jekabemuThemenstarter324 Beiträge · seit 201803. Okt. 2022 · #1Hallo liebe Fomis,
wir planen im September/Oktober 2023 unsere nächste Namibia / Botswana Selbstfahrer Tour, vermutlich kein Camper. Fokus sind Tierbeobachtungen.
Jetzt habe ich eine Frage bzgl. Route in Botswana. In den wenigsten Reiseberichten hier lese ich, dass man westlich am Okavango Delta entlang reist (A35, Divundu <-> Sehithwa). Die meisten scheinen sich östlich entlang zu bewegen (Maun <-> Kwai/Savuti/Moremi). Gibt es da Gründe dafür oder sehe ich lediglich den Wald vor lauter Bäumen nicht? Ich kann mir kaum vorstellen, dass es westlich vom Okavango Delta nichts (lohnenswertes) gibt...
Die Strecke östlich vom Okavango Delta wird irgendwann ja durchaus anspruchsvoll (Wasserquerungen, Sand/Tiefsand...). Das macht mir etwas sorge, zu zweit, wobei meine Begleiterin keine begnadete Autofahrerin ist.
Lohnt sich die Strecke westlich oder ist die östliche tatsächlich so viel schöner? Gibts da schöne Übernachtungsmöglichkeiten / Ausflugsmöglichkeiten, insbesondere mit Blick auf Tiersichtungen?
Bin dankbar für jeden Tipp.
Viele Grüße
Jens
06/2026: Botswana; 10/2025: Namibia, Botswana; 10/2023: Namibia, Botswana; 11/2018: Südafrika, Namibia; 06/2012: Südafrika; 11/2010: Namibia, Botswana
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201603. Okt. 2022 · #2Hi Jens,
nun, die beiden Strecken sind kaum vergleichbar.
Östlich fährst du entlang/durch Moremi, Chobe, und die angeschlossenen Teile in absolut wildreichem Gebiet,
und auf Schotter und Sand.
Westlich fährst du auf einer "naja"- Teerstraße. Von dort aus kannst du Bootstouren machen (Tiersichtungen),
Tsodilo Hills besuchen, ect.
Gruß Gina
jekabemuThemenstarter324 Beiträge · seit 201803. Okt. 2022 · #3Hallo Gina,
danke. Das die A35 eine Teerstraße ist, macht sie für mich aktuell sogar attraktiv. Meine Reisebegleiterin ist keine gute Fahrerin, daher überlege ich eben den westlichen Weg zu nehmen. Habt ihr Erfahrungen mit der Ecke bzw. der Bootstouren dort, speziell September/Oktober?
Der östliche Weg wäre sicher meine bevorzugte Route, wenn ich mir nicht so viele Gedanken wegen der Streckenverhältnisse und möglicher Probleme machen würden. Ich weiß das da auch Familien mit Kindern lang fahren, bin aber (leider) ein Kopfmensch und denke mir immer alle möglichen Szenarien aus.
Ich schau mir aber nochmal Reiseberichte für den östlichen Weg an. Vielleicht find ich ja noch Argumente um mich selbst zu überzeugen... 😄
LG
Jens
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GinaChris4'984 Beiträge · seit 201603. Okt. 2022 · #4Hi Jens,
ich borg mir da einen allseits bekannten Spruch: du schaffst das! 😉 (östlich rum)
Du musst ja nicht ins tiefste Delta fahren; da gibts entlang der Hauptdurchfahrtsroute auch für nicht-Camper ganz gute Unterkünfte,
die ihrerseits dann wieder geführte Fahrten anbieten, falls du wirklich selbst nicht fahren möchtest.
Fährst du westlich, bietet sich bspw Guma Lagoon zur Übernachtung, für Bootsfahrten, und den Ausflug nach Tsodilo an.
Wir gehören zu jenen die gerne Jän-März unterwegs sind, drum kann ich mit Erfahrungen im Sept,/Okt. leider nicht dienen.
Gruß Gina
kulala76 Beiträge · seit 200703. Okt. 2022 · #5Hallo Jens
Es gibt viele schöne Lodges entlang der C35, einige haben wir auch schon besucht.
Du kannst bei allen div. Ausflüge buchen, oder auch selber fahren. die Mahango Core Area bei Divundu ist sehr schön und auch
tierreich.
Lodges = Shametu River Lodge, Nunda River Lodge Mahangu Safari Lodge, Drotsky`s Cabins, Xaro Lodge,
event. noch nach Kongola fahren und eine Lodge am Kwando buchen. Namushasha River Lodge, Camp Kwando oder Lianshulu Lodge.
