Die Robbenkolonie von Cape Cross war eines der Highlights unseres Namibiaurlaubs. Wir waren im April dort und die Geruchsbelästigung hielt sich in Grenzen. Wo kommt man diesen Tieren sonst so nah? Man kann tolle Fotos machen und sieht Robben soweit das Auge reicht. Wir haben auch keine toten Robbenjungen oder Aasfresser angetroffenen.
chamäleon20112’497 Beiträge · seit 201112. Juli 2017 ·
So unterschiedlich ist der Geschmack der verschiedenen Leute, und das ist auch gut so. Trotzdem noch mal zu meiner Annahme: Seid Ihr lange genug in Swakopmund, um eine Bootstour zu machen. Dabei fährt man an Sandbänken voller Robbeb vorbei und es kommt sogar eine Robbe an Bord des Bootes, um sich Fisch abzuholen. Je nach Veranstalter kann man diese gar anfassen. Wir haben auch immer Delfine gesehen., außerdem Pelikane, Kormorane, Flamingos ...
Viele Grüße Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
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Hallo zusammen, Für unsere Tochter war die Bootstour zu den Robben der Hit. Das machen wir dieses Jahr wieder. Sie ist jetzt 11. Cape Gross werden wir nicht machen. War geplant, aber die Bilder die mir einige FoMis gezeigt haben, haben mir gereicht. Das muss mein Kind nicht sehen. Ich eigentlich auch nicht. Es mag an der Jahreszeit liegen, aber sicher ist sicher. Wir müssen danach nur nach Uis, wollen auch zur Spitzkoppe und dann ist der Weg über Cape Gross auch zu weit. Und Felsenklettern ist bestimmt genauso spannend. Viele Grüße Sasa
für Cape Cross gibt es - wie für alles - viele Für und Wider.
Dagegen spricht vor allen Dingen der lange Umweg und die Tatsache, dass Ihr bei der Bootstour auch Tausende von Robben beobachten könnt, aber die dann rund ums Boot oder manchmal auch auf dem Boot. Nirgendwo kann man sie so nah beim Spielen im Wasser beobachten. Und natürlich spricht auch der Riesengestank dagegen, die meistens irgendwo rum liegenden toten Tiere und Föten und der unsagbare Krach. Dafür spricht ein beeindruckendes Tiererlebnis, wie man ja auf den Bildern oben sehen kann und die Tatsache, dass man meistens schon nach 15 Minuten verschwindet, weil man Geruch und Lärm nicht länger erträgt. Wenn nur der Riesenumweg nicht wäre.
Darf ich mal Fragen, warum man das mit den toten Robben «den Kindern nicht antun» will? Was macht man denn, wenn ihr in der Etosha auf einen Geparden mit einem Springbock-Kitz als Riss trefft? Was, wenn ihr dort auf einen mehrere Tage alten Elefantenkadaver trefft, der erbärmlich stinkt und wirklich übel ausschaut? Wo wird hier der Unterschied gemacht und warum?
Ich habe keine Kinder und kann das daher nur schlecht einschätzen, aber es interessiert mich ehrlich. Man will doch den Kindern die Natur von Namibia/ Afrika zeigen und da gehören die vermeintlich unschönen Dinge meiner Meinung nach halt auch dazu.
