Reisebericht

Alter Südwester geht in Tansania fremd.

von Burschi · begonnen 03. Feb. 2016 · 33 Teile

Über diesen Reisebericht

Nach 16 Reisen im südlichen Afrika, immer als Selbstfahrer, wagen wir zu zweit erstmals eine geführte Privat-Safari in einem anderen Land: Tansania. Zwei Wochen lang fahren wir mit Guide und Jeep von Arusha aus über den Tarangire-Nationalpark, den Lake Eyasi, die Serengeti und das Ndutu-Gebiet bis zum Ngorongoro-Krater, bevor eine Woche auf Sansibar den Abschluss bildet.

Schon die Strassen sind rauer als im südlichen Afrika gewohnt, und selbst das Weissbartgnu der Serengeti ist eine andere Art als das Streifengnu, das wir aus Namibia kennen. Im Tarangire-Nationalpark ziehen an einem Nachmittag über 200 Elefanten zwischen den Baobabs vorbei, am Lake Eyasi begleiten wir Hadzabe-Jäger mit Pfeil und Bogen auf eine traditionelle Jagd. In der Serengeti und am Ndutu-Gebiet erleben wir den Beginn der grossen Gnuwanderung mit hunderttausenden Tieren, dazu Geparden mit Jungen und mehrere Löwenrudel. Der Ngorongoro-Krater bildet den Schlusspunkt: fünf Nashörner, ein 30-köpfiges Löwenrudel mit rund 40 verfolgenden Hyänen im Schlepptau, und Schwarzmilane, die Sandwiches direkt aus der Hand stehlen.

Auf Sansibar erholen wir uns eine Woche am Strand im Süden der Insel, mit Ausflügen nach Stone Town und zu einer Gewürzplantage. Unser Fazit: Tansania mit seinen Nationalparks gerne wieder – Sansibar muss für uns nicht noch einmal sein.

Reisezeitraum
10. Januar bis ca. 31. Januar (2 Wochen Tansania-Safari + 1 Woche Sansibar); Jahr im Bericht nicht genannt
Länder
Tansania (inkl. Sansibar)
Gruppe
2 Personen (Ehepaar)
Reiseart
private geführte Jeep-Safari mit Guide, keine Selbstfahrer-Etappe
Fahrzeug
Safari-Jeep mit Fahrer/Guide
Veranstalter
Kibo Tours (Tansania), vermittelt über einen deutschen Tour-Operator (im Bericht nicht namentlich genannt)
Unterkunftsart
Lodges und teils mobile Tented Camps, zum Schluss eine Strand-Lodge auf Sansibar
Route
Arusha (Mt. Meru View Lodge) – Massai-Dorf Olpopongi – Tarangire-Nationalpark (Maramboi Tented Camp) – Lake Eyasi (Ngeda Kisima Tented Camp) – Karatu (Country Lodge) – Serengeti/Ndutu-Gebiet (Lagarja Flycatcher Camp) – Karatu (Kitela Lodge) – Ngorongoro-Krater – Flug nach Sansibar (Bahari View Lodge im Süden) mit Ausflügen nach Stone Town und zu einer Gewürzplantage
Fahrstrecke
keine Gesamtkilometer im Bericht
Flug/Anreise
Hinflug KLM Nürnberg–Amsterdam–Arusha (Kilimanjaro Airport); Rückflug Sansibar–Dar es Salaam–Amsterdam–Nürnberg
Besonderheit
erste Ostafrika-Reise nach 16 vorherigen Reisen im südlichen Afrika, dort immer als Selbstfahrer unterwegs
Gebiete
Arusha-Nationalpark · Tarangire-Nationalpark · Serengeti · Ndutu-Gebiet · Ngorongoro-Krater · Sansibar
Orte
Arusha · Olpopongi · Mto wa Mbu · Lake Eyasi · Karatu · Stone Town
Unterkünfte
Mt. Meru View Lodge · Maramboi Tented Camp · Ngeda Kisima Tented Camp · Country Lodge Karatu · Lagarja Flycatcher Camp · Kitela Lodge · Bahari View Lodge
Reiseart
Kibo Tours · Geführte Privatsafari
Bedingungen
Regenzeit · Schlechte Gravelroads · Polizeikontrollen
Natur
Elefanten · Löwen · Geparden · Nashörner · Hyänen · Gnuwanderung · Vogelbeobachtung

Automatisch aus dem Bericht erstellt. Massgeblich ist der Bericht selbst.

