Durchfahrt Etoshapark

26 Antworten · 5'219 Aufrufe · gestartet 23. Juli 2019 von SK
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Themenstarter10 Beiträge · seit 201923. Juli 2019 · #1
Hallo in die Runde, hier meine nächste Frage zur Durchfahrt Etosha. Wir wollen gegen Nachmittag in Etosha-West einfahren und im Dolomite Camp übernachten. Am nächsten Tag würden wir dann in Ruhe Richtung Etosha-Süd umsetzen und dort außerhalb im Etosha Safari Camp zwei mal übernachten. Danach dann weiter Etosha-Ost bis außerhalb zum Mushara Camp. So hätten wir drei volle Tage im Camp. Okaukuejo, Halali würden wir gerne außen vorlassen, da ja doch etwas in die Jahre gekommen und überlaufen. Und Fotoaufnahmen am beleuchteten Wasserloch mit 100 rauchenden und biertrinkenden Touris (wie teilweise beschrieben) sind auch nicht so unser Ding. Würdet ihr diesen Reiseabschnitt so befürworten oder doch lieber komplett im Park übernachten?
Vielen Dank, Steffen
33,1k Beiträge · seit 200623. Juli 2019 · #2
Hi Steffen,
da ja doch etwas in die Jahre gekommen und überlaufen. Und Fotoaufnahmen am beleuchteten Wasserloch mit 100 rauchenden und biertrinkenden Touris (wie teilweise beschrieben) sind auch nicht so unser Ding.
das ist auch nur wenn in Ausnahmefällen in Okaukuejo so. Ich würde ohnehin eher Halali als Nachtwasserloch aussuchen. Persönlich übernachte ich aber seit 10 Jahren eigentlich nicht mehr IN Etosha, eben wegen des für mich nicht vertretbaren Preis-Leistungs-Verhältnisses. Für einen Ersttäter halte ich eine Übernachtung im Park aber durchaus für sinnvoll. Das beleuchtete Wasserloch nachts erlaubt meist besondere Sichtungen.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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708 Beiträge · seit 201523. Juli 2019 · #3
Wir hatten im letzten Oktober am spätabendlichen Wasserloch von Okaukuejo 5 Nashörner, u.a. ein Jungtier, das noch gesäugt wurde. Es war ungemein spannend ihr Verhalten zu beobachten. Und das alles in absoluter Ruhe. Das hat uns für alles Nachteilige entschädigt.

In Halali war nur eine Reisegruppe beim Sonnenuntergang am Wasserloch etwas nervig, später ebenfalls recht ruhig (leider auch von den Tieren her).

Schlussendlich musst du abwägen, ob du das (mich dünkt eher kleine) Risiko menschlicher Rasselbanden am nächtlichen Wasserloch eingehen möchtest, oder halt nicht 😉
Meine Afrikaerfahrungen: 2003 Tunesien und Libyen (2 Wochen) ¦ 2009 Namibia & Botswana (3 Wochen) ¦ 2011 Nambia, Sambia & Botswana (7 Wochen) ¦ 2016 Namibia & Botswana (4 Wochen) ¦ 2018 Kamerun (12 Tage) ¦ Namibia & KTP (5 Wochen) ¦ 2019 Uganda & Tansania (5 Wochen) ¦ 2020 Namibia (3 Wochen) ¦ 2021 Tansania (2 Wochen) ¦ Namibia (6 Wochen) ¦ 2022 Sabbatical in Namibia und Kapstadt (6.5 Monate) ¦ 2023 Namibia (2x 3 Wochen) ¦ 2024 Namibia (3 Wochen) ¦ 2025 Namibia & KTP (6 Wochen) ¦ 2026 Namibia (3 Wochen)
806 Beiträge · seit 201723. Juli 2019 · #4
Hi Steffen,
Wir waren letztes Jahr auch Ersttäter und uns war es wichtig, zu sehen, wie sich die Camps im Park unterscheiden. Unser Ranking:
1. Halali
2. Okaukuejo
3. Dolomite

