Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit
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Simbabwe: Braune Revolution
Hallo Butterblume,
Danke für den Artikel...
Ich sehe diesen Artikel kritisch gegenüber. Sicherlich hat der Autor einen wichtigen Punkt aufgegriffen ... geplante Agarwirtschaft... . Das ist korrekt aber eine Wüstenbildung wird nach meinen Kenntnissen garantiert nicht durch das Vieh gestoppt. Er hat auch keine Beispiele gegeben, wie er seine These stützt.
Da ich angehender Geograph bin, möchte ich dies bezüglich diverse Kontra Argumente in den Raum werfen.
1) Das Thema überdüngung wird gar nicht erwähnt, spielt aber eine Rolle insbesondere beim CO2 ausstoss.
2) Übergrasung führt zur Donga Bildung. Pflanzen halten Erde, wenn die Pflanzen abgefressen sind, kann die Erd erosion zunehmen. Nicht umsonst werden in Lesotho wiederaufforstungs Projekte neu aufgezogen.
3) Verknetung, wenn die Masse an Tieren zunimmt, verkneten diese die erde, was Bedeutet das eine versiegelung entstehen kann.
4) In Namibia geht es nicht so einfach, die Herde aufzustocken. Man muss immer die tragweite der Erde untersuchen. In der Naukluft sagt man 80 Hektar pro Rind. Da das Vieh auch in Dürreperioden überleben muss.
MFG Malealea
p.S. villeicht gibt es ja eine schöne Disskussion 🙂
Danke für den Artikel...
Ich sehe diesen Artikel kritisch gegenüber. Sicherlich hat der Autor einen wichtigen Punkt aufgegriffen ... geplante Agarwirtschaft... . Das ist korrekt aber eine Wüstenbildung wird nach meinen Kenntnissen garantiert nicht durch das Vieh gestoppt. Er hat auch keine Beispiele gegeben, wie er seine These stützt.
Da ich angehender Geograph bin, möchte ich dies bezüglich diverse Kontra Argumente in den Raum werfen.
1) Das Thema überdüngung wird gar nicht erwähnt, spielt aber eine Rolle insbesondere beim CO2 ausstoss.
2) Übergrasung führt zur Donga Bildung. Pflanzen halten Erde, wenn die Pflanzen abgefressen sind, kann die Erd erosion zunehmen. Nicht umsonst werden in Lesotho wiederaufforstungs Projekte neu aufgezogen.
3) Verknetung, wenn die Masse an Tieren zunimmt, verkneten diese die erde, was Bedeutet das eine versiegelung entstehen kann.
4) In Namibia geht es nicht so einfach, die Herde aufzustocken. Man muss immer die tragweite der Erde untersuchen. In der Naukluft sagt man 80 Hektar pro Rind. Da das Vieh auch in Dürreperioden überleben muss.
MFG Malealea
p.S. villeicht gibt es ja eine schöne Disskussion 🙂
Hallo Zusammen,
erst mal danke Marina für diesen Artikel.
Off Topic: Ich musste doch erst einmal in Wikipedia nachsehen um zu lernen, was ein Geograph macht. Jetzt weiß ich wieder etwas mehr. Aber zurück zum Thema:
1) Das Thema überdüngung wird gar nicht erwähnt, spielt aber eine Rolle insbesondere beim CO2 ausstoss.
2) Übergrasung führt zur Donga Bildung. Pflanzen halten Erde, wenn die Pflanzen abgefressen sind, kann die Erd erosion zunehmen. Nicht umsonst werden in Lesotho wiederaufforstungs Projekte neu aufgezogen.
3) Verknetung, wenn die Masse an Tieren zunimmt, verkneten diese die erde, was Bedeutet das eine versiegelung entstehen kann.
