ORortyThemenstarter22 Beiträge · seit 201707. Nov. 2017 · #1
Routenupdate auf Seite 4 🙂
Hallo Leute, meine Freundin und ich planen, nächstes Jahr im September eine Selbstfahrer Tour durch Namibia und Botswana zu machen. Da wir schon einige Länder, unter anderem das wunderschöne Südafrika, mit dem eigenen Auto bereist haben wollen wir auch dieses mal auf eigene Faust starten.
Die ganze Tour soll zwischen 20 und 25 Tagen dauern und Anfang September 2018 starten. Wir möchten gerne einen 4x4 mit Dachzelt mieten um die teils extrem hohen Preise in Botswana etwas zu mildern. Trotzdem würden wir gerne die ein oder andere Lodge auf unserer Reise mitnehmen. 3 Wochen Dauercamping ist leider auch nichts für uns.
Da es bezüglich Reisevorbereitung in Namibia und Botswana etwas mehr zu beachten gilt habe ich mich an einen Reiseveranstalter gewandt, der mir einen Routenvorschlag geschickt hat.
Eins noch vorab – die Victoria falls haben wir bewusst ausgelassen da wir diese schon besucht haben.
Tag 1: Windhoek Tag 2: Naukluft (Spreetshoogte Pass, Köcherbaumwald) Tag 3: Solitaire (Sossusvlei) Tag 4+5: Swakopmund Tag 6: Erongo Tag 7: Twyfelfontein (Felsgravuren, Elefanten) Tag 8: Kamanjab (Grootberg Pass) Tag: 9-11: Etosha Tag 12: Tsumkwe (Buschleute) Tag 13: Bagani (Mahango Nationalpark) Tag 14: Kwando (Mudumu – Mamili Nationalpark) Tag 15-17: Chobe Tag 18: Moremi (Xaxanaxa Camping) Tag 19: Moremi (Third Bridge) Tag 20: Maun (Rundflug übers Delta) oder Übernachtung Chiefs Island Tag 21: Dekar Tag 22: Omitara Tag 23: Windhoek
Im groben finde ich die Route gut, ich habe jedoch einige Fragen an euch.
1. Ich habe viel widersprüchliches über den Etosha gelesen und da er in der Planung ganze 3 Tage ausmacht bin ich mir etwas unsicher. Wie findet Ihr den Etosha? Kann er mir Chobe oder Moremi mithalten? Sollte man ihn komplett auslassen und die Zeit woanders investieren? Ich bin auf eure Meinung gespannt.
2. Passt die Routenplanung zur Jahreszeit? Ich habe gelesen, dass die Parks in Botswana nicht umzäunt sind. Wo halten sich die meisten Tiere um diese Jahreszeit auf?
3. Als wir vor zwei Jahren in Südafrika waren, haben wir zwei Nächte im Sabi Sands verbracht. Dies war eine unvergessliche Erfahrung für uns, wir haben Löwen, Leoparden, Elefanten und viele mehr aus nächster Nähe gesehen. Der Vorteil war, dass die Ranger sich dort nicht nur auf den Straßen aufhalten sondern quer durch den Park fahren können. Natürlich ist mir klar, dass diese Praxis auch Nachteile für die Tiere und die Natur hat. Wie sieht es im Chobe/Moremi aus? Ist Off-Road bei geführten Gamedrives möglich?
4. Meine Freundin wollte eigentlich auch gerne nach Lüderitz und die Geisterstadt Kolmanskop besuchen. Die Strecke bis dahin ist allerdings recht lang und ich weiß nicht, ob es Sinn macht dafür andere Punkte zu streichen oder zu verkürzen?
5. Wie kann ich mir den Besuch im Moremi Ende September vorstellen? Macht man gamedrives mit dem eigenen Fahrzeug oder ist der Wasserstand so hoch, dass es nur per Boot möglich ist?
