dez. 2022 ·
Moin,

den Straßenunterhalt / Neuaufbau habe ich vor Jahren mal (relativ sicher sogar im Etosha) gesehen.

Größere Mengen Material wurden dazu aufgebracht, mit dem Grader eingeebnet, angefeuchtet und mittels einer Vibrationswalze verdichtet. Das Material ist dazu idealerweise kalkhaltig (macht man hierzulande auch, damit der Unterbau tragfähiger ist) und kam direkt aus der Nähe.
Im Etosha kann man diverse 'Gruben' sehen, aus denen Material entnommen wurde und wird.

Das muss man alle x Jahre mal machen, weil, wie mehrfach geschrieben, nicht unbegrenzt gegradert werden kann.
Derzeit liegen die Pads im Etosha aber nicht so tief, dass man deshalb nicht nochmal gradern kann...

Gruß
Henning
606 Beiträge · seit 201215. Dez. 2022 ·
MaHe schrieb:
Derzeit liegen die Pads im Etosha aber nicht so tief, dass man deshalb nicht nochmal gradern kann...
Sehe ich genauso. Es liegt am Willen des Ministeriums, etwas zu unternehmen, und anscheinend sind andere Dinge wichtiger als etwas für die Touristen zu unternehmen. Sobald sich ein Politiker ankündigt, werden irgendwo her Gräder geholt und die Pisten werden gehobelt wie verrückt, egal ob Unterbau oder nicht - aber eben nur dort, wo der Politiker entlangzufahren gedenkt.
Und der Vergleich mit irgendwelchen anderen öffentlichen Pisten in Sambia oder wo auch immer hinkt: Da muss ich nicht pro Tag einen ordentlichen Beitrag/Eintritt zahlen, um durch die Schlaglöcher und über das üble Wellblech rumpeln zu dürfen...
Gruß,
Heivi
7’316 Beiträge · seit 200615. Dez. 2022 ·
tacitus schrieb:
Wenn eine Straße hinüber ist, muss sie neu geschottert werden, das ist dann schon ein größerer Aufwand, noch dazu wenn das Material vor Ort nicht vorhanden ist.

Ich sage immer gerne, wenn jemand drängelt und keine Kapazitäten vorhanden sind:
"Nichts ist so eilig als dass es durch einiges Liegenbleiben nicht noch eiliger werden könnte."

In diesem Fall würde ich das abwandeln:
"Kein Aufwand ist so groß, als dass er durch längeres Abwarten nicht noch größer werden würde."

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1’715 Beiträge · seit 200617. Dez. 2022 ·
Genau so wie tacticus und Chrigu es beschrieben habe ist man und geht man immer noch, auf der Strecke zum wesentlichen Teil des Parks vor. Das war auch die einzige Strecke wo man problemlos 60km/h fahren kann. Sonst waren wir meistens mit höchstens 30Km/h unterwegs.

Gruss
Emanuel
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zuletzt bearbeitet 17. Dez. 2022
Themenstarter3 Beiträge · seit 202217. Dez. 2022 ·
Hallo Helga,

wir waren 10 Tage im Park und haben diese Diskussion losgetreten. Also nichts von deinem Gedankenspiel von Wasserloch zu Wasserloch hetzen. Auch einige Erfahrung über Straßenzustände kannst du uns zutrauen. Es ist Abzocke, wenn an touristischen Highlights eines Landes, der Besucher direkt zur Kasse gebeten wird und keine ordentliche Gegenleistung erbracht wird. Es sollte im nationalen Interesse Namibias sein, einen intakten, dem Besucherinteresse gerechten Park zu präsentieren.

