Interessanter Artikel......

12 Antworten · 2'743 Aufrufe · gestartet 06. Aug. 2013 von Elchontherun
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Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200906. Aug. 2013 · #1
......in der WELT heute:

http://www.welt.de/kultur/article118718883/Warum-die-Weissen-nach-Afrika-zurueckkommen-sollen.html

Grüße vom Elch
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem ich laut denken kann. R.W. Emerson Namibia 2013 - http://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/278435-unterkunftsbeschreibungen-unserer-letzten-reise.html?start=12 Namibia 2015 - http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/286282-unsere-campsites-im-maerz-2015.html
2'612 Beiträge · seit 200706. Aug. 2013 · #2
Hallo,

insbesondere das letzte Kapitel möchte ich gerne zitieren und dazu Stellung nehmen:

"Zweifellos wollte Bekolo mit diesem Interview provozieren. Mit seiner Kritik an den herrschenden afrikanischen Eliten aber ist es ihm zweifellos ernst. Wie Wangari Mathai schrieb, ist das Hauptproblem Afrikas nicht länger die Erblast der Kolonisierung.

Es ist die Unfähigkeit, nach fünf oder sechs Jahrzehnten der Unabhängigkeit immer noch nicht in der Lage zu sein, Führungsschichten hervorzubringen, die für das Gemeinwohl wirken und die Legitimität des demokratischen Machtwechsels akzeptieren.

Westliche Beobachter sollten das Projekt der Re-Kolonisierung weder mit Häme noch mit triumphaler Besserwisserei zur Kenntnis nehmen. Jean-Pierre Bekolo verlangt eine Re-Kolonisierung ohne Ausbeutung und Unterdrückung. Davon sind wir in der Epoche der multinationalen Korporationen noch weit entfernt – nicht nur in Afrika."

Ich habe mich beim Lesen dieses Artikels gefragt, wieso man sich fast ausschließlich auf die Aussagen EINES Filmemachers stützt - das wäre so, als wenn man hier Dieter Bohlen zu unserer Bundesregierung befragt. Es gibt auf dem Kontinent sehr wohl eine heranwachsende Gruppe von Intellektuellen, denen das Wohl Ihrer Mitmenschen am Herzen liegt. Bei meinem alten Arbeitgeber habe ich Studierende der Wirtschaftswissenschaften just aus dem Land kennen gelernt, aus dem Bekolo stammt, nämlich Kamerun. Sie möchten - unabhängig voneinander geäußert - lieber heute als morgen in ihr Land zurück und an einem Neuaufbau ohne ihre korrupte Regierungsclique mitwirken. Das große Problem ist: wie kann man die alten Eliten von ihren Posten "entfernen"?

Die Wahlen in Zimbabwe zeigen gerade auch wieder, dass demokratische Grundprinzipien mit Füßen getreten werden. Auf unserer Reise durch Zimbabwe im letzten Jahr habe ich mich im Matopos-Nationalpark am Grab von Cecil Rhodes mit einem schwarzen Lehrer einer Eliteschule aus Bulawayo - man machte gerade einen Schulausflug dorthin - unterhalten. Er bekräftigte die wichtige Rolle, die der Staatsgründer Cecil Rhodes für das Land gespielt hat, dass er es "geeint" hätte, für Infrastruktur sorgte, eine Anbindung an die "Welt" - und dieses auch an seine ausnahmslos schwarzen Schüler vermittelt. Vom letzten Präsidenten Ian Smith wusste er Derartiges nicht zu berichten. Er hat sich als Anhänger der Opposition geoutet und auf die nächsten Wahlen gehofft, wird jetzt vermutlich bitter enttäuscht sein. Denn er ist davon überzeugt, dass es sein Land auch mit einer legitim gewählten Regierung schafft, sich aus dem jetzigen Sumpf heraus zu ziehen.

