(Mal wieder) Warnung: Fahrverhalten Touristen

808 Antworten · 145k Aufrufe · gestartet 23. Juli 2017 von travelNAMIBIA
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4'142 Beiträge · seit 200908. Nov. 2017 ·
Hallo Martin,
ich glaube, dass die Daten erst nach Rückkehr ausgewertet werden. es gibt ja Autovermietungen, die fast 300 Fahrzeuge haben, das wäre dann ein Riesenaufwand an Überwachung. ich bin aber kein Techniker und kann´s nicht sicher sagen.
LG Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
1'014 Beiträge · seit 201608. Nov. 2017 ·
Die GPS-Daten werden bei den Systemen, die ich kenne, per Mobilfunknetz übertragen. Eine 1/1 Überwachung würde voraussetzen, daß das Mobilfunknetz funktioniert, was ja nicht überall gegeben ist. Eine Überwachung während der Fahrt und tagesaktuelle Übermittlung an den Vermieter bindet auch Personal und Speicherplatz zum Aufbereiten und Speichern der Daten. Außerdem dürfte es nur interessant sein, wenn ein Unfall passiert, das Auto geklaut wurde oder irgendein fahrbedingter Schaden eintritt. Wenn alles in Ordnung ist, wird dem Vermieter piepegal sein, wo man wie gefahren ist.

Yanjep
16,9k Beiträge · seit 201208. Nov. 2017 ·
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zuletzt bearbeitet 18. März 2018
216 Beiträge · seit 200909. Nov. 2017 ·
Es waren in diesem Fall keine Touristen, aber das macht die Sache natürlich nicht weniger schlimm.

Viele Grüße,
Christian
Logi schrieb:Zu einem schweren Unfall kam es heute in den frühen Morgenstunden auf der C 14 Solitaire - Sesriem. Bei dem üblichen Rennen im Morgengrauen zum Tor des Sossusvlei verlor der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug, das sich in der Folge überschlug. Eine Person starb, während die anderen Familienmitglieder zur Behandlung nach Windhoek ins Krankenhaus gebracht wurden.

LG
Logi
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200609. Nov. 2017 ·
Hi zusammen,
Die GPS-Daten werden bei den Systemen, die ich kenne, per Mobilfunknetz übertragen. Eine 1/1 Überwachung würde voraussetzen, daß das Mobilfunknetz funktioniert, was ja nicht überall gegeben ist. (...) Wenn alles in Ordnung ist, wird dem Vermieter piepegal sein, wo man wie gefahren ist.
es gibt viele unterschiedliche Systeme. Wen das en detail interessiert, der sollte mal WoMa hier anschreiben. Sie arbeitet in dem Business. Es gibt z.B. Systeme die nur lokal aufzeichnen und dann später ausgelesen werden, es gibt GPS- und GSM-basierte Systeme und Kombinationen daraus. Es gibt Echtzeitsysteme mit oder ohne Fernlenkung (z.B. gibt es Systeme in denen man per SMS den Motor abschalten kann) etc. Bei den Echtzeitsystemen, die viele Vermieter einsetzen, kommt dann schnell - egal ob es einen Unfall gab - ein Anruf und eine Warnung, auch nur, wenn man einfach schneller als erlaubt gefahren ist.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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1'524 Beiträge · seit 201109. Nov. 2017 ·
Info...........habe mal von Sendelinsdrift in Windhoek zurückgerufen....da die Speedwarnung schon bei ca. 60 km/h losheulte...

irgendwie kann das von dort via Signal neu eingestellt werden, ohne dass am Fahrzeug irgendjemand was schraubt....

