tolyviva100 Beiträge · seit 201004. Jan. 2012 · #41
wernerbauer schrieb:Hallo Tolyviva, mit dem Bibelspruch „Selig sind die geistig armen….“ erweist du den Vollkoffern im Manapools Video einfach zu viele Ehre. In einer anderen Version heißt das nämlich „Selig sind die armen im Geiste…..“, gemeint sind die, die nichts besitzen und nichts begehren. Falls du dich aber in der Bibel und mit den heiligen Männern des Mittelalters besser auskennst, passe ich schon jetzt.
Hallo Werner du liegst selbstverständlich richtig - mit dem ersten Teil, dem Bibelspruch nämlich. Und in der Bibel kenne ich mich überhaupt nicht aus - nichts desto trotz: Der "Bibelspruch" in meiner Version triffts ja in bezug auf die "Vollkoffern" auch nicht schlecht. 😊 Und genau genommen trifft die exakte Definition mit "jenen, die nichts besitzen" auch zu: Die besitzen eben nichts im Kopf. 😉 Liebe Grüsse Tolyviva
Hallo Tolyviva, war scherzhaft gemeint. Wir sind uns einig: Im Hirn dieser Vollkoffer herrscht Verwüstung oder Leere von biblischem Ausmaß. Grüße Werner
maddy2'167 Beiträge · seit 200905. Jan. 2012 · #43
Hallo Leute,
Ich finde es sehr bedenklich, dass die wenigsten Mitglieder dieses Forums (und die, die sich Afrika-Reisende nennen) wissen, warum es dieses Verbot gibt, und sich demzufolge auch nicht daran halten!! Mit gefaehrlichen Tieren hat das ueberhaupt nichts zu tun, und die Regel steht zum Schutz aller wilden Tiere, nicht zu eurem Schutz! Wild jeder Art gewoehnt sich allmaehlich an Autos, deren normalen Geruch / Laerm und Umriss. Haengt man nun zum Fenster hinaus zum fotografieren (oder auch nur zum beobachten) werden die meisten Tiere gestoert und ziehen sich zurueck. Da wird der naechste Besucher sich sehr bedanken dafuer, dass die Egoisten, die zum Fenster rausgehangen sind, die Tiere fuer ihn verjagt haben.
Hab das leider auch beobachten muessen, an einem Wasserloch im Etosha, drei double Cabs voller Italiener Frauen, alle sind im Fenster gesessen und haben sich zudem lauthals uebers Autodach miteinander unterhalten. Na ja, es waren ja nur Giraffen und Kudus da, das war doch nicht gefaehrlich! Aber noch nie habe ich so nervoese Giraffen und Kudus gesehen! Und lange haben sie sich auch nicht dort aufgehalten. Hmm, I wonder why.
Auch bei gefuehrten game drives im offenen Landy darf man bei Tiersichtungen keinesfalls aufstehen, da die Veraenderung der Silhouette des Fahrzeuges das Wild einschuechtern und verteiben wuerde.
Mit uneingezaeunten Campingplaetzen hat das auch gar nichts zu tun. Wenn die Wilden Tiere beschliessen, die zu besuchen, ist das ganz was anderes.
Noch viel bedenklicher finde ich aber den Ausspruch:
Ein bisschen fahren wir doch alle deswegen nach Afrika, weil es dort (etwas) weniger Regeln gibt als zu Hause oder?
FALSCH! Regeln gibts hier genauso viele wie Zuhause, leider meint ihr, dass man sich in einem fremden Land nicht daran halten braucht. Oder hat das was mit Urlaub zu tun? Im Urlaub braucht man sich an keine Regeln halten??
Nachdenkliche Gruesse aus Sodwana, wo gluecklicherweise die 'Silly Season' (die grossen Sommerferien) bald zu Ende geht - Silly season deshalb, weil die meisten Touri's sich nicht zu benehmen wissen, sie sind ja schliesslich im Urlaub und brauchen sich an keine Regeln halten. Und das gilt fuer die Urlauber aus Gauteng, Mpumalanga und dem Freestate genause wie fuer die Ueberseebesucher - leider.
