LotusblumeThemenstarter1'935 Beiträge · seit 200913. Nov. 2022 ·
Enilorac65 schrieb:Hallo Lotusblume, mir gefällt eure Genussreise! Gerne wäre ich einmal zur Blütezeit dort. Das wäre dann Mitte August bis September, ungefähr, richtig? Ich freue mich auf die Fortsetzung! Liebe Grüsse Caroline
Hallo Caroline, es freut mich sehr, dass Du dabei bist! Uns wurde in Südafrika gesagt, dass dieses Jahr die Blumen in der letzten Augustwoche und 1. Septemberwoche in der vollen Blüte standen. Aber ganz genau vorhersagen kann man das nicht. Morgen geht unsere Reise weiter. 🙂
Eine relativ kurze Fahrt brachte uns ins 150 km entfernte Lamberts Bay. Da es erst Mittag war fuhren wir an unserer Unterkunft, welche ca. 10 km vor Lamberts Bay ist, vorbei und parken am Hafen. Hier gönnten wir uns Cappuccino im Strandbistro und reservierten für den frühen Abend einen Tisch bei Isabella's direkt an der Waterfront. Das Restaurant ist momentan auch komplett besetzt und wir hätten ich den nächsten 2 Stunden keinen Tisch bekommen.
Leider, war der Zugang zur Kaptölpel Kolonie wegen Bauarbeiten an den Wellenbrechern geschlossen. Das wusste ich bereits aus diesem Forum, hatte trotzdem insgeheim gehofft, dass die Arbeiten evtl. schon abschlossen sind. 😕
So fuhren wir nach 1 Std. zurück zur Grootvlei Gästefarm. Am verschlossenen Tor wurde geklingelt, nur niemand öffnete. Unser Gedanke: vielleicht wieder Stromausfall. Also per Handy die Nummer angerufen, welche auf dem großen Schild am Eingangstor stand...wieder nix. In mir keimte der Gedanke: das ist ein Wink mit dem Zaunpfahl, wir sollen hier nicht übernachten und ich sah mich schon in einem Gästehaus in Lamberts Bay. Nach 20 Minuten, ich wollte gerade, als letzte Chance für diese Unterkunft, unsere Kontaktnummer in Kapstadt anrufen, als ein Auto ebenfalls die Einfahrt zur Farm nahm und sich das Tor vor uns öffnete. Wir dachten dies wären die Eigentümer oder Angestellte der Farm, aber es waren Gäste die einen Toröffner besaßen. Der Herr war sehr freundlich und suchte die Eigentümerin. Diese kam dann auch angerannt und entschuldigte sich vielmals für die Umstände - Klingel geht nicht bei Stromausfall. Sie übergab uns einen Bund mit vielen Schlüsseln und Toröffner und erklärte uns den Weg. Außerdem vereinbarten wir die Frühstückszeit für den nächsten Morgen.
Das Dünencamp, liegt ca. 500 m entfernt auf der Strandseite, gesichert mit einem Tor. Die Putzfrauen waren gerade fertig und wir konnten gleich unsere Zimmer beziehen.
Das Dünencamp hat 4 Zimmer, einen großen Veranstaltungsraum sowie einen kleineren Raum – mit angrenzender Küche, Kühlschränken, Spülbecken, Geschirr, Sitzecke mit TV. Das Camp ist für Selbstversorger ausgelegt.
(links sind die Zimmer, mittig (TV-Raum/Küche) und rechts der große Eventraum - Sicht vom Parkplatz)
Die Zimmer sind alle rund bzw. Muschelförmig (also auch innen) und auch so außen verziert.
Irgendwie waren wir sprachlos als wir die Zimmer sahen. Es war ziemlich rustikal, aber auf der anderen Art auch einzigartig. Monika meinte: „was für eine abgefahrene Bude“ 😉
Da die Unterkunft einigen von Euch interessiert, poste ich ein paar mehr Bilder von den Zimmern.
Zimmer 2 (hier wohnten M+M)
Unser Zimmer 4 (das Größte der 4 Zimmer) (Vorraum mit Eingang zum Zimmer)
(anderer Blick in den Vorraum)
(am nächsten Morgen fotografiert)
(das Bild finde ich total unpassend in einer honeymoon suite)
(angebliche Badewanne – war eine größere Dusch-Tasse)
(der versprochene Blick von der Badewanne in den Sternenhimmel, ansonsten war der „Raum“ dunkel und durch die Wanne ausgefüllt)
In dem Zimmer musste man aufpassen keinen Drehwurm zu bekommen, man lief ständig im Halbkreis und war von runden Wänden umgeben. Ich fragte mich, ob ich mich hier wohl fühle... 🤨 Die Gästezimmer verfügen über kleine Platten-Heizkörper – die Suite über einen Ofen, kein TV.
Wir mussten uns erst Mal sammeln und die Eindrücke bei einem Glas Wein verarbeiten.
(Terrasse Zimmer 4)
Der Ausblick war sehr schön.
Danach sahen wir uns auf dem Gelände um. Das große eingezäunte Gelände (am Strand allerdings kein Zaun) wird auch als Veranstaltungsort für Hochzeiten genutzt.
(Monika übt schon das Braut-Mutter-Sitzen 🙂
Der Strand ist naturbelassen und mit kleinen Felsblöcken durchzogen, also nicht unbedingt zum Baden geeignet. Monika lockt mich mit Wein zurück zur Terrasse. 😎
Am später Nachmittag fuhren wir nochmals nach Lamberts Bay zum Abendessen ins Isabella's. Wir bestellen Wein und Fisch & Chips. Es gibt auch halbe Portionen, welche ich mir bestelle. Jetzt ist das Restaurant fast leer und wir können uns einen Tisch aussuchen. Der Service ist auf zack und sehr freundlich.
(ganze Portion, die keiner von den Dreien geschafft hat 😄
Wir sind pappsatt und geschmeckt hat es außerdem. Nach der Völlerei brauchen wir einen Wodka. Die nette Bedienung ist verwundert, dass wir ihn pur trinken. Eine Empfehlung ist das Restaurant wert und es ist sehr preisgünstig. Danach geht’s zurück ins Dünencamp. Wir sind übrigens ganz alleine im Camp.
Wir genießen einen schönen Sonnenuntergang mit leckeren Rosèwein. Es ist eine mystische Atmosphäre.