BikeAfrica7’320 Beiträge · seit 200612. Juli 2017 ·
... der Eindruck vom Gestank lässt ich bisschen vermindern, indem man das letzte Stück mit offener Seitenscheibe fährt. Da dringt der Geruch aus größerer Entfernung ein und verstärkt sich langsam und es erwischt einen beim Aussteigen nicht auf einmal mit der vollen Dosis. Noch einfacher war es per Rad. Da nähert man sich so langsam, dass man sich über längere Zeit langsam dran gewöhnt. Mit dem Auto eintreffende Touristen beklagten sich damals z.T. über den Gestank, machten drei Fotos und fuhren direkt wieder davon. 😉
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
chamäleon20112’497 Beiträge · seit 201112. Juli 2017 ·
Hallo Wolfgang,
wieder mal eine sehr nette ud eindrückliche Schilderung von Dir, danke. Falls ich noch mal dort vorbei komme, mache ich es genau so. 🤩 🤩
Hallo Sam,
natürlich will man den Kindern die Natur von Namibia zeigen, aber auch für mich selber gibt es Grenzen. Ich war in Cape Cross, wir hatten mäßig viele tote Tiere und heftigen, aber erträglichen, Gestank. Muss ich für mich nicht wieder haben und muss ich auch nicht unbedingt meinen (bei mir inzwischen allerdings erwachsenen) Kindern zeigen. Wenn ich an einem frischen Kill vorbeikomme, kann ich schauen, wie mein Nachwuchs reagiert und entweder bleiben oder weiterfahren. Wenn ich an einem verwesenden Elefantenkadaver vorbeikomme, der auch noch erbärmlich stinkt, bleibe ich gewiss nicht stehen, drehe alle Fenster runter, mache Fotos und verweile länger. Da spielt es für mich keine Rolle, ob ich ein Kind mit habe oder nicht und ich käme nie auf die Idee, einen solchen Ort gezielt anzufahren, um mir ein totes Tier anzusehen, schon gar nicht um es meinem Kind zu zeigen. Warum auch?? Es gibt in Deutschland sogar Leute, die bei einem Unfall ihr Kleinkind extra hochheben, damit es den Schwerverletzten besser sieht. Das deckt sich nicht mit meinen Erziehunsvorstellungen. Wenn was Unangenehmes geschieht und man zufällig vorbei kommt, ist erklären und auffangen angesagt, aber extra hinfahren, das hat für mich viel mit Voyeurismus zu tun.
Viele Grüße Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
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Carsten Möhle1’288 Beiträge · seit 200612. Juli 2017 ·
Cape Cross ist sicherlich ein Geräusch - und Dufterlebnis der besonderen Art. Selbst die Buschies konnten sich auf unserer Safari nur schwer daran gewöhnen.
Es gibt ca. 10 Kolonien entlang der namibischen Küste mit vergleichbarer Robbendichte. Cape Cross ist die zugänglichste. Macht aber erst um 10 Uhr auf, so dass man nicht vor 11 Uhr weiterkommt.
Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek Carsten Möhle
Delfine1Themenstarter30 Beiträge · seit 201712. Juli 2017 ·
Hallo zusammen,
vielen Dank an Euch alle für Eure Erfahrungen, Meinungen und die vielen Bilder. Da wir 3 Nächte in Swakopmund bleiben und tatsächlich unterr anderem eine Bootstour machen werden, verzichten wir auf Cape Cross. Unsere Tochter ist erst neun und recht sensibel. Auch wenn ich grundsätzlich der Meinung bin, dass man nicht alles Unangenhme von den Kindern fernhslten sollte und es ebenso wie Karin machen würde (bei einem frischen Riss auffangen und erklären), so ist es doch etwas anderes, einem Kind den Anblick großer Mengen toter Jungtiere zuzumuten, die von Bullen zu Tode gewälzt würden.
Dann genießen wir lieber den Anblick der lebenden Tiere im Wasser und vielleicht auf dem Boot.
Anstatt die Bootstour in Walvis Bay, empfehle ich dir die Kayak Tour zu machen. Wir sahen sehr viele Seelöwen, sie schwimmen um das Kayak herum und du kannst mit Ihnen spielen. Es war ein tolles Erlebnis ich würde es sofort wieder machen.
Wir haben diese Tour mit Jeanne und ihrem Ehemann von Eco Marine Kayak Tours gemacht. Jeanne erklärt sehr viel, beide sind sehr herzliche Menschen. Wir bekamen warme Kleidung, eine wasserfeste Hose, Jacke und Schuhe.
Nach der Tour gibt es auch Tee, Kaffe und belegte Brötchen.
Auch die Anfahrt durch den tiefen Sand ist sehr schön. Wir sahen mehrere Schakale und viele Vögel.
