RIRick_089Themenstarter2 Beiträge · seit 201615. Feb. 2016 · #1
Hallo zusammen! 🙂
Zur Zeit planen ein Freund und ich, beide 23 und Studenten, unsere erste Reise nach Namibia. Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass wir noch nie in Afrika waren und bisher "nur" Informationen aus dem Internet und aus Berichten von meinem Onkel haben.
Geplant ist, auch wegen des Budgets, zu campen, also 4x4 Auto mit Dachzelt. In erster Linie geht es mir jetzt um die Route, da bin ich noch sehr unentschlossen:
Wir haben 25 Tage im September und wollten unbedingt bis zu den Vic Falls fahren, allerdings frage ich mich, ob das von der Strecke zu weit ist 🤨 Die Distanz wäre (google maps) ca. 4000km, wir würden in Windhoek starten, dann Swakopmund, Etosha mitnehmen und über den Caprivi hoch nach Kasane fahren. Von dort wäre dann ein Abstecher zu den Wasserfällen geplant. Rückfahrt über Botswana (Maun)
Alternativ könnte man sich natürlich auch auf die "klassische Namibia Route" (Sossusvlei, Swakopmund, Etosha, Waterberg etc.) beschränken. Aber es reizt uns eben, neben Namibia auch noch das "grüne" Afrika zu sehen und mehr Eindrücke zu bekommen.
Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir hierfür ein paar Anregungen und Tipps geben könnt 🙂
willkommen hier im wunderbaren Namibia- Forum. Deine Frage nach der Machbarkeit der Route beantwortet sich fast von selbst, weil sehr viele aus diesem Forum schon diese gewählt haben. Die Zeit, die Ihr Euch nehmen wollt, ist sicher ausreichend, um die angepeilte Strecke gut zu absolvieren. Investiert mal in eine Tracks4Africa- Karte, mit deren Hilfe sind die einzelnen Abschnitte zeitlich leichter abzuschätzen. Eigentlich kann man in der von Euch angedachten Zeit von 25 Tagen auch noch mehr Ziele einplanen. Ich bin sicher, dass andere Fomis da noch viele Tipps geben werden.
Weiter ganz viel Spass bei der Planung wünscht Marga
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200815. Feb. 2016 · #3
Hallo Rick,
auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum. Wie Marga schon geschrieben hat, ist die eingezeichnete Strecke von den km her durchaus machbar. Ich würde sogar noch den Schlenker ins Sossusvlei dazunehmen. Als Lodgehopper kenne ich die meisten Campingplätze nur vom Sehen und kann deren Qualität nicht beurteilen. Ich weiß nur, dass Du selbst bei Camping an den "Brennstellen" auch die Campingplätze vorbuchen solltest. Meine Reiseroute sähe dann konkret so aus:
Tag 01 Windhoek - Rehoboth (Lake Oanob)
Tag 02 Lake Oanob - Nauchas - Spreetshoogte Pass - Solitaire - Sesriem (Camping entweder im Park = unbedingt jetzt schon vorbuchen. Oder direkt am Parkeingang auf dem Platz der Sossusvlei Lodge Oasis (?), auch hier unbedingt vorbuchen.
Tage 03 Sesriem - Sossusvlei - Sesriem
Tag 04 Sesriem - Gaub Pass - Kuiseb Pass - Blutkuppe (Permitpflichtige Strecke, das Permit bekommst Du in Sesriem, wo Du auch das Permit für's Sossusvlei bekommst) - Rock Arch (Arch Rock)/Tinkas. Ü entweder an der Blutkuppe oder beim Rock Arch - allerdings ohne irgendwelche sanitären Fazilitäten - nur Plumpsklo
Tag 05 Blutkuppe/Roch Arch - Swakopmund. Hier würde ich im September eine feste Unterkunft wählen. Die Hütten der Gemeinde - http://www.swakopmund-restcamp.com/ - sind da sehr preiswert.
Tag 06 Swakopmund
Tag 07 Swakopmund
Tag 08 Swakopmund - Henties Bay - Uis - D 2612 - Gegend um Twyfelfontein
Tag 09 Twyfelfontein - Palmwag/Grootberg - Kamanjab - Besuch Himbadorf (Rustig Toko Lodge) - Ü. Falls die bei der Rustig Toko kein Camping anbieten, dann irgendwo im Umkreis von Kamanjab
Tag 10 Rustig Toko - Galton Gate - Okaukuejo (hier müsst Ihr möglichst frühmorgens los und außerdem den Campingplatz in der Etoscha jetzt schon vorbuchen.)