Als die Sonne weg ist wird es sehr schnell kalt und wir verziehen uns in die TV-Ecke mit Kamin, den Manfred schon den ganzen Abend bestückt. Lange bleiben wir trotzdem nicht, kurze Zeit später ist der Strom wieder weg und wir sind alle auch müde So verabschieden wir uns von M+M und gehen die paar Schritte, mit Taschenlampe, in unsere Suite. Es ist stockdunkle Nacht. Günter hatte den kleinen Ofen angeheizt und es war kuschlig warm im Zimmer. Es gibt auch 2 kleine Plattenheizkörper (einer hinterm Bett), aber ohne Strom funktionieren diese nicht (außerdem viel zu klein für die großen Räume dimensioniert). Ohne den Ofen wäre es empfindlich kalt am Abend geworden. Dicht ist das Zimmer nämlich nicht, es pfeift und zieht durch alle Ritzen. Das Gebälk knarrt bei jedem Windstoß. 😗 Ich fühle mich in unserer Suite nicht wohl und nötige auch Günter Sicherheits-Vorkehrungen zu treffen: Nochmals prüfen, ob Außentür zum Vorraum und Zimmereingangstür abschlossen sind, alle Fenster verriegelt sind, Koffer bzw. Gepäck werden an der Tür positioniert – falls jemand kommt, hören wir das Umwerfen, Pfefferspray auf beiden Nachttischen, die Batterie-Lampe bleibt die ganze Nacht an... ich verkrieche mich tief ins Bett.... 😕
Wir haben erstaunlich gut geschlafen und mein erster Gedanke, wir leben noch 😘 Meine Güte was habe ich mir für Gedanken vorher gemacht, was alles passieren könnte, weil das Camp so einsam liegt und Einbrecher nur auf uns warten. Sogar stornieren wollte ich es. Im Zimmer gibt es Wasserkocher, Tee und löslicher Kaffee. Also erst Mal mit Tee das Leben und den Morgen begrüßt.
Danach packen wir zusammen und fahren die 500 m zur Farm. Der Frühstückstisch ist schön eingedeckt und wir bestellen verschiedene Eierspeisen nach Wunsch. Die Servicekräfte sind auf zack und überaus freundlich. Die Eigentümerin entschuldigt sich nachmals für den Umstand von gestern mit dem verschlossenem Tor.
Wir checken aus und geben alle Schlüssel ab, ein Trinkgeld hinterlassen wir auch hier. Kurz nach 9 sind wir abfahrbereit.
Fazit Grootvlei Dünencamp Vorab, das Fazit fällt mir schwer. Das Camp liegt absolut ruhig, sehr einsam auf den Dünen. Das Camp hat 4 rustikal und einfach eingerichtete Zimmer. Es war sauber, dennoch macht die gesamte Anlage einen schmuddligen Eindruck. Wir waren allein vor Ort – keine Ahnung wie es dort ist wenn eine Feierlichkeit in den Gemeinschaftsbereich stattfindet. Die Gastgeberin war sehr hilfsbereit und freundlich.
Umgebung: 1 (direkte Natur-Strandlage) Dünencamp Aufenthaltsbereich: 3 (benötigt eine Renovierung bzw. Modernisierung) Zimmer: 3 (WC ohne Tür, die separate Dusche/Wanne absolut nicht mein Ding und die Möblierung hat nix mit Shabby Chic zu tun) Essen: 2 (nur Frühstück) Gastgeber: 1
Es war insgesamt ein netter Aufenthalt. Wohlfühl-Atmosphäre kam bei uns allen aber nicht auf. Ob es eine Weiterempfehlung für Euch ist findet Ihr am besten selbst heraus! 😗
LotusblumeThemenstarter1'935 Beiträge · seit 200915. Nov. 2022 ·
Inverdoorn Game Reserve, 2 x Ambassador Chalet (gebucht Lodge-Zimmer)
Eigentlich war die heutige Unterkunft das Mountain Manor in Tulbagh. 2,5 Wochen vor Abflug unterrichtete mich das Reisebüro, dass wegen Jom Kippur (jüdischer Feiertag), der am 4. Oktober stattfindet, die Inverdoorn komplett geschlossen ist. Inverdoorn bot uns ein kostenloses Upgrade in die nächst höhere Zimmerkategorie (vom einfachen Lodgezimmer ins Tankwa Chalet) an, wenn wir auf 1 Tag eher oder später umbuchen. Für die Unterkunft in Tulbagh war es kein Problem zu wechseln. Ich habe noch etwas nach verhandelt und wir bekamen die Ambassador Chalets. Nun konnten die beiden Unterkünfte getauscht werden. Es waren aber auch 100 km weiter zu fahren.
Bei herrlichen Sonnenwetter verlassen wir heute das Meer und fahren auf der sehr gut ausgebauten R 366 und 365, durch sehr schöne Landschaft, etwas ins Landesinnere. Es ist wenig Verkehr auf den Straßen.
Nach 1 ½ Stunden erreichten wir Porterville. Hier fanden wir das hübsche Rendezvous Cafe (ist auch ein B&B ) und genossen die Pause bei Cappuccino im schönen Gastgarten.
Nach weiteren 1 ½ Stunden, gegen 13 Uhr, erreichten wir das Inverdoorn Private Game Reserve. Ich war sehr gespannt, was uns hier erwartet. Die Bewertungen zu Inverdoorn, auf verschiedenen Portalen, reichen von „nie wieder“ bis „toll, perfekt“ ...
Inverdoorn liegt im Breede River Valley in der Ceres Karoo und ist ca. 10000 Hektar groß. Inverdoorn wirbt mit der Sichtung von allen Big 5 sowie weiteren Wildtieren, wie z.B. Zebras, Flusspferde, Giraffen, Gnus und Springböcken. Selbstfahren ist nicht erlaubt.
Das Inverdoorn PGR hat einen festen Tagesablauf für das 2 Tage Programm, welches wir gebucht hatten (sh. auch Homepage). Tag1: - Ankunft in der Lodge um 12.30 Uhr. - 13:00 Uhr Mittagessen (Buffet) im Boma Außenbereich - 14:00 Uhr Einchecken in die Unterkunft - 16:00 Uhr Nachmittagstee/Kaffee - 17:00 Uhr Safari im offenen 4X4 mit einem professionellen Reiseleiter (2-3 Std,) - 19:30 Uhr Aperitif und 20:00 Uhr Abendessen in der Boma unter den Sternen - Übernachtung in unserer komfortablen Unterkunft Tag2: - 6:00 Uhr Safari am frühen Morgen mit dem Sonnenaufgang - 9:00 Uhr Englisches Frühstück : - 10:00 Uhr check out (man darf aber bis 12:00 Uhr auf dem Gelände bleiben)
Wir hatten uns für die einfachen Lodgezimmer entschieden, weil Inverdoorn nicht gerade ein Schnapper ist. Das o.g. Programm kostet für 2 Personen im einfachen Zimmer ca. 320 €. Nun waren wir gespannt, ob die fast 900 € (2 Pers.) 🤩 teuren Ambassador Chalets ihr Geld wert sind.
Wir wurden herzlich mit 1 Glas Sekt begrüßt. Ich bleibe skeptisch, wie mein Gesichtsausdruck verrät.
Wir werden ausreichend über den Ablauf informiert und dann gebeten zum Mittagessen, im Garten, zu gehen.
