Sandbleche oder -matten

15 Antworten · 6'420 Aufrufe · gestartet 23. Juni 2013 von freshy
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Themenstarter3'883 Beiträge · seit 201123. Juni 2013 · #1
Chrigus neues Testbild hat mich auf diese Frage gebracht:

Wir fahren im Oktober/November durch Botswana, Start in Jo'burg. Da es in der vergangenen Regenzeit nicht genug geregnet hat, sollen die Sandpads zum Teil sehr tiefsandig sein. Zum gemieteten Discoverer X (über Bobocampers) gehören weder Bleche noch Matten. Für Bleche gibt es keine Befestigungen am Camper, weshalb sie kaum infrage kommen.

Wir wollen möglichst wenig dem Zufall überlassen und fragen deshalb:

Wo kaufen wir in Jo'burg Sandmatten, und was kosten sie?

Außerdem beschäftigt uns im Moment die Frage, wieviel wohl die Reifen wiegen. Weiß das jemand hier im Forum oder soll ich bei Bobo nachfragen?

Danke und schönen Sonn(en)tag
freshy
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2'664 Beiträge · seit 201223. Juni 2013 · #2
Der Discoverer liegt hoch, höher als was die ganzen Hilux mittig weggeschliffen haben.

Wer einigermaßen mit Verstand fährt, bleibt nirgendwo hängen.

Das wichtigste Werkzeug ist eine Schaufel, kein Mickeymaus-Spaten, wie ihn die Autovermieter mitgeben.
Kaufe Dir eine ordentliche Schaufel in einem Baumarkt, mehr brauchst Du nicht.
Meine Schaufel kommt zumeist in Einsatz, wenn ich anderen Besuchern helfe, ihr unnötig festgefahrenes Fahrzeug zu befreien.

Zumindest im Moremi oder im Chobe brauchst Du keine Sandbleche. Solange Du Deinen rechten Fuß vom Gas läßt wenn die Räder anfangen durch zu drehen.
7'267 Beiträge · seit 200623. Juni 2013 · #3
Hallo freshy

Wenn ich nicht Sandbleche hätte (noch von einem älteren Fahrzeug), dann würde ich keine mitnehmen. Schon gar nicht bei einem Mietwagen. Da ist eine gute Schaufel deutlich wichtiger als die Sandbleche.
In 10 Jahren haben wir diese keine fünf Mal gebraucht und wenn dann im Schlamm und nicht im Sand.

Aber das Fahrzeug ist genial 😄
IMG_2793.jpg


Herzliche Grüsse
Chrigu
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211 Beiträge · seit 201123. Juni 2013 · #4
Wenn wir die nicht eh haetten, braeucht ich auch keine Bleche. Reifendruck ablassen und ausrollen lassen, wie oben erwahnt.
Die maxtrax haben wir auf 150.000 km EINMAL benoetigt.
2'167 Beiträge · seit 200923. Juni 2013 · #5
Hallo freshy,

Wie du ja jetzt schon weisst: Sandbleche brauchst du nicht.
Was viel wichtiger ist und immer dabei sein sollte ist ein Reifen Druckmesser und ein anstaendiger Kompressor, damit du ohne Hemmungen die Luft ablassen, und auch wieder aufpumpen kannst.

Letzte Woche rief uns ein Bekannter an in totaler Panik: er sei bei uns grad um die Ecke, ob wir ihm bitte die Reifen aufpumpen koennten, er haette zuviel Luft abgelassen!
Der hat sich in einer tiefsandigen Strecke festgefahren und dann, wie es sich gehoert, Luft abgelassen. Nun stand er aber so tief dass er nicht sah wieviel er abliess. In den Hinterraedern hatte er gerade noch .3 und .4 bar!! Er kam zwar aus dem Sand raus, aber auf einer festeren Strasse haette er garantiert die Reifen abgewickelt!

Es ist uebrigens erstaunlich wieviele Leute keinen Druckmesser mit haben! Meiner Meinung nach sollte der zur standard Ausruestung eines jeden 4x4 gehoeren!

