DÜdünenfanThemenstarter11 Beiträge · seit 201703. Jan. 2017 · #1
Liebe FoMis, toll, was hier schon zu finden war, danke dafür! Gemeinsam mit mehreren Reiseführern hat sich für unseren Erstversuch folgende Route herauskristalisiert (s.u. - wenig Wunder 😉
Wir sind zu viert und werden Ende August/Anfang September 2017 in 2 4x4 Autos unterwegs sein. Keine Extemtour eher Ersteindrücke sammeln, fotographieren und wirken lassen. Dafür ist es natürlich ambitioniert aber es sollte klappen, odr?
Mein Fragen neben allg. Einschätzungen zur Route wären:
1) Wir wollen in Swakopmund nur eine Nacht bleiben. Die Robben interessieren nicht so sehr, allerdings haben sehr viele von euch von der Living Desert Tour (Little Five) geschwärmt - ist das wirklich einzutauschen gegen eine extra Nacht im Etosha?
2) Etosha: geplant wäre Dolomite Camp, Okaukuejo, Halali und am dritten Tag raus zur Mushara Lodge - gut? Besser irgendwo 2 Nächte?
3) Kann man am letzten Tag vom Waterberg Plateau zu Cheetah.org fahren und trotzdem das Flugzeug erreichen? Oder ist dazu eher ein extra Tag notwendig? Zahlt sich der Besuch aus?
Soweit die ersten Fragen. Für eure wertvollen Hinweise wären wir sehr dankbar!
Die geplante Route: Tag 1 Windhoek Tag 2 Windhoek - Sossusvlei Tag 3 Sossusvlei Tag 4 Sossusvlei - Swakopmund Tag 5 Swakopmund - Erongo Gebirge Tag 6 Erongo Gebirge Tag 7 Erongo Gebirge - Twyfelfontein Tag 8 Twyfelfontein - Etosha Nationalpark Tag 9 Etosha Nationalpark Tag 10 Etosha Nationalpark Tag 11 Etosha Nationalpark - Mushara Bush Camp Tag 12 Mushara Bush Camp - Waterberg Plateau Tag 13 Waterberg Plateau - Windhoek
Nur eine Nacht Swakop? Das ist dann Abendessen, Schlafen, weiter? Dafür lohnt es sich nicht. Selbst ohne Robben kann man 2 Tage in der Gegend Verbringen (Mondlandschaft, Welwitchias, Little Five, und noch vieles mehr) Wenn ihr zwischen Swakop und Etosha nur eine Station einplant, habt ihr zwei Nächte mehr woanders und die Teilstrecken sind problemlos zu machen.
Wir sind 2012 vom Waterberg zum Cheetah Conservatin Fund und dann nach Windhoek, allerdings zum übernachten. Und gefühlt war die Zeit beim CCF (ca. 2,5h) viel zu kurz. Das mit Abflug am Abend, wäre mir zu aufregend.
Zu Etosha kannst Du 7 Leute fragen und 10 Meinungen bekommen. Mushara Bush Camp ist auf jeden Fall eine sehr gute Wahl, da würde ich statt Halali (da kann man zu Mittag essen auf dem Weg von Okaukuejo zur Mushara) eine zweite Nacht einplanen. Dolomite - Okaukuejo sind 180km, also 3h reine Fahrt. Ab Olifantsrus bis ungefähr Sonderkop meiner Meinung nach recht unspektakular. (OK wir hatten Zeitdruck und deswegen vielleicht nicht ganz die Ruhe alles zu erfassen) Vielleicht ist es beim ersten mal besser, die Westseite auszulassen und mit 2N Okaukuejo und 2N Mushra anzufangen. Alles nur meine Meinung, aber es hat sich bisher immer gelohnt, mehr zu schauen und weniger zu fahren 😉 Gruß Andreas
Hallo Dünenfan, auch von mir ein herzliches Willkommen im neuen Jahr - und im Forum. Bezüglich Eurer gedachten Route kann ich Andreas nur zustimmen. 