Erste Namibia - Reise

35 Antworten · 6'103 Aufrufe · gestartet 16. Dez. 2017 von motorradsilke
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Themenstarter390 Beiträge · seit 201716. Dez. 2017 · #1
Hallo,

Ich bin Silke, 52 Jahre alt und möchte mit meinem Mann Jörg, 55, im nächsten Oktober das erste Mal nach Namibia reisen.

Nach einigem Lesen habe ich mal eine Route zusammen gestellt und würde mich über Meinungen und Verbesserungsvorschläge freuen.

Geplant sind 3 Wochen, fahren wollen wir mit einem Camper.

1. Ankunft Windhoek, evtl. Fahrt bis Hardap (nach Verfassung, sonst in Windhoek bleiben)
2. Fahrt bis Keetmanshoop (2 Nächte)
3. Köcherbaumwald
4. Fahrt nach Ai-Ais, heiße Quellen (2 Nächte)
5. Fish-River-Canyon
6. Fahrt nach Lüderitz (2 Nächte)
7. Kolmanskop
8. Fahrt nach Sesriem (2 Nächte)
9. Dünen, Sesriem - Canyon
10. Fahrt nach Swakopmund (2 Nächte)
11. Swakopmund, Robben
12. Fahrt nach Spitzkoppe (2 Nächte)
13. Spitzkoppe und Umgebung
14. Fahrt in die Gegend des Burnt Mountain, Orgelpfeifen, versteinerter Wald (1 Nacht)
15. Fahrt nach Etosha (6 Nächte)
16. - 20. Etosha
21. Fahrt nach Windhoek

Einige Fragen sind bisher aufgekommen:
Ist die Route so machbar?
Sind die bei google angegebenen Fahrzeiten realistisch? Natürlich als reine Fahrzeiten.
Reicht es, wenn ich mich im März mit der Buchung der Campgrounds beschäftige oder sollte ich das schnellstmöglich tun?
Im Süden fehlen mir irgendwie Möglichkeiten der Tierbeobachtung. Gibt es da noch Tipps?

Vielen Dank schon mal für eure Hilfe
Silke
33,1k Beiträge · seit 200616. Dez. 2017 · #2
Hallo Silke,

willkommen im Forum.
Ist die Route so machbar?
Du planst im Prinzip die klassische 3-Wochen-Tour: https://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/289845-ersttaetertouren-so-sehen-sie-aus.html
Sind die bei google angegebenen Fahrzeiten realistisch? Natürlich als reine Fahrzeiten.
Die Fahrzeiten bei Google Maps sind nicht wirklich immer realistisch. Rechne mal bei reinen Fahrzeiten mit Geschwindigkeiten von 80 km/h auf Asphalt, 60 km/h auf Sand/Kies/Salz und 30 km/h in den Nationalparks.
Im Süden fehlen mir irgendwie Möglichkeiten der Tierbeobachtung. Gibt es da noch Tipps?
der Süden ist v.a. Landschaft. Du siehst aber immer und überall mal Zebras, Springböcke, Oryx etc. Auf den privaten Wildfarmen auch Löwen, Nashörner etc.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian

P.S. Swakopmund unbedingt 3 Nächte einplanen, damit ihr 2 volle Tage habt.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
3'491 Beiträge · seit 200616. Dez. 2017 · #3
Hallo Silke,
herzlich willkommen im Namibia-Forum.
In Ergänzung zu Christians Antwort eine Verständnisfrage: Ihr wollt 3 Wochen nach Namibia - Dein Reiseprogramm umfasst allerdings 40 Tage, also fast 6 Wochen. Für die Antwort auf Deine Frage, ob der Reiseverlauf so machbar ist, ist dieser Unterschied schon beträchtlich, denn wenn Ihr wirklich nur 3 Wochen Zeit habt, dann ist das Programm ganz schön eng gestrickt. Ggf. würde ich dann auf den Süden komplett verzichten.
Gruß Joli
Themenstarter390 Beiträge · seit 201716. Dez. 2017 · #4
Hallo Joli,

ich habe doch 21 Tage aufgelistet, das sind doch 3 Wochen.
Die Zahlen sollen schon immer die Tage angeben. Wenn dahinter in Klammern die Anzahl der Nächte angegeben ist, heißt das nur, dass wir eben am nächsten Tag nicht weiter fahren, sondern am angegebenen Ziel bleiben und die angegebene Sehenswürdigkeit von dort aus besichtigen.

