Die Eulenmuckels auf Jubiläumsreise

Reisebericht 444 Antworten · 111k Aufrufe · gestartet 15. Dez. 2013 von Eulenmuckel
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200608. Jan. 2014 ·
Sonntag, 4. August 2013 – Löwenjagd mit viel Warterei

Okaukuejo, Etosha – Halali, Etosha

Ein im Vergleich zu den letzten Tagen frischer Morgen brach an. Vor Sonnenaufgang standen wir auf, packten zusammen, putzten Zähne und starteten mit Nadi und Felix zu deren letzten Gamedrive. Zuerst entschieden wir uns für Okondeka, das etwa 20 Kilometer nördlich von Okaukuejo liegt. Das erste Morgenlicht war traumhaft schön, aber Tieren begegneten wir nur wenigen.
Schon zigmal fotografiert, aber unser Auto hält hier von alleine an:

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Entlang des Weges sahen wir Springböcke und am Wasserloch selbst ein paar Strauße. So kehrten wir wieder um und fuhren denselben Weg zurück.
Von Okaukuejo ging es nach Süden zum Wasserloch Ombika kurz vor dem Anderson Gate. Aber auch dort standen „nur“ Zebras, Kudus und Impalas. So fuhren wir gemeinsam zum Gate. Dort verabschiedeten wir uns von Fix und Foxi. Die zwei Wochen mit den beiden waren sehr schön, und es ist schade, dass sie schon abreisen.
Ohne noch einmal über Okaukuejo zu fahren, nahmen wir den direkten Weg in Richtung Osten nach Gemsbokvlakte. Dieser zog sich ziemlich lang hin. Wir sahen einen/ eine/ ein Schlankichneumon (was für ein Wort!), der/ die/ das sich in einem Loch in einem Termitenhügel versteckte.

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Kurz vor Gemsbokvlakte standen zwei Wagen am Straßenrand. In etwa 100 Metern Entfernung lag ein Löwenrudel unter einem Busch. Daneben erkannten wir durch das Fernglas die Reste eines toten Zebras. Das Rudel (soweit für uns erkennbar) bestand aus vier Löwinnen und vier Kleinen. Sie lagen recht träge herum, nur manchmal drehte sich ein Tier auf die andere Seite. Uwe wurde bald ungeduldig und wollte weiter. Viel war auch wirklich nicht zu erkennen.

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Doch bei unserem Glück in den letzten Tagen hätte es ja sein können, dass die Löwen ihre Deckung aufgeben und ihre Beute genau vor unseren Wagen zerren. So warteten und warteten wir auf welches Ereignis auch immer, aber es geschah wenig. Lediglich ein paar Geier hüpften in Richtung des angefressenen Zebras, trauten sich wegen der Löwen aber auch nicht ganz nah heran und blieben in der Ebene hocken. Ein Schakal erkannte ebenfalls, dass er wohl noch zu früh dran war und trollte sich wieder. Die Minuten können sich ganz schön ziehen, wenn man – ja auf was eigentlich? – wartet. Den Fahrern in den anderen Autos wurde es schnell zu langweilig, und sie fuhren weiter. Auch Uwe wurde immer quengeliger.
Doch irgendwann stand eine Löwin auf und lief in Richtung Wasserloch. Wir fuhren vor und erwarteten sie an einer Querstraße. Es dauerte ein paar Minuten, dann kam sie tatsächlich direkt auf uns zu. Ruth hatte mal wieder den richtigen Riecher gehabt.

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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200608. Jan. 2014 ·
Am Wasserloch trank sie lange und machte sich dann wieder auf den Rückweg zum Rudel.

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Außer uns waren inzwischen noch zehn andere Autos anwesend und rangierten hin und her. Fast tat uns die Löwin ein wenig leid. Wieder beim Rudel waren inzwischen einige Schakale und Geier näher herangekommen und warteten auf ihre Portion vom Zebra. Aber die Löwen waren noch nicht so weit, etwas abzugeben und zogen ihre Beute stattdessen immer näher zu sicher heran ins Gebüsch.
Es war wirklich schade, dass die Löwen so weit vom Weg entfernt lagen, so dass man nur mit dem Fernglas einigermaßen erkennen konnte, was passierte. Aber das muss ja nicht für alle gelten. Der Fahrer eines Safariwagens fuhr plötzlich dreist von der Straße herunter, quer über die Ebene unmittelbar auf die Löwen zu. Vor ihnen blieb er stehen, damit seine Gäste ein paar Fotos schießen konnten, dann drehte er wieder um.

