Alter Südwester geht in Tansania fremd.

Reisebericht 84 Antworten · 15,6k Aufrufe · gestartet 03. Feb. 2016 von Burschi
5'480 Beiträge · seit 200904. Feb. 2016 · #21
Hallo Burschi,

bei Tansania bin ich natürlich auch dabei, haben wir doch gerade die Flüge für unsere nächste Tansania-Reise gebucht.

Hinsichtlich Deiner Aussage zum selbstfahren bin ich natürlich ganz anderer Meinung. Ich hatte auf unseren Reisen durch Tansania nie den Eindruck etwas verpasst zu haben.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
2'847 Beiträge · seit 201104. Feb. 2016 · #23
Hallo Burschi,

herzlichen Dank für's Mitnehmen - Tansania steht noch immer auf meiner to-do-Liste.
"So, das war´s dann für heute, hoffe, dass ich mit den vielen Bildern nicht zu lästig war.".... so lasse ich mich sehr gern "belästigen" 😉
Freue mich auf die Weiterfahrt mit vielen Fotos!

Viele Grüße
Strelitzie
Themenstarter4'141 Beiträge · seit 200905. Feb. 2016 · #24
Am nächsten Tag ist wieder ein "Überbrückungstag".
Freitag, 15.1.:
Es hieß am Morgen wieder Kofferpacken und die nächste Station anzusteuern. Unser Ziel war heute der Lake Eyasi und das Ngeda Kisima Tented Camp. Auf der Fahrt passieren wir wie-der verschiedene interessante Orte, wie z.B. das Moskito-Flussdorf oder „Rote Bananen-Dorf“, das in einer ausgesprochen fruchtbaren Gegend liegt. Immer wieder begeistern mich die Fahrzeuge auf den Straßen. Es ist doch erstaunlich, mit was man alles fahren kann. Man denke sich das mal in Deutschland!
Es hieß am Morgen wieder Kofferpacken und die nächste Station anzusteuern. Unser Ziel war heute der Lake Eyasi und das Ngeda Kisima Tented Camp. Auf der Fahrt passieren wir wie-der verschiedene interessante Orte, wie z.B. das Moskito-Flussdorf oder „Rote Bananen-Dorf“, das in einer ausgesprochen fruchtbaren Gegend liegt. Immer wieder begeistern mich die Fahrzeuge auf den Straßen. Es ist doch erstaunlich, mit was man alles fahren kann. Man denke sich das mal in Deutschland!

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Manchmal sind die Autos auch abenteuerlich beladen und haben oben drauf noch eine Besatzung.

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Besonders gefallen haben mir ja die Tuktuks. So eines hätte ich gerne, um bei uns damit zum Einkaufen zu fahren. Aber wie bringt man so ein Fahrzeug ins Reisegepäck? 🙂 🙄

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. Ohne unseren Guide hätte ich wohl weder nach Olponpongi noch zu diesem Camp am Lake Eyasi gefunden, denn es war praktisch keine Ausschilderung vorhanden und die Gravelroad wurde immer schlechter, sodass ich am Schluss, als wir uns fast durch den Busch zwängten, wohl aufgegeben hätte.
Aber es hat sich gelohnt. Das Camp liegt direkt am Lake Eyasi. Die Zelthäuser sind mit allem ausgestattet, was man braucht, selbst W-lan ist in allen Häuschen vorhanden! Betten und sanitäre Einrichtungen waren blitzsauber und sehr bequem.

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Das Restaurant hatte eine der besten Küchen der Reise vorzuweisen, es war echt lecker! Der Pool war zwar klein, aber frisch und sauber, zudem konnte man sich an einen Tümpel setzen und viele Vögel (Webervogel-Kolonie und etliche Watvögel) beobachten, oder bei Sonnenun-tergang auf einen Holzturm steigen und von hier aus mit einem Sundowner in der Hand die Stille der letzten Sonnenstrahlen genießen. Auch kleinere Wanderungen rund um das Camp oder zum See hin sind möglich. Wir haben uns hier ausgesprochen wohl gefühlt. Unter allen Unterkünften dieser Reise rangiert es auf Platz 2 mit Bestnote 1! Hier wären wir gerne noch einen Tag länger geblieben.

