mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200611. Sept. 2016 · #1
Something old, something new, something borrowed, something blue
Herzlich willkommen zu unserem Reisebericht 2016 über unsere Tour durch den KTP, den Süden Namibias und den Nordwesten Südafrikas. Wir waren vom 28.07. bis 24.08.2016 unterwegs und sind folgende Route gefahren:
Die Reise war für uns eine Mischung aus altem und neuem: Nachdem wir im September vor 10 Jahren auf Wolwedans geheiratet und anschließend eine wunderbare knapp vierwöchige Reise durch Namibia gemacht haben, wollten wir Teile davon in diesem Jahr wiederholen und unserer Tochter dieses tolle Land zeigen. Neu dazugekommen ist der KTP und der Nordwesten Südafrikas.
Wir haben uns bewusst für eine sehr entspannte Tour entschieden und mehrmals auch 3 Nächte an einem Ort verbracht. Gefahren sind wir in dieser Zeit trotzdem insgesamt 4501 km.
Wir hatten eine wunderbare Reise mit tollen Eindrücken, natürlich wie immer nicht ganz pannenfrei und auch ein kleines bisschen länger, als ursprünglich geplant. 😗 Das Wetter war wunderbar, der blaue Himmel hat uns die gesamte Reise begleitet.
Wir würden uns freuen, wenn ihr uns auf eine tolle Tour zwischen Wüste und Meer, Tieren und Blumen begleitet.
Champagner8'672 Beiträge · seit 201011. Sept. 2016 · #2
Huhu Susanne,
das ist ja mal ne schöne Überraschung - ein Reisebericht von dir!!!! Das unrühmliche Ende hatte ich ja mitbekommen - nun hoffe ich - die Panne(n?) mal außen vor gelassen - auf tolle Erlebnisse und ebensolche Fotos!
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200611. Sept. 2016 · #3
Hallo Bele,
herzlich willkommen an Bord von Major Tom! Die restlichen Pannen waren eher kleinerer Natur und haben das Urlaubserlebnis nicht wirklich geschmälert. Im Vergleich zu unseren sonstigen Reisen hatten wir dieses Jahr nur eine kleine Häufung... 😗
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200611. Sept. 2016 · #4
28.07.2016: Ein etwas holpriger Start
In diesem Jahr hatten wir uns erstmals dazu entschieden, statt von Frankfurt aus von München nach Johannesburg zu fliegen, weil die Rückflugzeit von Upington aus mit dem etwas späteren Rückflug ab JNB besser gepasst hat. Soweit zumindest die Theorie.
Unser Vorteil war, dass in Bayern die Sommerferien einen Tag nach den baden-württembergischen anfangen, so dass zwar auf dem Weg zum Flughafen das übliche Chaos geherrscht hat, es aber am Flughafen laut Auskunft am Sicherheitscheck geradezu paradiesisch ruhig war. Der Check unseres Kamera-Equipments verlief deutlich oberflächlicher als in Frankfurt, unser Bohnensack musste dieses Jahr nicht zum Röntgen….
Das Boarding startete bereits 20 min später als geplant und verlief im Gegensatz zu Frankfurt chaotisch: Nichts mit Business und Familien mit Kind zuerst, sondern alles auf einmal. Entsprechend ging es dann auch im Flugzeug zu. Und dann kam die schöne Durchsage, dass ein Passagier offenbar wichtige Einreisedokumente im Koffer vergessen habe, das gesamte Gepäck also nochmals ausgeladen werden müsse. 😠 Das hat rund eine Stunde gedauert, so dass wir statt um 21:05 Uhr erst gegen 22:30 Uhr glücklich Richtung Startbahn gerollt sind. Alles nicht wirklich schön, auch der Service während der Flugs war echt bescheiden, aber egal: Endlich wieder in Südafrika! 🤪
Ich war nur froh, dass wir in Johannesburg nach Berichten im Forum über die lange Wartezeit an der Immigration für rund 75€ einen Meet&Greet-Service gebucht hatten, der uns zügig zu unserem Weiterflug nach Upington bringen sollte. Wir hatten zwar ursprünglich mit guten 3 Stunden reichlich Zeit für den Weiterflug, aber wir wollten mit Mara nach einem langen Flug nicht ewig lange in der Schlange stehen. Nun war ich echt dankbar für die Buchung. Gelandet sind wir dann in Johannesburg statt um 07:40 Uhr gegen 08:45 Uhr.