In dieser Gegend gibt es sehr viele Elefanten, Büffel und Flusspferde.
viel Vergnügen beim Planen.
kulala
Sangwali311 Beiträge · seit 201703. Okt. 2022 · #6Hi Jens,
wir standen 17 vor der gleichen Entscheidung und hatten damals auch Vorbehalte wegen der Strecke durch Savuti, zumal wir mindestens eine Zwischenübernachtung hätten einbauen wollen, was in der Gegend für Nichtcamper echt teuer ist. Dennoch wollen wir die Chobe-Riverfront nicht auslassen und haben uns dann für die Ost-Route über Nata entschieden. Das ist sicher auch noch eine Option, ihr braucht aber dann eine Zwischenübernachtung. Von Nata aus kann man dann über Kasane und Ngoma bequem Namibia erreichen (z. B. Chobe River Camp). So könnt ihr das Delta umrunden und könnt Chobe, Kwando und Divundu einbauen. Könnte eine Alternative zur Westroute sein.
VG Robert
pollux1'678 Beiträge · seit 200703. Okt. 2022 · #7Die Frage ist doch, was ist Eure Route vorher und nachher? Die Ostroute Chobe/Savuti/Moremi ist natürlich attraktiv aber am meisten Offroad. Katima-Kasane-Nata-Maun, nur wegen der Chobe Riverfront lohnt sich m.E. nicht. Wenn Ihr so weit in den Ost-Caprivi fahren würdet, dann müsst ihr den Zambezi mitnehmen und dann via Ngoma Bridge. Ansonsten wie schon geschrieben wurde Kavango auf namibischer Seite und dann die Camps am westl. Panhandle in Botswana und Tsodilo.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
MatzeHH441 Beiträge · seit 201404. Okt. 2022 · #8Wir sind die Westroute in 2017 gefahren. Das war aus Zeitgründen und weil wir gern einmal die Tsodillo Hills besuchen wollten.
Ich fand es super. Natürlich nicht mit Moremi zu vergleichen. Dafür ohne vor zu buchen und dass zu moderaten Preisen. Empfehlenswerte Unterkünfte wurden schon genannt.
kalachee1'059 Beiträge · seit 200604. Okt. 2022 · #9Guten Morgen
Nebenbei: diese Westroute wird auch «Panhandle» genannt bzw. einfach der Teil des Okavango wird so genannt (weil er auf der Karte halt tatsächlich ein bisschen wie ein Pfannenstiel ausschaut).
Nicht zu früh freuen: die Teerstrasse dort ist auch nur offiziell noch eine Teerstrasse, hat aber derart viele Schlaglöcher und Abschnitte mit nicht mehr vorhandenem Belag, dass diese Bezeichnung nicht wirklich verdient ist. 😉 (Wobei sich meine eigenen Erfahrungen auf 2018 beziehen, aber, zumindest gemäss einschlägigen Facebook Gruppen, hat sich da noch nichts getan seither)
Wie die anderen bereits erwähnten, kann man das wirklich nicht vergleichen. Aber das Panhandle ist auch sehr schön, das lohnt sich meiner Meinung nach durchaus. Es hat halt nur viel weniger touristische Anhaltspunkte, aber es gibt eben wirklich schöne Lodges / Camps, die einen Aufenthalt unbedingt lohnen. Wir waren auf der Guma Lagoon Campsite und das ist wirklich wunderschön dort. Man kann zum Beispiel Mokoro Touren machen, Bootstouren, Fishing Trips, etc. Insbesondere für Birder sehr empfehlenswert.
Je nach Route vorher und nachher könnte man das durchaus sinnvoll einbauen. Aber wenn die Idee ist, das Okavango Delta zu erleben und mit Ost-Zambezi und Chobe Riverfront zu kombinieren, kommt man um die Route Maun - Moremi - Chobe Savuti - Kasane (oder umgekehrt) eigentlich nicht rum. Oder aber z.B. von Maun aus einen Rundtrip in den Moremi / Delta und dann über (Nxai Pan NP, Makgadigadi NP) Gweta und Nata nach Kasane / Chobe.
Das Panhandle als Reiseziel lohnt sicher, kann aber nicht als Ersatz für das Delta selber herhalten.