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Und da wir hier die einzigen Touristen waren, konnten wir auch die herrliche Ruhe besonders genießen.
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
zuletzt bearbeitet 05. Feb. 2016
Themenstarter4'141 Beiträge · seit 200905. Feb. 2016 · #25
Wir waren natürlich nicht ganz allein!
Tiere gab es hier auch und zwar welche, die in den Bäumen herumturnten und auch am Boden zu sehen waren:

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Meerkatzen besuchten schon mal das Restaurant - haben sich wohl auch von der guten Küche angezogen gefühlt - und auch die Baumhörnchen waren immer irgendwie da.
In der Nähe der Fischteiche hinter dem Camp konnte man kleinere Warane finden, die allerdings recht scheu waren. Auch neben dem Pool tauchten suie gerne mal auf. Zu einem gemeinsamen Bad ließen sie sich aber nicht überreden. 🙂

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Am Abend konnte man vom Aussichtsturm am Rande des Sees mit einem Sundowner in der Hand die Ruhe und Stille eines romantischen Sonnenunterganges genießen.

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zuletzt bearbeitet 05. Feb. 2016
1'835 Beiträge · seit 201505. Feb. 2016 · #26
ich würde mich über jedes Löwen Bild riesig freuen. Nimm bitte nicht an dass uns Katzen Bilder "lästig" sind. Bitte zeige uns jeden Löwen. Leopard, und Gepard die du gesehen hast. Pretty please?
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
1'366 Beiträge · seit 201105. Feb. 2016 · #27
Orte, wie z.B. das Moskito-Flussdorf oder „Rote Bananen-Dorf“,
Sind das Mto wa Mbu und Karatu?

Das Camp sieht toll aus, das muss ich gleich mal notieren.
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
Themenstarter4'141 Beiträge · seit 200905. Feb. 2016 · #28
@Sadie
Keine Angst, es kommen noch ein paar Kätzchen. 🙂

@ THBiker
Moskito Flussdorf = Rote Banan-Dorf = Mto wa Mbu, alles der gleiche Ort.
Zu Karatu komme ich noch. Übrigens einige km nach Karatu geht es links auf die Gravel Richtung Lake Eyasi, dann noch etwa 1 Std Fahrt.

Viele Grüße:
Burschi
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Themenstarter4'141 Beiträge · seit 200905. Feb. 2016 · #29
So, nun kommt der nächste Tag, dieses Mal stand kein Gamedrive auf dem Programm, sondern es "menschelte" mal wieder.
Gleich noch ein Hinweis. Etwas "zarter Besaitete" sollten diesen Beitrag vielleicht überspringen, es wird teilweise etwas heftig! 😉
Wir wollten eine Exkursion zu den letzten Buschmännern Tansanias, den Hadzabe, unternehmen. Über eine Stunde Fahrt auf sehr schlechten Wegen lag vor uns und am Morgen mussten wir noch in der Dunkelheit losfahren, denn wir sollten die Hadzabe auf der Jagd begleiten. Ich habe ja auch schon mit den Buschleuten in Namibia „gejagt“ und habe mir eine ähnliche touristische Darbietung wie in den Historical Living Villages dort vorgestellt, doch Dieses Erlebnis sollte doch anders verlaufen.
Genau bei Sonnenaufgang trafen wir in der Siedlung der Hadzabe ein. Wir hatten hier noch einen weiteren Führer bekommen, der die Sprache der Buschleute verstand und übersetzen konnte. Mody hatte uns bereits auf der fahrt auf unser Treffen vorbereitet und uns einiges erzählt. Noch bevor wir auf die Leute trafen, wurden wir von deren Jagdbeute begrüßt.

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In einer Felsspalte waren Pavianschädel aufgereiht und in den Ästen hing ein frisch er- und zerlegtes Impala.