Gruss aus Sodwana
Maddy
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Themenstarter3'883 Beiträge · seit 201124. Juni 2013 · #6
Herzlichen Dank euch allen für die beruhigenden Worte.

Kompressor, Druckmesser und Schaufel sind klar. Hoffen wir, dass wir in keine Schlammwüste geraten, denn auf die würde ich nach unseren Erfahrungen im Outback gerne verzichten. Ich rechne nicht ernsthaft damit während unserer Reisezeit.

Nachdem keine Antworten auf die Frage nach dem Gewicht der (aufmontierten) Reifen gekommen sind, werde ich wohl bei Bobo nachfragen.

@Chrigu: Mit dem genialen Fahrzeug meinst du vermutlich dein eigenes und nicht den DiscovererX. 😉
Bei der Abfahrt von der Fähre geht es ganz schön knapp zu.

LG freshy
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1'292 Beiträge · seit 200724. Juni 2013 · #7
@freshy
Nur mal so interessehalber. Für was musst du wissen was der Reifen wiegt? Er ist auf jeden Fall so "leicht" daß man ihn selbst wechseln kann 😎 (Reifenwechsel in der Central Kalahari)

BOT2011_IX_IMG_3891.jpg


Und mit einem Discoverer ist die Auf und Abfahrt auf die Fähre nicht leichter 😉

Bei YouTube ansehen ↗

Im Tiefsand hat sich der Discoverer bei uns gut bewährt (auch ohne Sandbleche). Es hängt ja kein Ersatzreifen unten am Boden, so daß man schon mal etwas mehr Bodenfreiheit hat.

Gruß

Panther
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zuletzt bearbeitet 24. Juni 2013
Themenstarter3'883 Beiträge · seit 201124. Juni 2013 · #9
panther schrieb:@freshy
Nur mal so interessehalber. Für was musst du wissen was der Reifen wiegt? Er ist auf jeden Fall so "leicht" daß man ihn selbst wechseln kann
( ... )
Im Tiefsand hat sich der Discoverer bei uns gut bewährt (auch ohne Sandbleche). Es hängt ja kein Ersatzreifen unten am Boden, so daß man schon mal etwas mehr Bodenfreiheit hat.

Gruß Panther
Hi Panther,
dass "man" die Reifen selbst wechseln kann, steht außer Frage. Doch es kommt vor, dass "frau" gefragt ist. 😕 Deshalb interessiert mich das Gewicht!

Gut, dass der Ersatzreifen nicht unterhalb des Wagens angebracht ist! Unsere 4x4-Camper in Oz hatten den einzigen Ersatzreifen ausgerechnet unten. Wir haben uns deshalb je nach Bodenbeschaffenheit sehr zurückgehalten und hatten zum Glück nie eine Panne.

LG freshy 🙂
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zuletzt bearbeitet 24. Juni 2013
Themenstarter3'883 Beiträge · seit 201124. Juni 2013 · #10
picco schrieb:Hoi zämä
freshy schrieb:Bei der Abfahrt von der Fähre geht es ganz schön knapp zu.
Vieleicht seh ich's einfach nicht...wo ist was knapp??? 🙄
Vielleicht täuschen mich meine zugegeben kurzsichtigen Augen, aber es sieht auf Chrigus Foto aus, als sei der rechte Vorderreifen höchstens noch zu einem Drittel der Reifenbreite auf dem Metallgitter. Oder übersehe ich etwas?

LG freshy
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709 Beiträge · seit 201124. Juni 2013 · #11
freshy schrieb:... dass "man" die Reifen selbst wechseln kann, steht außer Frage... Deshalb interessiert mich das Gewicht! ...
Bei unserem Iveco und auch Frontera habe ich immer ein Ersatzrad dabei und zusätzlich einen Ersatzreifen. Die Reifen wiegen wirklich nicht viel. Schwerer sind die Felgen und damit das kpl. Ersatzrad.

