Berggorillas: Welche Brennweite ist optimal?

12 Antworten · 4’708 Aufrufe · gestartet 19. Aug. 2013 von picco
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Themenstarter6’411 Beiträge · seit 201119. Aug. 2013 ·
Hoi zämä

Ja, ich gebs zu, ich alter Bridge-Kamera-Fan hab mir eine Systemkamera gekauft...mitsammt Objektiv für Kleinbildaequivalent 28-300mm!
Reicht die Brennweite für die Gorillas?
Mit welchen Brennweiten habt Ihr fotografiert?

Danke schon mal im Voraus!
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
1’287 Beiträge · seit 200819. Aug. 2013 ·
Hallo Picco,

wir haben bei unserem Tracking in Ruanda als maximale Brennweite 300mm das war komplett ausreichend. Allerdings nur, weil die Gorillas selbst den eigentlich einzuhaltenden Mindestabstand von 7m nicht eingehalten haben. D.h. sie haben sich immer in unsere Richtung bewegt und sind teilweise im Abstand von weniger als einem Meter an uns vorbei gelaufen.
Folgende Aufnahmen mit Angabe der Brennweite geben Dir einen entsprechenden Eindruck.


Brennweite 170mm


Brennweite 300mm


Brennweite 195mm


Brennweite 300mm

Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
1’271 Beiträge · seit 200719. Aug. 2013 ·
picco schrieb:Hoi zämä

Ja, ich gebs zu, ich alter Bridge-Kamera-Fan hab mir eine Systemkamera gekauft...mitsammt Objektiv für Kleinbildaequivalent 28-300mm!
Reicht die Brennweite für die Gorillas?
Mit welchen Brennweiten habt Ihr fotografiert?

Danke schon mal im Voraus!
Hallo Picco,

da muss ich ja jetzt schon ein bisschen schmunzeln 😗 . Du als "Bridge-Kamera-Verfechter". Ich hoffe, Du hast viel Spass und bist mit beiden Kameras zufrieden.

Das A&O ist für mich die Lichtstärke, zumindest in Uganda (in Ruanda sollen ja die Gorillas auch auf offenen Flächen zu sehen sein). Die Lichtverhältnisse im Regenwald sind echt schwierig und da hilft ein lichtstarkes Objektiv ungemein. Aber es muss auch noch zu tragen sein, denn mit Stativ würde ich im Regenwald nicht rumhantieren wollen.

Ich hatte mein 70-200 mm 2.8 auf der Spiegelreflex und bin damit super glücklich gewesen. Habe gerade noch einmal die Exifs in meinen Gorilla-Bildern angeschaut. Das "kürzeste" waren 100 mm und viele Bilder sind mit 190 bzw. 200 mm entstanden. Wenn Du allerdings "Close ups" machen möchtest, reichen die 200 mm vielleicht nicht. Ich habe aber nichts vermisst, aber das liegt auch an Deinen Vorlieben.

Ansonsten kann ich Dir nur den Tipp geben, auch den Moment mit den Gorillas zu genießen und nicht nur durch die "Linse zu schauen". Sonst verpasst man einfach zu viel. Und letztendlich bleiben die schönsten Bilder im Kopf.

Ich wünsche Dir eine wunderschöne Reise, tolle Erlebnisse und unvergessliche Momente. Und freue mich schon, auf Deinen Bericht.

Liebe Grüße,

Nicole
Reisebericht Tansania 2010 Reisebericht Südafrika 2011 Reisebericht Uganda 2012 Reisebericht Kenia 2013
382 Beiträge · seit 200619. Aug. 2013 ·
Hallo Picco,
ich denke auch, das die Brennweite nicht so entscheidend ist.
Wichtiger íst meiner Meinung nach die Lichtstärke des Objektivs. Wir hatten das 70-200 mm mit 2,8 und haben damit einige gite Ergebnisse erzielt, trotz schlechter Lichtverhältnisse und dichtem Busch bei unserem Trecking vor ein paar tagen.

