Reisebericht Namibia/Botswana 2015

Reisebericht 9 Antworten · 3'914 Aufrufe · gestartet 18. Aug. 2015 von Wendelin1
Themenstarter4 Beiträge · seit 201518. Aug. 2015 · #1
Hallo liebe Afrika-Freunde,

In den nächsten Einträgen, welche ich nach und nach hier veröffentlichen möchte, werde ich versuchen meine Erfahrungen, Eindrücke und Erlebnisse unserer Reise durch zwei der wohl schönsten Länder Afrikas zu beschreiben.
Ich werde, so gut es mir möglich, in Text und Bild zeigen, wie wir drei Wochen in Namibia und Botswana verbrachten, wie wir unserer Reise planten als auch gern einige Tipps hinsichtlich Campsites, Orten oder Aktivitäten an euch weitergeben.




Ein paar Worte vorab...

Die Rundreise durch den Norden Namibias und Botswanas war unserer erste Reise in Afrika. Schon lange hegten wir den Wunsch uns den Traum zu erfüllen und uns ein eigenes Bild von Afrika machen. Da wir persönlich über keinerlei Erfahrungen verfügten, waren wir sehr glücklich, als sich im Sommer 2014 zwei nähere Verwandten bereit erklären uns zu begleiten und deren Erfahrung bei der Planung als auch bei der "Durchführung" der Reise einzubringen.

Um die Tour einmal grob zusammen zu fassen, und so schon einmal einen roten Faden in den folgenden Bericht zu bringen, möchte ich euch so zusagen die groben "Schwerpunkte" nennen:

Windhoek - Maun - Okavango Delta - Kasane - Caprivi - Grootfontein - Oshikati - Opuwo - Sesfontein - Khoriax - Cape Cross - Swakopmund - Windhoek

Da wir unsere Tour individuell planten, konnten wir uns so einen recht guten Überblick über den örtlichen Teil Namibias und Botswanas hinsichtlich Tiere, Landschaft und Menschen schaffen, und auf unsere eigenen, speziellen Wünsche eingehen.

Aber jetzt genug geredet!
Ich wünsche viel Spaß und Vergnügen beim Lesen meines kleinen Berichtes!
72 Beiträge · seit 200818. Aug. 2015 · #2
Hallo Wendelin1,

da komme ich gerne mit 😁

Bin gespannt auf Deinen Bericht.

Viele Grüße
Cornelia
244 Beiträge · seit 201518. Aug. 2015 · #3
Hallo Wendelin,

bin auch gerne dabei und schon sehr gespannt, welche Tipps ich für unsere Planung 2016 bei Dir aufschnappen kann... 🙂

Gruß
Ria
zuletzt bearbeitet 18. Aug. 2015
Themenstarter4 Beiträge · seit 201518. Aug. 2015 · #4
Tag 1: Windhoek

Auch unser "Abenteuer Afrika" begann mit einer gefühlt endlos langen Zugfahrt mit der Deutschen Bahn nach Frankfurt. Wir flogen Air Namibia, ein Nachtflug. Von AN hatten wir zuvor recht durchwachsene Dinge gehört. Diese variierten zwischen "never-come-back-airline" bis "ziemlich angenehm". Warum wir uns für AN entscheiden, trotz negativer Empfehlungen ist ganz einfach, und lässt sich in zwei Wörtchen erklären: "Nachtflug" und "non - stop".
In Frankfurt angekommen, ging eigentlich alles reibungslos, bis uns die nette Dame bei der Gepäckaufgabe mitteilte, dass unsere reservierten Plätze bereits vergeben waren. Nach 10 min. hatte sie jedoch erneut 5 zusammenhängende Plätze für uns gefunden. Nachdem das Gepäck aufgegeben war und wir durch die Sicherheitskontrolle waren, steig die Vorfreude ins Unendliche. Nach kurzer Wartezeit am Flughafen, welche sich mit den zahllosen Zeitungsläden, Restaurants und Duty-Free Shops ganz gut verbringen lässt, stand die Maschine auch schon zum Boarding bereit.
Und jetzt mal ganz ehrlich, Air Namibia hat mich echt überrascht! Seitdem die Airline vor 2 Jahren neue Flugzeuge kaufte, scheint es echt Berg auf zu gehen. Der Flieger übertraf alle Erwartungen an AN, und der Service war klasse. Hier muss man wirklich einmal loben! Alles in allem waren die 10h20min in der Luft schnell vergangen, und wir landeten gegen 7 Uhr in Windhoek (Hosea Kutako International Airport).
ha9ecb23.jpg


