Auch von meiner Seite ein herzliches Danke für den Bericht! Einerseits sehr informativ für unsere Planung unserer heurigen Reise mit Zimbabwe drin, andererseits schöne Erinnerungen an Zambia mit South Lunagwa etc. - ist bei uns auch schon fünf Jahre her. Danke auch für die Hinweise hinsichtlich Dokumente fürs Auto. Für mich ist es aber auch eine kräftige Warnung bezüglich Autovermieter, denn da hat ja wohl nichts gepasst - sowohl den technischen Zustand des Fahrzeugs betreffend als auch die Dokumente!
Grüße, Udo
P.S.: Bitte nicht aufs Weiterschreiben vergessen! 😗
tiggiThemenstarter1’561 Beiträge · seit 201120. Feb. 2015 ·
Ein echter Löwenkuss
An diesem Morgen starte ich mit einer heißen Dusche. Die Nacht war kühl und dieses tolle Bad muss man ausnutzen. Leider sind die Duschköpfe so hoch eingestellt, dass ich mich ganz an die Wand quetschen muss, wenn auch mein Rücken weiter unten am Popo heißes Wasser abbekommen soll.
Ist halt schon bl...., wenn frau zu klein ist 😵 😣
Während ich noch über die Dusche nachdenke und meine Haare föne, betreten zwei Männer unseren Damenbereich und machen sich an der ersten Dusche mit Werkzeug zu schaffen. Ich kann gar nicht glauben, was ich jetzt erleben muss. Ich habe einfach zu früh geduscht. Sie montieren neue Duschköpfe! Fortan 😈 kann man stundenlang den ganzen Körper mit Wasser massieren lassen. Soll ich noch einmal duschen? Ach, nee, die Haut wird sonst zu dünn, außerdem wartet schon das nächste Event.
Durch den Park darf man nicht selbstständig fahren, man muss einen Gamedrive buchen. Schließlich muss die Kasse klingeln! Wir haben uns für heute Morgen zu einem Cubviewing, mit zwei drei Monate alten Löwen angemeldet. Vor ein paar Jahren war die kommerzielle Löwenzucht für Tierparks eine der Haupteinnahmequellen des Parks. Das ist nun schon lange eingestellt worden, wie man uns mitteilt. Es gibt hier aber noch viele Löwen, die den Gästen zum Kuscheln oder zum Spaziergang angeboten werden. Sie werden später in einem großen Gehege ausgewildert. Man erzählt uns auch, dass hin und wieder die Löwen in die Freiheit entlassen werden. In dem großen Gehege werden sie nicht mit Fleisch gefüttert, sondern müssen ihre Nahrung selber jagen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das alles so glauben kann.
Infotafeln am Meetignpoint informieren über das Löwenprojekt, sofern man es lesen kann.
Ein netter junger Mann (Name, wie immer nicht gemerkt 😈 ) holt uns später hier ab und führt uns zu den Löwenbabys.
Kritischer Blick! 😊 Ich finde, dass die kleinen Löwen traurig aussehen. Sie leben auf Stroh und Sand, zwar in einem großen Gehege, aber dementsprechend schmutzig ist ihr Fell. Ein Gefühl der Freude will sich nicht so recht einstellen. Irgendwie gefällt mir die ganze Aktion nicht so, denn schließlich sind diese Tiere der Mutter weggenommen worden und Volontäre aus Europa kümmern sich um sie. Das kann kein Ersatz sein! Die Tiere sind äußerst liebenswert und putzig. Sie sind auch sehr aktiv, toben, trinken, kuscheln und spielen. Ich würde dieses Programm aber nicht mehr unterstützen. Irgendwie passt das nicht zu unseren bisherigen Erlebnissen. Das war ein Fehlgriff.
Erste vertrauensbildende Maßnahmen! ...
...scheint das Tier aber zu langweilen.
Süß sehen sie aus und was können sie zum Verhalten der Menschen? Also kuscheln...
Sie liegen gerne unter einem Schattendach
und lassen sich kraulen und schmiegen sich an und geben Küsschen! 🤩 🤩 🤩
Und dann wurde doch noch gekratzt und gekämpft! Im Park gibt es einen Coffeeshop, in dem wir uns noch einen leckeren Cappuccino gönnen und noch einmal über die Aktionen hier nachdenken. Hier sitzt man sehr gemütlich am See. Für viele Stadtbewohner ist der Park sicherlich eine willkommene Abwechslung, aber es passt so gar nicht in unser Afrikabild.
Tinochika1’656 Beiträge · seit 201420. Feb. 2015 ·
Hallo Biggi,
Du schreibst, dass die kleinen Löwen traurig aussehen. Mag sein... trotz allem ist es sicherlich ein tolles Erlebnis gewesen, so nahe an die Löwenkinder heranzukommen, mit ihnen zu spielen, zu toben und sich abschlecken zu lassen. 🙂
tiggiThemenstarter1’561 Beiträge · seit 201121. Feb. 2015 ·
@ hallo Hartwig - ich glaube mein Mann war viel enthusiastischer als ich. Es war schon nett, den Tieren so nah zu sein, aber irgendwie war es so, als ob man mit Katzen kuschelt. Das Bewusstsein für Raubtiere war bei mir nicht vorhanden, außerdem war ich schon ein bisschen abgeschreckt, als ich das Gehege sah. Ich weiß gar nicht, was ich mir vorher überlegt habe, was uns dort erwartet. Ich habe wohl noch geglaubt, dass die Tiere auch bei ihrer Mutter sind. Dieses Geschwisterpärchen so alleine zu sehen, tat mir leid. 😮 Aber süß waren sie trotzdem! 🙂 Schön, dass du unsere Reise noch begleitest. Das freut mich!