Es ist ausdrücklich gesagt worden, dass die Fläche von den Tieren an maximal drei(!) Tagen beweidet werden dürfen und dann wieder 9 Monate brach liegen sollen. Wie kann es dann zu einer Überdüngung oder Verknetung kommen? Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Allerdings sehe ich das Problem eher darin, dass eine solche "Renaturierung" nur möglich sein dürfte, wenn eine laufende wissenschaftliche Betreuung solcher Vorhaben zumindest so lange erfolgt, bis die jeweiligen Landbewirtschafter den Sinn dieser vorsichtigen Beweidung erkannt haben. Und ob die Communities bzw. der Staat dafür Geduld und Zeit aufbringt, das kann ich nicht beurteilen.
Es wäre aber sehr zu wünschen, dass solche Projekte Erfolg haben.
Liebe Grüße
Gerd
erst mal danke Marina für diesen Artikel.
Off Topic: Ich musste doch erst einmal in Wikipedia nachsehen um zu lernen, was ein Geograph macht. Jetzt weiß ich wieder etwas mehr. Aber zurück zum Thema:
1) Das Thema überdüngung wird gar nicht erwähnt, spielt aber eine Rolle insbesondere beim CO2 ausstoss.
2) Übergrasung führt zur Donga Bildung. Pflanzen halten Erde, wenn die Pflanzen abgefressen sind, kann die Erd erosion zunehmen. Nicht umsonst werden in Lesotho wiederaufforstungs Projekte neu aufgezogen.
3) Verknetung, wenn die Masse an Tieren zunimmt, verkneten diese die erde, was Bedeutet das eine versiegelung entstehen kann.
Es ist ausdrücklich gesagt worden, dass die Fläche von den Tieren an maximal drei(!) Tagen beweidet werden dürfen und dann wieder 9 Monate brach liegen sollen. Wie kann es dann zu einer Überdüngung oder Verknetung kommen? Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Allerdings sehe ich das Problem eher darin, dass eine solche "Renaturierung" nur möglich sein dürfte, wenn eine laufende wissenschaftliche Betreuung solcher Vorhaben zumindest so lange erfolgt, bis die jeweiligen Landbewirtschafter den Sinn dieser vorsichtigen Beweidung erkannt haben. Und ob die Communities bzw. der Staat dafür Geduld und Zeit aufbringt, das kann ich nicht beurteilen.
Es wäre aber sehr zu wünschen, dass solche Projekte Erfolg haben.
Liebe Grüße
Gerd
Hallo Marina,
Vielen Dank fuer den Bericht. Ich hab ihn nun dreimal gelesen und verstehe ihn immer noch nich!
"Die Tiere dürften nicht länger als drei Tage an einer Stelle grasen und sollten für mindestens neun Monate nicht wieder in dieses Gebiet geführt werden."
Das ist gar nicht so einfach. Wieviele Tiere auf einer wie grossen Stelle? Und wie verhindert man die Tiere (ich nehme mal an es hadelt sich hier hauptsaechlich um Kuehe), an dieselbe Stelle zurueckzukehren bevor die 9 Monate um sind?
"Mit ihren Hufen brechen die Tiere harte Böden auf..."
und gleich danach:
"Die vorübergehende Verdichtung der Böden trägt offensichtlich auch dazu bei, dass Pflanzen dort leichter keimen können." ??? Hmmmm...
"Die gezielte Beweidung macht nach Ansicht von Savory auch das übliche Abbrennen von Steppengebieten überflüssig. Das Feuer war bisher dazu eingesetzt worden, altes Gras zu beseitigen."
und:
"Dort wachse das Gras inzwischen hüfthoch, weil mehr Tiere auf den Flächen weideten, sagte Savory."
Mehr Tiere auf den Flaechen weiden? Ich denke die duerfen nur 3 Tage in 9 Monaten dort weiden? Deshalb ist ja auch das Gras Huefthoch. Und keine Kuh frisst huefthohes Gras, das muss dann in der tat wieder abgebrannt werden damit das neue, nahrhafte Gras spriessen kann...
"Die abgestorbenen Wurzeln der Pflanzen wandelten sich im Erdreich in organische Stoffe um." = Erosion.
