DaxiangThemenstarter5’067 Beiträge · seit 201423. Okt. 2014 ·
25.09.2014 Entebbe - Ziwa Rhino Sanctuary
Nach einem guten Frühstück, packen wir unsere Sachen ins Auto und verabschieden uns vom 2 Friends Beach Hotel Team. Um 7:30 Uhr starten wir unsere Tour durch Uganda. Um dem Verkehrschaos in Kampala zu entgehen, fahren wir zuerst ein Stück Richtung Mabamba Wetlands. Statt links abzubiegen, biegen wir jedoch rechts ab und erreichen so gegen 9 Uhr in einem Außenbezirk von Kampala die Teerstraße. Die Fahrt auf dem Gulu-Highway Richtung Murchison-Falls führt durch zahlreiche Dörfer, sowie landwirtschaftlich genutzte, oder mit Papyrus und Schilf bestandene Flächen. Überall wo größere Orte sind entdecken wir viele Marabus und Schildraben.
Beim Ort Nakitoma verlassen wir die Teerstraße und biegen, für die letzten 7 km zum Ziwa Rhino Sanctuary, nach links ab.
Um 11:30 Uhr haben wir unser Ziel erreicht und Guide Willi steigt zu uns ins Auto. Während der kurzen Fahrt erzählt er uns einiges über das ca. 70 qkm große Ziwa Rhino Sanctuary, das zur Wiedereinführung und Zucht von Nashörnern in Uganda errichtet wurde. Derzeit leben im Schutzgebiet fünfzehn Breitmaulnashörner. In der Nähe der Nashörner wartet ein 2ter Ranger auf uns, dieser verbringt den ganzen Tag in ihrer Nähe. Zusammen nähern wir uns zu Fuß 3 Nashörnern, die etwas versteckt im Gebüsch liegen.
Während wir versuchen ein halbwegs gutes Foto zu bekommen, erzählt uns Willi um welche Tiere es sich hier handelt. Vor uns dösen der dominante, 14 Jahre alte Bulle Taleo aus Kenia, die 15 jährige Nandi aus Florida und ihre, Tochter Uhuru. Die beiden haben 2009 mit Obama für den ersten Nashornnachwuchs gesorgt. Uhuru ist ihr mittlerweile drittes Kind und wurde am 1. Juni 2013 geboren. Nachdem Silke leichte Kreislaufprobleme hat, bleibt sie mit dem Ranger zurück und ich pirsche mich vorsichtig mit Willi an Taleo heran, um eventuell ein Foto ohne störende Äste zu bekommen. Doch da haben wir die Rechnung ohne den Bullen gemacht, der steht nämlich auf und geht dicht an uns vorbei ins nächste Gebüsch.
Auf dem Rückweg zum Center sehen wir Amethystglanzstare, Perlhühner und Bleichböckchen (Oribis). Silke geht es mittlerweile wieder gut und so steht dem Mittagessen nichts im Wege. Es gibt Hühnchen mit Gemüse und Salzkartoffeln. Uns schmeckt es sehr gut – vor allem das Gemüse ist klasse! Nach dem Mittagessen geht es weiter nach Masindi.
Zu Fuss zu den Nashörnern ist schon ein tolles Gefühl!!! 🤩 Glückwunsch zu den Sichtungen! 🙂 Auch wenn die Nashörner nicht wirklich in der Wildniss leben (zum Glück, sonnst wären sie wohl alle schon tot...) lohnt es sich das mal zu erleben! 😎 Und lieber ein Nashorn mit Zweigen als keins, odrr? 😉
Schön zu lesen das es nun 15 Nashörner sind, ich meine bei uns warens noch 13...
Tante Edit meint: Hab soeben nachgeschaut, 12 warens im Herbst 2012: Taleo, Nandi, Bella, Moja, Baby Malai. (Der letzte Buchstabe ist nicht mehr zu entziffern....), Hasani (ich hab im Moment eine Bauherrschaft die so heisst 🤩 ), Kori, Augustu, Justice, Obama, Baby Donna und Baby Layolo
DaxiangThemenstarter5’067 Beiträge · seit 201424. Okt. 2014 ·
Hi Dagmar, Picco & Thorsten,
das war wirklich mal was anderes. Wir hatten ja schon öfters Nashörner ohne störende Äste vor der Linse - aber da waren wir im Auto unterwegs.
