Tipps zu Tier und Naturfotografie

62 Antworten · 12,0k Aufrufe · gestartet 17. Apr. 2021 von Bonebreaker
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6'375 Beiträge · seit 201118. Apr. 2021 · #21
Hoi zämä

Wie macht Ihr das mit Sternenhimmelfotos?
Ich hab zwar auch schon Sternenhimmelfotos mit für mich brauchbarem Resultat geschossen, aber ich kann es nicht nachvollziehen, selbst wenn ich dieselben Objektive und Einstellungen nutze wie damals.
Länger als 20 Sekunden hab ichs jeweils nicht belichtet, wegen der Erddrehung, darum denke ich dass es bei mir an der Fokussierung liegt.
Und ja, mir ist klar dass MFT dafür nicht das optimale Format ist, aber mit f3,5 bei 12mm (=24mm Kleinbild) wurde es schon mehrmals für meine Ansprüche brauchbar. Aber eben eher zufällig denn 'gewusst wie'.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
1'394 Beiträge · seit 200918. Apr. 2021 · #22
Oh ja, da schließe ich mich Piccos Frage an, das würde mich auch interessieren.

@Picco: Was meinst Du mit MTF? Mittelformat?

Da fällt mir gleich noch eine weitere Dummy Frage ein. Ich lese immer von Volllformat, Mittelformat etc.
Könnt Ihr mir das auch noch einmal kurz erklären? ... und auch was die Vorteile und Nachteile sind?

Lieben Dank im Voraus
Sabine
Themenstarter240 Beiträge · seit 201918. Apr. 2021 · #23
@Picco

Bei den Bildern habe auch meist mehr Müll als Treffer. Ich kann dir nur sagen wie ich es mach,
Mann liest immer man soll manuell auf unendlich stellen. Ist bei vielen Objektiven nicht so leicht einzustellen. Dann haben wir auch wieder das Problem, dass oft der Vordergrund unscharf ist, und ich möchte bei vielen Bilder noch irgendetwas im Vordergund haben. Daher nutze ich eben den Effekt der hypofokalen Distanz aus und stelle eben nicht auf unendlich. Ich habe da einfach bessere Ergebnisse erhalten

Ich schalte dann die ISO Zahl hoch auf 1000 oder 1250. und belichte mit 30sekunden, bei meinem Fischaugen mit 15mm ist das noch in Ordnung. Deine 20 Sekunden bei 24mm sind OK, also bei dir eher mehr ISO.

Und dann: Bild bearbeitung.
Unbenannt.JPG


Die Entwicklung ist reine Geschmackssache. Wer meinen Geschmack teilt und wissen will wie ich den Look generiert habe. Ich habe auch im Netz gestöbert.
https://gwegner.de/know-how/lightroom-tipp-bearbeiten-von-nachtaufnahmen-der-milchstrasse/


PS (nachträglich): Das es ohne Stativ nicht geht, müsste klar sein 🙂
Namibia 2013 | Mosamik,Südafrika 2016 | Botswana, Namibia 2019 | 5 Tage Etosha Dez. 2020 | USA 2024 Wale, Vulkane, Geysire | Kruger Dez 2025 | Honduras/Roatan März 2026 Tipps Fotografie
zuletzt bearbeitet 18. Apr. 2021
Themenstarter240 Beiträge · seit 201918. Apr. 2021 · #24
@Sabine26
Vollformat, Mittelformat, Kleinformat, Micro4: Das sind einfach Bezeichnungen für die Sensorgröße

Im analogen Zeitalter war ein Film (sprich Negativ), den man eingelegt hat auf die Größe 2,4 x 3,6 cm ausgelegt. Diese Größe findet man auch heute wieder. Die Sensoren meiner Nikon sind genauso groß, und das wird umgangssprachlich Vollformat genannt. Smartphones oder einfache Kameras haben einen viel kleineren Sensor, DIe Spiegellosen verwenden das Micro Four Thirds Format, das nur halb so groß wie das Vollformat ist, dann gäbe es APS-C, das liegen zwischen Vollformat und Micro Four Third. Die Kamerahersteller haben teilweise eigene Namen dafür und Umgangsprachlich wird manches auch wieder anders genannt. Du siehst es kann unübersichtlich sein.

