Namibia per Anhalter bzw. zu Fuß

Reisebericht 156 Antworten · 25,8k Aufrufe · gestartet 16. März 2016 von BerLin
71 Beiträge · seit 200916. März 2016 ·
Danke Dir!
Themenstarter100 Beiträge · seit 201516. März 2016 ·
In Walvis Bay sind wir bei Loubser's untergekommen, gerade mal 5 oder 10 Gehminuten vom Strand. Sehr günstig und nette Eigentümer und eine Küche gab es auch. Jeden Tag waren wir am Strand oder in den Dünen spazieren. Insgesamt haben wir in Walvis Bay 10 Tage verbracht.

Hier ist die Grenze zwischen Walvis Bay und Wüste:
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Der Frachtzug, mit dem wir auch gekommen sind:
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Die Dünen in Walvis Bay:
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Und ich:
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Flamingos:
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Unsere Funde am Strand:
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Themenstarter100 Beiträge · seit 201516. März 2016 ·
Am dritten Tag unseres Aufenthaltes in Walvis Bay haben Anna und ich beschlossen, zum Pelican Point zu fahren, um Seerobben zu beobachten. Um es vorwegzunehmen - es hat nicht geklappt, da wir keine Autos in entsprechende Richtung gesehen haben und zu faul waren, 20 km zu Fuss zu laufen. Wir haben jedoch unterwegs viel anderes entdeckt. Zum Beispiel die rosaroten Seen und Flüsse der Salzfabrik und viele Salzlandschaften:

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Mitgenommen haben uns natürlich die Mitarbeiter der Salzfabrik in ihrem großen Lastwagen. Die weißen Berge, die man auf dem Foto sieht, sind kein Schnee, sondern Salz. Merkwürdig finde ich, dass man in den Supermärkten in Walvis Bay das hier produzierte Salz nicht findet: wie auch die meisten Lebensmittel, die man in namibischen Supermärkten findet, kommt auch das Salz aus Südafrika. Obwohl in der Salzfabrik von Walvis Bay das Salz zu einem großen Teil zu Tafelsalz verarbeitet wird.
zuletzt bearbeitet 16. März 2016
Themenstarter100 Beiträge · seit 201516. März 2016 ·
Ah ja, die russische Mafia gibt es auch in Walvis Bay. Das ist der Eingang eines Juweliergeschäfts:
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33,3k Beiträge · seit 200616. März 2016 ·
Hi BerLin,
Merkwürdig finde ich, dass man in den Supermärkten in Walvis Bay keinen hier produzierten Salz findet: wie auch die meisten Lebensmittel, die man in namibischen Supermärkten findet, kommt auch der Salz aus Südafrika.
also ich kaufe immer namibisches Salz, egal in welchem Supermarkt. Übrigens gehen 95% des namibischen Salzes in den Export, die anderen fünf Prozent sind zum Großteil f+r Tierfutter (in Säcken oder als Blöcke). Das nur zum Hintergrund des namibischen Saltes. Das viele Produkte aus Südafrika kommen stimmt natürlich - Namibia hat mit seinen paar Leuten kaum einen eigenen Markt und im Export (außer Bier, Fleisch und Fleischwaren) gegen den großen Nachbarn kaum eine Chance 🙁 Dennoch hat sich in den letzten 10 Jahren sehr viel in diese Richtung getan und es gibt viele Lebensmittel mittlerweile aus Namibia.

Beste Grüße
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
7’345 Beiträge · seit 200616. März 2016 ·
BerLin schrieb:Merkwürdig finde ich, dass man in den Supermärkten in Walvis Bay keinen hier produzierten Salz findet: wie auch die meisten Lebensmittel, die man in namibischen Supermärkten findet, kommt auch der Salz aus Südafrika. Obwohl in der Salzfabrik von Walvis Bay der Salz zu einem großen Teil zu Tafelsalz verarbeitet wird.
... ich habe in Namibia zumindest welches aus der Kalahari bekommen, sogar schwarzes.

