Malariaprophylaxe

44 Antworten · 10,2k Aufrufe · gestartet 06. Feb. 2016 von joagri
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7'296 Beiträge · seit 200602. März 2016 · #21
clz schrieb:
hier noch ein Auszug aus einem sehr lesenswerten Aufsatz
... in der Tat.
Danke für den Link.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
284 Beiträge · seit 201402. März 2016 · #22
leser schrieb:
Prophylaxe halte ich in Risikogebieten für sehr sinnvoll und mache sie dort auch. Standby bzw Selbstbehandlung halte ich persönlich in meiner laienhaften Meinung für absoluten Schwachsinn, wenn ich da das falsche Fieber behandle schwäche ich mich nur zusätzlich durch einen gewaltigen Chemiecocktail. Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten: keine Prophylaxe und bei Fieber so schnell wie möglich zum Arzt oder Prophylaxe und bei Fieber so schnell wie möglich zum Arzt.
Wenn man sich für Prophylaxe entscheidet, dann ganz oder gar nicht, d.h. auf alle Fälle auch außerhalb des Malariagebiets die angegebene zeitlang weiter nehmen, sonst fördert man die Bildung von Resistenzen und das ganze vorherige Nehmen wäre sinnlos gewesen.

Die Empfehlungen von Instituten und Ärzten sind gena das, Empfehlungen, letztlich kann nur jeder selbst entscheiden. Fürs südliche Afrika sind sich da die meisten einig, aber z.B. bei meinem diesjährigen Ziel Brasilien gibt es für die Region Amazonas Angaben von geringes Risiko bis zu Prophylaxe dringend empfohlen die ganze Bandbreite, je nach Institut.

Ich habs bisher wegen der Gefahr erhöhter Sonnenempfindlichkeit nicht probiert, aber in den letzten Jahren hatten mitreisende Ärzte selbst immer Doxycyclin genommen.
franzastische Reisen, Fotos und mehr - https://franzastisch.de
146 Beiträge · seit 200902. März 2016 · #23
Die notfallmäßige Selbstbehandlung macht nur Sinn wenn man auch einen Malaria Schnelltest mitführt. Diese Test sind bei richtiger Anwendung sehr genau. Dazu gibt es viele Studien.
Die Einstellung der Mediziner ist jedoch, dass der "gemeine" Reisende schlicht zu dumm ist, a) die Test richtig anzuwenden bzw b) die Testergebnisse richtig zu interpretieren. Dazu gab es einmal eine Studie mit Reisenden in Kenia. Seit dieser Studie wird der Schnell Test nicht mehr empfohlen.
Fakt ist, dass man im Krankheitsfall eine zweite Person beauftragen sollte, den Test durchzuführen, da man selbst bei über 38 Grad Fieber vielleicht wirklich nicht in der Lage ist, den Test selber richtig durchzuführen. Ist aber nicht wirklich schwierig.
Wen es interessiert:
Ein guter Malaria Schnelltest ist: Binax NOW

Doxycyclin ist übrigens das Günstigste und mit am bestens wirksamste Prophylaxe Medikament

Malaria freie Reise wünscht

Alfred
www.globenomaden.at
zuletzt bearbeitet 02. März 2016
7'296 Beiträge · seit 200602. März 2016 · #24
tiffernine schrieb:Die notfallmäßige Selbstbehandlung macht nur Sinn wenn man auch einen Malaria Schnelltest mitführt. Diese Test sind bei richtiger Anwendung sehr genau. Dazu gibt es viele Studien.
... Studien gibt es viele. Die Ergebnisse kommen immer zu dem Ergebnis, das dem Finanzierer der Studie nützt.
Welcher Malaria-Schnelltest zeigt denn die genaue Malaria-Form an?
Wie viele Formen erkennen die Schnelltests denn?
Es gibt mehr Malariaformen als die allgemein bekannten drei und mehr als die allgemein bekannten vier Erreger.
Die Einstellung der Mediziner ist jedoch, dass der "gemeine" Reisende schlicht zu dumm ist, a) die Test richtig anzuwenden bzw b) die Testergebnisse richtig zu interpretieren.
... zu Recht.
Ich habe die Anwendung der Tests schon live erlebt. Da kann man auch bei Vollmond aus den Innereien von Hühnern lesen. 😉