lg.....BMW
zuletzt bearbeitet 09. Nov. 2017
Gast09. Nov. 2017 ·
travelNAMIBIA schrieb:Es gibt z.B. Systeme die nur lokal aufzeichnen und dann später ausgelesen werden, es gibt GPS- und GSM-basierte Systeme und Kombinationen daraus. Es gibt Echtzeitsysteme mit oder ohne Fernlenkung (z.B. gibt es Systeme in denen man per SMS den Motor abschalten kann) etc. Bei den Echtzeitsystemen, die viele Vermieter einsetzen, kommt dann schnell - egal ob es einen Unfall gab - ein Anruf und eine Warnung, auch nur, wenn man einfach schneller als erlaubt gefahren ist.
Genauso ist es.
Wir zB setzen vor allem darauf, Unfaelle zu vermeiden. Dafuer kommt dann natuerlich nur ein Echtzeitsystem in Frage.
1'014 Beiträge · seit 201609. Nov. 2017 ·
Wie kann durch eine Echtzeitüberwachung, meiner Ansicht nach ein ganz schön heftiger Eingriff des Vermieters in die Privatsphäre des Mieters, ein Unfall vermieden werden? Außer natürlich, man ermahnt die Mieter, indem man sie - ohne Rücksicht auf deren Roamingkosten - anruft. Wenn unser Vermieter uns telefonisch wie kleine Kinder zur Ordnung gerufen hätte, wäre ich um eine Antwort kaum verlegen gewesen. Warum nicht gleich noch eine Kamera und ein Micro in die Fahrerkabine einbauen? Dann kann man den Mieter anrufen und auffordern, nicht während der Fahrt zu streiten oder bald mal eine Pause einzulegen, weil solcherlei Verhalten ablenkt oder man müde aussieht.

Yanjep
zuletzt bearbeitet 09. Nov. 2017
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200609. Nov. 2017 ·
Hi Yanjep,

es ist im Prinzip seit 49 Seiten in diesem Thread das gleiche Spiel: Es liegt an Dir als Mieter Dich zu benehmen und an die Mietbedingungen zu halten (egal ob sie Dir passen oder nicht). Dann kommst Du mit dem ganzen, was der Vermieter zur Sicherheit seines Fahrzeuges (und damit auch der Insassen) tut überhaupt nicht in Berührung. Es ist eigentlich so fürchterlich einfach.

Viele Grüße
Christian

P.S.
Wie kann durch eine Echtzeitüberwachung, meiner Ansicht nach ein ganz schön heftiger Eingriff des Vermieters in die Privatsphäre des Mieters, ein Unfall vermieden werden?
In dem er Dich vorwarnt Dich zu benehmen.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1'014 Beiträge · seit 201609. Nov. 2017 ·
War mir irgendwie klar, daß ich meine Ansicht, daß eine Echtzeitüberwachung und telefonsche Ermahnungen kein akzeptables Verhalten sind, nicht geteilt wird 😗
Akzeptabel ist für mich, im Falle eines Unfalls oder eines möglicherweise auf Fahrfehler zurückzuführender Schadens, die Daten auszuwerten. Alles andere geht nach meiner Meinung im Verhältnis zwischen immerhin erwachsenen Vertragspartnern, auch unter Berücksichtigung der Privatsphäre, eindeutig zu weit.

Yanjep
zuletzt bearbeitet 09. Nov. 2017
2'519 Beiträge · seit 200909. Nov. 2017 ·
Hallo yanyep,

nach einem Unfall ist es halt zu spät, weil... eben, nach dem Unfall. Das Ziel der Vermieter ist es jedoch, es gar nicht zum Unfall kommen zu lassen. Das sollte doch eigentlich auch im Interesse des Mieters sein. Wie die vielen Unfallwägen, die bei den Vermietern auf dem Hof stehen, zeigen, ist es leider nicht so.
Also, ich kann mit dieser Überwachung gut leben. Jeder Mobilfunkbenutzer setzt sich ganz anderen Überwachungsmechanismen aus.

Wenn du dieses Prozedere nicht akzeptieren kannst, steht es dir ja frei, Namibia per pedes oder Rad zu erkunden. 😗 Haben andere vor dir auch schon geschafft.

Ich habe übrigens noch nie einen "Ordnungsruf" erhalten.