Wir wurden direkt am Ausstiegsgate erwartet und innerhalb von 5 min durch die Immigration gebracht. Danach nur schnell das Gepäck holen, im Domestic-Terminal wieder neu einchecken und wieder durch die Sicherheitskontrolle. Uns wurde noch kurz gezeigt, wo wir unser Abflug-Gate finden und schon war unser Service-Mann wieder verschwunden. 75€ sind zwar nicht gerade wenig für ca. 20 min Unterstützung, aber für uns war es sehr angenehm und stressfrei. Wir sind am überlegen, ob wir das nächstes Jahr wieder nutzen. Die Schlangen an der Immigration waren übrigens ewig lang....
Nach einem kurzen Frühstück für Mara ging es dann auch schon weiter mit einer hübschen kleinen Embraer nach Upington, wo wir kurz vor halb eins ankamen.
Froh, endlich da zu sein und auch ein bisschen erschöpft, steuerten wir den Europcar-Schalter auf dem doch sehr übersichtlichen Flughafen von Upington an. „Something borrowed“ ist natürlich unser Fahrzeug, dieses Jahr ein Ford Ranger, genannt „Major Tom“.
Bislang waren wir mit Europcar immer sehr zufrieden und hatten jeweils Fahrzeuge in sehr gutem Zustand bekommen. Allerdings war die Fahrzeugübernahme bislang immer in Johannesburg. Dieses Mal lief es leider nicht ganz so glatt. Das Fahrzeug selbst war zwar mit knapp 80.000 km bis auf die defekten Gurtstraffer weitestgehend in Ordnung, aber die Reifen ließen deutlich zu wünschen übrig: Auf den beiden Vorderreifen war sehr wenig Profil, an der Innenseite waren sie schon deutlichst abgefahren. Die Hinterreifen waren etwas besser, aber auch nicht wirklich tauglich. Der einzig wirklich gute Reifen mit tollem Profil war das Ersatzrad unter dem Auto… 🤢
Tja, was tun? Ein Ersatzfahrzeug gab es nicht und ein Reifenwechsel wäre laut den wenig motivierten Mitarbeitern von Europcar frühestens am Montag möglich gewesen, da sie neue Reifen auch Johannesburg hätten kommen lassen müssen. Also nicht wirklich eine Option. Wir haben das Fahrzeug dann genommen wie es war, allerdings mit ungutem Bauchgefühl. Und waren im Laufe der Reise auch an unseren beiden Ersatzreifen froh…..
Im Nachhinein hätten wir wohl darauf bestehen sollen, beim örtlichen Reifenhändler wenigstens die beiden Vorderreifen in etwas Tauglicheres umzutauschen. Aber hinterher ist man immer schlauer. 😵
Eindeutiges Fazit an dieser Stelle: Keine Anmietung mehr bei Europcar an Stationen, an denen ein Fahrzeugwechsel mangels Auswahl höchstwahrscheinlich nicht möglich ist. Nächstes Mal würden wir bei Kalahari 4x4 in Upington mieten. Und bei einem Start in Windhoek wird es definitiv ein Fahrzeug eines örtlichen Vermieters, auch wenn diese preislich deutlich teurer sind. Wir haben im Laufe dieser Reise viele Bereifungen mehr oder minder neidisch angeschaut und eindeutig beschlossen, dass wir diesen Fehler nicht mehr machen werden.
Danach ging es weiter ins River Manor Guesthouse, wunderschön am Orange gelegen.
Nachdem das je mehr oder minder das Forums-BB in Upington zu sein scheint, hatten wir uns auch dazu entschieden. Wir hatten einen hübschen Family Superior Room.
Nach einer kurzen Pause starteten wir zu unserem Großeinkauf in die Kalahari-Mall. 6 Tage Selbstversorgung im KTP standen vor uns. Dank eines inzwischen schon erprobtem Einkaufszettel ging es recht zügig. Micha und Mara kümmerten sich um Kühlbox und Grillutensilien, ich übernahm den Rest. Das Fleisch wollten wir am nächsten Morgen im Upington Slaghuis holen. Noch schnell die Grundversorgung an Savanna geholt und fertig mit den Pflichtaufgaben für den ersten Urlaubstag. 🙂
Den Abend beschlossen wir mit einem leckeren Abendessen im Bi-Lo Restaurant. Mara freute sich besonders über den Spielplatz und den Garten mit den Tieren.