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Wir waren fassungslos über so viel Rücksichtslosigkeit und überlegten kurz, ob wir diesen Vorfall im Camp petzen sollten. Der Fahrer wusste wohl genau, warum er auf ein Kennzeichen an seinem Fahrzeug verzichtet hatte.
Über Olifantsbad und Aus ging es wieder zurück auf die Hauptstraße. Da wir viel Zeit bei den Löwen verbracht und keine Lust mehr hatten, im Auto zu sitzen, fuhren wir auf kürzestem Weg nach Halali. Lediglich bei Rietfontein hielten wir kurz und bestaunten eine riesige Herde Zebras, die zum Trinken kam. Ruth zählte weit über 200 Tiere.

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In Halali checkten wir ein, reservierten uns einen Tisch zum Abendessen im Restaurant und suchten uns einen Campingplatz. Am Rand des Platzes in der Nähe der Duschen hielten wir an und machten Pause. Uwe aß Müsli und trank Kaffee, während Ruth duschte. Dann machten wir Rührei mit Speck, Tomaten, Käse und Gurken.

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Nach dem Essen wuschen wir Wäsche, und Uwe ging duschen. Danach blieben wir bis nach Sonnenuntergang am Wasserloch, wo es einen einzelnen Elefanten zu bestaunen gab, der hunderte Liter Wasser in sich hineinpumpte. Ein Kudubulle sah ihm in gebührendem Abstand dabei zu. Auch, wenn nicht besonders viel los war, hat man nicht das Gefühl, dass irgendetwas fehlen würde. Die Geräusche des trinkenden Elefanten, der keckernde Ruf des Kiebitz und das warme Licht verbreiteten eine so friedliche Stimmung, dass man es ewig dort hätte aushalten können.
Doch das Abendessen wartete, und so stellten wir nach Sonnenuntergang schnell noch unser Zelt auf und machten uns auf zum Restaurant. Es gab Buffet mit Butternutsuppe, Kudusteak mit Gemüse und Kartoffeln oder Nudeln und anschließend ein Stück Schokokuchen mit Vanillesoße. Wenn uns das selbstgekochte Essen auch meist besser schmeckt, genossen wir es doch, uns nicht selbst um alles kümmern zu müssen und mal eine etwas größere Auswahl zu haben. Außerdem entfiel so der lästige Abwasch, und wir liefen noch einmal zum Wasserloch. Dort sahen wir zwei Spitzmaulnashörner, die aber bald im Gebüsch verschwanden. Nach einiger Zeit tauchte eine Hyäne zum Trinken auf, dann eine zehnköpfige Elefantenherde. Dazu gehörten auch zwei kleine Elefantenkinder. Während sie tranken, näherten sich wieder mehrere Hyänen. Ein Elefant trompetete und trieb sie zurück ins Gebüsch. Als die Herde verschwunden war, kamen die Hyänen ans Wasser. Sie hatten ihr Festmahl wohl schon hinter sich und sehr dicke Bäuche, so dass sie kaum laufen konnten. Als auch sie außer Sicht waren, gingen wir zurück zum Auto. Dort sahen wir noch einen Honigdachs, der um unsere Mülltonnen schlich. Wir Spielverderber hatten sie aber sehr gut verschlossen. Als wir ins Zelt krabbelten, hörten wir eine Hyäne rufen, eine zweite antwortete ihr in einiger Entfernung.

Kilometer: 177
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3'700 Beiträge · seit 200908. Jan. 2014 ·
Hallo Eulenmuckels,

vielen Dank für die Fortsetzung. Wir haben Ende Oktober einiges ähnlich wie Ihr in der Etosha erlebt. Der Honigdachs in Halali hat sich verdoppelt und sich bei Photo Hide an Jochens Fersen geheftet. Gott sei Dank waren die Honigdachse milde gestimmt...

Bin weiterhin gerne an Bord.

Mit herzlichen Grüßen
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
zuletzt bearbeitet 08. Jan. 2014
24 Beiträge · seit 201308. Jan. 2014 ·
Hallo Ruth und Uwe,
eure Bilder und Videos (vor allem aus dem Etosha) sind ja der Wahnsinn!
Herrlich diese Begegnungen mit den Tieren. 😮 Ich hoffe wir werden bei unserer ersten Namibia-Reise im September auch so viel Glück haben wie ihr!! Weiterhin viel Spaß!!!
1'312 Beiträge · seit 200608. Jan. 2014 ·
Hallo Ruth und Uwe,

ihr verwöhnt uns mal wieder mit phantastischen Bildern. Macht echt Spaß, mit euch zu reisen. Fortsetzung erwünscht 🤩 .