Wir fanden die Wasserlöcher bei den beiden ersten schon toll- Löwen , Elefanten und Giraffen. Natürlich ists überteuert und das Preis- Leistungsverhältnis hat bei uns am ehesten in Halali gestimmt.
Als Zweittäter haben wir uns jetzt für Etosha Village- Halali- Emanya entschieden.
Gerne kannst du auch in unterem Link meinen Reisebericht lesen. Für Ersttäter finde ich Ünernachtungen im Park durchaus sinnvoll.
LG Silke
Mein Ersttäter- Reisebericht Namibia 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/297472-5711-km-namibia-abenteuer-grosse-ersttaeter-runde.html Seychellen: Inselhopping: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299153-seychellen-inselhopping-im-tropischen-paradies.html Kurzbericht Namibia 2021 mit Fotobuch: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301218-fotobuch-und-kurzbericht-namibia-herbst-21.html Reisebericht Namibia 2021: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301521-5-056-km-zweittaeter-im-caprivi-herbst-2021.html?start=0 SÜDAFRIKA 2022 -Fotobuch und kleiner Reisebericht https://www.cewe-community.com/global/example/suedafrika-2022-68145 Costa Rica 2023 https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/303311-2-349-km-durch-costa-ricas-regenwaelder-und-vulkane.html Costa Rica Fotobuch www.cewe-myphotos.co...40289853b4efd18f584d Ein kleiner Auszug bereister Reiseziele: Liparische Inseln - Madeira - Azoren - Schottland - Island - Neuseeland -Australien- Singapur - Namibia -Gambia - La Réunion- Mauritius - Seychellen -Südafrika- Costa Rica uvm.
390 Beiträge · seit 201723. Juli 2019 · #5
Ich würde auch auf jeden Fall im Park übernachten. Stundenlang am Wasserloch sitzen zu können und die Tiere zu beobachten ist einfach Klasse.
Und ich fand die anderen Touris überwiegend nicht störend, die meisten waren ruhig.
5'479 Beiträge · seit 200924. Juli 2019 · #6
Hallo Steffen,

ich mache es schon seit langem so, wie von Euch geplant. Im Westteil im Park übernachten und im Ostteil außerhalb am Anderson Gate und von Lindequist Gate.
Die Sichtungen an den Wasserlöchern sind zweifelsfrei gut, aber dass ist für mich nicht das Afrika, das ich suche. Wenn da dutzende Touris im Halbkreis um das Wasserloch sitzen erinnert mich das mehr an einen Zoo, als an die afrikanische Wildnis.

Alles Gute
Thomas
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Gast24. Juli 2019 · #7
Topobär schrieb:Die Sichtungen an den Wasserlöchern sind zweifelsfrei gut, aber dass ist für mich nicht das Afrika, das ich suche. Wenn da dutzende Touris im Halbkreis um das Wasserloch sitzen erinnert mich das mehr an einen Zoo, als an die afrikanische Wildnis.
Hallo Topobär, bei allem Respekt für deine Art zu reisen und deine Begeisterung für „dein Afrika“, ich weiß selber was dran ist, aber….
….nicht alle haben deine Expertise und Leistungsfähigkeit und wollen sie auch gar nicht erreichen. So machen sie eben „Afrika light“. Das Verhalten der Tiere in Etosha oder KNP ist nicht weniger natürlich oder anders als in Botswana ….. und dass Elefanten am Campingplatz fressen ist keineswegs natürliches Verhalten und die Cruise am Chobe auch nicht anders als die große "Wasserlochshow".
Mit dem was du da sagst entwertest du auch die schönen Erlebnisse derer, die eben „nur“ nach beispielsweise Etosha fahren und es ist mE auch kontraproduktiv. Deine und die anderen Geschichten von den Selbstfahrerreisen in die ach so unberührte Natur sind nämlich gleichzeitig deren zukünftige Totengräber, dadurch, dass es noch immer mehr machen.
Und gerne gebe ich zu, dass ich das jetzt nicht hätte sagen müssen und dass es natürlich Ansichtssache ist.
Mit Grüßen und allem Respekt
Werner
zuletzt bearbeitet 24. Juli 2019
Themenstarter10 Beiträge · seit 201924. Juli 2019 · #8
Wir haben bei unserer Tour schon gewaltig abgespeckt und möchten in den drei Wochen intensive Natur- und Tiererlebnisse haben, kein Abhaken aller Highlights. Es ist für uns die erste Tour dieser Art und wird es aus diversen Gründen wohl auch bleiben. Ob es ein "nächstes mal" gibt oder wir zu "Mehrfachtätern" werden, steht also in den Sternen. Demzufolge möchten wir trotzdem einiges vom Land aufsaugen und uns lange daran erfreuen. Gerade deswegen freuen wir uns auf eure konstruktiven Vorschläge.
155 Beiträge · seit 201824. Juli 2019 · #9
Hi SK,
So wie du es schilderst, würde ich im Park übernachten. Du wirst dich über die zusätzliche Zeit freuen. Ich war letztes Jahr im September in allen 3 camps und fand sie viel besser als hier oft beschrieben wird. Was macht man denn mehr im Zimmer als schlafen, auch die Leute fand ich nicht so schlimm, in der Massai Mara stehen auch immer einige Autos, wo es was zu sehen gibt. Das einzige : schnappe dir immer einen Kellner und warte nicht bis einer kommt. Übrigens habe ich in namutoni die einzigen frisch gemachten Crêpes der ganzen Reise bekommen.
VG Tommy
241 Beiträge · seit 201625. Juli 2019 · #10
Hi,