tiggiThemenstarter1’561 Beiträge · seit 201121. Feb. 2015 ·
Auf nach Bulawayo, Simbabwes zweitgrößter Stadt Nun fahren wir nach Bulawayo weiter. Das liegt 2 Autostunden entfernt. Inzwischen klagt Manfred immer häufiger über Zahnschmerzen. Besonders heiße Getränke quälen ihn. Es ist der Olivenkern! In Bulawayo haben wir eine Kontaktadresse von Monika, einer Österreicherin, die dort eine Reiseagentur betreibt. Wir haben ihre private Telefonnummer und Adresse. Da denke ich mir, die kennt bestimmt einen guten Zahnarzt. Manfred traut dem Frieden aber gar nicht und will in Simbabwe nicht zum Zahnarzt gehen. Leider, oder zum Glück, findet unser Navi die Straße nicht und eine Sim-Karte für Simbabwe haben wir auch nicht, so dass wir auch nicht weiter versuchen Monika zu erreichen. Ich glaube dennoch, jetzt wäre ein Zahnarzt gut gewesen, denn das was in den nächsten Tagen noch auf uns zukommt, sprengt alle Pläne.
Straßenzug in Bulawayo: An der Hauptstraße haben wir versucht einen Parkplatz zu finden, das ist etwas schwierig. Wir fahren noch eine Ecke weiter.... Schöne gepflegte Häuser fallen auf und eine gute Infrastruktur. Bestimmt haben die auch Zahnärzte! 🤢 ...Und bummeln ein wenig durchs Stadtzentrum vom Bulawayo, ziehen noch einmal etwas Geld und besuchen den (Souvenir-)Markt vor dem Rathaus.
Wer kennt sie nicht, die berühmten Auto und Lkws? Blumen, sehen ein bisschen nach Beerdigung aus (?) - aber die kauft man wohl nicht nur hier?
Der Garten vor dem Rathaus wirkt sehr ordentlich und sauber. Nur die Uhr ist stehen geblieben. Wir müssen spätestens jetzt unsere Urteile über dieses Land revidieren und sind positiv überrascht. Das soll das arme, ausgebeutete Land von Herrn Mugabe sein? Aber natürlich befinden wir uns immer noch in einer Vorzeigegegend. Außerhalb von Bulawayo, gerade in den Dörfern, sieht es nicht mehr so aus
dann verlassen wir die Stadt über eine gute Straße..., aber ob die Lampen auch leuchten?
Es sind noch 40 Km zum Matopo Nationalpark. Kurz hinter Bulawayo ist wieder eine Polizeikontrolle und es ist das erste Mal, dass wir länger kontrolliert werden. Unsere Führerscheine werden verlangt, aber die Polizisten können offensichtlich damit gar nichts anfangen. Sie fragen, warum auf der englisch-sprachigen Seite keine Einträge sind. Wir erklären , wie ein internationaler Führerschein aufgebaut ist. Es ist offensichtlich das erste Mal, dass sie einen internationalen Führerschein in ihren Händen halten. Wir bekommen die Papiere schnell zurück, dann wechseln sie das Thema. Sie suchen nach Waffen, sind aber gewohnt freundlich und lächeln nur, als wir ihnen klar machen, dass wir keine Waffen dabei haben. Dann folgt eine Frage, die uns sehr überrascht " How is Germany?". Der Fußball und das Wetter interessiert sie ebenso. Nach kurzer Konversation verlssen wir den Checkpoint. Dieses ist der 4. Roadblock am heutigen Tag.
Matopo Nationalpark
Im Matopo Nationalpark melden wir uns am Sandy Spruits Damm Gate an und zahlen . Die Übernachtung kostet pro Person 8 US$ (für 2 Nächte) auf der Campsite, zuzüglich 15 US$ Parkgebühr und 10 US$ für Auto.
Im Park folgen wir dem Circuit Drive zum View of the World und erklimmen das Cecil Rhodes Memorial. Hier ist ein erneuter Eintritt fällig (10 US$/Pers.), der auch zum Besuch der Pomongwe Cave berechtigt. Allerdings nur, wenn man gleich anschließend zur Höhle fährt.
Nun kann es losgehen, mit der Besteigung ..
Wir folgen dem Weg nach oben und entdecken so manche Pflanze
Der Eroberer Cecil Rhodes hat sich auf diesem Traumplatz begraben lassen, umgeben von Felskugeln und riesigen Granitblöcken.
Plattgürtelechsen bewachen die Gräber.
Die bunteren Tiere sind die Männchen, mit Spuren eines Kampfes, die sich deutlich zeigen.
Obwohl auch die Steine neben den Steinplatten der Gräber sehr warm sind, tummeln sich witzigerweise, die Echsen nur direkt auf der Spitze.
Das Denkmal der Schlacht am Shangani River steht etwas unterhalb der Spitze. Neben Cecil Rhodes gibt es hier drei weitere Grabplatten. Für die Ndebele war dieser Platz der "Sitz der Ahnen". Besonders schön sehen die Granitblöcke im Licht der Sonne aus, aber auch die weitere Umgebung fasziniert mit ihren "gekleckerten" Steinformationen.