Teil 103. Feb. 2016
Hallo Fomis,
nach 16 Reisen in Namibia, Südafrika, Botswana und Simbabwe wollte ich mal ganz was anderes machen und erfüllte mir einen Kindheitstraum mit einer Reise nach Tansania und Sansibar. Alle meine Reisen im südlichen Afrika habe ich als Selbstfahrerreisen gemacht, früher als Camper, in den vergangenen Jahren wurde ich bequemer und habe Lodges bevorzugt.
Die erste Reise nach Ostafrika aber habe ich - nach dem Studium einiger Reiseberichte hier im Forum - nicht als Selbstfahrerreise unternommen. ich habe mit Hilfe eines Tour-Operators in Deutschland eine Reise zusammengestellt, die meinen Wünschen und Ansprüchen entsprach. Da ich gerne fotografiere, mich auch für die Vogelwelt interessiere und mit Vorliebe mal an dem einen oder anderen Ort gerne verweile, kam eine Gruppenreise nicht in Frage. Ich habe also tief in den Geldbeutel gergriffen und habe - ich gestehe, es war die teuerste Reise meines Lebens! - eine geführte Jeep-Safari für nur 2 Personen gebucht und bin dabei meinem Vorsatz mindestens 2 Tage an einem Ort zu bleiben treu, geblieben.
Ich muss vorausschicken, ich habe es nicht bereut. ich würde es wieder genauso bei der ersten Reise machen und daher auch hier der Reisebericht, damit ich den einen oder anderen Tipp weiter geben kann.
Selbst in Tansania zu fahren heißt - besonders zu dieser Zeit! - für lange Strecken immer konzentriert am Steuer zu sitzen, denn die Straßenverhältnisse hier sind nicht mit denen im südlichen Afrika zu vergleichen. Die Gravelroads sind um etliches schlechter, die Teerstraßen weisen oft riesige Schlaglöcher auf, in den Ortschaften gibt es unendlioch viele Bumps und Polizeikontrollen und all dies hätte ich als Ersttäter nicht erkannt und das wäre ein wenig entspanntes Fahren gewesen. So aber habe ich viel mehr gesehen und viel mehr erlebt und konnte durch intensive Gespräche mit dem Guide und den Menschen vor Ort Dinge erfahren, die ich sonst nicht zu hören bzw. sehen bekommen hätte. Zudem war es bereits am ersten Tag sehr entspannt, in der Dunkelheit in Arusha anzukommen und begleitet zur ersten Lodge zu fahren, anstatt noch nachts ein Auto zu übernehmen und durch den Straßendschungel einer afrikanischen unbekannten Stadt fahren zu müssen.
Ich hoffe, ich kann diesen Vorteil durch ein paar Bilder belegen, werde mich aber zurückhalten und keine ewig langen Fotostrecken derselben Tiere den Bericht in die Länge ziehen.
Sonntag, 10.1.:
Wir starten mit dem KLM-Flieger in Nürnberg am frühen Morgen, fliegen nach Amsterdam – eigentlich die falsche Richtung! – haben dort zwei Stunden Aufenthalt, können also bequem von einem Gate zum anderen laufen, und starten dann von Amsterdam im Direktflug nach Arisha, Kilimandjaro Airport. Dort landen wir gegen 21.00 Uhr bei völliger Dunkelheit.
Nun kommt das übliche Schalter abklappern an afrikanischen Flughäfen: Kauf der Visa am Visumschalter – die ersten 100 US$ bin ich schon mal los - , Registrierung der biometrischen Daten und aller Fingerabdrücke an Schalter 2 und schließlich der Stempel in den Pass an Schalter 3. Dann geht es zu den Koffern, die inzwischen unbeaufsichtigt in einer Halle herumstehen. Zum Glück ist noch alles da. Dann werden wir vor dem Flughafen gleich zweimal abgeholt: Von unserem Guide für die nächsten zwei Wochen und von der Lodge. Unser Guide Hassan übernimmt uns und bringt uns zur Mt. Meru View Lodge.

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Diese Lodge haben wir für die nächsten drei Nächte. Wir bekommen ein nettes, kleines Häu-schen, das einfach eingerichtet ist, aber alles enthält, was man braucht. Es ist kein Luxuschalet. Wir haben hier mit Frühstück gebucht, weil ich hoffte, mal am Abend in Arusha in ein Lokal gehen zu können, aber das mussten wir uns aus dem Kopf schlagen. Das ist von hier aus absolut unmöglich. Das Essen in der Lodge ist einfach, aber ordentlich und ausreichend. Mittags bekamen wir immer ein Lunchpaket mit. Ein Schweizer Hotelfachschulenpraktikant hat hier deutliche positive Spuren hinterlassen.
Bereits am nächsten Morgen, nach nur wenigen Stunden Schlaf ging es auf die erste Safari.
Einstweilen:
Liebe Grüße:
Burschi
Teil 203. Feb. 2016
Ich mache gleich mal mit dem ersten Tag weiter:
Montag 11.1.:
Heute steht der Ausflug in den Mt. Meru Nationalpark an. Er wird zum „Affentag“. Wir sehen sowohl Paviane und Grüne Meerkatzen, als auch die erhofften Blue Colobos und selbst die schönen White Colobo Stummelaffen lassen sich sehen.

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Ein Tierwunsch ging somit am ersten Tag schon in Erfüllung. Daneben beherbergt der relativ kleine Park aber auch viele andere Tierarten (Büffel, Zebras, Wasserbock, Buschbock, War-zenschweine usw.), denen man bei langsamen Fahrten durch den sehr abwechslungsreichen Park immer wieder begegnen kann. Ein schöner Aufenthaltsort ist an den Momella-Seen. Dort kann man auch den einen oder anderen Vogel gut beobachten.

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Giant Jingfisher

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Eastern Double-Collared Sunbird

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Baglafecht Weaver

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Augurbussard
Keine Angst, der bericht wird jetzt nicht vogellastig! 🙁
Natürlich statteten wir auch der Hatari Lodge, die eins Hardy Krüger gehörte, einen Besuch ab und haben dort eine Tasse Kaffee getrunken. In der John Wayne Bar wurde dann das obligatorische Foto geschossen. Insgesamt ist die Dekoration im Hinblick auf den „Hatari“-Film aber her spärlich. So erscheint mir der Besuch dieser Lodge nicht als unbedingtes Muss, aber wenn man genügend Zeit hat, ist es ganz nett. Der Nationalpark aber hat sich durchaus gelohnt.
So, das war´s für heute, demnächst geht es weiter, wenn ihr wollt.
Viele Grüße:
Burschi
Teil 304. Feb. 2016
@ Maulöwe:
Dann gönnt euch einen eigenen Guide, warum gleich im Anschluss:
Dienstag, 12.1.:
Heute war mal weniger Natur angesagt. Wir starteten mit unserem Führer am frühen Morgen und fuhren nun erstmals durch einige Dörfer und auch größere Orte in der Nähe von Arusha. Schon hier stellten wir fest, dass wir in einem ganz anderen Afrika als bisher gelandet waren. Das gesamte leben spielt sich entlang oder auf der Straße ab. Supermärkte wie im südlichen Afrika fanden wir nirgends, dafür aber „Geschäfte“, die ganz anders gestaltet waren. Oft reichte ein einfaches Holzgestell, um die Waren am Straßenrand anzubieten. Auch die Mobilität ist eine andere. Auffallend war eine ungeheure Zahl von Motorradfahrern: alles Motorrad-Taxis! Zu Hunderten warten sie am Straßenrand auf Kundschaft.

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Modeshop und Obstgeschäft
Nach ca. 1 ½ Stunden Fahrt hatten wir dann unser heutiges Tagesziel erreicht. Das Massai-Dorf Olpopongi.