für mich sind es weniger die Wasserlöcher als vielmehr die Möglichkeit morgens möglichst früh und abends möglichst spät in die Camps zu fahren und damit die Chance auf schöne Sichtungen zu steigern. Insbesondere finde ich die frühen Morgenstunden um Okaukuejo herum sehr ergiebig, Halali eher weniger. Daher würde ich immer ein Nacht in Okaukuejo einplanen (und das Frühstück sausen lassen).

Gruß

Thomas
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33,1k Beiträge · seit 200625. Juli 2019 · #11
Hi Thomas,
für mich sind es weniger die Wasserlöcher als vielmehr die Möglichkeit morgens möglichst früh und abends möglichst spät in die Camps zu fahren und damit die Chance auf schöne Sichtungen zu steigern.
aber gerade bei Okaukuejo und Namutoni ist es doch egal, ob Du nun abends Richtung Camp oder RIchtung Ausgang fährst. Beispielspweise ist bei Okaukuejo z. B. Ombika eines der ergiebigsten Wasserlöcher... und da kannst Du eher spät sein wenn Du aus dem Park raus als in ein Camp fahren musst. Bei Halali, mangels Ausgang, ist das natürlich anders.

Viele Grüße
Christian
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5'479 Beiträge · seit 200925. Juli 2019 · #12
Hallo Werner,

ich bin erstaunt, dass Du als ehemaliger "Leser" anscheinend meinen Beitrag nicht gelesen hast, oder eine Menge hinein interpretierst.

Ich habe mich in meinem Beitrag in keiner Weise gegen den Etosha NP als solchen ausgesprochen. Wir waren selbst auf unserer letzten Reise mehrere Tage dort. Mein Beitrag bezog sich rein auf die Ursprungsfrage, ob es sich lohnt im Park zu übernachten. Neben dem von mir genannten Zoogefühl an den Wasserlöchern der staatlichen Restcamps kommt noch hinzu, dass es außerhalb der Gates wesentlich bessere Unterkünfte gibt, egal ob als Lodge-Reisender, oder als Camper.

In keiner Weise habe ich geschrieben, dass das Verhalten der Tiere im Etosha NP nicht natürlich wäre. Auch habe ich den Etosha NP in keiner Weise mit anderen Nationalparks verglichen. Ich weiß nicht wieso Du mir das unterstellst.
Mit geht es um das Verhalten der Menschen. Wenn Dutzende auf Parkbänken rund um ein Wasserloch sitzen, sieht das 1:1 genauso aus, wie vor den Gehegen bei uns im hannoverschen Zoo.

Für mich finden im Etosha NP die interessanten Tiererlebnisse tagsüber auf Gamedrive statt. Sehr häufig auch abseits der Wasserlöcher entlang der Pisten. Wer offenen Auges durch den Park fährt, wird viele schöne Erlebnisse haben, bei denen er ganz allein oder nur mit wenigen anderen Autos bei den Tieren steht. Diese Möglichkeit haben gerade im Etosha-Nationalpark auch Afrikaneulinge, denn aufgrund der guten Infrastruktur spielt es dort keine Rolle, ob man das erste Mal den Kontinent bereist, oder schon seit mehreren Jahrzehnten regelmäßig dort unterwegs ist.