Picco schrieb:
Schön zu lesen das es nun 15 Nashörner sind, ich meine bei uns warens noch 13...
Tante Edit meint: Hab soeben nachgeschaut, 12 warens im Herbst 2012: Taleo, Nandi, Bella, Moja, Baby Malai. (Der letzte Buchstabe ist nicht mehr zu entziffern....), Hasani (ich hab im Moment eine Bauherrschaft die so heisst 🤩 ), Kori, Augustu, Justice, Obama, Baby Donna und Baby Layolo
Eine genaue Auflistung über die Nashörner von Ziwa findest du hier:
Auch ich finde Deine Nashörner wunderschön. Heutzutage hat doch jedes Bild eines lebenden Nashorns mit Horn einen ganz besonderen Wert. Bei uns lag das ZIWA ja nicht auf dem Weg. Auch wir durften 2012 zwei Tage hintereinander mit den Rangern im Mosi-oa-Tunya NP in Livingstone zu Fuss zu den Nashörnern. Es war sensationell, diesen mächtigen Tieren gegenüber zu stehen. Es ist zu hoffen, dass der Wahnsinn des Abschlachtens gestoppt werden kann.
Wann geht es denn nun in den Murchison? Bin schon ganz ungeduldig, Eure Bilder zu sehen.
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
DaxiangThemenstarter5’067 Beiträge · seit 201424. Okt. 2014 ·
25.09.2014 Ziwa Rhino Sanctuary - Murchison-Falls-Nationalpark (Fortsetzung)
Während der Fahrt sehen wir eine Ankole-Rinderherde mit z.T. recht mageren Tieren.
Unterwegs gibt es einen heftigen Gewitterregen, doch nach ein paar Kilometern ist die Straße schon wieder trocken. Nach einem Tankstopp in Masindi fahren wir weiter zum Murchison-Falls-Nationalpark und entdecken dabei ein paar Paviane, eine Schlankmanguste und Warzis. Gegen 15:30 Uhr erreichen wir mit dem Kichumbanyobo-Gate den Eingang zum Murchison-Falls-Nationalpark. Mit einer Fläche von 3.877 qkm ist er der größte Wildtierpark in Uganda und wird durch den Viktoria Nil in zwei Hälften geteilt. Der Fluss fließt vom Lake Victoria etwa 80 km über Stromschnellen, bevor er sich durch eine Engstelle von nur 7 Metern drängt und 43 Meter in die Tiefe stürzt und so die Murchison-Falls, die Hauptattraktion des Parks, bildet. Der Wasserfall verwandelt den Fluss in einen breiten Strom, der ruhig über die Talsohle des Rift Valley zum ca. 55 km entfernten Lake Albert dahinfließt. Da wir ganz gut in der Zeit liegen, fahren wir noch zu einem Aussichtspunkt oberhalb der Fälle. Als wir am Parkplatz die Autotür öffnen werden wir von einem Schwarm Tse-Tse- Fliegen überfallen. Während wir zum Wasserfall laufen, versucht Erisa das Auto von den Fliegen zu befreien. Der Umweg hat sich gelohnt! Es ist schon faszinierend mit welcher Kraft und riesigem Getöse sich hier die Wassermassen - pro Sekunde sollen es etwa 300 Kubikmeter sein - durch die nur 7 m breite Felsspalte drängen.