6. Was haltet Ihr von Chiefs Island? Lohnt sich der Besuch für eine Nacht oder ist es völlig egal(was Tiersichtungen angeht) wo man im Delta übernachtet?
Puh, ganz schön viel geworden. Ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen 🙂
Ps: Ich hänge mal noch eine Karte an. Los geht’s wie gesagt von Windhoek aus im Uhrzeigersinn.
auch auf die Gefahr mich wieder unbeliebt zu machen - schlechte Nachrichten will ja immer keiner hören - möchte ich schon einmal feststellen: Euer gewählter Veranstalter hat sehr viel wenig Ahnung. Insbesondere weiß er nicht, wo welche Sehenswürdigkeiten sind und wie weit es dahin ist.
Tag 1: Windhoek Tag 2: Naukluft (Spreetshoogte Pass, Köcherbaumwald)
Köcherbaumwald in der Naukuluft? Welcher soll das dort sein? Die bekannten Köcherbaum-Ansammlungen liegen um Keetmanshoop herum. Tag 3: Solitaire (Sossusvlei) Das Sossusvlei liegt nicht bei Solitär, sondern bei Sesriem - und selbst von dort fährst Du noch 60 Kilometer um dort hin zu kommen. Für diesen Punkt benötigst Du bereits 2 Übernachtungen bei Sesriem! Tag 4+5: Swakopmund Tag 6: Erongo Wieso? Weshalb? Warum? Und wo? Tag 7: Twyfelfontein (Felsgravuren, Elefanten) Was willst Du bei 1 Übernachtung dort alles machen? Du kommst nachmittags an, dann sind die Lodge-Touren schon alle unterwegs.... Tag 8: Kamanjab (Grootberg Pass) Wieso? Weshalb? Warum? Und wo? Tag: 9-11: Etosha ??? 3 verschiedene Camps oder was ist geplant? Tag 12: Tsumkwe (Buschleute) Tsumke liegt zu weit abseits. Günstiger ist der Besuch in Grashoek. Dort gibt es auch eine Campsite, die Dein Veranstalter aber nicht vorbuchen kann. Tag 13: Bagani (Mahango Nationalpark) Von den Buschleuten (San) zum Mahango an einem Tag? Respekt! Und für eine einzige Nacht? Völliger Quatsch! Tag 14: Kwando (Mudumu – Mamili Nationalpark) Für eine einzige Nacht? Völliger Quatsch Tag 15-17: Chobe Tag 18: Moremi (Xaxanaxa Camping) Tag 19: Moremi (Third Bridge) Tag 20: Maun (Rundflug übers Delta) oder Übernachtung Chiefs Island Tag 21: Dekar Tag 22: Omitara Tag 23: Windhoek
Grundsätzlich schalge ich auch Dir vor: Überall mind 2 Nächte, Swakopmund und Etosha mind 3 Nächte.
1. Ich habe viel widersprüchliches über den Etosha gelesen und da er in der Planung ganze 3 Tage ausmacht bin ich mir etwas unsicher.
Ich persönlich finde z.B. Chobe komplett überflüssig. Das Erlebnis kannst Du günstiger und mit weniger Touristen im Caprivizipfel auch haben. Da würde ich persönlich 3x2 Nächte einplanen. Ich würde Etosha immer vor den Nationalparks des Nordosten einplanen, da es ein ganz anderes Erlebnis ist. Ich kenne niemanden, der von Etosha enttäuscht war. Ich würde schätzen, dass die meisten hier im Forum eher mehr als 3 Nächte pro Reise dort einplanen.
3. Als wir vor zwei Jahren in Südafrika waren, haben wir zwei Nächte im Sabi Sands verbracht. Dies war eine unvergessliche Erfahrung für uns, wir haben Löwen, Leoparden, Elefanten und viele mehr aus nächster Nähe gesehen. Der Vorteil war, dass die Ranger sich dort nicht nur auf den Straßen aufhalten sondern quer durch den Park fahren können. Natürlich ist mir klar, dass diese Praxis auch Nachteile für die Tiere und die Natur hat. Wie sieht es im Chobe/Moremi aus? Ist Off-Road bei geführten Gamedrives möglich?