Dann begrüßte uns der Clanchef mit seinen Jägern. Sie saßen eingehüllt in die Kleidung ihrer bevorzugten Jagdbeute (Pavianfelle) in einer Höhle um ein Feuer herum und machten sich fit für die Jagd, will heißen, sie pafften Marihuana aus einem Rohr. Sie inhalierten tief, husteten, dass ich glaubte, sie würden umgehend ersticken, verdrehten auch dementsprechend die Augen, überstanden das aber letztendlich doch schadlos. Auch uns boten sie einen Zug an, was wir aber dankend ablehnten. 🤩 🤢 😈 Ich wollte ja schließlich noch bei Bewusstsein den Tag erleben.

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Der Clanchef

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Dann ging es tatsächlich auf die Jagd. Nur mit Mühe konnten wir den drei Jägern folgen, was für diese wahrscheinlich gut war, denn wir hätten mit unserem Getrampel die Beute wohl doch nur verscheucht. Dann legte einer der Jäger mit dem Bogen an und kurz darauf zappelte eine Taube auf seinem Pfeil. Ich hatte nicht gedacht, dass sie tatsächlich echte Beute machen. Doch es sollte noch besser kommen, denn ein etwas weiter enteilter Jäger kam freudestrahlend mit einem frisch erlegten Dikdik zurück.

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Die arme Taube zappelte noch als schon der Spieß in ihr steckte. 🙁

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So, jetzt habt ihr noch die Chance auszusteigen. Die Zubereitung und der Verzehr des Dikdiks folgt sogleich!
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Themenstarter4'141 Beiträge · seit 200905. Feb. 2016 · #30
Ich weiß, die Belichtung der Bilder ist nicht ideal, aber die Jagd fand am frühen Morgen bei nebeligem Wetter statt.
Nun wurden wir zum Frühstück eingeladen. Die Jäger entfachten unter einem Felsen ein Feuer und legten das Dikdik komplett hinein. Erst wurde also das Fell abgebrannt.

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Dann wurde das Tier aufgebrochen und zerlegt. Stück für Stück wurden die Innereien herausgenommen und ins Feuer gelegt. Na hoffentlich muss ich da nichts davon essen! Musste ich auch nicht, denn die Innereien und auch der Magen waren Delikatessen und enthalten wichtige Vitamine, welche die Jäger selbst verspeisten. Erst als eine Keule gebraten war, durften wir auch ein Stückchen vom Dikdik kosten.

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Hier liegt der Magen des Dikdik im Feuer. Die Galle wurde vorher vorsichtig entfernt und weggeworfen. Der Magen mit gesamten Inhalt - schließlich hatte das Dikdik ja vitaminreiche Grünkost gegessen! - wurde nach dem Anrösten verzehrt.
Alle anderen Innereien stellten besondre Leckerbissen dfar.

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Das ganze Zeremoniell hatte etwa eine Stunde gedauert. Natürlich war auch das Feuer mit den entsprechenden Holzstöckchen entzündet worden. Gegessen wurde auch nur die Hälfte des Tieres, die andere Hälfte wurde mit zurück ins Dorf genommen. Auch die beiden humpelnden Jagdhunde - sie helfen beim Aufspüren verletzter Beute - bekamen ein paar Brocken ab.
Dann ging es zurück ins Dorf wo wir nun den Frauen, die gerade dabei waren einige Perlenstickereien zu basteln und die Kinder beaufsichtigten, begegneten. Eindeutig dominant war die Erstfrau des Clanchefs. Mit einer Tanzvorführung wurden wir verabschiedet.

