binca75Themenstarter1'567 Beiträge · seit 201524. Apr. 2021 · #1
Moin ihr Lieben,
diesmal komme ich nicht mit Fragen zu Unterkünften, einer Reiseroute oder ähnlichem, sondern mit einem etwas anderen Anliegen... Auch weit weg vom "C-Thema", was vielleicht auch mal ganz schön ist... Tatsächlich haben wir uns folgendes gekauft für unser heimisches Grill- und Gartenvergnügen:
Ich weiß, dass hier einige Rezepte in der Suchfunktion zu finden sind, aber so weit sind wir noch gar nicht, denn das Teil muss ja zuerst noch vorbereitet werden für seinen ersten Einsatz. Dazu habe ich ein paar (für euch Profis wahrscheinlich "dämliche", aber ich frage trotzdem... 😗 ) Fragen... Folgendes habe ich bereits beim Schnüstern und auch in den Gebrauchshinweisen des Potjies selbst erkundet:
1. Das Teil darf niemals mit Spüli abgeschrubbt werden. 🤨 Also benutze ich zum ersten Reinigen lediglich heißes Wasser und muss damit (und einer Bürste) die Wachsschicht entfernen, die sich zum Schutz auf dem Pott befindet. 😗
2. Vor der ersten Benutzung muss ich den Pott einbrennen. Dazu reibe ich ihn mit Kokosfett oder pflanzlichem Öl (Sonnenblume?) ein. Hier schon meine erste Frage: Kokosfett wäre ja fest, funktioniert das besser? Oder doch lieber flüssiges Öl? Danach soll er kopfüber für eine Stunde bei 200 Grad in den Backofen (unten drunter das Backblech, weil das Öl ja abtropft...) oder in einen Kugelgrill. Da wir den nicht besitzen, bleibt eh nur der Backofen... 🙄 Danach wird überschüssiges Fett in den Pott eingerieben.
So und danach wäre er wohl einsatzbereit. Vielleicht hat einer von euch auch noch ein gelingsicheres Rezept fürs "erste Mal"?
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200624. Apr. 2021 · #2
Moin Bianca,
ihr habt den falsch herum aufgestellt. 😉 Der gehört so:
binca75 schrieb: Vielleicht hat einer von euch auch noch ein gelingsicheres Rezept fürs "erste Mal"?
Schau mal im Forum vom Grillsportverein (www.grillsportverein.de). Dort gibt es eine Sparte "Dutch Oven", was vom Prinzip her das gleiche ist wie der Potjie. Der Potjie hat halt eine bauchige Form und der Dutch Oven gerade Wände. Dort ist Schichtfleisch gerne empfohlen.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
für die Reinigung stelle ich unsere Potjies und Dutch Ovens kopfüber in die Spülmaschine und spüle die dann ohne Reinigungsmittel durch. Bei den größeren Geräten nehme ich dazu den oberen Korb raus.
Nach dem Trocknen anschließend mit Pflanzenöl einreiben, umgedreht auf das Backblech stellen und in den Backofen bei maximaler Hitze.
binca75Themenstarter1'567 Beiträge · seit 201524. Apr. 2021 · #5
BikeAfrica schrieb:Moin Bianca,
ihr habt den falsch herum aufgestellt. 😉 Der gehört so:
binca75 schrieb: Vielleicht hat einer von euch auch noch ein gelingsicheres Rezept fürs "erste Mal"?
Schau mal im Forum vom Grillsportverein (www.grillsportverein.de). Dort gibt es eine Sparte "Dutch Oven", was vom Prinzip her das gleiche ist wie der Potjie. Der Potjie hat halt eine bauchige Form und der Dutch Oven gerade Wände. Dort ist Schichtfleisch gerne empfohlen.
binca75Themenstarter1'567 Beiträge · seit 201524. Apr. 2021 · #6
Logi schrieb:Hallo Bianca,
für die Reinigung stelle ich unsere Potjies und Dutch Ovens kopfüber in die Spülmaschine und spüle die dann ohne Reinigungsmittel durch. Bei den größeren Geräten nehme ich dazu den oberen Korb raus.
Nach dem Trocknen anschließend mit Pflanzenöl einreiben, umgedreht auf das Backblech stellen und in den Backofen bei maximaler Hitze.
Wichtig: alle Türen und Fenster öffnen!
LG Logi
Moin Logi, auf die Idee, den Pott in die Spülmaschine zu stellen, wäre ich nie gekommen... Danke für den Tipp!
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200624. Apr. 2021 · #7
Logi schrieb: Wichtig: alle Türen und Fenster öffnen!
Oh ja. Als ich meine Tajine eingekocht habe, hatte ich Fenster und Balkontür komplett offen und Durchzug. Trotzdem gab das eine solche Rauch- und Geruchsentwicklung, dass ich davon tagelang noch was hatte.