"Außerdem seien Flüsse zum Leben erweckt worden. Ihn ihnen seien wieder Fische und Wasserlilien zu sehen."
Also wenn's nicht regnet kann das auch eine weidende Kuh nicht aendern. Woher kommen die neuen Fluesse? Vemehrter Ablauf wegen Erosion??
Zum besseren Verstaendnis:
Unser Grundstueck ist nun seit einem Jahr eingezaeunt. Diverse Kuhherden sind unsere Nachbarn. (Wenn ich mal das Tor offen lasse kanns schon mal passieren dass ich ein paar Kuehe im Garten habe...)
Verschiedene Gebiete werden (leider) regelmaessig von den Herdsmen abgebrannt, um kurzes frisches Gras zu produzieren. Gluecklicherweise ist das Klima hier so dass schnell wieder was neues waechst.
Wegen diesen Grasbraenden mussten wir auch eine Feuerschneise anlegen (= Maehen), 3-4 meter breit beidseitig des Zaunes. Das ist nun bevorzugtes Weideland, da das Gras kurz ist. Das Gras auf einem Teil des Grundstuecks reicht mir mittlerweile auch bis zur Schulter, da es seit einem Jahr weder eine Kuh noch ein Feuer gesehen hat.
Na ja, wer schon mal in der Transkei oder in Maputaland war, weiss vielleicht wovon ich rede.
Aber den Artikel, den verstehe ich immer noch nicht. Vielleicht 'lost in translation'??
Gruss aus Sodwana
Maddy
Vielen Dank fuer den Bericht. Ich hab ihn nun dreimal gelesen und verstehe ihn immer noch nich!
"Die Tiere dürften nicht länger als drei Tage an einer Stelle grasen und sollten für mindestens neun Monate nicht wieder in dieses Gebiet geführt werden."
Das ist gar nicht so einfach. Wieviele Tiere auf einer wie grossen Stelle? Und wie verhindert man die Tiere (ich nehme mal an es hadelt sich hier hauptsaechlich um Kuehe), an dieselbe Stelle zurueckzukehren bevor die 9 Monate um sind?
"Mit ihren Hufen brechen die Tiere harte Böden auf..."
und gleich danach:
"Die vorübergehende Verdichtung der Böden trägt offensichtlich auch dazu bei, dass Pflanzen dort leichter keimen können." ??? Hmmmm...
"Die gezielte Beweidung macht nach Ansicht von Savory auch das übliche Abbrennen von Steppengebieten überflüssig. Das Feuer war bisher dazu eingesetzt worden, altes Gras zu beseitigen."
und:
"Dort wachse das Gras inzwischen hüfthoch, weil mehr Tiere auf den Flächen weideten, sagte Savory."
Mehr Tiere auf den Flaechen weiden? Ich denke die duerfen nur 3 Tage in 9 Monaten dort weiden? Deshalb ist ja auch das Gras Huefthoch. Und keine Kuh frisst huefthohes Gras, das muss dann in der tat wieder abgebrannt werden damit das neue, nahrhafte Gras spriessen kann...
"Die abgestorbenen Wurzeln der Pflanzen wandelten sich im Erdreich in organische Stoffe um." = Erosion.
"Außerdem seien Flüsse zum Leben erweckt worden. Ihn ihnen seien wieder Fische und Wasserlilien zu sehen."
Also wenn's nicht regnet kann das auch eine weidende Kuh nicht aendern. Woher kommen die neuen Fluesse? Vemehrter Ablauf wegen Erosion??
Zum besseren Verstaendnis:
Unser Grundstueck ist nun seit einem Jahr eingezaeunt. Diverse Kuhherden sind unsere Nachbarn. (Wenn ich mal das Tor offen lasse kanns schon mal passieren dass ich ein paar Kuehe im Garten habe...)
Verschiedene Gebiete werden (leider) regelmaessig von den Herdsmen abgebrannt, um kurzes frisches Gras zu produzieren. Gluecklicherweise ist das Klima hier so dass schnell wieder was neues waechst.