Also bei den üblichen Mietwagenanbietern ist doch gar kein Werkzeug zum Wechsel des Reifens an Bord, lediglich zum Wechsel des Ersatzrades. 😉

Ich hab natürlich Kompressor und Bremsenreiniger an Bord. Den Bremsenreiniger brauche ich, um den Ersatzreifen auf dem Felgenhump zu bringen (etwas Bremsenreiniger in den Reifen und dann anzünden, dann springt der Reifen auf den Felgenhump). 😈
freshy schrieb:...[Vielleicht täuschen mich meine zugegeben kurzsichtigen Augen, aber es sieht auf Chrigus Foto aus, als sei der rechte Vorderreifen höchstens noch zu einem Drittel der Reifenbreite auf dem Metallgitter...[/quote]
Wenn man das Foto anklickt, sieht man, daß noch genug Platz ist. Aber ein Drittel würde ja auch reichen.


Statt Sandbleche gehen ja auch Äste, Fußmatten, Luft ablassen usw.

Gruß

Rocky
-------------------------- ...der schon öfter 4x4 in Afrika war... http://www.4x4club-leipzig.de/ http://www.baja-deutschland.de/
zuletzt bearbeitet 24. Juni 2013
2'664 Beiträge · seit 201224. Juni 2013 · #12
Solange das Metallgitter das Gewicht trägt, spielt es keine Rolle!
6'369 Beiträge · seit 201124. Juni 2013 · #13
Hoi freshy
freshy schrieb:Vielleicht täuschen mich meine zugegeben kurzsichtigen Augen, aber es sieht auf Chrigus Foto aus, als sei der rechte Vorderreifen höchstens noch zu einem Drittel der Reifenbreite auf dem Metallgitter. Oder übersehe ich etwas?
Jetzt ist mir klar was Du meinst, aber das Gitter ist nur schlecht zu sehen, beachte die Wasserspiegelung, da steht der ganze Reifen auf dem Gitter, locker!
Und selbst wenn nicht, halb so wild...
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Gast25. Juni 2013 · #14
@ freshy: Sandbleche sowie silke1611: Disco oder LC, Reifendruck und Off Topic

Ich verstehe nichts von Sandblechen und echte „Sandblechrouten“ waren nie mein Geschmack, aber diese Version hat mir gefallen: Ich habe ein Mal eine nette Reisebekanntschaft dadurch angebahnt, indem ich mich vor einem Weltenbummler-Paar an einer Stelle ohne Ausweichmöglichkeit festgefahren habe. Ihr Auto, Ausstattung und Ausrüstung spielte alle Stückerln, und mit folgender Anfahrhilfe (die ich noch nie zuvor oder danach gesehen hatte) haben sie mich in Nullkommanix ohne viel Schaufeln wieder flott gemacht:

Das waren ca. 50 cm (max. 70 cm) lange Rautengitter mit ziemlich scharfer Oberfläche, auf einem steifen Winkeleisenrahmen aufgeschweißt, wahrscheinlich selbst angefertigt. Die Gitter wurden vor die Hinterräder in spitzem Winkel so in den Sand gerammt, dass der Reifen beim Anfahren greifen konnte. Ich habe beim Anfahren im Rückspiegel gesehen, wie das Heck auf dieser „Rampe“ regelrecht hochfuhr (ich war vorher voll aufgelegen) und das brachte den nötigen Anfahrschub um freizukommen.

Hinter dem Auto Stehende sollten vorsorglich Abstand halten, weil die Gitter auch nach hinten weggeschleudert werden können. Es besteht auch eine gewisse Beschädigungsgefahr für das Auto, bei mir ist es aber gut gegangen.
Wer aus der Mannschaft dann mit den Gittern bis zum nächstmöglichen Stopp auf besserem Untergrund hinterher läuft, muss zuvor freundschaftlich oder durch Los entschieden werden (falls kein nachfolgendes Fahrzeug verfügbar ist).