Das Essen vom Buffet war nicht besonders schmackhaft (verkochte Hühnerschenkel, Gemüse mit Pasta, zähe Steaks, Bratkartoffeln, Reis, Salat und Vanille-Eis) und wir spülen es mit Wein runter, welcher allerdings lecker war. Im Garten war es recht windig und kühl so gingen wir gleich nach dem Essen zu unseren Doppel-Bungalow Nr. 1 und 2. Beide sind von der Einrichtung identisch. Das Auto wird 100 m weiter auf einen Parkplatz, extra für Ambassador Gäste, geparkt. Es erwartet uns das krasse Gegenteil zu Grootvlei von gestern – eine Luxus Unterkunft. 🙂
Eine große Schiebetür, hinter der sich auch der Wäsche-Schrank mit Safe befindet, führt zum großen Badezimmer. Das Badezimmer hat Doppelwaschbecken, eine große Badewanne und große separate Dusche. Das WC ist nochmals durch eine Tür vom Zimmer getrennt. Das Bad ist fast so groß wie der Wohnbereich.
Wir sind von dieser Unterkunft begeistert. 😘
Wir richten uns etwas ein und schauen uns danach das Gelände an. Die Ambassador Gäste haben einen eigenen Bereich mit Pool, Garten und Barbereich.
Zu jedem Doppel-Bungalow gehört eine große Dachterrasse.
Es gibt auch einen Hubschrauber Landeplatz.
Blick zum Pool (nur für Ambassador Gäste)
allgemeiner Poolbereich
kleinere Tankwa Chalets
Schöner Kakteen Garten ringsherum.
Bevor wir zur Safari aufbrechen gehen wir zum Kaffee-/Tee trinken. Dazu wird, passend zur Landschaft, staubtrockener Blechkuchen gereicht. 😕
bezüglich GROOTVLEI machst Du mir aber überhaupt keine Freude !!! 🙁
Es war insgesamt ein netter Aufenthalt. Wohlfühl-Atmosphäre kam bei uns allen aber nicht auf. Ob es eine Weiterempfehlung für Euch ist findet Ihr am besten selbst heraus! 😗
Oh je - das sind keine guten Nachrichten. Bisher hatten wir (z.B. unter anderem auch von den Casimodos) nur gute reviews von den Dünenchalets in Grootvlei gelesen. Vielleicht aber hat das dort auch schon bessere Zeiten erlebt, so was geht ja oft schnell. 😕
Ehlich gesagt hast Du uns jetzt arg ins Grübeln gebracht, denn es muss bei uns ja nicht unbedingt Grootvlei sein. Wenn weiter nördlich, sprich Lamberts-Bay oder auch noch etwas nördlicher was Schönes zu finden wäre .... - aber da müssen wir mal schauen.
Dir ganz ganz herzlichen Dank für Deinen Bericht und ich gespannt auf Euere nächsten Erlebnisse.
LotusblumeThemenstarter1'935 Beiträge · seit 200915. Nov. 2022 ·
bayern schorsch schrieb:Liebe Lotusblume, bezüglich GROOTVLEI machst Du mir aber überhaupt keine Freude !!! 🙁 Oh je - das sind keine guten Nachrichten...
Lieber Claus, das tut mir leid! Auch wir waren vom Dünencamp total angefixt als ich es im Netz sah und dann erinnerte ich mich auch an casimodos Reisebericht. Danach „mussten“ wir es buchen.
Ich habe Grootvlei beschrieben, wie wir es erlebt haben.
Die Lage ist wirklich schön auf den Dünen. Der Strand ist naturbelassen, also er wird nicht gesäubert. Allerhand wurde da angeschwemmt und sieht natürlich nicht so toll aus wie der Wahnsinns-Strand von Paternoster. Aber das störte uns nicht.
Man könnte aus dem Dünencamp sicherlich ein Schmuckstück machen. Als erstes das gesamte und abgeschrabbte Mobiliar erneuern. Das ist wirklich alt, abgewohnt und zusammen gewürfelt. Ein Innen-Anstrich bewirkt auch Wunder. Der Gemeinschaftsbereich für Selbstversorger mit Küche und mehreren alten Spülbecken war unansehnlich.
Von außen hat uns die Anlage gut gefallen, nur die Innenbereiche sind nicht schön.
Vielleicht sind wir auch schon zu sehr verwöhnt mit schönen Unterkünften während unserer Urlaube. Jedenfalls war das nicht unser Ding. Schade, aber ist nun Mal so.
Unser Reisebüro hatte uns übrigens das "Lamberts Bay Beachfront" vorgeschlagen. Gucke Dir das mal an.
LotusblumeThemenstarter1'935 Beiträge · seit 200915. Nov. 2022 ·
ANNICK schrieb:Hallo Lotusblume, Ich finde es ganz interessant wie du Inverdoorn empfunden hast! 🙂 Es macht Spass die verschiedene Unterkünfte kennen zu lernen. Danke für's Mitnehmen. Annick
Hallo Annick, warst du schon in Inverdoorn und wie hat es dir gefallen?
Gerne nehme ich Dich weiter auf unserer Reise mit! 😎
LotusblumeThemenstarter1'935 Beiträge · seit 200916. Nov. 2022 ·
Inverdoorn
Bevor es zum game-drive geht ziehen wir uns noch dicke Pullover an und die dicken Winterjacken werden auch raus gekramt. Viele Gäste haben bereits alle 3 Safari-Wagen an den Außenplätzen belegt als wir beim Treffpunkt, zur Abfahrt Pirschfahrt, eintreffen. Ein Guide bittet die Gäste wieder abzusteigen, denn die Verteilung auf den einzelnen Wagen geht genau nach Liste. 😗 Einige verlassen maulend und widerwillig ihren Platz. Wir bekommen unseren Wagen zugewiesen und nehmen in der letzten 3er-Reihe Platz, Manfred sitzt eine Reihe vor uns. Ich sitze in der Mitte, was sich im Nachhinein als bester Platz erweist. Alle 3 Wagen sind voll besetzt, also 30 Gäste. Viel mehr Gäste waren auch nicht in der Anlage. Nachdem wir durch ein großes Tor fahren nehmen die Safari-Wagen unterschiedliche Richtungen. Wir rumpeln durch Fahrspuren und sind froh uns warm angezogen zu haben.
Wir sehen gleich 2 Giraffen. Hach, wie schön.
Unser nächster Stopp führt zu 3 Flußpferde, welche uns argwöhnisch begrüßen. Die Hippos flößen mir immer wieder Respekt ein. 2 Tiere sind an Land und eines ist weiter weg im Teich zu sehen.
Nach 10 Minuten geht’s weiter.
Ein paar vereinzelte Springböcke kreuzen unsere Fahrt. Man kann sie kaum fotografieren, weil sich ständig auf der Flucht sind.
Weiter geht’s. Der Guide bremst kurze Zeit später abrupt ab. Wow, eine Nashornkuh mit Kalb, was für ein friedliches Bild! 😘
Die Kameras klicken um die Wette. Afrika geht eben doch nicht ohne Safari sind meine Gedanken.