Du vergleichst ein privates Schutzgebiet mit einem Nationalpark. Das hinkt immer. In Nationalparks darf in aller Regel nie fernab der Straßen gefahren werden (es gibt aber durchaus Ausnahmen - z.B. Chobe ist keine davon)
5. Wie kann ich mir den Besuch im Moremi Ende September vorstellen? Macht man gamedrives mit dem eigenen Fahrzeug oder ist der Wasserstand so hoch, dass es nur per Boot möglich ist?
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201607. Nov. 2017 · #4
Hallo orty, kann es sein, dass deine angehängte Karte irgendwie ganz anders ist als deine Auflistung? 🙄 Gruß Gina
GinaChris schrieb:Hallo orty, kann es sein, dass deine angehängte Karte irgendwie ganz anders ist als deine Auflistung? 🙄
Sag´ ich doch, Gina, da weiß jemand nur so ungefähr, wo was ist... 😉
LG Logi
ORortyThemenstarter22 Beiträge · seit 201707. Nov. 2017 · #6
Wow, das ging schnell. Tips und Einwände sind immer herzlich willkommen und bei mir macht sich damit keiner unbeliebt. 😁
Ich muss den Veranstalter nun allerdings "ein wenig" in Schutz nehmen. Ich hab die Route wohl etwas zu "grob" beschrieben. Der Verantstalter hat mir noch einige Beschreibungen zu den Orten mitgeliefert und auch die Unterkünfte aufgezählt.
Daher erstmal eine etwas detailiertere Planung
Tag 1: Windhoek Tag 2: Naukluft - Hauchabfontein Camping - Spreetshoogte Pass, Köcherbaumwald Tag 3: Solitaire - Sesriem Camping - Sossusvlei Tag 4+5: Swakopmund - Kuiseb Canyon, Namibrand, Desert Tour Tag 6: Erongo - Buschmann Camping - Spitzkoppe Kristalle, Buschleute Tag 9: Twyfelfontein - Mowani Camping - Felsgravuren, Elefanten Tag 8: Kamanjab - Otjitotongwe Camping - Grootberg Pass, Geparden streicheln Tag 9: Etosha - Okaukuejo Camping - Game Drives Tag 10: Etosha - Halali Camping - Game Drives Tag 11: Etosha - Onguma Camping - Game Drives Tag 12: Tsumkwe - Baobab Camping - (Buschleute) Tag 13: Bagani - Ngepi Camp - Mahango Nationalpark Tag 14: Kwando - Livingstone Camping - Mudumu Mamili Nationalpark Tag 15: Chobe - Ihaha Camping Tag 16: Chobe - Ihaha Camping Tag 17: Chobe - Savuti Camping Tag 18: Moremi - Xaxanaxa Camping Tag 19: Moremi - Third Bridge Camping Tag 20: Maun - Rundflug übers Delta oder Übernachtung Chiefs Island Tag 21: Dekar - Sunnyside Camping - Lake Ngami Tag 22: Omitara - Okambara Lodge Tag 23: Windhoek
Logi schrieb:Hallo Orty,
auch auf die Gefahr mich wieder unbeliebt zu machen - schlechte Nachrichten will ja immer keiner hören - möchte ich schon einmal feststellen: Euer gewählter Veranstalter hat sehr viel wenig Ahnung. Insbesondere weiß er nicht, wo welche Sehenswürdigkeiten sind und wie weit es dahin ist.