Das sind ja tolle Bilder, wir werden in diesem Jahr auch in den Matopo Nationalpark fahren und du steigerst unsere Vorfreude damit sehr 🤩 ! Ich hoffe euch hat es dort auch gut gefallen und dein Mann konnte den Nationalpark genießen!
Liebe Grüße
Kloppo
Mit welcher Kamera machst du denn deine Bilder, oder hab ich das überlesen?
- Wurstsalat gibt es wieder zu Hause 2013-
- die Reise zu den unaussprechbaren NPs 2014-
- Kloppo und die Klepperkischd 2015-
- How was Your Day?... A Trip to MOZ & SA 2016-
- Kloppos zu Gast beim Tanz der Vampire
jetzt muß ich mich doch noch mal melden. Deine Landschaftsaufnahmen sind wieder wunderschön. Und Du hast recht, wenn Du schreibst, daß die Löwenkinder so traurig aussehen. Den gleichen Eindruck habe ich auch. Das erinnert mich ganz stark an den Artikel, den ich vor ein paar Tagen im Hamburger Abendblatt gelesen habe. Allerdings ging es da um Löwenkinder in Südafrika. Hier mal der Link : http://www.abendblatt.de/vermischtes/article137446684/Vom-Streichelzoo-vor-die-Flinte.html Es kann doch nicht sein, daß man Löwenbabys der Mutter wegnimmt, nur damit Touristen mit ihnen kuscheln können. 🤢 Bitte versteh mich nicht falsch, das geht nicht gegen Dich. Ich hätte genauso wie Du reagiert. Den Betreibern geht es nicht um Tierliebe, es ist lediglich ein lukratives Geschäft. Ich finde es gut, daß Du auch solche Dinge berichtest. Schreib bitte weiter so, auch das gehört dazu. Nachdenkliche Grüße,
Hildegard
zum Arbeiten zu alt, zum Sterben zu jung.Wir verprassen das Erbe unserer Kinder...;-)
Reisebericht Namibia 2013
"Nur" eine Einsteiger-Tour
Hallole, auch hier ein interessanter Artikel über dieses Projekt: http://africageographic.com/blog/walking-with-lions-good-conservation-probably-not/ Es scheint in der Tat einige unschöne Vermutungen über den Verbleib der aufgewachsenen Löwen zu geben. Aber ansonsten ist es ein sehr interessanter Reisebericht! Viele Grüße, Nenette
tiggiThemenstarter1’561 Beiträge · seit 201122. Feb. 2015 ·
@ Kloppo - danke für dein Lob, die meisten Bilder habe ich mit einer Canon EOS D600 gemacht. Für die Landschaftsaufnahmen benutze ich das 18-200mm Objektiv von Sigma, habe sonst für Tieraufnahmen noch ein Objektiv bis 300 mm Brennweite. Zusätzlich haben wir noch eine kleine Kamera G1X von Canon mit. Diese kleine Kamera macht wirklich auch gute Bilder, hat allerdings nur eine geringe Brennweite und braucht ziemlich lange zu Speichern der Daten.
@Hildegard und @Nenette - ja, das mit den Löwen ist wirklich nur ein sehr lukratives Geschäft für den Eigentümer! Ich habe den Artikel in africageographic gelesen. Es erschüttert zu hören, dass die Löwen wohl doch nicht ausgewildert werden, außerdem fand ich den Kommentar (direkt unter dem Artikel) von einem der Volontäre sehr interessant, der beschreibt, dass es gar keinen Arzt für die Tiere gibt, bzw. der wird zu spät gerufen. Schrecklich! Bisher war mir nicht klar, dass es in Vic Falls noch so ein Projekt gibt. Schrecklich ist auch, zu hören dass die alten und kranken Tiere verkauft werden. Da mag man sich gar nicht ausmalen, wozu sie genutzt werden.
Vielleicht denken andere Touristen erst nach und besuchen dann den Antelope Game Park!!! 🤩
tiggiThemenstarter1’561 Beiträge · seit 201122. Feb. 2015 ·
Maleme Damm, schöne Felsmalereien und keine Tiere Wir verlassen diesen magischen Ort, an dem Cecil Rhodes begraben liegt und nach weiteren Kilometern stehen wir vor dem Maleme Wildlife Office. Hier müssen wir uns anmelden und können etwas Holz kaufen. Die Rangerin erklärt uns, dass sie das selber noch hacken muss. In einer Stunde können wir das Holz abholen. Einen guten Kilometer weiter erreicht man durch enge Abfahrt die Campsites. Diese sind sehr großzügig um den Stausee verteilt. Ein neues Häuschen wird gerade erbaut und mit Riedgras eingedeckt. Wir haben die große Auswahl. Für die erste Nacht entscheiden wir uns für den letzten Platz am Ablutionblock. Wir sind hier ganz alleine. Es gibt mehrere Ablutionblocks. Sie sind schlicht und einfach, aber sauber. Wir genießen, wie jeden Tag hier, die tolle Landschaft und Atmosphäre.
