Zoom-Objektiv für Safaris

7 Antworten · 5’506 Aufrufe · gestartet 10. Mai 2020 von xKlein1
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Themenstarter2 Beiträge · seit 202010. Mai 2020 ·
Hallo zusammen,

eine Freundin von mir möchte nächstes Jahr nach Kenia.
Sie hat mich um Beratung gebeten, da dies aber gar nicht meine Gebiet ist, möchte ich euch um Hilfe bitten.

- Gesucht wird ein Zoom-Objekt
- Brennweite "safaritauglich" (Reicht da 300 mm?)
- für Nikon D3300
- Preis Maximum 400 - 500 EUR

Habe mal im Internet gesucht, wobei mir auffiel dass vor allem das Tamron 70-300 öfter genannt wird (https://kamera-objektive-test.de/tamron-70-300-test/) Habt ihr damit vielleicht schon Erfahrung?
Was verwendet ihr so? Freu mich über eure Hilfe.

Gruß Anna
zuletzt bearbeitet 23. Mai 2020
1’249 Beiträge · seit 200911. Mai 2020 ·
Hallo Anna,
in den Preisrahmen passt ein 70-300 von Nikon oder Tamron.
Ich habe ein älteres 70-300 von Nikon schon seit vielen Jahren. Preis-Leistung ist OK.
Aber ich nehme es nur noch, wenn es mal klein und leicht sein soll.
Das Tamron 70-300 mit VC soll besser als mein älteres Nikon sein.
Ein Freund ist damit sehr zufrieden.

Mit 300mm an einer Crop Camera (entspricht 450mm am Vollformat) kann man schon viele Tiere in Afrika fotografieren.
Für kleine Vögel oder Details (Auge des Löwen) wird es aber etwas kurz sein.
Es darf aber auch um die Tiere auch etwas Landschaft auf dem Bild sein.
Man darf ruhig erkennen, dass die Bilder in Afrika und nicht im Zoo gemacht wurden. 🙂

Mehr Brennweite ist für große Tiere auch nicht sinnvoll.
Die Luft flimmert. Staub und Luftfeuchtigkeit begrenzen die Schärfe.
Mit großer Brennweite über große Entfernungen zu fotografieren macht wenig Sinn,
weil man dann nur noch das Luftflimmern vergrößert.

Nachteil beim 70-300 ist die große Anfangsbrennweite von 70 mm (entspricht am Vollformat 105 mm).
Schnell sind die Tiere so dicht, dass sie nicht mehr auf den Sensor passen.
Auch für Landschaftsaufnahmen sind öfters Objektivwechsel erforderlich.
Objektivwechsel in einer staubigen Umgebung sind aber keine gute Idee.
Schnell hat man Staub auf dem Sensor und viele graue "Ostereier" auf den Bildern.

Es gibt auch Superzooms mit einen Brennweitenbereich von 18-250, 18-270, 18-300, 28-300 von verschiedenen Herstellern.
Die decken den gesamten Brennweitenbereich ab.
Die Stärke dieser Objektive ist die Flexibilität, aber nicht unbedingt die Bildqualität.
Insbesondere am langen Ende fällt sie dann drastisch ab.
Ob sie für Dich gut genug sind, kann ich nicht beurteilen.
Ich habe keine Erfahrung mit so einen Superzoom (oft als Suppenzoom tituliert).
Teilweise liegen die Superzooms außerhalb des Preisrahmens.

Für mich steht auf Reisen die Fotografie im Vordergrund.
Auf Safari nehme ich mit
D500 + 500/4 (+ TC14 oder TC17) für kleine Tiere auf kurze Distanz
D4 + 200-400/4 oder 70-200/2.8 mit TC14 oder TC17 für große Tiere auf mittlere Distanz
D810 + 24-70/2.8 selten Wechsel auf 14-24/2.8 für Tiere in Landschaft