Morgen geht es dann richtig los: Wir fahren in den KTP nach Twee Rivieren.
lionfight1'324 Beiträge · seit 201311. Sept. 2016 · #5
In Teilen waren wir ähnlich unterwegs. Sind heute zurück gekommen. Wir hatten auch den Ford in Upington. Unserer war etwas neuer, aber die Vorderreifen waren erschreckend. Einen hat es uns auch komplett zerlegt. Ansonsten ist der Ford aber sehr gut und fast schon luxuriös.
Gruß! der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela
10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200611. Sept. 2016 · #6
Hallo Joe,
welcome back! Der Ford ist aus unserer Sicht als Fahrzeug absolut okay. Micha meint, er fährt sich angenehmer als der Hillux. Mir sind vor allem die zahlreichen Zigarettenanzünderdosen aufgefallen und dabei hatte ich doch dieses Jahr extra eine Mehrfachsteckdose für den Zigarettenanzünder dabei... 😉 Wir werden ihn auch nächstes Jahr wieder nehmen. Dann aber wieder ab JNB, wo ein Fahrzeugtausch/Reifenwechsel absolut problemlos möglich ist. Europcar und Uptington - never again!
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201611. Sept. 2016 · #7
Hallo,
bei Deinem Reisebericht bin ich auch gerne dabei. Für uns geht es nächstes Jahr mit unseren Kids in den KTP und da freue ich mich immer besonders über Reiseberichte mit Kids.
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Daxiang5'048 Beiträge · seit 201411. Sept. 2016 · #8
Hallo Susanne,
ich steige auch noch schnell zu und bin gespannt was ihr so alles gesehen und erlebt habt.
Old Women1'543 Beiträge · seit 201311. Sept. 2016 · #9
Hallo Susanne, wenn ich darf, reise ich auch noch gerne mit. Besonders informativ war schon einmal die Wahl eines "Meet and Greet" in Joburg. Wir haben in 3 Wochen wohl dieselbe Maschine und müssen schon um 10.00 Uhr weiter nach Nelspruit. Freshy hat das, so glaube ich, dieses Jahr auch ausprobiert, und ich warte noch auf ihren Bericht. Ich hoffe auf einen spannenden Bericht. Herzliche Grüße Beate
ich fahre auch gerne mit euch. Mit Europcar hatten wir dieses Jahr in Kapstadt ähnliche Erfahrungen gemacht wie ihr. In meinem Blog habe ich folgendes dazu vermerkt: Der Flug nach Kapstadt verlief ereignislos. Am Flughafen sind wir zu Europcar um unseren Ford Ranger in Empfang zu nehmen. Das Auto das uns angeboten wurde hatte vier unterschiedlich abgefahrene Reifen. Das Ersatzrad war unter aller Kanone. Der Mitarbeiter von Europcar versicherte uns aber das alles ok sei und wir sorgenfrei mit dem Auto losfahren können. Da haben wir heftig protestiert. Nach längeren Verhandlungen konnten wir erreichen das uns in den nächsten beiden Tagen ein anderes Auto mit perfekter Bereifung zum Trevoyan Guesthouse gebracht wird. Bis dahin nutzen wir das beanstandete Auto. Wir sind gespannt! Die Jungs versuchen es immer wieder. Das Fahrzeug wurde dann nach einem Tag getauscht. Kurz vor Franschhoek hat es uns trotz neuer Bereifung den linken Vorderreifen total zerlegt. Dass war wohl ein Materialfehler, wie die Reifenwerkstatt in Franschhoek uns mitteilte. Europcar hat uns dann von Kapstadt aus einen nagelneuen Ranger zum nächsten Übernachtungsort Paternoster geliefert. Der Service stimmte wenigstens. In Namibia hatten wir dann die nächste Reifenpanne. Vermutlich liegt es an der normalen Straßenbereifung die wahrscheinlich bei schlechten Straßenverhältnissen anfälliger ist. viele Grüße Lothar
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200613. Sept. 2016 · #11
Hallo zusammen
und herzlich willkommen an Bord! Ich freue mich, dass ihr uns auf unserer Reise begleitet.