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Fast hätte ich es vergessen. Wir sollten auch noch an einem Bogenschießen teilnehmen. Es erfolgte eine kurze Einführung in die Schießtechnik, dann führten uns die Jäger vor, wie man aus ca. 25 Metern auf einen kleinen Baumstumpf schießt. Auch ich sollte mein Geschick be-weisen und siehe da unter einem Aufschrei der Bewunderung der Jäger – der erste Schuss saß!
Tja, da hat es sich eben ausgezahlt, dass ich als kleiner Junge mit Pfeil und Bogen durch die Felsen und Büsche gestreunt bin – allerdings nicht im Affenfell! – und nicht mit dem Smartphone gespielt habe. Ich wurde eingeladen als Jäger hier zu bleiben, doch ich lehnte dankend ab. Schließlich habe ich erst vor kurzem ein Smartphone bekommen! Bin also erst seit kurzem der Steinzeit entronnen. 🙂 😉 😛
Wie ist das Ganze nun zu beurteilen? Gut, es war natürlich eine gemeinsame Jagd mit Touristen und dass die Hadzabe hier an Touristengruppen gewöhnt sind, ist auch klar. Nur, die "normalen" Touris haben ja nicht so lange Zeit, bekommen das Dorf vorgeführt, eine Schießvorführung, die Entfachung des Feuers und das war´s dann. Eine komplette Jagd mit anschließendem Frühstück ist nur sehr selten zu sehen, wie uns unser Führer Mody auch bestätigte. Eine etwas größere Tourigruppe, die nach uns angekommen war, verließ die Hadzabe auch schon wieder vor uns.
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zuletzt bearbeitet 05. Feb. 2016
Themenstarter4'141 Beiträge · seit 200905. Feb. 2016 · #31
Der Rest des Tages fehlt noch:
Auf dem Rückweg machten wir noch einen kurzen Abstecher bei einem anderen Stamm, den Datoga. Die Frauen zeigten uns die Hütte, die im Prinzip genau gleich denen der Massai gebaut war. Meine Frau durfte sich dann auch mal betätigen und Mais zwischen zwei großen Steinen zermahlen. Sie stellte sich gar nicht so dumm an. Könnte man vielleicht für zu Hause beibehalten!? 😉 😉 Dann führte uns der Dorfschmied vor, wie er Pfeilspitzen für die Hadzabe herstellte. Wir sollten sie kaufen, damit die Hadzabe dann mit diesen auf die Jagd gehen konnten. Ziemlich cleveres Geschäftsmodell, allerdings zu weit überhöhten Preisen, aber die Touris kann man ja abzocken. Das hatte einen etwas unschönen beigeschmack für uns und wir hatten dann am Abend auch eine längere Diskussion mit dsen beiden Guides. Ob es was geholfen hat, weiß ich nicht.

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Und damit der Tag auch mit etwas Schönem endet, hier noch ein "Blumenbild" Aus dem Auto heraus habe ich diese Blüte eines "Kaktus" (es wird wohl aber eine Euphorbie gewesen sein) entdeckt und unseren Guide zum Halten veranlasst. Ich habe sie auf der ganzen Fahrt nur das eine Mal gesehen. Vielleicht weiß ja ein Fomi, was das für eine Pflanze ist.

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Ich wünsche dann noch schönen Abend!
Burschi
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1'580 Beiträge · seit 201405. Feb. 2016 · #32
Hallo Burschi

danke fuer den super Bericht mit den gelungenen Fotos! Grossartig sind die Eindruecke bei den Hadzabee.

Zu Deinen Fragen - nimmst es mir hoffentlich nicht krumm, wenn ich beantworte:
Kampfadler ist es, ein noch nicht ausgefaerbtes Jungtier
Der White-bellied Turaco ist ein White-bellied Go-away bird / Weissbauchlaermvogel gehoert in die Familie der Turakos, die nur in Afrika vorkommt.
Der Weisskopfbueffelweber = Starweber / White-headed Buffalo-weaver
Yellow-collared lovebird = Maskenkoepfchen
Eastern Double-collared Sunbird ist ein Variable Sunbird / Gelbbauchnektarvogel oder Ziernektarvogel

Dann die Blue Colobus sind Sykes monkeys / Weisskehlmeerkatzen (Cercopithecus albogularis). Im Lake Manyara Nationalpark wirst Du die Diademmeerkatze (Cercopithecus miti) antreffen.

Bei den Colobusaffen hatte ich mir mal die Muehe gemacht, den ganzen Arten- und Unterarten Salat auseinanderzunehmen. Im Arusha Nationalpark findest Du den Kilimandscharo Colobus oder -Stummelaffe (Colobus guereza caudatus). Stummelaffe, weil der Daumen nur ein Stummel ist.

