Trophäenjagd

11 Antworten · 2'121 Aufrufe · gestartet 04. Nov. 2013 von Eto
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572 Beiträge · seit 201305. Nov. 2013 · #2
Ja, so ist das nun mal. Für die Knochen an der Wand zahlen die Jägers (ich bin auch einer), wenn sie solvent genug sind (was ich nicht bin) jede Menge Euros, Dollars etc. Für die Steaks zahlen dann alle anderen ein paar Dollars.

LG Maecs
392 Beiträge · seit 200805. Nov. 2013 · #3
In Anbetracht der Tatsache, dass Wilderer viel mehr Nashörner abschlachten, sind diese 5 Spitzmaulnashörner 10 zu viel! 😠
Schläft ein Lied in allen Dingen, Die da träumen fort und fort, Und die Welt hebt an zu singen, Triffst Du nur das Zauberwort. - Joseph von Eichendorff
5'538 Beiträge · seit 200805. Nov. 2013 · #4
Hallo Otji,

in Anbetracht der Tatsache, dass viel zu viele Leute Steuern hinterziehen, sind die N$ 450, die hier ein Rentner auch viel zu viel - muss ich so Deine Stellungnahme verstehen.

Unverständliche Grüße von der Küste
Gerd
392 Beiträge · seit 200806. Nov. 2013 · #5
Hallo Gerd1942,

wie kommt man denn von (wenn ausgerottet, dann ausgerottet) Nashörnern auf Steuern und Steuerhinterzieher?

Die Dame tut in ihrem Vortrag so, als wenn die 5 Nashörner die Einzigen wären, die pro Jahr getötet würden. Dass dem nicht so ist, muss ich wohl keinem hier erzählen, oder wohl doch??

Weiterhin tut die Dame so, als wenn nur durch Trophäenjagd Geld erwirtschaftet werden könne, welches dann (haha, ich lach mich schlapp) in die Erhaltung der Art investiert werden würde.

Arterhaltung funktioniert nicht, indem man Tiere abschießt und wildert, und dann die gewilderten Tiere unter den Tisch fallen lässt!

Viele Grüße,

Otji
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354 Beiträge · seit 201006. Nov. 2013 · #6
Danke Otji !

Aber zu diesem Thema hab ich hier im Forum mittlerweile aufgehört mich zu äussern. Schont Nerven! Und erspart das Lesen vieler privater Nachrichten von wütenden Befürwortern der Abknallerei aus Profit.

Serengeti
5'538 Beiträge · seit 200806. Nov. 2013 · #7
Guten Morgen, Otji,

wie Du wahrscheinlich weißt oder (nicht), bin ich kein Jäger, aber ich stehe den Jägern offen gegenüber, weil es solche (Heger) und solche (Töter) gibt. Es gibt natürlich noch viele Zwischenstufen. Und ich kenne zu viele von der ersten Kategorie. Aber jetzt zu Deiner Frage:

wie kommt man denn von (wenn ausgerottet, dann ausgerottet) Nashörnern auf Steuern und Steuerhinterzieher?

Du sagst, dass man die legale Jagd verbieten muss, weil es zu viele Wilderer gibt. Und das kann ich nicht verstehen. Wenn Du etwas Legales verbieten willst, nur weil andere Leute das Gleiche illegal machen und die illegale Tätigkeit nicht eingedämmt werden kann, dann bestrafst Du die falschen Leute. Und das - nur das sollte mein zugegebener Vergleich aufzeigen.

Ansonsten könnten wir jetzt endlos über das Positive und Negative bei der Jagd diskutieren - tue ich aber wie Serengeti grundsätzlich nicht.

Viele liebe Grüße von der Atlantikküste
Gerd
Gast06. Nov. 2013 · #8
Hallo,

mir erschließt sich auch nicht, worin das Vergnügen liegt, ein Tier nur so aus Lust und Freude abzuknallen, aber trotzdem ist das alles etwas komplizierter und differenzierter zu betrachten. Touristisch gut erschlossene Conservancies wie die Torra Conservancy, wo zuletzt das Dorob-Männchen von Trophäenjägern erschossen wurde, können sicher ohne Trophäenjagd auskommen. In anderen Conservancies läuft zum Teil null Tourismus und die Trophäenjagd ist da derzeit häufig die wichtigste Einnahmequelle. Wie unterschiedlich das in den einzelnen Conservancies aussieht, kann man hier an 4 Beispielen sehen
http://www.nacso.org.na/SOC_2011/Figure%2007.jpg

Langfristig wäre es theoretisch denkbar, die Trophäenjagd abzulösen und die Conservancies auf Tourismus "umzustellen", aber kurz- und mittelfristig ist das völlig illusorisch. Insofern muss man sich wohl vorerst mit einem gewissen Maß am Trophäenjagd grundsätzlich arrangieren. Und dann kann man hinsichtlich der Trophäenjagd eigentlich nur jeden Einzelfall separat beurteilen.
Gerd1942 schrieb:Du sagst, dass man die legale Jagd verbieten muss, weil es zu viele Wilderer gibt.
In Botswana, war einer der angeführten Hauptgründe für das Totalverbot der Trophäenjagd, dass Trophäenjagd die Wilderei befördert: «Botswana President, Lt Gen Ian Khama said the decision not to issue hunting licences was taken to protect Botswana's fauna, because hunting licences encourage poaching»

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 06. Nov. 2013
1'324 Beiträge · seit 201306. Nov. 2013 · #9
Ich kann auch nicht verstehen, dass man aus Spaß Tiere erschießt.