@Gabi: Du kannst Dich auf nächstes Jahr freuen, wir hatten eine wirklich traumhafte Zeit. Allerdings ist der KTP mit Kindern doch etwas speziell, Du wirst es in den nächsten Tagen lesen.
@Daxiang: Euch werde ich wohl nicht lange an Bord haben... 😎 Ich wünsch euch an dieser Stelle schon mal eine wunderbare Reise mit tollen Sichtungen. 🙂
@Beate: Ich kann Dir den Platium-Service von Meet&Greet nur empfehlen. Die Kommunikation per Mail lief schnell und freundlich und der Abholservice selbst war genau das, was wir erwartet haben. Klar, es ist nicht günstig, aber es nimmt gewaltig Streß raus. Das war es uns wert.
@Elde: Es überrascht mich ein bisschen, dass Europcar auch in Kapstadt solche Probleme hat. Ich dachte, da läuft es besser. Immerhin hattet ihr die Möglichkeit, auf ein besser bereiftes Auto zu warten, das ging bei uns ja zeitlich gar nicht. In Namibia ist sicherlich auch der Straßenzustand an der höheren Anzahl Reifenpannen mitbeteiligt. Ich gehe aber davon aus, dass ein vernünftiger All-Terrain-Reifen, wie er auf den Mietfahrzeugen kleinerer Vermieter in NAM zu finden ist, mit den Schotterpisten einfach auch deutlich besser zu recht kommt als unser nahezu profilloser Winterreifen von Europcar. Das hier war meine 8. Reise ins südliche Afrika, die vorherigen sieben alle ohne Reifenpanne. Dieses Jahr durfte mein Mann gleich zweimal wechseln....
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200613. Sept. 2016 · #12
Samstag, 30.07.2016: Auf in den KTP
Nach einer ruhigen Nacht und einer wunderbaren Morgenstimmung über dem Fluss
bepackten wir nach dem Frühstück Major Tom und machten uns zunächst an unsere restlichen Einkäufe.
Als erstes stand ein Besuch im Upington Slaghuis an, um uns für den KTP mit Fleisch und Boerwoers zu versorgen. Ein sehr netter Laden mit sehr guter Qualität. Wir plauderten mit dem Chef noch ein bisschen über unsere Pläne für den Urlaub und er erklärte uns noch kurz auf der Straße, wo wir Kalahari 4x4 finden würden.
Dort hatten wir nämlich noch einen Kompressor gemietet. Bei Europcar gibt es so etwas ja nicht und wir wollten gerne für Eventualitäten gerüstet sein. Gekostet hat er 600 ZAR für 3 ½ Wochen. Kein Schnäppchen, aber für uns eine kleine Annehmlichkeit, die wir in der Folge dann auch immer wieder genutzt haben. Nicht nur im KTP, sondern auch in Namibia sind wir auf Schotter mit abgesenktem Reifendruck gefahren (viel angenehmer!) und haben eben für die wenigen Teerstraßen wieder aufgepumpt.
Auch mit Pieter haben wir eine Weile geplaudert. Im Gegensatz zu seiner recht knappen E-Mail-Kommunikation ist er ein sehr netter gesprächiger Typ, der uns noch ein paar gute Tipps mit auf den Weg gegeben hat. Seine Autos haben wir uns natürlich auch angeschaut. Wie schon geschrieben, nächstes Mal würden wir dort mieten.
Damit konnten wir endlich das am Samstag Vormittag doch recht quirlige Upington hinter uns lassen und sind auf der R 360 durch die wunderschönen Ausläufer der Kalahari Richtung Twee Rivieren gefahren. Leider gibt es keine Bilder von der Landschaft, was ich mir im Nachhinein nicht wirklich erklären kann… 😕
Nachdem ich gelesen hatte, dass die Tankstelle in Twee Rivieren im Umbau ist und wir uns nicht ganz sicher waren, was dort tatsächlich noch verfügbar ist, tankten wir in Askham nochmals voll.