Topobär5'479 Beiträge · seit 200905. Jan. 2012 · #44
Man gut, dass die Tiere in Ostafrika das nicht wissen. Nirgends war ich näher an entspannten Tieren als dort und das obwohl es diese Verbote dort nicht gibt.
Ich glaube, dass die strengen Regeln im südlichen Afrika darin begründet sind, dass es dort eine viel größere Zahl an "unwissenden" Touristen in den Nationalparks gibt. Damit meine ich Touristen, die nicht wissen, wie man sich der jeweiligen Situation entsprechend angemessen verhält. Das man dort viele Nationalparks problemlos mit einem normalen PKW erreichen kann, verstärkt dies noch.
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200905. Jan. 2012 · #45
Hallo Maddy,
dass die wenigsten Mitglieder dieses Forums
Wie kommst du zu dieser Aussage? Im Forum sind z.Z. 7676 Mitglieder aktiv.
Im übrigens sind Regeln dafür da befolgt zu werden. Wenn einem die Regeln nicht passen, kann man ja versuchen sie ändern zu lassen, oder eben die Orte/Plätze - wo diese Regeln gelten -meiden. Anderenfalls muss man eben mit den Konsequenzen leben.
Erinnere mich gerade an einen Post, wo eine Touristin in der Etosha den Wagen verlassen hat und ein riesiges Palaver angezettelt hat...
Nichts für ungut! 😗
Herzliche Grüße Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
Topobär5'479 Beiträge · seit 200905. Jan. 2012 · #46
Ich halte es so, dass ich mir unsinnig erscheinende Regeln auch gerne mal etwas weiter auslege. Man muss dann nur bereit sein, mit den Konsquenzen zu leben, sollte man von offizieller Seite erwischt werden.
Ich finde es sehr bedenklich, dass die wenigsten Mitglieder dieses Forums (und die, die sich Afrika-Reisende nennen) wissen, warum es dieses Verbot gibt, und sich demzufolge auch nicht daran halten!!
Noch viel bedenklicher finde ich aber den Ausspruch:
Ein bisschen fahren wir doch alle deswegen nach Afrika, weil es dort (etwas) weniger Regeln gibt als zu Hause oder?
FALSCH! Regeln gibts hier genauso viele wie Zuhause, leider meint ihr, dass man sich in einem fremden Land nicht daran halten braucht. Oder hat das was mit Urlaub zu tun? Im Urlaub braucht man sich an keine Regeln halten??
Sehr geehrter maddy,
Deine Ansicht ist mir zu sehr schwarz-weiß 🤨 gemalt, da gibt es auch einige Zwischentöne. Natürlich sind laut schwätzende Touris (z.B. Italiener) am Etoscha-Wasserloch genauso daneben - aus den von Dir genannten Gründen - wie die im Video gezeigten Halbstarken (z.B. Buren), die noch hinter den Tieren herlaufen, oder Leute, die im engen revier wenige Meter an Wüstenelefanten heranfahren. Daneben ist es auch, wenn man mit dem Wagen wie ein Irrer über die Piste rast, weil irgendwo in der Ferne ein Löwenrudel gesichtet wurde, mit Absicht abseits der Piste im Schlamm oder im Unterholz ´rumgewühlt wird (z.B. um Fahrzeug und Fahrkünste zu erproben) usw.usf. Wir haben übles Benehmen (und Verstöße gegen die "Regeln des gesunden Menschenverstandes") sowohl von Touris aller Nationalitäten wie von Profis - bei letzteren sogar die übelsten - gesehen und uns auch manchmal darüber geärgert.