Und noch einmal zurück zum Artikel: das Rad der Geschichte lässt sich nicht zurück drehen - zumal die Erfüllung von Bekolos Forderung absolute Utopie ist. Große Konzerne beuten zusammen mit den Herrschaftseliten die Rohstoffe des Kontinents aus. Nur weil die eigene Elite vorrangig in den rohstoffreichen Staaten des Kontinents korrupt ist und sich nicht um die Belange ihrer Bürger kümmert, ist der Ruf nach weißen Herrschern nicht die vermeintliche Lösung.

Es lohnt sich übrigens auch, die Kommentare zum Artikel zu lesen...

Viele Grüße,

Volker
Bye bye Forum
Gast06. Aug. 2013 · #3
Hallo,

Ich mag solche Artikel, wo mal kräftig gegen den Strich gebürstet wird. Man lernt ja auch nur dazu, wenn man sich mit Autoren/Texten auseinandersetzt, die eben nicht das wiedergeben, was man ohnehin schon weiß/glaubt. Vielen Dank an den Elch für den Hinweis.

Das Spannende an den Aussagen ist, dass diese nicht von einem Weißen stammen. Sonst wäre zumindest in Deutschland sofort die Rassismus-Karte gespielt worden und jegliche Diskussion im Keim erstickt. Weil er selbst schwarz und aus Afrika ist, funktioniert inhaltsfreie Empörung als Reaktion nicht. Will man reagieren, so ist man gezwungen, sich mit den Argumenten auseinander zu setzen.
Volker schrieb:Ich habe mich beim Lesen dieses Artikels gefragt, wieso man sich fast ausschließlich auf die Aussagen EINES Filmemachers stützt
Der Artikel aus dem Kulturressort hat glaube ich nicht den Anspruch, die ultimative Lösung für Afrikas Probleme aufzuzeigen, sondern über die durchaus bemerkenswerten Aussagen dieses Mannes zu informieren. Und insofern dreht sich der Artikel eben vor allem um die Aussagen von Bekolo.
Volker schrieb:Es gibt auf dem Kontinent sehr wohl eine heranwachsende Gruppe von Intellektuellen, denen das Wohl Ihrer Mitmenschen am Herzen liegt.
In absoluten Zahlen ja. Aber wächst diese Gruppe auch in Relation zur stark wachsenden Bevölkerung in Afrika, was meines Erachtens nötig wäre, damit Demokratie und Gesellschaft funktionieren können?
Volker schrieb:Die Wahlen in Zimbabwe zeigen gerade auch wieder, dass demokratische Grundprinzipien mit Füßen getreten werden.
Was - wenn man es wie der Weltartikel auf Hautfarben runterbrechen will - durch Schwarze und nicht durch Weiße verursacht wird und entsprechend eher Bekolo bestätigt als gegen seine Thesen spricht?

Ansonsten ist das alles so komplex und vielschichtig, dass ich es nicht geschafft habe, mir eine abschließende Meinung dazu zu bilden. Ich habe das kürzlich auch an anderer Stelle hinsichtlich Entwicklungshilfe, NGOs etc. andiskutiert: Die heutige Mehrheitsmeinung ist, dass Entwicklungshilfe kontraproduktiv ist und die afrikanischen Staaten ihre Probleme wie z.B. hinreichende Bildung allein lösen müssen. Kann man so sehen. Dann schauen wir aber zu, wie uns noch 1, 2 oder 3 Generationen verloren gehen, weil sie ohne Bildung keine Chance haben, später im Leben voran zu kommen. Bildung der Massen ist meines Erachtens auch zwingende Voraussetzung, damit Demokratie funktionieren kann und die Leute eben nicht mehr bei Wahlen regelmäßig auf die größten Scharlatane hereinfallen. Ist es dann vielleicht doch besser, wenn wir uns einmischen und uns mit NGOs für die Schulbildung engagieren? Ich sehe das komplett losgelöst von Hautfarben. Aber wer will könnte natürlich auch das wieder als "Weiß muss schwarz auf die Sprünge helfen" interpretieren.