Einige Zeit später waren wir dann endlich da:
Wir checkten ein, erledigten die Ausreiseformalitäten aus SA und plauderten auch hier eine Weile nett mit den Beamten.
Danach bezogen wir unseren Bungalow in Twee Riveren:
Bevor es weitergeht, ein paar Worte zum KTP. Wir hatten im Vorfeld viele wunderbare Reiseberichte über den KTP gelesen. Es war uns aber auch klar, dass diese Reisen jeweils zu einer anderen Jahreszeit stattfanden und das Gesehene daher vermutlich nicht so ohne weiteres übertragbar ist. Daher haben wir versucht halbwegs erwartungsfrei in den Park zu starten, was aber natürlich nicht so einfach ist.
Was uns allerdings im Vorfeld nicht wirklich klar war, ist, wie sehr wir die Tiervielfalt des KNP vermissen würden. Wir sind absolut bekennende KNP-Fans und haben uns mit dem, was uns der KTP geboten hat, schon ein bisschen schwer getan. Das hier wird also kein reiner „der KTP ist so toll“-Jubelbericht. Vor allem mit Kindern ist der KTP aus meiner Sicht schon etwas speziell. Ich komme an den einzelnen Tagen noch mal darauf zu sprechen. Unsere Freundschaft mit dem KTP verlief daher am Anfang doch etwas zäh. Erst zum Schluss sind wir uns dann doch noch näher gekommen. Unser persönliches Fazit: Wir werden sicher noch mal wiederkommen, aber auf alle Fälle zu einer deutlich wärmeren Jahreszeit und erst dann, wenn wir mit Mara in die Wilderness-Camps dürfen.
So, jetzt aber genug der Vorrede. Unsere erste nette Erdhörnchen-Sichtung hatten wir gleich vor unserem Häuschen:
Gegen 15:30 Uhr starteten wir zu unserem Nachmittagsgamedrive ins Auob-Tal. Kurz hinter Twee-Rivieren entdeckten wir diese Eule im Baum an der Straße.
White-faced Scops-Owl
Danach kam erst mal ziemlich lange nichts….. Erst ab Höhe des Wasserlochs Humoed wurde es dann wieder etwas belebter: Oryxe, Hartebeests, Strauß, Genus, Springböcke und der erste von unzähligen Schakalen dieses Urlaubs sowie ein Kori Bustard kreuzten unseren Weg.
Und das alles in der wunderbaren Dünenlandschaft.
Bei Kamfersboom haben wir dann gewendet und sind zurückgefahren.
Landschaftlich gefällt uns der KTP übrigens in weiten Teilen deutlich besser als der KNP. Und auch der Umstand, dass die Camps viel kleiner sind und es damit deutlich ruhiger ist, haben wir auch genossen.
Als wir einige Minuten vor Torschluss langsam wieder auf das Camp zufuhren, entdeckten wir neben der Eule nahe dem Camp auch eine Radarfalle. Hier wird also offenbar gerade kurz vor Torschluss gezielt kontrolliert.
Micha heizte den Grill an und eine Stunde später konnten wir unser erstes Abendessen unter dem afrikanischen Sternenhimmel genießen. Da es tagsüber angenehm warm war, kühlte es auch jetzt nicht allzu schnell ab, so dass wir gemütlich im Freien sitzen konnten.
