Anfänger-Campingtour im November

10 Antworten · 2'480 Aufrufe · gestartet 17. Juni 2014 von Tinoar90
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Themenstarter7 Beiträge · seit 201417. Juni 2014 · #1
Hallo liebe Forum-Mitglieder und Namibia-Kundige 🙂

Wir (4 Erwachsene mitte 20, alle Namibiaanfänger) wollen im November eine 3 wöchige Tour (21 Tage/20 Nächte, Toyota hilux mit Dachzelt ist gebucht/Flüge ebenfalls) durch Namibia machen. Dazu ein paar Fragen....

Ich habe die Suchfunktion und das restliche Internet schon ein wenig ausgereizt, aber einige Fragen konnte ich doch noch nicht eindeutig klären ...

1. Inwieweit sollte man Unterkünfte in Camps/Campingplätzen usw. für November im Voraus buchen?
2. Ist eine Wasseraufbereitung für Gebrauchswasser nötig, wenn ja in welchem Umfang solltee diese stattfinden, oder sollte man lieber nur Trinkwasser aus dem Laden zum Zähneputzen, Abwaschen und Co. nehmen? (Hierzu habe ich zwar zahlreiche Antworten gefunden, leider gehen die aber stark auseinander)
3. Welcher Schlafsack/welches Bettzeug eignet sich am besten für ein Dachzelt? Hinsichtlich Platz, Temperaturen, Untergrund (der ja sehr matratzenähnlich sein soll 🙂 )
4. Eine Einschätzung zur Realisierbarkeit unserer Route wäre schön, wobei ich diese allerdings gerade nicht konkret zur Hand habe und demnächst noch anhängen werde


Wahrscheinlich fällt mir bald noch mehr ein, ich bedanke mich schonmal für eure Antworten 🙂

edit: an dem PC in der Uni, den ich gestern benutzt habe, hat der Buchstabe B nicht funktioniert, ich habe inzwischen die meisten Bs hinzugefügt, evtl. fehlt noch das ein oder andere 😉
zuletzt bearbeitet 18. Juni 2014
33,1k Beiträge · seit 200617. Juni 2014 · #2
Moin Tinoar90,

willkommen im Forum!

Zu Deinen konkreten Fragen:
1) Etosha und Sesriem/Sossusvlei macht eine Vorausbuchung immer Sinn. Ansonsten ist es sinnvoll 2-3 Tage vorher bei einem Wunschplatz anzurufen um die Verfügbarkeit zu klären. Denn wenn ihr dort kurz vor Sonnenuntergang ankommt und es ist alles voll, dann habt ihr ein Problem.
2) 99 % des Trinkwassers in Namibia ist auch ein solches, insbesondere auf Farmen (eigene Bohrlöcher, d.h. es ist nichts anderes als das, was Du im Supermarkt als stilles Wasser kaufst). In Windhoek schmeckt das Wasser bescheiden, ist aber auch trinkbar. Also Aufbereitung absolut nicht nötig. Wenn ihr Angst habt, dann kauft Euch 5-Liter-Trinkwasser im Supermarkt (je nach Marke und Supermarkt zwischen N$ 15 und 30 für 5 Liter). Ich kenne hier niemanden, der nicht Leitungswasser trinkt (außer in Windhoek, aber da eher wegen des Geschmacks - da ist so viel Chlor drin, dass zumindest alles was da nicht rein gehört tot ist).
3) Im November herrschen 35+ Grad (außer an der Küste) - da braucht ihr sicher nur eine Matratze, die man aber wohl immer in den Campern findet (sorry, bin kein Camper, aber das werden Dir andere hier noch genauer beantworten können).
4) Das machen wir dann 🙂

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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zuletzt bearbeitet 17. Juni 2014
Themenstarter7 Beiträge · seit 201418. Juni 2014 · #3
Vielen lieben Dank...

Bezüglich der Unterkünfte sah so in etwa auch unsere Planung aus, Nationalparks vorbuchen, ansonsten kurzfristig vorher anmelden, dann scheint das ja schonmal zu klappen 🙂 Die Thomas-Richter-Liste und alles weitere an Campinginfos haben wir schon ausgiebig studiert 😛

Zum Wasser: Danke für deine Erfahrungsberichte, die Einschätzungen hierzu gehen so stark auseinander. Angefangen von deiner Sicht bis hin zu "Bloß nicht ohne Filter und Micropur", dass einen das echt verunsichert.

Ja also eine Matratze (oder so etwas in der Art) ist laut Verleiher auch auf jeden Fall in den Dachzelten drin, aber ich würde dennoch gerne "mehr" einplanen, in den Nächten kann die Temperatur ja schon mal unter 20 Grad fallen....(Ich kann mich natürlich nicht auf eigene Erfahrungen berufen, aber Klimadiagramme entstehen ja auch nicht aus dem Nichts) Im Moment tendiere ich zum leichten Tropenschlafsack...

