African Sabbatical

Reisebericht 36 Antworten · 10,5k Aufrufe · gestartet 20. Feb. 2018 von Maike
1'651 Beiträge · seit 201428. Feb. 2018 · #21
Hallo Maike,

dass ist ja echt schade, dass Ihr solch große Hürden von den Behörden auferlegt bekommen habt, dass ihr Euren Hund Toffee zu Hause lassen müßt


Auf eine unserer Reisen nach Namibia hatten wir auch unseren Hund Fiffi dabei

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Mit der Einreise hatten wir keine Probleme, vielleicht lag es aber nur daran, dass er in Südafrika geboren ist. ( die nötigen Papiere hatten wir natürlich dabei )

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Wenn wir aber gewußt hätten, wie er sich innerhalb unseres Urlaubs zum negativen hin entwickelt hat, hätten wir uns nicht von ihm überreden lassen dass er mitfahren darf.

Seht es einfach positiv, dieses Schiksal bleibt Euch erspart. 🙂

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Viele Grüße
Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
Themenstarter74 Beiträge · seit 201701. März 2018 · #22
@Anne: jap, das Buch liest sich gut weg. Ich mag auch die Vorstellung, dass die gute Frau sich ihre Erinnerungen zeichnend festgehalten hat.
@Sandra: wir verpassen uns im Süden von Namibia um eine knappe Woche. Weiter Richtung Südafrika geht´s bei uns diesmal nicht.
@Hartwig: das ist ein KRACHER!!! Vielen Dank für deine lustigen und tröstenden Worte, ich muss doch sehr, sehr schmunzeln! Die Biester entwickeln sich doch immer zu ganz üblen Wesen?! 🤩
zebras - nicht einfach schwarz-weiß! zebra.reisen
2'497 Beiträge · seit 201101. März 2018 · #23
Hallo Maike,

dass Ihr ohne Toffee reisen müsst, ist schade, dass Ihr aber zur Sabbelrunde noch da seid und wir Euch dort sehen, ist schön. Falls Ihr mal ein weiteres Feriendomizil für Toffee sucht, bieten wir uns gerne an. 😄

Die Geschichten von Tinochika und Fifi habe ich vor einer ganzen Weile den kompletten Reisebericht hindurch verfolgt und sehr genossen,, ging die Reise doch durch das Kaokovelt, bevor wir dort hin sind. Lustigerweise war die Truppe sogar im Camp Syncro noch in guter Erinnerung, da war es mit Fifi wohl noch nicht so arg bergab gegangen.

Viele Grüße und viel Glück, dass die weitere Planung glatt verläuft.
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
zuletzt bearbeitet 02. März 2018
Themenstarter74 Beiträge · seit 201712. März 2018 · #24
Abreise rückt näher - und es ergeben sich für Namibia noch schöne "Abstecher"

Manchmal muss man einfach Glück haben 🤩 ...:
Allen Mitfahrern kann ich sagen, dass sich gerade spontan noch ein ganz großartiger Abstecher ergeben hat. Zwischen den beiden anstehenden Familien-Touren "Namibia Klassiker" und "Kaokoveld" darf ich jetzt auch kurz noch mal eine Sperrgebietstour mitmachen! Es wird die Querung von Lüderitz nach Walvis, wo ein angemeldeter Mitreisender ausfällt und dessen Platz ich einnehme. Auf die Tour freue ich mich natürlich ganz wahnsinnig - aber dazu gibt es dann zu gegebener Zeit mehr.

Was mich aktuell in meinem Sabbatical so umtreibt in Bezug auf Afrika, sind ein paar andere kleine Geschichtchen.