Mit freundlichen Grüßen
Hans und Almuth Ruse​​
2’560 Beiträge · seit 200705. Feb. 2023 ·
Wir waren gegen Ende Jänner in Etoscha. Sind beim Westtor rein nach Okaukujeo, dann nach Halali und anschließend über den EilandDrive und beim Südtor wieder raus.
Vom Westen bis Olifantrus ist es eine Autobahn, glatt wie ein Babypopo. Es scheint, als wäre da viel gebaut worden. Es liegen auch noch große Haufen Material auf der Straße.
Bei Olifantrus Richtung Okaukujeo wird gerade voll gebaut. Da wird massig Material aufgeschüttet und verdichtet.
Nach Okaukujeo ist die Straße dann auch bereits OK, da scheint der Grader auch schon gefahren zu sein.
Zwischen Halali und Okaukujeo sind zwei Grader unterwegs gewesen, bei Halali ist die Hauptstraße noch ein Stück übles Wellblech.
Der Eiland Drive von Halali weg war offen, allerdings durch die schweren Regenfälle die Tage davor ohne Allrad unpassierbar. Da waren teils 70 cm tiefe Wasserlöcher drin.
Die restlichen Nebenstraßen sind mal so, mal so. Teilweise übel, teilweise ganz OK.
LG Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
33,2k Beiträge · seit 200622. Feb. 2023 ·
Aus dem soeben vorgestellten Staatshaushalt 2023/24:
"the Transport allocation is further supported by N$1.5 billion from the Road Fund Administration (RFA) to cater for, among others, road maintenance, rehabilitation of urban roads leading to the Port of Walvis Bay, upgrade of the Peter Eneas Nanyemba road to dual carriageway, regravelling of roads in the Etosha National Park and construction of low volume seal roads countrywide."
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1’250 Beiträge · seit 200923. Feb. 2023 ·
Hallo zusammen,

wir sind vom 9. bis 13. Februar im Etosha unterwegs gewesen. Die Straßen sind in katastrophalem Zustand. Auch die Zufahrten zu den Wasserlöchern. Außerdem sind einige Wasserlöcher einfach nicht mehr vorhanden, trocken. Die Zufahrt ist allerdings nicht gesperrt.

Es gibt zwar Baustellen, an denen sich aber nicht viel bis gar nichts tut. Es wird wohl noch Jahre dauern.....

Über die Campsite in Okaukuejo muss ich nichts weiter sagen, sie ist so ungepflegt und 'dreckig' wie schon seit langem!

Viele Grüße vom Elch
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem ich laut denken kann. R.W. Emerson Namibia 2013 - http://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/278435-unterkunftsbeschreibungen-unserer-letzten-reise.html?start=12 Namibia 2015 - http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/286282-unsere-campsites-im-maerz-2015.html
2’560 Beiträge · seit 200723. Feb. 2023 ·
Hi,
Elchontherun schrieb:
wir sind vom 9. bis 13. Februar im Etosha unterwegs gewesen. Die Straßen sind in katastrophalem Zustand.
Wo genau warst du denn da unterwegs?
Elchontherun schrieb:Über die Campsite in Okaukuejo muss ich nichts weiter sagen, sie ist so ungepflegt und 'dreckig' wie schon seit langem!
Hm. Ich kenn' sie nicht anders als sie heuer Ende Jänner war. Man bekommt halt das, was man in derart großen Anlagen hat. Dreck habe ich allerdings keinen herumliegen gesehen. Dass alle dort vorhandenen "Tische", "Sesseln" etc. dringend erneuert gehörten, OK.Aber dafür hat man ja seine eigenen mit.

lg Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
33,2k Beiträge · seit 200623. Feb. 2023 ·
Die Straßen sind in katastrophalem Zustand.
In welchem Bereich warst Du unterwegs. Denn derzeit wird, weil die Straßen nass waren und gegradet wurde, eher von guten Straßenverhältnissen berichtet.

Danke und viele Grüße
Christian
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1’250 Beiträge · seit 200924. Feb. 2023 ·
Sorry, ich kann erst jetzt antworten, da wir die letzten Tage kein Internet hatten und wir heute Morgen erst aus Namibia zurückgekommen sind.