Hallo Christian,

warum soll ich 2 Tage in Swakopmund bleiben? Die Stadt reizt mich jetzt so gar nicht, zumindest nach dem, was ich bisher gelesen habe. Eigentlich will ich da nur wegen der Robben hin.
zuletzt bearbeitet 16. Dez. 2017
2'772 Beiträge · seit 200616. Dez. 2017 · #5
Hallo Silke,
ich würde euch wirklich raten die erste Nacht in Whk zu bleiben, oder höchstens bis zum Lake Oanob (90 km von Whk) entfernt zu fahren. Selbst zum Hardap Dam zieht sich die Strecke nach einem langen Flug, Autoübernahme, einkaufen etc. Aber das wurde hier schon x-mal diskutiert...

Was wollt ihr 2 Nächte in Keetmanshoop? Vom Lake Oanob fahrt ihr max. 5 Std. bis Keetmanshoop und dann könnt ihr locker noch den Köcherbaumwald anschauen.

Für Swakopmund würde ich auch 3 Nächte einplanen.

Gruß Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
1'165 Beiträge · seit 201716. Dez. 2017 · #6
motorradsilke schrieb:
warum soll ich 2 Tage in Swakopmund bleiben? Die Stadt reizt mich jetzt so gar nicht, zumindest nach dem, was ich bisher gelesen habe. Eigentlich will ich da nur wegen der Robben hin.
Hallo Silke,

wir haben dieses Jahr eine Kayak-Tour zu den Robben gemacht mit Eco-Kayak-Tours. Das war ganz schön, aber auch nicht wirklich überragend. Für mich eher in der Kategorie "Schön es gemacht zu haben, würde ich aber kein zweites Mal einplanen."
(nicht wegen dem Anbieter, der war klasse... sondern einfach des Erlebnisses an sich wegen)

Anders dagegen die Little-Desert Tour. War für mich vor der Reise eher ein KANN, kein MUSS. Im Nachhinein haben wir viel Glück gehabt bei Close-Up Africa gebucht zu haben. Somit maximal 6 Gäste, also eine sehr private und ganz beeindruckende Tour die wir da hatten. Toller Guide, der in diversen Gremien sitzt und sich für den Naturerhalt in Namibia einsetzt. >> kann ich uneingeschränkt empfehlen. Sehr viel über die Wüste, Afrika, Politik in Namibia etc. gelernt. Also viel mehr als erwartet.

Da aber beides morgens startet, daher brauchst du etwas Zeit in der Stadt. Wir waren 2 Nächte da und haben dennoch nie die Innenstadt oder Promenade gesehen. Gerade mal genug Zeit zum Einkaufen und Aktivitäten machen.


@ Route gesamt
Ich halte sie für 3 Wochen auch schon etwas lang. Die Fahrtzeiten musst du immer nach oben korrigieren und man fährt in Namibia eher nicht zu einem speziellen Ziel und Highlight. Nirgends zuvor stimmte für mich so sehr der Spruch: "Der Weg ist das Ziel." ... ihr werdet oft für Fotostopps oder einfach nur mal zum Gucken anhalten. 😉


Gruß,
Robin

PS. bei Interesse unsere Route, auch 3 Wochen.
https://drive.google.com/open?id=1_VaC8SoaagPIZFFCiBCw8GOTM-w&usp=sharing
Unsere Reisen: Uganda 2026 | Im grünen Herzen Afrikas ||| NAMIBIA 2024 | Wolkenlos Glücklich im Kaokoveld ||| KTP & MOREMI 2022 | Erstmal sitzen! ||| BOTSWANA 2021 | Wo ein Wille ist, ist oft KEIN Weg! ||| KRÜGER 2020 | Im hohen Gras, gibt's keine Katzen?! ||| BOTSWANA 2018 | ABER, irgendwas ist ja immer! ||| NAMIBIA 2017 | Been there. Done it! Got it?
zuletzt bearbeitet 16. Dez. 2017
33,1k Beiträge · seit 200616. Dez. 2017 · #7
Hallo Silke,
warum soll ich 2 Tage in Swakopmund bleiben? Die Stadt reizt mich jetzt so gar nicht, zumindest nach dem, was ich bisher gelesen habe. Eigentlich will ich da nur wegen der Robben hin.
es geht auch nicht so sehr um den Ort (wobei es sicherlich der ansehnlichste des Landes ist), sondern darum, dass Swakopmund das Aktivitäten- und Freizeitzentrum Namibias ist. Dazu gibt es zwei sehr ausführliche Threads.

