Namibia Studienreise

18 Antworten · 2'895 Aufrufe · gestartet 22. Aug. 2016 von Lorraine
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Themenstarter20 Beiträge · seit 201622. Aug. 2016 · #1
Hallo zusammen, ich bin neu hier. Wir haben für nächstes Jahr eine Studienreise nach Namibia geplant. Ich hoffe, daß die Buchung bald unter Dach und Fach ist. Hoffentlich kommt die Mindest-Teilnehmerzahl zustande.
Für mich wird es die erste Reise in ein südafrikanisches Land sein und entsprechend ist die Vorfreude groß. Am meisten freue ich mich auf die tollen Fotomotive, zumal noch eine ringförmige Sonnenfinsternis in unsere Aufenthaltszeit fällt.

Grüße aus Lothringen von Lorraine
Grüße aus Lothringen von Lorraine
Themenstarter20 Beiträge · seit 201622. Aug. 2016 · #2
Ich weiß, unsere Reise fällt vom Klima her nicht gerade in die günstigste Jahreszeit, aber leider ist es nicht anders machbar. Natürlich gibt es noch viele Fragen (Impfungen, Ausfuhrbestimmungen usw), aber ich werde mich erst mal in aller Ruhe hier durchlesen.
Aber eine Frage habe ich doch gleich: Nicht jede Lodge scheint Moskitonetze zu haben, was ich eigentlich nicht verstehe. Gibt es da wenigstens die Möglichkeit (Haken), daß man ein eigenes Netz aufhängen kann?
Grüße aus Lothringen von Lorraine
312 Beiträge · seit 201322. Aug. 2016 · #3
Hallo Lorraine,

wann fahrt Ihr denn? Je nach Jahreszeit und Gegend, die Ihr bereist ist die Frage nach Moskitos nachrangig. Ggf. kannst Du die Übernachtungen einstellen - da gibt es sicher Personen im Forum, die dazu etwas sagen können.
Wir haben von anderen Reisen eine Art Moskitozelt, das man einfach aufs Bett stellen kann. Befestigen wäre in einigen Unterkünften aufgrund der Raumhöhe nicht gegangen und ohne Spannung liegt das Netz auf dem Körper auf...und damit hilft's nix.

Viel Spaß beim Vorbereiten.
DoNo
zuletzt bearbeitet 22. Aug. 2016
1'816 Beiträge · seit 200822. Aug. 2016 · #4
Hallo Lorraine,

wann ist denn deine Reisezeit?
Moskitonetze brauchst du in vielen Gegenden Namibias nicht. Wie geht denn die Route?
Haken zum aufhängen habe ich noch nirgends gesehen.

Gruß Boris
Themenstarter20 Beiträge · seit 201622. Aug. 2016 · #5
Wir fahren im Februar, die Übernachtungen stelle ich später noch ein.
Grüße aus Lothringen von Lorraine
Themenstarter20 Beiträge · seit 201625. Aug. 2016 · #6
So, wir wollen die "Traumreise Namibia" machen mit folgenden Unterkünften:

Windhoek 1/Windhoek Country Club
Kalahari 1/Zebra Kalahari Lodge
Fish River 1/Fish River Lodge
Aus 2/Klein Aus Vista Desert Horse
Nähe Sesriem 2/Sossusvlei Lodge
Swakopmund 2/Strand
Twyfelfontein 1/Vingerklip
Damaraland 2/Grootberg
Etosha NP 1/Okaukuejo
Nähe Etosha 1/Mokuti
Erindi 1/Old Traders

Zum Schluß hängen wir noch 2 Tage in der Immanuel Wilderness Lodge dran.

Hat schon jemand von Euch solch eine Studienreise gemacht und kann u.U. Tipps geben?
Lieber wäre mir gewesen, so richtig auf eigene Faust losziehen zu können, aber dafür müßte ich wohl 30-40 Jahre jünger sein.
Grüße aus Lothringen von Lorraine
890 Beiträge · seit 201625. Aug. 2016 · #7
Lorraine schrieb:
Lieber wäre mir gewesen, so richtig auf eigene Faust losziehen zu können, aber dafür müßte ich wohl 30-40 Jahre jünger sein.
Hallo,
Mein ältester und geschätzter "Reisekollege" war 82, als ich ihn und seine Frau mit ihrem VW Bulli durch Namibia und Südafrika losziehen sah.
Vielleicht bei deiner nächsten Reise.....
Gruß
2'060 Beiträge · seit 201325. Aug. 2016 · #8
Hallo Lorraine,

