Generikaalternative zu Malarone

19 Antworten · 12,3k Aufrufe · gestartet 24. Feb. 2014 von NOGRILA
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Themenstarter1'794 Beiträge · seit 201324. Feb. 2014 · #1
Hallo Fomis, einige Generikaanbieter haben zum Ende des Jahres 2013 eine baugleiche Alternative zu Malarone (z.Zt. 12 St.68,39 im Orginal) auf den Markt gebracht!

Die Firma wo früher mal die Zwillinge im Doppelpack 😄 aufgetreten sind, bietet neben der 12St.Packung (54,75€) auch eine 24St.Packung an (90,90€), die ja dann für eine 14 tägige Reise ausgelegt ist!

Unabhängig davon gab es von der Firma welche Lariam herstellt eine wichtige Information bezüglich neuer Kontraindikationen sowie Nebenwirkungen hier insbesondere schwere Leberfunktionsstörungen und schwerwiegende neuropsychiatrische Störungen!

LG NOGRILA

P.S....und immer daran denken, daß viele gesetzliche Kassen die Malariaprohylaxe bezahlen!
28 Beiträge · seit 201407. März 2014 · #2
Interessant! Sind das die Preise in der Apotheke vor Ort oder nur in der Online-Apotheke?

Weiß jemand, was das originale Malarone in der Apotheke vor Ort etwa kostet?
Themenstarter1'794 Beiträge · seit 201307. März 2014 · #3
Hallo Tramfan, das sind die aktuellen Preise in der Apotheke vor Ort!

LG NOGRILA
7'296 Beiträge · seit 200607. März 2014 · #4
Tramfan schrieb:Interessant! Sind das die Preise in der Apotheke vor Ort oder nur in der Online-Apotheke?

Weiß jemand, was das originale Malarone in der Apotheke vor Ort etwa kostet?
... und manchmal bekommt man in der Apotheke auch Reimporte, die dann etwas günstiger sind. Die werden dann z.B. erst nach Frankreich und dann wieder zurück gekarrt und kosten trotzdem etwas weniger. Da muss man allerdings bedenken, dass der Beipackzettel nicht auf Deutsch ist. Aber vielleicht hat man ja noch einen vom letzten Mal ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter1'794 Beiträge · seit 201308. März 2014 · #5
Hallo Fomis, ein deutscher Beipackzettel sollte aus rechtlichen Gründen auch bei Reimporten immer dabei sein!

Diese kosten aktuell 12 St. 57,..€!

Manchmal ist es wohl besser man lässt sich nur die Einnahme sagen und schaut nicht zu intensiv in den Beipackzettel 😐 ! (1* tgl. 1Tbl./ Beginn 24 oder 48 h vor Einreise in ein Malariagebiet, während des Aufenthaltes und 7 Tage nach Verlassen des Gebietes)!

LG NOGRILA
7'296 Beiträge · seit 200608. März 2014 · #6
NOGRILA schrieb:ein deutscher Beipackzettel sollte aus rechtlichen Gründen auch bei Reimporten immer dabei sein!
... in meinem Fall waren sie jeweils nur in französischer Sprache.

Beipackzettel schaue ich mir grundsätzlich an. Da stehen neben den möglichen Nebenwirkungen nämlich häufig auch noch Hinweise drin, die beginnen mit "Nicht anwenden bei ...". Wenn davon etwas auf mich zutrifft, dann frage ich beim Arzt nochmal nach.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
441 Beiträge · seit 201209. März 2014 · #7
Hey, auch wir kümmern uns inzwischen um eine Malariaprophylaxe für diesen Urlaub..

"Malerone" kostet in Online-Apotheken 12 Stck 57,01 €. Gib mal "Malerone" bei "Medizinfuchs" ein. Das Rezept müsst Ihr dann dort hin senden und die Tabletten kommen zuverlässig per Post.
Viele Krankenkassen erstatten den Betrag minus Eigenanteil von 10%. Wir werden für unseren Urlaub plus 2 Tage vorher und 7 Tage nachher 38 Tabletten (täglich 1 Tablette) brauchen. Also 57€ mal 4. Aber auch dieser hohe Preis wird erstattet. Eine Malaria Erkrankung wird viel teurer für die Kasse.
"Lariam" hat den Vorteil, dass man nur 1Tablette pro Woche nehmen muss. Allerdings 3-4 Wochen vorher (bei Ersteinnahme, damit man noch wechseln kann, wenn die Nebenwirkungen zu groß sind), die Urlaubszeit und 4 Wochen nachher.
"Lariam" hat allerdings ggf. extrem hohe Nebenwirkungen 🤢 🤢 🤢 .
Gerade sind noch einmal erneute (Warn)Hinweise auf Nebenwirkungen veröffentlicht worden. 🤩
Ich habe mich nun für "Malerone" entschieden.