Wegen diesen Grasbraenden mussten wir auch eine Feuerschneise anlegen (= Maehen), 3-4 meter breit beidseitig des Zaunes. Das ist nun bevorzugtes Weideland, da das Gras kurz ist. Das Gras auf einem Teil des Grundstuecks reicht mir mittlerweile auch bis zur Schulter, da es seit einem Jahr weder eine Kuh noch ein Feuer gesehen hat.
Na ja, wer schon mal in der Transkei oder in Maputaland war, weiss vielleicht wovon ich rede.
Aber den Artikel, den verstehe ich immer noch nicht. Vielleicht 'lost in translation'??
Gruss aus Sodwana
Maddy
ohne den Artikel gelesen zu haben kann ich als fertiger Geograph 🤩 sagen, dass die angesprochenen Punkte durchaus Sinn machen. Diese 'neue' Bewirtschaftungsform ist schon seit Längerem bekannt und wird entweder in Camps durchgeführt, oder durch das sogenannte 'combined herding'. In Namibia wirbt das IRNDC ganz konkret für diese Praxis in den kommunalen Gebieten. Unter kommerziellen Farmern dürften sich Vorteile rumgesprochen haben.
Das ACHM ist übrigens eine gar nicht so unglaubwürdige Institution, als das man Veröffentlichungen mal so schnell verreißen kann.
Das ACHM ist übrigens eine gar nicht so unglaubwürdige Institution, als das man Veröffentlichungen mal so schnell verreißen kann.
Hallo,
der Artikel ist durchaus interessant. Da ich ebenfalls Geograph bin habe ich mir auch Gedanken darüber gemacht. Grundsätzlich mag das, was in dem Artikel steht, stimmen. Es setzt aber eines voraus: Ständige Beobachtung und wissenschaftliche Betreuung des gesamten Areals. Somit habe ich dann meine Zweifel, denn das Projekt geht völlig an der afrikanischen Lebensweise vorbei. Tatsache ist nun mal eben, dass die Afrikaner so viele Rinder wie möglich haben wollen, denn sie sind Zeichen des Reichtums und spielen in vielen Aspekten des Lebens eine Rolle. In wirtschaftlich sinnvoll angelegten Farmen mag das ja gehen und ich kenne etliche Farmer, auf deren Land es kein Problem mit der Überweiung gibt. Wenn die Farm groß genug ist und nicht überstockt mit Tieren, dann kann man sehr gut nach den genannten Faktoren wirtschaften und schon heute tun dies auch etliche Farmer.
Anders aber ist es vor allem in den Trockengebieten, in denen die Flächen für die Farmen nicht abgegrenzt ist und wo noch weitgehend Nomadismus oder Transhumanz betrieben wird. Werden hier die Herden zu groß und spielen Klima und Relief eine entsprechende Rolle kommt es zur Überweidung und zur Desertifikation. Mehrere bei der Studie unberücksichtigter Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle: Ausdehnung des Ackerbaus durch Bewässerung in traditionelle Weidegebiete, Ausdehnung der Besiedlung, Bevölkerungswachstum und explosionsartiges Wachstum der Städte, an den Naturraum nicht angepasste politische Grenzen, usw.
Ganz so einfach ist es also nicht, wenn man sagt: Mehr Kühe verhindern Desertifikation! Ich verstehe den Aufsatz zumindest als Denkanstoß für eine naturraumentsprechende Weidewirtschaft, dort, wo sie sinnvoll und möglich ist.
Gruß:
Burschi
der Artikel ist durchaus interessant. Da ich ebenfalls Geograph bin habe ich mir auch Gedanken darüber gemacht. Grundsätzlich mag das, was in dem Artikel steht, stimmen. Es setzt aber eines voraus: Ständige Beobachtung und wissenschaftliche Betreuung des gesamten Areals. Somit habe ich dann meine Zweifel, denn das Projekt geht völlig an der afrikanischen Lebensweise vorbei. Tatsache ist nun mal eben, dass die Afrikaner so viele Rinder wie möglich haben wollen, denn sie sind Zeichen des Reichtums und spielen in vielen Aspekten des Lebens eine Rolle. In wirtschaftlich sinnvoll angelegten Farmen mag das ja gehen und ich kenne etliche Farmer, auf deren Land es kein Problem mit der Überweiung gibt. Wenn die Farm groß genug ist und nicht überstockt mit Tieren, dann kann man sehr gut nach den genannten Faktoren wirtschaften und schon heute tun dies auch etliche Farmer.