Tag 1: Windhoek Tag 2: Naukluft (Spreetshoogte Pass, Köcherbaumwald)
Köcherbaumwald in der Naukuluft? Welcher soll das dort sein? Die bekannten Köcherbaum-Ansammlungen liegen um Keetmanshoop herum. Es soll sich "ein geheimer Köcherbaumwald" am Tsauchab Fluss befinden
Tag 3: Solitaire (Sossusvlei) Das Sossusvlei liegt nicht bei Solitär, sondern bei Sesriem - und selbst von dort fährst Du noch 60 Kilometer um dort hin zu kommen. Für diesen Punkt benötigst Du bereits 2 Übernachtungen bei Sesriem! Wie oben beschrieben hätten wir eine Nacht in "Sesriem Camping" Trotzdem fehlt dann noch eine zweite Übernachtung dort.
Tag 4+5: Swakopmund Tag 6: Erongo Wieso? Weshalb? Warum? Und wo? Siehe Routen Update
Tag 7: Twyfelfontein (Felsgravuren, Elefanten) Was willst Du bei 1 Übernachtung dort alles machen? Du kommst nachmittags an, dann sind die Lodge-Touren schon alle unterwegs.... Siehe Routen Update, wann wir ankommen weiß ich auch nicht. Komplett streichen? Tag 8: Kamanjab (Grootberg Pass) Wieso? Weshalb? Warum? Und wo? Siehe Routen Update Tag: 9-11: Etosha ??? 3 verschiedene Camps oder was ist geplant? Siehe Routen Update Tag 12: Tsumkwe (Buschleute) Tsumke liegt zu weit abseits. Günstiger ist der Besuch in Grashoek. Dort gibt es auch eine Campsite, die Dein Veranstalter aber nicht vorbuchen kann. Vielen Dank, guter Einwand! Tag 13: Bagani (Mahango Nationalpark) Von den Buschleuten (San) zum Mahango an einem Tag? Respekt! Und für eine einzige Nacht? Völliger Quatsch! Was würdest du stattdessen vorschlagen? Tag 14: Kwando (Mudumu – Mamili Nationalpark) Für eine einzige Nacht? Völliger Quatsch Was würdest du stattdessen vorschlagen? Tag 15-17: Chobe Tag 18: Moremi (Xaxanaxa Camping) Tag 19: Moremi (Third Bridge) Tag 20: Maun (Rundflug übers Delta) oder Übernachtung Chiefs Island Tag 21: Dekar Tag 22: Omitara Tag 23: Windhoek
LG Logi
travelNAMIBIA, Danke auch für deine Tips. Wo genau würdest du denn vorschlagen auf dem Caprivizipfel zu bleiben?
Gina, das kann schon sein. Die Karte ist auch nicht vom Veranstalter. Ich habe die Orte einfach in Google maps eingegeben eine Route erstellt. Dachte das wird schon passen. 😄 Ich prüf das nochmal
ganz kurz: diese Route ist in der veranschlagten Zeit schlichtweg nicht machbar. Bei den ganzen 1-Ü Stationen kommst Du irgendwann am späten Nachmittag an und fährst am nächsten Morgen wieder weg. Was willst Du da vor Ort noch machen oder gar besichtigen? Gar nix! Hinzu kommt, Du musst als Camper auch noch Großeinkäufe zwischendurch tätigen und Tanken und Geld holen usw.
Hier habe ich auch schon wieder was zu "beanstanden":
Tag 4+5: Swakopmund - Kuiseb Canyon, Namibrand, Desert Tour Tag 6: Erongo - Buschmann Camping - Spitzkoppe Kristalle, Buschleute
Bei 2 Übernachtungen in Swakop bleibt Euch nur 1 Tag für Aktivitäten: ein einziger Tag! Die meisten finden nur am Vormittag statt. Den einen Nachmittag braucht Ihr sowieso zum Einkaufen.
Im Erongo gibt es kein Buschmann Camping. Die Buschleute leben auf der Farm Omandumba. Ihr müsstet Euch dann dort einquartieren. Wenn Ihr dann noch vorher zur Spitzkoppe wollt, könnt Ihr für diesen Abschnitt ebenfalls 2 Nächte einplanen.