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Begrüßung vor dem Dorf mit Tanz und gesang von Frauen und Kriegern
Teil 404. Feb. 2016
Ich habe ja schon etliche „Historical Living Villages“ im südlichen Afrika besucht und fand es auch hier angenehm, nicht in einer größeren Gruppe diese zu besuchen. Auch hier hatten wir diesen Vorteil. Wir waren zum einem früher dran als andere Gruppen, bekamen mit „Fredy“ einen eigenen Führer und Dolmetscher, konnten im Löcher in den bauch fragen und hatten nicht ständig einen anderen Touri vor der Fotolinse. Am meisten aber freute mich der Besuch in der Hütte der ältesten Frau (97 Jahre), mit der wir in der Hütte eine Stunde lang zusammen saßen, Tee tranken und viele Fragen beantwortet bekamen. Auch so intime Fragen wie: Was macht ein Massai, wenn er sich in ein Mädchen verliebt, dem er nicht von den Eltern versprochen ist? Wie kann eine als Frau versprochene Massai Lehrerin in einer Schule werden? Sind uneheliche Kinder ein Problem?
Andererseits zeigte die Frau auch Interesse an unserem Leben. Es war eine tolle und schöne Erfahrung, mit ihr mittels unseres Dolmetschers zu plaudern.

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Natürlich bekamen wir auch die traditionellen Springtänze vorgeführt.

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Die Kinder müssen bereits das Jungvieh auf den Weiden hüten.

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Nach einem ausführlichen Vortrag unseres Führers über die Massai-Kultur und einem Mittagessen, das wir dort in einer offenen Hütte einnahmen, war der Besuch aber noch nicht zu En-de. Unter Begleitung zweier junger Krieger unternahmen wir einen Bush-Walk. Hier wurden uns die Pflanzten der Massai-Savanne näher gebracht, das eine oder andere Zaubermittelchen erklärt, aber auch wieder Einblicke in das Leben der Massai geboten. Ich hatte z.B. nicht ge-wusst, dass es tatsächlich noch staatenloses Volk gibt. Die Massai haben keinen Pass, können von einem Land in das andere wandern, sind von der Schulpflicht befreit, dürfen aber an den verschiedensten Universitäten in Tansania oder auch Kenia studieren. Begleitet wurden wir auf diesem Walk von zwei Kriegern (Moran), von denen einer die traditionelle Haartracht der Jungkrieger trug, der andere ohne Haarschmuck war. Darauf angesprochen erklärte er, dass er als Student an der Uni in Nairobi diese Haartracht nicht tragen dürfe. In den Semesterferien arbeitet er in seinem Dorf als Guide.
Traditioneller Jung-Moran:

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Natürlich könnte ich hier noch viele Portraits von interessanten Massai einfügen, das würde aber den bericht zu sehr in die Länge ziehen.
Erst am Nachmittag – erschöpft von den vielen neuen Informationen – kamen wir wieder in unserer Unterkunft in Arusha an. Normalerweise wird bei einer fest organisierten Gruppenreise der Besuch des Arusha Nationalparks und des Massaidorfes an einem Tag durchgeführt. Da bleibt dann natürlich viel Interessantes auf der Strecke. Eine solche Gruppe, bestehend aus ca. 20 Personen befand sich auch während unseres Dorfbesuches da, verließ das Dorf aber lange vor uns wieder.
Wieder ein Argument, keine fertige Gruppenreise zu buchen. Natürlioch kostet das ein paar Dollar mehr, aber dafür haben wir bei den Unterkünften etwas gespart. Man muss halt Prioritäten setzen.
Bis demnächst:
Burschi
Teil 504. Feb. 2016
Nun geht es weiter:
Mittwoch, 13.1.
Heute verlassen wir die Mt Meru View Lodge am Morgen und fahren zunächst einmal durch Arusha. Vorher haben wir einen schönen Blick auf dem Mt Meru, der ausnahmsweise mal nicht völlig im Dunst liegt.

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Die Gegend um den Mt. Meru ist sehr fruchtbar. Angebaut wird Kaffee, Mais, Bananen Mango und alles in vielen Sorten.
Nicht so viel Glück hatten wir mit dem Kilimandjaro, den wir nur einmal im Dunst gesehen habe, ansonsten war er aber immer komplett verhüllt, was daran lag, dass zu dieser zeit die Luftfeuchtigkeit relativ hoch war und es auch deswegen immer wieder mal geregnet hat.
Bei der Fahrt durch Arusha zeigte sich am Morgen die volle Hektik einer afrikanischen Stadt. Mit einem Affenzahn düsten die meist voll besetzten Kleinbusse durch die Straßen, oft noch schneller die bunten größeren Überlandbusse. Passend dazu die Aufschrift auf einem davon:
„We trust in God!“ Das wird bei so manchem Gefährt auch bitter notwendig sein!

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Mich haben aber auch immer die LKWs fasziniert. Unwahrscheinlich, was da in Afrika im-mer draufpasst! 
Wir fahren durch interessante Landschaften zum Tarangire Nationalpark. Heute sollen mal wieder Tiere an der Reihe sein.
Während unser Guide die Eintrittsformalitäten erledigt und wir unser Lunchpaket verzehren, bekommen wir schon Besuch von einigen gefiederten Freunden. Zum Glück ist die Kamera griffbereit und ich komme kaum zum Essen.

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White Bellied Turako in blühender Akazie

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Rotschnabeltokos, beim gegenseitigen Füttern

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Mohrenkopfpapagei

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Weißkopfbüffelweber
So, das war wieder mal was für die Vogelfreunde. Da ja hauptsächlich Leser in den Forum mit Interesse für das südliche Afrika hier sind, beschränke ich mich auf Arten, die es dort nicht gibt.
Teil 604. Feb. 2016
Beim nächsten Kollegen bin ich mir nicht ganz sicher. Ich vermute mal, dass es sich um einen jungen Kampfadlerhandelt. Aber mit den Jungen Greifen bin ich etwas auf Kriegsfuß. Unser Guide meinte jedenfalls es sei einer.