Hingegen könnte man sich 2 Nächte in Lüderitz sparen und die Stadt ab Aus (dann 2-3 Nächte dort) besuchen.

Beste Grüße
Christian
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291 Beiträge · seit 201416. Dez. 2017 · #8
Hallo Silke,

auch wenn mich viele Fomis gleich steinigen werden, aber 3 Nächte in Swakop sind mir auch immer zu viel. Absolut lohnenswert ist sicherlich die Little-Five-Tour und auch eine Katamaranfahrt zu den Robben. Dies könnt ihr aber beides an jeweils einem Vormittag erledigen und habt dann noch mindestens einen vollen Nachmittag für einen Stadtrundgang (wenn ihr am Ankunftstag früh da seid, sogar noch mehr Zeit). Nach der zweiten Tour würde ich dann Swakop am frühen Nachmittag wieder verlassen und mir ausserhalb eine schöne Übernachtungsmöglichkeit suchen.

Wir sind z.B. immer über den Welwitschia-Drive nach Wüstenquell gefahren und haben dort übernachtet. Für mich auf jeden Fall schöner als eine weitere Nacht in Swakop. Aber auch eine Weiterfahrt in Richtung Erongo-Gebirge wäre von Swakop aus noch möglich.

VG
Holger
3'491 Beiträge · seit 200616. Dez. 2017 · #9
Hallo Silke,
sorry - da habe ich wohl nicht genau nachgedacht. Unter dem Strich bleibe ich dann aber bei der Meinung, dass diese Routenführung für 3 Wochen verdammt anspruchsvoll ist. Ich habe mir stets zum Maßstab gemacht, nie mehr als 400 km am Tag und nie weniger als 2 Nächte an einem Ziel. Damit bin ich eigentlich recht gut gefahren - und namibiasüchtig geworden....
Gruß Joli
5'538 Beiträge · seit 200816. Dez. 2017 · #10
Hallo Silke,
vom zeitlichen Ablauf her ist die Strecke schon zu schaffen, aber wie Du aus den vorherigen Post schon gesehen hast, nicht unbedingt das Non-plus-ultra. Wenn Ihr in Ruhe Landschaft und Tiere genießen wollt, dann müsst Ihr nämlich auch Nebenstraßen fahren. Denn z. B. auf der B 1 von Windhoek nach Keetmanshoop fahren zu müssen, ist die Langweile in Person. Etwa ab Rehoboth bis Keetmanshoop immer dasselbe - kahle und trockene Weide so weit das Auge reicht und noch weiter. Im März ist das nur dann anders, wenn es eine richtige Regenzeit gegeben hat. Dann ist es grün und blühend, aber immer noch wenig Abwechslung und daher ermüdend. Ich würde sehr ernsthaft überlegen, auf Keetmanshoop und den Köcherbaumwald genau so zu verzichten, wie auf den Canyon und auf Lüderitz. Das sagt Dir ein bekennender Lüderitz-Fan, der immer meint, man müsste 5 Tage dort bleiben. Und den Canyon würde ich vergessen, weil man im März nur an ein paar zugegebenermaßen sehr schönen Aussichtspunkten etwas vom Canyon hat.
Das würde sehr viel Zeit für die folgende Strecke geben:
Windhoek - Lake Oanob (1) - Rehoboth - C 24 - D 1281 - D 1281 - D 1275 (Spreetshoogte Pass) - Camp Gecko (1) - C 14 - C 19 - Sesriem (2) - zurück - C 19 - C 14 - Kriess se Rus - links ab auf gebührenpflichtige Straße ohne Nummer (das Permit gibt es in Sesriem, wo Ihr auch den Eintritt für Sossusvlei bezahlt und ist für alle Straßen im Namib Naukluft Park gültig, an den Ihr das Schild Permit Required sehrt und nur an den Tagen, die Ihr bei Bezahlung angebt) - erst in Richtung Mirabib, aber schon nach wenigen Km links nach Homeb abbiegen. Dort unten findet Ihr einen der schönsten Natur-Camping-Plätze, die ich kenne, aber ohne Wasser. Trotzdem würde ich da eine Nacht bleiben und am nächsten Tag über Rooisand und Walvis Bay nach Swakopmund fahren. Die Tour mit Close Up Safaris finde ich gut, da immer nur ein Auto fährt(!). Die Robbentour kann ich Euch noch empfehlen, evtl. eine Tour nach Sandwich Harbour, aber nur, wenn Ihr den Guide kennt. Viele schummeln und sagen, dass man wegen der Wasserverhältnisse nicht bis ans Ende fahren kann. Stimmt. Vielleicht könnt Ihr das ja auch mit dem Guide von Close up machen. Fragt doch mal an. Mein Aufenthalt in Swakop würde mindestens 3 Nächte betragen, denn ich würde den Guide auch mal fragen, ob er mit Euch eine Tour in/ums Swakop Rivier macht. Vielleicht seht Ihr ja da mal die ersten und wahrscheinlich einzigen Klippspringer auf der Tour.
Inkl. Homeb sind dann 9 Nächte um.