Manfred bemerkt so ab und an, auch gerne etwas lauter 🤢 , dass er ein Zahnproblem hat, die Olive! Nach einer guten Stunde macht er sich auf, zum 2 Kilometer entfernten Office, um das Holz zu holen. Ich bin derweil alleine am Damm. Ein Kleinlastwagen kommt irgendwann vorbei. Darauf sitzen Männer, die Riedgras geerntet haben. Nach 20 Minuten folgen die Frauen zu Fuß. Sie haben viele Kilometer zu laufen und winken mir fröhlich zu. Am nächsten Tag begegnen wir erneut Frauen, die mit einer Sichel das Riedgras ernten und erfahren, dass sie teilweise 10 Km zu laufen haben. Für uns verwöhnte Europäer (wir fahren sogar die Kinder zu Freunden, die nur 500 m weiter wohnen!), ist das unfassbar. Es dauert sehr lange, bis Manfred erscheint. Ich mache mir schon Sorgen. Er erzählt, dass das Holz natürlich nicht gehackt war und die Frau ihren Sohn geholt hat, damit er mit einer stumpfen Axt für uns das Holz zerkleinert. That`s Africa! Heute sind viele, kleine, nervige Fliegen auf unserem Tisch und in unserer Umgebung anwesend. Das hatten wir bisher noch nicht. Der Abend ist absolut ruhig, hin und wieder werden wir aufmerksam, weil wir Tiere hören. Klippspringer können wir sehen, aber es müssen auch nachts Tiere am Staudamm zum Trinken sein. Wir sind hier ganz alleine, es gibt nur in einem Chalet am anderen Ufer ein Licht. Die Milchstraße beleuchtet uns. Ein klarer Himmel, mit unzähligen Leuchtkörpern und Sternschnuppen.
Am nächsten Morgen bleiben wir länger als sonst liegen und sind einfach nur faul. Außerdem ist es noch sehr frisch. Ein ausgiebiges Frühstück mit Rührei, Obst, Joghurt, Müsli, Brötchen mit Käse und Marmelade usw. soll uns den Start in den Tag versüßen.. Lecker, lecker!
Während des Frühstücks kommen wieder die Frauen angelaufen. Sie gehen zur Arbeit. Wo die nur her kommen, denn nur sehr weit entfernt sehen wir später Hütten? Erst nachdem wir viele Kilometer gefahren sind, sehen wir die Frauen und Männer bei der Arbeit. Sie schneiden das Riedgras. Wir sind immer noch ganz alleine und wollen auch die nächste Nacht hier verbringen. Unser restliches Holz verstecken wir hinter einem Felsen, die Stühle und den Tisch packen wir aber ein. Diese Ecke erscheint uns sehr einsam und da die Ausstattung zum Auto gehört, wäre es ärgerlich, wenn etwas fehlen würde. Obwohl wir bisher noch nie schlechte Erfahrungen gemacht haben, sind wir in dieser offenen Gegend etwas vorsichtiger. Dann starten wir zu unserer Erkundungstour.
Erst einmal müssen wir über den Damm
Der Blick von anderen Seite Unser erstes Ziel ist die Nswatugi Höhle, die sich gute 10 Km entfernt befindet. Über eine Piste, die auf den letzten Kilometern unbedingt Allrad erfordert und sehr steinig, uneben und durch den Regen ausgewaschen ist, gelangt man zu einem Parkplatz mit einer Stellwand.
Auf solchen Pisten lernt man den Landy lieben!
Infotafeln informieren über das Leben der Buschleute.
Ab dem Parkplatz folgen wir einem markierten Weg zur Höhle. Der kurze Fußmarsch ist sehr steil, endet aber in der wunderschönen Höhle.
Von hier oben bieten sich wieder traumhafte Ausblicke über den Park. Die Felszeichnungen im Matopo NP zählen mit über 3000 bekannten Fundstellen zu der weltweit größten Felskunstgalerie. Galoppierende Giraffen und Zebras, Kudus und Menschen lassen sich in der Nswatugi Höhle noch gut erkennen. Die Jagdszenen sollen zu den besten Afrikas zählen. Außerdem sind viele verschiedenen weitere Tierdarstellungen zu sehen. Teilweise werden die Bilder auf die frühe Steinzeit 10000-6000 vor Chr. datiert.
Nach diesem tollen Start in den Tag führt uns der Weg zum Whovi Game Reserve. Hier noch ein paar Impressionen vom Park
Laut Gästebuch sind wir bisher die einzigen Gäste und es ist bereits Mittag als wir am Gate stehen.
In der Nationalparkgebühr ist der Eintritt hierfür bereits enthalten. Wir werden noch einmal belehrt, den Wagen nur am Picknickplatz zu verlassen, da es hier gefährliche Tiere gibt.
Später fragen wir uns, welchen Park sie damit meinen, denn Tiere sehen wir nur wenige. Hier sollen Breit- und Spitzmaulnashörner leben, leider sehen wir nur ihre Hinterlassenschaften oder die Fußspuren.
Wir erreichen den ersten kleinen Damm. Im Wasser tummeln sich ein Nilpferde, bis zum großen Damm fahren wir immer wieder kleine Loops, die entweder irgendwo im Nichts enden oder zugewachsen sind. Viele Nebenwege sind schwierig zu befahren und nur mit einem Allradfahrzeug zu bewältigen. Die Hauptwege sind teilweise auch sehr ausgewaschen.
Am Mpophoma Damm stehen einige Picknicktische. Wir steigen aus und nutzen die Möglichkeit für ein verspätetes Mittagessen. Die Toiletten sind allerdings nicht zu benutzen und dem Verfall preisgegeben. Der See ist eingebettet in herrliche Berge und Gesteinsformationen.