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O.K. ich hatte geschrieben, dass ich keine ASrten zeigen wollte, die in SWA vokommen. Da hat sich doch glatt die Gabelracke beschwert und meinte, dass sie doch auch gesehen werden will. Also, wenn sie den Schnabel so weit aufreißt, dann mache ich mal eine Ausnahme! 🙂 🙂

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Natürlich stehen noch etliche Vögel mehr auf meiner Beobachtungsliste, aber die kann ich hier nicht alle einfügen. Auch auf viele weitere Beobachtungen von Antilopen, Löwen und anderen Säugetieren will ich hier verzichten, nur eines noch herausheben: Es war der erhoffte „Elefantentag“! Dieser Park ist ja berühmt für seine Elefanten und hat die Erwartungen übertroffen. An dem Nachmittag waren es über 200 Eles, die wir beobachten konnten. Die Landschaft passte aber auch ideal dazu, viele Fotos habe ich zusammen mit den häufigen riesigen Baobab-Bäumen und an verschiedenen Wasserlöchern geschossen. Oft marschierten die riesigen Eles nur wenige Meter am Auto vorbei. Logisch, dass ich da an ein paar Fotos nicht vorbei komme:

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Das Bild ist deswegen dabei, um auch mal einen der vielen hundert Baobabs in dem Park zu zeigen. Habe noch nie so viele Baobabs auf so engem Raum gesehen.

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Und diese kleinen Wasserplanscher sind einfach zu süß, um sie wegzulassen. Aber jetzt ist Schluss damit. 😉
Teil 704. Feb. 2016
Jetzt hätte ich fast vergessen, dass wir an diesem Tag ja noch das Quartier gewechselt haben:
Ich hätte den badenden Eles noch ewig zuschauen können, doch es ging schon auf Abend zu und wir mussten ja noch ein kleines Stückchen zur nächsten Unterkunft fahren.
Es ist übrigens eine Lodge, die zu dem Unternehmen gehört, bei dem wir auch den Guide mit Auto gebucht hatten: Kibo-Tours.
Es war das Maramboi Tented Camp, das sich viel einfacher anhört, als es sich in Wirklichkeit darstellte, denn die „Tents“ waren keine einfachen Zelte, sondern sehr großzügige und geschmackvoll eingerichtete Zelthäuser in einem weitläufigen Gelände.
Im zentralen Gebäude war das Restaurant mit einer großen Terrasse, einem überdachten Teil für den Fall, dass es regnen würde, was es am zweiten Abend auch tat, und einem sehr großen, etwas abseits gelegenen Swimmingpool.

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Das Essen war ausgezeichnet. Ich kann diese Lodge nur empfehlen, auch der Service und die Hilfsbereitschaft des Personals waren vorbildlich. Zu einer besonders gelungenen Speise er-hielt ich auf meine Bitte hin sogar das Rezept aus der Küche.
Von den Zeltcamps der ersten Reihe, kann man die vorbeiziehenden Herden der Gnus und Zebras beobachten. Hier könnte man es schon ein paar Tage aushalten. Und da des Nachts auch gelegentlich mal Hyänen herumschleichen, wird man vom Abendessen von Angestellten zu den Tents geleitet.
Beim Frühstück gab es immer wieder mal Besuch.

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Man sollte schon darauf achten, dass man den Teller leer gegessen hat, bevor man sich was Neues vom Büfett holt. Könnte ja sein, dass inzwischen jemand anderes daran Geschmack gefunden hat. 🙂 😉
So, das war´s dann für heute, hoffe, dass ich mit den vielen Bildern nicht zu lästig war.
Viele Grüße:
Burschi
Teil 805. Feb. 2016
Am nächsten Tag ist wieder ein "Überbrückungstag".
Freitag, 15.1.:
Es hieß am Morgen wieder Kofferpacken und die nächste Station anzusteuern. Unser Ziel war heute der Lake Eyasi und das Ngeda Kisima Tented Camp. Auf der Fahrt passieren wir wie-der verschiedene interessante Orte, wie z.B. das Moskito-Flussdorf oder „Rote Bananen-Dorf“, das in einer ausgesprochen fruchtbaren Gegend liegt. Immer wieder begeistern mich die Fahrzeuge auf den Straßen. Es ist doch erstaunlich, mit was man alles fahren kann. Man denke sich das mal in Deutschland!
Es hieß am Morgen wieder Kofferpacken und die nächste Station anzusteuern. Unser Ziel war heute der Lake Eyasi und das Ngeda Kisima Tented Camp. Auf der Fahrt passieren wir wie-der verschiedene interessante Orte, wie z.B. das Moskito-Flussdorf oder „Rote Bananen-Dorf“, das in einer ausgesprochen fruchtbaren Gegend liegt. Immer wieder begeistern mich die Fahrzeuge auf den Straßen. Es ist doch erstaunlich, mit was man alles fahren kann. Man denke sich das mal in Deutschland!

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Manchmal sind die Autos auch abenteuerlich beladen und haben oben drauf noch eine Besatzung.

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Besonders gefallen haben mir ja die Tuktuks. So eines hätte ich gerne, um bei uns damit zum Einkaufen zu fahren. Aber wie bringt man so ein Fahrzeug ins Reisegepäck? 🙂 🙄

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. Ohne unseren Guide hätte ich wohl weder nach Olponpongi noch zu diesem Camp am Lake Eyasi gefunden, denn es war praktisch keine Ausschilderung vorhanden und die Gravelroad wurde immer schlechter, sodass ich am Schluss, als wir uns fast durch den Busch zwängten, wohl aufgegeben hätte.
Aber es hat sich gelohnt. Das Camp liegt direkt am Lake Eyasi. Die Zelthäuser sind mit allem ausgestattet, was man braucht, selbst W-lan ist in allen Häuschen vorhanden! Betten und sanitäre Einrichtungen waren blitzsauber und sehr bequem.

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Das Restaurant hatte eine der besten Küchen der Reise vorzuweisen, es war echt lecker! Der Pool war zwar klein, aber frisch und sauber, zudem konnte man sich an einen Tümpel setzen und viele Vögel (Webervogel-Kolonie und etliche Watvögel) beobachten, oder bei Sonnenun-tergang auf einen Holzturm steigen und von hier aus mit einem Sundowner in der Hand die Stille der letzten Sonnenstrahlen genießen. Auch kleinere Wanderungen rund um das Camp oder zum See hin sind möglich. Wir haben uns hier ausgesprochen wohl gefühlt. Unter allen Unterkünften dieser Reise rangiert es auf Platz 2 mit Bestnote 1! Hier wären wir gerne noch einen Tag länger geblieben.