Jeanne hat auch Filme und Fotos gemacht und uns diese per Mail zukommen lassen.
Unser Jungmanschaft war total begeistert und wir auch. 🙂
V. G. Carmen
2016, Namibia, Botswana, Victoria Falls
2017, Uganda und Ruanda
2017, Kapstadt und Namibia
2018, Namibia und etwas Südafrika (Richtersveld, Augrabies, KTP)
natürlich will man den Kindern die Natur von Namibia zeigen, aber auch für mich selber gibt es Grenzen. Ich war in Cape Cross, wir hatten mäßig viele tote Tiere und heftigen, aber erträglichen, Gestank. Muss ich für mich nicht wieder haben und muss ich auch nicht unbedingt meinen (bei mir inzwischen allerdings erwachsenen) Kindern zeigen. Wenn ich an einem frischen Kill vorbeikomme, kann ich schauen, wie mein Nachwuchs reagiert und entweder bleiben oder weiterfahren. Wenn ich an einem verwesenden Elefantenkadaver vorbeikomme, der auch noch erbärmlich stinkt, bleibe ich gewiss nicht stehen, drehe alle Fenster runter, mache Fotos und verweile länger. Da spielt es für mich keine Rolle, ob ich ein Kind mit habe oder nicht und ich käme nie auf die Idee, einen solchen Ort gezielt anzufahren, um mir ein totes Tier anzusehen, schon gar nicht um es meinem Kind zu zeigen. Warum auch?? Es gibt in Deutschland sogar Leute, die bei einem Unfall ihr Kleinkind extra hochheben, damit es den Schwerverletzten besser sieht. Das deckt sich nicht mit meinen Erziehunsvorstellungen. Wenn was Unangenehmes geschieht und man zufällig vorbei kommt, ist erklären und auffangen angesagt, aber extra hinfahren, das hat für mich viel mit Voyeurismus zu tun.
Viele Grüße Karin
Hallo Karin
Vielen Dank für deine Antwort.
Wie gesagt, es hat mich einfach ehrlich interessiert. Ich finde es einfach etwas schade, wenn man - kann ich das so formulieren - mit zu vielen, vermenschlichten Gefühlen an die Sache herangeht. Es ist wilde Natur und da gehört der Tod der Tiere genauso dazu wie alle anderen, schönen Dinge in dieser Natur auch. Abgesehen davon kann man das in diesem Forum auch immer wieder beobachten, wenn dann auf entsprechende Bilder oder Berichte von Jagden der Rautiere reagiert wird mit «Och!» und «Ach!», das arme Springbock-Kitz, wie süüüüss das arme Ding, blabla. Das ist meiner Meinung nach eine übertriebene Verniedlichung, denn es wie gesagt die Natur in all seinen Facetten. Deshalb meine ich, dass man die Augen davor nicht verschliessen sollte und es den Kindern ruhig mit auf den Weg geben kann. Sie werden früher oder später sowieso damit konfrontiert und ich persönlich halte es für falsch, wenn man das künstlich verlängert. Aber ich begebe mich da wohl auf sehr dünne Äste, ich möchte da eigentlich niemandem reinschwatzen. Trotzdem habe ich halt eine Meinung dazu, welche ich hiermit geäussert habe.
Der Vergleich mit dem Verkehrsunfall zieht für mich nicht, das sind zwei verschiedene paar Schuhe und der Kadaver / ein Riss hat mit Gaffertum nun wirklich nichts zu tun. Bewusst steuere ich den Kadaver ja auch nicht an. Es sollte nur ein Beispiel sein, weil es halt immer mal vorkommen kann, dass man da dran vorbei fährt.
Aber wir kommen vom Thema ab. Sorry für den Offtopic an alle.
Delfine1Themenstarter30 Beiträge · seit 201714. Juli 2017 ·
Also, ich wollte mich noch einmal kurz melden, bevor es nun morgen los geht. Vor allem möchte ich mich für Eure Hilfe, die nette Unterstützung und die Antworten auf meine zahlreichen Fragen bedanken, die ich hier von so vielen im Froum bekommen habe. Herzlichen Dank, Ihr seid toll, das ist schon etwas besonderes und wirklich nicht in jedem Forum so!!!