Weiter:
Swakop - Usakos - Spitzkoppe oder, was ich viel lieber machen würde, Wüstenquell.Wüstenquell kann man auch von Swakop auf der Welwitschia-Strecke bis zur alten Welwitschia fahren (dann aber nicht den Ausflug ins Swakoprivier mit Guide machen) und da geht es links zur Lodge. Ich weiß aber nicht, ob man die mit einem Wohnmobil schafft - ich hatte immer meinen 4 x 4 mit. Auf Wüstenquell würde ich mindestens 2 Nächte verbringen. Dann von Wüstenquell (wieder) nach Usakos - Karibib - C 33 - C 36 - Uis - Brandberg (1 )- C 35 - D 2612 - Twyfelfontein - C 39 - C 43 (Palmwag 1 oder 2, viele Tiere, tolle Landschaft, sehr gute, aber nicht billige Game- und oder Scenic Drives) - C 40 - C 35 bis Galton Gate - Campingplatz Nähe Dolomite Camp (2) - Okauejo (2) - C 38 - M 63 - C 33 bis Abzweig Erindi. Dort habt Ihr noch alle Tiere der Etoscha zuzüglich Rhinos und Kroks, aber in einer ganz anderen Landschaft. Von Erindi aus schafft Ihr das am letzten Tag nach WDH in etwa 3 - 4 Stunden, d. h. Ihr habt vor dem Abflug reichlich Zeit für die Fahrzeugrückgabe.

Liebe Grüße
Gerd
Themenstarter390 Beiträge · seit 201716. Dez. 2017 · #11
Pascalinah schrieb:Hallo Silke,

Was wollt ihr 2 Nächte in Keetmanshoop? Vom Lake Oanob fahrt ihr max. 5 Std. bis Keetmanshoop und dann könnt ihr locker noch den Köcherbaumwald anschauen.

Gruß Pascalinah
Das ist eigentlich mehr zum "ankommen" gedacht. Einen Tag bis hin (weil ich ohne Erfahrung auch nicht einschätzen kann, wie lange ich dafür wirklich brauche), einen Tag in Ruhe gucken, vielleicht eine kleine Wanderung vor Ort... Nicht gleich am nächsten Tag wieder weiter müssen.
Themenstarter390 Beiträge · seit 201716. Dez. 2017 · #12
Vielen Dank erst mal für die schnellen Antworten und die vielen Tipps.
Ich guck mir das alles in der nächsten Woche mal an.