LG
Claudia
http://meine.flugstatistik.de/tk240 Meine Bilder auf flickr
271 Beiträge · seit 201008. Jan. 2014 ·
Hallo,
jetzt habe ich Zeit euren Reisebericht weiter zu lesen. TOLL! (Wir waren im Oman über Weihnachten und so konnte ich erst heute aufholen 😉 😛 )
Super und positiver Neid.
Gruß,
Marcus
http://www.cherishing-the-moment-photography.com/ (auch Bilder aus Afrika)
3'883 Beiträge · seit 201108. Jan. 2014 ·
Wenn ich eure Erlebnisse im Etoshapark lese, freue ich mich umso mehr, dass wir im kommenden September wieder dort sein werden. (Ursprünglich stand der Kruger NP auf dem Plan.)

Wahnsinn, dass ihr noch fotografieren konntet, als das Nashorn auf euch zurannte!

LG freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200610. Jan. 2014 ·
@Marina: Wenn sie uns im Dunkeln nicht erschrecken, freuen wir uns immer, Dachse zu sehen.

@Paier81:
Ich hoffe wir werden bei unserer ersten Namibia-Reise im September auch so viel Glück haben wie ihr!
Das wünschen wir euch. Jede Safari ist einmalig.

@freshy: Deine Entscheidung ist sicherlich richtig. Die Tiersichtungen im Etosha sind meist lohnenswert.
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200610. Jan. 2014 ·
Montag, 5. August 2013 – Warten

Halali, Etosha – Okaukuejo, Etosha

Heute haben wir uns auf den Gamedrive besonders gut vorbereitet, schließlich wollten wir bei unserer Leopardensichtung ja nicht durch knurrende Mägen gestört werden. In einer Plastikbox mixte Ruth leckeres Müsli, und Uwe kochte eine Thermoskanne Kaffee. So starteten wir mit Sonnenaufgang von Halali aus in den Etosha. Wieder einmal begingen wir den Fehler, das „Wasserloch“ Helio anzufahren: tote Hose. Aber dafür hatten wir noch drei weitere Autos, die hinter uns fuhren, ebenfalls in die Irre geführt. 😈
Als nächstes kamen wir nach Goas, hielten uns aber nicht lange auf. Dort war noch alles ruhig. Dann ging es nach Norden zum Wasserloch Nuamses. Soweit alles nach Plan, denn heute wollten wir die Taktik ändern: Nicht wild durch die Gegend fahren und Wasserloch für Wasserloch abklappern, sondern einfach solange warten, bis der Leopard Durst bekommt und natürlich genau dort auftaucht, wo wir stehen und ihn erwarten. Wir hätten ihn auch freundlich begrüßt. So dachten wir. Also noch schnell im schlauen Büchlein nachgeschlagen, an welchem Wassertümpel die Leopardensichtungschance besonders hoch ist und also hier in Nuamses gelandet.
Dort standen wir schon recht pünktlich bestens ausgerüstet gegen 8.15 Uhr und warteten und warteten und warteten. Wer nicht kam, war der Leopard, allerdings auch sonst niemand. Kein Springbock, kein Oryx, nicht einmal ein Zebra. Die Minuten zogen sich, aber der Leo war ja auch erst für 10.30 Uhr bestellt. Ist ja auch klar! So ganz früh mag der nämlich auch nicht von seinem Schlafbaum hinunterklettern. Uwe merkte kurz einmal an, dass man dann vielleicht auch erst um diese Uhrzeit hier auftauchen müsste, aber nein, vielleicht überlegt es sich der Leo ja ausgerechnet heute anders, hat schlecht geschlafen, möchte sich schon gegen 10.20 Uhr im Spiegelbild betrachten … Wer weiß es schon so genau? Dann hätten wir ihn glatt verpasst. Also weiter mit dem Fernglas in die spärliche Vegetation gestarrt, die Büsche gescannt und im engen Auto von der linken auf die rechte Pobacke gerutscht. Da bewegte sich doch tatsächlich etwas im Gesträuch. Welch willkommene Abwechslung! Für einen winzigen Augenblick war der Schwanz einer Fuchsmanguste zu erkennen. Toll! Man wird mit der Zeit genügsam.
Viele Autos kamen und fuhren, manche blieben auch recht lange dort stehen. Wenn wir so hartnäckig an dieser Stelle stehen, muss es doch etwas zu sehen geben! Nein, muss nicht. Gab es nicht. Kommt bestimmt aber noch! Wir können ja warten. Hatten ja unser Müsli, die Nutellabrote und den Kaffee dabei. Da war die Laune bestens. So konnten wir stundenlang ausharren.
Was kann man noch tun, außer Nutellabrote essen und in die Gegend starren? Uwe konnte lesen, Ruth Vögel fotografieren. Die gefiederten Freunde ließen uns nicht im Stich. Große Scharen saßen in den umliegenden Büschen, und beim genaueren Hinsehen ließen sich viele verschiedene Arten unterscheiden. Und wir konnten genauer hinsehen. Wir hatten ja Zeit! Nur mit der Bestimmung hapert es noch ein bisschen. Hier brauchen wir eure Hilfe.