Lange stören wir die Beiden nicht und fahren weiter.
Giraffe Nr. 3
Langsam wird es ungemütlich auf den offenen Safari-Wagen. Der Wind nimmt zu und die Temperatur weiter ab. 😵 In der Mitte sitzend bekomme ich am wenigsten Wind ab. Zum Glück liegen Decken parat, in welche sich Einer nach dem Anderen einhüllt. Ich sinniere gerade vor mir hin, ob wir jemals so einer Kälte auf Safari waren...nee, noch nie. Plötzlich stehen wir vor weiteren 3 Nashörnern.
wie gut sie getarnt sind
Mit dem letzten Sonnenlicht verlassen wir die kleine Gruppe.
Ein Strauß zieht einsam durchs Gelände.
Im letzten Tageslicht sehen wir einige Zebras.
Ein Zebra posiert vor uns - wunderschöne Tiere.
Im Dunkeln geht’s zurück zur Lodge. Wir bibbern vor Kälte.
Vom game-drive hatten wir uns tatsächlich mehr Tiere versprochen. Das Highlight waren natürlich die Nashörner – sonst von den restlichen big five nichts zu sehen. Unser Guide war auch nicht gerade gesprächig und antwortete nur auf Nachfrage. Nun ja, morgen früh sehen wir vielleicht mehr Tiere oder?
Im Lodge Gelände werden wir mit Amurula am Lagerfeuer empfangen. Der Guide gibt uns gleich eine ganzes Tablett davon in die Hand. 🤩
Wir gehen zum Bungalow und stellen die Klimaanlage auf Heizen. Ziehen uns um und gehen gleich zum Dinner. Zum Glück wird das nicht im Freien serviert. Im Restaurantbereich bekommen wir einen Tisch direkt neben den lodernden Kamin. Das tut gut, wir sind nämlich durchgefroren. Tja und das Essen... . Es gab Kürbissuppe (die noch ganz gut war und vor allem heiß), verkochten Gemüseauflauf, Fisch in Butter-/Zitronensoße (trocken), Hühnerbrust mit Pfirsich (ging so), zähes Springbockfleisch, Kartoffeln und Reis. Als Dessert Frucht- und Karamellpudding. Dazu bestellten wir eine Flasche Rosèwein (den gleichen wie zum Mittagessen, der war wieder lecker). Wir waren uns einig, das Essen ist hier kein Genuss. 😐
Wir verabschieden uns von M + M und gehen in unseren warmen Bungalow. Ich lasse mir noch ein Bad ein, weil mir immer noch so kalt ist. Der Ethanol-Wand-Kamin sieht zwar romantisch aus, bringt aber kaum Wärme ins Zimmer. Zum Glück schafft die Klimaanlage eine angenehme Zimmertemperatur.
Wir kuscheln uns bald ins große bequeme Bett.
5 Uhr reißt uns der Wecker aus dem Lummerland. Ich koche mir erst Mal einen Tee und trete auf die Terrasse. Boah, das ist A....kalt. Die Autos auf den Parkplatz sind mit Rauhreif überzogen. Das Thermometer vom Handy zeigt 1 Grad. 😮 Ich überlege, was ich alles übereinander anziehen könnte, um den anstehenden game-drive zu überleben. Mir kommt der Gedanke das zu canceln und Günter spricht meinen Gedanken aus : es hat keinen Sinn, wir sind danach alle erkältet, wir haben nicht die passenden Klamotten mit. Es ist jammerschade und ich bedauere es wirklich sehr, diese Entscheidung zu fällen – gebe aber meinem Mann uneingeschränkt Recht. Per WhatsUp unterrichte ich Monika von unserer Entscheidung. Auch sie wollten wegen der Kälte sowieso nicht mit.
Später sehe ich wie nur ein Safari-Wagen und mit nur 5-6 Leuten besetzt zum game-drive startet.
Wir vertrödeln die Zeit bis zum Frühstück mit Kaffee-/Tee im Bett, ein bisschen TV dazu und zusammenpacken.
Gegen halb 9 spazieren wir langsam zum Frühstück in der Hoffnung schon ein bisschen eher dies zu bekommen.
Das Frühstücks-Buffet beginnt genau 9 Uhr und es ist, trotz der Kälte (mittlerweile 5 Grad), im Freien. Wir setzen uns an einen Tisch in der Sonne. Es ist trotzdem sehr ungemütlich so zu frühstücken. Es gibt eine Kaffee-/Teestation, Rührei, Speck, Bohnen, Marmelade, Toastbrot, Butter, Pfannkuchen mit Ahornsirup. Wir sind wiederum enttäuscht und verlassen eine Viertelstunde später unseren Tisch.
Wir packen unsere Sachen ins Auto, fahren zur Rezeption, bezahlen unsere Rechnung und verlassen Inverdoorn ohne Elefant, Leopard, Büffel und Löwe gesehen zu haben - *schnief* (ich weiß auch gar nicht, ob es diese Tiere tatsächlich dort gibt oder nur die Eigenwerbung verspricht). Nun haben wir die letzten beiden Tage nicht so tolle Erfahrungen gemacht – Grootvlei mit der Unterkunft, Inverdoorn mit dem Essen und sehr wenig Tiere, das muss jetzt aber wieder besser werden. Wir freuen uns auf die kommende Zeit!
Fazit Inverdoorn
Die gesamte Anlage ist sehr schön gestaltet mit vielen Kakteen und kleinen Wegen. Unser Ambassador Chalet war picksauber und alles im Top-Zustand. Das Camp war höchstens zur Hälfte belegt. Die Angestellten waren hilfsbereit und sehr freundlich. Unser Guide zum game-drive hätte ein bisschen gesprächiger sein können.
Umgebung: 2 Lodgegelände: 1 (sehr gepflegt) Zimmer: 1 (alles sehr sauber und chic eingerichtet) Essen: 4 (das war absolut nix) Gastgeber: 2
Nie und nimmer sind 900 € für den Aufenthalt Inverdoorn im Ambassador-Chalet gerechtfertigt. Dafür ist die Tierdichte zu spärlich (jedes einzelne Tier ist im Reisebericht zu sehen) und das Essen einfach zu schlecht - das reißt auch das Luxus-Chalet nicht raus. Wir sind natürlich trotzdem froh dieses upgrade erhalten zu haben.
Man fährt wegen der Tiere nach Inverdoorn, nicht wegen einer chicken Unterkunft, deshalb kann ich Inverdoorn nicht weiterempfehlen. 🙁
LotusblumeThemenstarter1'935 Beiträge · seit 200917. Nov. 2022 ·
Tulbagh, Mountain Manor , Rose Cottage
Zuerst müssen wir die 22 km lange Schotterstraße zurück.
Die Landschaft erinnert uns sehr an Namibia und wir erzählen von unseren gemeinsamen Reisen dahin.