Vermutlich gibt es für solche Themen keine pauschal richtige, binäre Einschätzung im Sinne von richtig oder falsch und man kann nur immer runtergebrochen auf den konkreten Einzelfall ein Urteil abgeben.

Wen es interessiert: Hier gibt es einen netten gegen den Strich gebürsteten Ted-Vortrag, der ganz gut begründet so Einiges auf den Kopf zu stellen versucht, was ich bisher über Spendensammeln, NGOs usw. zu wissen glaubte.
http://www.ted.com/talks/dan_pallotta_the_way_we_think_about_charity_is_dead_wrong.html

Beste Grüße

Guido
Gast06. Aug. 2013 · #4
Bei aller berechtigter Kritik und verständlichem Frust an afrikanischen Zuständen, kann ich das nicht wirklich nachvollziehen. Ob Bekolo seine Landsleute damit durch Provokation aufrütteln möchte oder das auch inhaltlich ernst meint, kann nur er selber wissen. Eine Erneuerung im Sinne von Entfernung korrupter Eliten und Verhaltensmuster kann m. E. nur von den Afrikanern selber kommen. Das kann er nicht „importieren“ und wenn er das dann noch dazu „Re-kolinisierung“ nennt, dann ist das ein Patentrezept zum Scheitern. Wenn er aber ausländische Investments, Einbeziehung und Zuzug von Fachleuten aller Sparten etc. meint, dann sollte er es nicht so nennen.
Insbesondere sollten er (und auch die westlichen Industriestaaten) sich fragen, warum die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten gegenläufig war. Aber vielleicht kommt noch die Zeit, wo es auch die Europäer wieder billiger geben, die Portugiesen haben/mussten ja schon angefangen. Während die Europäer zur Projektanbahnung noch die Spesenkonten berechnen, Businessklasse, SUVs und standesgemäße Unterkünfte organisieren, sind die chinesischen Techniker schon vor Ort und bauen.…und hausen im Container. Die Afrikaner kriegen dann zwar eine billigere Straße oder dgl., aber ihr Ziel muss sein, das selber bauen zu können. Und das geht nur durch Ausbildung, Ausbildung und nochmals Ausbildung…..und Engagement. Dass das in den letzten Jahrzehnten nicht stattgefunden hat, ist m. E. das große Versagen von Entscheidungsträgern und Gesellschaft, und dass die Katastrophe nicht total ist, ist unzähligen NGOs und engagierten Privaten zu verdanken.
Werner
Ist natürlich alles Ansichtssache und wenn ich mich nicht auf eine halbe Seite beschränken wollte, hätte ich differenzierter argumentiert.
2'612 Beiträge · seit 200706. Aug. 2013 · #5
Hallo Guido,

Dein Posting hat mir gezeigt, dass ich einen Standpunkt nicht deutlich herausgestellt habe: in seiner Analyse der politischen Verhältnisse liegt Bekolo durchaus richtig, gerade in Bezug auf Kamerun. Mit seinem Lösungsvorschlag liegt er aber m.E. auf dem Holzweg - reine Utopie eines von seinen schwarzen Herrschern enttäuschten Schwarzen, der die Kolonialzeiten nicht persönlich miterlebt hat.

Und zu Zimbabwe: die Lösung könnte schwarz/weiß aussehen, in der noch amtierenden Regierung sitzt für die MDC T von Tsvangirai immer noch ein hoch angesehener weißer Bildungs- und Kultusminister, David Coltart. Er wird seinen Job verlieren.