Aber es gibt auch genug Situationen, wo man sich ohne weiteres mal aus dem Wagen lehnen kann. Und wenn wir eine Pause machen, steigen wir (außer in Etosha, das ist sowieso was anderes)selbstverständlich aus, holen was aus dem Fridge, gehen mal ein paar Schritte usw. Und Holz wird auch gesucht (ich weiß, ist auch verboten 😗 . Wir steigen auch aus, um eine Wasserdurchfahrt zu checken, eine Schlange zu fotografieren oder eine Coladose aufzuheben, die möglicherweise tags zuvor irgendwem im Safariwagen aus der Hand gefallen ist. Ach ja, wenn ich Luft ablasse/aufpumpe, erledige ich das üblicherweise auch außerhalb des Fahrzeugs. Und wenn wir im Moremi 2 Stunden an einer schönen Stelle stehen bleiben, setzen wir uns auch gerne mal auf das Dach.
Sollten die offiziellen und die selbsternannten Ordnungshüter und Pranger-Spezis in den Parks überhand nehmen, werden wir uns selbstverständlich zurückziehen, und zwar ganz.
Gruß, steinbeisser
maddy2'167 Beiträge · seit 200905. Jan. 2012 · #48
Hallo Marina,
dass die wenigsten Mitglieder dieses Forums
Wie kommst du zu dieser Aussage? Im Forum sind z.Z. 7676 Mitglieder aktiv.
Ok, sorry, Korrektur - natuerlich hatte es auf dieses posting nicht 7676 Antworten 😮 , sorry! Haette vielleicht sagen sollen: die wenigsten von denen, die bisher geantwortet haben?
Steinbeisser,
Wieso schwarz-weiss gemalt? Ich hab doch bloss erklaert, aus welchen Gruenden man bei Tiersichtungen nicht aus dem Fenster hangen (oder gar aussteigen) sollte! 🤨 Hast's wohl immer noch nicht verstanden...
Hallo Maddy, mit deinen Beispielen zu „wo-wann-warum-verboten“ hast du ja recht. Oft schauen wir ja den Tieren rund um das Trinken zu. Oft sind Tiere ängstlich in der Annäherung. Sie dabei zu stören ist sträflich, weil sie nicht in Ruhe oder gar nicht saufen können. Stören ist nicht nur laut sein, sondern auch zu nahe auffahren. Ich könnte hier zig Beispiele aufzählen, wie/dass gerade die kommerziellen Anbieter das machen, um ihren Kunden „mehr zu bieten“, mit dem Resultat dass die Tiere flüchten. Trotzdem bin ich einer der shame-on-me-Fraktion, weil ich glaube, dass ich schon abschätzen kann, wann/wo sowas angemessen ist. Z. B. wenn ich eine Pause mache oder mich ein paar Stunden an einem schönen Platz stelle, schaue und warte was sich so ergibt. Wenn‘s was bringt, geh ich dann auch aufs Dach oder setze mich zur Bequemlichkeit neben das Auto. Ich habe damit sicher noch kein Tier vertrieben. Dass das in Etosha oder Krüger nicht geht ist klar, aber in BW finde ich nichts dabei. Shame on me. Grüße Werner
Dann sollte man auch hysterisch reversierende bzw. wild und sinnlos gasgebende tierverfolgende und beinahe einander rammende Autofahrer verbannen. Gesehen z.B. im März im KTP wegen zwei Löwinnen, wo wir ob des Trubels dann schlichtweg weitergefahren sind. Ob es da schlimmer gewesen wäre, wenn sich alle in ihre Fenster gesetzt hätten....
maddy2'167 Beiträge · seit 200905. Jan. 2012 · #51
Hallo Werner, Wenn jeder das so gut abschaetzen koennte, dann brauchte es ja auch nicht solche Verbote. Leider koennen das aber nicht viele. Maddy
spinstone126 Beiträge · seit 200905. Jan. 2012 · #52
maddy schrieb: Mit gefaehrlichen Tieren hat das ueberhaupt nichts zu tun, und die Regel steht zum Schutz aller wilden Tiere, nicht zu eurem Schutz!