Anders aber ist es vor allem in den Trockengebieten, in denen die Flächen für die Farmen nicht abgegrenzt ist und wo noch weitgehend Nomadismus oder Transhumanz betrieben wird. Werden hier die Herden zu groß und spielen Klima und Relief eine entsprechende Rolle kommt es zur Überweidung und zur Desertifikation. Mehrere bei der Studie unberücksichtigter Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle: Ausdehnung des Ackerbaus durch Bewässerung in traditionelle Weidegebiete, Ausdehnung der Besiedlung, Bevölkerungswachstum und explosionsartiges Wachstum der Städte, an den Naturraum nicht angepasste politische Grenzen, usw.
Ganz so einfach ist es also nicht, wenn man sagt: Mehr Kühe verhindern Desertifikation! Ich verstehe den Aufsatz zumindest als Denkanstoß für eine naturraumentsprechende Weidewirtschaft, dort, wo sie sinnvoll und möglich ist.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
Hallo,
konno schrieb:
Wenn da aber steht:
"...hat das gezielte Beweiden geschädigter Areale bereits Fortschritte erzielt."
Das Areal ist schon geschaedigt - wie kann man es beweiden wenn kein Gras mehr waechst?
Sorry, ich versteh's halt leider immer noch nicht...
Burschi schrieb:
Auch die ganze Lebenseinstellung ist im ruralen Afrika halt anders: man braucht solange man hat, an morgen denkt keiner. Vielleicht klimabedingt verwoehnt?
Kommerzielle Farmen: ja klar, das funktioniert. Das beste Beispiel ist Zimbabwe: Rhodesien war mal der Brotkorb Afrikas. Es ging allen so gut, dass sogar halb Afrika mit Nahrungsmitteln beliefert werden konnte. Dann wurden die Farmer erschossen / vertrieben, die Farmen nicht mehr bewirtschaftet, und jetzt hat jeder Hunger. Ist ja schoen dass das nun repariert werden soll. Aber leider wird das nicht funktionieren wenn jede Farm in kleine Stuecke aufgeteilt wird:
"Mit Unterstützung der Regierung soll in Simbabwe eine neue Agrarpolitik entworfen werden, die das Ziel hat, Millionen Menschen auf renaturiertem Land anzusiedeln und die Landwirtschaft wiederzubeleben."
Ich wuensche jedenfalls viel Glueck und hoffe dass es klappt!
Nachdenkliche Gruesse aus Sodwana
Maddy
konno schrieb:
Das ACHM ist übrigens eine gar nicht so unglaubwürdige Institution, als das man Veröffentlichungen mal so schnell verreißen kann.Ich kenne das ACHM nicht, und ich verreisse auch keine Veroeffentlichung. Ich probier das nur zu verstehen!
Wenn da aber steht:
"...hat das gezielte Beweiden geschädigter Areale bereits Fortschritte erzielt."
Das Areal ist schon geschaedigt - wie kann man es beweiden wenn kein Gras mehr waechst?
Sorry, ich versteh's halt leider immer noch nicht...
Burschi schrieb:
Es setzt aber eines voraus: Ständige Beobachtung und wissenschaftliche Betreuung des gesamten Areals. Somit habe ich dann meine Zweifel, denn das Projekt geht völlig an der afrikanischen Lebensweise vorbei.Das ist auch meine Meinung. Kuehe sind Reichtum, und auch heute noch muss vielerorts der Mann seine Braut dem zukuenftigen Schwiegervater mit Rindern bezahlen.