auch wir haben unsere ersten Erfahrungen in Namibia mit einer Reisegruppe gemacht, auch wir sind nicht so abenteuerfreudig, dass wir uns getrauen, allein loszuziehen, aber es gibt eine Alternative: mit Fahrer/Guide. Du planst die Tour zusammen mit einer namibischen Reiseagentur, kannst deine Wünsche einfließen lassen, musst dich aber nicht um die Buchungen kümmern, die besorgen auch einen Wagen samt Fahrer. Dieser wiederum kümmert sich um alles unterwegs von eventuellen falschen Buchungen über Probleme mit dem Fahrzeug bis hin zu Grenzübertritten etc..

Wir werden nächstes Jahr unsere dritte Tour auf diese Weise unternehmen - für uns genau die richtige Reiseart, auch wenn mancher hier darüber die Nase rümpfen mag. 😉
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
2'391 Beiträge · seit 201626. Aug. 2016 · #9
Hallo Lorraine,
da wir vor wenigen Wochen einige der von Dir genannten Lodges besucht haben, kann ich Dir zu denen etwas über die Morkitonetze sagen:

Aus 2/Klein Aus Vista Desert Horse: Kein Moskitonetz über dem Bett, aber Fliegengitte in den Fenstern
Nähe Sesriem 2/Sossusvlei Lodge: Da es sich um Bauten mit Zeltaufbau handelt, hat man hier im Schlafteil keine Fenster, sondern Netzfenstern des Zeltes.

Nähe Etosha 1/Mokuti: Riesiges Himmelbett mit Moskitonetz
Tipp: unbedingt den Reptilienpark im Garten der Lodge besuchen.

Übrigens, wir waren als Selbstfahrer mit Kind und meinen Eltern unterwegs, die sind 73 bzw. 77 Jahre alt.

Viel Freude bei der Vorbereitung

Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
246 Beiträge · seit 201526. Aug. 2016 · #10
Hallo,

wir haben letzten August die besagte Traumreise gebucht (die Unterkünfte in Windhoek und Swakop wurden ausgetauscht, aber das war auch schon auf unserer Reise angekündigt). Es handelt sich durchweg um ausgezeichnete Unterkünfte (okay ... Okakaukuejo), die relevanten nördlichen Lodges besitzen nach unserer Erinnerung allesamt Moskitonetze.

Das mit dem Reptilienpark wird vermutlich nichts, da ihr so lange wie möglich im Etosha bleiben solltet, da ihr nur einen Tag dafür habt. Bei uns war es allerdings so, dass die halbe Gruppe sich trotzdem in Mokuti abladen ließ und wir anschließend wieder reingefahren sind. Ist wahrscheinlich eure Entscheidung.

Macht euch mit der Mindestteilnehmerzahl keine zu großen Sorgen. Die Reise ist zwar für 10-19 Teilnehmer ausgeschrieben, aber sie fand bei uns auch mit 6 Personen statt und darunter war eine last minute-Bucherin.

Ansonsten wünsche ich eine gute Reise, es ist eine fabelhafte Tour.
Gruß,
Flotho
Themenstarter20 Beiträge · seit 201626. Aug. 2016 · #11
Hallo Sasa und Flotho, Danke für Eure Auskünfte. Damit kann ich schon mal was anfangen.
Hattet Ihr Euch impfen lassen?
Flotho, wie waren denn die Busse?
Grüße aus Lothringen von Lorraine
8'672 Beiträge · seit 201026. Aug. 2016 · #12
Hallo Lorraine,

ich habe diese Reise ja auch schon gemacht - zwar sind inzwischen ein paar Unterkünfte geändert zu 2011, aber das Prinzip ist das selbe. Vermutlich wird Sense of Africa euer Tour-Operator vor Ort sein. Die Organisation war perfekt!

Die Busse waren sehr gut - ich meine mich zu erinnern, dass der Unterbau von einem LKW (oder so ähnlich, bin kein Autofreak) kam und das Oberteil ist eben wie ein Bus. Es hat einen Kühlschrank drin und Schiebefenster. Bei uns waren 11 Leute dabei und so hatte jeder einen Doppelsitz.

Impfen: Tetanus auffrischen falls nötig - sonst nichts....