Mir ist aber in anderen afrikanischen Ländern auch schon aufgefallen, dass die dort produzierten Dinge wie Kaffee oder Tee im Land selbst oft nur schwierig zu bekommen sind.
Da gibt es Länder wie Kenya, in denen Unmengen von Kaffee produziert wird und im Land selbst gibt es in Lokalen überall nur löslichen Nescafe.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
33,3k Beiträge · seit 200616. März 2016 ·
OFF TOPIC
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Hi Wolfgang,
Da gibt es Länder wie Kenya, in denen Unmengen von Kaffee produziert wird und im Land selbst gibt es in Lokalen überall nur löslichen Nescafe.
das Problem haben wir hier auch, z.B. bei den Datteln. Entweder direkt am Naute-Damm kaufen oder in Dubai ;-(

Viele Grüße
Christian
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Themenstarter100 Beiträge · seit 201516. März 2016 ·
Dennoch hat sich in den letzten 10 Jahren sehr viel in diese Richtung getan und es gibt viele Lebensmittel mittlerweile aus Namibia.
Ja, zum Beispiel den bulgarischen Joghurt von Everyday (übrigens eines der wenigen Joghurts, die genießbar sind) und die Einwegnudeln von Mamma Mia 🙂
Ich dachte, die wunderbaren Rosinen, die man in Supermärkten und im Straßenverkauf bekommt, kommen auch aus Namibia (da im Aussenkehr ja Trauben angebaut werden), bin mir aber nicht so sicher.
Themenstarter100 Beiträge · seit 201516. März 2016 ·
Mit ein paar anderen Leuten sind wir ca. 20 km vor Pelican Point an der Seeküste angekommen. Weit und breit war kein einziges Auto Richtung Pelican Point /Seerobben zu sehen. Wir sind also einfach ein paar Kilometer an der Seeküste entlang gelaufen. Dabei haben wir einen (lebendigen!) Seerobben gesehen, der von Welle zu Welle sprang sowie viele tote (in Form von Knochen und Skeletten) und auch einige andere interessante Skelette. Anna, die einen leichten Hang zur Nekrophilie hat, hat diese ausgiebig fotografiert und sogar einen Seerobbenschädel als Trophee mitgenommen.

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Es war an der Küste etwas windig und kalt, obwohl der Tag sonnig war.
Noch vor Einbruch der Dunkelheit sind wir wieder in Walvis Bay angekommen. Mein Freund Anton, der an diesem Tag etwas krank war und deswegen im Guesthouse geblieben ist, hat sich sehr gefreut, mich wieder zu sehen. So sehr, dass ihm gar nicht aufgefallen ist, dass mit mir etwas nicht stimmte. Auch mir selbst wurde das erst klar, als ich in den Spiegel schaute:

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Das war wohl der bisher schlimmste Sonnebrand in meinem Leben. Noch eine ganze Woche war mein Gesicht rot, die Haut löste sich schmerzhaft ab. Seitdem wurde die Spar-Sonnencreme mein treuer Begleiter für die ganze Zeit der Reise (sonst verwende ich eigentlich nie Sonnenschutz). Unsere Hotelbesitzer sagten mir, dass auch sie sich jeden Tag eincremen müssen, um Erscheinungen dieser Art zu vermeiden.
1’155 Beiträge · seit 200616. März 2016 ·
...schlimmer Sonnenbrand 😉 ....keine Bange...du bist nur "medium rare"...im Gegensatz zu den " well done" Engländern die den ersten Ferientag in Cape Town an der prallen Sonne an der Beach verbringen und dann so rot sind wie die alte russische Flagge... 😄
7’345 Beiträge · seit 200616. März 2016 ·
Hallo Lina,

Dein Sonnenbrand sieht ja noch recht moderat aus. Das hätte Dich schlimmer erwischen können.
Ich muss mich die ersten Wochen in Afrika auch immer ordentlich eincremen. Danach geht es auch so, aber dann steht ja normalerweise leider der Rückflug wieder an.