Gruss
Christian
h35a4d5e.jpg


Mehr Bilder später in unserem Bericht
Themenstarter6’411 Beiträge · seit 201119. Aug. 2013 ·
Hoi zämä

Danke schon mal für die ersten Einschätzungen!
@Nicole: Es ist eine Systemkamera, keine Spiegelreflex... 😛 😉 😎
So lichtstarke Objektive wie Ihr sie habt kann ich nicht vorweisen, aber im Vergleich zu meiner Bridge mit f=5,6 ist es zumindest nicht schlechter, dafür kann die Kamera mit nun einen 2.8 mal grösseren Sensor aufweisen als die Bridge und dazu kann ich mit der Neuen bis ISO 6400 ohne bedenkliche Qualitätsverluste gehen, bei der Bridge war ISO 800 schon problematischer.
Aber trotzdem hatten wir bei den Schimpansen letztes Jahr bei drei Kameras (2 Bridges, davon meine mit relativ grossem Sensor und eine mit etwas kleinerem Sensor und eine Spiegelreflex) keinen klaren 'Gewinner', da dort nicht die Lichtstärke, sondern der Kontrast das Problem war.
Demnach bin ich mal optimistisch! :-D
Für die Gorillas etwas weiter weg hab ich ja noch das im Zusammenhang mit meiner Kamera und meinem Objektiv im Systemkameraforum gelobte Vorschraubobjektiv dabei, das gibt dann auch Brennweiten von 510mm Kleinbildaequivalent.
Vieleicht kommen ja noch andere Meinungen...
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1’287 Beiträge · seit 200819. Aug. 2013 ·
Hallo Picco,

achso noch ein Hinweis, ich hatte drei Kameras (2xDSLR mit Normal Zoom (15-85) und Tele (100-300), sowie ne kleine Taschenkamera). Ich war sehr froh, somit nichts an der Kamera wechseln zu müssen und umzuschrauben. Wie Nicole schon schrieb, braucht man auch auf alle Fälle einige Zeit ohne Kamera für sich, um das Erlebnis zu geniessen, daher bleibt echt nicht viel Zeit für's Fotografieren. Eine Stunde ist wirklich ziemlich schnell um.
Also mein Rat, möglichst mit dem praktikabelsten Setup zu den Gorillas nen paar Fotos schiessen und hauptsächlich einfach da sein. 🙂

Gruß
Carl
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1’271 Beiträge · seit 200719. Aug. 2013 ·
Hallo Picco,

ich bin nicht davon ausgegangen, dass Du anfängst, mit der Spiegelreflex herumzulaufen 😛

Wenn Du die ISO hochdrehen kannst, bist Du schon mal ein ganzen Stück weiter. Weiss jetzt nicht, ob Du auch mit RAW fotografieren kannst bei der Systemkamera, aber mit den heutigen Programmen (z.B. Lightroom) bekommt man auch das Rauschen recht gut in den Griff. Für mich wird das oftmals eh überbewertet.

Ich kann jetzt nur aus meiner Erfahrung berichten, aber mit dem 70-200 war der Kontrast weder bei den Schimpansen, noch bei den Gorillas ein Problem. Die Verschlusszeiten werden nur aufgrund des schlechten Lichts sehr gering und dadurch kommt es schnell zu Bewegungsunschärfen. Und da hilft Lichtstärke ungemein (oder aber hohe ISO).

Ich bin auf jeden Fall schon gespannt, wie Deine Erfahrungen nach der Reise sind. Und freue mich schon auf die Bilder.

Viele Grüße,

Nicole
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1’287 Beiträge · seit 200819. Aug. 2013 ·
AfricaDirect schrieb:

@Carl

Bist Du mit allen drei Kameras zu den Gorillas?

Hallo Nicole,

ja, am ersten Tag durfte ich sogar meine komplette Tasche mitnehmen, da war sogar mein Stativ drin (habe ich aber nicht benutzt). Am zweiten Tag habe ich mir dann eine Kamera um den Hals gebunden, die kleine in die Seitentasche der Hose und die andere Kamera hat meiner besseren Hälfte "geschleppt" 🙂

Gruß
Carl
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Themenstarter6’411 Beiträge · seit 201119. Aug. 2013 ·
Hoi zämä