Eigentlich sind wir keine Fans geführter Touren? Kommt man in Namibia nicht darum herum? In Südafrika haben wir Alles selbst abgefahren und auch Alles gesehen, was wir wollten.
Themenstarter390 Beiträge · seit 201716. Dez. 2017 · #13
joli schrieb:Hallo Silke,
sorry - da habe ich wohl nicht genau nachgedacht. Unter dem Strich bleibe ich dann aber bei der Meinung, dass diese Routenführung für 3 Wochen verdammt anspruchsvoll ist. Ich habe mir stets zum Maßstab gemacht, nie mehr als 400 km am Tag und nie weniger als 2 Nächte an einem Ziel. Damit bin ich eigentlich recht gut gefahren - und namibiasüchtig geworden....
Gruß Joli
Ich habe 4 Etappen mit über 400 km drin.
Welche meiner Ziele würdest du denn streichen (unter der Prämisse, dass es ziemlich sicher die einzige Reise nach Namibia wird)?
1'014 Beiträge · seit 201616. Dez. 2017 · #14
Um geführte Touren kommt man auch in Namibia ausgezeichnet herum, wir legen auch keinen Wert drauf. Es ist nur so, daß gerade in Swakopmund sehr viele organisierte Aktivitäten angeboten werden, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Unter anderem die "little five Touren", auf denen die kleinen Bewohner der Dünen Thema sind, Katamarantouren zu den Robben mit Verkostung von Austern und co. oder Kajaktouren, auch zu den Robben. Wenn man dazu keine Lust hat (wir hatten keine, weil wir organisierte Ausflüge nicht ausstehen können), reicht eine Übernachtung in Swakopmund für eine Stadtbesichtigung und eine Fahrt mit dem Auto nach Cape Cross zu den Robben (man kommt richtig nahe dran an die Tiere, sehr beeindruckend, es müffelt allerdings ziemlich) und ggfs. an der Küste längs um Schiffwracks anzuschauen.
Ob 2 Übernachtungen in Lüderitz sein müssen? Klar, Swakopmund und Lüderitz sind nette, aufgeräumte kleine Städte mit hübscher Architektur und netten Museen, aber daran besteht in Deutschland auch gerade kein Mangel. Wir sind kurz nach Lüderitz reingefahren, haben uns umgesehen und damit hatte es sein Bewenden. Vielleicht haben wir was verpaßt, vielleicht auch nicht.
Von den sechs Übernachtungen im Etosha könnte man auch eine Übernachtung streichen, dann wäre drei Übernachtungen, ggfs. für Zwischenübernachtungen für die Rundreise verfügbar. Ich finde die Strecke so im großen und ganzen für ein "einmal im Leben" gar nicht schlecht.

Yanjep
zuletzt bearbeitet 16. Dez. 2017
568 Beiträge · seit 201417. Dez. 2017 · #15
Gerd1942 schrieb:Hallo Silke,
...
- erst in Richtung Mirabib, aber schon nach wenigen Km links nach Homeb abbiegen. Dort unten findet Ihr einen der schönsten Natur-Camping-Plätze, die ich kenne, aber ohne Wasser. Trotzdem würde ich da eine Nacht bleiben und am nächsten Tag über Rooisand und Walvis Bay nach Swakopmund fahren.
...
Gerd
Hallo Gerd, meinst du nicht eher "Rooibank" statt "Roooisand"? Wäre ja doch ein krasser Schlenker von Homeb aus...
Grüßle
Martin
568 Beiträge · seit 201417. Dez. 2017 · #16
Hallo Silke,
Die Tücke in Namibia ist, daß "km" kein aussagekräftiges Kriterium für die gebrauchte Zeit ist.
Die Straßenbeschaffenheit und Topografie sind so unterschiedlich, daß du auf manchen Strecken die 400 km und mehr locker runterreiten kannst, auf anderen Strecken du nach 200 km fragst, wo die Zeit geblieben ist - v.a. wenn du nicht nur "Strecke machen", sondern auch nebenher noch Namibia erleben willst.

Ich würde deine Tour nicht mal als Gewalttour ansehen, nur daß du eben viel Strecke für "zweitklassige" Ziele verbrätst,
wo doch tolle Ziele auf einer verdichteten Route ohne den großen Südschlenker warten.
Gerd hat dir da ja einige schöne Tipps gegeben.