Je kleiner ein Sensor, desto enger liegen die photoelektischen Sensoren beieinander und stören sich gegenseitig=Rauschen. Daher sagte man früher z.B 10 Mpixel bei einer APS-C Sensor ist rauschanfällilger als 10Mpixel auf einem Vollformatsensor. Heutzutage ist das zu simpel, da die Entwicklung immer weitergeht und die "kleinen Sensoren" immer besser werden. Was sich nicht geändert hat, je größer der Sensor, desto teurer.
Aber die kleinen Sensoren passen in kleinere handlichere Kameras, die wiederum kleinere handlicher Objektive verwenden können.

Das mal so ganz grob dazu
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zuletzt bearbeitet 18. Apr. 2021
1'394 Beiträge · seit 200918. Apr. 2021 · #25
Hallo Bonebreaker,

super, vielen Dank, bin schlauer geworden.
Du kannst echt gut für Dummies erklären!!!

Darf ich noch eine Frage stellen? ... die kam mir gerade in den Sinn, als ich Deine Antwort gelesen habe.

Es gibt ja jetzt immer mehr spiegellose Kameras. Was ist da der Unterschied und Vor-\Nachteile zu denen mit Spiegeln?
Ist das eine „Glaubensfrage“, ob mit Spiegel oder ohne ... oder geht die Entwicklung eher hin zu den Spiegellosen?

Viele Grüße
Sabine
7'299 Beiträge · seit 200618. Apr. 2021 · #26
Sabine26 schrieb:
Du kannst echt gut für Dummies erklären!!!

Eine Eigenschaft, die selten ist.
Noch seltener, wenn es wie in diesem Fall ohne Arroganz geschieht.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter240 Beiträge · seit 201918. Apr. 2021 · #27
Noch ist es eher eine Glaubensfrage, die Zukunft wird aber den spiegellosen Systemen gehören.

Der Nachteil der Spiegelreflexkamera ist der Spiegel. Ein massebewegendes Teil. Bei jeder Auslösung klappt der Spiegel zurück. Die richtig Guten können das 9 bis 11 mal in der Sekunde. Das ist mechanisch belastend, nur teuer und aufwändig zu lösen. Die richtig teuren Spiegelreflexkameras haben eine Lebensdauer von bis zu 500.000 Auslösungen.
Diese Problem haben die Spiegellosen nicht, können günstiger konstruiert werden, kompakter. DIe können theoretisch 60 Bilder/s machen, wenn nicht sogar schon mehr
Aber: bisher konnten die Spiegellosen nicht so schnell wie eine Spiegelreflexkamera fokusieren. Aner das ist im Umbruch, wenn nicht sogar schon geschehen. Bin eben in der Entwicklung bei den Spiegellosen nicht auf dem laufenden. Und bei der, aller wahrscheinlichkeit nach, späteren technischen Überlegenheit, ich liebe das Geräusch beim Zurückklappen des Spiegels, das ist aber rein subjektiv. 🙂
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6'375 Beiträge · seit 201118. Apr. 2021 · #28
Hoi zämä
Sabine26 schrieb:@Picco: Was meinst Du mit MTF? Mittelformat?
picco schrieb:Und ja, mir ist klar dass MFT dafür nicht das optimale Format ist...
MFT (nicht MTF) ist die Abkürzung für 'Micro Four Thirds', ein Sensorformat wie es von Olympus und Panasonic für viele der spiegellosen Systemkameras verwendet wird.
Diese Sensoren haben 1/2tel der Fläche eines Vollformatsensors, was einen 'Cropfaktor' von 2 ergibt. Die meisten Spiegelreflexkameras haben Sensoren mit 1/1,6tel oder 1/1,5tel der Fläche eines Vollformatsensors, demnach einen Cropfaktor von 1,6 bzw. 1,5. Einige verwenden auch Spiegelreflex- und spiegellose Kameras mit Vollvormatsensoren, was dann natürlich einen Cropfaktor von 1 ergibt.