Den Robbenschädel hat Deine Freundin hoffentlich nicht mit in den Flieger genommen, oder? Da kann man richtig Ärger bekommen, fürchte ich. Bei der Ausreise und bei der Einreise in Europa sowieso ...

Gruß
Wolfgang
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1’071 Beiträge · seit 201316. März 2016 ·
Sehr gut gefällt mir "...und die Einwegnudeln von Mamma Mia". Ich wusste gar nicht, dass es auch Mehrwegnudeln gibt 🤪

Nein, im Ernst, ich find deinen Bericht total interessant.

Bitte schreib schön weiter

Gruß

Mabe
Themenstarter100 Beiträge · seit 201517. März 2016 ·
Na ja, die blutenden Wunden auf meinem Gesicht, in die das ganze in den nächsten Tagen ausartete, habe ich aus Liebe zu meinen Eltern nicht photographiert.
Nach unserem Ausflug auf die Skelettküste - so haben wir unter uns den Strand auf dem Weg zu Pelican Point genannt (warum eigentlich Pelican Point, wenn dort Seerobben leben???) - musste ich einen Tag im Guesthouse bleiben. Anton hat jedoch die proletarischen (sprich schwarzen) Bezirke von Walvis Bay besucht und dort etwas demokratisches Essen gekauft. Darunter war süßer Möhrensalat, Mahanga mit Fleischsoße und gebratene Fische für 2 N$/Fisch. Alles war günstiger als in den Supermärkten.
663 Beiträge · seit 201517. März 2016 ·
BikeAfrica schrieb:Mir ist aber in anderen afrikanischen Ländern auch schon aufgefallen, dass die dort produzierten Dinge wie Kaffee oder Tee im Land selbst oft nur schwierig zu bekommen sind.
Das liegt oftmals daran, dass die Plantagenbetreiber feste Lieferverträge mit irgendwelchen Konzernen haben und keine eigenständige Vermarktungskette für zumindest einen Teil ihrer Produktion.
Themenstarter100 Beiträge · seit 201517. März 2016 ·
Das sind die Häuser, in denen das einfache Arbeitervolk lebt:
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Und das ist eine anthropogene Palme (bitte genau hinschauen!):
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Mit bösen Hunden wie diese ist in Walvis Bay jedes Haus eines Weißen ausgestattet. Die sollen wohl die Herrchen gegen Einbruch, Vergewaltigung, Diebstahl, Erdbeben, Krieg und alle anderen Gefahren, die von ihren schwarzen Mitbürgern ausgehen, verteidigen.
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An dieser Stelle sei Chris gefragt, inwiefern Hauseinbrüche mit Diebstahl z. B. in Walvis Bay tatsächlich eine Gefahr darstellen und ob auch Weiße manchmal daran beteiligt sind. Und ob es auch Weiße gibt, die in die Häuser von Schwarzafrikanern einbrechen???
zuletzt bearbeitet 17. März 2016
33,3k Beiträge · seit 200617. März 2016 ·
Hi BerLin,
Mit bösen Hunden wie diese ist in Walvis Bay jedes Haus eines Weißen ausgestattet. Die sollen wohl die Herrchen gegen Einbruch, Vergewaltigung, Diebstahl, Erdbeben, Krieg und alle anderen Gefahren, die von ihren schwarzen Mitbürgern ausgehen, verteidigen.
Das sind die Häuser, in denen das einfache Arbeitervolk lebt:
An dieser Stelle sei Chris gefragt, inwiefern Hauseinbrüche mit Diebstahl z. B. in Walvis Bay tatsächlich eine Gefahr darstellen und ob auch Weiße manchmal daran beteiligt sind. Und ob es auch Weiße gibt, die in die Häuser von Schwarzafrikanern einbrechen???
bin ich Chris?