Hast Du die Nase an die Bluete gehalten? Die stinken, um Fliegen anzulocken, die sie bestaeuben. Ich kenne keinen Englischen und gar keinen Deutschen Namen, vielleicht findest Du ihn mit dem lateinischen - Caralluma speciosa. Ist nun in der Familie der Hundsgiftgewaechse. Eine Sukkulente; echte Kakteen sind urspruenglich nicht in Afrika gewachsen, doch aus Suedamerika eingefuehrt, wie die Feigenkakteen.

Liebe Gruesse und freue mich auf die Fortsetzung
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
zuletzt bearbeitet 05. Feb. 2016
Themenstarter4'141 Beiträge · seit 200905. Feb. 2016 · #33
Danke bushtrucker,
dann lag ich ja bei den Vögeln richtig, habe nur in Avibase noch nicht die deutschen Namen rausgesucht.
Danke auch für die Pflanzenbestimmung. Wundert mich sehr, dass ich die so ganz weit abseits weit von jeder Siedlung entfernt im Busch gefunden habe. Wer mag die dort hingeschleppt haben?
Viele Grüße:
Burschi
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1'580 Beiträge · seit 201405. Feb. 2016 · #34
Hallo Burschi

gerngeschehen.

Die Caralluma wachsen auf sandigen Boeden in Trockengebieten. Die brauchen keine Siedlungen. Ist eine einheimische Pflanze.

Schau mal den Vogel an: Eastern Double-collared Sunbird ist ein Variable Sunbird / Gelbbauchnektarvogel oder Ziernektarvogel.

Habe beim vorigen Beitrag noch was zu den Affen geschrieben - Aenderung.

Liebe Gruesse
Elvira
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zuletzt bearbeitet 05. Feb. 2016
Themenstarter4'141 Beiträge · seit 200906. Feb. 2016 · #35
Sonntag, 17.1.:
Heute war ja Sonntag, also sollte man sich da auch ausruhen. Am Vormittag wollten wir noch ein wenig die Umgebung des Lake Eyasi genießen, aber es kam leider anders, denn es hatte in der Nacht zu regnen begonnen und schüttete noch am Vormittag wie aus Kübeln. Erst kurz vor unserer Abreise schloss der Himmel seine Pforten. So hatte ich leider nur noch wenig Zeit, den Männchen der Webervogelkolonie am Teich beim Nestbau und bei der Balz zuzusehen.

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Wohl ein Golden Backed Weaver
Die Fahrt ging heute nach Karatu in die Country Lodge. Die Wege waren durch dem heftigen Regen teils matschig, teils stark unterspült, so kamen wir nur langsam voran.

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Zeit genug war ja, so konnte ich dann auch die krassen Gegensätze, auf die man in Afrika stößt, bewundern: Ärmliche Hütte, aber riesige Satellitenschüssel vor dem Haus!

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Die Country Lodge liegt direkt in Karatu, etwa 200 Meter von der Hauptstraße entfern. Man bekommt aber vom Lärm und dam Geschehen auf der Straße nichts mit. Eigentlich gäbe es an der Lodge nichts auszusetzen: Schöne geräumige Chalets, sauberer Pool, ordentliches Essen, gepflegte Atmosphäre in der schönen Gartenanlage.
Nur: Diese Lodge könnte auch irgendwo anders in Afrika stehen. Ihr fehlt irgendwie die Individualität. Beim Frühstück und beim Abendessen – beides recht ordentlich – herrschte aber trotzdem Beherbergungsbetriebsatmoshäre, was wohl auch an der höheren Gästezahl lag.
Darunter waren leider auch zwei größere Gruppen, deren Benehmen beim Essen mich fast auf die Palme vor dem Haus gebracht hätte, schuld. Der gesamte Tisch kann zum Abendessen in Shorts, Achselshirts, Kaugummi kauend, alle mit dem Wischkästla in der Hand (für Nichtfranken: Smartphone!), das sie auch während des Essens nicht aus der Hand legten, sondern dieses einhändig in sich hineinschaufelten. Dabei verbreiteten sie aber noch ein Geschrei, das einem kaum das eigene Wort verstehen ließ. Das verdirbt mir leider die Stimmung, da bin ich halt altmodisch.
Dann lieber noch ein Blick auf die Lodge:

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Das war unser Büffel- Chalet mit Inneneinrichtung.