Alles Gute
Thomas
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607 Beiträge · seit 201025. Juli 2019 · #13
Für mich finden im Etosha NP die interessanten Tiererlebnisse tagsüber auf Gamedrive statt
Hallo Thomas,
ein wenig möchte ich einwenden, dass es abends und nachts interessante Tiererlebnisse am Wasserloch gibt. Dies hat man außerhalb nicht. Außerhalb ist es abends "langweiliger".
Unser letzter Etosha-Besuch ist 10 Jahre her, aber damals mussten wir wegen eines Defekts 2 Nächte in Okaukujeo verbringen. Das bedeutete wir saßen mehr als 20 Stunden am Wasserloch, und das war abends und nachts schwer zu toppen. Die Tiervielfalt und das Verhalten der Spitzmaulnashörner ist uns bis heute in Erinnerung. Ich denke für einen Anfänger könnte man einen Abend innerhalb schon empfehlen. Ich kenne natürlich die aktuellen Verhältnisse nicht.
Viele Grüße Wolfgang
Und bezüglich Zoogefühl, wir haben es so positiv gesehen: wir sind eingesperrt und die Tiere sind in Freiheit
zuletzt bearbeitet 25. Juli 2019
16,9k Beiträge · seit 201225. Juli 2019 · #14
Hallo Zusammen,

woran könnte es wohl liegen, dass alle so tun, als ob nur die NWR Unterkünfte über Wasserlöcher verfügen an denen man abends sitzen und Tiere beobachten kann? 🤨

Gut, ich kenne jetzt nicht jede Unterkunft vor den Toren des Etoshas, doch in denen wir zu Gast waren, diese hatte alle ein Wasserloch auf dem Grundstück.

LG
Logi
5'479 Beiträge · seit 200925. Juli 2019 · #15
Hallo Logi,

das Argument hatte ich im Eifer des Gefecht völlig übersehen.

Wir waren dieses Jahr z.B. auf Onguma. Dort bietet u.a. die Onguma Bush Lodge ein sehr schönes Wasserloch. Wir haben dort sogar Geparde gesehen.
Der Zoocharakter ist natürlich auch hier vorhanden, aber es ist ein schönerer Zoo. Die Unterkünfte sind viel besser, es ist deutlich weniger los und man hat auch vom Restaurant einen Blick auf das Wasserloch.

Alles Gute
Thomas
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16,9k Beiträge · seit 201225. Juli 2019 · #16
Topobär schrieb:Wir waren dieses Jahr z.B. auf Onguma. Dort bietet u.a. die Onguma Bush Lodge ein sehr schönes Wasserloch. Wir haben dort sogar Geparde gesehen.
Hallo Thomas,

Onguma ist ein prima Beispiel dafür. Tolle Location und super Wasserloch.

Wir waren im Dezember in der Emanya und total überrascht von dem Lodge eigenen Wasserloch. Solche riesen Elandherden konnten wir noch nirgends beobachten.

Fairerweise muss man natürlich sagen, dass es dort keine Spitzmaulnashörner gibt.

LG
Logi
2'060 Beiträge · seit 201325. Juli 2019 · #17
Hallo!