- Sarkasmus an ´-
Also ich kann Dir nicht sagen, ob das reiche weiße Volk auch beim Arbeitervolk einbricht, aber warum sollte der König beim Sklaven einbrechen? Nur so viel, das Arbeitervolk untereinander bricht bei sich deutlich mehr ein, als es dieses beim reichen weißen Afrikaner tut...
- Sarkasmus aus -
Und übrigens: Hunde haben weiße, genauso wie schwarze. Hat tendenziell nichts mit der Hautfarbe oder dem "Status" zu tun. Sogar die Chinesen haben hier Hunde... einige zur Abschreckung, einige einfach weil sie Haustiere mögen und wieder andere...

Ungläubige Grüße aus einem kühlen Windhoek
Christian
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zuletzt bearbeitet 17. März 2016
1’667 Beiträge · seit 201117. März 2016 ·
BerLin schrieb:

Mit bösen Hunden wie diese ist in Walvis Bay jedes Haus eines Weißen ausgestattet. Die sollen wohl die Herrchen gegen Einbruch, Vergewaltigung, Diebstahl, Erdbeben, Krieg und alle anderen Gefahren, die von ihren schwarzen Mitbürgern ausgehen, verteidigen.
Hallo Lina,

Sarkasmus an:
ich kaufe mir auch gerade einen Rhodesian Ridgeback, man weiss ja nie, was bei uns noch so passiert 😄 Die sollen ja auf Schwarze besonders agressiv sein 😉
Sarkasmus aus.

Bist Du eigentlich wirklich so oder möchtest Du hier nur provozieren ?

Bisher kann ich bei Deiner "Alternativ"reise übrigens noch nichts entdecken, was dem Normalotouri entgangen wäre. Bin gespannt, ob da noch was kommt.

LG

Montango
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
16,9k Beiträge · seit 201217. März 2016 ·
Heute schon die Suchfunktion genutzt? 🤪
zuletzt bearbeitet 07. Aug. 2026
Gast17. März 2016 ·
Guten Tag BerLin, schön dass du etwas berichtest, das wird spannend, nicht nur wg. des Trampens, auch wegen deiner Sichtweise, mich interessiert die Wahrnehmung eines afrikanischen Landes durch deine Brille ….und zu provozieren solltes du eigentlich nicht notwendig haben, die (Hoch-)Spannung aus dem Planungsthread besteht ja ohnehin noch.
@Trampen
Ich bin als Schüler und Student kreuz und quer durch Europa getrampt, habe in Jugendherbergen übernachtet und wenn nicht möglich auch im Bahnhofswartesaal oder im Park etc., habe mich praktisch nur „aus dem Papierl“ ernährt ……und habe das alles sehr genossen. Und nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen, dass ich damit jemanden schade.
@ Personal im Tourismus.
Für mich ist Fakt, dass das Personal im Tourismus, oft (aber nicht immer) keinen angemessenen Anteil an der Wertschöpfung erhält und ausgenützt wird.

Grüße
zuletzt bearbeitet 17. März 2016
663 Beiträge · seit 201517. März 2016 ·
leser schrieb:Für mich ist Fakt, dass das Personal im Tourismus, oft (aber nicht immer) keinen angemessenen Anteil an der Wertschöpfung erhält und ausgenützt wird.
Es ist immer einfach, sich darüber aufzuregen das man ausgenutzt wird. Aber was macht den Unterschied aus zwischen einem, der angeblich ausnutzt und dem, der ausgenutzt wird: Der eine trägt das volle Risiko und steht evtl. am Ende des Tages mit leeren Taschen da, der andere weiß genau was er mit der nächsten Lohanbrechnung bekommt. Wem letzteres nicht passt, dem steht es in fast allen Ländern dieser Welt frei selbst Risiko zu übernehmen und zum "Ausnutzer" zu werden.

PS: Und ja, auch ich lasse mich von meinem Arbeitgeber ausnutzen, der verkauft meine Arbeitsleistung doch glatt mit einem irrwitzigen Aufschlag weiter. Aber irgendwie gefällt mir das mit der Sicherheit halt dann doch.