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Und da wir hier die einzigen Touristen waren, konnten wir auch die herrliche Ruhe besonders genießen.
Teil 905. Feb. 2016
Wir waren natürlich nicht ganz allein!
Tiere gab es hier auch und zwar welche, die in den Bäumen herumturnten und auch am Boden zu sehen waren:

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Meerkatzen besuchten schon mal das Restaurant - haben sich wohl auch von der guten Küche angezogen gefühlt - und auch die Baumhörnchen waren immer irgendwie da.
In der Nähe der Fischteiche hinter dem Camp konnte man kleinere Warane finden, die allerdings recht scheu waren. Auch neben dem Pool tauchten suie gerne mal auf. Zu einem gemeinsamen Bad ließen sie sich aber nicht überreden. 🙂

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Am Abend konnte man vom Aussichtsturm am Rande des Sees mit einem Sundowner in der Hand die Ruhe und Stille eines romantischen Sonnenunterganges genießen.

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Teil 1005. Feb. 2016
So, nun kommt der nächste Tag, dieses Mal stand kein Gamedrive auf dem Programm, sondern es "menschelte" mal wieder.
Gleich noch ein Hinweis. Etwas "zarter Besaitete" sollten diesen Beitrag vielleicht überspringen, es wird teilweise etwas heftig! 😉
Wir wollten eine Exkursion zu den letzten Buschmännern Tansanias, den Hadzabe, unternehmen. Über eine Stunde Fahrt auf sehr schlechten Wegen lag vor uns und am Morgen mussten wir noch in der Dunkelheit losfahren, denn wir sollten die Hadzabe auf der Jagd begleiten. Ich habe ja auch schon mit den Buschleuten in Namibia „gejagt“ und habe mir eine ähnliche touristische Darbietung wie in den Historical Living Villages dort vorgestellt, doch Dieses Erlebnis sollte doch anders verlaufen.
Genau bei Sonnenaufgang trafen wir in der Siedlung der Hadzabe ein. Wir hatten hier noch einen weiteren Führer bekommen, der die Sprache der Buschleute verstand und übersetzen konnte. Mody hatte uns bereits auf der fahrt auf unser Treffen vorbereitet und uns einiges erzählt. Noch bevor wir auf die Leute trafen, wurden wir von deren Jagdbeute begrüßt.

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In einer Felsspalte waren Pavianschädel aufgereiht und in den Ästen hing ein frisch er- und zerlegtes Impala.

Dann begrüßte uns der Clanchef mit seinen Jägern. Sie saßen eingehüllt in die Kleidung ihrer bevorzugten Jagdbeute (Pavianfelle) in einer Höhle um ein Feuer herum und machten sich fit für die Jagd, will heißen, sie pafften Marihuana aus einem Rohr. Sie inhalierten tief, husteten, dass ich glaubte, sie würden umgehend ersticken, verdrehten auch dementsprechend die Augen, überstanden das aber letztendlich doch schadlos. Auch uns boten sie einen Zug an, was wir aber dankend ablehnten. 🤩 🤢 😈 Ich wollte ja schließlich noch bei Bewusstsein den Tag erleben.

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Der Clanchef

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Dann ging es tatsächlich auf die Jagd. Nur mit Mühe konnten wir den drei Jägern folgen, was für diese wahrscheinlich gut war, denn wir hätten mit unserem Getrampel die Beute wohl doch nur verscheucht. Dann legte einer der Jäger mit dem Bogen an und kurz darauf zappelte eine Taube auf seinem Pfeil. Ich hatte nicht gedacht, dass sie tatsächlich echte Beute machen. Doch es sollte noch besser kommen, denn ein etwas weiter enteilter Jäger kam freudestrahlend mit einem frisch erlegten Dikdik zurück.

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Die arme Taube zappelte noch als schon der Spieß in ihr steckte. 🙁

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So, jetzt habt ihr noch die Chance auszusteigen. Die Zubereitung und der Verzehr des Dikdiks folgt sogleich!
Teil 1105. Feb. 2016
Ich weiß, die Belichtung der Bilder ist nicht ideal, aber die Jagd fand am frühen Morgen bei nebeligem Wetter statt.
Nun wurden wir zum Frühstück eingeladen. Die Jäger entfachten unter einem Felsen ein Feuer und legten das Dikdik komplett hinein. Erst wurde also das Fell abgebrannt.

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Dann wurde das Tier aufgebrochen und zerlegt. Stück für Stück wurden die Innereien herausgenommen und ins Feuer gelegt. Na hoffentlich muss ich da nichts davon essen! Musste ich auch nicht, denn die Innereien und auch der Magen waren Delikatessen und enthalten wichtige Vitamine, welche die Jäger selbst verspeisten. Erst als eine Keule gebraten war, durften wir auch ein Stückchen vom Dikdik kosten.

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Hier liegt der Magen des Dikdik im Feuer. Die Galle wurde vorher vorsichtig entfernt und weggeworfen. Der Magen mit gesamten Inhalt - schließlich hatte das Dikdik ja vitaminreiche Grünkost gegessen! - wurde nach dem Anrösten verzehrt.
Alle anderen Innereien stellten besondre Leckerbissen dfar.

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Das ganze Zeremoniell hatte etwa eine Stunde gedauert. Natürlich war auch das Feuer mit den entsprechenden Holzstöckchen entzündet worden. Gegessen wurde auch nur die Hälfte des Tieres, die andere Hälfte wurde mit zurück ins Dorf genommen. Auch die beiden humpelnden Jagdhunde - sie helfen beim Aufspüren verletzter Beute - bekamen ein paar Brocken ab.
Dann ging es zurück ins Dorf wo wir nun den Frauen, die gerade dabei waren einige Perlenstickereien zu basteln und die Kinder beaufsichtigten, begegneten. Eindeutig dominant war die Erstfrau des Clanchefs. Mit einer Tanzvorführung wurden wir verabschiedet.