Lerchenammer (Lark-Like Bunting)

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Granatastrild (weiblich)

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Maskenbülbül

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Rostsperling (Great Sparrow)

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Maskenweber (weiblich)

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Blutschnabelweber (Schlichtkleid, Red-billed Quelea)

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Granatastrild (männlich)

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Maskenweber (weiblich)

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zuletzt bearbeitet 12. Jan. 2014
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200610. Jan. 2014 ·
Als die ganze Vogelschar mehrfach im Bild festgehalten war (den einzigen spannenden Augenblick, in welchem sich ein Falke einen unvorsichtigen Sperling – vielleicht war es auch ein Taube – gegriffen hatte, hatten wir auf Grund der enormen Schnelligkeit des Raubvogels leider verpasst 🙁 ), kam es zum vorläufigen Highlight. Ein einzelner Impalabock näherte sich dem Wasserloch, traute sich aber doch nicht zu trinken. Kein Wunder! Bestimmt war der Leo schon im Anmarsch. Impalas haben da ja ein untrügliches Gespür. Ruth übrigens auch! Nach mehreren unschlüssigen Versuchen, das Wasser zu erreichen und weiteren 15 Minuten Wartezeit, entschied sich das Impalamännchen, dass es doch nicht so durstig sei und verschwand wieder im Gestrüpp.
Tja, was tun? Man kann sich ja mal Gedanken machen, wie solch Leopardenhäufigkeiten für ein Wasserloch zustande kommen. Mittlere Wahrscheinlichkeit, also eine Anwesenheit von 8-21 Tage pro Monat anwesend (steht so in unserem schlauen Buch), bedeutet ja auch, dass noch einige Tage im Monat übrig bleiben, an denen der Leo dort nicht erscheint. Mmmh?! Und überhaupt: Hat an jedem Wasserloch einen Monat lang jemand rund um die Uhr im Auto gesessen und Strichliste geführt: Leo da, Leo nicht da? Also von 8.20 Uhr bis 11.40 könnten wir den Part übernehmen: Leo nicht da. Hatte was Besseres zu tun! Uwe kam übrigens immer vehementer zu dem Entschluss: Wir auch! Schließlich hatte er dem Herrn Leo eine großzügige Verspätung von gut 50 Minuten zugestanden, sich mit einem Haufen Federvieh (die acht Perlhühner seien an dieser Stelle auch noch einmal ausdrücklich erwähnt) und einem aquaphobischen Impala begnügt und war nun einmal mehr der Meinung, Bücher mit irgendwelchen fadenscheinigen Tipps gehören in die Tonne. Wenigstens ein Zebra musste nun her, von ihm aus auch ein Gnu. Und die Leoparden-Sichtungs-Taktik wäre sicherlich auch noch ein wenig zu überarbeiten. Aber nur ein wenig, denn bestimmt war der Leopard in dem Moment, als wir ins Nutellabrot bissen und unser Müsli löffelten, so schnell und so geschickt herangeschlichen, dass wir ihn gar nicht bemerkt hatten. Hier noch ein Zitat aus unserem „Expertenführer“ zum Wasserloch Nuamses: „Elefant, Löwe und Steppenwild, wie Zebra und Streifengnu, können hier beobachtet werden. Leopard erscheint hier auch relativ häufig [..]“
Also verließen wir die spannungsgeladene Szenerie um Nuamses und fuhren auf der Hauptstraße Richtung Westen.
Juhu! Tiere!