Liebe Grüße
und einen entspannten Urlaub (ohne Fieber) 😛 😛 😛
Petra
https://www.smilies.4-user.de
9 Beiträge · seit 201414. März 2014 · #8
Hallo,

die Preise für rezeptpflichtige Arzneimittel sind in Deutschland alle gleich, auch die die aus Holland kommen sind nicht billiger. Das ist höchstrichterlich so beschlossen und wird auch von allen seriösen Versendern eingehalten. Also Malarone vom Importeur Emra Med ist am Billigsten (57,01), egal ob in der Apotheke oder im Versand. Günstiger sind die Generika. Fragt euren Apotheker nach den Tabletten für 44,99 (12 St.). Die 24 von Ratio kosten mehr (90,90). Die Preise verändern sich aber ständig (es wird immer billiger).
Wenn man eine so teure Reise plant, sollte man sich über die gesundheitlichen Risiken gut informieren. Sehr viele Apotheken haben Reiseimpfprogramme, die kostenfrei genutzt werden können. Die Beratung in der Apotheke KOSTET NICHTS. Nutzt das. Die Beratung beim Arzt und selbst im Tropeninstitut habe ich selbst als mangehaft empfunden (war sogar kostenpflichtig).
Kinder sollten unbedingt Malarone junior nehmen (ist gut verträglich). Für Erwachsene gibt es noch eine Alternative über die man nachdenken sollte. Doxycyclin 100. Preis ist günstig (ca. 16,-). Vorteil: Es ist ein Bakteriostatikum und hilft gegen sehr viele Infekte. Nachteil: Haut wird für die Sonne sensibilisiert.
Die WHO empfiehlt Doxycyclin, es ist aber in D: nicht zugelassen zur Malariaprophylaxe. Meine Aerzte verordnen aber mittlerweile alle das Mittel zur Prophylaxe als off-label-use.
Lariam verkaufe ich nicht (wer sich das antun möchte muss woanders hingehen).
2'319 Beiträge · seit 201114. März 2014 · #9
@Tadi

Hallo Petra,

wir fahren seit Jahren bestens mit Lariam, so wie 75% aller Personen, die Lariam einnehmen.
Ich kann aus diesem Grund die Panikmache betreffend dieses Medikaments nicht nachvollziehen.
Im Übrigen... Bei Lariam erfolgt die Einnahme der ersten Tablette eine Woche vor Eintritt in ein endemisches Malariagebiet. Aus Vorsichtsgründen nehmen wir die erste Tablette jedoch bereits zwei Wochen vor unserem Eintreffen dort ein, sodaß ein "Umschwenken" auf ein Alternativmedikament möglich ist.

Ferner kann ich lebhaft aus dem Nähkästchen plaudern, was Malarone anbelangt. Wir kennen zahlreiche Menschen, die erhebliche Probleme mit Malarone haben.

Generell gilt: Ein Für oder Wider kann nur im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung gemeinsam mit einem erfahrenen Mediziner durchgeführt werden. Dies sollte natürlich nicht kurz vor Abreise geschehen.

Schöne Grüße

Alm
zuletzt bearbeitet 14. März 2014
33,1k Beiträge · seit 200614. März 2014 · #10
Hi ALM,
wir fahren seit Jahren bestens mit Lariam, so wie 75% aller Personen, die Lariam einnehmen.
75 % ist aber für ein Medikament eine sehr bedenkliche Zahl. Im Umkehrschluss haben 25 % Probleme mit Lariam...

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
132 Beiträge · seit 201314. März 2014 · #11
Hallo Zusammen,

ich komme gerade aus der Apotheke; 12 Stck Blister (Atovaquon 250 mg / Proguanil-hydrochlorid 100 mg = Malarone) kosten bei Stada 48,50 Euro.
In der Apotheke wurde mir zuerst ein Produkt für rd. 58 Euro angeboten. Auf meine Nachfrage hin konnte auch Stada o.ä. bestellt werden.
Der Arzt hatte nur die Wirkstoffe aufgeschrieben.
Also alles kein Problem und ich musste nicht im Internet bestellen. Ich habe im Übrigen für Stada "nur" den gleichen Preis herausgefunden; also warum im Internet kaufen.

