Mitlerweile Angst vor Unfällen

30 Antworten · 11,2k Aufrufe · gestartet 24. Feb. 2018 von kammerse
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Themenstarter24 Beiträge · seit 201824. Feb. 2018 · #1
🙁 Vielleicht sollte man auch nicht zu viel lesen, aber ich bin gerade verunsichert.

Habe gerade folgenden Text gefunden und auch sonst viel schlimmes über das Autofahren dort
gelesen. Wir fahren zu dritt, allerdings wird nur eine Person fahren da ich und eine Freundin
Angst haben dort zu fahren.

Ist es denn wirklich so schlimm? Das man nicht bei Nacht fahren darf weiß ich mittlerweile
und ich denke wir haben nicht vor zu rasen wie verrückt. Aber ist trotzdem das Unfallrisiko so
hoch? Habt ihr schon mal was mitbekommen oder ist euch was passiert?
Habt ihr im Vorfeld auch solche Horrorgeschichten gelesen von vielen verunglückten Touristen?

Hattet ihr einen Mietwagen mit Vollkasko und ohne Selbstbeteiligung?
Wie viel habt ihr für diesen 4x4 für ca. 2 Wochen bezahlt?

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Hinweise für Selbstfahrer AUTOFAHREN IN NAMIBIA
Quelle: deutsche Botschaft Windhoek abgedruckt

Eine hohe Anzahl deutscher Urlauber verunglückt leider auf Namibias Straßen
schwer. Zumeist sind bei den oft
tödlichen Unfällen
keine Drittfahrzeuge beteiligt,
es kommt vielmehr infolge
überhöhter Geschwindigkeit zum
Überschlagen des
Fahrzeugs. Die deutsche Botschaft appelliert daher an Ihr eigenes Interesse und an
das Ihrer Familie, die folgenden Ratschläge zu beherzigen:
Selbstfahren mit einem Mietwagen ist in Namibia in aller Regel ein schönes Erlebnis.
Aber: Vertrauen Sie nicht darauf, dass der Ihnen angelieferte Mietwagen von allen
Autovermietern stets nach deutschen Kriterien gewartet ist. Kontrollieren Sie
deshalb unbedingt Bremsen und Reifenzustand auf absolute Zuverlässigkeit.
Möglichst sollten Sie auch zwei Reserveräder mitführen, aufgrund der sehr häufigen
Reifenpannen auf Schotterpisten. Sie sollten sich das Werkzeug, bzw. den
Wagenheber vorführen lassen! Fahren Sie wegen des ungewohnten Linksverkehrs
und der unvertrauten Straßenverhältnisse defensiv und nicht zu schnell ......................
......................................................
..........................
16,9k Beiträge · seit 201224. Feb. 2018 · #2
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zuletzt bearbeitet 14. März 2018
2'610 Beiträge · seit 200724. Feb. 2018 · #3
Hallo,
lasst euch nicht verrückt machen! Viele Touristen unterschätzen die Gefahr zu schnellen Fahrens auf Schotter, überschlagen sich und dann sterben - genau wie in anderen Ländern und auch zu Hause - natürlich auch in Namibia einige von ihnen. Da würde auch ein 4x4 nichts nutzen, ganz im Gegenteil, wenn man unerfahren ist, denkt man oft, dass mit einem 4x4 nicht passieren könne.
Wenn ihr erst einmal aus Windhoek heraus seid, dann ist auf den Straßen nicht so viel los - bis auf Windhoek-Okahandja und vielleicht noch Otjiwarongo. Dann wiederum ist die Gefahr, dass es eintönig wird und die Konzentration nachlässt, wenn man zu lange am Steuer sitzt. Wählt vernünftige, d.h. nicht zu lange Strecken, fahrt nicht zu schnell und dann geht alles gut.

Liebe Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
1'014 Beiträge · seit 201625. Feb. 2018 · #4
Wie schon geschrieben: Angepaßte Geschwindigkeit, keine Nachtfahrten und nicht zu lange Tagesstrecken. Wie wiele Touristen machen Urlaub in Namibia / südliches Afrika als Individualreisende und wie viele kommen auch in einem Stück wieder nach Hause?
Wenn es so brandgefährlich wäre und alle ihren Wagen schrotten, würde niemand das Risiko eingehen, eine Fahrzeugvermietung zu betreiben 😗

Yanjep
172 Beiträge · seit 200725. Feb. 2018 · #5
Ein paar Zahlen:
in D gibt es ca. 3000 - 3500 Verkehrstote pro Jahr bei etwa 20 Mio. zugelassenen KFZ
in Nam sind das z. Vgl. ca. 650 - 700 Tote bei etwa 0,3 Mio. KFZ.