Bald schon erreichen wir die schöne Passstraße (R46), welche wir gestern schon gefahren sind, zurück nach Tulbagh. Immer wieder haben wir schöne Ausblicke.
Nach einer reichlichen Stunde erreichen wir Tulbagh. Wir halten bei Tarzan Shoes am Ortseingang. Monika möchte unbedingt Vellis kaufen. Dies hatte sie in Namibia, aus unerklärlichen Gründen 😉 , verpasst. Natürlich findet sie ein schönes Paar. Außerdem fragen wir nach, ob unser Auto auf dem gesicherten Parkplatz stehen bleiben darf, denn wir wollen die Church Street abbummeln. Sie beginnt quasi gegenüber.
Rechts im Bild befindet sich das Tourismusbüro und das Erdbebenmuseum – dieses hatte aber geschlossen.
An der Church Street befinden sich viele wunderschöne Kap-Holländische Gebäude, die nach dem Erdbeben von 1969 restauriert wurden. An jedem steht eine Gedenktafel auf der steht, was es früher war, wie schwer es beschädigt war und wie es restauriert wurde.
Jedes Haus in dieser Straße wurde zum Nationaldenkmal erklärt - außerdem ist es das größte Restaurierungsprojekt in Südafrika.
Gestern haben wir noch so gefroren und hier ist es sommerlich warm. Nach dem Stadtbummel haben wir uns einen Eisbecher im Tulbagh Hotel verdient. 😎 Bevor wir vom Parkplatz der Tarzan Schuhgeschäfts fahren gehts noch einmal in diesen - Monika kauft sich ein 2. Paar Schuhe. 😗
Gegen 14 Uhr trudeln wir im Mountain Manor ein. Es liegt versteckt zwischen Weinbergen und Obstplantagen wunderschön auf einer Anhöhe mit herrlichen Ausblick. Wir werden herzlich von der Eigentümerin Mirna begrüßt.
Dann führt uns Mirna zu unserem Rose Cottage.
Es ist komplett für Selbstversorger ausgestattet. Ein gemütlicher Aufenthaltsbereich mit Kamin, TV, Sofaecke, großer Eßtisch und im Raum integrierter Küche.
Es hat 2 separate Schlafzimmer mit Badezimmer ensuite.
Unser Schlafzimmer.
Es ist alles etwas bieder eingerichtet – aber top sauber. So richten wir uns etwas ein und genehmigen uns ein Glas Wein auf der großen Terrasse. Da das Gästehaus kein Abendessen anbietet und langsam der kleine oder große Hunger kommt (das Frühstück auf Inverdoorn war mager) fahren wir zu Duikerdrift Winelands Escapes.
Hier machen wir ein kleines Weintasting. Der Syrah mundet sehr.
Das dortige Obiqua Restaurant bietet eine sehr gute Landhausküche und wir lassen uns später Steak und Burger schmecken. Was für eine Gaumenfreunde nach Inverdoorn. Überhaupt gefällt uns es hier sehr gut. Wir verplappern die Zeit und so vergesse ich weitere Fotos von diesem schönen Ort zu knipsen.
Kurz vor 17 Uhr machen wir uns auf die 5 km Fahrt zurück zu unserem Cottage. Ich sehe auf einmal das Schild „Saronsberg Winery“ - dies hatte ich sowieso auf meiner Kladde. Also parkten wir vor dem schönen Weingut. Eigentlich schließen sie um 17 Uhr, aber wir werden sehr freundlich begrüßt und es wird nachgefragt ob wir ein Winetasting wünschen. Natürlich möchten wir das.
Das Tasting umfasst 8 Weine (inkl. Sekt) und kostet nur 100 R/ppP Der Rosè ist unglaublich süffig und ich bemerke, dass es der gleiche Wein ist, den wir in Paternoster gekauft hatten.
Der Weinkeller ist ein modernes Gebäude im Industiedesign, in der sich auch eine Kunstausstellung befindet.
Das Weingut besticht durch seine Lage und leckere Weine. Hier fühlt man sich einfach auf Anhieb wohl!
Wir hätten es hier auch noch 1-2 Stunden länger ausgehalten. Die Sonne scheint, es ist angenehm warm, nette Unterhaltung und es ist wunderschön hier. 😘 Aber wir möchten das Personal nicht zu Überstunden nötigen. Wir kaufen noch 3 Flaschen von dem Rosèwein und verabschieden uns, nach 18 Uhr, von den Angestellten.
Im Mountain Manor angekommen werden wir wiederum von Mirna freundlich begrüßt und sie erkundigt sich, ob wir einen schönen Nachmittag hatten. Das können wir bejahen. Außerderm fragt sie, ob sie unseren Kamin anheizen soll, denn Abends ist es doch kühler. Gerne kann sie das tun.
Wir plaudern ein bisschen mit ihr und sehen uns noch ein bisschen auf dem Gelände um.
Blick zum Pool
Hauptgebäude mit Gästezimmern
Später machen wir es uns auf den Sofas mit Wein gemütlich. Irgendwann wird der Strom abgeschaltet und wir sitzen noch eine Weile bei Kerzenlicht.
Bald ruft das Bett nach uns, das übrigens eine Bettheizung hat.
Wir haben sehr gut geschlafen. Mit Tee beginne ich den Tag auf der Terrasse. Es ist zwar noch kühl, aber es verspricht ein schöner warmer Frühlingstag zu werden.
Danach gehe ich in dem nebenan liegenden Weinberg noch ein bisschen spazieren.
Das Frühstück wird im Barbereich am Pool serviert. Und es war köstlich. Es gab frischen Obstsalat, Wurst, Käse, Eierspeisen nach Wunsch, verschiedene Brotsorten – es gab hier absolut nichts zu meckern. Wir ließen uns dementsprechend viel Zeit.
Gegen 10 Uhr packten wir unsere Sachen zusammen und verabschieden uns herzlich von Mirna und den 2 lieben Hunden. Wir sind uns einig, das war ein guter Start in die Winelands.
Fazit Tulbagh Mountain Manor – Rose Cottage Das charmante Herrenhaus hat eine wunderschöne Lage mit sehr gepflegten Garten/Pool und einem Traum-Ausblick. Unser Cottage war sauber geputzt. Wenn ich etwas bemängeln könnte, dann die etwas altbackene rustikale Einrichtung, aber das ist Geschmackssache. Wir waren die einzigen Gäste. Die wenigen Zimmer im Herrenhaus haben wir uns nicht angesehen. In der näheren Umgebung sind viele schöne Weingüter und Tulbagh ist ein sehr hübsches, sehenswertes Städtchen.
Umgebung: 1 Cottage: 2- (die Einrichtung war nicht mein Ding) Essen: 1 (nur Frühstück) Gastgeber: 1
Auch wegen der gastfreundlichen Mirna und dem ausgezeichneten Preis-/Leistungsverhältnis ist diese Unterkunft eine Weiterempfehlung wert.