Gruß
strassenkind / Peter
2'319 Beiträge · seit 201114. März 2014 · #12
Christian, wir wollen doch keine arithmetische Konversation beginnen.
Drei Viertel haben keine Probleme mit Lariam und ein Viertel hat.
Die nackten Zahlen sprechen für sich.

Ich betone jedoch nochmals, daß jeder sich vor seiner Entscheidung, was er einnimmt oder auch nicht, mit einem fachkundigen Mediziner berät.

That's all.

Gruß vom Alm
zuletzt bearbeitet 14. März 2014
33,1k Beiträge · seit 200614. März 2014 · #13
Hi Alm,

bei Medikamenten sind 1/4 die Probleme damit haben jenseits von gut und Böse... - das wollte ich damit nur sagen. Wenn es im Detail interessiert: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=pharm3_24_2001

Du hast aber Recht, jeder soll das nehmen, was er besser verträgt bzw. sich überlegen ob er überhaupt etwas nimmt. Ich z.B. habe jahrzehntelang Resorchin als Malariamittel (in Westafrika) genommen. Weiß gar nicht mehr, ob es das heutzutage noch gibt.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
2'319 Beiträge · seit 201114. März 2014 · #14
Genau so ist es. Auch ich nahm Resochin Ende der 80er Jahre und mir ging es hundsmiserabel elend.

Freunde von mir hatten lange Zeit in Ghana beruflich zu tun. Einige hat Malarone für Wochen ins Krankenhaus gebracht, andere wiederum waren putzmunter.
9 Beiträge · seit 201418. März 2014 · #15
ALM schrieb:

Freunde von mir hatten lange Zeit in Ghana beruflich zu tun. Einige hat Malarone für Wochen ins Krankenhaus gebracht, andere wiederum waren putzmunter.


Malarone ist nach wie vor am besten verträglich. Vielleicht kannst Du mal mehr Details schreiben. Meine Empfehlung bleibt Malarone (oder deren Generika) oder Doxycyclin 100mg 50 St.. Meine Patienten fahren damit schon seit Jahren gut. Kein Zwischenfall. Lariam führte bei mehreren Patienten zu Depressionen und wird von mir verweigert (Es verordnet aber auch keiner mehr).
2'319 Beiträge · seit 201118. März 2014 · #16
Guten Morgen Pharmi,

Malarone verursachte erhebliche Schlafstörungen, innere Unruhe und Aufgewühltsein sowie Übelkeit. Die Einnahme wurde dann unterbrochen.

Dies ist das, was mir bekannt ist.

Schönen Gruß
9 Beiträge · seit 201418. März 2014 · #17
Du schriebst von Krankenhaus!
2'319 Beiträge · seit 201118. März 2014 · #18
Stimmt. Vermutlich waren die Beschwerden gravierend.
2'167 Beiträge · seit 200918. März 2014 · #19
Hallo Fomis,

Und heute haben wir endlich herausgefunden, warum so viele Uebersee Touristen seekrank werden! Die haben naemlich alle etwas gemeinsam: sie nehmen Malarone!
Also denkt dran: wenn ihr chemische Malariaprohylaxe macht und waehrenddessen zur See fahrt, unbedingt Reisekrankheits-Tabletten schlucken, auch wenn ihr normalerweise nie seekrank werdet!!!

Gruss aus Sodwana - wo das Meer eigentlich relativ flach war heute....
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
1'450 Beiträge · seit 200619. März 2014 · #20
ALM schrieb:Guten Morgen Pharmi,

Malarone verursachte erhebliche Schlafstörungen, innere Unruhe und Aufgewühltsein sowie Übelkeit. Die Einnahme wurde dann unterbrochen.

Dies ist das, was mir bekannt ist.

Schönen Gruß
Also mein Mann, Ich, ein befreundetes Ehepaar, unser Neffe und Ehefrau, alle haben in vielen Afrika-Urlauben Malarone genommen und niemand hatte irgendwelche Probleme damit.

In unserem allerersten Afrika-Urlaub, damals gabs noch kein Malarone, haben wir Lariam genommen, und ich hatte die wüstestens Alpträume.

Beate