LG Logi
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200807. Nov. 2017 · #8
Hallo Orty,
erst einmal herzlich willkommen im Forum.
Entschuldige bitte, dass ich meine Kritik mit der vorgestellten Reiseroute sehr ironisch beginne:
Eins noch vorab – die Victoria falls haben wir bewusst ausgelassen da wir diese schon besucht haben.
Die Falls fehlen aber noch, um aus einem vermurksten Urlaub einen total vermurksten Urlaub zu machen. Ansonsten kann ich nur eines sagen - Dein Reiseplaner sitzt lieber im Auto, als dass er die Schönheiten Namibias genießt. Denn diese Tour ist Stress pur. Wie Christian schon geschrieben hat, solltest Du Euren Urlaub so planen, dass Ihr überall, wo Ihr seid, mindestens zwei und in der Etoscha mindestens 4 Nächte habt. Wenn Du das berücksichtigst, könnte folgende Route dabei herauskommen:
Tag 1: Windhoek Tag 2: Fahrt über den Spreetshoogte Pass nach Sesriem. Ankunft dort Nachmittag. Evtl. reicht die restliche Zeit noch für eine Wanderung durch den Sesriem Canyon und/oder zum Sonnenuntergang auf die Elim-Düne. Dauer jeweils 2 Stunden. Wenn Ihr nicht im Park schlaft, klappt das mit der Düne aber nicht, da Ihr bei Sonnenuntergang wieder draußen sein müsst. Tag 3: Fahrt ins Sossusvlei und Wanderung zum Dead Vleis. Wenn Ihr gut zu Fuß seid, besteigt Ihr vom Dead Vlei aus die höchste Düne (Big Daddy) oder zumindest nachher vom Sossusvlei aus die kleine Düne. Die ganze Dünenlandschaft von oben zu sehen, ist ein absolutes Muss, sonst ward Ihr nicht da. Tage 4+5+6: Swakopmund Tag 7: Wenn Ihr hier nur einen Tag bleiben wollt, müsst Ihr sehr früh in Swakopmund losfahren. Reine Fahrzeit mindestens 4 - 5 Stunden ohne Pausen für Fotos (und es gibt eine Menge Motive - vom Schiffswrack kurz vor Henties Bay bis hin zu den tollen Landsachften auf der D 2612. Ich bin diese Strecke schon einige Male gefahren (meist mit Zwischenübernachtung in Uis oder am Brandberg /White Lady) und ich bin sicher, dass Ihr noch ein bisschen länger braucht. Die Gravel-/Sandstraßen sind fast immer in sehr schlechtem Zustand und zwingen zum langsamen Fahren. Daher erst am Tag 8: Twyfelfontein (Felsgravuren, Verbrannter Berg, Organ Pipes, lebendes Museum). Wenn Ihr auch noch auf die Suche nach Wüstenelefanten wollt, würde ich mindestens noch einen Tag anhängen. Ich würde das aber nicht machen, weil auf der nächsten Station (Palmwag) die Chancen sehr viel größer sind. Tag 9 oder 10: Fahrt von Twyfelfontein nach Palmwag (Lodge und Camping). Dort sind die Wüstenelefanten übrigens relativ häufig, weil es da immer Wasser gibt. Tag 10: Palmwag - Fahrt durch das Konzessionsgebiet, wobei ich nicht auf eigene Faust fahren würde. Bei der von der Lodge angebotenen Tagestour sind die Chancen außer Antilopen, Zebras und Giraffen auch Wüsten-Elefanten, -Nashörner und -Löwen zu sehen, wesentlich größer. Tag 11: Fahrt über den Grootberg Pass und Kamanjab (Tanken/Einkaufen für die Campingtage) zum Westeingang in der Etoscha (Galton Gate). Ü im Dolomite Camp oder dem Campingplatz in der Nähe (kenne ich als Lodgetourist aber nicht). Tag 12: Fahrt vom Dolomite Camp nach Okaukuejo. Unterwegs sind jede Menge von Wasserlöchern und fast überall sieht man jede Menge Tiere, so dass man für dieses Teilstück den ganzen Tag braucht. Ü Okaukuejo Tag 13: Pirschfahrten zu den Wasserlöchern im Umkreis von etwa 50 - 60 km. Kauf Dir in Swakopmund diese Broschüre:
Ich würde nicht weiter als Halali fahren. Bleibt an den einzelnen Wasserlöchern auch mal länger stehen, wenn keine Elefanten oder Löwen da sind. Das ändert sich oft sehr schnell.