Danke, Lotusblume, für die Bilder und die vielen Infos. Die Gegend gefällt mir sehr gut - und Wein liebe ich auch. So wäre das durchaus ein Reiseziel für mich! 🙂
LotusblumeThemenstarter1'935 Beiträge · seit 200918. Nov. 2022 ·
rik m. schrieb:Danke, Lotusblume, für die Bilder und die vielen Infos. Die Gegend gefällt mir sehr gut - und Wein liebe ich auch. So wäre das durchaus ein Reiseziel für mich! 🙂
Hallo rik m. die Cape Winelands sind wunder-wunderschön und die Heimat einiger der berühmtesten Weingüter der Welt - eine Reise dahin ist wirklich zu empfehlen. In den nächsten Kapiteln führt unsere Reise zu einigen der schönsten Weingüter und zu großer Gaumenfreude. 🙂
LotusblumeThemenstarter1'935 Beiträge · seit 200919. Nov. 2022 ·
Franschhoek: Ashbourne Villa, 3 Ü
Unser Ziel für die nächsten Tage ist Franschoek - das Schmuckstück der Cape Winelands. 🙂 Für meinen Mann und mich ist es der 4. Besuch, M+M kennen es nur von unserer Schwärmerei für diese Stadt/Umgebung. Da die heutige Etappe nur 90 km beträgt nehmen wir einen kleinen Umweg. Nach ca. 1 Stunde fahren wir die prachtvolle Auffahrt zu Delaire Graff hoch.
Laurence Graff ist ein britischer Juweliermilliardär, der1960 sein Unternehmen aus dem Nichts aufbaute. Graaf Diomonds ist mit mehr als 60 Einzelhandelsgeschäften weltweit an der Spitze des Diamantschmuckmarktes tätig.
Sehr imposant.
Nachdem wir sehr aufmerksam begrüßt und nach unseren Wünschen befragt wurden führte man uns zu einem schönen Tisch im Außenbereich. Uns Frauen war es nur wichtig einen Sonnenplatz zu haben (wir sind immer noch Kältegeschockt von Inverdoorn). 🙄
Es gibt verschieden Wein-Test-Möglichkeiten. Wir entschieden uns für 3 Weine (Weiß-und Rosé) für R75/pP. Dazu bestellten wir eine Wurst-/Käseplatte (für 2 Pers.), welche wir uns zu Viert als Snack teilten. Die Platte schlug mit R425 (ca. 23 €) zu Buche.
Der Wein war ausgezeichnet und das Essen lecker. Aber die Wurst-/Käseplatte für diesen Preis etwas hochpreisig. Nunja, man sitzt eben bei einem Diamantenhändler.
Der Clou war dieses Teil, welches uns mit der Snackplatte gereicht wurde. 😵
In den vier Öffnungen war ein bisschen Flüssigkeit, welche nach Seife roch. Also musste es irgendetwas mit Finger/Hände reinigen zu tun haben – das war eigentlich von vornherein klar. Unsere Männer entnahmen jeweils ein weißes Teil, von denen wir annahmen es wäre ein Stück Seife und untersuchten es :-))) es war aber keine Seife und es war kein Papier (ihre Meinung). Ich sagte in die Runde, selbst wenn das Seife wäre, müssten sie uns ein Handtuch zum Trocknen dazugeben. Wir drückten zaghaft auf dem weißen Teil herum, nichts passierte. Das musste doch ein Tuch sein, aber wie bekommt man es auf, es war ein festes Stück. Wir rätselten hin und her und lachten uns schief, was wir doch für Provinz-Nomaden sind. 😄 Nach sicherlich einer halben Stunde war mir das zu blöd und ich fragte unseren sympathischen Kellner. Er versicherte uns vorab, dass wir nicht Ersten und auch sicher nicht die Letzten sein werden, die nachfragen. Das feste weiße Teil wird tief und "nicht" zaghaft eingedrückt und saugt sich somit voll. Danach kann man das Teil aufmachen und heraus kommt es zart duftender Waschlappen für die Hände. Mannoman. 🤪
Nach Begleichung unserer Rechnung verließen wir den schönen Außenbereich mit dem Wahnsinns-Ausblick. Der Service hier bekommt 5 Sterne – top.
Nun sahen wir uns den Weinkeller und die Außenanlage etwas näher an. Auch bei unserem 2. Besuch sind wir sehr beeindruckt.
Das gesamte Weingut ist unbescheiden und protzt an jeder Ecke, egal ob mit der Traum-Lage / Landschaft, Dekor oder Kunstsammlung. 🤩
Das Weingut zählt sicher zu einen der Schönsten im gesamten Cape-Winelands, aber für uns ist das zu prätentiös. Trotzdem rate ich jedem dieses Weingut einmal zu besuchen!
Nach 10 Minuten Fahrtzeit wartet das nächste Weingut auf uns – Boschendal. Dieses Weingut ist auch für uns der 1. Besuch.
Es erwartet uns ein Bilderbuch-Weingut.
Als erstes schlendern wir durch den großen und liebevoll angelegten Obst-/ und Gemüsegarten.
Später suchen wir uns ein schönes schattiges Plätzchen. Bei einer Flasche Rosèwein und alkoholfreiem Bier, für den Fahrer, genießen wir das entspannte Treiben auf dem Weingut. Es ist ganze Gegenteil zu Delaire Graff, aber nicht weniger schön. Hier toben Kinder durch den Garten, viele Familien / Freunde treffen sich hier, es ist alles lockerer und viel familiärer als bei Graff.
Das Kap-Holländische Weingut mit dem alten Baumbestand machen es zu einem bezaubernden Ort. 😘
Nach reichlich 2 Stunden verlassen wir das bildschöne Weingut Richtung Franschhoek zu unserer Unterkunft. Das Weingut ist eine 100%ige Empfehlung.
LotusblumeThemenstarter1'935 Beiträge · seit 200919. Nov. 2022 ·
Liebe Logi,
auf Delaire Graaf gibt es so viele Situationen die einem perplex machen, natürlich gehört der Steinfußboden, in welchem Pfirsichkerne eingelassen sind dazu. 😎 Es ist Luxus und Eleganz pur.
LotusblumeThemenstarter1'935 Beiträge · seit 200921. Nov. 2022 ·
Franschhoek, Villa Ashbourne Selbstversorger
Nach einer 15 Minütigen Fahrt erreichen wir das Ashbourne Gästehaus. Wir werden herzlich von Tim, einem deutschen Auswanderer, in der Lounge des schönen Gästehauses, begrüßt. Er bietet uns auch gleich Getränke (Kaffee/Cappuccino/Limonade etc) an. Er ist uns auf Anhieb sympathisch. Wir besprechen etwas unsere Vorhaben der nächsten Tage und Tim gibt uns zahlreiche Tipps obendrein. Er bzw. sein Team hat außerdem die Restaurant-Reservierungen in Franschhoek für uns übernommen. Mit Tim stehe ich schon seit unserer 1. Buchung, vor 2 Jahren, im E-Mail Kontakt. Wir sind alle froh, dass es nun endlich mit Urlaub bei ihm geklappt hat. Wir gehen dann gemeinsam mit ihm, die 200 m, zur Villa.