Gruß
Wolfgang
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146 Beiträge · seit 200902. März 2016 · #25
Das Studien nichts zählen ist Schwachsinn.
Jedes Medikament wird anhand von Studien zugelassen. Die Malaria Schnelltests erkennen pl. falciparum oder eine vivax/ovale Form bzw. Mischinfektion. Und irgendwelchen neuen Malaria Erreger werden 99% der Leute mit Mikroskop in Afrika oder sonstwo nicht erkennen. Und Pl. knowlesi wird sowieso gleich behandelt wie pl falc.
Aus welchen Gründen glaubst du wird die Prophylaxe empfohlen, natürlich auch von Studien, aber nicht einmal an Weißen sondern an semi Immunen Menschen aus Gabun (z.B. bei Malarone).
Und das die Tests nicht aussagefähig sind ist schlicht nicht richtig. Es gibt aber unzählige billige Tests mit schlechter Qualität aus Indien und China die keinem Zulassungsverfahren unterliegen, vielleicht hast die diese Test gesehen. Binax NOW ist von der FDA zugelassen.

Ciao
Alfred
www.globenomaden.at
zuletzt bearbeitet 02. März 2016
1'162 Beiträge · seit 201202. März 2016 · #26
Hallo Wolfgang,
Es gibt mehr Malariaformen als die allgemein bekannten drei und mehr als die allgemein bekannten vier Erreger.
Da bin ich doch sehr neugierig. Im Kopf habe ich: P. falciparum, malariae, ovale, vivax. Welche Erreger fehlen mir da?

Bitte hilf mir auf die Sprünge.

Beste Grüße
Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
7'296 Beiträge · seit 200602. März 2016 · #27
tiffernine schrieb:Das Studien nichts zählen ist Schwachsinn.
... an dieser Stelle ist meine Diskussion mit dir beendet.
Wer sich andere Meinungen nicht anhören möchte und meine Meinung als Schwachsinn abtut, kann meinetwegen auch mit seinem Spiegelbild diskutieren oder natürlich auch hier beliebig seine Meinung kundtun.

Ich rede hier nicht von irgendwelchen "neuen" Erregern, sondern von welchen, die seit über 20 Jahren bekannt sind.

Ich hoffe nur, dass sich nicht zu viele Leute auf diese Selbsttests verlassen.
Die sind für den Notfall, wenn kein Arzt rechtzeitig erreichbar ist. Für 99,99% aller Touristen ist das uninteressant.

Ich verstehe diese Einstellung Vieler sowie nicht. Im Alltag laufen sie wegen Erkältung ("Grippe"), Halsschmerzen oder Durchfall zum Arzt, aber wenn sie in einer Region mit ernsthaften Krankheiten unterwegs sind, dann "behandeln"" die selbst. Muss jeder selbst wissen, was er/sie da tut ...
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
zuletzt bearbeitet 02. März 2016
7'296 Beiträge · seit 200602. März 2016 · #28
Biologe schrieb:Hallo Wolfgang,
Es gibt mehr Malariaformen als die allgemein bekannten drei und mehr als die allgemein bekannten vier Erreger.
Da bin ich doch sehr neugierig. Im Kopf habe ich: P. falciparum, malariae, ovale, vivax. Welche Erreger fehlen mir da?

Bitte hilf mir auf die Sprünge.

Beste Grüße
Michael
... bekommst PN
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1'162 Beiträge · seit 201203. März 2016 · #29
Hallo Wolfgang,
... bekommst PN
haste nun auch.
Ich hätte es aber lieber öffentlich diskutiert.

beste Grüße
Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
zuletzt bearbeitet 03. März 2016
235 Beiträge · seit 201603. März 2016 · #30
Auf jeden Fall noch die P. knowlesi Malaria in Südostsien........
übrigens- ne Freundin von mir war vor zig Jahren backpacking in Brasilien unterwegs, damals hat sie sich so ziemlich gegen alles was impfbar war impfen lassen, Lariam genommen und auch sonst jede übliche Vorsichtsmaßnahme eingehalten.
Ca. 6 Wochen nachdem sie zurück war, hatte sie eine massive Infektion mit hohem Fieber. Sie wurde sofort auf Malaria getestet, das wars aber nicht.
NATÜRLICH muß man sofort zum Arzt bei sowas....

Jeder, der schon mal im Urlaub krank war, weiß natürlich das einem das den Urlaub gewaltig versaut. Ich verstehe daher, das man kein Medikament nehmen möchte, das den üblen Ruf hat, nicht vertragen zu werden. Aber, ohne es auszuprobieren, weiß man halt nicht ob man Lariam, Malarone und Co verträgt. WENN man es verträgt, gibt es ja eigentlich keinen Grund, das Medikament nicht eine befristete Zeit einzunehmen.
NICHT verstehen kann ich, daß wenn man in einem Land ist, wo jederzeit qualifizierte Ärzte in erreichbarer Entfernung leben, sich auf Schnelltests bei einer möglicherweise lebensgefährlichen Erkrankung verlässt. Sollte das Testergebnis falsch negativ sein, wägt man sich in Sicherheit, nimmt nicht mal das Stand by..... und dann ? wenns eben doch ne Malaria ist ?