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Fast hätte ich es vergessen. Wir sollten auch noch an einem Bogenschießen teilnehmen. Es erfolgte eine kurze Einführung in die Schießtechnik, dann führten uns die Jäger vor, wie man aus ca. 25 Metern auf einen kleinen Baumstumpf schießt. Auch ich sollte mein Geschick be-weisen und siehe da unter einem Aufschrei der Bewunderung der Jäger – der erste Schuss saß!
Tja, da hat es sich eben ausgezahlt, dass ich als kleiner Junge mit Pfeil und Bogen durch die Felsen und Büsche gestreunt bin – allerdings nicht im Affenfell! – und nicht mit dem Smartphone gespielt habe. Ich wurde eingeladen als Jäger hier zu bleiben, doch ich lehnte dankend ab. Schließlich habe ich erst vor kurzem ein Smartphone bekommen! Bin also erst seit kurzem der Steinzeit entronnen. 🙂 😉 😛
Wie ist das Ganze nun zu beurteilen? Gut, es war natürlich eine gemeinsame Jagd mit Touristen und dass die Hadzabe hier an Touristengruppen gewöhnt sind, ist auch klar. Nur, die "normalen" Touris haben ja nicht so lange Zeit, bekommen das Dorf vorgeführt, eine Schießvorführung, die Entfachung des Feuers und das war´s dann. Eine komplette Jagd mit anschließendem Frühstück ist nur sehr selten zu sehen, wie uns unser Führer Mody auch bestätigte. Eine etwas größere Tourigruppe, die nach uns angekommen war, verließ die Hadzabe auch schon wieder vor uns.
Teil 1205. Feb. 2016
Der Rest des Tages fehlt noch:
Auf dem Rückweg machten wir noch einen kurzen Abstecher bei einem anderen Stamm, den Datoga. Die Frauen zeigten uns die Hütte, die im Prinzip genau gleich denen der Massai gebaut war. Meine Frau durfte sich dann auch mal betätigen und Mais zwischen zwei großen Steinen zermahlen. Sie stellte sich gar nicht so dumm an. Könnte man vielleicht für zu Hause beibehalten!? 😉 😉 Dann führte uns der Dorfschmied vor, wie er Pfeilspitzen für die Hadzabe herstellte. Wir sollten sie kaufen, damit die Hadzabe dann mit diesen auf die Jagd gehen konnten. Ziemlich cleveres Geschäftsmodell, allerdings zu weit überhöhten Preisen, aber die Touris kann man ja abzocken. Das hatte einen etwas unschönen beigeschmack für uns und wir hatten dann am Abend auch eine längere Diskussion mit dsen beiden Guides. Ob es was geholfen hat, weiß ich nicht.

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Und damit der Tag auch mit etwas Schönem endet, hier noch ein "Blumenbild" Aus dem Auto heraus habe ich diese Blüte eines "Kaktus" (es wird wohl aber eine Euphorbie gewesen sein) entdeckt und unseren Guide zum Halten veranlasst. Ich habe sie auf der ganzen Fahrt nur das eine Mal gesehen. Vielleicht weiß ja ein Fomi, was das für eine Pflanze ist.

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Ich wünsche dann noch schönen Abend!
Burschi
Teil 1306. Feb. 2016
Sonntag, 17.1.:
Heute war ja Sonntag, also sollte man sich da auch ausruhen. Am Vormittag wollten wir noch ein wenig die Umgebung des Lake Eyasi genießen, aber es kam leider anders, denn es hatte in der Nacht zu regnen begonnen und schüttete noch am Vormittag wie aus Kübeln. Erst kurz vor unserer Abreise schloss der Himmel seine Pforten. So hatte ich leider nur noch wenig Zeit, den Männchen der Webervogelkolonie am Teich beim Nestbau und bei der Balz zuzusehen.

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Wohl ein Golden Backed Weaver
Die Fahrt ging heute nach Karatu in die Country Lodge. Die Wege waren durch dem heftigen Regen teils matschig, teils stark unterspült, so kamen wir nur langsam voran.

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Zeit genug war ja, so konnte ich dann auch die krassen Gegensätze, auf die man in Afrika stößt, bewundern: Ärmliche Hütte, aber riesige Satellitenschüssel vor dem Haus!

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Die Country Lodge liegt direkt in Karatu, etwa 200 Meter von der Hauptstraße entfern. Man bekommt aber vom Lärm und dam Geschehen auf der Straße nichts mit. Eigentlich gäbe es an der Lodge nichts auszusetzen: Schöne geräumige Chalets, sauberer Pool, ordentliches Essen, gepflegte Atmosphäre in der schönen Gartenanlage.
Nur: Diese Lodge könnte auch irgendwo anders in Afrika stehen. Ihr fehlt irgendwie die Individualität. Beim Frühstück und beim Abendessen – beides recht ordentlich – herrschte aber trotzdem Beherbergungsbetriebsatmoshäre, was wohl auch an der höheren Gästezahl lag.
Darunter waren leider auch zwei größere Gruppen, deren Benehmen beim Essen mich fast auf die Palme vor dem Haus gebracht hätte, schuld. Der gesamte Tisch kann zum Abendessen in Shorts, Achselshirts, Kaugummi kauend, alle mit dem Wischkästla in der Hand (für Nichtfranken: Smartphone!), das sie auch während des Essens nicht aus der Hand legten, sondern dieses einhändig in sich hineinschaufelten. Dabei verbreiteten sie aber noch ein Geschrei, das einem kaum das eigene Wort verstehen ließ. Das verdirbt mir leider die Stimmung, da bin ich halt altmodisch.
Dann lieber noch ein Blick auf die Lodge:

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Das war unser Büffel- Chalet mit Inneneinrichtung.

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Gartenanlage mit Pool.
Teil 1406. Feb. 2016
Wenn dann am Tag die beiden Großgruppen nicht in der Lodge waren, dann konnte man auch gut im Garten entspannen, denn es ließen sich an den Blumen und Sträuchern immer wieder nette gefiederte Gesellen entdecken.
Hier nur eine kleine Auswahl davon:

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Spotted Morning-Thrush

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Während es die Speckled Mousebirds vor allem auf die Früchte des Granatapfels abgesehen hatten, ernteten die Fishers Lovebirds den Pfeffer von den Stäuchern.

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Aber das Feuerfinkenpärchen war dann doch mein Lieblingspärchen.

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Und schließlich lagen auch ständig zwei Weberarten im Clinch und nahmen sich gegenseitig die besten Fäden wegn ich denke mal es waren Weyn´s Weaver und Dark Backed Weaver, bin da aber nicht so sicher.