Ich würde mal sagen: sowohl als auch... die Parkverwaltungen haben eine gewisse Verantwortung für beide Spezies 😎
Und das Argument, Regeln seien dazu da, eingehalten zu werden, greift m.E. zu kurz. Und jeder verantwortungsbewusst denkende Besucher wird sich im Rahmen seiner mehr oder weniger vorhandenen Erfahrungen, Selbsteinschätzung (Ängste) usw. daran halten (wollen), jedenfalls was seinen Selbstschutz betrifft. Der Aspekt, dass dabei auch der Tierschutz eine zentrale Rolle spielt, scheint aber vielen unbekannt zu sein (nicht hier im Forum!). Und genau da ist vielfach Aufklärung notwendig, z.B. durch erklärende Hinweise beim Eintritt in den Park (Flyer o.ä.).
In den USA haben die Touristen früher für ein paar Fotos aus dem Auto die Bären gefüttert, heute gibt es an jeder Ecke Hinweise und Info-Material, nicht nur, dass sowas streng verboten ist, sondern auch warum.
meine 5 Cents dazu...
MfG Juergen
SFiedler2327 Beiträge · seit 200805. Jan. 2012 · #53
Maddy Danke, Völlig Deiner Meinung. Auch mich hat die Diskussion überrascht. Ich kann die Verbote sehr gut verstehen. Gerade was den KNP angeht. Krüger, Etosha, KTP (Südafrika) sind halt nicht Botswana. Auch nicht Kaudom, Namwa Liuwa etc. Es darf, soll, kann dort jeder hinfahren. Ich find es immer erstaunlich wenn ich auf den tiefergelegten A6 mit Spoiler auf den Gravelroads treffe. In BOTS trifft man halt nicht auf diese Leute. In BOTS gibt es a.) weniger Selbstfahrer, und b.) wissen die zumindestens in etwa was sie tun. List man die Hall of shame auf der sanpark seite, muss man auch die Kommentare dazu lesen. z.B. http://www.sanparks.org/gallery/v/sightings/IDIOTS/LEOPARD+JUST+NEXT+TO+THE+ROAD.JPG.html Oder würdet ihr Euch so aus dem Auto begeben, wenn der Leopard in BOTS neben dem Auto liegt? Wir sind nicht in BOTS. Ja an die Diskussion über Aussteigen in Etosha kann ich mich gut erinnern. Ich erinnere mich aber auch an die Diskussion als es um die Falsch-/Mehrfachbelegung der Zeltplätze in BOTS ging. Da sollten die Vorschriften eingehalten werden. Da war das Thema, Nummernschild fotografieren und melden. Das ist dann nicht Stasi? Oder wie stehen wir zum Thema Littering (ist auch Verboten im Krüger) Oder Lärm (Generator, Musik) in den BOTS Parks. Ist auch verboten. Gerade manche Südafrikaner halten sich nicht unbedingt daran. Tolerabel? Man muß schon etwas differenzieren, worüber man spricht. Ich halte die Verbote im KNP, Etoscha, für völlig angebracht. Und wenn man die Situation abschätzen kann (dazu später), in BOTS bist Du allein. Im Krüger sieht Dich jemand macht das gleiche und kann die Situation (weil er das erste Mal im Park ist) gar nicht einschätzen. Und dann? Ich tu mich - nachdem ich eigentlich ein BOTS Fan bin - schwer, die Regeln einzuhalten. Ja! Würde öfters aussteigen oder näher an die Tiere ranfahren. Ich halte sie aber gerade auch aus diesem Grund ein. Und ich will nicht aus den Park geschmissen werden. Was passiert. Wenn ich Natur pur erleben will, dann fahr ich nach Bots, Zim oder Capirivi. (Ich meine z.B. daß man auch in den BOTS Parks offiziell nicht aus dem Wagen darf. es wird halt nicht kontrolliert, bzw. man muß es halt öfters wegen Wasserdurchfahrt, Steckenbleiben etc.) Sass gerade im Nov in Mohoto 20m von einer Bachalor Elefantenherde entfernt und trank mein Bier. Wäre aber nie auf den Gedanken gekommen mir die Jungs aus 3m Entfernung anzusehen. Mancher KNP Besucher würde das wahrscheinlich versuchen. Im Zoo klappts ja auch.