Stand by hört sich ja so einfach und relativ harmlos an- schließlich wirft man sich ja auch bedenkenlos frei verkäufliche Schmerzmittel, Fiebersenker etc. ein und hätte sicher auch kein Problem damit, ein freiverkäufliches Antibiotikum nach "Selbstdiagnose" zu nehmen. ....WEIL man sich den Urlaub nicht versauen will.

Ich arbeite ja nun in der Altenpflege, und es ist immer wieder erstaunlich, das Leber und Niere einen jahrzehntelangen Gebrauch hochpotenter Medikamente in irrsinnigsten Kombinationen offensichtlich gut vertragen. Allerdings ging es manchem sterbenden noch jahrelang gut, nachdem seine Medikamnte abgesetzt wurden- das darf man nicht verschweigen ( das wird manchmal gemacht, weil jemand oral nichts mehr zu sich nehmen kann oder auch will). Letzlich schafft die Leber ja auch einen hohen Alkoholkonsum über einige Jahre :)- will sagen, einige Wochen Malariaprophylaxe sollte ein gesunder Körper schon einige zeit vertragen- und wenn man tatsächlich Nebenwirkungen hat, kann man das Zeug ja absetzen.

Was mich- als nicht ganz Laien an der "Prophylaxe" stört, ist eben das es die Malariaerkrankung selbst NICHT verhindert und ich daher Bedenken habe, das auch Symptome verdeckt werden und so den Körper langfristig mehr schädigen, als tatsächlich vor Ort zu erkranken und dann eben einen versauten Urlaub plus das Prozedere einer voll ausgebrochenen Erkrankung zu haben- ich denke darüber hat so mancher schon nachgedacht. DARÜBER wird übrigens tatsächlich nicht von den Tropenmedizinern informiert, das kann man sich hübsch selbst anlesen. Ein Glück das es Reiseforen gibt 🙂

@bike africa- mich würde aber schon interessieren, wie Du es bei längeren Aufenthalten in Afrika hältst mit der Prophylaxe....
zuletzt bearbeitet 03. März 2016
7'296 Beiträge · seit 200603. März 2016 · #31
Biologe schrieb:Hallo Wolfgang,
... bekommst PN
haste nun auch.
Ich hätte es aber lieber öffentlich diskutiert.
... verständlich, aber da Dir eine konkrete Person als Infoquelle genannt wurde, leider unmöglich.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
7'296 Beiträge · seit 200603. März 2016 · #32
camperfan schrieb:
@bike africa- mich würde aber schon interessieren, wie Du es bei längeren Aufenthalten in Afrika hältst mit der Prophylaxe....
... ich persönlich nehme in Risikogebieten Malarone, früher auch Resochin und Paludrine.
Da ich als Radler den ganzen Tag in der Sonne bin und eh schon ein sonnenempfindlicher Typ bin, scheidet Doxycycline leider aus.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
284 Beiträge · seit 201403. März 2016 · #33
camperfan schrieb:
Was mich- als nicht ganz Laien an der "Prophylaxe" stört, ist eben das es die Malariaerkrankung selbst NICHT verhindert und ich daher Bedenken habe, das auch Symptome verdeckt werden und so den Körper langfristig mehr schädigen, als tatsächlich vor Ort zu erkranken und dann eben einen versauten Urlaub plus das Prozedere einer voll ausgebrochenen Erkrankung zu haben.
Da versteh ich nicht ganz was du meinst. Malaria-Prophylaxe funktioniert doch genau wie andere Prophylaxen, Impfungen, Medikamente auch, der Erreger wird gekillt bevor die Krankheit ausbrechen kann. (Klar es gibt noch ne kleine Chance dass der Erreger nicht gekillt wird, aber 100% Sicherheit gibts nicht in der Medizin)

Bei medzinischen Studien bin ich eher bei Wolfgang. Die wenigsten sind echte Doppelblindstudien, die wasserdichte Ergenbisse liefern, die meisten medizinischen Studien sind zur Titelerlangung und lassen jeden, der statistische Grundkenntnisse hat, die Haare zu Berge stehen. Der Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität ist essentiell und wird fast immer ignoriert.