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Nach Rietfontein (Zebras) und Salvadora machten wir einen Toilettenstopp. Anschließend ging es nach Gemsbokvlakte. Dort waren viele Springböcke, Zebras und ein paar Schakale. Wir fuhren noch einmal zu der Stelle, an der gestern die Löwen mit dem Zebra gelegen hatten. Nun fanden wir dort nur noch einen Ohrengeier und ein paar Schakale, die sich um den letzten Fetzen stritten.
Der letzte Stopp vor Okaukuejo war das Wasserloch Nebrowni. Dort standen die bekannten weißen Elefanten und einige Springböcke. Eine Gruppe Strauße wollte gern zum Wasser, wurde von den Elefanten jedoch zurückgescheucht. Diese tranken, spritzten mit Wasser und hatten sichtlich Spaß, die Pampe so richtig aufzuwirbeln.

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Zwischendurch wurde ein wenig gerangelt und sich hin- und hergeschoben.

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Hier wurde uns wirklich viel geboten. Was uns jedoch sehr störte, waren die Touristen um uns herum. In jedem Auto wurde in normaler Lautstärke gesprochen. Niemand nahm Rücksicht. Statt der Natur hörten wir nur Leute, die sich unterhielten, teilweise auf den Autos sitzend über die Dächer der dazwischen haltenden Fahrzeuge hinweg. Sind wir so spießig? Keinen schien es zu stören. Nach der Ruhe in den Nxai Pans und im Moremi nervt uns hier das Geschnatter und Geplapper zunehmend – fürchterlich! 😠
Als es uns zu viel wurde, fuhren wir ins Camp. Dort mussten wir eine Dreiviertelstunde in der Schlange warten, um unseren Campingplatz zu bekommen. Aber im Warten sind wir gut.
Leider lag die Campsite zwischen großen Reisegruppen, die dauernd über unseren Platz liefen. Wir versuchten noch zu tauschen, erhielten aber eine Absage. Alle anderen Plätze seien schon belegt. Nun hoffen wir, dass wir morgen einen ruhigeren Platz bekommen. Wir duschten, Ruth schnippelte Salat, und Uwe machte im Kühlschrank sauber, weil etwas Blut aus der Fleischtüte ausgelaufen war. Schließlich schafften wir es gerade noch rechtzeitig, zum Sonnenuntergang ans Wasserloch zu kommen.
Zum Abendessen grillten wir Oryx-Steaks und Foliengemüse. Dazu gab es Salat. Wir beeilten uns mit dem Spülen, um uns noch ans Wasserloch zu setzen. Dort war jede Menge los. Zwei Spitzmaulnashörner wateten durchs Wasser und schoben sich ein wenig hin und her. Ein paar Löwen liefen umher, entfernten sich aber, als eine große Elefantenherde aus der Dunkelheit erschien. Es wurde ein wenig trompetet und das Wasserloch besetzt. Sogar die Nashörner liefen aufgeregt durcheinander.

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Nach den Elefanten kamen fünf Giraffen, die sehr vorsichtig anfingen zu trinken. Es waren sehr viele Leute am Wasserloch und erfreulicherweise auch recht ruhig. Na bitte, es geht doch!

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Als wir müde wurden, gingen wir zum Auto zurück. Durch die Dunkelheit schlichen einige Schakale und plünderten die Mülltonnen. Unsere hatte weder einen Deckel noch sonst eine Sicherung gegen die kleinen Räuber. So schepperte und klirrte es ohne Pause, bis sämtliche Abfälle durchwühlt waren.

Kilometer: 133
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zuletzt bearbeitet 10. Jan. 2014
3'700 Beiträge · seit 200910. Jan. 2014 ·
Hallo Eulenmuckels,

also ich finde Eure Ausbeute von Nuamses grandios! So viele verschiedene, schöne Piepmätze

Den Helio-Ausflug haben wir im Oktober mit gleichem Ergebnis absolviert. 😊

Und der Rummel um Okaukuejo ist uns wirklich zuwider geworden. Erfreulich ist jedoch, dass es auch ausgesprochen ruhige Ecken in der Etosha gibt, gute Tiersichtungen und wenig Touris inklusive.

Die Vogelbestimmung überlasse ich anderen Fomis, da ich heute schon die mir zur Verfügung stehende Zeit in Bebbls Uganda-Piepmätze investiert habe.

Herzlichen Dank für die gelungene Fortsetzung.