Außenansicht - Villa Ashbourne
Tim führt uns durch Haus und erklärt einiges dazu. Er lässt uns noch 1 Flasche Wein als Willkommensgeschenk da. Die Villa verfügt über 3 Schlafzimmer, 2 Badezimmer, 1 separate Gäste-Toilette , Sat-TV, Heizgerät und Kamin, einen Essbereich mit voll ausgestatteter Küche und 2 Terrassen. Bademäntel und genügend Handtücher sind auch vorhanden.
Blick vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer EG und auf die Empore mit Schlafbereich
Schlafzimmer EG mit Badezimmer ensuite
offener Schlafbereich Empore mit angrenzendem Badezimmer
Terrasse am Wohnzimmer
Terrasse Küchenbereich mit Grillmöglichkeit
Das 3. Schlafzimmer im EG habe ich leider nicht fotografiert. Ist aber ähnlich dem anderen Schlafzimmer im EG eingerichtet, es gibt aber kein Badezimmer ensuite nur das Gäste-WC ist nebenan.
Die Villa ist sehr geschmackvoll eingerichtet. Es ist alles sehr neuwertig und blitz sauber. 🙂
Wir richten uns gemächlich ein und verplaudern etwas die Zeit auf der Terrasse 😗
Für heute Abend haben wir eine Reservierung im La Petit Colombe für das 8 Gang- "reduzierte Menu“ . Auf dieses Restaurant freue ich mich besonders und bin gespannt wie ein Flitzebogen, was uns dort erwartet.
Halb Sieben geht’s mit dem Auto zum Leeu Estate etwas außerhalb Franschhoeks, auf welchem sich La Petit Colombe befindet. Wir wurden vorher informiert, dass der Fahrer sich bei der Sicherheitskontrolle ausweisen muss, um aufs Gelände fahren zu können. Wir werden vom Sicherheitspersonal freundlichst begrüßt und unsere Reservierung bestätigt.
Schon die Auffahrt ist beeindruckend. Tim erzählte uns am nächsten Tag, dass 100 Gärtner tagtäglich dafür sorgen, dass es so aussieht wie es aussieht.
-Es folgen ausschließlich Handybilder-
Gründer des Leeu Estate Franschhoek ist Analjit Singh, ein milliardenschwerer Inder. Er ist Inhaber der Leeu Collection, zu welchem Luxusressorts u.a. das Hotel Le Quartier Français in Franschhoek und neben La Petit Colombe die weiteren Spitzen-Restaurants Epice und Ptotege im Franschhoeker Zentrum gehören. Das Leeu Estate ist ein 168 Hektar große Anwesen und das Herzstück der Leeu Collection. 2016 wurden aus Visionen des Inders Wirklichkeit. Das Weingut bzw zur Herstellung von Weinen hat er sich die südafrikanischen Winzern Andrea und Chris Mullineux zur Seite geholt. Mit ihnen entstand das Mullineux & Leeu Family Wines. Zweimal wurden sie zum Weingut des Jahres gewählt.
Natürlich ist er nicht der erste wohlhabende Ausländer, der von dieser Gegend fasziniert ist, aber Singhs finanzielles Engagement war im Vergleich zu anderen stratosphärisch 🤩 (dies wurde uns ebenfalls von Tim am nächsten Tag erzählt und ich habe es im Nachhinein auch nachgelesen).
Skulpturen sind hauptsächlich von südafrikanischen Künstlern.
Restaurant La Petit Colombe
Kurz vor 19 Uhr betreten wir das Restaurant und werden freundlich gebeten in der Lounge Platz zu nehmen. Unsere Kellnerin für den Abend stellt sich namentlich vor und wünscht uns viel Spaß. Auf Empfehlung des Sommeliers wählten wir einen komplexen Wein, welcher hervorragend zu allen Gängen passte.
Reduziertes Menü
Was 10 Minuten später folgt war einfach spektakulär und wird uns den ganzen Abend begleiten. Eine solche Anrichtung der Speisen haben wir noch nie erlebt.
Die Vorspeisen haben uns perfekt auf das folgende Essen eingestimmt. Unsere Kellnerin bringt uns danach an unseren Tisch im Restaurant.
Das Restaurant ist, passend zu unserem Menü, reduziert und nordisch inspiriert eingerichtet
(später war jeder Tisch besetzt).
Krebsmouse mit Kaviar, Ponzu Soße (das braune runde Teil ist eine Art Milchbrötchen)
Cape Malay geräucherter Snoek (Hechtmakrele), Bagel / Entenleber, Quitte, Kastanie /Confit-Muschel, Kokosnuss, Pastinake Kunstwerke werden uns hier serviert 🤩
Wachtel, Langusten, Blumenkohl ein Gericht leckerer als das Andere.
Karoo Lamm, Knollensellerie, Kapokbos-(wilder Rosmarin) Das Lamm ist perfekt auf den Punkt gebraten.
Birne, Rooibos, Dulcey-(weiße Schokolade)
Nach reichlich 2 Stunden Schlemmerei kommt noch ein Dessertwagen.
Uns wurde ein unglaubliches kulinarisches Erlebnis serviert. 😘 Alle Gänge waren herausragend und jeder Gang eine Überraschung. Die Präsentation war genial. Ich kann es nicht in Worte fassen, welch` ein Hochgenuss dieses Menü war. Wir waren einfach glücklich diese Geschmacks-Explosionen erleben zu dürfen.
Gegen 22:30 Uhr verlassen wir das Restaurant. Natürlich werden wir herzlichst und höflich verabschiedet. Der Service ist auf den gleichen Level wie das Essen – einfach perfekt!
Wir haben schon in einigen Spitzen-Restaurants weltweit gegessen und würden das La Petit Colombe mit zu den Besten zählen. Es war ein Dinner der Superlative und eine mehr als 100%ige Weiterempfehlung!