Später umrunden wir den See und treffen auf frische Nashornspuren. Es gibt sie doch hier. Neben dem Weg wächst überall sehr hohes Riedgras und es ist daher kaum möglich irgendwelche Tiere zu sehen. Im Nordteil des Parks kann man zwei sogenannte Hides, Aussichtsplattformen aufsuchen und hat eine etwas weitere Sicht, aber auch dort finden wir keine Tiere. Immer wieder sind kleinere Flächen einem Feuer zum Opfer gefallen und an einer freieren Stelle sehen wir dann endlich Giraffen, später noch einmal eine Gruppe Wasserböcke. Diese Tiere sind aber so scheu, dass kaum ein Foto möglich ist. Bis ich die Kamera zur Hand habe, sind die Tiere wieder im Dickicht verschwunden. Insgesamt sind wir der Meinung, der Park lohnt nicht. Landschaftlich ist es sehr schön, aber die Tierpopulation ist schwer zu finden.
An vielen Stellen treffen wir auf das geschnittene Riedgras
Gegen 16.00 Uhr verlassen wir den Park. Zwei Autos fahren gerade hinein, ein weiteres trafen wir am Picknickplatz. Hier scheint nicht so viel los zu sein.
Das kommt mir alles sehr bekannt vor. Am Maleme Dam hatten wir uns für genau den gleichen Stellplatz entschieden. Da scheinen wir den gleichen Geschmack zu haben, denn auch wir waren dort die einzigen Camper. Unsere Tierausbeute war auch nicht besser als bei Euch.
schön , dass es weiter geht. Dein Bericht ist wirklich so schön zum Lesen. Abwechslungsreich mit schönen Fotos und Impressionen. In Gweru haben wir ganz ähnlich empfunden wie Ihr. Bei uns waren es zwei 18 Monate alte Löwinnen für den lion Walk. Klar war das aufregend so nah an so grossen Löwen zu sein, aber die Tiere haben mir sehr leid getan.
In Matobo hatten wir allerdings mehr Glück bzw. wir hatten ein Rhino Tracking gebucht. Alleine hätten wir bei der dichten Vegetation sicher auch nicht viel gefunden. So waren wir zu Fuss auf Tuchfühlung mit einem grossen Rhino.
Nächstes Jahr werden wir dann in Sambia und Malawi auf Euren Spuren wandeln, ich habe mir schon einiges aus Deinem Bericht notiert. Nochmal Danke auch für die vielen Infos.
tiggiThemenstarter1’561 Beiträge · seit 201126. Feb. 2015 ·
@ Topobär - leider geht es nicht so leer auf dem Maleme Platz weiter! Das war aber unser Glück... 😈
@ Montango - wir haben noch überlegt, eine Nashornsafari zu buchen, uns aber entschieden, es nicht zu tun, da wir ja noch den Krüger NP vor uns haben. Dort sind wir uns sicher, Nashörner zu treffen.
@ Boompjes - danke!
DANKE - allen Buttondrückern 😘 Eine aufregende Nacht steht uns bevor.... . Es soll weitergehen. Biggi
tiggiThemenstarter1’561 Beiträge · seit 201126. Feb. 2015 ·
Zurück am Maleme Damm
Als wir am Maleme Damm ankommen, glauben wir unseren Augen nicht zu trauen. Wo wir gestern noch einsam und alleine standen, stehen heute viele Zelte und immer mehr Autos kommen an. Ah ja, es ist Wochenende, Freitagnachmittag, und die Campsites im Park füllen sich. Unser Plätzchen ist natürlich belegt und über unser Holz haben sich auch schon andere Gäste gefreut. So geht das aber nicht! 😊 😉 Wir packen unser Holz ein und suchen eine neue Campsite. (Bei genauem Hinschauen erkennt man rote Zelte zwischen den Bäumen.) Zuerst versuchen wir es am anderen Ufer, merken aber schnell, dass diese Plätze früh im Schatten liegen, also wieder zurück ( mein Mann wäre dort geblieben, aber Frau... 🤩 - diskutieren, diskutieren und...wer setzt sich durch? 🙂 ) und Campsite Nr. 14, direkt unter einer tollen Felswand ist unser Plätzchen.
(Bild4) Wir markieren unser Revier mit Stühlen und dem Tisch. Schnell entfernen wir uns noch einmal zur Pomongwe Höhle. Diese Höhle ist nur 3 Km entfernt und kann ebenfalls mit dem Ticket des View of the World besucht werden. Vor der Höhle befindet sich ein kleines Museum. Als wir das Museum betreten verlangt man unsere Tickets, die wir auch gerne vorzeigen, doch dann kommt die große Überraschung. Man kann die Höhle nur am selben Tag, wie das Cecil Rhodes Monument besuchen. Da waren wir aber gestern. Nach einer kurzen Diskussion dürfen wir dann doch mit dem Ticket hinein. Die beiden Kassierer ändern unser Datum, denn das Ticket müssen sie verwahren. Verstanden haben wir das System nicht. Keine Angst, die lebt nur im Museum! 🤩 Für uns wäre es auch nicht schlimm gewesen, wenn wir das Museum nicht besucht hätten. Es brachte keine neuen Erkenntnisse und ist nicht so sehenswert....
(Die Höhle liegt gut versteckt hinter den Bäumen.)
...Das gleiche gilt für die Höhle. Sie ist mit 10 Metern Höhe besonders groß und war sicherlich mal schön bemalt, aber viele Zeichnungen sind inzwischen zerstört. Ein Kunstfreund zerstörte die Zeichnungen aus Versehen. Er wollte sie eigentlich erhalten.
Deutlich sind die Spuren der Zerstörung zu erkennen.