Liebe Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
1'162 Beiträge · seit 201211. Jan. 2014 ·
Hallo Eulenmuckels,

schicke Fotos! und schöne Erlebnisse! und den Ärger mit den lauten Touris (und das sind nicht nur Hummeldummels!) kenne ich zur Genüge.
Im Augenblick frustriert mich nur, dass ich die kleine Schar grauer Piepmätze mit den roten Schnäbeln nicht spontan einordnen kann. Es könnte sich um Jungtiere vom Granatastrild handeln. Muss mich morgen mal drum kümmern, aber, wenn ich Glück habe, ist ein anderer schneller. Der weibliche Haussperling müsste stimmen, habe aber nur einen kurzen Blick drauf geworfen. Die Weibchen der Passeriden (vor allem die grünen) sind etwas haarig zu bestimmen. Mal sehen, zu welchen Ergebnissen ich im Laufe des Wochenendes komme.

Beste Grüße
Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
zuletzt bearbeitet 11. Jan. 2014
1'162 Beiträge · seit 201211. Jan. 2014 ·
Hallo Eulenmuckels,

meine Vermutung scheint zu stimmen. Es handelt sich offensichtlich um eine Geschwisterschar junger Granatastrilds. Junge, gerade das Nest verlassene Vögel neigen dazu, die ersten Tage in einem "Geheck" zusammen zu bleiben, -- so wie auf dem Bild. Die Färbung der Jungtiere stimmt mit einem Bild einer Vogelzüchter Web-Site überein. Nur die dort abgebildeten Jungen haben noch keinen roten Schnabel. Bin mal gespannt, was die anderen Kenner von meiner Idee halten.
Eigentlich wollte ich schlafen, aber irgendwie hat es mir keine Ruhe gelassen.

Beste Grüße
Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
4'132 Beiträge · seit 200811. Jan. 2014 ·
Hallo, Eulenmuckels!

Wie schön, weiter an euren Erlebnissen teilzuhaben!

Zu den Piepmätzen:
1. Hausspatz? – eher nicht, – evtl. Cape Sparrow (ƒ)? - ...sieht eh nicht grad Sperlingsvogel-typisch aus... haben aber keine wirkliche Alternative...
5. u.8. evtl. derselbe Vogel? Der Schnabel weist einen Samenfresser aus. – vielleicht Bully Seed-eater??
– die „little brown birds“ sind aber auch immer’ne echte Aufgabe... 🤪 - bei denen wird's oft sportlich... und manchmal geben wir auch einfach auf
6. Red-billed Quelea, non breeding – Blutschnabelweber, (mit’m kl. Fragezeichen)

Vielleicht bringt es euch weiter. Hat Spaß gemacht.

Grüßle lilytrotters
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
1'060 Beiträge · seit 200611. Jan. 2014 ·
Liebe Eulenmuckels

Erstmal an dieser Stelle vielen herzlichen Dank für diesen wiederum tollen Reisebericht! Lese fleissig mit und geniesse jeden Moment sehr.

Die Geschichte von Nuamses brachte mich nun sehr zum schmunzeln, kann ich gerade hier sehr gut nachvollziehen, was ihr dort erlebt habt. War im März vergangenen Jahres mit meinem Bruder für drei Nächte in Halali einquartiert. Zuvor in Namutoni hatten wir einen netten Holländer getroffen, der während fast drei Monaten pro Jahr sich im Etosha aufhält und gerade an einem Fotobuch arbeitete. Er berichtete uns von dem berühmten Leoparden von Nuamses und sagte uns (und zeigte auch Fotos), dass er ihn während mehrerer Tage immer morgens dort angetroffen hätte. Also fuhren wir jeden Morgen nach Nuamses, um uns den Leoparden "vorzuknöpfen". Bei uns wollte er sich natürlich auch nicht zeigen, obwohl wir zusammengenommen mehrere Stunden dort verbrachten. Wenigstens hatten wir das Glück, dass sich einmal eine grosse Herde Elefanten zum Trinken und Baden am Wasserloch zeigte.

Ein anderer Reisende, mit dem wir uns kurz am Wasserloch ausgetauscht haben, hatte auf dem Weg zu Nuamses gleich fünf Leoparden gesehen haben wollen...

Noch zum Verhalten einiger Touristen; ich werde das auch nie verstehen können. Da macht man vielleicht einmal im Leben eine solche Reise und verbringt sagen wir mal zwei bis vier Tage im Etosha und schafft es dann nicht, einfach mal für ein paar Stunden die Fresse zu halten und einfach zu geniessen. Schrecklich.

Freue mich auf die Fortsetzung eures Berichts!