Wir sind am Galton Gate eingefahren bis Olifantsrus, dort waren wir eine Nacht. Danach zwei Nächte Okaukuejo und eine Nacht Halali. Rausgefahren sind wir dann in Namutoni. Glatt wie ein Kinderpopo? Nee, das kann ich nicht bestätigen.
Zwischen Dolomite und Olifantsrus waren Schotterberge am Straßenrand aufgeschüttet, es sah nach 'Baustelle' aus, getan hat sich da allerdings sonst nichts.

@Christian, die Straßenverhältnisse waren wirklich eigentlich unzumutbar. Einen Grader haben wir während der Tage nicht gesehen.

@dergnagflow
Zitat: Man bekommt halt das, was man in derart großen Anlagen hat.
Das sehe ich anders. Man bekommt diesen unzumutbaren Standard nur in den staatlichen Rastlagern (NWR) und daran wird sich wohl auch so schnell nichts ändern, denn das ist ja schon seit Jahren so. In Okaukuejo lagen neben den Mülltonnen riesige hellblaue Müllsäcke herum. Eigene Stühle und Tisch machen es in so einer Umgebung da auch nicht gemütlicher. In der Spülküche kann man sich einen Ekel holen......

Am Waterberg ist es übrigens genauso, da hatten wir über eine Agentur schon gebucht und bezahlt, sind aber sofort nach Anmeldung "geflüchtet", nachdem wir die Zustände gesehen haben. Wir sollten uns mitten auf die Campsite stellen und nicht an den Rand, weil die dort gelegenen Ablutions wegen Renovierungsarbeiten geschlossen waren. Der Pool war ebenfalls gesperrt. Glücklicherweise hat das Kartenlesegerät nicht funktioniert, sonst wären wir auch noch 780 NAM$ Eintrittsgebühr losgewesen, für Nichts.

Ich kann mich da der Meinung von Hans und Almuth nur anschließen!!

Ach ja, apropos große Anlage; dann kann ich nur auf das Resort 'Kupferquelle' in Tsumeb hinweisen. Alles sehr gepflegt und sehr sauber, da sieht man den Unterschied zwischen staatlich und privat ganz deutlich. Im Restaurant haben wir gut gegessen. Länger als eine Nacht würden wir dort allerdings nicht bleiben, die Umgebung war uns zu unruhig.

Wir werden jedenfalls in Zukunft nicht mehr im Etosha übernachten; es gibt ja Alternativen außerhalb des Parks.

Viele Grüße vom Elch
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zuletzt bearbeitet 24. Feb. 2023
2’560 Beiträge · seit 200725. Feb. 2023 ·
Hiu,
also ich weiß nicht, was sich zwischen 23/24.1. und deinem Besuch getan hat.
Aber die direkte Strecke vom Galton Gate bis Olifantrus war am 23.1. glatt wie ein Babypopo. Sie dürfte auch frisch gegraded worden sein und links und rechts waren LKW-weise noch Berge aufgeschüttet.
IMG_20230123_094509.jpg


Von Olifantrus Richtung Okaukuejo waren sie heftig am Arbeiten:
P1000810.JPG


P1000809.JPG


P1000808.JPG


P1000812.JPG


Da wurde die Straße ein wenig schlechter, aber von "katastrophal" weit entfernt.

Wir sind dann am 24.1. von Halali auf der Hauptstraße Richtung Okaukuejo gefahren. Da war's in der Gegend um Halali schlecht mit Wellblech, aber ca, 30 km von Okaukuejo kam uns dieser Grader entgegen und ab dann war's wieder sehr gut.
P1010221.JPG


In Okaukuejo haben wir uns relativ zentral auf einen Platz gestellt. Man sieht auch die Mülltonnen, Müllsäcke haben wir keine gesehen.
20230123_185239.jpg


Ich fand's jetzt nicht supertoll, aber die Abolutions waren sauber, im Küchenblock war's ebenfalls OK. Allerdings waren wir relativ alleine, am Platz. Vielleicht spielt das auch eine Rolle.