Auch die ganze Lebenseinstellung ist im ruralen Afrika halt anders: man braucht solange man hat, an morgen denkt keiner. Vielleicht klimabedingt verwoehnt?
Kommerzielle Farmen: ja klar, das funktioniert. Das beste Beispiel ist Zimbabwe: Rhodesien war mal der Brotkorb Afrikas. Es ging allen so gut, dass sogar halb Afrika mit Nahrungsmitteln beliefert werden konnte. Dann wurden die Farmer erschossen / vertrieben, die Farmen nicht mehr bewirtschaftet, und jetzt hat jeder Hunger. Ist ja schoen dass das nun repariert werden soll. Aber leider wird das nicht funktionieren wenn jede Farm in kleine Stuecke aufgeteilt wird:
"Mit Unterstützung der Regierung soll in Simbabwe eine neue Agrarpolitik entworfen werden, die das Ziel hat, Millionen Menschen auf renaturiertem Land anzusiedeln und die Landwirtschaft wiederzubeleben."
Ich wuensche jedenfalls viel Glueck und hoffe dass es klappt!
Nachdenkliche Gruesse aus Sodwana
Maddy
Ich denke man muss erstmal die Tragweite eines bestimmten Areals definieren. Wie hier schon richtig erkannt wurde, ist beobachtung und betreuung wichtig.
Tiere, können bei einer optimalen größe sicherlich Vorteile erzielen, dass der Boden ggf. aufgebrochen wird etc. Ich spreche hier von Überweidung durch zu viele Tiere. und das ist contraproduktive. Denn wenn es zu viele Tiere gibt, nimmt automatisch auch die Tritterosion zu. Und das lässt sich nicht verleugnen.
Den 3 Tageswechsel halte ich für Utopie. Ich möchte gerne einen Farmer kennen lernen in afrika, der alle drei tage seine Tiere von A nach B transportiert. Gerade bei einer größe von 200 + x Kühen ist es verdammt aufwendig und nicht zu realisieren. Desweiteren kritisiere ich, dass das Areal für 9 Monate nicht benutzt werden darf. Wie stellen sie sich das vor? Sollen die Farmen jetzt auf einmal 100.000 Hektar haben?? und das wiederum führt mich zum oben genannten Punkt.
Dieses System der wechsel kenne ich aus Ackerbau oder Getreideaufzucht. Und hier macht es definitiv sinn. Denn auch der Boden verliert an Qualität. Aber verschiedene Acker zu haben, ist einfacher als Tiere von A nach B zu Transportieren. Zwansgläufig führt das dann zur desertiofikation.
MFG
Tiere, können bei einer optimalen größe sicherlich Vorteile erzielen, dass der Boden ggf. aufgebrochen wird etc. Ich spreche hier von Überweidung durch zu viele Tiere. und das ist contraproduktive. Denn wenn es zu viele Tiere gibt, nimmt automatisch auch die Tritterosion zu. Und das lässt sich nicht verleugnen.
Den 3 Tageswechsel halte ich für Utopie. Ich möchte gerne einen Farmer kennen lernen in afrika, der alle drei tage seine Tiere von A nach B transportiert. Gerade bei einer größe von 200 + x Kühen ist es verdammt aufwendig und nicht zu realisieren. Desweiteren kritisiere ich, dass das Areal für 9 Monate nicht benutzt werden darf. Wie stellen sie sich das vor? Sollen die Farmen jetzt auf einmal 100.000 Hektar haben?? und das wiederum führt mich zum oben genannten Punkt.
Dieses System der wechsel kenne ich aus Ackerbau oder Getreideaufzucht. Und hier macht es definitiv sinn. Denn auch der Boden verliert an Qualität. Aber verschiedene Acker zu haben, ist einfacher als Tiere von A nach B zu Transportieren. Zwansgläufig führt das dann zur desertiofikation.