Schnell dürfe ich lernen, was es heißt, wenn es in Afrika Winter ist. Als wir aus dem Flieger steigen, hatte es gerade 5 Grad! Und im Flughafen per se war es nicht wirklich viel wärmer...
Na ja, zu unserer Freude mussten wir nicht lange auf unser Gepäck warten, und konnten uns schnell in das (einzige) Café, welches ein wenig beheizt war, verkrümeln und erst einmal frühstücken.
Als wäre die Kälte nicht doof genug gewesen, teilte uns der nette Herr am Schalter der Autovermietung mit, dass wir wohl frühestens um 9:00 vom Flughafen zur Autovermietung gebracht werden würden.
nachdem wir unsere Zeit am airport abgesessen hatten, für auch schon ein kleiner Minibus vor, das Gepäck wurde verladen, und ab ging's zu den Autos. Wir buchten diese bei "Britz", einen genauen Grund gab es dafür ehr nicht. Wir wurden freundlich empfangen und nach einigen Zetteln und Unterschriften bekamen wir auch gleich unsere Autos. Diese waren in einem recht guten Zustand. Nach ca. 2h Konnten wir dann auch endlich starten, und uns in Richtung Windhoek begeben um dort einzukaufen.



Schnell war eine Mall gefunden, und nach ein paar Stunden hatten wir auch fast alles zusammen, was man so für 3 Wochen Afrika braucht. Aber leider nur fast. Da wir an einem Samstag in Windhoek eintrafen, und wir mit Autoabnahme und Fahrzeit bis in die Hauptstadt recht viel zeit vertrödelten, war es uns leider nicht mehr möglich Geld zu tauschen, was daran lag, dass die Banken bereits um 13:00 schleißen... Ohne Geld, dafür aber mit jeder Menge Lebensmitteln und allen Basics, die man so braucht, ging es in die erste Unterkunft in Windhoek: Villa Violet. Von Villa Violet waren wir echt begeistert. Die Räumlichkeiten waren top und die Leute sehr freundlich! Wirklich zu empfehlen, um von dort aus seine Reise zu starten.
Wer einmal in Windhoek war, kennt definitiv Joe's Beerhouse. Für alle, die es noch nicht kennen ist es dringend zu empfehlen! Das Restaurant ist wirklich cool eingerichtet, und serviert ausgezeichnetes Fleisch! Kudu, Orynx, Kroko - Alles dabei!
Bei gutem Essen und einem guten Windhoek Lager ging für uns der erste Tag Afrika langsam zu Ende.
zuletzt bearbeitet 18. Aug. 2015
244 Beiträge · seit 201518. Aug. 2015 · #5
Hallo Wendelin,

wann ward Ihr genau unterwegs (Monat)?

Danke und lG
Ria
Themenstarter4 Beiträge · seit 201518. Aug. 2015 · #6
Hallo Ria, wir kommen gerade erst wieder. Also Juli/August
6'152 Beiträge · seit 200618. Aug. 2015 · #7
hallo Wendelin,

na da steig ich mal ein und lass mich durch das Land bzw. Länder kutschieren.
Beste Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
zuletzt bearbeitet 18. Aug. 2015
Themenstarter4 Beiträge · seit 201519. Aug. 2015 · #9
Tag 2: Windhoek - D'kar

Nach einer eisigen Nacht in Windhoek wurden wir am nächsten Morgen recht schnell durch die aufgehende, warme Sonne geweckt. Nachdem wir die Reisetaschen im Kofferraum und Lebensmittel in den Kühlschränken im Autos verladen hatten, genossen wir ein sehr leckeres Frühstück im Hause "Villa Violet". Vor allem der selbstgemachte Rauchschinken, welcher eine Spezialität des Hauses ist, ist sehr zu empfehlen!
Der zweite Tag der Tour stand unter einem ganz bestimmten Motto: Strecke schaffen! Die Tagesstrecke von Windhoek bis zum ersten Campsite betrug ca. 600km! Doch Dank asphaltierten Straßen und recht wenig Verkehr kann man auch diese Strecke ganz gut bewältigen. Schwierig wurde vor allem das letzte Stück der Strecke, auf dem man in 5km die ersten Tiefsanderfahrungen sammeln kann. Prinzipiell kein Problem, würde nicht um diese Jahreszeit die Sonne bereits um 18:00 Uhr untergehen.

hec39ca2.jpg


Trotz aller Eile erreichten wir erst bei völliger Dunkelheit die Dqae Qare San Lodge (http://www.dqae.org). Hier wurden wir sehr nett empfangen und bekamen sofort unseren Campsite gezeigt. In tiefschwarzer Nacht und Eiseskälte bauten wir nun zum ersten mal unserer Dachzelte auf. Das Feuer, welches sofort entfacht wurde, sollte an diesem Abend unser bester Freund werden, da es wenigstens ein klein wenig Wärme spendete. Auf Grund der langen Fahrt, als auch der Kälte, entschlossen wir uns recht schnell den Tag für uns zu beenden und gingen schlafen.