Am Wochenende war "Forums-Sabbelrunde" in Hamburg, wo wir spontan noch teilgenommen haben. Ich muss sagen, dass es wirklich immer wieder toll ist, zu solchen Treffen zu gehen. Man trifft so viele nette Leute und hört so schöne Geschichten, darf mit anderen Reisewütigen an deren Plänen mitträumen und tolle Bilder von vergangenen Touren betrachten. Es war ein super Abend unter Gleichgesinnten! Neben all den Afrika-Gesprächen hat mich kurioserweise dann aber der Austausch zu Sibirien am nachhaltigsten beschäftigt... 🙄 Das Projekt "Sibirien 2020" wurde somit (zumindest innerlich) gestartet...! 😗

Derzeit stehen aber erst mal unser eigener Abflug und die Vorbereitungen dafür an . Gestern waren meine Mutter und mein Neffe bei uns, um auch noch mal letzte Dinge zu besprechen - die beiden kommen ja das erste Mal nach Namibia und fliegen nur fünf Tage nach uns hier aus Deutschland ab.

Ich kann sagen, dass es für mich wirklich auch spannend ist zu sehen, welche unterschiedlichen Gedanken sich jemand macht bezüglich einer Namibia-Reise. Und nun ist es ja auch noch so, dass wir einerseits mit meinem Neffen einen jungen Kerl dabei haben (er wird auf der Tour 20 Jahre), der mehr oder weniger relaxt einfach alles auf sich zukommen lässt. Andererseits haben wir mit meiner Mutter, deren Renteneintritt wir gerade gefeiert haben, jemanden, der sich natürlich ganz andere Gedanken zu so einer "wilden Reise" macht. Hinzu kommt, dass sich beide natürlich einfach auf uns, die sich ja bestens auskennen, verlassen - aber es ist auch so, dass unsere bisherigen Geschichten aus dem Busch doch ganz offensichtlich recht unterschiedliche Eindrücke hinterlassen haben. Mir hat das einfach wieder verdeutlicht, wie unterschiedlich Leute ticken - sei es alters- oder geschlechtsbedingt oder auch abhängig davon, wie Geschichten aufgefasst werden und welche Bilder einem im Kopf durch Infos entstehen. Insofern wurde mir einmal mehr klar, wie sehr wir doch hier im Forum auch nicht einfach auf Anfragen "pauschal" was raushauen können oder wie viel Verständnis doch tatsächlich vorhanden sein sollte für jeden Einzelnen, den aus völlig unterschiedlichen Gründen Dinge beschäftigen zum Thema Reisen in Afrika... 😎

Was diese erste jetzt für uns anstehende Reise betrifft, habe ich mir überlegt, die Planung hierzu auch einmal kundzutun, was ich im folgenden Beitrag separat tue...
zebras - nicht einfach schwarz-weiß! zebra.reisen
766 Beiträge · seit 200712. März 2018 · #25
Maike schrieb:Es wird die Querung von Lüderitz nach Walvis, wo ein angemeldeter Mitreisender ausfällt und dessen Platz ich einnehme. Auf die Tour freue ich mich natürlich ganz wahnsinnig.
Ja, das ist richtig toll!
Gestern habe ich mich Pit noch ausgiebig darüber unterhalten und ihm dem Tipp gegeben, er solle euch auch anschreiben. Nun hat es geklappt! SUPER!

Ich freue mich für euch alle zusammen sehr und wünsche euch eine mega tolle Tour!

Liebe Grüsse
Giraffen-Lisa
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia: 1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia, 1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg lange Pause Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia 2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
Themenstarter74 Beiträge · seit 201712. März 2018 · #26
Planung der Familienreise Namibia-Klassiker

Ursprünglich hatten wir vor, so drei bis vier Stationen anzufahren und von da aus jeweils so etwas wie Tagesausflüge zu unternehmen. Dieser Gedanke war vor allem meiner Mutter geschuldet, der wir nicht zu viel zumuten wollten, wenn sie das erste Mal nach Afrika kommt. Da sie selbst dann aber immer mehr davon gesprochen hat, dass sie so Camping-Nächte auch völlig okay findet und sie ja grundsätzlich auch fit und mobil ist, haben wir die zur Verfügung stehenden drei Wochen immer mehr ausgeschmückt und sind jetzt bei einer fast klassischen Ersttäter-Tour gelandet.