Hanne6'152 Beiträge · seit 200613. Sept. 2016 · #13
hallo Susanne, bin auch mit an Bord , freu mich auf die Eindrücke und Erlebnisse , ja man hat ja gewissen Vorstellungen und Erwartungen, interessant zu lesen wie Ihr den KTP empfunden habt, ich kann das sehr gut verstehen , weil er ist einfach mit keinem anderen Park zu vergleichen, gerade weil es nicht so viele Wege gibt die man fahren kann, das ist schon speziell. Freu mich wies weitergeht. Sommerliche Grüsse Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
speed66751 Beiträge · seit 201113. Sept. 2016 · #14
Hallo Susanne,
wie schön, dass es wieder einen Bericht von euch gibt! Da bin ich grad noch rechtzeitig (zurück-) gekommen. In Naries und Augrabies haben wir uns um ein paar Tage verpasst - um so mehr bin ich gespannt, wie eure Eindrücke waren. Und gleichzeitig hast du auch etwas Verzweiflung in mir hervorgerufen, da wir nächstes Jahr auch ab Upington einen 4x4 gemietet haben (über sunny cars - was wahrscheinlich ein Europcar Auto sein könnte...) Da muss ich mal überlegen was ich nun tun soll. Zunächst freu ich mich auf eure Erlebnisse - die Bilder (das Erdhörnchen ist perfekt getroffen) machen Lust auf mehr! VG, Nette
Champagner8'672 Beiträge · seit 201013. Sept. 2016 · #15
Hallo Susanne,
vielen Dank für deine ersten Fotos aus dem KTP und auch für deine ehrliche Stellungsnahme. Selber kann ich nichts dazu sagen, weil ich noch nie im KTP war 🙁 , aber erst neulich habe ich mit jemanden drüber gesprochen, wie lange man es da aushalten kann.....ich denke, da sind die Geschmäcker sehr verschieden. Ich muss dringend hin und mir mal ein eigenes Urteil bilden 😄 (wird aber nächstes Jahr nichts werden....).
Deine Eule kuckt mich eher wie ein Milchuhu (Verreaux's Eagle Owl - Bubo lacteus) an - spontan hat mich das Kopf/Körper-Größenverhältnis an einer White-faced Owl zweifeln lassen, auch meine ich den "Lidschatten" zu erkennen. Die absolute Größe ist natürlich schwer zu erkennen - aber irgendwie wirkt sie da im Baum auf mich groß 🙂 . Hast noch ein anderes Foto??
H.Badger1'822 Beiträge · seit 201613. Sept. 2016 · #16
Hallo Susanne,
gern verfolge auch ich deinen Bericht und bin gespannt, wie ihr den KTP mit Kind im Südwinter erlebt habt. Wir haben im Februar eine in Teilen ganz ähnliche Tour mit zwei Kindern gemacht und dabei auch eine Woche im KTP verbracht (und auf Mauritius, das ihr nächsten Jahr bereisen wollt?). Deinen Eindruck, dass andere Nationalparks für Kinder reichhaltiger sind, kann ich unterstützen, da man immer wieder weite Strecke ohne große Sichtungen zu überbrücken hat. Landschaft lockt Kinder ja nicht dauerhaft aus der Reserve... Aber rückblickend haben die zwei die Woche im Park auch total genossen - was auch an der Ruhe und dem Platz in den Camps und den Pools geschuldet war. Im nächsten Jahr werden wir es euch gleichtun und den KTP auch im Winter bereisen - für eure Erfahrungen bin ich also sehr dankbar und fahre umso lieber mit.
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201613. Sept. 2016 · #17
Hallo Susanne,
danke für den ersten Teil. Ich bin gespannt wie es weitergeht. Darf ich fragen, wie alt Deine Tochter ist?
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200615. Sept. 2016 · #18
Guten Morgen zusammen
und sorry für die etwas länger dauernde Antwort: Mein Leben außerhalb von Afrika hat mich leider schon wieder fest im Griff... 😮
@Bele: Menno, da traue ich mich einmal, einen Vogel zu bestimmen und dann kommst Du und meinst, das passt nicht! 😉 😉 Für den KTP gibt es ja ein äußerst übersichtliches Faltblatt mit den Tieren des Parks zu kaufen und ich war mir doch recht sicher, unsere Eule da drauf wiedererkannt zu haben. Hier noch ein anderes, aber nicht wirklich viel bessere Foto. Wir waren ja schon dankbar, dass Madame die Augen geöffnet hat.
Den KTP kann ich Dir als Reiseziel durchaus ans Herz legen: Nur eben aus unserer Sicht nicht im August und nicht auf die Maincamps beschränkt. Aber mach Du jetzt erst mal Deine zwei Mal Botswana nächtstes Jahr... 😉
@Hanne Auch Dir ein herzliches Willkommen. Ich habe lange überlegt, ob wir a) überhaupt einen Reisebericht schreiben und b) deutlich schreiben, wie wir den KTP empfunden haben. Manchmal habe ich das Gefühl, dass hier nur Reiseberichte mit totaler Begeisterung gewünscht sind. Nachdem wir aber auch einige Leser außerhalb des Forums haben und ich es außerdem für wichtig halte, gerade andere Eltern darauf hinzuweisen, dass der KTP nicht mit anderen Parks vergleichbar ist, gibt es hier jetzt eben unsere ungeschminkten Eindrücke, die eben nicht nur positiv waren.