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Gartenanlage mit Pool.
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zuletzt bearbeitet 06. Feb. 2016
Themenstarter4'141 Beiträge · seit 200906. Feb. 2016 · #36
Wenn dann am Tag die beiden Großgruppen nicht in der Lodge waren, dann konnte man auch gut im Garten entspannen, denn es ließen sich an den Blumen und Sträuchern immer wieder nette gefiederte Gesellen entdecken.
Hier nur eine kleine Auswahl davon:

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Spotted Morning-Thrush

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Während es die Speckled Mousebirds vor allem auf die Früchte des Granatapfels abgesehen hatten, ernteten die Fishers Lovebirds den Pfeffer von den Stäuchern.

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Aber das Feuerfinkenpärchen war dann doch mein Lieblingspärchen.

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Und schließlich lagen auch ständig zwei Weberarten im Clinch und nahmen sich gegenseitig die besten Fäden wegn ich denke mal es waren Weyn´s Weaver und Dark Backed Weaver, bin da aber nicht so sicher.

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Ihr seht also, auch wenn man keinen Großtieren an einem Tag begegnet, es gibt genug zu sehen. Inzwischen hat meine Frau in einem schattigen Plätzchen im Garten einen Afrika-Roman gelesen und sich entspannt, während ich auf Vogeljagd war. Jedem das Seine! 🙂 😉 😛
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1'580 Beiträge · seit 201406. Feb. 2016 · #37
Hallo Burschi

Die Weber sind Baglafecht Weaver, neu auch unter dem Namen Reichenow Weaver zu finden. Mit schwarz ums Auge das Weibchen, mit mehr schwarz das Maennchen. Diese hat hat ein riesiges Verbreitungsgebiet und auch Farbvariationen.

Vielen Dank fuers den weiterhin interessanten Bericht. Schade, dass sich gelegentlich Gruppen daneben benehmen.

Liebe Gruesse
elvira
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Themenstarter4'141 Beiträge · seit 200906. Feb. 2016 · #38
Hallo Elvira,
danke für die Unterstützung bei den Webern. An den Baglafecht hatte ich auch schon gedacht, dann war mir aber beim letzten Bild zu viel Schwarz um das gesamte Gesicht. Ich weiß natürlich nicht, in wieviel Farbvarianten die Art vertreten ist. Aber dafür kann man sich ja im Forum austauschen und ich lerne gerne dazu!
Viele Grüße:
Burschi
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Themenstarter4'141 Beiträge · seit 200906. Feb. 2016 · #39
Dienstag, 19.1.:
Heute verlassen wir die Country Lodge und es geht in einen Kindheitstraum, die Serengeti. Sie ist wohl auch das Zauberwort für viele andere Touristen. Man merkt das schon, wenn man an dem Eingangstor zur Ngorongoro Naturpark, den man auf dem Weg in die Serengeti pas-sieren muss, ankommt. Unzählige Touristenfahrzeuge stauen sich hier, weil die Guides die Gebühren bezahlen müssen und die Papiere auszufüllen haben. Eine Horde Paviane sorgt für Unterhaltung, damit den Touris nicht langweilig beim Warten wird. Ich glaube, die wurden extra dafür engagiert.
Dann aber geht es endlich weiter. Auf enger roter Straße geht es stetig bergauf, links und rechts tropischer Bergwald, immer wieder enge Kurven in denen man stets mit schnellem Gegenverkehr rechnen muss.

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Auf dem Höhepunkt des Kraternordrandes angekommen, macht wohl jeder Halt und wirft einen Blick in den Ngorongoro-Krater, das Naturparadies. Das machen auch wir, doch mit dem Blick wird es nichts, denn der Krater ist fast vollständig in Nebel eingehüllt.
. Nur wenige Kilometer weiter halten wir dann erneut am Grab von Michael und Bernhard Grzimek, den beiden Männern, die mit ihrem Wirken wesentlich für die Gründung der Nationalparks beigetragen haben.