Gruß, fotomatte
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
16,9k Beiträge · seit 201209. Nov. 2017 ·
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zuletzt bearbeitet 18. März 2018
1'014 Beiträge · seit 201609. Nov. 2017 ·
Bei unserem Vermieter gehe ich nach den Erfahrungen in diesem Jahr davon aus, daß kein Kontrollzwang vorliegt und ich nicht, natürlich nur in meinem ureigensten Interesse, in Echtzeit überwacht und kontrolliert werde. Das mit den Standort- und Verbindungsdaten beim Mobiltelefon ist mir klar, nur hängt niemand am anderen Ende und überwacht gezielt - und das macht den Unterschied aus - was ich tue und wo ich gerade bin (außer natürlich, es sind TKÜ-Maßnahmen geschaltet, was aber nur bei Katalogtaten überhaupt legal möglich ist). Die Daten liegen anonym auf einem Server des Providers; wer natürlich allen möglichen Apps Zugriff gestattet, hat selber Schuld.

Yanjep

PS: Der Hinweis auf das Fahrrad, wenn mir ein bestimmtes Verhalten unakzeptabel erscheint, erinnert mich irgendwie an den Spruch "dann geh doch rüber, wenn es Dir nicht paßt". Bei einem Vertrag würde ich versuchen, dergleichen auszuschließen oder mir einen anderen Vermieter suchen, der dieses Verhalten unterläßt.
zuletzt bearbeitet 09. Nov. 2017
352 Beiträge · seit 201609. Nov. 2017 ·
Mir hat mal ein Vermieter erzählt was so alles mit den Autos passiert. Weitspringen in Swakopmund am Strand, Teile am Vermietfahrzeug abgebaut und irgendwelchen alten Mist eingebaut, usw....
Dann kam mal ein empörter Anruf eines Mieters dessen Landcruiser nicht schneller als 60 km/h vom Airport bis nach Windhoek gefahren wäre........ 😄 😎 ...welche logische Erklärung gibt es wohl dafür??!!
Logi schrieb:
fotomatte schrieb:Ich habe übrigens noch nie einen "Ordnungsruf" erhalten.
War in unserem Fall allerdings nicht wegen zu schnellen fahrens, sondern wegen 4x4 auf "normaler" Gravelroad (hatte ich schon einmal drüber geschrieben).

LG
Logi
16,9k Beiträge · seit 201209. Nov. 2017 ·
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zuletzt bearbeitet 18. März 2018
Gast09. Nov. 2017 ·
yanjep und Leute, seht doch das Positive der black box, hier (so) wird die Zukunft vor- und aufbereitet...und so sieht sie aus,
z. B. https://www.youtube.com/watch?v=S7NmPeZ4l1I oder ähnliches.
...und was ist positiv dabei? Z. B.. "Entspanntes" Fahren auf Schotter, genießen der Landschaft, ohne Überschlag wegen Selbstüberschätzung oder Blödheit. Festfahren im Sand oder Absaufen im Wasser und Modder sind fortan die Schuld des VERMIETERs, hätte seine black box doch besser aufgepasst 😉 ...kein Lesen des Kleingedruckten etc., etc. 🙂
Der einzige Wermutstropfen ist eine dramatische Abnahme der Frequenz im NF...sorry "Chrigu" 🙁
und Grüße
Gast09. Nov. 2017 ·
yanjep schrieb:Wie kann durch eine Echtzeitüberwachung, meiner Ansicht nach ein ganz schön heftiger Eingriff des Vermieters in die Privatsphäre des Mieters, ein Unfall vermieden werden? Außer natürlich, man ermahnt die Mieter, indem man sie - ohne Rücksicht auf deren Roamingkosten - anruft.
Ja, wenn man sich nicht auskennt, kann man natürlich nur wild drauflos spekulieren 😗
Es gibt schon noch mehr Möglichkeiten als einen Anruf.
Niemand hat übrigens auch nur das geringste Interesse daran, Touristen dabei zu beobachten wo sie überall herumfahren. Sooo furchtbar spannend ist das nämlich nicht. Das "Wo" ist, ausser bei explizit ausgeschlossenen Strecken und natürlich bei Diebstahl (und wenn Touris verloren gehen - den Fall hatten wir auch schon), den Vermietern sowas von egal - das "Wie" ist viel wichtiger. und vielleicht noch das "Wann". Auto und Insassen sollen möglichst heil und gesund wieder zuhause ankommen. Das liegt ja wohl auch in beiderseitigem Interesse. Solange das Wie und das Wann in den erlaubten Parametern sind, guckt kein Mensch nach wo die einzelnen Fahrzeuge sich gerade bewegen. Das kann man vielleicht machen wenn man zehn Fahrzeuge vermietet, aber bei 50 und mehr wird es kritisch.