Carmen, leider kam der Tipp mit der Kayaktour zu spät, echt schade! Wir haben eine Bootstour, eine Sandwich Harbour Tour und eine Living Desert Tour gebucht. Leider reicht die Zeit in Swakopmund nicht für noch eine Tour. Das wird bis zur nächsten Namibiareise warten müssen. Trotzdem vielen Dank. Wir hätten das wirklich gerne gemacht!
zu den Township-Tours in Swakop oder Soweto oder wo auch sonst immer habe ich so meine etwas abweichende Meinung. Warum? Weil hier ganz gezielt mit der Armut der Leute ein Geschäft gemacht wird und weil - was ich noch schlimmer finde - die Menschen in den von den Guides angefahrenen Hütten "dressiert" sind. Ein Beispiel:
Es gibt in der DRC mindestens eine Hütte, in der ein Mann lebt, der in Mondesa ein richtiges Haus hat. Als er den "Boom" bei den Townshiptours erkannte und dass alle Besuche nochmal so richtig viel "Mitleidsspenden" geben, hat er sein Haus in Mondesa vermietet, sich eine Hütte in der DRC aufgebaut und lebt jetzt dort. Nach seiner Aussage geht es ihm besser als je zuvor - er braucht nicht mehr arbeiten, bekommt eine Menge Geld - natürlich immer nur auf seinen Lebensstandard bezogen - und wenn er will, kann er ja wieder nach Mondesa in sein Haus ziehen. Und im Gespräch mit den Besuchern ist er so geschult, dass er auf deren Fragen immer die Antworten gibt, die sie hören wollen. Das erhöht übrigens die Zahlungsfreudigkeit der Besucher. Als ich fast das Gleiche vor 5 Jahren in Soweto erleben "durfte", lehne ich diese Touren als Schaustellung der Armut ab. Da gehe ich lieber in ein Living Museum der San oder anderer Stämme.
Entschuldige bitte, falls ich Dich verletzt haben sollte, aber das sind Dinge, die auch einmal gesagt werden müssen.
Es gibt wohl unterschiedliche Anbieter, die eben unterschiedlich an die Thematik heran gehen.
Wir haben eine Tour mit Heinrich Hafeni mitgemacht und können diese empfehlen. Schwerpunkt waren hier der Markt, Wasser & Stomversorgung, sowie Müllentsorgung. Unterschiedliche Projekte wurden vorgestellt, beispielsweise die African Vocals (die Dir ja auch so am Herzen liegen). Das Problem Alkoholismus wurde ebenfalls beleuchtet und wir haben mit ihm verschiedene Sheebeens besucht.
Es wurden keine fremden Menschen zu Hause heimgesucht, sondern wir waren bei ihm zu Hause - und er wohnt in recht gut situierten Verhältnissen.
Den Abschluss bildete der Busbahnhof, wo uns das öffentliche Verkehrswesen erklärt wurde.
LG Logi
Edit: Ich sehe gerade, dass Iwanowski heute ganz brandaktuell ebenfalls die Touren mit Heinrich empfiehlt:
Danke Logi. Natürlich kenne ich nicht alle Anbieter und es freut mich, dass Du mich Heinrich Hafeni wesentlich bessere Erfahrungen gemacht hast. Die Ziele/Schwerpunkte, die Du aufgeführt hast, sind zweifellos sehr interessant und was Du schreibst, unterscheidet sich wohltuend von meinen Erfahrungen mit anderen Guides bzw. in Mondesa/DRC ohne Guide.
Ich weiß, dass die Jungens gelegentlich bei den Touren von Heinrich singen. "Man" kennt sich eben und unterstützt sich. Das finde ich übrigens bei Leuten wie Heinrich und den African Vocals große Klasse. Aber jetzt schweifen wir vom Thema ab. Es ging darum, was es wohl noch Interessantes zu sehen gibt und das gibt es bei diesen Touren.