@Nette Herzlich willkommen! Seid ihr eine ähnliche Runde gefahren wie wir? Zu Naries werde ich noch ein paar Worte verlieren... 😗 Das Auto ist aus unserer Sicht schon ein Thema. Vielleicht hast Du Glück und Du bekommst ein Auto mit ordentlichen Reifen. Nachdem ich aber bei Joe gelesen habe, dass es bei ihm ähnliche Probleme gab, würde ich mich entweder darauf einstellen, dass ihr mit schlechten Reifen rechnen könnt oder doch mal bei Pieter anfragen. Klar, er ist deutlich teurer, aber die Autos sind aus meiner Sicht wesentlich besser in Schuss. Natürlich kann man auch mit miesen Reifen durch NAM fahren. Ging bei uns ja auch. Es erhöht die Nervostität nur leicht... 🤢 Mein Rat: Frag bei Pieter an!
@Badger Herzlich willkommen. Ihr kennt den KTP ja schon, daher muss ich euch über geringe Straßenauswahl, sehr lange Strecken, geringere Tiervielfalt etc. nichts erzählen. Es kommt eben nur die Temperatur im August dazu. Blauen Himmel hatten wir immer, aber die Nachttemperaturen sind teilweise grenzwertig und das Schwimmen im Pool könnt ihr natürlich vergessen. Außerdem ist die Tiersicherungsschance nach unserem Erlebten und dem, was wir von mehrfach KTP-Besuchern zu unterschiedlichen Jahreszeiten erzält bekommen haben, deutlich schlechter. Es war natürlich trotzdem schön, aber erwartet bitte nicht das, was ihr beim letzten Mal hattet! Mauritius steht bei uns nächstes Jahr am Ende als Badedestination auf dem Programm. Meine beiden haben sich noch ein paar Tage Strand und Nixtun gewünscht. Also haben wir uns ein nettes Hotel an der Westküste gesucht und schauen jetzt mal, wie uns die Insel gefällt. Wir kombinieren 2 1/2 Wochen Madikwe, Marakele und KNP mit dem Mauritius.
@Gabi: Mara ist jetzt 7 1/2 und war das dritte Mal mit uns in SA unterwegs.
So, ich hoffe, ich schaffe es, heute abend den nächsten Teil einzustellen.
Champagner8'672 Beiträge · seit 201015. Sept. 2016 · #19
mamba29 schrieb: @Bele: Menno, da traue ich mich einmal, einen Vogel zu bestimmen und dann kommst Du und meinst, das passt nicht! 😉 😉 Für den KTP gibt es ja ein äußerst übersichtliches Faltblatt mit den Tieren des Parks zu kaufen und ich war mir doch recht sicher, unsere Eule da drauf wiedererkannt zu haben. Hier noch ein anderes, aber nicht wirklich viel bessere Foto. Wir waren ja schon dankbar, dass Madame die Augen geöffnet hat.
Sorry, Susanne, wollte dir bestimmt nicht den Spaß verderben..! Aber schau mal in dein Faltblatt - die Eule, die du meinst, müsste orangefarbene Augen haben - das müsste eigentlich schon reichen, um sie vom Milchuhu zu unterscheiden. Ist der nicht auf dem Blatt?
Aber mach Du jetzt erst mal Deine zwei Mal Botswana nächtstes Jahr...
Yes, Madame! 🙂 - aber gerne!
Und du schreib fröhlich weiter und lass dir von mir bitte nicht das Vogelbestimmen verderben.... 😊
mamba29Themenstarter835 Beiträge · seit 200615. Sept. 2016 · #20
Liebe Bele,
Du hast die beiden Ironie-Smilies aber schon gesehen, oder? Ich bin doch total dankbar, dass Du hier über meine im Zweifel untaugliche Vogelbestimmung wachst. 🙂 Und Du hast auch recht, was die Eule angeht. 😗 Du darfst Dich auf gleich auf Arbeit in der Fortsetzung einstellen. Da hüpft einiges rum, von dem ich keine Ahnung habe, was wir da fotografiert haben...