Nachdem wir ein paar Fotos gemacht und eine Felsenagame entdeckt haben,
laufen wir zum Auto zurück. Hier werden wir nicht nur von Erisa, sondern auch von angriffslustigen Tse-Tse-Fliegen erwartet. Während der Fahrt zur Fähre sind wir damit beschäftigt die Biester ins Jenseits zu befördern. Hätte nicht gedacht, dass die Biester so zäh sind! Als wir gegen 18 Uhr zur Anlegestelle kommen, hat die Fähre gerade abgelegt. Zum Glück warten auf der anderen Seite viele Autos und so brauchen wir nicht bis 19 Uhr warten. Bis die Fähre wieder auf unserer Seite anlegt, beobachten wir ein paar Hippos und Spornkiebitze.
Zwanzig Minuten später bringt uns die Fähre auf die Nordseite.
Von hier ist es dann nicht mehr weit zur Paraa Safari Lodge, die auf einem Hügel oberhalb des Nils liegt. In der Lodge werden wir mit Saft und kalten Tüchern begrüßt. Wir bekommen ein schönes Zimmer mit kleiner Terrasse.
Nachdem wir uns etwas frisch gemacht haben, gehen wir zum Abendessen. Die Lodge ist zurzeit nicht ausgebucht und so sind im Restaurant nur einige Tische besetzt. Als Vorspeise bekommen wir Kürbissuppe serviert. Als Hauptgericht können wir zwischen Boeuf Stroganoff oder Pasta wählen und zum Nachtisch gibt es Brownies oder Obstsalat.
Morgen geht es weiter mit einer Pirschfahrt im Park
Irgendwie habe ich das noch immer nicht richtig geschnallt mit Euch beiden.
Willkommen im Murchison. Wo nehmt Ihr denn die Tsetse's her. Wir hatten nicht eine einzige und haben da oben *Top of the Falls" gecampt. Unsere Erfahrung der letzten Touren ist, die Angiffslust von Tsetse's ist sehr stark wetter- und temoeraturabhängig.
Ich warte gespannt auf den nächsten Shoebill von Euch.
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
Champagner8’801 Beiträge · seit 201025. Okt. 2014 ·
Guten Morgen Ihr Zwei,
bin gerade etwas in Verzug - aber jetzt hab ich mich durchgelesen! Tolle Vogelfotos habt Ihr da mal wieder - allen voran natürlich der Schuhschnabel. Ich hab eben schon bei Christa geschrieben: eure Erlebnisse animieren zum Nachlesen - schon wieder einiges gelernt, danke!
Zu den Rhinos sag ich mal gar nichts 😠 - diese Tiere fehlen mir noch komplett und so starre ich jedes Nashornfoto sehnsüchtig an 🤨 !
Danke für Euren, bzw. für Deinen Bericht, Konni, denn du bist diejenige die schreibt, wenn ich das richtig im Kopf habe.
DaxiangThemenstarter5’067 Beiträge · seit 201425. Okt. 2014 ·
Christa schrieb:
Willkommen im Murchison. Wo nehmt Ihr denn die Tsetse's her. Wir hatten nicht eine einzige und haben da oben *Top of the Falls" gecampt. Unsere Erfahrung der letzten Touren ist, die Angiffslust von Tsetse's ist sehr stark wetter- und temoeraturabhängig.
Also wir hatten bestimmt an die 20 von den Biestern im Auto. Am Parkpatz war es an dem Tag besonders schlimm. Am Aussichtspunkt hatten wir dagegen kein Problem mit den Biestern. Wir hatten aber Glück - die Monster hatten ihr Abendessen schon hinter sich - zumindest sind wir von den Biestern nicht gebissen worden.
Bele schrieb:
Zu den Rhinos sag ich mal gar nichts 😠 - diese Tiere fehlen mir noch komplett und so starre ich jedes Nashornfoto sehnsüchtig an 🤨 !
Ich drück dir ganz fest die Daumen, dass du bei deiner nächsten Afrika-Reise endlich auf Nashörner triffst! Spätestens am Abend am Wasserloch in Okaukuejo müsste es klappen!