Vorteile beim MFT gegenüber grösseren Formaten sehe ich für mich vor allem fürs Reisen. Ich hab jeweils 3 Bodys und 4 Objektive dabei. Das Ganze hat dann mit recht hochwertigen Linsen und einem (umgerechnet auf Vollformat) lückenlosen Brennweitenbereich zwischen 14 und 800mm ein Gewicht von rund 3kg.
Im 2016 war ich ja mit Sven (hier als 'Seven' unterwegs) einen Reisepartner mit einer Vollformatausrüstung dabei, da hat schon sein grösstes Objektiv etwa das Gewicht wie meine ganze Ausrüstung gehabt.
Und in der Dämmerung konnte er, wenn ich es recht in Erinnerung habe, nur 2-3 Minuten länger fotografieren als ich. Die Unterschiede der Bilder dieser zwei Systeme waren auch nicht so gross dass man auf Anhieb sagen konnte welche Bilder mit der Vollformat und welche mit der MFT gemacht wurden.
@Sven: Falls Du hier mitliest: Hab ich das recht in Erinnerung?

@bonebreaker: Es gibt in der Zwischenzeit auch bei den Spiegellosen etliche Formate, inkl. Vollformat.

Mit dem Satz
Bonebreaker schrieb:Daher nutze ich eben den Effekt der hypofokalen Distanz aus und stelle eben nicht auf unendlich.
Hast Du mich schon über meine Grenzen gebracht....wie stell ich denn da was ein???
Ich glaub ich les mal im Wikipedia was das überhaupt ist...
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
93 Beiträge · seit 201018. Apr. 2021 · #29
Ich hoffe es ist ok für Bonebreaker, wenn ich mich auch kurz einklinke 🙂 Beim Sternenhimmel fotografieren könnt ihr z.B. auf folgendes achten:
  • Verwendet euer neustes Kamera-Model (je neuer, um so rauschärmer ist die Kamera in der Regel) und euer weitwinkligstes und lichtstärktes Objektiv (also z.B. wie von Picco beschrieben das 12mm f3.5)
  • Kamera auf manuell stellen, so dass man Blende, Zeit und ISO manuell einstellen kann
  • Am idealsten ist es, wenn die Kamera auf RAW eingestellt ist. Dann lassen sich anschliessend die meisten Details rausholen.
  • Bevor ihr los fotografiert, schaltet den Bildstabilisator am Objektiv / Kamera aus. Wenn man vom Stativ fotografiert, braucht es den Stabi nicht.
  • Autofokus ausschalten und manuell scharfstellen – wenn eure Kamera einen Live-View hat diesen dazu nutzen. Am Himmel einen hellen Stern raussuchen und mit der Lupe im Liveview reinzoomen. Durch Drehen des Fokusrings kann man gut die ideale Schärfe einstellen, je kleiner der Stern / Punkt um so schärfer. Es braucht etwas Übung, aber hat man dies ein paar Mal gemacht, geht es immer besser. Wenn ihr ein Objekt im Vordergrund habt, z.B. einen Köcherbaum, dann könnt ihr diesen auch mit der Taschenlampe anleuchten und auf diesen scharf stellen. Wichtig dabei ist, die hyperfokale Distanz (wie von Bonebreaker erklärt) zu berücksichtigen. Sonst läuft man Gefahr, dass der Baum zwar scharf ist, die Sterne jedoch nicht mehr.
  • Blende einstellen: wählt hier die niedrigste Zahl die euer Objektiv hergibt, also zum Beispiel f1.8, f2.8 oder f3.5. Je offener die Blende (= je kleiner die Zahl) um so mehr Licht kommt rein und in der Nacht braucht man alles Licht das man kriegen kann 🙂
  • Zeit einstellen: Die Zeit wählt man je nach Kameramodel und eingestellter Brennweite, je nachdem kann man länger belichten. Bei Micro-Four-Third Kameras gilt es im Vergleich zu z.B. Vollformat - eher kürzer zu belichten, also maximal 10 – 15 Sekunden, sonst werden aus den Sternen schneller Striche (statt Punkte). Am besten probiert man mit der eigenen Kamera wo die "Schmerzgrenze" genau liegt. Es gibt da eine tolle App mit der ihr jeweils die ideale Belichtungszeit je nach verwendeter Kamera / Brennweite ausrechnen könnt: PhotoPills. Auf deren Website gibt es eine abgespeckte Version des Rechners: PhotoPills Rechner
  • ISO Wert: hier auf jeden Fall nicht schüchtern sein und im Zweifelsfall lieber die ISO hochschrauben. Probiert zu Beginn verschiedene ISO Werte aus um die Grenzen eurer Kameras zu testen. Ihr werdet bald sehen, wo für euch die Schmerzgrenze ist bzw. wieviel Rauschen ihr bei euren Bildern zulassen möchtet. Je kleiner der ISO Wert, um so länger müsst ihr belichten und einen Kompromiss bei den Sternen als Punkte (oder Strichlein) eingehen. Je höher der ISO Wert um so kürzer könnt ihr belichten. Bei neuen Kamera Modellen kann man durchaus ISO Werte von bis zu 6400 oder gar 10000 verwenden.
  • Sobald ihr den Sternenhimmel fotografiert habt, prüft unbedingt ob a) das Bild scharf ist und b) ob es genug hell belichtet ist. Nachts läuft man oft Gefahr zu dunkel zu belichten, da das Display der Kamera in der Dunkelheit alles heller erscheinen lässt. Um die Helligkeit zu beurteilen, schaut dabei auf euer Histogramm. Dieses sollte nicht zu «linkslastig» sein, sondern bis mindestens in die Mitte kommen.
DSC_8606.jpg