Und auch beim Arztbesuch muss ich Wolfgang zustimmen, wenn man Symptome hat, warum nicht zum Arzt wie zuhause auch anstatt selbst rumdoktern? (Ich war in den letzten Jahren ca 1 Mal pro Jahr beim Arzt, und das auch nur um das Prophylaxe-Rezept abzuholen und/oder ne Impfung aufzufrischen, trotzdem würde ich bei hohem Fieber auch im Urlaub sofort zu einem gehen)
franzastische Reisen, Fotos und mehr - https://franzastisch.de
235 Beiträge · seit 201603. März 2016 · #34
Zitat aus einem hier verlinkten Artikel eines pharmazeutischen Fachmagazins " In der Regel handelt es sich um eine Suppressionsprophylaxe; das heißt, dass die Infektion nicht verhindert wird, sondern nur die klinisch relevanten Blutstadien bekämpft werden."
Das ist vielen Reisenden leider nicht bekannt, obwohl ein Tropenmediziner oder Reisemediziner bei der Beratung darauf hinweisen sollte.

Bedeutet, das man zwar eine Malariainfektion haben kann, aber unter dem Einfluß der Chemoprophylaxe keine klinisch relevanten Symtome entwickelt, weil sich der Parasit unter dem Einfluß der Chemoprophylaxe nicht weiter vermehren kann bzw. eine Vermehrung zuverlässig verhindert. Und genau diese Vermehrung bewirkt die bekannten Symptome der Malaria.

Nach Absetzen der Chemoprophylaxe kann ein Ausbruch der Malaria durchaus der Fall sein . Dies ist auch der Grund, warum man auch Monate nach der Rückkehr aus dem Malariagebiet nach erfolgter Chemoprophylaxe eben doch bei grippeähnlichen Symptomen an eine Malaria denken muß und dies umgehend beim geeigneten Fachmediziner abklären lassen muß.
Das ist eben das irreführende an dem Begriff "Prophylaxe", denn im allgemeinen bedeutet dies, einer Krankheit z.B. durch eine Impfung SICHER vorzubeugen.

Ich würde auch immer, soweit möglich, umgehend einen Arzt aufsuchen.
zuletzt bearbeitet 03. März 2016
4'129 Beiträge · seit 200804. März 2016 · #35
camperfan schrieb:
Das ist eben das irreführende an dem Begriff "Prophylaxe", denn im allgemeinen bedeutet dies, einer Krankheit z.B. durch eine Impfung SICHER vorzubeugen.
😐

Nein!
Das ist falsch!

Wenn man VORBEUGEND = PROPHYLAKTISCH etwas nimmt oder tut, dann impliziert das NIE eine Sicherheit.

des Weitern
schrieb camperfan:
Was mich- als nicht ganz Laien an der "Prophylaxe" stört, ist eben das es die Malariaerkrankung selbst NICHT verhindert und ich daher Bedenken habe, das auch Symptome verdeckt werden und so den Körper langfristig mehr schädigen, als tatsächlich vor Ort zu erkranken und dann eben einen versauten Urlaub plus das Prozedere einer voll ausgebrochenen Erkrankung zu haben- ich denke darüber hat so mancher schon nachgedacht. DARÜBER wird übrigens tatsächlich nicht von den Tropenmedizinern informiert, das kann man sich hübsch selbst anlesen.
...als „medizinisch-nicht-ganz-Ungebildete/nicht-ganz-Laie“, wie du dich bezeichnest, camperfan, ist deine Aussage um so weniger verständlich, als du ja die Möglichkeit hast, das, was dir der Tropenmediziner „falsch“ sagt, einzuschätzen und dann einen
Tropenmediziner deines Vertrauens aufzusuchen!


Darüber hinaus ist deine allgemeine Aussage:
DARÜBER wird übrigens tatsächlich nicht von den Tropenmedizinern informiert,
so pauschal absolut FALSCH!

Es mag sein, dass du die Qualität der Information „deines" Tropenmediziners als unzureichend empfindest,
dann wäre deine Konsequenz eigentlich,
einen Tropenmediziner deines Vertrauens aufzusuchen, anstatt ein Reisforum. Wir alle hier, dürfen nicht beratend tätig sein (es sei denn, es ist ein Tropenmediziner dabei... 🙂 ).

Die Tropenmediziner, die wir im Laufe unseres reisenden Lebens aufgesucht haben, haben uns IMMER umfassend aufgeklärt!!!
Und das nun schon mindestens 30 mal...
(oder vielleicht 40 mal... und nicht immer dieselbe Person)


Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 04. März 2016
2'319 Beiträge · seit 201104. März 2016 · #36
Mal so zwischendurch...