Ich habe jede Menge Geschichten auf Lager über die Art und Weise, wie Touristen mit dem Mietfahrzeug (oder natürlich auch Einheimische mit dem Firmenauto) umgehen, wenn sie wissen dass sie nicht kontrolliert werden. Wie sie komischerweise auch mit dem Fahrzeug umgehen, wenn sie darüber informiert wurden, dass man sie überwachen kann. Ich habe jede Menge Stories gehört wie es zu den Schäden kam oder zu einem Unfall - und ganz selten stimmten die Stories mit der Wahrheit überein. Nach langen Jahren des Auswertens von Unfällen wurde klar, welchen Grund es für 90% der Unfälle gab, und das ist nun mal eine unangepasste Geschwindigkeit. Speed kills!! Wir in Namibia sind einsame Spitzenreiter bei den Unfällen mit Todesfolge weltweit! Und Touristen haben da auch leider einen Anteil. Wollen wir das?? Ich erinnere an den Unfall mit dem die Diskussion hier begann: drei von vier Menschen sind dabei gestorben! Junge, lebenslustige Menschen. Und auf der anderen Seite ist nicht nur der Urlaub einer Familie mit Kindern kaputt gemacht worden, sondern die Kinder haben sowohl ein seelisches als auch ein körperliches Trauma erhalten. Wir haben immer mal Unfälle auswerten müssen, früher, wo Menschen nicht nur zu Schaden gekommen sind, sondern gestorben.
Und das Verkehrsaufkommen wird immer höher. Jedes Jahr.
Wenn da immer noch Vermieter entscheiden, dass sie kein "Frühwarnsystem" (ich nenn es jetzt mal so) brauchen, dann ist das ihr Ding. Wenn du solch einen Vermieter findest, und das für dich am besten ist, auch gut.
Aber wir sehen nicht nur deine Momentaufnahme. Wir sehen das Gesamtbild. Und das ist sehr, sehr hässlich ohne das Frühwarnsystem, und sehr, sehr positiv mit ihm.
Bei all diesen Unfällen in diesem Faden war nur bei einem einzigen einer unserer Kunden beteiligt. Und keiner der Kunden unserer Vermieter ist gestorben. Für mich ein gutes Gefühl.
zuletzt bearbeitet 09. Nov. 2017
1'014 Beiträge · seit 201609. Nov. 2017 ·
Sorry, aber das ist kein Spekulatius, sondern Du selbst hast geschrieben, dass ihr die Mietfahrzeuge in Echtzeit überwacht, um Unfällen vorzubeugen (wie auch immer das funktionieren soll).
Und nochmal sorry, aber ich brauche keinen Vermieter, der, zu meinem eigenen Besten natürlich, genau das tut. Bei einem Unfall, das ist klar, kann gerne ausgewertet werden, ob der auf einem Fahrfehler beruht. Alles andere verbitte ich mir. Und wenn ein Vermieter der Ansicht ist, daß Mieter ohne Kontrolle außer Rand und Band geraten und nur gebändigt werden können, wenn sie daunernd überwacht werden, wäre der jedenfalls nicht mein Vertragspartner. Dieses in letzter Zeit in Mode gekommene "ich weiß was gut für Dich ist" geht mir ohnehin auf den Zeiger. Ich habe mehr als 50 Jahre ganz gut überlebt, auch ohne ständig wie ein Kind im Laufstall überwacht zu werden.

Yanjep
zuletzt bearbeitet 09. Nov. 2017