14 Tage für Namibia sind schon verdammt kurz. Um so wichtiger deshalb, dass Ihr Schwerpunkte setzt und nicht unnötig km schrubbt. Das gilt z.B. schon mal für Swakopmund - ein absolut sehenswerter Ort, an dem man, ohne sich zu langweilen, gut 3 Nächte verbringen kann. Auch ohne Robben. Bei nur 1 Nacht habt Ihr von Swakopmund aber gar nichts - bis auf eine Übernachtung. Dabei sehe ich aber auch, dass Ihr von Sossusvlei kommend für die Weiterfahrt ins Erongo-Gebirge 1 Zwischenübernachtung braucht. Ok - dann geht es eben nicht anders. Auf gar keinen Fall aber würde ich den Swakopmund - Aufenthalt um einen Tag zu Lasten von Etosha verlängern, zumal Etosha bei Euch ohnehin schon ziemlich kurz kommt. Lasst lieber Twyfelfontein weg, denn dafür ist nur 1 Nacht auch verdammt knapp. Dann lieber vom Erongo direkt nach Okaukuejo, dann Halali und Mushara (oder Onguma ???). Ihr seid zur besten Tiersichtungszeit in Etosha - nutzt es. 6 Nächte in Etosha sind da nicht zuviel. Vom Waterberg aus dann noch zu den Cheetahs fahren, würde ich auch nicht machen. Es ist zu schaffen, aber es wird hektisch, wenn Ihr pünktlich am Flughafen sein wollt. Irgendwelche kleinen Probleme mit dem Auto können da schon zu echten Problemen werden. Übrigens: warum 4x4 ?? - Auf Eurer Route braucht Ihr - bis auf Sossusvlei - kein 4x4. Und im Sossusvlei gibt es einen Shuttle, der Euch zum Vlei bringt. 4x4 ist einfach deutlich teurer und wofür ?? - Habt Ihr Erfahrung mit 4x4 ? ( ein erfahrener Namibia-Besucher hat mal den 4x4-Vorteil so zusammengefasst: mit 4x4 kommt man zwar weit, aber auch nicht überall durch. Und wenn man damit stecken bleibt, dann dort, wo einem auch kein anderer helfen mehr kann !!) Gruß Joli
Mal eine andere Meinung. 😉 Wir waren zwei Nächte in Swakopmund und haben die Kayaktour mit Eco Marine Tours (Jeanne) gemacht. War übrigens ein tolles Erlebniss. Danach übernachteten wir bei der Spitzkoppe und dann im Erongo Gebierge (Ameib). Wir waren mit einem Hilux mit Dachzelten unterwegs.
Wenn ich etwas ändern würde, wäre es die zweite Nacht in Swakopmund. Ich würde nach der Kayaktour weiterfahren und würde diese Nacht anderswo anhängen. Wahrscheinlich im Erongo Gebierge.
Swakopmund und Walvis Bay gefiel uns überhaupt nicht, muss aber sagen dass wir den ganzen Tag einen grauen Himmel hatten. 🙁
Ja, jeder sieht dies halt anders und es ist ja auch gut so. Im Erongo Gebierge hätten wir gut mehrere Tage verbringen können. Wir fanden die Wanderungen bei Ameib super. Bull's Party, der Klettersteig, Philips Cave, und die vielen Tiere, es war dort wirklich sehr schön.
Halali würde ich auch nicht auslassen. Wir sahen dort am Abend beim Wasserloch mehrere Nashörner mit ihren Kleinen. War sehr interessant diese zu beobachten.
Entschuldige mich für mein schlechtes Deutsch.
Liebe Grüße Carmen
2016, Namibia, Botswana, Victoria Falls
2017, Uganda und Ruanda
2017, Kapstadt und Namibia
2018, Namibia und etwas Südafrika (Richtersveld, Augrabies, KTP)
DÜdünenfanThemenstarter11 Beiträge · seit 201705. Jan. 2017 · #5
Danke euch für die interessanten Anregungen und Meinungen. Nachfragen möchte ich noch wegen der Unterkünfte im Etosha NP. Andreas meinte "Vielleicht ist es beim ersten mal besser, die Westseite auszulassen und mit 2N Okaukuejo und 2N Mushra anzufangen." Ist der Westen tatsächlich weniger interessant (Tiersichtungen) und zweitens wie ist eure Meinung zu Okaukuejo? Mein Eindruck aus dem bisher Gelesenem war ein MUST SEE aber auch mit Schattenseiten des zu dichten Tourismus (zu viele Leute und recht große Anlage, unpersönlich). Dies waren unsere Beweggründe dort nur eine Nacht zu verbringen. Sollen wir tatsächlich Dolomite auslassen und direkt nach Okaukuejo fahren? Danke! Euer Dünenfan
der Westteil ist Super, aber m.e. nur rund um Dolomite. Danach wirds Langweiger. Dolomite ist eine schöne Unterkunft, wir hatten nur extrem viel Pech gepaart mit Unvermögen, so dass ich es nicht wirklich weiterempfehle. Rund um Dolomite ist man viel einsamer als im Ostteil (wir standen 2h an einem Wasserloch, kein weiteres Auto kam dazu, und das im Oktober).