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Ihr seht also, auch wenn man keinen Großtieren an einem Tag begegnet, es gibt genug zu sehen. Inzwischen hat meine Frau in einem schattigen Plätzchen im Garten einen Afrika-Roman gelesen und sich entspannt, während ich auf Vogeljagd war. Jedem das Seine! 🙂 😉 😛
Teil 1506. Feb. 2016
Dienstag, 19.1.:
Heute verlassen wir die Country Lodge und es geht in einen Kindheitstraum, die Serengeti. Sie ist wohl auch das Zauberwort für viele andere Touristen. Man merkt das schon, wenn man an dem Eingangstor zur Ngorongoro Naturpark, den man auf dem Weg in die Serengeti pas-sieren muss, ankommt. Unzählige Touristenfahrzeuge stauen sich hier, weil die Guides die Gebühren bezahlen müssen und die Papiere auszufüllen haben. Eine Horde Paviane sorgt für Unterhaltung, damit den Touris nicht langweilig beim Warten wird. Ich glaube, die wurden extra dafür engagiert.
Dann aber geht es endlich weiter. Auf enger roter Straße geht es stetig bergauf, links und rechts tropischer Bergwald, immer wieder enge Kurven in denen man stets mit schnellem Gegenverkehr rechnen muss.

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Auf dem Höhepunkt des Kraternordrandes angekommen, macht wohl jeder Halt und wirft einen Blick in den Ngorongoro-Krater, das Naturparadies. Das machen auch wir, doch mit dem Blick wird es nichts, denn der Krater ist fast vollständig in Nebel eingehüllt.
. Nur wenige Kilometer weiter halten wir dann erneut am Grab von Michael und Bernhard Grzimek, den beiden Männern, die mit ihrem Wirken wesentlich für die Gründung der Nationalparks beigetragen haben.

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Ich bekomme tatsächlich feuchte Augen, denn ich muss an meine Kindheit mit „Ein Platz für Tiere“ und „Serengeti darf nicht sterben“, sowie daran denken, dass hier zwei Männer für die damalige Zeit Unglaubliches geleistet haben und heute viele Touristenautos einfach an diesem Ort ohne anzuhalten vorbeirasen. Für ein stilles Gedenken in ein paar Minuten ist ja auch keine Zeit im engen Pauschaltouristenprogramm!
Dann geht es weiter durch Massailand, der Wald ist plötzlich verschwunden und auf den Hügeln grasen unendlich viele große Herden von Kühen, Schafen und Ziegen der Massai. Am Straßenrand stehen immer wieder Kinder in abenteuerlichen Kostümierungen und wollen – natürlich gegen Entgelt – fotografiert werden. Davon gibt es in meiner Fotosammlung kein Bild. Dafür aber von einer alten Bekannten. Vielleicht ist es ja unsere Bekannte aus dem Nachbarort? Eine von den vielen Störchen, die hier ihre Winterruhe verbringen!

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Wie bei uns auch staken die Störche hier in durchnässten Wiesen herum und suchen nach Fröschen und Insekten.
Weiter geht die Fahrt dann in die eigentliche Serengeti und zwar in das Ndutu-Gebiet. Hier sollen sich zu dieser zeit die Gnus und Zebras der großen Migration aufhalten. Kurz bevor wir in die große Ebene kommen, machen wir eine kurze Pause an einem kleinen Weiher, um den Marabuts herumstaken.

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Sie sind ja nun wirklich nicht die schönsten Vögel, erfüllen als Gesundheitspolizei aber eine wichtige Funktion.
Und dann sind wir plötzlich mitten drin! Überall, wo wir hinschauen Gnus, Gnus, Gnus! 100tausende dieser Tiere. Wir sind mitten in dem Beginn der großen Wanderung. Schier endlose langgezogene Gruppen kreuzen immer wieder unsere Straße.

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Auch viele Jungtiere sind dabei und zwischen den Gnus auch immer wieder Zebras, und auch bei denen viele Junge, die erst wenige Tage alt sind.
Kurz vor dem Zentraltor zur Serengeti, wo wir uns erneut registrieren müssen, warten dann auch andere auf die Herden mit den Jungtieren. In einer Entfernung von ca. 400 Metern (daher Fotoqualität bitte entschuldigen!) sitzt eine Gepardin mit ihren fast schon erwachsenen drei Jungen. Sie haben die Mahlzeit gerade hinter sich.

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Sie schlecken sich noch gegenseitig die roten Mäuler ab und dann sind sie verschwunden, liegen unsichtbar im hohen Gras.
Das war doch schon mal ein guter Auftakt in der Serengeti!
Teil 1606. Feb. 2016
An der Registrierungsstelle ist ein größeres Kopie und während unser Guide die Formalitäten erledigt, klettern wir hinauf und begegnen ganz anderen Bewohnern der Serengeti: Felsena-gamen, die Männchen schön bunt, die Weibchen kaum auf den Felsen zu entdecken.

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Am Wegesrand jedoch überrascht mich noch eine Blume, die ich nicht gedacht hätte, sie ein-mal in freier Natur zu finden: Die Gloriosa!

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Kaum habe ich das Foto gemacht, legt es los, wie aus heiterem Himmel schüttet es plötzlich wie aus kübeln. Bis wir wieder am Parkplatz sind, sind wir auch schon klitschnass. Naja, macht ja nichts, wir haben ja nur noch die Fahrt zum Camp heute vor.
Der Regen hat die Fahrspur ziemlich aufgeweicht und das gibt es doch tatsächlich welche, die sich über die schlammige Strecke freuen! Eine Gruppe von sieben Hyänen hat sich in die Fahrspuren in den Schlamm gelegt und döst vor sich hin. Wellness auf Hyänenart!

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So, die Ankunft im nächsten Camp, dem Lagarja Camp in der Serengeti, gibt es morgen.
Bis dahin
viele Grüße:
Burschi
Teil 1707. Feb. 2016
Nun sind wir also in der Serengeti angekommen.
Mittwoch, 20.1.:
Am Abend zuvor waren wir in unserer nächsten Unterkunft, dem Lagarja Flycatcher Camp eingetroffen. Es ist eines der mobilen Wildernes Camps, die dann während der Regenzeit abgebaut werden und praktisch mit den großen Herden auf Wanderung gehen. Ich mag solche Camps, weil man hier noch intensiveren Kontakt zur Natur hat. So hört man am Abend den Perlkauz und am Morgen wird man vom Gesang der Bülbüls geweckt.