Im Einzelnen sieht das so aus:
Familien-TourÜbersicht.jpg


Es sind also wirklich viele "Klassiker" dabei und wir kennen alle Plätze selbst auch schon. Einiges ist vielleicht ein bisschen ungewöhnlich (zwei Nächte Windhoek z.. B.), aber das liegt unter anderem daran, dass wir der Familie nicht nur Namibia als Reiseland zeigen sondern auch ein bisschen davon präsentieren, was einen "Alltag" o. ä. dort unten ausmacht.

Außerdem wollen wir die beiden Ersttäter sowohl mal in eine typische Lodge als auch auf eine Gästefarm bringen. Und sie werden die unterschiedlichen Möglichkeiten des Campens kennen lernen und natürlich enthalten wir ihnen auch das nicht vor, was wir selbst am liebsten machen: "richtig ab in den Busch".

Ich glaube, die Mischung ist ganz gut gelungen und ich bin gespannt, wie es meiner Familie dann tatsächlich gefällt.

Was die Buchungen angeht, will ich euch auch gerne mitteilen, wie gut alles noch geklappt hat: Wie gesagt, wollten wir das Ganze ja ursprünglich etwas anders angehen. Dann entwickelte sich doch immer mehr der Gedanke einer Rundreise, die als Gerüst auch schnell auf dem Papier stand. Das war dann erst vor gut zwei Wochen! Grundsätzlich sind wir ja für uns selbst eher "spontan" unterwegs, haben unser Zelt dabei und sehen dann mal, wo wir so abbleiben. Bei der angedachten Rundreise und mit Familie im Anhang war dann aber doch Zweifel daran, ob wir die Tour wohl so umsetzen können. Ich habe dann mal angefangen, bei NWR die Verfügbarkeiten in Etosha und im Sossusvlei zu prüfen... und habe überall genau die Nächte buchen können, die laut Tourverlauf geplant waren! So habe ich weitergemacht und kann jetzt sagen, dass ich tatsächlich alles genau so bekommen habe, wie wir es uns vorgestellt haben. Wir mussten nicht eine Nacht ändern oder umstellen! Einzig bei Kamanjab war das Filmhaus nicht verfügbar - wo wir aber eh am Schwanken waren zwischen Filmhaus und Oppi Koppi.

Auch die Ausflüge (Little Five Tour usw) und teilweise Restaurants (The Tug...) konnten wir noch alle am Wunschtag reservieren. Ich war ziemlich baff und natürlich begeistert, dass das alles so kurzfristig so perfekt gepasst hat - und das sogar, wo wir doch um Ostern rum unterwegs sind.

Nun will ich aber damit niemanden ermutigen, immer einfach so kurzfristig zu planen!!! Gerade, wenn man als Ersttäter in Namibia unterwegs ist, wenn man präzise Orte anlaufen und bestimmte Dinge erleben will und vor allem, wenn man noch gar nicht recht weiß, wie da unten alles so läuft usw., dann sollte man immer rechtzeitig planen und buchen! Was aber eine gute Option zu sein scheint, ist, dass man bei gewissen Dingen, wo man sich vielleicht noch Alternativen offen hält, auch kurzfristig noch mal wieder anfragt, obwohl man ein halbes Jahr vorher vielleicht eine Absage bekommen hat.

Es ist halt doch ganz offensichtlich immer noch wirklich so, dass viele (für uns unangenehme) Blockbuchungen verfallen und man dann auch tolle Plätze wieder buchen kann. 🙂
zebras - nicht einfach schwarz-weiß! zebra.reisen
zuletzt bearbeitet 12. März 2018
Themenstarter74 Beiträge · seit 201712. März 2018 · #27
Giraffen-Lisa schrieb:
Maike schrieb:Es wird die Querung von Lüderitz nach Walvis, wo ein angemeldeter Mitreisender ausfällt und dessen Platz ich einnehme. Auf die Tour freue ich mich natürlich ganz wahnsinnig.
Ja, das ist richtig toll!
Gestern habe ich mich Pit noch ausgiebig darüber unterhalten und ihm dem Tipp gegeben, er solle euch auch anschreiben. Nun hat es geklappt! SUPER!