lg Wolfgang
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904 Beiträge · seit 201019. Mai 2023 ·
Erledigt, hatte was überlesen.
zuletzt bearbeitet 19. Mai 2023
33,2k Beiträge · seit 200621. Aug. 2023 ·
Ich poste es mal hier:
"Das Tourismusministerium strebt eine stärkere Zusammenarbeit mit der namibischen Straßenbehörde RA an. Das erhöhte touristische Aufkommen im Land in diesem Jahr erfordere laut Behörde einen schnellen Ausbau der Straße zwischen Okaukuejo und Halali im Etosha-Nationalpark zu einer Asphaltstraße für geringe Nutzung. Die bisherige Straße ist für das gewachsene Aufkommen nicht mehr ausreichend. Außerdem wolle man ein zeitnahes Upgrade der Straße zwischen Walvis Bay und Sesriem erreichen. Das Ministerium wies darauf hin, dass nur mit einer entsprechenden Straßeninfrastruktur ein weiteres Wachstum des Tourismus in Namibia erreicht werden könne. " (Quelle: Hitradio Namibia)
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294 Beiträge · seit 200721. Aug. 2023 ·
Na sowas 🙂
Vielleicht hat das Tourismusministerium meinen Post vom 05.12.22 in diesem Faden gelesen? 😄
Nur mit einem (bitte nicht zu leichten Ausbau) lässt sich das Problem lösen.
Ich würde mich freuen, wenn zumindest die "Hauptstrecken" in einem angemessenen Zustand gebracht werden.
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1’114 Beiträge · seit 201621. Aug. 2023 ·
Ich mag es im Etosha, wie es ist, mich stören die "schlechten" Straßen nicht, im Gegenteil, so stellt sich nicht so ein "Zoofeeling" ein.
Und wenn da alles asphaltiert wird, werden die Reisebusse ev vermehrt kommen... Bringt natürlich Geld in die Kassen, schmälert aber für meinen Geschmack das Erlebnis... So unterschiedlich sind da die Meinungen 😉
LG
Tanja
Namibia Oktober 2019 - Namibia April 2021! Schön war's Namibia Oktober 2021 - Süd-Namibia April 2023 Namibia September / Oktober 2025 - Namibia 2027 5 Wochen im April/ Mai, mal gucken wohin es geht!
33,2k Beiträge · seit 200621. Aug. 2023 ·
Ich mag es im Etosha, wie es ist, mich stören die "schlechten" Straßen nicht, im Gegenteil, so stellt sich nicht so ein "Zoofeeling" ein.Und wenn da alles asphaltiert wird, werden die Reisebusse ev vermehrt kommen... Bringt natürlich Geld in die Kassen, schmälert aber für meinen Geschmack das Erlebnis... So unterschiedlich sind da die Meinungen 😉
Sehe ich genauso. Asphaltstraßen verleiten noch mehr zum rasen und schmälern mMn das Naturerlebnis.

Viele Grüße
Christian
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1’699 Beiträge · seit 200721. Aug. 2023 ·
Ist halt völlig subjektiv. Ich fahre sehr gerne auf schotter in Parks 40-max 60. Aber ich hatte früher gerade zw. olifantsrus und Okaukuejo den Zustand, dass es in diesem Geschwindigkeitsbereich das Auto zerlegt hätte, trotz 1,5 bar. Da fährt man dann 30 oder 80.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
294 Beiträge · seit 200721. Aug. 2023 ·
Ja, so unterschiedlich können die Ansichten sein...
Für meinen Teil finde ich die Wellblechpisten weder als zeitgemäß, noch als Naturerlebnis, sondern schlichtweg fürchterlich.
Gepflegte, nicht asphaltierte Wege finde ich auch sehr reizvoll, aber die Pflege funktioniert m.M.n. nicht. Schwere Fahrzeuge und das Wetter sind da die entscheidenden Faktoren für den oft schlechten Zustand der Straßen.
Wenn jetzt der geplante Ausbau nur mit "einer leichten" Asphaltdecke / Deckschicht erfolgt, dann "gute Nacht".
Warten wir mal ab, ob wirklich etwas ausgebaut wird... 🙂
VG Achim
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