MFG
hallo ..
also in euer geologische fachgeduempel kann und will ich mich gar nicht einmischen, davon hab ich naemlich total mal ueberhaupt keine ahnung aber :
wozu das alles in simbabwe.. ?? ? simbabwe koennte immer noch eines der reichsten und fruchtbarsten laender afrikas sein, wenn da nicht das eine oder andere politische und edukative problem waere .. das sind doch perlen vor die saeue geworfen..
sobald die wieder leute haben, die felder anstaendig bewirtschaften koennen, boomt auch die agrarwirtschaft in Zim wieder ..
oder hab ich hier was falsch verstanden ??
"gruebelnde gruesse "
also in euer geologische fachgeduempel kann und will ich mich gar nicht einmischen, davon hab ich naemlich total mal ueberhaupt keine ahnung aber :
wozu das alles in simbabwe.. ?? ? simbabwe koennte immer noch eines der reichsten und fruchtbarsten laender afrikas sein, wenn da nicht das eine oder andere politische und edukative problem waere .. das sind doch perlen vor die saeue geworfen..
sobald die wieder leute haben, die felder anstaendig bewirtschaften koennen, boomt auch die agrarwirtschaft in Zim wieder ..
oder hab ich hier was falsch verstanden ??
"gruebelnde gruesse "
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
@ Miss Ellie,
Es geht hier weniger um Getreide sondern vielmehr um Vieh. Und das ist der knackpunkt. Kann eine Desertifikation durch eine erhüöhte Anzah von Rindern etc. gestoppt werden? Ich bezweifel das... .
Aber du hast natürlich recht die politik spielt auch hier eine Rolle. Wenn sich diese wieder fangen, kann Zimbabwe sehr schnell aufsteigen. Denn es hat genügend Potential.
MFG
Es geht hier weniger um Getreide sondern vielmehr um Vieh. Und das ist der knackpunkt. Kann eine Desertifikation durch eine erhüöhte Anzah von Rindern etc. gestoppt werden? Ich bezweifel das... .
Aber du hast natürlich recht die politik spielt auch hier eine Rolle. Wenn sich diese wieder fangen, kann Zimbabwe sehr schnell aufsteigen. Denn es hat genügend Potential.
MFG
na das hab ich sehr wohl verstanden ..
aber ganz gleich wie auch immer.. agrarwirtschaft und farming liegt derzeit in Zim wohl ziehmlich auf eis .. Wer soll sich also um diese rinder kuemmern.. sollen sie doch lieber wieder mit vernuenftigen farmen anfangen .. irgentwie will mir das alles nicht einleuchten.
Die landreform ist fast 100% gescheitert und das volk wuerde heute sehr gerne die weissen farmer zurueck haben, auch wenn das nicht alles gold war. Aber zur zeit der weissen farmer gab es zu essen und arbeit, wenn gleich auch nicht immer super bezahlt.. heute gibbet nix mehr .. und da machen die sich den kopp um irgentwelche viehcher die dreimonaten und dann erstmal 9 monate nicht mehr etc .. alles bloedsinn, zumindest wenn es um zimbabwe geht.. bestellt eure felder, mit anpflanzung und vieh und zimbabwe hat wieder zu essen..
das macht mich fast wuetend .. (oder ich habe es wirklich nicht verstanden, auch moeglich )
aber ganz gleich wie auch immer.. agrarwirtschaft und farming liegt derzeit in Zim wohl ziehmlich auf eis .. Wer soll sich also um diese rinder kuemmern.. sollen sie doch lieber wieder mit vernuenftigen farmen anfangen .. irgentwie will mir das alles nicht einleuchten.
Die landreform ist fast 100% gescheitert und das volk wuerde heute sehr gerne die weissen farmer zurueck haben, auch wenn das nicht alles gold war. Aber zur zeit der weissen farmer gab es zu essen und arbeit, wenn gleich auch nicht immer super bezahlt.. heute gibbet nix mehr .. und da machen die sich den kopp um irgentwelche viehcher die dreimonaten und dann erstmal 9 monate nicht mehr etc .. alles bloedsinn, zumindest wenn es um zimbabwe geht.. bestellt eure felder, mit anpflanzung und vieh und zimbabwe hat wieder zu essen..
das macht mich fast wuetend .. (oder ich habe es wirklich nicht verstanden, auch moeglich )
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Das die Landreform gescheitert ist, steht außer Frage. Nur wie soll es weiter gehen? Auch ich sehe das kritisch was die 3 Tages und 9 monats Regel besagt. Das ist reine Utopie... .