Zur Route (Das Bild wurde mit googlemaps erstellt, und zeigt eher die Orte, die wir gerne sehen würden und nicht die konkrete Route, aber als Ergänzung vllt. ganz hlfreich)

Geplant ist, zunächst nach Norden zur Etoshaplatte mit Zwischenstopp am Waterberg Plateau, dann runter zur Walfischbucht mit Zwischenstopp am Erongo-Gebirge und evtl. Swakopmund. Nun suchen wir noch eine gute Rückkehrroute nach Windhuk. Bis runter nach Keetmanshoop wäre schön, ist in unseren 3 Wochen aber wohl nicht mehr mit drin, da dann die Tagesroute im Schnitt bei ca. 100 km (nur die Hauptverbindungen gezählt) liegen würde 🙁

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1'450 Beiträge · seit 200618. Juni 2014 · #4
Hallo Tinoar,

vielleicht auch meinen Senf dazu: wir sind überall in der Welt als Camper unterwegs, in Afrika mit Dachzelt, sonst mit irgendwelchen Autos, in denen wir schlafen können.

Im November wirds schon warm. Trotzdem würde ich mir einen leichten Schlafsack (so vorhanden) mitnehmen oder auch einen billigen in Windhoek kaufen. Oder Ihr nehmt eine leichte Fleece-Decke, die tuts auch. Aber irgendetwas braucht man gegen morgen dann doch.

Zum Wasser: natürlich kannst Du davon ausgehen, dass das Wasser ok ist, trotzdem trinken wir nirgends auf der Welt, auch nicht in Namibia, das Wasser aus der Leitung. Das Flaschenwasser ist ja wirklich nicht teuer und damit hat man wirklich die Sicherheit, dass nichts drin ist. Z.B. weist Du auf einem Campingplatz nicht, wann das letzte Wasser aus der Leitung entnommen wurde. Und ein Wasser, das tagelang in der Leitung, evtl. sogar noch Bleileitung, stand, möchte ich wirklich nicht trinken.

Viel Spass bei Deiner Tour.

Beate
33,1k Beiträge · seit 200618. Juni 2014 · #5
Moin Tinoar90,

die sehr grobe Route sieht doch ordentlich aus. Würde es konkreter wie folgt gestalten.

Windhoek (1 Nacht)
Kalahari (2)
Keetmanshoop (1) - nur wenn de Köcherbaumwald, Giants Palyground etc. ein Muss sind
Sesriem/Sossusvei (2)
Swakopmund (3)
Erongo (2)
Damaraland (2)
Etosha-West (1)
Etosha-Zentral (2) - ruhig auch außerhalb
Etosha-Ost (1) - ruhig auch außerhalb
Waterberg o.ä, (2)
Bei Windhoek (1)

Viele Grüße aus Windhoek
Christian

@Beate: Echt interessant was Du schreibst (meine ich ganz im Ernst). habe noch nie gehört, nicht mal bei Touristen, das die hier auf die Idee kommen unser Trinkwasser nicht zu trinken. Übrigens kommt z.B. das Oasis-Wasser, was man meistens kauft, aus einem ganz normalen Farmbohrloch, wie auf jeder Farm. Da weißt Du auch nicht wie lange es in den Rohren stand, wie lange die 5-Liter-Kanister im Supermarkt standen. Aber ich finde es echt interessant, dass sich Reisende anscheinend doch dazu Gedanken machen 🙂
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Themenstarter7 Beiträge · seit 201418. Juni 2014 · #6
Da wären wir wieder bei den unterschiedlichen Ansichten zum Thema Wasser 😉

beates Ansichten habe ich durchaus schon öfters auch bezüglich Namibia gelesen, wie gesagt, die Ansichten scheinen da sehr auseinanderzugehen......

Interessant wäre wohl eine vergleichende Statistik zu den Aussagen von Einheimischen, Globetrottern (vor allem von Tropenerfahrenden), Ämtern und Behörden (die ja meistens auch eher eine Nummer vorsichtiger sind), und erfahrenen Namibia-Touris; da wäre vermutlich alles an Möglichkeiten zum Thema Wasser vertreten 😄 ....und so erfahrt ihr noch gleich eine Macke von mir, ich liebe Statistiken 🤪

@travelNAMIBIA: Übernachtungen in Windhoek haben wir bereits eingeplant (2 bei Ankunft, da wir erst abends landen und zuvor einen ganzen Tag Aufenthalt in Johannesburg haben, und 2 bei Rückkehr (danach geht es weiter nach Kapstadt, wo viel geplant ist, daher auch hier einen ganzen Tag Pause, Zeit zur Erkundung von Windoek ist aber natürlich auch eingeplant) ...in die Rechnung müssen also nur "sonstige" Übernachtungen eingeplant werden, also 21 Tage/20 Nächte ohne Windhoek, ansonsten werden wir deine Einschätzung/Vorschläge gerne berücksichtigen und in unsere Planung einbeziehen 🙂
Unser Plan war aber die umgekehrte Reihenfolge, hast du das bewusst so gestaltet oder ist das Zufall?

