4. AUGUST 2017: Ankunft in NamibiaÜBERNACHTUNG:Casa Piccolo Hotel, Windhoek
Wir werden in Doha vom Flieger mit dem Bus abgeholt und zum Terminal gefahren. Obwohl es nach Mitternacht ist, beträgt die Temperatur 35 Grad. Wir bummeln ein wenig durch den Transitbereich und fahren mit der Flughafen U-Bahn zum anderen Terminal. Kaum dort angekommen, beginnt schon das Boarding für den Anschlussflug nach Windhoek. Um 2:15 Uhr, wieder pünktlich, heben wir Richtung Namibia ab.
Wie uns schon zuvor bekannt war, darf Qatar Airways aufgrund einer diplomatischen Krise zur Zeit nicht über Saudi Arabien und die Arabischen Emirate fliegen, weshalb unsere Maschine einen Umweg rund um die arabische Halbinsel machen muss. Somit verlängert sich unsere Flugzeit um fast eine Stunde auf knapp unter 10 Stunden.
Kurz nach dem Start wird ein kleiner Imbiss serviert und danach das Licht gedimmt. Die Kinder schlafen recht gut, wir können zumindest ein paar Stunden dösen.
Kurz nach dem Aufwachen:
Anflug auf Windhoek
Um 7 Uhr gibt es ein Frühstück und kurz vor 10 Uhr landen wir in Windhoek. Endlich wieder AFRIKA! Die Stimmung ist hervorragend!
Während wir auf das Öffnen der Türen warten, stelle ich erfreut fest, dass beide SIM-Karten, die ich über das Forum bekommen habe einwandfrei funktionieren. Nochmals danke an dieser Stelle an den Spender. Jetzt muss ich nur noch MTC-Ladebons besorgen.
Wir spazieren bei angenehmen Temperaturen und leicht bewölktem Himmel über das Rollfeld und stellen uns beim "Immigration" Schalter an.
Nur 15 Minuten Warten 😄
Mit einer Wärmebildkamera werden wir kurz auf Fieber gecheckt. Die Einreisezettel haben wir uns vorab schicken lassen und schon ausgefüllt. Somit warten wir nicht besonders lange und sind nach 15 Minuten an der Reihe. Die internationalen Geburtsurkunden für die Kinder haben wir zwar dabei, danach gefragt wird aber nicht.
Auch das Gepäck trifft kurz nach uns vollständig ein. Dieses muss nochmal in eine Röntgenröhre bevor wir die Ankunftshalle erreichen. Obwohl recht viel Trubel herrscht, treffen wir rasch den Fahrer von Safari Car, unserem Autovermieter.
Ich möchte zunächst einmal etwas Bargeld organisieren und stelle mich beim Bankomaten an. Der Fahrer empfiehlt uns zum Bankomaten VOR dem Gebäude zu gehen, da dort immer viel weniger los ist. Tatsächlich ist kein Mensch bei den beiden ATMs vor dem Flughafengebäude und wir können jeder ohne Probleme 2000 N$ mit VISA und Maestro abheben.
Abholung
Wir verstauen das Gepäck im großen Toyota Transporter und machen uns auf den Weg zum Stützpunkt von Safari Car. Auf der Fahrt sehen wir die ersten Paviane. Alles kommt uns ein wenig grüner vor als bei unserem letzten Besuch 2013.
Nach 15 Minuten Fahrt erreichen wir gegen 11 Uhr die Station. Sie liegt auf halben Weg zwischen dem Flughafen und der Stadt. Alles ist modern und freundlich eingerichtet und das Anmietungsprocedere läuft routiniert und flott ab. Wir erledigen mit Kimi den Papierkram und danach lernen wir unsere fahrbaren Untersätze kennen.
Wir haben jeweils einen Toyota Hilux Automatik mit Expeditions-Offroad-Ausstattung gemietet.
Unser Fahrzeug ist 1 ½ Jahre alt und hat 120.000 km auf dem Tacho. Er sieht aber piccobello gepflegt aus. Das andere Auto ist nur wenige Monate alt und hat ca. 20.000 km auf dem Tacho.
Unser Hilux hat einen 3,0l Motor, der von Birgit und Helmut schon einen neueren 2,8l Motor. Im Prinzip sind die beiden Fahrzeuge gleich ausgestattet, nur bei den Details gibt es kleine Unterschiede.
Die neueren Modelle sind ein paar cm höher, deshalb benötigt die Dachzeltleiter noch eine extra Verlängerung. Außerdem ist der Rang der Ladefläche ein wenig höher, damit fällt die Bestecklade beim Küchenabteil weg. Automatik haben beide Fahrzeuge, das Neuere sogar Tiptronic und einen Wählschalter für die Allrad und Untersetzungssteuerung. Unser Fahrzeug hat noch einen zweiten Knüppel für die Umschaltung zwischen 2H, 4H und 4L. Moderne Bluetooth Radios haben beide genauso wie einen Tempomat, Lederausstattung, 50l Wassertank und ein Garmin Navigationsgerät. Als Extra haben wir noch ein Satellitentelefon und einen Potje angemietet.
Die Dachzelte sind 140 cm breit und auch Bettwäsche, Leintücher, Kopfpolster und Badetücher bekommen wir mit. Im Canopy gibt es keine Laden, Safari Car setzt auf das Konzept mit schwarzen Stapelboxen. 1 Box ist für Auto-Zubehör und Recovery Equipment, 1 Box für Töpfe und Pfannen, 1 Box für Lebensmittelvorräte. Dazu ein großer Kühlschrank und eine Kühlbox. Für 4 Personen reicht der Platz, wenn man eine halbwegs vernünftige Einteilung findet.