Wieder zurück auf der Campsite erwartet uns am Abend noch ein ganz besonderes Erlebnis. Wir grillen und genießen das Lagerfeuer. Eine besonders große Spinne erregt unsere Aufmerksamkeit. Sie leuchtet bzw. ihre Augen scheinen es zu sein, die im Lichtschein des Feuers reflektieren und sie springt umher. Spannend ! Für ein Foto ist es aber schon zu dunkel.
Immer häufiger klagt Manfred über Zahnschmerzen, nun müssen wir bald eine Lösung finden. In unserer Apotheke befindet sich ein Schmerzmittel und Breitbandantibiotikum. Das sollte fürs Erste helfen. (?) Wer Erfahrungen mit Zahnschmerzen hat, weiß natürlich, dass ein allgemeines Breitbandantibiotikum nicht das Richtige ist. 🤢 Also beschließen wir, bald ins Zelt zu tauchen und am nächsten Tag bis Südafrika durch zu fahren, um einen Zahnarzt aufzusuchen.
Vorher experimentiere ich noch mit der Kamera...und laufe über den Platz, einfach so. Ich entferne mich auch weiter.... und denke mir nichts. Wilde Tiere gibt es nicht! Oder? 🤩 Ich übe noch... Nächtlicher Besuch
Wir liegen bereits im Bett. Ich lese noch unter meiner Stirnleuchte, als meine Aufmerksamkeit durch ein lautes Geräusch geweckt wird. Das viele trockene Laub raschelt und es hört sich an, als wenn ein größeres Tier durch die Büsche läuft. Mein erster Gedanke ist, ein Pavian, der an den Müll geht. Aber diese frechen Biester schlafen ja nach Einbruch der Dunkelheit. Ich öffne den Reißverschluss und traue meinen Augen nicht. Das gibt es doch gar nicht! Auf einem Felsen, ca. 4m vor unserem Zelt (Bild 4, auf dem Felsen direkt am Auto saß er) , direkt auf Augenhöhe blicke ich in bernsteinfarbene, leuchtende Augen. Im Schein meiner Stirnleuchte sehe einen prachtvollen Leoparden. Noch nie vorher bin ich einem Leoparden so nah gewesen. Im South Luangwa lief zwar ein Tier neben dem Auto lang, aber hier gibt es keinen Schutz zwischen uns. Ich bin völlig aufgeregt und wecke Manfred. Dabei bin ich wohl so laut, dass sich der Leo erschrickt und vom Felsen zurückzieht, aber er ist nicht weg. Seine Augen leuchten noch im Schein des Lichts und wir können ihn noch längere Zeit beobachten. Die weißen Flecken sind außerdem gut zu sehen. Er befindet sich jetzt auf einem weiteren Felsen, etwas höher gelegen. Die nächsten 20 Minuten hat er uns offensichtlich auch im Auge, wir leuchten mit unseren Stirnlampen immer wieder in die Felswand und sehen seine funkelnden Augen. Welch eine Aufregung am Abend, grandios! Litt ich bislang nicht an Bluthochdruck, dann bestimmt jetzt. An meine Kamera habe ich jetzt natürlich gar nicht gedacht, außerdem können wir nicht aussteigen. In dieser Nacht bleiben wir im Zelt. Mit dieser Überraschung und so einem tollen Tier haben wir gar nicht gerechnet. Am nächsten Morgen sitzt mir der Schreck noch in den Gliedern. Ich schaue hinter jeden Felsen. Allein das Bewusstsein, dass wir gestern Abend noch länger am Feuer saßen und der Leo trieb sich schon in unserer Nähe herum, lässt meine Beine zittern. Erst viel später erfahren wir, dass der Matopo NP die höchste Leopardendichte Simbabwes hat.
tiggiThemenstarter1’561 Beiträge · seit 201126. Feb. 2015 ·
Wo bitte schön geht es zum Zahnarzt?
Um 7.45 Uhr verlassen wir das Camp in Richtung Südafrika. Bulawayo wollen wir umfahren und versuchen vom Matopo Park aus, direkt über die Gravel Road nach Fort Usher und weiter nach Gwanda im Süden zu gelangen. Die ersten 10 Km bis Fort Usher sind schon so schlecht, dass man umdrehen sollte. Jeder Wettlauf zwischen Schnecken oder Igeln würde schneller enden, als die Strecke mit dem Wagen zu fahren. Aber die Hoffnung stirbt zu Letzt und so hoffen wir, dass nach der nächsten Kreuzung eine Besserung eintritt. Leider entpuppt sich diese Route als so katastrophal, dass wir für die Abkürzung deutlich länger benötigen, als für einen Umweg über Bulawayo. Das ist eine Wellblechpiste, die auch die letzten Schrauben aus dem Auto löst und nicht nur den Darm bis zum Hals springen lässt, wenn man zu schnell fährt. Für die Tour bis zur A6 würden wir mehr als 6Stunden brauchen. Hinter Fort Usher sind noch ein paar Kilometer bis zur Kreuzung, von dort sind es 100 Km bis Gwanda. Wir brechen die Strecke ab und nehmen die nächste Abzweigung über Bulawayo. Diese Strecke hat keine Bezeichnung in der tracks4africa Karte. Sie verläuft ungefähr parallel zur Matopo Road und kommt kurz vor Bulawayo mit ihr zusammen. Was sind wir froh, als wir dieses Geruppel nach 23 Km hinter uns lassen? Die letzten 3 Kilometer sind bis zur TAR sind mit Autoleichen am Wegesrand gepflastert. Das ist sehr bezeichnend, denn nicht jedes Fahrzeug ist für diese Rappelpiste bis Bulawayo geschaffen. Neben dem Autofriedhof wurde auch gleich der Müll Bulawayos an den Straßenrand gekippt.