Die Quote ist also ca.
Deutschland: 16 Tote / 100.000 KFZ oder 4 Tote auf 100.000 Einwohner
Namibia: 220 Tote / 100.000 KFZ oder 27 Tote auf 100.000 Einwohner

Wikipedia schreibt:
Namibia hat (Stand 2014) mit 32 Verkehrstoten pro 100.000 Einwohnern eine der höchsten Raten an Verkehrstoten weltweit.

Ich lese daraus, das Autofahren im Allgemeinen in Namibia statistisch ein vielfach höheres Risiko fuer einen toedlichen Unfall mit sich bringt.
Das liegt natuerlich nicht allein an den Selbstfahrern, da spielen auch andere Faktoren eine Rolle ( u.a. auch das Rettungswesen ).

Ob man deshalb Angst haben muss ?
Ignorieren sollte man die Fakten aber nicht, sondern geeignete Vorsichtsmassnahmen ergreifen.
Beste Gruesse Piet "Alles ist gut! Solange du wild bist!"
zuletzt bearbeitet 25. Feb. 2018
1'816 Beiträge · seit 200825. Feb. 2018 · #6
Hallo Kammerse,

Auf die Gefahr, dass ich mich unbeliebt mache, bist du sicher, dass NamibIa das richtige Reiseziel für dich ist?

Erst willst du eine Horrorroute fahren, dann die Nacht zum Tag machen und jetzt kriegst du Angst vor den Strassen. Bei Berücksichtigung aller allgemeinen Regeln musst du wirklich keine Angst haben. Vollkasko wie in D gibt es Nicht, ich hab das letzte mal über billiger Mietwagen einen Duster gemietet. Angeblich war da alles versichert. Hatte aber keinen Schaden.

Ich (64 mittlerweile, w) war schon 7 mal in Namibia und hatte noch nie eine bedrohliche Situation. Bin letztes Jahr über 6000 km allein Gefahren.

Falls du dir das alles trotzdem zutraust, ganz viel Spaß.
LG (ist wohl nicht mehr Standard, ich machs aber trotzdem) Boris
1'014 Beiträge · seit 201625. Feb. 2018 · #7
In Europa ist es aber auch nicht üblich, daß X Leute auf der offenen Ladefläche transportiert und bei einem Unfall schwer verletzt werden. Oder daß Fahrzeuge gefühlt aus der Bronzezeit rumgurken. Andererseits ist natürlich das Rettungswesen besser als etwa null und die Anzahl von Schotterpisten, Menschen, Weidevieh und Wild an und auf den Straße "deutlich" geringer.
Trotzedem würde ich nicht in Panik ausbrechen sondern vorsichtig, angepaßt und vernünftig fahren. Zumal Mietfahrzeuge nicht mit den sonst landesüblichen Schrottkarren ohne passive Sicherungssystemen zu vergleichen sind. Nicht, daß damit beim Überschlag kein letaler Ausgang zu erwarten ist sondern im Hinblick auf die Statistik.

Yanjep
16,9k Beiträge · seit 201225. Feb. 2018 · #8
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zuletzt bearbeitet 14. März 2018
766 Beiträge · seit 200725. Feb. 2018 · #9
Die Quote ist also ca.
Deutschland: 16 Tote / 100.000 KFZ oder 4 Tote auf 100.000 Einwohner
Namibia: 220 Tote / 100.000 KFZ oder 27 Tote auf 100.000 Einwohner


Danke crockydile für die Auflistung! 🙂

Umsichtiges Fahren und kurze Strecken sind in meiner Planung wichtig. Es hat auch zum Glück genügend Campsite, um lange Strecken vermeiden zu können.

Liebe Grüße Lisa
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia: 1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia, 1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg lange Pause Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia 2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
727 Beiträge · seit 200825. Feb. 2018 · #10
Liebe kammerse,

ich hatte schon in einem Deiner zahlreichen anderen Threads empfohlen Dich erst einmal grob mit dem gewünschten Urlaubsland zu beschäftigen. Ehrlich gesagt sind alle deine Fragen hier im Forum schon ausgiebig mal behandelt worden. Viele findest Du auf den ersten 2 Seiten der aktuellen Beiträge, man hätte noch nicht einmal die Suchfunktion bemühen müssen. Noch befremdlicher finde ich, dass Du offenbar die Antworten auf Deine gestellten Fragen nicht liest, Du hast schon am Anfang ausführliche Hinweise zu eventuellen Routen bekommen. Trotzdem machst Du einen neuen Thread auf und fragst nochmal. Ich hatte im Nachtfahr-Thread schon auf den Thread "Fahrverhalten von Touristen" verwiesen, jetzt fragst Du, ob wir auch schon von solchen "Horrorerfahrungen" gehört haben. Fragen, die Dir gestellt werden, beantwortest Du nicht (z.B. die ob Euer Budget mit oder ohne Flug gedacht war). Außerdem rückst Du mit wichtigen Informationen - nur ein Fahrer - mal so nebenbei raus.