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Ich bekomme tatsächlich feuchte Augen, denn ich muss an meine Kindheit mit „Ein Platz für Tiere“ und „Serengeti darf nicht sterben“, sowie daran denken, dass hier zwei Männer für die damalige Zeit Unglaubliches geleistet haben und heute viele Touristenautos einfach an diesem Ort ohne anzuhalten vorbeirasen. Für ein stilles Gedenken in ein paar Minuten ist ja auch keine Zeit im engen Pauschaltouristenprogramm!
Dann geht es weiter durch Massailand, der Wald ist plötzlich verschwunden und auf den Hügeln grasen unendlich viele große Herden von Kühen, Schafen und Ziegen der Massai. Am Straßenrand stehen immer wieder Kinder in abenteuerlichen Kostümierungen und wollen – natürlich gegen Entgelt – fotografiert werden. Davon gibt es in meiner Fotosammlung kein Bild. Dafür aber von einer alten Bekannten. Vielleicht ist es ja unsere Bekannte aus dem Nachbarort? Eine von den vielen Störchen, die hier ihre Winterruhe verbringen!

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Wie bei uns auch staken die Störche hier in durchnässten Wiesen herum und suchen nach Fröschen und Insekten.
Weiter geht die Fahrt dann in die eigentliche Serengeti und zwar in das Ndutu-Gebiet. Hier sollen sich zu dieser zeit die Gnus und Zebras der großen Migration aufhalten. Kurz bevor wir in die große Ebene kommen, machen wir eine kurze Pause an einem kleinen Weiher, um den Marabuts herumstaken.

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Sie sind ja nun wirklich nicht die schönsten Vögel, erfüllen als Gesundheitspolizei aber eine wichtige Funktion.
Und dann sind wir plötzlich mitten drin! Überall, wo wir hinschauen Gnus, Gnus, Gnus! 100tausende dieser Tiere. Wir sind mitten in dem Beginn der großen Wanderung. Schier endlose langgezogene Gruppen kreuzen immer wieder unsere Straße.

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Auch viele Jungtiere sind dabei und zwischen den Gnus auch immer wieder Zebras, und auch bei denen viele Junge, die erst wenige Tage alt sind.
Kurz vor dem Zentraltor zur Serengeti, wo wir uns erneut registrieren müssen, warten dann auch andere auf die Herden mit den Jungtieren. In einer Entfernung von ca. 400 Metern (daher Fotoqualität bitte entschuldigen!) sitzt eine Gepardin mit ihren fast schon erwachsenen drei Jungen. Sie haben die Mahlzeit gerade hinter sich.

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Sie schlecken sich noch gegenseitig die roten Mäuler ab und dann sind sie verschwunden, liegen unsichtbar im hohen Gras.
Das war doch schon mal ein guter Auftakt in der Serengeti!
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Themenstarter4'141 Beiträge · seit 200906. Feb. 2016 · #40
An der Registrierungsstelle ist ein größeres Kopie und während unser Guide die Formalitäten erledigt, klettern wir hinauf und begegnen ganz anderen Bewohnern der Serengeti: Felsena-gamen, die Männchen schön bunt, die Weibchen kaum auf den Felsen zu entdecken.

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Am Wegesrand jedoch überrascht mich noch eine Blume, die ich nicht gedacht hätte, sie ein-mal in freier Natur zu finden: Die Gloriosa!

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Kaum habe ich das Foto gemacht, legt es los, wie aus heiterem Himmel schüttet es plötzlich wie aus kübeln. Bis wir wieder am Parkplatz sind, sind wir auch schon klitschnass. Naja, macht ja nichts, wir haben ja nur noch die Fahrt zum Camp heute vor.
Der Regen hat die Fahrspur ziemlich aufgeweicht und das gibt es doch tatsächlich welche, die sich über die schlammige Strecke freuen! Eine Gruppe von sieben Hyänen hat sich in die Fahrspuren in den Schlamm gelegt und döst vor sich hin. Wellness auf Hyänenart!

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So, die Ankunft im nächsten Camp, dem Lagarja Camp in der Serengeti, gibt es morgen.
Bis dahin
viele Grüße:
Burschi
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zuletzt bearbeitet 06. Feb. 2016