Da wären eben bei weniger "km" mehr "Eindrücke" drin, und damit auch noch ein paar Stündchen zum "sacken lassen".
Aber wir hatten hier auch schon "wildere" Ideen als deine. Nicht daß der Eindruck entsteht, du lägest vollkommen daneben. Vorfreude ist jedenfalls angebracht, so oder so!

Fröhliches Weiterplanen!
Martin
5'538 Beiträge · seit 200817. Dez. 2017 · #17
Danke, Martin, für die Korrektur. Natürlich meine ich Rooibank.
33,1k Beiträge · seit 200617. Dez. 2017 · #18
Hi Yanjep,
Um geführte Touren kommt man auch in Namibia ausgezeichnet herum, wir legen auch keinen Wert drauf.
das würde ich nicht so sehen. Ich fahre z.B. nie mit den Katamaren die Robbentour in Walvis Bay, da ich keine List auf 60 andere Mitfahrer haben. Wenn man z.B. mit Levo fährt, ist man maximal zu 12. auf dem Schiff - da ist schon fast familiär und hat weniger das Feeling einer Reisegruppe. Aber im Prinzip ist ja jede Wildbeobachtungsfahrt auf Farmland z.B. von einer Lodge aus, das Rhino Tracking von Grootberg aus etc eine geführte Tour. Und da kommt man eben mMn nicht so leicht dran vorbei. Vor allem Game- und Sundowner Drives machen veinen Großteil des Erlebnisses "Namibia" aus.

Viele Grüße aus Windhoek (es ist Regen angekündigt)
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter390 Beiträge · seit 201717. Dez. 2017 · #19
Ohje, ich merke schon, ich muss noch mehr Vorbereitung investieren, das ist offensichtlich Alles gar nicht so einfach.

Die Frage ist ja immer, was man als erst - und zweitklassig empfindet.

Diese Köcherbäume möchte ich eigentlich unbedingt sehen, finde ich die denn auch anderswo?

Dagegen reizt mich die Little Five Tour gar nicht, hatte ich schon verworfen.

Zum Thema geführte Touren noch eine Verständnisfrage: kann ich denn nicht mit dem eigenen Fahrzeug auch da entlang fahren, wo die geführten Touren fahren? Klar sind mir da fahrerische Grenzen (je nach Pistenbeschaffenheit) gesetzt. Bin ich dadurch zu sehr eingeschränkt? Oder ist das in bestimmten Gegenden verboten?
Zu den Robben z.B. kommt man ja auch von Land aus, das hatte ich schon gelesen.
1'014 Beiträge · seit 201617. Dez. 2017 · #20
Namibia hat grandiose Landschaften, Du wirst nicht alles sehen können, aber es bleibt schon noch genug übrig.

Bei den game-drives kommt es darauf an, wo Du bist. Lodges bieten meist drives an, selber fahren ist häufig verboten (ist verständlich, dass es nicht erwünscht ist, wenn die Gäste selber über das Farmland fahren). Dann werden noch spezielle Aktivitäten wie Rhino- oder Wüstenelefanten-Tracking angeboten. Ob man in den Gegenden auch selber fahren kann, weiß ich nicht. Die Aussichten auf eine erfolgreiche Sichtung dürften bei den organisierten Fahrten um einiges höher sein als wenn man sich auf eigene Faust aufmacht (so es gestattet ist).
Als sundownder-drives werden Fahrten bezeichnet, bei denen die Gäste zum Sonnenuntergang auf einen Aussichtspunkt gefahren und Getränke / Snacks gereicht werden. Wenn diese Aussichtspunkte nur über Privatgelände zu erreichen sind und selber fahren nicht erlaubt ist, kannst Du die Fahrt mitmachen oder Dir zu Fuß einen Aussichtspunkt für den Sonnenuntergang suchen.

In Nationalparks oder öffentlich zugänglichen Gebieten kannst Du selber fahren, mir persönlich macht es sowie so mehr Spaß, die Tiere alleine zu finden.

Die Köcherbäume sind hübsch anzusehen, sie stehen auch recht fotogen in der Gegend rum. Soweit ich weiß, können "Köcherbaumwälder" auf dem Gelände von zwei Lodges / Campgrounds besichtigt werden. Besonders fotogen sehen sie bei Sonnanaufgang und Sonnenuntergang aus.

Yanjep