Liebe Grüsse aus Zürich
Samuel
Reiseberichte: #safaribrothers on Tour Vol. IX- safaribrothers.ch Blog «In Gedenken - Kurzer Kgalagadi-Trip 2024» #safaribrothers on Tour Vol. VIII - safaribrothers.ch Blog «Du hast es so gewollt - 8 Wochen Campingsafari in Namibia und Botswana 2021/2022» #safaribrothers on Tour Vol. VII - «Kalahari» #safaribrothers on Tour Vol. VI - «Wo Problem?»
875 Beiträge · seit 200811. Jan. 2014 ·
Brüllt der eine Tourist dem anderen zu:
Tiere, was für tiere - ich seh nix
ab 23.April 2019 für immer nach Namibia unser Blog: www.outinafrica.com.na
zuletzt bearbeitet 12. Jan. 2014
47 Beiträge · seit 201311. Jan. 2014 ·
Hallo Eulenmuckels,

ich bin auch einer von den stummen Mitfahrern 😉 Vielen Dank auch von mir uns an Euren Erlebnissen teilhaben zu lassen.

Von Euren Piepmätzen bin ich hin und weg, obwohl ich damit bisher nix an der Backe hatte. Scheint auch recht spannend zu sein, die dann zuzuordnen. Da wir erst im Mai losziehen, könnte ich mich ja Fototechnisch noch darauf vorbereiten und hätte eine Frage zu Euren Piepmatz-Bildern. Hattet Ihr zu Euren Objektiven noch einen Konverter im Einsatz, sind die Bilder "gecropped" oder wart ihr nur so nah dran? Eine Testmeise, die ich in unserem Garten mal versuchsweise mit 300mm und APS-C bei 5m Abstand abgelichtet habe war kläglich klein 🙁 Das 100-400 hatte ich auch schon im Auge, das hatte dann beim Preis aber etwas getränt und wenn Ihr mit Konverter arbeitet, würde ich mir lieber als Kompromiss noch eine Bridge zulegen.

Viele Grüße,

Andreas
3'700 Beiträge · seit 200911. Jan. 2014 ·
Hallo Eulenmuckels,

so nun habe ich auch die Vogelbücher gewälzt...

1. Foto: Ich vermute, dass es sich um einen Haussperling / House Sparrow (passer domesticus), female handelt. Alternativ: Rostsperling / Great Sparrow (Passer motitensis), female.

4. Foto: Ich tendiere auch zum Rostsperling / Great Sparrow (Passer motitensis).

5. Foto: Ich habe überhaut keinen Schimmer!!! 🤪 Könnte ebenfalls ein Maskenweber / Southern Masked Weaver (Ploceus velatus), female sein.

6. Foto: Stimme Lilytrotter zu: Blutschnabelweber / Red-billed Quelea (Quelea Quelea), female.

8. Foto: Hier tippe ich auf einen Maskenweber / Southern Masked Weaver (Ploceus velatus), female.

Hat Spaß gemacht und frau lernt viel dabei.

Herzliche Grüße und vielen Dank für die fantastische Bildqualität. Das hilft enorm!

Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
zuletzt bearbeitet 11. Jan. 2014
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200611. Jan. 2014 ·
@Marina, Biologe und lilytrotters: Vielen Dank für eure Mühe mit der Vogelbestimmung!
Zu den kleinen mit rotem Schnabel: In unserem Buch ist der Blutschnabelweber auch am ähnlichsten, aber der männliche (non-breeding), wie lilytrotters geschrieben haben, nicht der weibliche. Wir halten die Idee von Michael mit den Jungvögeln des Granatastrilds aber auch für sehr plausibel. Irgendwie sehen sie ja noch recht fluffig aus.
Vögel 5 und 8: Weiblicher Maskenweber könnte sein. Seedeater glauben wir eher nicht.

@Samuel: Vielen Dank für deine Antwort. Dann waren wir dem Leoparden also tatsächlich dicht auf den Fersen. 😉
Ein anderer Reisende, mit dem wir uns kurz am Wasserloch ausgetauscht haben, hatte auf dem Weg zu Nuamses gleich fünf Leoparden gesehen haben wollen.
Die Geschichte mit dem fünfköpfigen Leoparden-Rudel ist sehr glaubhaft. Vielleicht war der Weg der anderen Reisenden nach Nuamses aber auch sehr weit und hat mehrere Jahre gedauert. 😉
Da macht man vielleicht einmal im Leben eine solche Reise und verbringt sagen wir mal zwei bis vier Tage im Etosha und schafft es dann nicht, einfach mal für ein paar Stunden die Fresse zu halten und einfach zu geniessen.
Nochmal danke. Wir hätten es nicht besser formulieren können.