Bild aufgenommen mit Vollformatkamera und 14mm Weitwinkel-Objektiv - Blende 2, 20 Sekunden Belichtungszeit, ISO 5000
Unsere Website http://www.amazingviews.ch
zuletzt bearbeitet 18. Apr. 2021
Themenstarter240 Beiträge · seit 201918. Apr. 2021 · #30
@BikeAfrica & sabine26

Danke für das Kompliment. Um ehrlich zu sein, es gab eine Zeit, da hatte ich meine fotografische Nase schon sehr recht hoch getragen. Aber es hilft sein größter eigener Kritiker zu sein (vielleicht eine der wichtigsten Regeln für einen Fotografen) und man gewinnt im Laufe der Zeit einfach auch immer mehr an Gelassenheit.
Namibia 2013 | Mosamik,Südafrika 2016 | Botswana, Namibia 2019 | 5 Tage Etosha Dez. 2020 | USA 2024 Wale, Vulkane, Geysire | Kruger Dez 2025 | Honduras/Roatan März 2026 Tipps Fotografie
761 Beiträge · seit 201018. Apr. 2021 · #32
Herzlichen Dank für die praktischen Tipps! 😁

Einige davon kann ich mir im Kopf merken 😉 - z.B. den mit Aug-an-Aug, andere hab ich mir ausgedruckt ( z.B. Sternenhimmel ) und werde das im nächsten Namibiaurlaub ( September/Oktober ) hoffentlich anwenden.


Gruß Doro
~ Africa is a feeling ~
1'014 Beiträge · seit 201618. Apr. 2021 · #33
Die Sternenhimmelfotografiererei kann man sich recht einfach merken, wenn man die wichtigsten Eckpunkte verinnerlicht hat.
Es ist dunkel, also muß man der Kamera helfen, genug Licht zu bekommen.
Also hohe ISO-Zahl, Blende ganz auf (die kleinste Zahl ist die größte Blende) und lange belichten (je nach Kameratyp 20-30 Sekunden). Stativ logischerweise nicht vergessen und am besten Selbstauslösung wählen um beim Auslösen keinen Verwackler reinzubringen. Bei einer Spiegelreflexkamera den Spiegel hochklappen (verriegeln), um Verwacklungen durch den Spiegelschlag zu vermeiden.
Und weil man gerne nicht nur ein paar Sterne fotografieren möchte sondern einen Sternenhimmel (in Namibia sind gefühlt ganze Galaxien am Himmel zu sehen) nimmt man das weitwinkligste Objektiv, das man hat.
Und nicht bei Vollmond, der ist kontraproduktiv und bringt zuviel Licht ins Dunkel. Je weniger Mond, desto besser.