Vielen lieben Dank und schöne Grüße 🙂
33,1k Beiträge · seit 200618. Juni 2014 · #7
Hi Tinoar,
Unser Plan war aber die umgekehrte Reihenfolge, hast du das bewusst so gestaltet oder ist das Zufall?
Es hat sich als sinnvoll herausgestellt Etosha als Highlight ans Ende der Reise zu stellen. Aber im Prinzip ist es total wurscht ob man mit oder gegen den Uhrzeigesinn reist.

Viele Grüße
Christian
beates Ansichten habe ich durchaus schon öfters auch bezüglich Namibia gelesen, wie gesagt, die Ansichten scheinen da sehr auseinanderzugehen......
ist schlichtweg Unfug, aber egal, jeder soll es so machen wie er sich sicher fühlt. Für z.B. Westafrika und andere tropische Länder sieht es natürlich ganz anders aus. Ich kenne auch keinen Reiseführer wo irgendwelche Warnungen zu Namibia in Bezug auf Trinkwasser stehen. Das sieht bei denen für Süditalien schon anders aus 😉
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568 Beiträge · seit 201418. Juni 2014 · #8
Hi Tinoar90,
als erstes fällt mir wohltuend auf, dass du die Fahrtstrecken/Entfernungen ernster nimmst, als viele vor dir...
Nun ist natürlich "km nicht gleich km".
Wenn's unbedingt Keetmannshoop sein muss, macht das schon viele zusätzliche km.
Allerdings kannst du auf der B1 so um die 100km/h im Schnitt rechnen.
Wenn du also nicht "durchs Land" fahren willst, sondern ein paar größere Distanzen als reinen Transfer auf der B1 planst, kannst du auch mal viele km an einem Tag einplanen.

Andererseits kommen, wie du richtig bemerkst, außerhalb der Hauptroute auch noch viele km dazu (Pirschfahrten in Etoha etc.). Wichtiger als die reinen km ist da eine gewisse Balance.
Mal ein Transfertag mit vielen km ist schon okay, wenn's danach wieder ruhiger zugeht.

Wird in deinem Fall wohl auch von Lage und Verfügbarkeit von Campsites abhängen...
Jedenfalls hat so mancher schon verrückter geplant...

Einen kleinen Haken hat deine Grobplanung allerdings:
ich würde der Empfehlung von travelNAMIBIA folgen und das Ganze umdrehen.
Sonst hast du die Highlights in der ersten Hälfte und nach hinten wird's langweiliger.

In jedem Fall: viel Spaß (den werdet ihr sicher haben!)
1'450 Beiträge · seit 200618. Juni 2014 · #9
Also ganz ehrlich: meinetwegen kann jeder machen was er will 😄 Ist ja nicht mein Magen, der dann rebelliert.

Ich wundere mich hier nur wiedermal: Da findet man es normal, irgendwo im Urlaub Wasser aus einer unbekannten Leitung zu trinken und in Deutschland kauft man Flaschenwasser. 🤩

Gerade in nicht so entwickelten Ländern gehe ich einfach immer davon aus, dass das Leitungswasser eben nicht durchgehend überprüft wird, dass die Leitungen höchstwahrscheinlich immer noch aus Blei sind. etc.

Und wenn das Wasser einige Zeit im Plastik-Kanister steht ist das lange nicht so schlimm wie mit Blei belastet.

Mir ist jedenfalls das Flaschenwasser nicht zu teuer

Beate
Themenstarter7 Beiträge · seit 201418. Juni 2014 · #10
Also bezüglich der Route werde ich mich nochmal mit den anderen kurzschließen, es beruhigt mich aber schonmal, dass unsere Zeitplanung nicht vollkommen realitätsfern ist 🙂

Was das Wasser betrifft: Trinken wollten wir sowieso nur aus Flaschen usw., aber bezüglich des Gebrauchs von Wasser (waschen, abwaschen, Zähneputzen) brauchen wir uns wohl keine größeren Sorgen machen, so wie es sich anhört.


Vielen lieben Dank auf jeden Fall schonmal für eure Antworten und Einschätzungen 🙂
448 Beiträge · seit 201418. Juli 2014 · #11
Hallo Tinoar,
na dann werden wir uns vielleicht mal über den Weg laufen, wir haben praktisch dieselbe Route zum selben Zeitpunkt geplant! 😉
Liebe Grüsse aus der Schweiz
Karin
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