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter20 Beiträge · seit 201626. Aug. 2016 · #13
Bele, so um die 10 Leute wäre echt ideal ! Mehr müßten gar nicht sein. Wir freuen uns schon total und verschlingen schon die ganze Zeit Namibia-Filme bei Youtube.
Grüße aus Lothringen von Lorraine
246 Beiträge · seit 201527. Aug. 2016 · #14
Hallo Lorraine.

Unser Bus war leider ziemlich klein wegen der bloß 6 Leute. Es gab nur die kleinen Schiebefenster und da mein Mann und ich die letzte Reihe hatten, haben wir leider nicht so gut gesehen. Auch waren hinter uns Wasser und Koffer gestapelt und die flogen bei schlechter Straße so hoch, dass wir Angst hatten, das könnte auf unseren Köpfen landen. Technisch war das Fahrzeug aber in perfektem Zustand, wie wohl alle SoA-Fahrzeuge.

Impfungen, das leidige Thema ... Bele's Ausführungen sind ganz richtig, dennoch kann man die Sache auch anders angehen. Wir sind vielleicht ein Gegenbeispiel. Der Tropenarzt unseres Vertrauens (mit Gelbfieberimpfstelle und selbst mit Ärzten ohne Grenzen im Dschungel viel unterwegs) empfahl nach Durchsicht von Route und Konzept deutlich mehr zu machen. So haben meine Mutter und mein Mann gleich die Vierfachimpfung mit Tetanus, Polio usw. in den einen Arm, Hep A+Hep B in den anderen Arm bekommen (ich habe auf Hep B verzichtet). Später kamen noch Tollwut und Typhus hinzu. Da das für uns Drei die erste Fernreise war, war das insgesamt die richtige Entscheidung, weil wir uns sicher gefühlt haben. Meine Mitreisenden sind noch ängstlicher als ich und ich war froh, sie überhaupt zu Afrika überreden zu können, daher dann das Konzept mit Gruppe in eher luxuriöser Ausführung und maximaler medizinischer Sicherheit (die auch etwas Geld kostet). Die Arme haben 2-3 Nächte nach den Impfungen beim Schlafen geschmerzt, das Sicherheitsgefühl hat es deutlich aufgewogen. Im Nachhinein halte ich Typhus für völligen Quatsch. Die Hep-Impfungen waren jetzt weniger für Namibia als allgemein für die Zukunft ganz sinnvoll, den Rest würde ich jederzeit wieder so machen, auch Tollwut wegen der subjektiven Befindlichkeit (und streunenden Hunden werdet ihr vermutlich begegnen).
Btw.: Zu Malaria wollte der Arzt keinen definitiven Rat geben, ob Prophylaxe oder stand by. Ich habe angesichts unserer Reisezeit auf stand by beharrt.

Gruß,
Flotho

P.S.: Ich muss meiner besseren Hälfte in den Hintern treten, damit der fast fertige Bericht endlich abgeschlossen wird. Jetzt gibt es vielleicht wenigstens einen Interessenten.
Themenstarter20 Beiträge · seit 201627. Aug. 2016 · #15
Hallo Flotho, solch einen Bus hatten wir dieses Jahr in Mexiko, das war in der hintersten Reihe wirklich kein Vergnügen. 😠 Ich hoffe, daß unser Bus größer sein wird.

Zu den Impfungen: Ist die Tollwutimpfung echt nötig? Gibt es u.U. so viel direkten Kontakt zu den Wildtieren?