Viele Grüße
Bernd
Ägypten, Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
873 Beiträge · seit 201411. Mai 2020 ·
Hallo,
ich habe zwar keine Nikon Kamera, sondern fotografiere mit Fuji.
Wegen des Brennweitenproblems und des nötigen Objektivwechsels, habe ich immer 2 Kameras am Start:
Eine mit 18-135mm Brennweite und eine mit 100-400mm Brennweite ( das ich gerne mit einem TC 2x kombiniere)
Da der Sensor auch mit Verlängerungsfaktor 1,6 ist, reicht das aus.
Damit sind bei mir alle Brennweiten, die ich brauche abgedeckt.
Beide Objektive sind qualitativ sehr gute Objektive. Von "Suppenzooms" würde ich abraten, denn da kann ich meinem Vorredner nur zustimmen, was die Qualität bei langen Brennweiten betrifft.
Aber die Preisklasse ist natürlich eine andere...
Wie wäre es mit einem guten gebrauchten Objektiv???? Mache ich immer so...
(img) https://scontent.ftxl1-1.fna.fbcdn.net/v/t1.0-9/18222493_1349849328384214_3849567912357826533_n.jpg?oh=66475f5e6b6160dd3f01b721ab03299a&oe=5A8B63AD (/img)
240 Beiträge · seit 201911. Mai 2020 ·
Du kannst bei Nikon, SIgma oder Tamron schauen, die Alle Objektive für Nikon anbieten. WIe bereits vorher geschrieben: Bei einer D3300 mit dem Cropfaktor langt eigentlich 300mm für den Telebereich.

Ich habe einige Zeit mit dem Nikon 70-300mm an einer D90 fotografiert. Mittlerweile habe ich es an meine Frau abgetreten. Empfinde ich als ein gutes Objektiv und kann es empfehlen. Liegt auch mittlerweile in Eurer preislichen Vorstellung.
Test:
https://www.digitalkamera.de/Zubeh%C3%B6r-Test/Testbericht_Nikon_AF-P_70-300_mm_4_5-5_6E_ED_VR/10611.aspx

Sigma fährt wohl eher den Weg der Superzooms. Ich habe zwar noch nie damit fotografiert, zu mindestens die alla 18-300mm. Die müssen halt das Kunststück vom Weitwinkel zum Tele meistern. Allerdings habe ich lange Zeit mit den 150-500 von Sigma und habe dann auf das 150-600mm gewechselt. Letzteres hat zum "Vorgänger" deutlich an Bildqualität gewonnen. Daher kann ich mir vorstellen, dass diese Superzooms wie 18-300 mittlerweile vielleicht gar nicht mehr so schlecht sind. Will sagen es hat sich in den letzten Jahren doch einiges getan. Ist halt Abwägung, ob der Vorteil das Objektiv nicht zu wechseln, die Einbußen in der Bildqualität es einem wert ist. Hört sich jetzt so gravierend an. Auch ein 18-300 wird dir mit der Kamera ordentliche Bilder auswerfen.
Hier mal auf die Schnelle ein Test zu den Supperzooms gegoogelt:

https://www.d-pixx.de/2017/11/in-der-praxis-sigma-18-300-dc-contemporary/

Die Vorteile der "teuren" Profiobjektive sind halt, (vereinfacht formuliert) dass auch noch bei schlechten Lichtverhältnisse feinere Details zu erkennen sind. Damit wirken die Bilder dann schärfer und brillanter.

Mit Tamron stehe ich aus früheren Erfahrungen auf Kriegsfuss. Aber die haben mittlerweile wohl auch ziemlich ihre Qualität verbessert.
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zuletzt bearbeitet 11. Mai 2020
147 Beiträge · seit 201713. Mai 2020 ·
Ich hab gute Erfahrungen mit dem Nikon 18-200 und dem Nikon 18-300 gemacht.
Solche Objektive sind unschlagbar, was das Handling angeht, da du keinen Objektivwechsel machen mußt.
Das wird mir immer wieder bewußt, seitdem ich zusätzlich ein Objektiv mit noch größere Brennweite für Vogelfotographie benutze. Durch das Wechseln geht da schon die eine oder andere schöne Fotogelegenheit verloren. Das hat man bei den Superzooms nicht.