Tag 14: Fahrt nach Namutoni: Wenn Ihr zeltet, solltet Ihr versuchen ein Quartier im Park zu bekommen, wenn nicht würde ich zur Onguma oder noch näher zur Mokuti Lodge fahren. Tag 15: Pirschfahrten zu den östlichen Wasserlöchern.
Für Etoscha ist meines Erachtens September die beste Zeit, weil es dann Monate lang nicht geregnet hat und die Tiere an die Wasserlöcher müssen. Das wissen übrigens auch die Löwen, die man dann dort sehr gelangweilt liegen sieht, während sie darauf warten, dass Ihr Steak oder Schnitzel in Form von Antilopen oder Zebras ans Wasserloch kommt. Tag 16: Namtoni - Gegend Rundu, Ü zum Beispiel in der Hakusembe Lodge. Geht auch mal zu Fuß durch Rundu - eine für mich immer wieder sehr interessante Stadt, weil dort Tradition und Modernes sehr nahe beisammen sind. Nachmittags oder abends Bootsfahrt auf dem Okavango. Tag 17: Fahrt in die Sambesi-Region und zwar in die Gegend der Popa Falls. Ü im NWR Camp an den Falls oder in der Mahangu Lodge (mit Camping). Tag 18: Morgens Pirschfahrt durch den nahe gelegenen Mahangu Park, nachmittags durch die Buffalo NP. Tag 19: Fahrt nach Kongola - Namushasha Lodge und Camping Tag 20: Pirsch- und Bootsfahrten, die von der Lodge angeboten werden, in den Mudumu NP Tag 21: Kongola - Rundu-Gegend z. B. Kayova-River-Lodge Tag 22: Rundu - Grootfontein/Ojiwarongo Tag 23: zurück nach Windhoek.
Die beiden letzten Tage sind mehr oder weniger Fahrtage.
Liebe Grüße Gerd
PS: Habe leider erst nach dem Hochladen gesehen, dass da eine ganz neue Route steht. Stimme Logi zu - die ist zeitlich nicht zu schaffen.
Blende18.21'165 Beiträge · seit 201707. Nov. 2017 · #9
Zwei Dinge dazu:
ERONGO - Bushman Camping / ist damit evtl. die "Bushman Cave" auf Omandumba gemeint?
Hauchabfontein - da gibt es tatsächlich einen privaten Köcherbaumwald der zur Gästefarm gehört, waren vor ein paar Wochen dort.
zur Route will ich weiter nichts sagen, da hast Du schon genügend Input bekommen. Zur Frage Etosha vs. Chobe NP/Private Reservate: Wir genießen in Etosha das entspannte Selbst-Herumfahren und die Ruhe, auch mal länger an einem Wasserloch stehen zu bleiben. Die anderen Parks, die ich in NAM/BOT kennengelernt habe, sind mit dem Auto nicht so entspannt zu fahren, weil die Wege oft sehr sandig und/oder holprig sind. Außerdem ist die Kartierung/Beschilderung schlechter als in Etosha. Bei diesen Verhältnissen hätte ich persönlich die Sorge, so sehr mit dem Fahren beschäftigt zu sein, dass ich die wirklich spannenden Dinge übersehe. Daher bevorzugen wir dort immer Touren mit Fahrern. Ich bin aber auch kein geübter 4x4-Fahrer und daher nicht repräsentativ. Jedes Mal, wenn wir durch Etosha fahren, nehmen wir uns vor, beim nächsten Mal länger dort zu bleiben. 3 Übernachtungen im Park (Dolomite, Okaukuejo, Halali) plus eine Anschlussübernachtung (z.B. Onguma, Mushara) sollten für eine gemütliche Pirschfahrt ok sein. Wenn Ihr Camping macht, solltet Ihr statt in Dolomite in Olifantsrust übernachten. Das Wasserloch finde ich da sehr schön. In Dolomite kann man das Wasserloch faktisch (nur von zwei Zimmern aus sichtbar) nicht vom Camp aus sehen.