Zum Abschätzen der Situation. Komme gerade von einem Tracking kurs im Krüger zurück. Unser Guide/Lehrer (Senior Tracker, Scout, Assesor etc. Also Erfahrung pur) wäre fast von einem Büffel überrannt worden, dem wir folgten. Weshalb haben immer wieder erfahrene Guides - sowohl im Auto als auch zu Fuss - kritische Situationen bis hin zu Unfällen, obwohl sie sicherlich auch die Situation abschätzen konnten? Wenn man als Walking Guide agiert, muß man erst einen Kurs und dann 100 Stunden incl x Encouters als Backup (also unter Aufsicht) ablegen, bevor man selbst führen darf. Um das Abschätzen zu lernen. Und die Jungs sind im Busch aufgewachsen.
Ich halte daher die Verbote und auch deren Einhaltung gerade im Krüger und Etosha für völlig richtig. Stefan
Nenette1'309 Beiträge · seit 200905. Jan. 2012 · #54
Hallo, meiner Meinung nach sind die Verbote in jedem Land anders, weil die Gewohnheiten und die Touristenmengen anders sind. In Kenya vor 20 Jahren war es üblich, dass Touristen durch die überdachte, geöffnete Dachluke des Wagens schauten und fotografierten. Dagegen war es strikt verboten, die Fenster zu öffnen. In der Mara sieht man schon von sehr weit, wo es etwas Interessantes zu sehen gibt. Die Wagen haben sich damals immer "ordentlich" hinten angestellt und jeder konnte fotografieren. Die Tiere hat es nicht gestört, wenn die Touristen sich in den Bussen langsam bewegten. Sie wurden, meines Wissens, eher durch die vielen Autos gestört und am Jagen gehindert. In Botswana vor 20 Jahren hat sich niemand auch nur irgendwie einen Tipp gegeben, wo es was zu finden gab. Da war man meist ganz allein und bewegte sich auch nur sehr vorsichtig, um die Tiere nicht zu verscheuchen. Heute herrscht durch den regen Funkverkehr bei manchen Tieren größerer Andrang und es wird ohne Rücksicht auf Verluste von den Fahrern gedrängelt und geschoben. Oft zum Leidwesen der Selbstfahrer, die in den niedrigeren Wagen sitzen. Auch hier reagieren die Tiere nicht, wenn man sich vorsichtig bewegt.Mit einem Löwen habe ich allerdings eine andere Erfahrung gemacht. Der mochte es gar nicht, als ich mit meinem Mann den Platz tauschen wollte. Das war ganz klar mein Fehler.
Wenn keine Tiere und Menschen in Sicht sind, sehe ich kein Problem, mal für ein kleines Bedürfnis auszusteigen, in Botswana jedenfalls nicht. Verhältnisse wie bei den kämpfenden Nashörnern, die einen Massenauflauf verursachten, habe ich zum Glück noch nie gesehen.
Ein bisschen fahren wir doch alle deswegen nach Afrika, weil es dort (etwas) weniger Regeln gibt als zu Hause oder?
FALSCH! Regeln gibts hier genauso viele wie Zuhause, leider meint ihr, dass man sich in einem fremden Land nicht daran halten braucht. Oder hat das was mit Urlaub zu tun? Im Urlaub braucht man sich an keine Regeln halten??
Hallo Maddy,
Da es sich ja um meinen Ausspruch handelt melde ich mich doch einmal zu Wort. Ich respektiere durchaus Regeln in fremden Ländern und habe das mit meiner Aussage nicht gemeint.