Eine Frage zu den Zollbstimmungen: darf man Samen ausführen? Auf jeden Fall möchte ich mir Sand-Päckchen mitbringen mit Sand in den verschiedenen Farben.
Grüße aus Lothringen von Lorraine
246 Beiträge · seit 201527. Aug. 2016 · #16
Die wenigsten machen die Tollwutimpfung, obwohl sie mit dem heute verwendeten Impfstoff als sehr sanft gilt. Wir haben uns aber einfach besser gefühlt (Stichwort Kühlkette). Wir saßen z.B. kurzzeitig in einem Ort fest, weil alle Tankstellensäulen kaputt waren, wir aber auf das Tanken angewiesen waren. Natürlich könnte man zur Not einen Transport anders organisieren, aber will man den Stress? Es sind übrigens seltener die Wildtiere als die Dorfhunde, die eine gewisse Gefahr in Namibia darstellen könnten (dazu gibt es auch Reiseliteratur). Mir fallen mindestens 4 Begegnungen auf der Tour mit Hunden ein, die nicht ganz koscher wirkend um uns herumliefen. Es ist beruhigender, wenn man nach einem Biss Zeit hat, selbst wenn tatsächlich keine Tollwut vorlag.
Gruß,
Flotho
2'391 Beiträge · seit 201629. Aug. 2016 · #17
Lorraine schrieb:Hallo Sasa und Flotho, Danke für Eure Auskünfte. Damit kann ich schon mal was anfangen.
Hattet Ihr Euch impfen lassen?
Flotho, wie waren denn die Busse?
Hallo Lorraine,
mein Mann und ich haben Tetanus auffrischen lassen und wollten den Hepatitis Titer bestimmen lassen, weil wir vor 12 Jahren dagegen geimpft wurden. Unser Hausarzt sagte uns, dass die Titerbestimmung von uns selber bezahlt werden muss und die Impfung nichts kostet. Deshalb haben wir uns dann impfen lassen.
Beide Impfungen halte ich für grundsätzlich sinnvoll und das nicht unbedingt wegen Namibia.
Unsere Tochter hat alle Impfungen bekommen, die standardmäßig bei Kindern durchgeführt werden und musste nicht geimpft werden. Sie hat auch Tollwutimpfungen, weil sie vor 2 Jahren in der Türkei von einem Straßenhund ein bisschen mit den Zähnen verletzt wurde als sie ihn füttern wollte.
Der türkische Arzt und der Kinderarzt sagten beide, dass Tollwutimpfungen ein größeres Impfrisiko haben als die meisten anderen Impfungen (sagt übrigens mein Tierarzt auch 😉 und ich persönlich würde diese Impfung nicht machen lassen ohne wirklichen Grund wie z.B. nach einem Biss oder man ist Jäger im Tollwutgebiet und selbst die machen das selten.
Wir haben natürlich in Namibia einige Hunde gesehen, aber nicht einen bei dem ich davon ausgehe, dass er Tollwut hat. In einem Land wie Namibia würde ich davon ausgehen, dass Tollwutfälle bekannt würden und Tollwutgebiete markiert wären.
Und genauso wie bei meiner Tochter in der Türkei gehe ich davon aus, dass auch in Namibia ein Antiserum für den akuten Fall vorrätig ist, das noch einige Stunden nach einer Infektion mit Tollwut gespritzt werden kann. Übrigens bezweifle ich auch, dass der Hund in der Türkei krank war, aber das Serum und die anschließende Impfung (übrigens 6 Impfungen innerhalb von 3 Wochen) ist nun mal Standardvorgehensweise in der Türkei beim Biss durch einen Hund, wo es keinen Nachweis gibt, dass das Tier selber gegen Tollwut geimpft wurde.
Aber jeder muss für sich entscheiden was sein Sicherheitsbedürfnis sagt. Ich sehe nicht die Notwendigkeit für extra Impfungen vor Namibia, außer eben die, die auch hier nötig sind.
Meine Eltern haben Tetanus auffrischen lassen und das war´s.

Verlasst Euch einfach auf euer Gefühl und macht es wie ihr es für richtig haltet.

Viele Grüße

Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
zuletzt bearbeitet 05. Sept. 2016
Themenstarter20 Beiträge · seit 201630. Aug. 2016 · #18
Danke Sasa, also werde ich wohl gar nichts brauchen, das ist viel wert. Hep.B - Schutz habe ich noch, Hep.A bin ich immun. Vor einer Marokko-Reise hatte ich Immunglobuline bekommen und promt habe ich mir dort auch Hep. A eingefangen, bin aber durch die Impfung nicht krank geworden, dafür immun.
Grüße aus Lothringen von Lorraine
Themenstarter20 Beiträge · seit 201630. Aug. 2016 · #19
Bele, Dein Reisebericht ist köstlich, ich habe mich schon bis zur 30. Seite vorgearbeitet. Vieles ist für mich wertvoll, manches einfach nur lustig. Da kann ich ja nur hoffen, daß es bei uns ne lustige Truppe wird und keine Nörgler und Besserwisser dabei sind.
Besonders lustig fand ich das Schild, wo drauf stand, daß Osama bin Laden erschossen wurde. Wir waren damals zur gleichen Zeit auf dem Weg von Los Angeles nach Aitutaki und wurden dort gleich mit den Worten empfangen "der böse Mann ist tot!". Wir hatten unterwegs gar nichts davon mitbekommen.
Grüße aus Lothringen von Lorraine
zuletzt bearbeitet 30. Aug. 2016