Ich freue mich für euch alle zusammen sehr und wünsche euch eine mega tolle Tour!

Liebe Grüsse
Giraffen-Lisa
Oooooh, Giraffen-Lisa, das wusste ich so gar nicht! Danke!!! Das hast du sehr, sehr gut eingefädelt! 🤩 🤪
zebras - nicht einfach schwarz-weiß! zebra.reisen
766 Beiträge · seit 200712. März 2018 · #28
Fliegt ihr auch am 22.3. mit AN ?
Wenn ja, sitzen wir im gleichen Flieger 😄
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia: 1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia, 1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg lange Pause Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia 2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
Themenstarter74 Beiträge · seit 201712. März 2018 · #29
Wir selbst fliegen schon am Sonntag (18.03.). Aber die Familie fliegt am 22.03. - mit Eurowings. Mit welcher Airline bist DU unterwegs? Vielleicht können wir dich gleich mit in Empfang nehmen? 🤩
Wie lange verweilt ihr in Windhoek, treffen wir uns sonst auf einen Sundowner?

...Sorry, blöd, ich sehe es gerade - du kommst mit Air Namibia...

Also: Bierchen in Windhoek? 😎
zebras - nicht einfach schwarz-weiß! zebra.reisen
zuletzt bearbeitet 12. März 2018
766 Beiträge · seit 200712. März 2018 · #30
Sundwoner in Windhoek liest sich super!
Dann können wir das gemietete Sattelefon von Chrigu gleich übernehmen 😄
PM geht an dich 🙂

Liebe Grüsse
Lisa
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia: 1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia, 1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg lange Pause Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia 2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
2'391 Beiträge · seit 201612. März 2018 · #31
Männo, ich will auch! Aber Monate ohne Hund und Pferd könnte ich wahrscheinlich eh nicht.
Ich wünsche Euch eine tolle Zeit in Afrika und Toffee eine gute Zeit bei ihren Gasteltern. (Ich hätte sie auch genommen)
Bin gespannt was du zu Eurowings schreibst. Ich bin auf jeden Fall dabei und besonders gespannt aufs Sperrgebiet.

Viele Grüße
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
Themenstarter74 Beiträge · seit 201713. März 2018 · #32
Danke, Sasa!
ich freu mich auf die Zeit - muss aber auch sagen, dass ich nicht wirklich darüber nachdenken darf, unsere Kanalratte so lange in andere Hände zu geben und nicht um mich herum zu haben... 🙁 Aber sie ist wirklich sehr, sehr gut aufgehoben.
Bezüglich Eurowings kann ich dir schon mal sagen: Ich selbst bin schon mit denen geflogen. Es ist halt... sehr basic! Aber ich bin beim Fliegen überhaupt nicht anspruchsvoll, brauche weder viel Platz noch (gutes) Essen. Ich steig in irgendein Flugzeug, mach die Augen zu, schlaf und steig in Windhoek wieder aus. 🤨
Diesmal fliegen wir mit KLM und meine Familie dann mit Eurowings. Ich versuch daran zu denken, dann noch die Rückmeldungen zum Flug / Service zu veröffentlichen...
zebras - nicht einfach schwarz-weiß! zebra.reisen
Themenstarter74 Beiträge · seit 201728. März 2018 · #33
Endlich in Namibia – aber noch immer nicht auf Pad

Da bin ich mal wieder, es wird längste Zeit, wieder mal zu berichten. Aber es läuft nicht immer alles so gut wie mit der spontanen „Einladung“ ins Sperrgebiet, sondern es kommen auch Dinge dazwischen, die einen dann auch mal abhalten davon, hier im Forum Berichte zu schreiben.
So haben uns kurz vor unserer Abreise nach Windhoek noch ein paar unschöne Erfahrungen und Enttäuschungen sowie ein familiärer gesundheitlicher Ernstfall sehr beschäftigt, wir sind schnell noch mal für einen Tag in die Schweiz geflogen – aber dann kehrte zum Glück wieder etwas Ruhe ein, und wir konnten doch in den Flieger nach Windhoek steigen.