Wir erreichen den Stadtteil Hillside und kaufen bei Spar und im Bottleshop ein.
In Hillside scheinen viele Weiße zu leben. Große und schicke Häuser bis kleine Villen lassen unser Bild vom verarmten Simbabwe verblassen. Hier sieht es anders aus. Wieder gibt es dunkelhäutige Angestellte, die mir die Waren zum Auto bringen und verpacken. Es ist ungewohnt und teilweise beschämend, wie zuvorkommend wir behandelt werden, denn die ärmere Bevölkerung ist nicht unter den Weißen zu finden. Gegen 10.00 Uhr verlassen wir Bulawayo und sind um 11.10 Uhr bereits in Gwanda.
Ob es hier einen Zahnarzt gibt? Nein, mein Mann will nicht. 😈 Wir fahren weiter... Auf dem Weg nach Beitbridge in Südafrika machen wir noch eine Pause .
Die Strecke ist eintönig, man fährt immer nur geradeaus und durchquert Farmland mit einigen wenigen Dörfern oder mäßig interessanten Baobabs. Um 14.15 Uhr erreichen wir Beitbridge, hier tanken wir für 100 US$ 71,43 l, inzwischen zeigt die Tachoanzeige 104092 Km an, genau genommen sind wir bis zur südafrikanischen Grenze 7492 Km gefahren.
Über die Limpopobrücke nähern wir uns dem Grenzübergang, ...
....hier herrscht ein unübersichtliches Gewimmel von Menschen, Kisten, Kartons und Bussen. Die Benutzung der Brücke kostet übrigens 10 US$. Die Abfertigung in Simbabwe ist zügig und problemlos, noch schneller erfolgt die Einreise nach Südafrika. An einem Container erhalten wir die Einreisestempel, die Fahrzeugpapiere will dieses Mal niemand sehen und nach insgesamt 30 Minuten sind wir Musina.
Ankunft in Südafrika, der Heimat unseres Landys! Für uns bedeutet die Ankunft in Südafrika auch, wieder zurück in zivilisierten Gebieten zu sein.
Es ist Samstagnachmittag, dennoch hofft Manfred auf einen Zahnarzt. Nachdem wir das Zentrum verlassen haben stehen wir auch bald, mehr oder weniger zufällig, vor einem schönen kleinen Anwesen mit dem Hinweisschild: Dental Sanctuary, Emergency call .... .
Ich versuche die Nummer anzurufen, als ein Auto vorfährt. Der Zahnarzt? Nein. leider nicht, nur seine Tochter. Sie bringt Manfred zu ihrer Mutter, Ehefrau des Arztes, die dann erklärt, dass ihr Mann nicht da sei und erst am Montag wieder erreichbar ist. Aber, sie könne mit ein paar Schmerzmitteln aushelfen. Gute Idee! Wir nehmen dankbar die Tabletten an uns und fahren weiter. Eigentliches Ziel ist das Nwanedi Game Reserve.
Die Straßen sehen gepflegter als in Simbabwe aus, die Landschaft ist viel grüner und kultivierter.
Ein paar Minuten später stehen wir in Tshipise vor dem Forever Resort. Spontan beschließen wir hier zu bleiben. Es ist noch Zeit zum Weiterfahren, aber Manfred will nicht mehr und wenn der Chefpilot etwas nicht will, dann ist er kaum zu überzeugen, dass das andere schöner ist. Ja, wenn Männer Zahnschmerzen haben, geht manchmal gar nichts mehr. Wir checken hier ein. Für eine Nacht kann man hier stehen, aber ansonsten ist es weniger einladend, denn wie viele Campingplätze in Südafrika hat auch dieser den typisch italienischen oder spanischen Standard und so gar nichts mit Afrikas Wildlife zu tun.
Den Abend verbringen wir ruhig nach einer heißen Dusche, wir testen die WLAN Verbindung, speichern ein paar Fotos und vertreiben die frechen Meerkatzen. Oh ja, doch african wildlife! Die Sonne bringt den Berg hinter uns in wunderschönen Farben zum Glühen und dabei studieren wir das afrikanische Campingleben. Eine große Poolanlage bietet auch im Winter ein beheiztes Bad und so toben, kreischen und erfreuen sich Jugendliche im kalten Nass. Die Schmerztabletten vermischt Manfred mit einem Gin Tonic und so kann er seinen Zahn vorübergehend betäuben. Aber die Schmerzen nehmen von Tag zu Tag zu.
Am nächsten Tag geht es zur berühmten Panoramaroute. Wird es dort einen Zahnarzt geben?