... und ebenso fairerweise muss man sagen, dass es auch am Okaukuejo-Wasserloch keine Sichtungsgarantie gibt. Bei unserem ersten Besuch dort saßen wir dort über Stunden und bekamen lediglich einen Schakal zu Gesicht. 🙁
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Gast25. Juli 2019 · #18
Danke Thomas für die Erklärung,
ich habe mir das nochmals mehrfach durchgelesen und meine noch immer, dass man deine Formulierung auch so auffassen kann, wie ich reagiert habe. Jedenfalls hast du mir jetzt erklärt, wie’s gemeint war.
Und noch zum Auslöser meiner Zuschrift.
@ Exklusivität oder Zoo am „Wasserloch“.
Der Großteil der „Wasserlöcher“ (von Etosha über Hwange über KNP bis Addo) sind künstlich (im KTP alle), weil es notwendig ist, zumindest periodenweise, zu pumpen. Es ist einfach DIE zentrale Einrichtung zur Erhaltung des Tourismus bzw. der NPs und GRs schlechthin, weil für den Besucher ziemlich verlässliche Sichtungsmöglichkeiten geschaffen werden, die ganzjährige Wasserversorgung der Tiere versteht sich von selbst. Das gilt für „große“ Camps genauso wie für Lodges (wo das Wasserloch vor der privaten Terrasse ANGELEGT wurde) wie für das ganze Wegenetz in den Parks. Brunnen und Dämme sind Lebensader und Rückgrat des Afrikatourismus. Die öffentlichen wie privaten (Lodges) Wasserlöcher sind zwar immer das gleiche, nämlich künstliche Tränken (es klingt aber gleich besser, wenn man es Wasserloch nennt), aber die Wahrnehmung und der Erlebniswert (einiger) differieren. Das Gesehene wird tendenziell hinter die Begleitumstände gereiht. Schauen Viele zu, ist es zooartig, bei wenigen Zuschauern dagegen natürlich. Obwohl alle das gleiche sehen: Tiere trinken am Brunnen.
Für die Tiere ist es aber völlig egal, ob das Wasser dort natürlich sprudelt oder gepumpt wurde, sie wollen trinken. So inszenieren wir das eben zu deren und unserem Vorteil,erfreuen uns am Anblick und alle sind glücklich. Das wär’s dann auch schon, wenn man es nicht auch danach bewerten müsste, wie viele andere es auch noch gesehen haben (Stichworte: mein Leo....bis: ganz für mich allein gehabt). Etwa so, als würde die Garanca in einer Privatvorstellung schöner singen als in der Oper.
Warum das so ist, sollen Psychologen erklären, mir ist es nur aufgefallen und darauf habe ich hingewiesen

Werner
zuletzt bearbeitet 25. Juli 2019
661 Beiträge · seit 201525. Juli 2019 · #19
Hallo

bei unserem 1. Besuch 2002 im Etosha NP sahen wir sehr viele Tiere. Deshalb entstand der Wunsch dies nochmals zu erleben. Wir verbrachten in der Zwischenzeit einige Ferien in SA und Namibia und Botswana. Krüger, KTP Okawango und andere Parks.
Letztes Jahr war es soweit im April nach vielen Regenfällen!! Den Tieren im Park ging es so gut, dass man sie kaum oder gar nicht zu Gesicht bekam, ausser den Huftieren. Wir verbrachten 3 Nächte innerhalb Dolomite, Okaukuejo und Halali. Die letzten 2 Nächte im Park stornierten wir ( nicht gratis) weil es uns im Park nicht gefiel. Schlecht gepflegte Unterkünfte und viel zu viel Massentourismus störte uns gewaltig. Deshalb verbrachten wir noch eine Nacht draussen ....viel schöner und günstiger.
Tiersichtungen sind keine Garantie, es erging nicht nur uns so, sondern vielen anderen Besucher die wir antrafen genau so.
Trotzdem lasst euch nicht entmutigen und die Freude auf die bevorstehende Reise nehmen. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort!!
Grüessli
Malbec
5'479 Beiträge · seit 200925. Juli 2019 · #20
Hallo Werner,

für mich ist für den Zoo-Charakter nicht das Wasserloch als solches ausschlaggebend, sondern das Drumherum. Beim Wasserloch an sich ist es mir egal, ob natürlich oder künstlich. Bei gut gemachten Wasserlöchern kann man gar nicht erkennen, dass sie künstlich sind.

Der Zoo-Charakter entsteht für mich erst dadurch, dass es eine Barriere um das Wasserloch gibt, welche Tiere und Menschen voneinander trennt. Wenn es dann noch Zuschauerbänke gibt und das Wasserloch nachts beleuchtet wird, verstärkt dies noch den Eindruck.

Ganz klar handelt es sich dabei aber um ein rein subjektives Empfinden und da sind die die Eindrücke von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Viele empfinden das sicher anders, bzw. es stört sie nicht, denn sonst wäre es an den Wasserlöchern der staatlichen Camps nicht so voll.

Alles Gute
Thomas
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zuletzt bearbeitet 26. Juli 2019