Ein wenig mühsam bei unserem Auto ist der Umgang mit dem Wassertank. Die neuen Fahrzeuge haben außen einen Wasserhahn, unserer leider noch einen Plastikschlauch, den man immer erst hinter den Boxen hervorfummeln muss. Außerdem riecht das Wasser nach mehr als 1 Tag recht streng, weil es im Schlauch nach dem Ablassen zurückbleibt.
Helmut und Birgits linker Hinterreifen sieht an einer Stelle nicht ganz ok aus. Eventuell eine unsaubere Schweißnaht im Pneu; nach nochmaligem Check und Versicherung durch den Safari Car Mitarbeiter, dass es sich nur um ein optisches Problem handelt, verzichten wir auf einen Austausch des Reifens.
Nach der Einweisung, die inklusive Papierkram ungefähr 90 Minuten gedauert hat, verabschieden wir uns und machen uns auf den Weg nach Windhoek. Es ist inzwischen kurz nach Mittag. Wir haben uns rasch wieder an den Linksverkehr gewöhnt, auch Helmut kommt gut mit dem Wagen zurecht.
Nach 20 Minuten problemloser Fahrt erreichen wir den Stadtteil Klein Windhoek und unsere Unterkunft Casa Piccolo. Es ist inzwischen 13 Uhr. Wir müssen noch ein wenig auf die Zimmer warten und laden erst einmal die Autos komplett aus. Wir wollen die Kinder und das Gepäck hierlassen und in aller Ruhe mit einem leeren Auto zum Superspar und Fleischer fahren.
Casa Piccolo
Außerdem wollen wir ein Taxi und am Abend einen Tisch in Joes Beerhouse reservieren. Leider wird keine Reservierung mehr angenommen. Kurz überlegen wir, ob wir in ein anderes Restaurant gehen sollen, wir entscheiden uns aber es auf gut Glück zu probieren. Das Taxi wird für 18:00 Uhr bestellt.
Gegen 14:30 Uhr machen sich Claudia, Helmut und ich auf den Weg. Birgit bleibt mit den Kindern im Hotel.
Wir finden erst beim zweiten Versuch die richtige Zufahrt zum Spar-Supermarkt und bringen erfolgreich den Großeinkauf hinter uns. Viel Frischfleisch können wir ohnehin nicht kaufen. In drei Tagen werden wir ein "Veterinary Gate" beim Verlassen des Etosha-Parks passieren, und dort werden wir frisches Fleisch ohnehin nicht mitnehmen dürfen. Aber Getränke, Beilagen, Süßigkeiten und Kleinkram kaufen wir reichlich um insgesamt 100 EUR ein. Für das Fleisch schauen wir im Anschluss bei Trans Kalahari Meat vorbei. Leider erfahren wir, dass jetzt am Nachmittag kein Wildfleisch mehr verfügbar ist; wir werden es morgen früh nochmal probieren. Allerdings bekomme ich Im MTC Shop nebenan zwei Ladebons für die Sim Karten und aktiviere erfolgreich das AWEH-GIG Paket.
Nach unserer Rückkehr ins Hotel beginnen die Männer die Autos herzurichten. Der Stromwandler mit USB Hub und jede Menge Ladekabeln und unsere Navis werden fachgerecht montiert, ohne einen allzu großen Kabelsalat zu verursachen. Claudia und Birgit sortieren in der Zwischenzeit die Wäsche für die nächsten Tage. Wieder werden die Reisetaschen nach dem Prinzip gepackt, dass wir möglichst selten mehr als 1-2 Taschen öffnen müssen.
Auch ich teile das Campingzubehör auf zwei Taschen auf. Eine für den „täglichen Zugriff“ die andere für „ab-und-zu“.
Die Einkäufe werden auf 2 Kühlschränke, 2 Kühlboxen und 2 Obstkartons aufgeteilt. Wir merken, auch diesmal wird der Laderaum wieder bis oben hin voll sein.
Um 18:00 Uhr holt uns das Taxi wie ausgemacht ab. Nach wenigen Minuten Fahrt erreichen wir Joes Beerhouse. Der Fahrer gibt uns noch seine Nummer, unter der wir ihn für die Rückfahrt anrufen sollen. Auch ohne Reservierung können wir einen Platz ergattern. Wir werden einfach an einen großen Tisch zu einer anderen Familie dazugesetzt. Auch die Temperatur ist angenehm, es lässt sich mit Weste aushalten.
Als wir bestellen, bemerkt Franziska, dass ihr Handy fehlt. Sie ist sich sicher, dass sie es dabei hatte, kann es jetzt aber nicht mehr finden. Wir vermuten, dass sie es im Taxi liegen gelassen hat. Helmut ruft den Fahrer an, der uns verspricht nachzusehen.
Wir bestellen Savanna, Schweppes Lemonade und zu Essen Oryx Filet bzw. Kudu Steak. Leo wählt Spareribs und Selina Burger mit Pommes. Alles schmeckt wunderbar und die Stimmung ist gut. Kein Vergleich zu unserem Besuch vor vier Jahren, wo unser erster Tag ja recht „turbulent“ verlaufen ist….
Bei Joes Beerhouse:
Um 20:30 Uhr holt uns der Fahrer wieder ab und tatsächlich hat er das Handy im Auto gefunden. Große Erleichterung bei Franziska. Zurück im Hotel gehen alle um 21 Uhr auf die Zimmer und bald darauf zu Bett um etwas Schlaf nachzuholen. Ein sehr ereignisreicher Tag geht zu Ende.
Morgen steht unsere erste Fahrt zum Waterberg und die erste Übernachtung im Zelt auf dem Programm.