DaxiangThemenstarter5’067 Beiträge · seit 201426. Okt. 2014 ·
26.09.2014 Murchison-Falls-Nationalpark
Nach einem guten Frühstück starten wir um 7:00 Uhr mit unserem Auto und dem lokalen Guide John (Vogel-Spezialist) zu einer Pirschfahrt. Im Murchison-Falls-Nationalpark sollen 76 Säugetier- und 450 Vogelarten leben und davon wollen wir heute einige vor die Linse bekommen. Für die Tierbeobachtung besonders ergiebig sind der nördliche Teil des Schutzgebietes und die Deltaregion. Zwischen Albert- und Victoria-Nil gibt es eine Reihe gut befahrbarer Wege. Während der Fahrt, durch mit Akazien und Borassus-Palmen bestandenes Grasland, entdecken wir u.a. Feuerweber,
Mama & Papa Nördlicher- oder Sudan- Hornrabe mit Jungvogel,
Jackson Hartebeester,
Gelbschnabel- (Heuglin´s-) Frankolin,
Rothschildgiraffen z.T. mit Gelbschnabelmadenhackern,
Büffel,
Graumantelwürger,
Uganda-Kobs,
Schuppenkopfweber,
eine Schar Spitzschwanzelstern (Piapiacs), die in „Madenhacker-Manier“ auf Elefanten reiten,
Wunderschöne Vogelbilder hast Du uns gezeigt. Ich bin wirklich ganz schön neidisch. Irgendwie fehlt mit da noch die Geduld. Bitte schnell weiter so.
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
DaxiangThemenstarter5’067 Beiträge · seit 201426. Okt. 2014 ·
Der Weg führt uns weiter in die Sumpfregion des Deltas, wo wir neben Libellen,
Bruchwasserläufer
und Flussuferläufer,
auch einen Schuhschnabel entdecken.
Wir beobachten ihn eine Zeit lang und machen uns dann auf den Rückweg. Dabei begegnen uns, neben den schon gesehenen Tieren, auch noch Perlhühner mit Küken,
Oribis
und ein Graufalke.
John macht es sichtlich Spaß, dass wir uns so für seine gefiederten Freunde interessieren und so sind wir dann erst nach gut 5,5 Stunden (und über 50 gesichteten Vogelarten) wieder in der Lodge. Wir bedanken uns mit einem großzügigen Trinkgeld bei John, denn normalerweise dauert die Pirschfahrt nur etwa 3 Stunden.
So tolle Vogelaufnahmen 😁 !! Ich finde Karminspinte ja wunderschön und dann noch so dekorativ auf einem Warzi 🤪 😁 .... Und der Schuhschnabel ist sowieso der Hammer; würde ich auch nur zu gerne mal live sehen...
DaxiangThemenstarter5’067 Beiträge · seit 201427. Okt. 2014 ·
Hallo Christa und Nane,
schön, dass Euch die Vogelbilder gefallen!
Für Vogelfreunde ist Uganda wirklich ein Paradies!
Auch wenn es hier bei der Bildauswahl nicht so rüberkommt, war ich von der Fotoausbeute der gefiederten Freunde etwas enttäuscht. Wir haben zwar viele Vogelarten gesehen, doch für ein Foto hat es oft nicht gereicht. Neben dem Schuhschnabel hatte ich mich am meisten auf die Turakos gefreut und da kam leider überhaupt kein gutes Foto raus. Selbst von so "Allerweltsvögel" wie dem Perlhuhn, gibt es keine einzige gescheite Aufnahme.
Nachdem wir uns etwas frisch gemacht haben, gehen wir zum Essen. Wir können uns unser Menu aus der Karte auswählen und bestellen uns Hühnchen. Auf Vor- und Nachspeise verzichten wir. Von der Terrasse hat man einen schönen Blick auf den Nil.
Anschließend setzten wir uns ein wenig auf unsere Terrasse und entdecken mehrere Felsenagamen.
Um 14:30 Uhr gibt es die Fortsetzung der Safari - dieses Mal per Boot. Als das Boot an der Anlegestelle ankommt, ist es fast voll besetzt. Während der Bootsfahrt, die uns ca. 17 km stromaufwärts zu den Wasserfällen führt, sehen wir neben einer tollen Landschaft auch viele Tiere.