Ich sehe es prinzipiell wie Du, die Diskussion sollte "farblos" geführt werden. Wenn ich aber einige Kommentare zum Artikel lese, habe ich den Eindruck, dass sich einige in Deutschland das koloniale Kaiserreich zurück wünschen. Der steht aber im September nicht auf den Wahlzetteln 😉

Viele Grüße,

Volker
Bye bye Forum
zuletzt bearbeitet 06. Aug. 2013
2'612 Beiträge · seit 200706. Aug. 2013 · #6
wernerbauer schrieb:Bei aller berechtigter Kritik und verständlichem Frust an afrikanischen Zuständen, kann ich das nicht wirklich nachvollziehen. Ob Bekolo seine Landsleute damit durch Provokation aufrütteln möchte oder das auch inhaltlich ernst meint, kann nur er selber wissen. Eine Erneuerung im Sinne von Entfernung korrupter Eliten und Verhaltensmuster kann m. E. nur von den Afrikanern selber kommen. Das kann er nicht „importieren“ und wenn er das dann noch dazu „Re-kolinisierung“ nennt, dann ist das ein Patentrezept zum Scheitern. Wenn er aber ausländische Investments, Einbeziehung und Zuzug von Fachleuten aller Sparten etc. meint, dann sollte er es nicht so nennen.
Insbesondere sollten er (und auch die westlichen Industriestaaten) sich fragen, warum die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten gegenläufig war. Aber vielleicht kommt noch die Zeit, wo es auch die Europäer wieder billiger geben, die Portugiesen haben/mussten ja schon angefangen. Während die Europäer zur Projektanbahnung noch die Spesenkonten berechnen, Businessklasse, SUVs und standesgemäße Unterkünfte organisieren, sind die chinesischen Techniker schon vor Ort und bauen.…und hausen im Container. Die Afrikaner kriegen dann zwar eine billigere Straße oder dgl., aber ihr Ziel muss sein, das selber bauen zu können. Und das geht nur durch Ausbildung, Ausbildung und nochmals Ausbildung…..und Engagement. Dass das in den letzten Jahrzehnten nicht stattgefunden hat, ist m. E. das große Versagen von Entscheidungsträgern und Gesellschaft, und dass die Katastrophe nicht total ist, ist unzähligen NGOs und engagierten Privaten zu verdanken.
Werner
Ist natürlich alles Ansichtssache und wenn ich mich nicht auf eine halbe Seite beschränken wollte, hätte ich differenzierter argumentiert.
Danke Werner,

wir denken im Kern ähnlich. Es gibt leider keine verlässlichen Zahlen zur Verwendung staatlicher Entwicklungshilfebudgets. Du beschreibst Zustände, die in der Praxis gerüchteweise dazu führen, dass etwa 70-80% der Budgets nicht bei den bedürftigen Menschen vor Ort ankommen - unser deutscher BMZ-Minister Niebel ist leider nicht dazu prädistiniert, an den Missständen etwas zu ändern, statt Verschlankung der Strukturen bis hin zur Abschaffung des Ministeriums Versorgung von Parteifreunden. Das ist aber wiederum eine sehr deutsche Geschichte und gehört hier vielleicht nicht hin.

Und dass China nicht der Königsweg für den Kontinent ist, merken auch immer mehr Afrikaner und begehren auf durch Streiks etc.

Es ist so traurig.

Volker
Bye bye Forum
Gast06. Aug. 2013 · #7
Danke Volker, mein Ausritt war nicht spezifisch auf Entwicklungshilfe-Projekte gemünzt (die zumindest von NGOs sparsam abgewickelt werden), sondern auf Infrastruktur- und Großprojekte i. A., egal wie finanziert. Hier wurde Afrika u. a. Entwicklungsländer jahrzehntelang mit überhöhten Preisen abgezockt und zwar in völligem Einklang zwischen heimischen und dortigen Eliten, denn: xx Prozente Provision (sprich Schmiergeld) von einem überhöhten Preis und/oder einer aberwitzig überdimensionierten oder sogar sinnlosen, nicht tragfähigen Investition, bedeuten eben auch xx mehr Provision im Empfängerland und xx mehr Umsatz im Lieferland. Mobuto hätte die kongolesischen Schulden aus seinem Privatvermögen bezahlen können, und manchen Orts hat sich an diesem Schema nicht viel geändert. Das wird mit den Chinesen nicht anders laufen, aber sie sind (derzeit) wenigsten billiger und schneller. Dass die Qualität oft nicht stimmt, hat sich schon herumgesprochen und so gibt es Fälle, wo der Errichtungsauftrag nach China und die QS und Abnahme nach Europa vergeben wird. Auch eine Art von Globalisierung.
Werner
2'664 Beiträge · seit 201207. Aug. 2013 · #8
Elchontherun schrieb:......in der WELT heute:

http://www.welt.de/kultur/article118718883/Warum-die-Weissen-nach-Afrika-zurueckkommen-sollen.html

Grüße vom Elch
Der Bericht ist zweifelsohne interessant.

Wer trägt dieses Magazin? :

The project is supported by global organisations including Goethe Institute SA, German Federal Cultural Foundation, and Heinrich Boell Foundation SA.

Siehe unten bei folgendem Link:

http://www.chimurengachronic.co.za/about/
2'612 Beiträge · seit 200707. Aug. 2013 · #9
Swakop1952 schrieb:
Elchontherun schrieb:......in der WELT heute:

http://www.welt.de/kultur/article118718883/Warum-die-Weissen-nach-Afrika-zurueckkommen-sollen.html

Grüße vom Elch
Der Bericht ist zweifelsohne interessant.

Wer trägt dieses Magazin? :

The project is supported by global organisations including Goethe Institute SA, German Federal Cultural Foundation, and Heinrich Boell Foundation SA.

Siehe unten bei folgendem Link:

http://www.chimurengachronic.co.za/about/
Das steht bereits im zitierten Welt-Artikel. Die Welt gehört zum Springer-Konzern und die Friede Springer unterstützt polititsch wen???
Bye bye Forum
2'664 Beiträge · seit 201207. Aug. 2013 · #10
🤩 😄
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200922. Aug. 2013 · #12
Guten Morgen,

hier kommt noch etwas aus der WELT von gestern zum Thema:

http://www.welt.de/kultur/article119247845/Die-Weissen-sollen-bitte-draussen-bleiben.html

Einen schönen Tag wünscht
Elch
Ein Freund ist ein Mensch, vor dem ich laut denken kann. R.W. Emerson Namibia 2013 - http://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/278435-unterkunftsbeschreibungen-unserer-letzten-reise.html?start=12 Namibia 2015 - http://www.namibia-forum.ch/forum/8-camping/286282-unsere-campsites-im-maerz-2015.html
Gast22. Aug. 2013 · #13
Hallo,
Elchontherun schrieb:hier kommt noch etwas aus der WELT von gestern zum Thema:
http://www.welt.de/kultur/article119247845/Die-Weissen-sollen-bitte-draussen-bleiben.html
Hmm, meines Erachtens eine eigenartige "Entgegnung" des Berliner Professors. Er arbeitet sich vor allem daran ab, ob andere Intellektuelle Bekolo zustimmen oder nicht und macht dazu noch ein paar gedankliche Ausflüge nach China usw. Die Kernaussage von Bekolo war aber "Afrika bekommt es allein nicht hin und braucht die Führung durch die Weißen". Dazu hätte ich gern ein paar gut begründete Gegenargumente gelesen, die in der "Entgegnung" aber leider nicht zu finden sind. Bekolo hat nicht behauptet, die Mehrheit der afrikanischen Intellektuellen zu repräsentieren.

Und ein bisschen schießt sich der Professor dann meines Erachtens noch selbst ins Knie. Zitat: «Und in der Tat, einige wollen sogar die Weißen wiederhaben. Oft kommt dieser Wunsch von einfachen Leuten, die am stärksten unter ihren kleptokratischen Machteliten leiden.» Diese einfachen Leuten machen wohl so in etwa 95-98% der Afrikaner aus. Das ist in dem Nebensatz dann meines Erachtens eher eine Zustimmung als eine Widerlegung von Bekolo.

Beste Grüße

Guido