@Andreas: Wir hatten zwar einen Telekonverter dabei, haben ihn aber nicht eingesetzt. Wann immer wir in der Vergangenheit damit fotografiert haben, waren die Bilder schauderhaft hinsichtlich der Schärfe. Bestenfalls in Kombination mit einer erstklassigen Linse (z. B. 300/2.8) kann man damit arbeiten. Wichtig beim Einsatz eines Telekonverters ist, dass Blendenstufen verloren gehen, so dass meist kein Autofokus mehr funktioniert. Das ist unserer Meinung nach keine Option.
Das 100-400 von Canon ist schon ein sehr tolles Objektiv, das sein Geld wert ist. Die Vogelbilder bei Nuamses haben wir alle mit der 7D und dem 500/4 von Canon gemacht und sie beschnitten, obwohl wir schon recht nah dran waren. Gerade bei Vögeln kann man eigentlich nie nah genug sein. Bei der Auswahl des richtigen Teleobjektivs gehen die Meinungen auseinander. Uns persönlich würden 300mm nicht genügen. Mit Bridge-Kameras haben wir keine Erfahrung.

Vielen Dank an alle Mitfahrer, die stillen und aktiven, für die vielen netten Anmerkungen, für die Dankeschöns und auch das stille Mitlesen.

Ruth und Uwe
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200611. Jan. 2014 ·
Dienstag, 6. August 2013 – Rund um Okaukuejo

Okaukuejo, Etosha

Das Frühstücken am Wasserloch hatte uns gefallen, und so wiederholten wir das Prozedere: Kaffee kochen und Müsli vorbereiten. Die Tierausbeute an diesem Morgen war jedoch mehr als mau. Wir fuhren nach Nebrowni, Gemsbokvlakte, Olifantsbad und Aus.

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Dort machten wir Pause und frühstückten. Nach einiger Zeit des Wartens nahmen wir dieselbe Strecke zurück bis Gemsbokvlakte, dann weiter in südlicher Richtung bis Ombika. Auf dieser Straße sahen wir in großer Entfernung eine Giraffenherde mit einem Jungtier.

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Da auch in Ombika nichts los war, fuhren wir zurück nach Okaukuejo und tauschten den Campingplatz. Dann setzten wir uns eine Stunde ans Wasserloch unter das große Siedelwebernest

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und machten 600 Fotos. Hier ist das Ergebnis:

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Es war ein ruhiger Nachmittag. Uwe schrieb Postkarten. Zwei Stellplätze weiter traf ein junges deutsches Pärchen ein, und Ruth kam – wie Frauen so sind – sofort mit Sonja und Florian ins Gespräch. Sie sind seit einer Woche in Namibia und fahren noch bis zum Kunene.
Am Nachmittag fuhren wir noch eine Runde bis Okondeka, wo Giraffen, Strauße, Springböcke und Oryx zu sehen waren.

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Zum ersten Mal konnten wir nach Adamax fahren. Diese Straße war in früheren Jahren immer gesperrt gewesen. Nun kamen wir weiter in den Nordwesten. Entlang des Weges liefen immer wieder kleine Gruppen von Springböcken. Plötzlich entdeckten wir eine Staubfahne und darunter ihre Verursacher: Zwei Honigdachse wühlten in der Erde. Leider waren sie sehr weit entfernt und immer wieder durch Büsche verdeckt, so dass wir sie nur mit dem Fernglas erkennen konnten.
In Adamax gab es kein Wasserloch, und so fuhren wir sofort weiter nach Süden Richtung Leeubron. Dort schlich ein Schakal durchs Gebüsch, und Springböcke liefen herum.
Zurück in Okaukuejo bereiteten wir das Abendessen vor und zündeten das Feuer an.

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Zum Sonnenuntergang gingen wir kurz zum Wasserloch.

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Dann grillten wir das letzte Fleisch von Maori: zwei dicke Steaks vom Gnu. Dazu gab es Salat und Folienkartoffeln. Es schmeckte hervorragend, besonders das Fleisch war perfekt. Nach dem Spülen packten wir unsere Fotoausrüstung und marschierten zum Wasserloch. Es gab noch eine freie Bank für uns.
Zunächst war nichts los, dann kamen die Spitzmaulnashörner. Irgendwann waren neun von ihnen gleichzeitig um das Wasserloch verteilt.

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Zwischenzeitlich kamen auch zehn Giraffen zum trinken. Es war sehr beeindruckend. Als wir zu müde wurden, gingen wir schlafen.

Kilometer: 183
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zuletzt bearbeitet 11. Jan. 2014