Danach fahren wir weiter nach Norden. Zurück ins Oromogebiet. Nochmals durchqueren wir Shashemene. Im gesamten Oromogebiet fallen uns immer wieder Frauen auf, die komplett verschleiert sind. Ein Phänomen, das es laut unserer Reiseleiterin so vor 5 Jahren in Äthiopien kaum gab.
Bei der Weiterfahrt auf der A7 sehen wir ab Arsi Negele zunächst viele große Maisfelder, dann große Weinfarmen und zuletzt bis kurz vor Ziway endlose Reihen riesiger Gewächshäuser.
Endlose Gewächshäuser kilometerlang. Mindestens 10 Reihen hintereinander.
Laut unserer Reiseleiterin waren hier bis vor wenigen Jahren überall kleine Gehöfte von Bauern, die sich in Subsistenzwirtschaft selbst versorgten. Nun sehen wir hier die Auswirkungen des in ganz Afrika grassierenden „Land Grappings“ . Große Flächen werden von der Regierung an ausländische Investoren verkauft und die dort teils seit Generationen lebenden Menschen einfach vertrieben. Besitztitel oder gar ein Grundbuch gibt es nicht. Die Menschen sind rechtlos. Und da sich in einer wahren Bevölkerungsexplosion die Anzahl der Äthiopier von 40 Millionen in den 80er Jahren auf heute über 110 (!) Millionen erhöht hat, gibt es für die so Vertrieben auch nirgends mehr freie, für die Landwirtschaft nutzbare Flächen. Wir sehen neben großen Feldern vor allem auch endlose Reihen von Gewächshäusern, in denen meist Blumen (!) für den europäischen Markt angebaut werden. Etliche Schilder weisen auf französische und holländische Firmen hin.
Andererseits versucht der Staat aber auch die Landflucht Richtung der Städte einzudämmen. Denn wenn Landbewohner in die Städte ziehen, landen diese fast automatisch in Elendsquartieren am Stadtrand. Um diese Verelendung zu verhindern, möchte der Staat mit viele Projekten „die Stadt aufs Land bringen“. Überall in Äthiopien sehen wir große Neubausiedlung, oft mitten auf dem Land im Nirgendwo. Teilweise bewohnt, oft noch im Bau befindlich. Der Gedanke dahinter ist: Die Landbewohner sollen in ihrer Gegend bleiben und weiter ihre Felder bestellen. Dennoch können sie durch diese neuen Siedlungen auch städtische Vorzüge genießen. Die neuen Häuser sind massiv aus Stein gebaut mit Blechdächern. Anders als die bisherigen Hütten aus Eukalyptusstangen mit einem Lehm/Dung-Verputz. Der äthiopische Staat plant anscheinend, bis zu 8000 solche Siedlungen im Land zu bauen.
Mittags erreichen wir unser bereits bekanntes Hotel in Ziway am See.
Wir genießen einen Kaffee samt Weihrauch.
Dann bemerken wir plötzlich über das Dach einige Meerkatzen heranpirschen. Das ungewohnte Rotel lockt sie an.
Als ich um das Rotel rumlaufe, sehe ich gerade noch eine Meerkatze von einem offenen Fenster der Fahrgastkabine wegspringen. Zum Glück war jemand im Bus, so das der freche Räuber sich doch nicht getraut hat, rein zuklettern. Nach und nach schließen alle ihre Kabinenfenster, denn die „Belauerung“ durch die Meerkatzen geht noch einige Zeit weiter. Danach laufen wir alle zum See und sehen dort wieder viele Vögel.
Einige unternehmen spontan einen Bootsausflug auf eine Insel, wo es ein altes Kloster mit Bibliothek gibt.
Aber ob das Kloster offen ist, wisse der örtliche Guide nicht. Wir verzichten daher. (Gut so. Das Kloster war geschlossen.)
Auf der größten der fünf Inseln (Tullu Gudo) im Ziway-See soll nach der Zerstörung der Stadt Axum einige Zeit die Bundeslade in Sicherheit gebracht worden sein. Über die Geschichte des axumitischen Reiches und der Bundeslade werden wir noch mehr hören, wenn wir im späteren Verlauf der Reise die Stadt Axum erreichen - was aber leider deutlich schwieriger werden würde, als wir jetzt ahnen.
Zurück auf beim Hotel gehe ich erst mal auf Fotopirsch.
Weissbrauenweber ?
Senegalamarant ??