Die Dqae Qare San Lodge ist eines der Camps, welche von den Buschmännern (San) größtenteils selbst bewirtschaftet wird. Meist gibt es nur einen europäischen Manager für diese Art von Einrichtungen, welcher sich um grobe organisatorische Dinge kümmert.
Noch vor ein paar Jahren war diese Lodge ein echter Geheimtipp, jedoch ist sie heute leider recht überlaufen. Um den Besuchern, welche sich nach wie vor lieber Natur um sich haben, als andere Camper und Reisebusse, gerecht zu werden, errichteten die San wenige Kilometer von diesem Camp entfernt ein Weiteres. Leider kann weiß ich den Namen dieses nicht mehr, klemme mich aber dahinter um das Camp für euch ausfindig zu machen!


Tag 3: Dakar - Maun


Gleich beim Erwachen hielt Afrika die erste Überraschung für uns bereit: Die Innenseiten unserer Zelte waren gefroren! Ich kann nicht genau sagen, wie kalt es in dieser Nacht war, schätze aber, dass es um die -5 Grad gewesen sein müssen. Glücklicherweise ging recht schnell die Sonne auf, und so erhöhten sich die Temperaturen fast schlagartig. Nur die Duschen im Camp wollten noch nicht ganz funktionieren, was daran lag, dass die Leitungen vom Heizofen zur Dusche zugefroren waren. Der junge San, welchen wir auf das Versagen der Duschen ansprachen, schien Bauklötze zu stauen, hatte er doch schließlich den Badeofen angeheizt!
Nach einem ehr schlechten Frühstück, welches wir zuvor in der Lodge gebucht hatten, begaben wir uns wieder auf die Straße. Auf den recht guten Asphaltstraßen vergingen die 250km bis Maun recht schnell, was uns erlaubte noch vor Sonnenuntergang ein zweites Mal einzukaufen.

h163b589.jpg


Was wir zwingend noch benötigten war neben ein paar restliche, frischen Lebensmitteln ein Eisentopf, mit dem wir auch auf offenem Feuer kochen konnten. Der Erwerb eines solchen Topfes war auf unserer Tour Goldwert, da wir schlecht für fünf Personen auf Gaskochern Essen zubereiten konnten. Zumal es deutlich schneller ist auf Glut zu kochen, als mit Gasflaschen, welche sich unterwegs auch schlecht nachfüllen lassen (Natürlich abhängig von der Gegend, in welcher man unterwegs ist.) Dazu kommt, dass es auch ein wenig zur Stimmung auf der Reise beiträgt, stehen alle zusammen ums Feuer und schauen in den großen Topf.
Nachdem wir unserer Einkaufe beisammen hatten, begaben wir uns Richtung "The Sedia Riverside Hotel" (http://www.sedia-hotel.com), welches einen netten Campsite anbietet. Hier ist es möglich im hoteleigenen Restaurant gut zu Abend zu essen. Umso mehr genossen wir das gute Essen, sollte es doch das letzte vor dem Okavango Delta sein.


Und wieder ging ein Tag in Afrika zu Ende. Mit Vorfreude erwarteten wir schon den nächsten Morgen, wollten wir doch endlich ins Delta!
221 Beiträge · seit 201420. Aug. 2015 · #10
Hallo Wendelin,

freue mich schon auf deinen Bericht 😎

Wir waren im Juli 3 Wo. in Namibia (Süden - Norden) und sind jetzt infiziert. Botswana - Caprivi wäre eine Option für die nächste Tour. Daher bin ich schon ganz gespannt, wie es Euch ergangen ist.

Bei uns war nur die erste Nacht in der Kalahari richtig kalt und wir waren froh über die mitgebrachten Winterschlafsäcke + Ski-Unterwäsche 😉 - Hattet Ihr die Schlafsäcke von Britz und wie waren die?

Beste Grüße
Peter
zuletzt bearbeitet 20. Aug. 2015