Superzooms haben dafür in den extremen Brennweitebereichen eine etwas schlechtere Bildqualität. Für mich ist der Effekt gerade in Situationen wie in Namibia nicht groß, da du dort meistens massig Licht hast und Störquellen wie Hitzeflimmern wesentlich mehr ins Gewicht fallen.

Mein 18-200 macht subjektiv leicht bessere Bilder als das 18-300. Das kann aber an der Serienstreuung der Objektive liegen.

Bezüglich der Brennweite reichen 200mm oder 300mm für schöne Safari-Fotos auf jeden Fall aus.
Wenn du kleine Vögel fotografieren willst, reichen sie in der Regel eher nicht.

Für alle Fotos bei denen du große Entfernung durch Brennweite >300 ausgleichen willst, wird es bei goßen Brennweiten die meiste Zeit des Tages in Namibia schwierig wegen des Hitzeflimmerns.
zuletzt bearbeitet 13. Mai 2020
132 Beiträge · seit 201314. Mai 2020 ·
Guten Morgen Anna,
zu den Brennweiten wurden schon reichlich gesagt.
Ich möchte noch eine andere Idee in den Ring werfen.
Die Bildqualität ( nicht die Aussage des Bildes) steht und fällt mit der Qualität des Objektives. Zoomstarke Objektive leiden da sehr stark darunter.
Eine Frage u.a. sollte sein, wie oft brauchst du dieses Objektiv außerhalb der Reise und hast du Lust mit zwei Objektiven zu reisen und diese auch zu wechseln.
Meine Überlegung geht dahin, das eine Lösung vielleicht auch sein kann, dass du ein gutes immerdrauf Objektiv (24-105mm oder 24-70 mm durchgehend f4) kaufst/besitzt und dir ein hochwertiges Objektiv für die Tierbeobachtung mietest. Hier gibt es genug Vollformatobjektive im Bereich 70-200 mm mit besserer Lichtstärke und Abbildungsqualität, die bei deiner DX Kamera dann bis 300 mm heranreichen (cropfaktor).
Ich habe gutes z.b. von : Gearflix gehört. Ein gutes Objektiv würde dann ca. 50 € pro Woche incl. Versicherung kosten.
Das schont den Geldbeutel und die Bilder werden (noch) besser. 🙂 🙂 🙂
Viel Spaß bei der weiteren Planung
LG
Peter
260 Beiträge · seit 200714. Mai 2020 ·
Was mir fehlt sind die Anforderungen an das gute Objektiv. Einfach nur Safari tauglich sagt wenig bis nichts aus in meinen Augen. Da sie aber dich gefragt hat und du offenbar auch nicht vom Fach bist, gehe ich eher mal von geringen Anforderungen aus.

Idealerweise würde ich ein NIKON 18-300mm oder sowas in der Art nehmen. Das kostet nicht viel, die Grösse und Gewicht sind erträglich und es reicht für die gewöhnlichen 08/15 Schnappschüsse locker aus die 95% der Touristen vor Ort zu machen pflegen.

Man darf dabei aber KEINE Wunder erwarten und wenn man seine Fotos dann mit deren Anderer vergleicht könnte man sich schon fragen wieso die eigenen eher "mässiger" Natur sind. Wenn man dies aber nicht macht sondern einfach nur zufrieden ist, dann ist dies die erste Wahl für jeden Reisenden.

Was nützt es mich ein teures Objektiv zu mieten wenn ich ja doch nicht damit umzugehen weiss? Das bessere Objektiv alleine macht nämlich nicht die besseren Bilder, so ist es auch mit der Kamera. Der User/in muss schon wissen wie man die gante Technik auch richtig einsetzt.

Also, 18-300mm drauf, Kamera auf Automatik stellen und gut ist!

beste Grüsse
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE. Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien
3’883 Beiträge · seit 201114. Mai 2020 ·
Es ist doch einerlei, was ihr empfehlt. Ich vermute mal, Anna ist nicht mehr an einer Antwort interessiert. Kein Danke, nichts! Ich würde mich freuen, wenn ich mich täuschen würde.

🙁 freshy
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