Gruß
Thomas
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ORortyThemenstarter22 Beiträge · seit 201708. Nov. 2017 · #11
Guten morgen,
Logi, danke für deine ehrlichen Worte 😄 , das wäre wohl alles eine ganz schöne Hetzerei geworden. Die Reise beim Veranstalter werde ich nun definitiv nicht buchen!
Gerd, vielen vielen Dank für deine ausführliche Routenbeschreibung!!! Hiervon werde ich defititiv einiges übernehmen!
Blende18.2, genau bei Erongo ist die Omandumba Gästefarm gemeint. Die Bilder von den Köcherbäumen sehen auch toll aus.
ThF, danke für die Tips zum Etosha. Nachdem ich nun so viel positives gehört habe steht es nicht mehr zur Debatte das auszulassen.
Ich glaube, ich habe die Entfernungen in Namibia und Botswana etwas unterschätzt. Auch gibt es wesentlich mehr zu entdecken als ich vermutet hätte. Daher habe ich mir folgendes überlegt:
Wie wäre es, lieber zwei eigentständige Reisen draus zu machen. Wir würden uns dann nächstes Jahr auf Namibia konzentrieren und den Caprivizipfel auslassen. Dafür könnte man vielleicht Lüderitz und den Fish River Canyon mit rein nehmen. Botswana würden wir dann auf die nächsten Jahre verschieben. Man könnte dann ebenfalls von Windhoek starten, direkt zum Caprivi Zipfel hoch fahren und anschließend ausgiebig Zeit in Botswana verbringen. Rückflüg dann entweder von Windhoek oder Jo'burg.
Ich würde mir dann die kommenden Tage eine Route für Namibia überlegen und eure Vorschläge mit einbeziehen!
Damit werfe ich die Planung zwar komplett um aber es ist ja auch noch ein wenig Zeit. Was meint ihr?
Wie wäre es, lieber zwei eigentständige Reisen draus zu machen. Wir würden uns dann nächstes Jahr auf Namibia konzentrieren und den Caprivizipfel auslassen. Dafür könnte man vielleicht Lüderitz und den Fish River Canyon mit rein nehmen. Botswana würden wir dann auf die nächsten Jahre verschieben. Man könnte dann ebenfalls von Windhoek starten, direkt zum Caprivi Zipfel hoch fahren und anschließend ausgiebig Zeit in Botswana verbringen. Rückflüg dann entweder von Windhoek oder Jo'burg.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
holgiduke291 Beiträge · seit 201408. Nov. 2017 · #13
Hallo Orty,
definitiv eine gute Entscheidung. So siehst du wesentlich mehr vom Land und bekommst auch einen viel besseren und intensiveren Eindruck. Und Etosha gehört für mich unbedingt dazu, würde ich niemals weglassen!
Gerne helfen Dir die FoMis bei der Zusammenstellung der Campsites oder anderer Unterkünfte weiter. Unter der Rubrik Partner hier im Forum findest Du auch Touragenten, die Dir das Paket nach Wunsch (mit Leihwagen) zusammen schnüren: https://www.namibia-forum.ch/partner.html
Insbesondere zu empfehlen wären da Magic Vibes und Namiba Klick & Travel, die beide in Swakopmund stationiert sind.