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Das Zelt bestand aus einem Schlafraum und einem Duschraum mit Toilette. Mit warmem Wasser wurde man immer nach Ankunft und am Morgen ausreichend versorgt. Jeden Tag wurde das Zelt gereinigt. Das essen fand in einem Restaurationszelt statt und es war einfach, aber recht ordentlich. Die Männermannschaft gab sich alle Mühe, uns den Aufenthalt ange-nehm zu machen.
Das Interessante ist auch an solchen Camps, dass hier auch die Tiere selbst vorbeischauen. Zwei Marabuts waren fast ständiger Gast, in den Bäumen hockten immer wieder Schwarzkopfreiher, unmittelbar in der Nähe zogen Giraffen, Impalas und auch mal ein einzelner Elefant vorbei. Ganz abgesehen davon, dass man in den Fahrtpausen hier auch die verschiedensten Kleintiere beobachten konnte. Nur zwei Beispiele davon:

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Silberschnäpper

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Auch die fand ich ein Foto wert!
Am nächsten Morgen starteten wir bei Tagesanbruch von hier aus zu unserem Gamedrive.
Nur wenige Hundert Meter vom Camp entfernt lag eine Löwenfamilie, bestehend aus einem älteren Männchen, seiner Frau und drei Kindern. Leider war zu diesem sehr frühen Zeitpunkt das Licht noch so schlecht und die Tiere lagen im hohen dichten Gebüsch, dass nur wenige gute Aufnahmen möglich waren. Der arme Kleine musste an einem Stöckchen knabbern, weil die Mama wahrscheinlich noch nichts Essbares gefangen hatte.

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Wir setzten unsere Tour fort und fuhren Richtung Lake Ndutu. Ich hatte mir ehrlich gesagt nicht vorgestellt, dass es in der Serengeti doch so vielfältige Landschaften gibt.
Direkt am See konnte ich im Morgenlicht viele interessante Wasservögel beobachten. Ich ließ unseren Guide immer wieder stoppen, denn die Vielzahl von Arten faszinierte mich. Er war dagegen mehr auf die Großtiere fixiert, folgte aber brav meinen Bitten.

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Hier soll es zunächst nur bei ein paar Vögeln (Kapenten bei der Morgentoilette) bleiben, an anderer Stelle werde ich noch ein paar zeigen. Ein totes schon skelettiertes Gnu fand das Interesse von Schakalen und einer Geierschar, bestehend vor allem aus Weißrückengeiern, einigen Ohrengeiern und einem Sperbergeier, den ich zuvor noch nicht gesehen hatte.

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Auch ein Schopfadler hielt sich in der Nähe auf.
Teil 1807. Feb. 2016
In der Nähe des Wassers aber stießen wir immer wieder auf riesige Gnu- und Zebraherden und auch auf Sterngiraffen, welche sich an den Schirmakazien gütlich taten.

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Nur einmal trafen wir auch auf eine größere Gruppe von Kuhantilopen. Es ist eine ganz andere Art als in Namibia. Sie sind viel heller und haben ein anders geformtes Gehörn. Nebenbei, es sind ja auch nicht dieselben Gnus. Hier trifft man das Weißbartgnu an, während man im südlichen Afrika das Streifengnu sieht.

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Dazwischen begegneten wir auch wieder einer Löwengruppe, einige Weibchen mit halb er-wachsenen Jungen. Und was machen die so am Tag? Richtig, Schlafen! Da kann man noch so lange stehen bleiben, viel Action ist da nicht zu erwarten.

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So entschlossen wir uns für die Mittagszeit in das Camp zurückzukehren, ein wenig auszuruhen und dann am späteren Nachmittag noch einmal hinaus zu fahren. Diese Strategie zahlte sich letztendlich dann auch aus. Allerdings gab es vorher noch eine weitere interessante Begegnung. Im relativ dichten Gesträuch lag eine Gepardin und döste vor sich hin. Sie war allerdings nicht allein, denn hinter ihr raschelte es immer wieder mal und für wenige Sekunden spitzte dann auch ein kleineres Köpfchen mal durch die Zweige. Doch leider konnte ich das Kleine nicht auf den Foto bannen, nur die schläfrige Mama, die gut auf den Nachwuchs aufpasste, ihn aber nicht präsentierte.

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Teil 1907. Feb. 2016
Ich probier es nochmal mit kleineren Sequenzen.
Zurück im Camp war dann doch nach einem kleinen Snack Mittagsruhe auch für uns angesagt. Mich aber hielt es nur eine halbe Stunde im Zelt, dann schaute ich mich schon wieder nach Vögeln um. Diederik Cukoo, Graukopffischer, Elfennektarvogel und natürlich noch etliche weitere, z.B. konnte ich Webervögeln beim Nestbau zuschauen und musste feststellen, dass auch Weibchen mitarbeiten beim Nestbau.

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Braucht im Moment ewig zum Laden, werde also heute Nacht weiter machen. Bis dann! 🙁
Teil 2007. Feb. 2016
So, ich probier nochmal die Löwengeschichte zu schicken:
Am Nachmittag fahren wir dann erneut los. Wir kommen noch einmal bei der Löwenfamilie vorbei, die sich am Morgen noch im Gebüsch versteckt hatte. Nun liegen Sie frei auf einer Lichtung und wir schauen ihnen länger zu, wobei sich folgende Geschichte abspielt:
Zuerst schlafen alle. Papa in gewissem Abstand, dass er seine Ruhe vor den drei Bälgern hat, mit denen die Mama etwas abseits am Rande der Büsche liegt.

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Das sind also Papa und Mama.
Mama steht auf. Sie muss mal Pipi! Nicht sehr weit verrichtet sie ihr Geschäft und geht dann hinter die Büsche, was sie dort macht, entzieht sich unseren Augen. Papa hebt den Kopf, gähnt herzhaft, steht auf und schaut, was die Mama da so hingeschrieben hat. Er saugt den Duft durch die Nase, flemt, gähnt und entscheidet sich dann sich wieder hinzulegen. Seinen Nachwuchs, der zu ihm gekommen ist, ignoriert er einfach und gähnt nochmals kräftig.

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Mama kommt zurück, geht auf Papa zu. Sie schmust ihn an. Er: „ Nee heut will ich nicht!“ Sie: „Dann eben nicht und außerdem hast du Mundgeruch!“

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Dann machen wir mal kurz Pause zum Durchschnaufen. 🙂
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