Ihr helft mir weiter, danke dafür! 🙂

@Nicole: Kein Problem mit dem offTopic...
Eine Systemkamera kann so ziemlich alles was eine Spiegelreflex kann, zwei, drei Dinge sogar besser, aber auch zwei, drei schlechter.
Sie hat meist einen etwas kleineren Sensor, der aber meist auch weniger Pixel bietet.
Sie ist kleiner und leichter (Mit 14-150mm-Objektiv, entspricht bei Crop 2.0 28-300mm KB, leichter als der objektivlose Body Deiner Kamera), was nicht immer von Vorteil ist, für mich aber passt.
Natürlich kann sie RAW, das kann selbst jede brauchbare Bridge! 😉
Meine ist die Olympus OM-D E-M5.
Hier siehst Du die technischen Daten, ich denke die zwei Kameras geben sich nicht viel: Klick mich!
Ist halt ein anderes System, mit weniger Objektiven, die auch noch recht teuer sind, aber dafür perfekt auf die Kamera abgestimmt.
Der Bildstabi ist bei Olympus im Body drin (5-Achsen, was immer das auch bedeuten mag, wird in Testberichten auf's höchste gelobt), sie ist sehr schnell, hat einen extrem schnellen Autofocus...und sie ist kompakt und leicht, mit 15mm-Objektiv (=30mm KB) sogar beinahe Hosentaschentauglich: ca. 121 mm x 90 mm x 45 mm
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383 Beiträge · seit 201325. Aug. 2013 ·
Hallo Picco,
bin gerade (vorgestern) zurück aus Uganda/Ruanda.
Habe zwei Trekkings im NP Volcanoes gemacht. Gruppe NTAMBARA und HIRWA besucht.
Ich hatte eine Canon 50D und eine 7D dabei.
Objektive EF-S 17-55/2.8 IS USM; EF 70-200/2.8 IS II USM und EF 100-400/4,5-5,6 IS USM dabei.

Gorillas fotografieren ist bzw. war bei mir das einfachste der Welt. Ich hatte es mir so kompliziert vorgestellt. 70-200mm waren bei mir optimal. Auch ein leichtes Weitwinkel ist zu gebrauchen um ihren natürlichen Lebensraum mit darzustellen. Ich würde nicht nur Porträt machen, wirkt dann wie im Zoo.
Die Tiere werden von ca. 10:30-11:30 Uhr aufgesucht. Da sind sie beim fressen. Das erledigen sie auf Lichtungen wo auch meist ausreichend Licht vorhanden ist. Die sitzen ganz ungestört da und schauen schön brav in die Kamera.
Das größte Problem werden Deine menschlichen Gruppenmitglieder sein, die sich vor die Tiere stellen um sich mit ihnen ablichten zu lassen. So jedenfalls bei uns, 2 Amerikanerin, die das mit ihren Smartphon erledigt haben und es gleich per Facebook der restlichen Welt mitteilen mussten. 🙁 😠
Vielleicht hatte ich auch zwei mal großes Glück, da ich auch schon relativ schlechte Aufnahmen gesehen habe.
Für mich als Hobbyfotograf waren die Schimpansen eine wesentlich größere Herausforderung.
Ich werde später einen kleinen Bericht zu meiner geführten Rundreise verfassen, mit Fotos!
Falls Du Fragen hast, werde ich sie Dir gern beantworten.
Holger
2019 Südafrika Klaserie - Timbavati - Sabi Sands 2018 Brasilien Rio de Janeiro - Foz do Iguacu - Pantanal - südliches Amazonasgebiet 2017 Kanada BC 2016 Sambia & Malawi 2015 Süden Tansanias Reisebericht: Mit der Cessna durch den wilden Süden Tansanias 2014 Kenia & Norden Tansanias 2013 Uganda/Ruanda 2012 Botswana
297 Beiträge · seit 200725. Aug. 2013 ·
bei unseren Gorillabesuchen war es im Wald so dunkel, daß das Licht der limitierende Faktor war. Auch wir hatten mehere Kameras/Objektive dabei, im Wald war jedoch nur das lichtstarke 50mm -Objektiv (1,8) brauchbar... wir waren den Tieren teilweise so nah, daß 50mm ausreichte.

Du kannst das bei Dir im Wald ausprobieren: versuch mal im Schatten großer Bäume schwarze Gorillas oder dunkle Gegenstände zu fotografieren, dann weißt Du was ich meine...

Viel Erfolg
Heike
Themenstarter6’411 Beiträge · seit 201126. Aug. 2013 ·
Hoi zämä

@Holger: Das tönt doch schon mal machbar!
Bin zwar weit weg von einem Hobbyfotografen und meine Ausrüstung hat beim besten Willen kein so lichtstarkes Objektiv zu bieten, aber dafür eine Kamera (Olympus OM-D E-M5 mit 12-50mm und 14-150mm Zoomobjektiven, Crop-Faktor 2) die auch sehr hohe ISO-Werte ohne grosse Qualitätsverluste ermöglicht...ich muss es halt gegebenenfalls so machen...

@Heike: Ja, meine Erfahrung mit Schimpansen habe mich eben diesen Tread eröffnen lassen 😉
Damals noch mit meiner Fujifilm HS20EXR (Bridge, Crop 5,8, Zoom 24-720mm & 1,7-fach Konverter)

Die Kamera war vom Zoom her sehr gut geeignet, aber zu lichtschwach...
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)