Zu Okaukuejo: Massig viele Leute, Bürokratismus gepaart mit staatlicher Arroganz (Beamte, die auch ohne Leistung ihr Gehalt bekommen). Aber Okaukuejo ist auch: geniales beleuchtetes Wasserloch, ordentliches Essen, Nachtsafari, Aussichtsturm, Reifenreperatur. Wir waren jetzt zweimal zwei Nächte da, und würden wieder dort hin. Aber auch nicht mehr als zwei Nächte, beim ersten mal hatten wir die günstigste Festunterkunft (so eine Art Reihenhaus mit 4 oder 6 Zimmern), beim zweiten mal ein Waterhole Chalet ohne Sicht aufs Waterhole, nur der Weg war recht kurz. Das Zimmer war etwas größer, aber gleich ausgestatet. Einfach aber zweckmäßig. Nichts besonderes. Ihr habt nur 14 Tage, da würde ich in Etosha zwangsweise was auslassen oder anderswo kräftig streichen. Wenn man es "vernünftig" machen will, wäre 2N Dolomite, 2N Okaukuejo, 2N Mushara oder Onguma ein guter Ansatz. Wie gesagt mit rumfahren allein sieht man nicht viel, man muss schon mal stehen bleiben und warten können.
binca751'567 Beiträge · seit 201505. Jan. 2017 · #7
Hallo dünenfan,
ich muss jetzt doch nochmal eine Lanze für Swakopmund brechen... Klar, es ist alles Geschmackssache, aber für mich würde die Stadt in jede Ersttätertour gehören... Wir waren jetzt 2 mal dort. Ein Mal für 2 Nächte, was sehr erholsam war, da der Rest unserer Tour 2005 aus Einmal-Übernachtungen bestand. Wir waren damals auch nur 14 Tage in Namibia, haben während dieser kurzen Zeit aber vom Fish River Canyon über Lüderitz, Swakopmund, Twyfelfontein und Etosha eigentlich alles "gesehen", was man sehen sollte. Naja, zugegebenermaßen sind wir eigentlich durch- bzw. vorbeigefahren... 😐 Vielleicht ist mir Swakopmund deshalb auch nachhaltig im Gedächtnis geblieben... 😉 Diesmal waren wir für 3 Nächte mit unseren Jungs in der Beach Lodge und haben nochmals die Bootstour gemacht und erstmals auch die Little Five Tour. Ich persönlich mag Swakopmund und finde, dass auch ein kleiner Bummel durch das Städtchen oder auch am Strand lohnt. Ich würde auch zu bedenken geben, dass die Little Five Tour (übrigens sehr sehenswert!) bis etwa 13 Uhr dauert und ihr danach ja auch noch ins Erongogebirge fahren müsst.
Wo werdet ihr im Erongo übernachten? Ich würde mich eventuell zwischen Twyfelfontein und Erongo entscheiden und dort dann für 2 Nächte bleiben. Tja, und Etosha... Mir persönlich gefällt das "kleinere" Wasserloch in Halali deutlich besser als Okaukuejo. Man sitzt dort auf einem kleinen Hügel in sehr natürlicher Umgebung unter Bäumen.
Zum Westen und Osten kann ich leider nichts sagen. Wir werden dieses Jahr das erste Mal im Mushara Bush Camp sein und freuen uns darauf schon sehr. Die Camps im Park werden wir auslassen, aber fürs erste Mal sollte man unbedingt auch IM Park übernachten. Denkt ans rechtzeitige Buchen! 😉 Gruß