Bitte nicht falsch verstehen, die Mitglieder dieses Forums hier sind wirklich sehr geduldig und hilfsbereit. Aber ein bisschen Hausaufgaben selber machen, wird schon erwartet.

Vielleicht macht Ihr doch erstmal eine Reise mit einem Veranstalter. Das wird aber mit einem knappen Budget nicht klappen.

Und nochwas: Ich hoffe Euer Fahrer ist über 21?

Gruß

Dino

P.S.: Habt Ihr Euch schon mit dem Thema Malaria beschäftigt? 😄
P.P.S.: Den Abschnitt zur Kriminalität auf den Seiten des Auswärtigen Amtes habt Ihr auch gesehen?
zuletzt bearbeitet 25. Feb. 2018
1'042 Beiträge · seit 201625. Feb. 2018 · #11
Hallo Dino,
dino schrieb:
Und nochwas: Ich hoffe Euer Fahrer ist über 21?
wobei viele Autovermieter erst an Fahrer ab 25 Jahren oder 23 Jahren vermieten... 😗

Es reicht eigentlich ein Satz zu den Unfällen: Zu schnelles Fahren kann tödlich sein... 😉

Gruß Markus

PS: Wenn man aus Mangel an anderen Fahrzeuge auf der Strecke mit diesen nicht kollidieren kann, dann muss man eben das Fahrzeug aufs Dach legen. Die Wahrscheinlichkeit dafür kann man ganz einfach erhöhen, indem man so schnell wie nur irgend möglich fährt (oder noch schneller) und das am besten völlig übermüdet nachts. 😎

PPS: Vollkasko gibt es nicht, ein "mutwillig" (im Wasser versenkt, zu schnell gefahren, nachts gefahren, über eine rote Ampel gefahren, grundlos auf das Dach geworfen uvm.) zerstörtes Fahrzeug zahlt man komplett aus eigener Tasche.
898 Beiträge · seit 201625. Feb. 2018 · #12
Die Quote ist also ca.
Deutschland: 16 Tote / 100.000 KFZ oder 4 Tote auf 100.000 Einwohner
Namibia: 220 Tote / 100.000 KFZ oder 27 Tote auf 100.000 Einwohner
Moin Pit,
wobei diese Gegenüberstellung nicht berücksichtigt, dass des in Deutschland vergleichsweise wenige Gravel-Strecken gibt, jedenfalls nicht im üblichen Verkehr.
Ich gehe mal davon aus, dass auch in Namibia die Zahl der schweren Unfälle, besonders bei Touristen, deutlich kleiner wäre, wenn alle betroffenen Straßen asphaltiert wären.

Zum Ausgangsthema: Wir haben jetzt auch schon einige tausend Kilometer auf Namibias Straßen zurückgelegt. Mit einem Minimum an "Gehirn einschalten" und etwas "Popometer" klappt das ganz gut, zumindest was die eigene Fahrweise angeht. Auf andere Verkehrsteilnehmer hat das natürlich nur bedingt Einfluß.

HG
Martin
Im Land der grünen Wiesen! - Namibia 2018 Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021 Botswana 2025 - Erholungsurlaub mit der Familie
33,1k Beiträge · seit 200625. Feb. 2018 · #13
Hi Martin,
Ich gehe mal davon aus, dass auch in Namibia die Zahl der schweren Unfälle, besonders bei Touristen, deutlich kleiner wäre, wenn alle betroffenen Straßen asphaltiert wären.
was Touristen angeht stimmt es definitiv, was Einheimische angeht leider nicht. Da sind ja Frontalzusammenstöße (man muss ja bergauf bei einer doppelt durchgezogenen Linie im dunklen überholen) mit meist dann zig Toten Unfallursache Nr. 1.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
7'296 Beiträge · seit 200625. Feb. 2018 · #16
boris schrieb:
Erst willst du eine Horrorroute fahren, dann die Nacht zum Tag machen und jetzt kriegst du Angst vor den Strassen. Bei Berücksichtigung aller allgemeinen Regeln musst du wirklich keine Angst haben.

... ja, das klingt ein bisschen nach "Fotos gesehen - Landkarte genommen - spontane Strecke konstruiert - danach erst übers Land informiert".
Irgendwie nach "auf den Mt. Everest muss ich auch hoch" und dann beim Fensterputzen festgestellt, dass es einem auf dem Tritthocker schon schwindlig wird.

Nun wieder ernsthaft:
Namibia ist ein sehr einfach zu bereisendes Land in Afrika. Die vielen Unfälle resultieren daraus, dass viele Touristen sich mit einem 4x4 auf der Piste unverwundbar fühlen und/oder zu große Tagesetappen planen und dann zu schnell fahren müssen, um das schaffen zu können.