Alternative: Abwarten, bis der Nachbar in Urlaub fährt und einen bittet, derweil die Pflanzen zu gießen … 😗
Gruß Wolfgang
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Chrigu7'272 Beiträge · seit 200624. Apr. 2021 · #8
Hallo Bianca,
Auf den Bildern kann ich nicht richtig erkennen ob der Potjie offenporig oder beschichtet ist. Ich habe beides. Das Handling ist dann etwas unterschiedlich. Offenporige Potjies rosten sehr gerne und sollten nach dem reinigen immer gut geölt weggestellt werden. Auch sollte da der Deckel beim wegstellen nicht aufliegen (Tuch oder Hölzchen zwischen Topf und Deckel reicht). Dann entwickelt das Öl im Topf keine störenden Gerüche. Beim Reinigen sollte auf Spülmittel verzichtet werden.
Einen beschichteten Potjie kannst Du normal spülen. Der braucht für die Aufbewahrung auch nicht geölt zu werden.
Herzliche Grüsse Chrigu
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BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200624. Apr. 2021 · #9
… kleine Info noch zum Potjie. Siedler aus den Niederlanden brachten Mitte des 17. Jahrhunderts den Dutch Oven mit nach Südafrika. Möglicherweise war man dort nicht in der Lage, die Gefäße mit glatten Wänden herzustellen oder die bauchige Form braucht evtl. weniger Brennmaterial für die gleiche Kochleistung. Irgendeinen Grund wird es gegeben haben, die Form zu ändern.
Beim Dutch Oven ist der Rand des Deckels höher nach oben gezogen. In der Regel werden hier Grillbriketts auch auf den Deckel gelegt, also mit Ober- und Unterhitze gekocht. Beim Potjie ist dieser Rand deutlich flacher. Man könnte ebenfalls Grillbriketts oben drauflegen, müsste aber beim Abheben des Deckels stärker aufpassen, dass davon nichts in den Topf fällt oder die Briketts vorher mit einer Zange entfernen. In Afrika habe ich noch nie gesehen, dass jemand irgendwas heißes auf den Deckel legt. Bei manchen Gerichten wäre es aber durchaus sinnvoll, genau wie beim Zubereiten im Herd auch.
Gruß Wolfgang
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BikeAfrica schrieb:...Man könnte ebenfalls Grillbriketts oben drauflegen, müsste aber beim Abheben des Deckels stärker aufpassen, dass davon nichts in den Topf fällt oder die Briketts vorher mit einer Zange entfernen....
....oder man nimmt für diesen Fall einen Deckel des Dutch Ovens (möglichst in der gleichen Größe) und verwendet ihn dann für den Potjie. 😎
LG Logi
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200624. Apr. 2021 · #11
BikeAfrica schrieb:In Afrika habe ich noch nie gesehen, dass jemand irgendwas heißes auf den Deckel legt. Bei manchen Gerichten wäre es aber durchaus sinnvoll, genau wie beim Zubereiten im Herd auch.
Dann hast Du mir noch nie beim kochen und backen zugeschaut.
Herzliche Grüsse Chrigu
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BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200624. Apr. 2021 · #12
chrigu schrieb:
BikeAfrica schrieb:In Afrika habe ich noch nie gesehen, dass jemand irgendwas heißes auf den Deckel legt. Bei manchen Gerichten wäre es aber durchaus sinnvoll, genau wie beim Zubereiten im Herd auch.
Dann hast Du mir noch nie beim kochen und backen zugeschaut.
Damit hast Du natürlich recht. 😉 Das ist schade, denn Dein Ruf als Koch unterwegs eilt Dir voraus.
Die Gefäße auf dem Foto sehen aber auch eher aus wie Dutch Oven. Ich kann es aber evtl. nicht so genau erkennen
Die meisten Leute stellen den Potjie aber einfach ins Feuer oder über die Glut. Und bei Einheimischen habe ich diese Töpfe bisher nur über der Glut stehen sehen.
Gruß Wolfgang
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Chrigu7'272 Beiträge · seit 200624. Apr. 2021 · #13
BikeAfrica schrieb: Die Gefäße auf dem Foto sehen aber auch eher aus wie Dutch Oven. Ich kann es aber evtl. nicht so genau erkennen
Ich verwende tatsächlich verschiedene Potjies. Auf dem Bild ist der Bauchige nicht zu sehen. Da habe ich Brot gebacken und aus dem Bauchigen kriegst Du das nicht so gut raus. Das hintere ist aber ein Flat Bottom Potjie. Diese sind ähnlich wie die Dutch Oven. Der hier ist von der Marke Super Potjie und ist richtig gut. Ich habe den in Südafrika gekauft. Wenn ich noch mal so einem begegne, dann hole ich mir noch einen zweiten. Vorne ist eine Brotbackform für die Glut. Praktisch, weil das Brot nicht anbrennen kann. Die Brote werden aber etwas klein und man macht eigentlich nur Brot damit. Da ist ein richtiger Potjie schon flexibler.
Herzliche Grüsse Chrigu
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