LotusblumeThemenstarter1'935 Beiträge · seit 200922. Nov. 2022 ·
Franschoek
Gut ausgeschlafen machen wir uns 9 Uhr auf dem Weg zum Frühstück. Tim empfahl uns das, 3 Minuten Fußweg entfernte, Tabasco-Restaurant. Es bietet eine große Kaffee-/Teeauswahl und ein sehr gutes Frühstück. 🙂
Gut gestärkt schlenderten wir danach durch Franschhoek. Das Wetter ist heute eher kühl und es tröpfelt ab und zu. Wir beschließen die Weinproben-Tour auf morgen zu verschieben. So bleibt auch mehr Zeit für shopping 😛
Franschhoek – ursprünglich Olifantshoek, wegen der herumstreunenden Elefanten - wurde 1688 von ca. 200 französischen Protestanten (Hugenotten) besiedelt, die aufgrund ihres Glaubens vor religiöser Verfolgung aus Frankreich geflohen waren. Die Hugenotten bekamen Land von der kap-holländischen Regierung. Sie brachten neben ihrer Esskultur auch Rebensetzlinge mit und machten das Land fruchtbar. Die Elefanten sind längst verschwunden, die Franzosen geblieben und es wurde aus Olifantshoek Franschhoek. Franschhoek ist eine der ältesten Städte des Landes und hat ca. 20.000 Einwohner. Franschhoek ist die feine gastronomische Hauptstadt des Kaps. 🙂
Wir bummelten die Hauptstraße entlang, trödelten uns durch einige Geschäfte und bewunderten die schöne Architektur.
Leeu House (Hotel von Mr. Singh)
Mandela und Gandhi im Garten des Leuu House
Anwesen für Parfüm Workshops
Rathaus
Niederländisch-Reformierte Kirche
Ich finde Franschhoek einfach bezaubernd. 😘
Gegen Mittag erfüllten wir den Männerwunsch das Motor-Museum zu besuchen. Wir laufen zurück zur Villa und holen das Auto.
LotusblumeThemenstarter1'935 Beiträge · seit 200922. Nov. 2022 ·
Franschhoek
Da ich heute Nachmittag überraschenderweise Zeit habe, folgt der 2. Teil des Franschhoek Tages.
Das Motor-Museum wurde 2007 von Johann Rupert, auf dem L'Ormarins Estate in Franschhoek. eröffnet. Ursprünglich war die Fahrzeugsammlung in Besitz seines verstorbenen Bruders Anthonij Rupert (Anthonij Rupert Wine) einem milliardenschweren südafrikanischem Unternehmer. Übrigens war Anthonij Rupert einer der Mitbegründer des World Wide Fund for Nature (WWF). In 4 Hallen können ca. 200 Fahrzeuge (alle in Privatbesitz) besichtigt werden. Die Sammlung wird regelmäßig getauscht. Tim erzählte uns, dass zum Besitz weit mehr als 500 Fahrzeuge gehören. 🤩
Auch hier werden bei der Einfahrt die Personalien des Fahrers gefordert. Danach fahren wir durch herrlich gepflegtes Gelände und vorbei an Pferdekoppeln zum Parkplatz.
Man kann auch eine 1/2 Tages-Tour incl. Weinverkostung, Mittagessen und Bahnfahrt übers Gelände buchen. Dies muss 1 Tag vorher gebucht werden.
Nachfolgend wahllose Bilder der Fahrzeuge
Meins 😛
Alles top gepflegt.
Wir verbringen hier sicherlich 3 Stunden.
Mittlerweile hat wieder Regen eingesetzt und wir verlassen das wunderschöne Anwesen. Das Motor-Museum ist sehr sehenswert und nicht nur bei trüben Wetter eine 100%ige Empfehlung.
Auf dem Rückweg kommen wir an mehreren Weingütern vorbei, bei Rickety Bridge halten wir an. Dieses Weingut besuchten wir bereits 2015 im Rahmen einer Wine-Tram-Tour. Leider regnet es heute, so können wir die Schönheit des Weingutes nicht genießen.
Wir werden freundlich empfangen und erhalten einen schönen Platz neben den lodernden Kamin. Natürlich machen wir eine Weinprobe und ein Snackplatte gehört auch dazu.
Der Fahrer bekommt diese alkoholfreie Paarung.
Wir wählen die Estate Weine: 5 Weine für R75 Die Weine schmecken uns alle bestens.
Nach 17 Uhr verlassen wir das Weingut. Bilder habe ich bei diesem trüben Nieselwetter vom Gelände nicht gemacht. Aber das Weingut ist sehr schön und auf alle Fälle einen Besuch wert. 🙂
Für heute Abend haben wir eine Reservierung im Protegè Restaurant im Zentrum von Franschhoek. Dies ist ein weiteres Top-Restaurant von Mr. Singh's Portfolio.
Eines hatte ich noch gar nicht erwähnt, wir hatten das La Petit Colombe und Protegè im Zuge der „Restaurantwoche Südafrika“ gebucht, d.h. in dieser Zeit gibt es das Original-Menü zu günstigeren Preisen. Einige Spitzen-Restaurants sind dabei gelistet und der Andrang entsprechend groß.
Kurz vor 19 Uhr treffen wir ein und werden herzlich in Empfang genommen. Wir erhalten einen schönen Tisch an der großen Fensterfront. Diese Restaurant steht für zwangloses fine-dining. Uns gefällt es hier auf Anhieb. Die Einrichtung ist, wie gestern, nordisch chic.
Die offene Küche ist der Mittelpunkt des Restaurants.
Unsere Kellnerin, Betty, empfiehlt uns einen leichten Chardonnay, welcher zu allen Speisen hervorragend passt.
Wir wählten unterschiedliche Vorspeisen und Hauptgerichte. Nur beim Dessert waren wir 4 uns einig.
Protege Menükarte
Vorspeisen Lachs, Kap Malaiisch, Kerala, Curryblatt, Sultaninen-Chutney
Garnelenraviolo, Joghurt, Schnittlauch, Chili
Die Vorspeise war absolut klasse und Betty freut sich mit uns über den gelungenen Start.
Jeder Gang war ein Genuss für sich, die Vielfalt der Aromen göttlich. 😘 Die Präsentation war nicht so abgehoben wie im La Petit Colombe, trotzdem spürt und schmeckt man die Sorgfalt und Liebe zum Detail. Kurzum ein Dinner wie man es sich wünscht. Der Service war brillant. Es war wiederum ein Dinner auf Sterne-Niveau. Absolute Weiterempfehlung!
Gegen 23 Uhr fahren wir durch das stockdunkle Franschhoek (Stromabschaltung) in unsere Bleibe. Bei einem Glas Wein im Kerzenlicht lassen wir den sehr schönen Tag ausklingen.
... nur dass du dich nicht wunderst, dass so wenig Kommentare kommen: ich glaube es liegt daran, dass der Leser so voll und satt in euren schönen Unterkünften liegt, genießt und schon vom nächsten Essens-Event träumt 😉
Mit leerem Magen darf man definitiv deinen Bericht nicht anschauen... Ich genieße weiterhin, danke für die Anregungen! VG, Nette
Eigentlich dachte ich ja, dass Finedining nichts für uns ist. Aber, was das La Colombe abliefert ist unbeschreiblich und sensationell. Schade, im Dezember werden wir es nicht mehr schaffen, aber dann bei einem nächsten Besuch sicher ein must do (eat). Tatsächlich ist mir auch das Leeu Estate durchgegangen, wir waren nur in Franshoek.
Kann man die Gallery ohne appointment besuchen? Danke fürs Teilen!