Es wurde aber auch Zeit, dem böse-kalten Deutschland zu entfliehen! Wir haben viele neidische Grüße mit auf den Weg bekommen, unsere Freunde und Familien wollten so gerne mit in die Sonne… und alle konnten wir ein bisschen beruhigen: wir landeten zwar bei deutlich wärmeren Temperaturen, aber uns erwartete die zunächst jeden Tag sehr regelmäßiger Regen! So fiel auch unser erster herbeigesehnter Sundowner ins Wasser, aber da wir unter Dach saßen, haben wie den Blick auf die Palmen doch trotzdem ein bisschen genossen.

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Wir sind übrigens mit KLM von Hamburg über Amsterdam nach Windhoek geflogen. Der Preis war ziemlich gut, und es ist immer ganz schön, ab Hamburg dann doch ziemlich direkt unterwegs sein zu können. Auf dem Langstreckenflug geht der Flieger in Luanda (Angola) einmal runter, um ein paar Leute aussteigen zu lassen. Wir waren skeptisch, wie lästig uns diese Zwischenlandung wohl sein wird – aber wir fanden es beide überhaupt nicht anstrengend und die Stunde, die wir am Boden standen aber nicht aus dem Flieger konnten, ging schnell rum. Sehr erstaunt waren wir eigentlich darüber, wie viele Leute in Luanda tatsächlich das Flugzeug verlassen – der halbe Flieger war dann plötzlich leer!

Unsere ersten Tage in Namibia haben wir fast ausschließlich in Windhoek verbracht, um Vorbereitungen zu treffen und ein paar Freunde, Geschäftspartner und solche, die irgendwie beides ein bisschen sind, zu treffen. Es war wieder sehr unterhaltsam und aufschlussreich.

Am besten lief der Umbau unseres Autos: Der Troopie war bis vor kurzem nur für zwei Leute ausgelegt. Nun wollten wir aber gerne auch mal wieder jemandem mitnehmen können und haben wieder eine Rückbank eingebaut. Dadurch fehlt nun natürlich eine Menge Stauraum, und im Hinblick auf die bevorstehende Familientour mussten wir uns was einfallen lassen, wie wir zwei Bodenzelte, vier Matten, viermal Bettzeug, Stühle, Tisch, Kühlschrank und natürlich Kisten für Camping-Equipment und Vorräte sowie das ganze Gepäck verstaut bekommen. Wir hatten uns im Vorwege schon ungefähr die „Baumaßnahmen“ gedanklich zurechtgelegt. Und wie es dann in Namibia so ist…: Kaum, dass wir angekommen waren und einem guten Bekannten beim Hallo sagen erzählten, was wir mit dem Auto planen, hat der schon zum Telefon gegriffen, uns zwei ehemalige Tischler besorgt – und die haben uns innerhalb von zwei Tagen genau das System von Hand eingebaut, das wir uns vorgestellt hatten als Stauraum und „Schubladensystem“. Das hat wirklich sehr großartig geklappt, die beiden (Klaus und Boris) haben super Arbeit geleistet und zuverlässig alles fertig gemacht. Im Gespräch mit den beiden hat sich dann herausgestellt, dass die zwei grundsätzlich arbeitstechnisch einen Fahrdienst anbieten – sei es als Airport-Shuttle, aber auch für Taxifahrten in und um Windhoek oder auch als Chauffeur für private Touren in Namibia. So was kann natürlich immer mal interessant sein – und wenn jemand mal etwas in der Art benötigt, dann meldet euch – wir haben die Kontaktdaten.
Wir konnten aber während der Umbaumaßnahmen am Troopie das Auto von Freunden nutzen und waren auf den Taxiservice nicht angewiesen.