Tag 11 Okaukuejo - Pirschfahrten in der Etoscha - Okaukuejo
Tag 12 Okaukuejo - Halali - Namutoni
Tag 13 Namutoni - Rundu (Etoscha scheint sehr kurz. Ist aber voll ausreichend, weil Ihr Tiere in Mengen noch im Caprivi und in Botswana sehen werdet.) Ü in der Hakusembe Lodge ca. 20 km außerhalb
Tag 13 Rundu - Kongola Ü auf dem Campingplatz der Namushasha Lodge
Tag 14 Kongola
Tag 15 Kongola - Katima Mulilo - Kalizo Lodge (ca. 40 km von Katima entfernt)
Tag 16 Kalizo Lodge - Kasane (Camping auf dem Platz der Chobe Safari Lodge - unbedingt jetzt vorbuchen)
Tag 17 - Kasane morgens Pirschfahrt im Chobe Park, nachmittags Bootstour auf dem Chobe (kann in der Lodge gebucht werden)
Tag 18 Kasane - Tagesausflug mit dem Shuttle nach Victoria Falls. Ich scheue die Formalitäten, wenn man mit dem eigenen Auto fährt, daher dieser Vorschlag. Buchung ebenfalls in der Chobe Safari Lodge möglich.
Tag 19 - 23 Kasane - Nata - Maun. Zu dieser Strecke müssen andere Fomis etwas sagen, da ich bisher von Kasane aus immer nach Maun bzw. ins Delta geflogen bin. Fahrbar ist die Strecke auf jeden Fall in 2 Tagen, danach habt Ihr dann noch 2 Tage für Programm von Maun aus
Tag 24 Ein richtig langer Fahrtag von Maun nach Windhoek. Ist kilometermäßig auf jeden Fall. Fahrzeit laut Google Maps ca. 11 Stunden. Eventuell bietet sich ein Zwischenstopp in Buitepos an. Dann habt Ihr aber am letzten Tag noch rund 350 bzw. 4 Stunden Fahrt. Wenn Ihr mit dem Nachflieger von Air Namibia zurückfliegt, reicht das sogar.
Details, was man wo unternehmen kann, liefere ich Dir gerne, wenn Du Dich auf eine Route festgelegt hast und auch die endgültige Auswahl der Campingplätze erfolgt ist.
Liebe Grüße Gerd
PS: Manche werden jetzt wieder sagen, dass zu viele 1 x Übernachtungen dabei sind. Da Ihr Eure Sachen ohnehin immer einpacken müsst, wenn Ihr mal irgendwo hinfahrt, sehe ich darin kein Problem. Gerade in Namibia ist auch der Weg das Ziel. Und manchmal muss man auch "Kilometer schrubben". Außer an den letzten beiden Tagen seid Ihr aber inkl. Pausen nie länger als 6 - 7 Stunden unterwegs, so dass Ihr immer Zeit zum Abschalten und Genießen der Gegend am Zielort habt..
Machbar ist die Route. Ich würde Euch aber dazu raten den Wagen in Kasane abzugeben und den Heimflug als Gabelflug ab Vic Falls anzutreten. Auf der eingezeichneten Route habt Ihr ab Kasane quasi nur noch viele Fahrtkilometer aber wenig Attraktionen. Gabelflug kostet zwar etwas, Einwegmiete auch, aber rechnet mal die Kosten für die Fahrt von Kasane nach Windhoek dagegen.
Von Kasane nach VicFalls bucht man einen Transfer, da gibt es genug Möglichkeiten.
ich persönlich würde de ganzen Botswana-Schlenker weg lassen und z.B. von Katima Mulilo eine 2-Tages-Tour zu den Vicfalls buchen. Dann habt ihr zwar Rundu bis Katima praktisch 2x als fast identische Fahrstrecke, aber ihr habt dann deutlich mehr Zeit im Caprivizipfel und könnt auf dem Rückweg Ziele wie Waterberg, Erindi, Okonjima, Mount Etjo, Otjiwa o.ä. ansteuern.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Montango1'667 Beiträge · seit 201115. Feb. 2016 · #6
Hallo Rick,
ich finde die Route prima und Gerd hat sie ja schon wunderbar mit Inhalt gefüllt.
So ähnlich würde ich weiter planen und dann nochmal konkrete Frage zu den einzelnen Etappen stellen.
RIRick_089Themenstarter2 Beiträge · seit 201615. Feb. 2016 · #7
Vielen Dank erstmal an alle für die vielen Infos 🙂 Insbesondere Gerd, Du hast ja schon den ganzen Trip durchgeplant 😁
Sossusvlei ist das Highlight und gehört bestimmt in einen Namibia Urlaub mit rein. Ich hatte das nur erstmal außen vor gelassen, weil mir die Strecke schon so weit vorkam und Sossusvlei ja genau die andere Richtung ist. 😵 Aber ich denke, dass wir das wohl doch mit ins Programm einschliessen werden.