LG Logi
CHchemamsee65 Beiträge · seit 201608. Nov. 2017 · #15
Auf jedenfalls eine richtige Entscheidung.
Solltest du nach Süden fahren, dann unbedingt Köcherbaumwald bei Keetmanshoop besuchen. Vielleicht könnt ihr auch eine Nacht in Mesosaurus Fossil Camp mitplanen. dort ist Campingplatz zwar einfach eingerichtet, aber einfach unvergesslich.
Die Straße D707 unbedingt auch mit einplanen... 🙂
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200808. Nov. 2017 · #16
Hallo Orty,
da habe ich mich nicht getraut, den Norden rauszunehmen. Als bekennender Lüderitz-Fan finde ich Deine Entscheidung sehr gut. Dann aber bitte für Lüderitz 3 Ü mindestens einplanen, besser wären 4 Ü.
Das könnte in Lüderitz wie folgt aussehen; Tag 1: Fahrt vom Fish River (Canon Lodge oder Road House) über Ai Ais zum Oranje und dann am Fluss entlang bis Rosh Pinah (Mittagspause, Tanken) und Aus nach Lüderitz. Das ist ein langer Fahrtag mit vielen wunderbaren Landschaften, aber auch eintönige Wüste (von Rosh Pinah bis Aus) mit wenig Abwechslung. Ankunft in Lüderitz am späten Nachmittag oder frühen Abend. Tag 2: Morgens Bootsfahrt zu den Pinguinen, danach Frühstück an der Waterfront und Bummel durch die Stadt. Danach Fahrt zum Achat Strand und Bummel dort. Abends lecker essen im Nesthotel oder an der Waterfront oder im Barrels Tag 3: Tagestour zum Bogenfels Tag 4 Kolmanskuppe (falls nicht in der Bogenfelstour enthalten), Diaz Point, Strände Tag 5 Lüderitzbucht - D 707 und dort mindestens zwei Nächte verbringen.
Liebe Grüße Gerd
ORortyThemenstarter22 Beiträge · seit 201708. Nov. 2017 · #17
Hallo Leute,
dann soll es so sein, wir werden Botswana verschieben. Ehrlich gesagt freut mich das sogar, dann können wir beide Länder intensiver bereisen und müssen weniger Abstriche machen.
Hier mal ein ganz grober Erstversuch mit Berücksichtigung eurer Tipps. Und sorry Gerd, Lüderitz ist "vorerst" nur mit 2ÜN drin. 😗
Tag 1: Windhoek - Stadtbesichtigung, Aufnahme Camper Tag 2: Keetmanshoop - Mesosaurus Fossil Camp, Köcherbaumwald Tag 3+4: Fish River Canyon Tag 5+6: Lüderitz - Kolmanskuppe, Pinguine, Stadtbummel Tag 7+8: D707 Tag 9+10: Sesriem - Sossusvlei, Deadvlei Tag 11-13: Swakopmund Tag 14: Spitzkoppe oder direkt Twyfelfontein Tag 15: Twyfelfontein ODER Tag 15+16: Palmwag - Wüstenelefanten und Tour durchs Konzessionsgebiet Tag 17-20: Etosha - verschiedene Camps Tag 21+22: Erindi oder Okonjima Game Reserve Tag 23: Windhoek
Es fehlen natürlich noch Details aber mal im Groben - was haltet ihr von der Tour?
Ich persönlich würde Tag 14 und 15 Twyfelfontein machen und Tag 16 und 17 Palmwag oder Grootberg und dann Tag 18 bis 21 Etosha und von Erindi oder Okonjima direkt zum Abflug. Bei einem Flug abends passt das gut auch noch mit Autorückgabe.
Zu Details stelle gerne Deine Fragen. Auf der Tour gibt es viele schöne Campsites. 🙂
Liebe Grüße Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
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