Seit 1986 vertraue ich mich dem Tropeninstitut Hamburg (Klinische Abteilung des Bernhard-Nocht-Institutes für Tropenmedizin) an.

Dort fühle ich mich mit allen meinen Fragen und Anliegen stets bestens aufgehoben.

Alm
Gast04. März 2016 · #37
....und ich dachte immer, offensichtlich laienhaft:
Es sind die Symptome die die Krankheit so gefährlich machen und im schlimmsten Fall stirbt man an diesen. Wenn also eine Prophylaxe die Symptome im Falle einer Infektion auf ein nicht lebensbedrohliches Ausmaß abmildern kann, dann ist das doch "mission accomplished". Oder?
Grüße
zuletzt bearbeitet 04. März 2016
284 Beiträge · seit 201404. März 2016 · #38
camperfan schrieb:Zitat aus einem hier verlinkten Artikel eines pharmazeutischen Fachmagazins " In der Regel handelt es sich um eine Suppressionsprophylaxe; das heißt, dass die Infektion nicht verhindert wird, sondern nur die klinisch relevanten Blutstadien bekämpft werden."
Die Aussage ist richtig, deine Schlussfolgerung daraus nicht. Malaria ist ein harter Gegner und die Medikamente, auch die Prophylaxe wirken nur für die Erreger in bestimmten Stadien, d.h. der Erreger muss sich in dem Stadium befinden, um gekillt zu werden. Bis er das Stadium erreicht ist man zwar infiziert, kann aber nichts dagegen machen. Genau deshalb ist es ja so wichtig, dass man sich an die angegebene Einnahmedauer hält, damit sicher gestellt ist, dass der Erreger das für ihn mit Medikamenten tödliche Stadium durchlaufen musste. Setzt man zu früh ab hätte man sich die ganze Prophylaxe auch lassen können. Mit Prophylaxe bekämpft man den Erreger praktisch zum frühst möglichen Zeitpunkt und verhindert, dass der Erreger sich weiterentwickelt, bei der Notfallbehandlung kann der Erreger schon teilweise in anderen Stadien sein, die dann nicht mehr bekämpft werden können und später zu weiteren Ausbrüchen führen können. So wurde es mir jedenfalls erklärt.

Für mich ist das wie bei anderen Prophylaxen auch, man hofft, dass das Medikament oder Immunsystem den Erreger killt bevor er gefährlich werden kann, bis das gelungen ist befindet sich der Erreger aber immer im Körper.
franzastische Reisen, Fotos und mehr - https://franzastisch.de
57 Beiträge · seit 201501. Apr. 2016 · #39
Hallo zusammen,

ich war gestern bei unserem Hausarzt der mir sehr wirklich sehr ans Herz legte Malaria Tabletten einzunehmen (ich war eigentlich der Typ, ich nehme sie mit und wenn was ist nehme ich die Tabletten ein)

Jetzt hat er mir ein Rezept mit gegeben für die Tabletten Malarex, er meinte die haben den gleichen Wirkstoff wie Malarone sind nur preisgünstiger ....

Hat jemand Erfahrung mit diesen Tabletten?


Grüße, Julia
1'667 Beiträge · seit 201101. Apr. 2016 · #40
Wirbeide schrieb:Hallo zusammen,

ich war gestern bei unserem Hausarzt der mir sehr wirklich sehr ans Herz legte Malaria Tabletten einzunehmen (ich war eigentlich der Typ, ich nehme sie mit und wenn was ist nehme ich die Tabletten ein)

Jetzt hat er mir ein Rezept mit gegeben für die Tabletten Malarex, er meinte die haben den gleichen Wirkstoff wie Malarone sind nur preisgünstiger ....

Hat jemand Erfahrung mit diesen Tabletten?


Grüße, Julia
Hallo Julia,

ist ein Generikum und hat die gleichen Inhaltsstoffe. Wir nehmen auch immer die günstigeren. Ob es wirkt, kann ich aber nicht beurteilen. Wir hatten noch keine Malaria, kann aber auch an den fehlenden Mücken liegen 😉

https://www.medizinfuchs.de/generika/atovaquon-proguanil-hcl-stada-250mg-100mg-filmtab.-12-st-stadapharm-gmbh-pzn-8738343.html?dt=2

Du kannst mit einem Malaronerezept aber auch einfach in der Apotheke nach den günstigsten Tabletten fragen. Nur aufpasen, dass Du die 250 / 100 er bekommst. Es gibt auch gerinder dosierte Juniortabletten.

LG

Montango
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"