Wow 🤩 🤩 , was für ein Erlebnis mit dem Leoparden !!! Dieser Fels ist ja wirklich genau auf Dachzelthöhe (also im wahrsten Sinne des Wortes Auge in Auge.... 🤩 🤩 Ich hätte wahrscheinlich vor Schreck den Zipper direkt wieder runter gezogen... 😄 Das ist schon beim Lesen superspannend... Hoffe, deinem Mann konnte spätestens auf der nächsten Streckenetappe geholfen werden... Da leidet man ja richtig mit, der Arme 🤨 😮 LG , Nane 🙂
Moin Biggi, ha, manchmal ist es doch gut, wenn man nicht weiß, was auf einen zukommt. 🤩 Ich hätte auch erhebliches " Fracksausen " bekommen, wenn mir plötzlich ein Leopard gegenübergestanden hätte. 😐 Jaja, wenn Männer leiden... Da ist sogar ein Schnupfen lebensgefährlich. 😊 Aber von Zahnschmerzen kann ich auch ein Lied singen. Die kommen immer dann, wenn kein Zahnarzt erreichbar ist... 🤢
Deine Bilder begeistern mich nach wie vor ( natürlich Dein Bericht auch ). Freue mich schon, wenns weiter geht. Liebe Grüße,
Hildegard
zum Arbeiten zu alt, zum Sterben zu jung.Wir verprassen das Erbe unserer Kinder...;-)
Reisebericht Namibia 2013
"Nur" eine Einsteiger-Tour
tiggiThemenstarter1’561 Beiträge · seit 201127. Feb. 2015 ·
Auf, zur Panoramaroute!
Am nächsten Morgen treffen wir ein Pärchen aus der Schweiz. (www.ufbrechopf.ch) Die beiden sind auf einer 2-jährigen Weltreise und mit einem eigenen Expeditionsfahrzeug unterwegs. Sie schwärmen von China, Thailand und Australien. Von letzterem sind sie mit einem Schiff nach Südafrika übergesetzt. Ihre letzten Ziele sind nun Simbabwe, Botswana und von Namibia wird das Auto zurück nach Europa verschifft. Die beiden erzählen, dass sie jetzt wieder etwas Geld verdienen müssen, um nach ein paar Jahren wieder auf Tour zu gehen. Immer wieder hören wir neidvoll Schweizer Bürgern zu, wie einfach es zu sein scheint, längere Zeit aus dem Beruf auszusteigen und dann wieder einzusteigen? Noch lange hätten wir ihren Erzählungen folgen können, aber wir wollen weiter. Schließlich brauchen wir einen Zahnarzt, obwohl die Schmerztabletten ein bisschen zu wirken scheinen. Die Panoramaroute ist unser Ziel. Es geht zurück zur N1, über Louis Trichardt erreichen wir später die Stadt Tizaneen. Bisher sind wir durch eine nicht so interessante Landschaft gekommen. Links und rechts der N1 gibt es km-lange Bananenplantagen...
.... oder anderes Obst. Langsam kommen die ersten Berge in Sicht,....
wir folgen den Serpentinen hoch hinauf. An einem Obststand halten wir, kaufen frische Papaja, Bananen und Orangen. Die ersten Wasserfälle sind zu sehen ....
und bald stoßen wir auf den Hinweis zur Panoramaroute. Wir erreichen 40 Km vor Graskop das Forever Resort Blyde River Canyon, welches nun unser zu Hause für eine Nacht wird. Ein sehr schönes und beheiztes Bad erwartet uns und, wie es in Süddafrika so Sitte ist, natürlich mit Badewanne. Auf jedem Campingplatz waren mehr Badewannen als Duschen vorhanden.
Es ist noch früher Nachmittag und so fahren wir zu dem View Point der "Three Rondavals" und wandern zu den Bourke`s Potholes. Beides sind typische Touristenmagnete, sind mit einem Eintrittsgeld belegt und entsprechend ist die Umgebung auf Touristen ausgerichtet. Am Parkplatz gibt es viele Andenkenshops. Afrikanisches Kunsthandwerk, wie Masken, Holzgiraffen oder Nilpferde, Tücher und Taschen kann man in allen nur erdenklichen Größen kaufen. Vom Parkplatz sind es nur wenige Meter, bis die Klippen steil zum Blyde Canyon hinabfallen. Gegenüber, auf einem Bergrücken, erblickt man die Rondavals, die tatsächlich wie afrikanische Rundhütten aussehen.
Hier ein paar Bilder dazu:
Das Gebiet um Bouke`s Potholes ist ebenfalls am Fluss gelegen, die vielen kleinen Schluchten sind mit Brücken überspannt und bieten einen schönen Blick auf die Potholes. Steine, die durch die Strömung in eine kreisende Bewegung versetzt wurden, haben die Felsen in den Schluchten oftmals, metertief ausgehöhlt und glatt "geschliffen". Es ist sehr schön hier gewesen zu sein, aber das reicht jetzt auch. Das gesamte Gebiet ist nur auf bestimmten, gezeichneten Pfaden zu erreichen, spontane Wanderungen in die Natur scheitern an den vielen Zäunen.
Ein bisschen was wächst zwischen den Felsen!
Zu guter Letzt kann man auch hier wieder die Bevölkerung unterstützen.
Manfred pflegt später seine Zähne, während ich noch einmal auf Tour bin und zum Restaurant des Resort laufen. Das ist von der Campsite ein ganz schönes Stück bergauf und gute 20 Minuten zu gehen. Nur dort gibt einen WLAN Zugang und die Kinder sollen mal wieder ein Lebenszeichen von uns erhalten. An diesem Abend füllt sich der Platz ganz gut, wir sitzen am wärmenden Feuer und halten mit unseren deutschen Nachbarn einen Smalltalk.
Alles in allem ist die Panoramaroute genau das, was man auf seiner ersten Südafrikareise erleben sollte. Uns störten die vielen Reisegruppen an den herrlichen Plätzen. Auf der Campsite war das aber gut zu ertragen. Südafrika wirkt hier schon sehr europäisch. Am Ende des Campingplatzes, der am Canyonsee liegt.
Am nächsten Tag soll unsere Zahnarztsuche weitergehen und zu einem E... führen. Der Krüger NP wartet.