So haben wir also unsere erste Woche in Windhoek verbracht. Mittendrin war dann ja auch noch ein Feiertag (Unabhängigkeitstag), so dass uns ein bisschen Zeit «verloren gegangen» ist (wir mussten auch noch neue Reifen kaufen und so Zeugs) – aber wir haben es genossen, auch einfach mal ein paar Stunden nur rumzulungern und zu faulenzen. Dennoch: mit fortgeschrittener Zeit in Windhoek bei Regen und mit viel Rennerei und Arbeit wurde die Vorfreude auf den Familienbesuch und endlich auf Tour zu gehen immer größer!
zebras - nicht einfach schwarz-weiß! zebra.reisen
Themenstarter74 Beiträge · seit 201704. Apr. 2018 · #34
Ankunft der Familie – Unterwegs in Windhoek

Meine Mom und mein Neffe sind mit Eurowings geflogen und waren für den späten Morgen (halb elf) am Flughafen angekündigt. Wir sind extra-pünktlich hingefahren, weil ich es keinesfalls riskieren wollte, dass die beiden ankommen und wir noch nicht zur Begrüßung parat stehen… 😕
Die Aufregung war irgendwie so groß, als würde ich nicht etwa seit 25 Jahren nach Namibia reisen sondern als würde ich seit 25 Jahren in Namibia leben und hätte meine Familie seitdem nie gesehen…! Es war wirklich toll, die beiden in Namibia in Empfang zu nehmen, und seither genieße ich es zu sehen, wie das Land und alles so auf meine Familie wirkt. 🤩

Wir haben die ersten zwei Nächte in Windhoek verbracht, um alle gemeinsam ein bisschen zu akklimatisieren, noch die letzten Einkäufe zu erledigen und solche Sachen. Am ersten Abend ging es dann (natürlich!) ins Joe´s Beerhouse. Dort haben wir uns mit Giraffen-Lisa getroffen, die auch gerade an dem Tag mit «ihrer Truppe» angekommen ist – es gab also ein kleines, sehr nettes Forums-Treffen in Windhoek. 😎 Essenstechnisch gab es hier gleich die erste Herausforderung für meinen Neffen – der ist nämlich nicht gerade ein Fan von Fleisch…! Er hat sich für die Oryx-Lasagne entschieden, denn Hack mag er und er meinte, so probiert er wenigstens auch das berühmtberüchtigte Wildfleisch in Namibia. Und: es hat ihm hervorragend geschmeckt! 😛

Am nächsten Vormittag sind wir gemütlich durch die Grove geschlendert und haben dort ein grandioses Frühstück im «Newscafé» zu uns genommen. Lecker (und reichlich)!

Nachmittags ging es auf Stadtrundfahrt mit meinem Lieblings-Stadtführer von Bwana Tucke-Tucke, mit Pineas. Vor allem Katutura haben wir sehr ausgiebig besucht – wir haben ein paar junge Leute getroffen, denen wir Kleidung mitgebracht hatten, haben einen Markt besucht und etwas Fleisch vom Grill gegessen und haben noch einen Shebeen aufgesucht und mit ein paar Leuten dort etwas getrunken. Das Ganze war sehr entspannt, Pineas ist überall gerne gesehen und wir sind mit allen Leuten nett ins Gespräch gekommen. Ich kann diese Stadtrundfahrt echt immer wieder empfehlen!

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Das zweite Abendessen mit unserem Familienbesuch haben wir dann im Stellenbosh zu uns genommen – es gab sehr gute Steaks, gebratenes Gemüse mit Joghurt-Bällchen für die Nicht-Fleisch-Fans und natürlich leckeren Wein. An die Größe der Portionen (sowohl beim Abendessen als auch beim Frühstück und sogar im Weinglas…) muss meine Familie sich noch gewöhnen, sie fühlen sich manchmal etwas erschlagen davon.