Trotzdem ein Beispiel:
Eine Wildtierfarm in der Karoo. Bis vor 20 Jahren lebten da imwesentlichen null Wildtiere. Einfach nichts mehr. Heute leben auf der Farm und 2 aufgekauften Farmen wieder ungewfähr 4.000 Wildtiere (vor allem Antilopen). Auch wieder African Wildcats, Servale und Characale, die zugewandert sind, dazu eine große Vogelwelt.
Von den 4.000 Tieren werden ungefähr 400 pro Jahr bejagt. Ausschließlich zu Fuß! Das ist weit weniger als neu geboren werden. Man versucht andere Farmer davon zu überzeugen genauso zu handeln. Es besser für die Natur und besser für den Menschen.
Das Fleisch wird zu 100% verwendet. Zum Essen oder als Tierfutter für die hauseigene Kleinkatzenzucht.

Was ist verkehrt daran?
Natürlich gibt es auch Negativbeispiele. Ohne Zweifel.
Aber ich bin mir sicher, dass die überwiegende Zahl der Wildfarmen seriös arbeitet. Und das auch der Umwelt und den Tieren zu Liebe.

Nur weil man etwas verabscheut (Trophähenjagd) muss es nicht zwangsläufig schlecht sein.


Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
785 Beiträge · seit 200806. Nov. 2013 · #10
Hi,

sehe ich so wie ihr, man muss jeweils genau schauen wo, wie und was gejagt wird und zu welchen Zweck der Erlös aus der Jagd verwendet wird!

Bestehende Gesetze müssen ausreichend überwacht werden, schwarze Schafe unter den Jägern, sowie den Jagdvermittlern sind sicherlich vorhanden, diese sollten entsprechend bestraft und zukünftig ausgeschlossen werden und wenn man die Jagd nachhaltig betreibt ist da sicherlich nichts auszusetzen!

Diese reine Schwarz- Weißmalerei ist da nicht so sehr zielführend und ob man jetzt an der Jagd Spaß hat oder nicht,muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.

Ich denke bei diesem Thema ist Aufklärung und Transparenz sehr wichtig, es gibt reichlich Beispiele im positiven, sowie im negativen Sinne und hieraus sollte man lernen.


Viele Grüße

Markus
392 Beiträge · seit 200806. Nov. 2013 · #11
Gerd1942 schrieb:Guten Morgen, Otji,

wie Du wahrscheinlich weißt oder (nicht), bin ich kein Jäger, aber ich stehe den Jägern offen gegenüber, weil es solche (Heger) und solche (Töter) gibt. Es gibt natürlich noch viele Zwischenstufen. Und ich kenne zu viele von der ersten Kategorie.

Hallo Gerd!

Mir ist der Unterschied zwischen Heger und dem, was die Wilderer betreiben, durchaus bewusst. Mir ist ebenso bewusst, dass man manchmal eingreifen (=Bestände regulieren) muss.

Aber, und das ist mein Hauptproblem, doch nicht bei einer eh schon bedrohten Tierart.
Gerd1942 schrieb:Aber jetzt zu Deiner Frage:

wie kommt man denn von (wenn ausgerottet, dann ausgerottet) Nashörnern auf Steuern und Steuerhinterzieher?

Du sagst, dass man die legale Jagd verbieten muss, weil es zu viele Wilderer gibt. Und das kann ich nicht verstehen. Wenn Du etwas Legales verbieten willst, nur weil andere Leute das Gleiche illegal machen und die illegale Tätigkeit nicht eingedämmt werden kann, dann bestrafst Du die falschen Leute. Und das - nur das sollte mein zugegebener Vergleich aufzeigen.
Wo sage ich, dass die legale Jagd verbieten muss? Das liest Du zwischen den Zeilen heraus. 😉 Ich sagte, dass man nicht die toten Nashörner, welche von Wilderern auf bestialischste Art und Weise getötet werden, unter den Tisch fallen lassen und dann im Ausland fünf weitere Nashörner zum Abschießen versteigern kann. Die Dame suggeriert mit ihrem Vortrag nämlich, dass die fünf Nashörner, die versteigert werden, die Einzigen wären die geschossen würden.

Der Vergleich mit dem Steuerhinterzieher erschließt sich mir auch nach dieser Erklärung nicht, sorry. Bei Steuern geht es um schnödes Geld, nicht um eine wahnsinnig interessante Tierart, die ums Überleben kämpft.
Gerd1942 schrieb:
Ansonsten könnten wir jetzt endlos über das Positive und Negative bei der Jagd diskutieren - tue ich aber wie Serengeti grundsätzlich nicht.
Ich bin Jagd gegenüber nicht per se negativ gegenüber eingestellt, wenngleich ich mir nicht vorstellen kann, ein Tier aus Jux und Tollerei abzuknallen. Mir missfällt aber das oben Gesagte.
Gerd1942 schrieb:
Viele liebe Grüße von der Atlantikküste
Gerd
Danke, viele liebe Grüße an die Atlantikküste zurück! 🙂

Otji
Schläft ein Lied in allen Dingen, Die da träumen fort und fort, Und die Welt hebt an zu singen, Triffst Du nur das Zauberwort. - Joseph von Eichendorff
zuletzt bearbeitet 06. Nov. 2013
1'250 Beiträge · seit 200918. März 2014 · #12
Heute in der AZ:

http://www.az.com.na/natur-umwelt/vortrag-zur-jagd-ist-abgesagt.416757

??

Gruß vom Elch
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem ich laut denken kann. R.W. Emerson Namibia 2013 - http://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/278435-unterkunftsbeschreibungen-unserer-letzten-reise.html?start=12 Namibia 2015 - http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/286282-unsere-campsites-im-maerz-2015.html