Liebe Grüsse
Sam
Champagner8'682 Beiträge · seit 201004. Okt. 2022 · #10Kennt Ihr diesen Reisebericht von Kerstin und Carsten? Da bekommt Ihr vielleicht einen kleinen Eindruck von den verschiedenen Regionen, die jetzt angesprochen wurden (Achtung: die erwähnte Dombo Farm gibt es nicht mehr):
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/288982-mopsig-ums-delta-oder-birder-haben-mehr-vom-urlaub.htmlLG Bele
P.S.: Bei mir laden die Fotos in dem Bericht (ab Seite 3 oder so) nicht, ist das bei anderen auch so?
DankeJack68 Beiträge · seit 202005. Okt. 2022 · #11Hi,
nur mal kurz ein Einwurf zu dem Zustand der A35.
Wir sind die vor etwas mehr als einer Woche gefahren und die war für etwas mehr als 100km in einem grottigen Zustand. Nicht umsonst wird sie bei Tracks4Africa als Schlaglochpiste geführt. Teilweise war Tempo 20 nicht möglich und dort, wo neben der Teerstraße bereits Sandpisten zu erkennen sind, sollte man sie auf jeden Fall nutzen.
Wir waren überrascht, dass wir uns dort keinen Platten zugezogen haben. Die restlichen 150km sind in einem sehr guten Zustand und dort sind 100km/h kein Problem.
Aber der Schlaglochteil war bei weitem der schlechteste Streckenabschnitt in unseren über 5.000 km.
Liebe Grüße
Susann + Nic
ALM2'319 Beiträge · seit 201105. Okt. 2022 · #12Moin Susann,
auf welchem exakten Streckenabschnitt lag denn die 100 km Schotterkatastrophe genau?
LG Alm
La Leona2'779 Beiträge · seit 200705. Okt. 2022 · #13ALM schrieb:Moin Susann,
auf welchem exakten Streckenabschnitt lag denn die 100 km Schotterkatastrophe genau?
LG Alm
Hallo Alm
Ich bin zwar nicht Susann aber meine verlässliche Quelle sagt dass der Abschnitt zwischen Nokaneng und Gumare ein einziges Schlagloch sei. Sie benötigten 6h von Maun bis Ngepi. Inkl Grenzkontrollen. Die A35 sei generell durchwegs in einem desolaten Zustand...
LG LL
DankeJack68 Beiträge · seit 202006. Okt. 2022 · #14ALM schrieb:Moin Susann,
auf welchem exakten Streckenabschnitt lag denn die 100 km Schotterkatastrophe genau?
LG Alm
Hallo Alm,
wie La Leona schon sagte, ist die Strecke ab der Grenze zu Nambia bis etwa Nokaneng in einem grauenhaften Zustand, mit wenigen Ausnahmen zwischendurch. Hier deutlich mehr Zeit einplanen, wenn es die A35 sein soll (bei Tracks4Africa fürs Garmin ist das hinterlegt bei der Zeitkalkulation).
Wir waren morgens um 7:00-7:30 Uhr an der Grenze und gegen 13:30 in Maun. Vielleicht hilft euch das als Kalkulation. Schneller halten wir als Touristen für nicht machbar.
Liebe Grüße
Susann + Nic
jekabemuThemenstarter324 Beiträge · seit 201808. Okt. 2022 · #15Hallo Leute,
vielen lieben Dank für die zahlreichen Rückmeldungen. Auf Grund einer Dienstreise komm ich erst jetzt dazu mich hier wieder zu melden.
Die Route davor/danach ist noch unbestimmt. Ganz grob und noch völlig unausgegoren: Windhoek, Ecke Grootberg Pass, Etosha, Caprivi/Horse Shoe/Chobe und dann eben die Umgebung ums Okavango Delta, wenn es finanziell machbar ist gern auch direkt ins Okavango Delta, Windhoek.
Die Ostroute über Nata hatten wir schonmal vor 12 Jahren. Wäre jetzt nicht erste Option, weil doch viele extra-km, aber die will ich auch nicht ausschließen.
Danke auch für den Hinweis wegen des nicht ganz so optimalen Streckenzustands der A35 und die genannten Unterkünfte. Das schau ich mir da nochmal genauer an.
Den genannten Reisebericht kannte ich noch nicht. Da freu ich mich drauf den zu lesen.
LG
Jens
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jekabemuThemenstarter324 Beiträge · seit 201808. Okt. 2022 · #16Champagner schrieb:
P.S.: Bei mir laden die Fotos in dem Bericht (ab Seite 3 oder so) nicht, ist das bei anderen auch so?
ja ist bei mir leider auch so 🙁
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