Für den nächsten Morgen stand dann endlich die Abreise aus Windhoek bevor…
zebras - nicht einfach schwarz-weiß! zebra.reisen
zuletzt bearbeitet 05. Apr. 2018
444 Beiträge · seit 201105. Apr. 2018 · #35
Hallo Maike,
Danke für deine schönen Berichte.
Vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja doch noch??? Wir werden vom 12. April bis 15. April auf Elisenheim sein.
Gruß Wilfried
Themenstarter74 Beiträge · seit 201715. Apr. 2018 · #36
Ab in den Süden – am Rand der Kalahari

Nun mussten wir das erste Mal unseren Troopie packen mit all unserem Material von vier Leuten. 😵 Wir hatten ein bisschen Sorge, ob wir alles unterkriegen – aber es hat dann doch recht schnell und fast einfach funktioniert. Dank unseres neuen Einbaus im Heck, mit etwas Geschick und unter Zuhilfenahme des Dachgepäckträgers haben wir alles gut verstaut und können sogar noch ganz gemütlich sitzen. Das war noch recht spannend für uns, weil wir ja auch unsere Rückbank das erste Mal in Gebrauch genommen haben – aber die einhellige Rückmeldung ist, dass man sehr gut und bequem sitzt und auch gut sehen kann. Alles bestens also, auf geht´s!

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Wir verlassen Windhoek in Richtung Rehoboth. Die Straße ist leer (es ist Sonntag) und das Land unheimlich grün und wunderschön. Es ist sooooo herrlich, unterwegs zu sein! Bei Kalkrand verlassen wir die Teerstraße und fahren Schotterpisten mit Blick auf die ersten roten Kalaharidünen und ein paar Salzpfannen. Siedelwebernester, Strauße und Springböcke werden bewundert, bevor wir bei Mariental dann schließlich zu unserer ersten Unterkunft gelangen: die Kalahari Ani Lodge von Gondwana. Wir mögen Gondwana insgesamt (professionell und sympathisch, wirklich tolle und positive Atmosphäre im Unternehmen, zudem vor allem sehr auf das eigene Land, seine Bevölkerung, die Natur, Kultur und Geschichte sowie auf Nachhaltigkeit bedacht) und finden auch speziell die Anib Lodge tatsächlich schön. Obwohl wir ja eigentlich zur «Camperfraktion» zählen und die Einsamkeit suchen, ist es doch auch immer wieder spannend, zwischendurch mal etwas größere Unterkünfte aufzusuchen. Den Komfort einer guten Lodge kann man doch gut mal genießen: die Möglichkeit, einfach ein Stück Kuchen und einen Kaffee zu bestellen, danach am Pool zu chillen und den Sundowner eisgekühlt serviert zu bekommen, nutzen wir gerne. Gesellschaft beim Trinken bekommen wir von einer Gruppe Marabus, die sich nach dem Besäufnis im Sonnenuntergangslicht auf den umstehenden Bäumen niederlassen.

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Am nächsten Morgen empfangen wir meinen Neffen mit einem «Yes-Törtchen» und Happy Birthday-Gesang, als er sich schlaftrunken aus dem Zimmer rausbegibt. Wir machen einen kleinen Spaziergang durch den roten Sand zu einem im Sonnenaufgangslicht sehr schönen Termitenhügel und zu den Campsites, die wir kurz anschauen wollen. Wir finden drei weit gestreute Plätze, die jeweils über ein eigenes kleines Duschhäuschen mit Toilette und Sitzgelegenheiten unter einem Schattendach verfügen – sehr ansprechend!

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Dann wartet das Geburtstags-Frühstücksbuffet auf uns. Wir gehen den Tag sehr relaxt an und genießen Namibia und sind deutlich die letzten Gäste, die für die nächste Tagesetappe aufbrechen und die Lodge verlassen. Belohnt wird unsere Langsamkeit durch eine Gruppe Elands, die an das kleine Wasserloch kommen und superschön in den gelben Morgensternen aussehen.

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zebras - nicht einfach schwarz-weiß! zebra.reisen
zuletzt bearbeitet 15. Apr. 2018
169 Beiträge · seit 200715. Apr. 2018 · #37
Hach herrlich, ich beneide Dich und freue mich für Dich!