Leider wird es in Afrikas National Parks aufgrund der steigenden Touristenzahlen immer mehr Regeln geben. In den stark besuchten Parks (Etosha, Krüger) kann man den Effekt gut beobachten. Offensichtlich ist es nicht möglich zunehmende Menschenmassen anders zu disziplinieren. Wie man einigen Bildern und vor allem den Videos entnehmen kann funktioniert selbst das nicht immer gut.
Ich finde diesen Effekt bedauerlich weil ich (wie meinem obigen Zitat zu entnehmen) auch nach Afrika fahre, weil hier noch einiges erlaubt ist, was in Europa oder anderen Orts nicht mehr möglich ist. Z.B. Mit einem Auto durch einen Nationalpark zu fahren. Je mehr Regeln es gibt, desto schwieriger wird dies.
Besonders deutlich wird dieser Effekt, wenn man sich den 70er Jahre Thread durchliest. So reisen kann man heute auch in Botswana nicht mehr, weil es deutlich mehr Regeln gibt. Die damals Reisenden haben sicher keinen "Schaden" angerichtet, obwohl sie sich nach heutigen Regeln wahrscheinlich ständig "fehl verhalten" haben. Es waren einfach viel viel weniger Touristen unterwegs.
Sicher wird diese Entwicklung nicht aufzuhalten sein, also genieße ich die derzeitige Situation, verhalte mich Tieren gegenüber so defensiv wie möglich, bin leise und steige nicht zum Fotografieren aus oder setze mich aufs Dach oder Fenster, die meiste Zeit werde ich auch auf Pirschfahrten von anderen Autos überholt. Ein bisschen freie Auslegung der Regeln hinsichtlich aussteigen bei dringenden Bedürfnissen oder Reifenwechseln werde ich mir jedoch erlauben.
In diesem Sinne einen schönen Abend Gruß Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15)
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Wieso schwarz-weiss gemalt? Ich hab doch bloss erklaert, aus welchen Gruenden man bei Tiersichtungen nicht aus dem Fenster hangen (oder gar aussteigen) sollte! 🤨 Hast's wohl immer noch nicht verstanden...
Gruss aus Sodwana Maddy
Ich hatte doch wohl deutlich gemacht, wie ich zu diversenm Fehlverhalten stehe. Pauschale "Regeln" bzw. pauschale Auslegung bleiben dennoch fragwürdig bis unsinnig. Leider spicht Dein Oberlehrerton wohl doch für s/w. Da werde ich wohl achtgeben müssen, mit welchem Fahrzeug und Kamera Du evtl. gleichzeitig mit mir in irgendeinem Park unterwegs bist.😮 steinbeisser
Ich finde wir sollten jetzt aufhören sich auf eine Person einzuschiessen. Ich stimme mit Maddys ansichten nur bedingt über ein aber in Grundzügen hat er nicht ganz unrecht. Wenn Tiere wissentlich gestört werden ist es ein Problem. Die Freiheit des einzelnen hört dann auf wenn die Freiheit der anderen eingeschränkt wird.
Wobei ich sagen muss die regeln, auch mit maddys erklärung, finde ich teilweise entmündigen. Wir alle sind alt genug Gefahren abschätzen zu können. Und hier von Profis und amateuren zu unterscheiden finde ich arrogant. Wer kennt die Qualifikation von jedem einzelnen?
Das Tiere von der Silhouette eingeschüchtert werden, halte ich für ein Gerücht. Ansonsten, wieso kommen Raubkatzen, Antilopen, Gr0ßwild in Camps????
Noch ein kleiner hinweiss, Geparden greifen im normalfall nicht an. Sie laufen weg. Sie sind die Ängstlichen Tiere die ich je gesehen hab. Als ich in Namibia gewohnt habe, bin ich vom Geparden überrascht worden, war 5 m von mir entfernt. und er rannt weg. Und das ist ein normales Verhalten.
MFG
Max Power570 Beiträge · seit 201113. Jan. 2012 · #59