Und vorher zu Hause unbedingt ausprobieren um zu schauen, welche ISO-Zahl und Belichtungsdauer für die Kamera machbar sind.

Yanjep
zuletzt bearbeitet 19. Apr. 2021
1'415 Beiträge · seit 201418. Apr. 2021 · #34
yanjep schrieb:
Und vorher zu Hause unbedingt ausprobieren um zu schauen, welche ISO-Zahl und Belichtungsdauer für die Kamera machbar sind.
Bei dem europäischen Lichtsmok des Nächtens 😕 ?
Müsste dann eventuell kurz in den Wald 😄
Als dankbare Mitleserin grüsst die Gromi
Grüessli von der Gromi Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA Reisebericht 2018: NA, BW, NA
761 Beiträge · seit 201018. Apr. 2021 · #35
Zum Glück wohnen wir nah am Pfälzer Wald.
Ich werd üben. 😄

Gruß Doro
~ Africa is a feeling ~
1'014 Beiträge · seit 201618. Apr. 2021 · #36
Um auszuprobieren, welche Einstellungen für die Kamera verdaulich sind ist es besser, mit Lichtsmok zu üben als in Namibia in den Mond zu gucken.

Yanjep
6 Beiträge · seit 201918. Apr. 2021 · #37
Vielen Dank für die Tipps und die anschauliche Illustrationen.

Letzte Frage @ rik m. oder alle,
wie macht man die schönen Sonnensterne?
Cheers & Grüßle
1'014 Beiträge · seit 201618. Apr. 2021 · #38
Dazu muß man eine kleine Blende wählen, bei mir so ab Blende 12. Das funktioniert auch in der "blauen Stunde" bei Lichtern. Durch die Blendenlamellen, wie ich es verstanden habe.

Yanjep
260 Beiträge · seit 200718. Apr. 2021 · #39
Sonnensterne macht man wie bereits gesagt in der Regel mit Blenden ab 11 oder höher, kommt auf die das Kamerasystem bzw. den Linsentyp an. Bei Nikon wird's erst ab F13 wirklich spannend und bei vielen auf spiegellose Systeme gerechnete neue Linsen sehen die irgendwie nicht mehr so gut aus wie bei DSLR's.

Bei meiner NIKON D850 damals waren die bei den meisten Linsen ab F13 richtig klasse, aber seit ich bei Sony bin sieht die Sache etwas anders aus. Ich muss aber gestehen, ich setze diese selten als Stilmittel ein und finde sowieso, dass sie leider sehr inflationär benutzt werden. Oftmals hätte dem Foto selber eine andere Blende besser getan, aber der Fotograf übertreibts bewusst um einen schönen Sonnenstern zu bekommen. Wem's gefällt? 😗
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE. Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien
zuletzt bearbeitet 18. Apr. 2021
1'014 Beiträge · seit 201619. Apr. 2021 · #40
Ein Sonnenstern um des Sterns willen hat sich etwas abgenutzt, so ähnlich wie Colorkeys. Aber in einigen Fällen, wenn z.B. die Sonne in einem bestimmten Winkel durch Bäume scheint, macht es sich recht gut.
Ich benutze die Technik häufig bei künstlicher Beleuchtung in der goldenen und blauen Stunde. Sonst hat man oft nur eine matschige, unschöne Lichtquelle. Zur Begrifflichkeit: die goldene und die blaue Stunde ist die Zeit kurz vor und kurz nach Sonnenaufgang. Besonders im zeitigen Frühjahr oder spätem Herbst, im Winder sowieso ist der Horizont noch recht dunkel aber die Beleuchtung ist noch / schon an.

Yanjep
zuletzt bearbeitet 19. Apr. 2021