@Gerd zwecks Unterkünfte: Sollte man an Deinen beschriebenen "Brennstellen" wirklich vorbuchen als Camper? Also kann es dann sein, dass auf dem Campingplatz überhaupt kein Stellplatz mehr frei ist?! Habe bisher gehört, dass man mit Auto/Zelt da eigentlich immer einen Platz bekommen sollte…
Bei der Einwegmiete und Rückflug von Vic Falls erscheinen mir die Zusatzkosten zu hoch. Da ist man locker bei ca. 500-600€ pro Person dabei (Flug +300€; Auto +250€) Lieber wäre es mir in diesem Fall selber nach Windhoek zurückzufahren. travelNAMIBIA hat ja den Vorschlag gebracht, den gleichen Weg über den Caprivi zurückzufahren und nicht über Botswana. Weiss jemand über die Strecke Kasane - Nata - Maun, ob sich das landschaftlich lohnt oder ob es besser ist 2x durch den Caprivi zu fahren und evtl. dort mehr sehen zu können?
wenn du in Botsuana keine Tage mehr übrig hast für das Okavangodelta und die Salzpfannen, dann würde ich dem Vorschlag von TravelNAMIBIA folgen. Als reine Fahrstrecke ist das ziemlich öde. viel Spaß bei der Planung. Elde
Rick_089 schrieb:Bei der Einwegmiete und Rückflug von Vic Falls erscheinen mir die Zusatzkosten zu hoch. Da ist man locker bei ca. 500-600€ pro Person dabei (Flug +300€; Auto +250€) Lieber wäre es mir in diesem Fall selber nach Windhoek zurückzufahren.
Etwas weniger. Du bist wenn Du es als Gabelflug buchst bei 150-200 Euro für den Gabelflug. Beim Auto sind es bei Britz 7150 NAD Einwegmiete, macht ca. 210 Euro pro Person.
Jetzt rechne aber alleine mal die Spritkosten (400km * ca. 10L/100 km * 9,77 NAD = ca. 1400 NAD) und die Kosten pro Tag Mietwagen sowie Übernachtung auf mindestens 2 Tagen auf denen Du sonst nicht viel vom Urlaub hast da ihr viele Km fahrt auf Strecken die entweder nicht viel bieten oder die ihr von der Hinfahrt schon kennt. Wenn man die Rechnung ehrlich macht ist der Kostenunterschied recht gering und die Sache ist deutlich entspannter.
STStrubi86173 Beiträge · seit 201415. Feb. 2016 · #10
Hallo,
sehe das wie Elde. Wenn ihr euch da nichts bestimmtes anschauen wollt bzw. keine Zeit dafür habt, dann würde ich den Schlenker durch Botswana auch weglassen. Das macht mMn nur Sinn wenn ihr ein paar Tage in die Makadikgadi Pans bzw Nxai Pan wollt. Oder halt der "direkte" Weg von Kasane nach Maun. Also durch Savuti und Moremi. Das wäre meine bevorzugte Variante. So haben wir es auch bei unserer Tour in 2014 gemacht (war ansonsten eine ziemlich ähnliche Route wie eure). Man muss dazu aber wissen, dass man auf dieser Strecke viel durch Tiefsand fahren muss und ggf auch die eine oder andere Wasserdurchquerung hat. Einige werden jetzt auch sagen, dass man das bei einer ersten Afrika-Reise und ohne Offroaderfahrung lassen sollte. Wir haben es trotzdem gemacht und nicht bereut 😉 . Aber das muss natürlich jeder selber wissen. Ist das alles aber keine Alternative, dann würde ich auch eher durch den Caprivi zurückfahren. Denn die reinen Strecken außerhalb der Parks sind in Botswana doch recht eintönig und öde.
Oder halt, wie auch schon vorgeschlagen, das Auto in Kasane abgeben und von dort bzw. Vic Falls zurückfliegen. Das müsste man dann halt mal durchrechnen und überlegen, ob einem der Aufpreis wert ist.
Gruß
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200816. Feb. 2016 · #11
Hallo und guten Abend, Rick,
@Gerd zwecks Unterkünfte: Sollte man an Deinen beschriebenen "Brennstellen" wirklich vorbuchen als Camper? Also kann es dann sein, dass auf dem Campingplatz überhaupt kein Stellplatz mehr frei ist?!
Ich lese hier im Forum von den eingefleischten Campern immer wieder, dass man in Sesriem, Sossusvlei und in Kasane unbedingt vorbuchen muss.
Ein anderes Thema:
Weglassen des Botswana-Schlenkers: Nach meinem Plan hättest Du in Maun rund 3 Tage Zeit für irgendwelche Aktivitäten. Das ist nicht viel, aber doch so viel, dass es sich lohnt. Allerdings gebe ich allen Recht, die entweder einen Gabelflug vorschlagen (ist einfach nicht so stressig) oder die Rücktour durch's Caprivi-Region empfehlen. Bei Gabelflug könntest Du an dem einen oder anderen Punkt, an dem ich nur eine Ü vorgeschlagen habe, noch einen Tag dranhängen. Lohnt sich bestimmt bei den Etoscha-Zielen. Bei einer Rückfahrt mit dem eigenen Auto würde ich dann andere Lodgen nehmen. So z. B. in Katima statt Kalizo die Caprivi River Lodge. Von dort würde ich dann in die Gegend um Divundu (Epupa-Falls) fahren. Der Mahangu NP und der Buffalo-NP lohnen immer. Und dann von da aus bis Roy's Camp oder Grootfontein und dann in einem Rutsch bis in die Gegend von Windhoek. Wenn Ihr am Schluss noch einen Tag Zeit habt, würde ich die letzte Nach bei Düsternbrook verbringen. Das lohnt eigentlich auch immer.