Ich denke der Knackpunkt ist die Bildung. Dabei spielt die Hautfarbe keine Rolle.
MFG
Ich denke der Knackpunkt ist die Bildung. Dabei spielt die Hautfarbe keine Rolle.
MFG
Miss Ellie schrieb:
Die landreform ist fast 100% gescheitert und das volk wuerde heute sehr gerne die weissen farmer zurueck haben, auch wenn das nicht alles gold war. Aber zur zeit der weissen farmer gab es zu essen und arbeit, wenn gleich auch nicht immer super bezahlt.. heute gibbet nix mehr .. und da machen die sich den kopp um irgentwelche viehcher die dreimonaten und dann erstmal 9 monate nicht mehr etc .. alles bloedsinn, zumindest wenn es um zimbabwe geht.. bestellt eure felder, mit anpflanzung und vieh und zimbabwe hat wieder zu essen.
Mit Verlaub, aber ich hab selten so einen einseitigen (ich wills eigentlich nicht sagen) Blödsinn gelesen. Hier mal ein Lesetipp für dich (und andere)
http://www.ids.ac.uk/go/news/zimbabwe-s-land-reform-ten-years-on-new-study-dispels-the-myths
danke fuer den link konno, werd ich morgen genauer lesen .. hab das nur ueberflogen..
naja wie das so mit analysen und studien so ist, es gibt immer eine gegenstudie..
so hab ich doch grad noch letzte woche einen langen vortrag geschaut (video) der naja so das eine oder andere gegenteilige sagte..
naja wie das so mit analysen und studien so ist, es gibt immer eine gegenstudie..
so hab ich doch grad noch letzte woche einen langen vortrag geschaut (video) der naja so das eine oder andere gegenteilige sagte..
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
da hast du recht 🙂
Hallo Konno,
Dem artikel steh ich kritisch gegenüber. Denn auch wenn Sie Produzieren (was keiner von uns bestreiten kann), können diese Güter nicht exportiert werden. Es herrscht immer noch ein Wirtschaftsembargo. Es hat sich bei der Gesamtsituation vieles verbessert für die Bevölkerung, aber es ist immer noch ein Horror scenario.
Ich war mitte dezember in Zimbabwe, es war krass, Leute tauschen Güter gegen Güter. Nehmen jede Währung an. Und machen dann ihren eigenen Kurs. da sie genau Wissen, das fast Stündlich Schwankungen existieren. Das Geld spielt nur noch eine Untergeordnete Rolle. Nicht Umsonst wurde U$ Dollar eingeführt. Wenn amn also das gesamtbild betrachtet ist die Landreform tatsächlich gescheitert, wenn gleich über die dramatik disskutiert werden darf.
MFG
Dem artikel steh ich kritisch gegenüber. Denn auch wenn Sie Produzieren (was keiner von uns bestreiten kann), können diese Güter nicht exportiert werden. Es herrscht immer noch ein Wirtschaftsembargo. Es hat sich bei der Gesamtsituation vieles verbessert für die Bevölkerung, aber es ist immer noch ein Horror scenario.
Ich war mitte dezember in Zimbabwe, es war krass, Leute tauschen Güter gegen Güter. Nehmen jede Währung an. Und machen dann ihren eigenen Kurs. da sie genau Wissen, das fast Stündlich Schwankungen existieren. Das Geld spielt nur noch eine Untergeordnete Rolle. Nicht Umsonst wurde U$ Dollar eingeführt. Wenn amn also das gesamtbild betrachtet ist die Landreform tatsächlich gescheitert, wenn gleich über die dramatik disskutiert werden darf.
MFG