Stellt euch vor, ihr fahrt an einem Tag von München bis Frankfurt, aber es gibt keine Autobahn. Die gesamte Strecke geht über Landstraßen und Waldwege. Kann man mal machen.
Am nächsten Tag gehts auf ähnlichen Strecken weiter nach Hamburg. Und so weiter. Da wird man irgendwann anfällig für Fehler.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
649 Beiträge · seit 200725. Feb. 2018 · #17
Ja, Kammerse: Es ist genauso schlimm, wie Du gelesen hast.

Schuld sind jedoch nicht due schlecht gewarteten Autos, sondern die Touristen, die ihr Fahrkönnen auf Gravel kräftig überschätzen und zudem ihre geplante Tour überfrachten und viel zu lange Strecken zurücklegen.

Nachdem was ich von Dir gelesen habe (in 9 Tagen von Windhoek nach Etosha, Sesriem, Lüderitz, Fish River und wieder Windhoek; fahren nach Möglichkeit Nachts; und das Ganze mit nur einem einzigen Fahrer) ist Deine Angst mehr als berechtigt. Wenn Ihr Euere Planung so durchzieht, habt Ihr gute Chancen ebenfalls eine Zahl in der nächsten Unfallstatistik zu werden.
2'497 Beiträge · seit 201125. Feb. 2018 · #18
Hallo,

Ihr plant Horrorstrecken in viel zu kurzer Zeit und dann kommt noch raus, dass nur einer fahren wird, ohne Möglichkeit, mal abzuwechseln, wenn der müde wird. Da würde ich doch sagen, ja das Land ist definitiv zu gefährlich für Euch, wenn zwei von drei sich nicht mal trauen, Auto zu fahren. Einen Führerschein habt Ihr aber, oder? Wenn man weder abwechseln kann noch genug Zeit hat, sich auszuruhen, wenn man müde wird, sollte man es vielleicht wirklich mal mit einer geführten Tour versuchen.

Viele Güße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
195 Beiträge · seit 201525. Feb. 2018 · #19
Was nach Lektüre der Vorberichte nur angedeutet wird, in früheren Threads zu diesem Thema kam es immer wieder mal vor, ist meiner Meinung nach folgende Problematik. Ich schreibe das bewußt noch einmal, weil ja immer mehr Leute nach Namibia fahren, Leute die das erste mal hier im Forum sind und auch das erste Mal in Afrika unterwegs sein werden. Und da sind wir schon beim Grund der vielen Unfälle, der Kombination aus Dingen die wir nicht kennen, und die definitiv gefährlich ist:
1). Geländewagen: schwer, hoher Schwerpunkt (fahren daheim nur die wenigsten, SUV ist von der Strassenlage her kein Geländewagen mit Starrachsen)
2). Dachzelt: noch höherer Schwerpunkt (kennen die meisten von daheim nicht) der ein etwaiges Aufschaukeln des Fahrzeuges enorm verstärkt
3). Schotter-Strassen, also loser Belag, der in Namibia aber so gut ist, dass er zu schnellem Fahren verleitet. Die Pisten sind glatt und breit und vermitteln den Eindruck, als wäre alles wie bei uns daheim. Wir nehmen also unser Geschwindigkeitsempfinden von Europa mit in den Urlaub. Die Wirkung von Schotter merkt man ja erst wenn man ins schleudern kommt. Eine gewisse Ironie dabei ist, daß die für afrikanische Verhältnisse besonders guten Pisten in Namibia dazu führen, daß wir Europäer uns dort gehäuft überschlagen und sagen wir's ruhig wie es ist: ohne Fremdeinwirkung umbringen.
4). Pisten in Afrika sind konkav bombiert, also seitlich deutlich niedriger als in der Mitte damit das Wasser abrinnen kann. Im Falle eines Schlenkers eine weitere Zutat zum Überschlag.

Was würde helfen? Wenn jeder der seinen Leihwagen übernommen hat, auf den ersten freien Pistenkilometern mal bei 40-50 km eine heftige Lenkbewegung probiert, als würde er/sie jemandem ausweichen, als würde er/sie eine Lenkkorrektur machen, wie das ja oft vorkommt, wenn man kurz mal unaufmerksam war. Schon bei 40-50 km/h ist das auf Schotter mit Dachzelt so erschreckend, was da passiert, daß man danach zumindest die ersten Tage wohl deutlich vorsichtiger und langsamer fahren wird.

Paßt's wirklich auf!
Martin
facebook.com/martin.friedl.790
71 Beiträge · seit 201626. Feb. 2018 · #20
Warum macht Ihr euch denn überhaupt Gedanken?

So wie es ausschaut anwortet er doch so und so nicht. 😵

Gruß,
Mattes