Dorfweber ?
Afrikadrossel ?
Mennigbrust-Nektarvogel ?
Blaubrustspint ?
Bei der Weiterfahrt auf der A7 sehen wir ab Arsi Negele zunächst viele große Maisfelder, dann große Weinfarmen und zuletzt bis kurz vor Ziway endlose Reihen riesiger Gewächshäuser.
Laut unserer Reiseleiterin waren hier bis vor wenigen Jahren überall kleine Gehöfte von Bauern, die sich in Subsistenzwirtschaft selbst versorgten. Nun sehen wir hier die Auswirkungen des in ganz Afrika grassierenden „Land Grappings“ . Große Flächen werden von der Regierung an ausländische Investoren verkauft und die dort teils seit Generationen lebenden Menschen einfach vertrieben. Besitztitel oder gar ein Grundbuch gibt es nicht. Die Menschen sind rechtlos. Und da sich in einer wahren Bevölkerungsexplosion die Anzahl der Äthiopier von 40 Millionen in den 80er Jahren auf heute über 110 (!) Millionen erhöht hat, gibt es für die so Vertrieben auch nirgends mehr freie, für die Landwirtschaft nutzbare Flächen. Wir sehen neben großen Feldern vor allem auch endlose Reihen von Gewächshäusern, in denen meist Blumen (!) für den europäischen Markt angebaut werden. Etliche Schilder weisen auf französische und holländische Firmen hin.
Andererseits versucht der Staat aber auch die Landflucht Richtung der Städte einzudämmen. Denn wenn Landbewohner in die Städte ziehen, landen diese fast automatisch in Elendsquartieren am Stadtrand. Um diese Verelendung zu verhindern, möchte der Staat mit viele Projekten „die Stadt aufs Land bringen“. Überall in Äthiopien sehen wir große Neubausiedlung, oft mitten auf dem Land im Nirgendwo. Teilweise bewohnt, oft noch im Bau befindlich. Der Gedanke dahinter ist: Die Landbewohner sollen in ihrer Gegend bleiben und weiter ihre Felder bestellen. Dennoch können sie durch diese neuen Siedlungen auch städtische Vorzüge genießen. Die neuen Häuser sind massiv aus Stein gebaut mit Blechdächern. Anders als die bisherigen Hütten aus Eukalyptusstangen mit einem Lehm/Dung-Verputz. Der äthiopische Staat plant anscheinend, bis zu 8000 solche Siedlungen im Land zu bauen.
Mittags erreichen wir unser bereits bekanntes Hotel in Ziway am See.
Wir genießen einen Kaffee samt Weihrauch.

Einige unternehmen spontan einen Bootsausflug auf eine Insel, wo es ein altes Kloster mit Bibliothek gibt.
Aber ob das Kloster offen ist, wisse der örtliche Guide nicht. Wir verzichten daher. (Gut so. Das Kloster war geschlossen.)
Auf der größten der fünf Inseln (Tullu Gudo) im Ziway-See soll nach der Zerstörung der Stadt Axum einige Zeit die Bundeslade in Sicherheit gebracht worden sein. Über die Geschichte des axumitischen Reiches und der Bundeslade werden wir noch mehr hören, wenn wir im späteren Verlauf der Reise die Stadt Axum erreichen - was aber leider deutlich schwieriger werden würde, als wir jetzt ahnen.
Zurück auf beim Hotel gehe ich erst mal auf Fotopirsch.
Jaguar-Safari 2016: https://www.unsernordamerika.de/suite53/forum/index.php?thread/11943-reisebericht-pantanal-2016-durch-die-serengeti-s%C3%BCdamerikas/
Nordperu 2017: https://www.unsernordamerika.de/suite53/forum/index.php?thread/11861-reisebericht-nordperu-2017-auf-den-spuren-alter-kulturen/&pageNo=1
Mexiko 2022: https://www.unsernordamerika.de/suite53/forum/index.php?thread/11564-reisebericht-mexiko-2022-auf-den-spuren-alter-kulturen/
Äthiopien 2019: www.namibia-forum.ch/forum/168-diverses/298975-reisebericht-drei-wochen-aethiopien-mit-dem-rotel.html
Indien Tigersafari 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/296690-reisebericht-tigersafari-indien-mai-2018.html
Uganda 2015: https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/287855-uganda-ruanda-nicht-nur-primaten.html?limitstart=0