Noch etwas zu diesem beliebten (immer wieder angeleierten?) Thema: Die Einstufung der Schwierigkeit einer Strecke, von „sandig bis tiefsandig“ etc. ist wohl subjektiv und hängt sowohl von Erfahrung, Fahrkönnen und Leidensfähigkeit als auch vom Auto inkl. Bereifung ab.
sieheoverland.co.za.jpg

(siehe SA overland Forum)
Wenn man einen Kraftlackel mit viel Bodenfreiheit und modernster Technik fährt, wird auch einem Anfänger vieles leicht(er) vorkommen, was im gegenteiligen Fall schon fordernd werden kann. Insofern setzen die Antworten der Experten auf die Anfängerfragen m. E. manchmal zu viel voraus und sind dann für diese verwirrend, z.B. Reifendruck < 1 bar:
„Locals“ fahren Strecken (die für Manche schon das große Abenteuer sind) mit bakkies (ohne Allrad) mit weichen Reifen, haben das aber von der picke auf gelernt. Nicht oder wenig Versierten sollte man aber klipp und klar sagen, dass sie Strecken, wo ein Reifendruck um 1 bar WIRKLICH nötig ist, erst gar nicht fahren sollten. Beim unvermeidlichen Hoppala ist derartig niedriger Reifendruck eine unschlagbar wirkungsvolle NOTMASSNAHME, aber man sollte so nicht weiter fahren.
Grüße Werner

PS1: Wurde von einigen schon alles gesagt, wollte das aber auch selbst loswerden.

P.S.2: Hohes Drehmoment macht zwar alles leichter, aber u. U. auch die Pisten kaputt, wenn nämlich die Kraft dazu verwendet wird, auf den Allrad zu verzichten solange es gerade noch irgendwie ohne geht. Habe das öfters beobachtet und auch hier gelesen, dass für diese oder jene Strecke kein 4x4 benötigt wird. Diese Fahrer sollten m. E. mal öfters in den Rückspiegel schauen.
zuletzt bearbeitet 25. Juni 2013
409 Beiträge · seit 200925. Juni 2013 · #15
Wenn ich so schoene Nostalgie-Sandbleche haette wie Chrigu, dann wuerde ich sie auch schoen seitlich anschrauben. Die sehen einfach extrem schoen aus. Zum Benutzen sind sie allerdings zu schade, haben sie doch die Neigung zur Neigung. Mit anderen Worten, die Dinger verbiegen sich leicht und sind dann kaum wieder in Form zu bringen.

Fuer unterschaetzte Schlammloecher empfehle ich diese nur ca. 1 cm dicken Fiberglassplatten mit eingegossenen und halb herausragenden, scharfen Steinchen. Die haben mich wirklich ueberzeugt in Situationen wo kein Baum zum Anseilen in der Naehe ist und kein Spaten mehr hilft den schmatzend festgesogenen Unterboden freizuschippen. Unter dem Teppich vor dem Ruecksitz verschwinden die Teile und sind sofort greifbar.

Camelthorn
"Nothing is more powerful than an idea whose time has come" (Victor Hugo)
487 Beiträge · seit 201225. Juni 2013 · #16
Hallo Allerseits,

Wer einen LandCruiser oder Landrover hat benötigt keine Sandbleche, wir haben gerade (Mai - Juni) alle Pisten in Botswana (Savuti, Moremi, Sandridge und Nachbarstraßen) ohne Probleme mit faulen 1,8 bar durchfahren. Für den Landy ist vielleicht ein Mechaniker mit Draht und Zange wichtiger 🙂 .
Ein guter Spaten und etwas weniger Luftdruck reicht vollkommen. Eine Anfahrhilfe, zum Beispiel diese rauhen Platten helfen im Wasser auf glitschigem Lehm, flutschen aber auch schnell weg
Aktuell:
Die rechte Straße aus Savuti Northgate in nördlicher Richtung ist sehr tiefsandig und hat in der Mitte einen Baum auf der Fahrbahn, der durch das Gebüsch umfahren werden muss, für einen Hilux könnte es schwierig sein dort auszuscheren, ist aber machbar.
Was ich nicht empfehlen kann sind bushcamper, die Aufbauten verwringen sich einfach zu sehr und erleiden schnell Schäden.

Grüße

Bernd
www.save-wildlife.org www.sptr.de