Tourismus in Namibia im Aufwärtstrend

802 Antworten · 226k Aufrufe · gestartet 08. Dez. 2011 von Guido.
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1’751 Beiträge · seit 200717. Aug. 2023 ·
@tacitus: "...die liebgewonnenen Gewohnheiten von Reisenden und Reisenwollenden mittelfristig kräftig verändern wird (müssen);"

Die Gewohnheiten werden sich aber nicht durch angeblich notwendige Klimamaßnahmen verändern, sondern voraussichtlich durch sinkenden Lebensstandard aufgrund falscher Politik. Das einzig was in D die Ampel derzeit noch rettet, ist der Arbeitsmarkt. Wenn da was kippt, wird es Konsequenzen geben.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
1’164 Beiträge · seit 202217. Aug. 2023 ·
Hallo pollux, bei diesem Thema ist mE nix monokausal, es gibt mehre kommunizierende Gefäße

1)Es ist keine „grüne Propaganda“, dass weiß (Eis und Schnee) Sonnenlicht reflektiert und dunkel (Land und Wasser) dieses absorbiert und dadurch wärmer wird. Unser Klima seit der letzten Eiszeit war dadurch geprägt, dass deren Reste in den polaren Bereichen und in großer Höhe konserviert/erhalten blieben. Diese Temperatursenken waren so gewaltig, dass sie sich aus sich selbst heraus regenerieren konnten, waren quasi eine „eingefrorene Eiszeit“. Das ist seit Jahrzehnten nicht bzw. zunehmend rascher nicht mehr der Fall. Wenn dieser Damm ein Mal gebrochen ist, kann ihn nur die nächste Eiszeit wieder errichten….. das wird also noch etwas dauern. Bis dorthin würde es sich lohnen, den Temperaturanstieg zu bremsen und das ist mit Kosten verbunden, die sich sowohl auf das für Reisen disponierbare Einkommen als auch auf die Kosten an Zielorten selber auswirken werden. Dazu kommen noch Mobilitätskostensteigerungen als Lenkungsmaßnahmen. Der Mittelstand wird gerade ausgedünnt. Wenn die Schere zwischen für Vergnügen disponierbarem Einkommen und Kosten und/oder Preisen des Angebots am Zielort immer weiter aufgeht, wird das Folgen für die weltweite Tourismusindustrie haben; regionale Unterschiede wird es dabei natürlich geben. Das erscheint mir logisch, bleibe also noch dabei.

2)Dass der tonangebende Teil dieses Forums (den ich mehrheitlich als „betagt“ einschätze) davon wenig bis nicht betroffen ist (Schweizer sowieso nicht 😉 ), ist evident, aber kein gutes Gegenargument, denn die (Reise-)Lebensdauer dieser Klientengruppe ist endlich. Daran anschließend folgende Interessensfrage an TravelNamibia, als im namibischen Tourismus professionell Verankerten:

Hast du Zahlen oder Erfahrungswerte zur Altersstruktur der Klienten in dem von dir und Seyko oben beschriebenem Segment mit „gutem“ Preis/Leistungsverhältnis, das de facto Hochpreistourismus ist. Wie viele (anteilsmäßig) z. B. +/- 40er leisten sich das, eventuell mit Familie? Aus laufendem Einkommen, also nicht als Vorgriff auf die Erbschaft des Restvermögens von obig? Baut man darauf, dass sich die Klientel in diesem Hochpreistourismussegment unter den zukünftigen Rahmenbedingen quasi automatisch regenerieren wird?
Danke und Grüße

PS: Bei der zitierten Struktur der „Touristen“ nach Namibia würde ich annehmen, dass es sich um Nächtigungen oder Ankünfte handelt, der Großteil der „Touristen“ aus den Nachbarländern also beruflich und VFR-Reisende sind.
zuletzt bearbeitet 17. Aug. 2023
1’751 Beiträge · seit 200717. Aug. 2023 ·
@tacitus: Wir kommen vom Thema ab, aber noch eine Bemerkung: Ich seh hier keine " kommunizierenden Gefäße". Sondern ein durch welche Interessen auch immer getriebene Politik, die Umweltschutz nur als Vorwand betreibt. Du schreibst ja selber: Der Mittelstand wird gerade ausgedünnt.

Das alles erinnert mich fatal an den berüchtigten WEF-Schwab: "You will own nothing an be happy"
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33,4k Beiträge · seit 200617. Aug. 2023 ·
Hast du Zahlen oder Erfahrungswerte zur Altersstruktur der Klienten in dem von dir und Seyko oben beschriebenem Segment mit „gutem“ Preis/Leistungsverhältnis, das de facto Hochpreistourismus ist. Wie viele (anteilsmäßig) z. B. +/- 40er leisten sich das, eventuell mit Familie? Aus laufendem Einkommen, also nicht als Vorgriff auf die Erbschaft des Restvermögens von obig? Baut man darauf, dass sich die Klientel in diesem Hochpreistourismussegment unter den zukünftigen Rahmenbedingen quasi automatisch regenerieren wird?
Es gibt ältere, niedergeschriebene Zahlen dazu im Tourism Exit Survey (zuletzt aus 2012/13: https://visitnamibia.com.na/wp-content/uploads/2022/03/Namibia-Tourist-Exit-Survey-2012-2013.pdf). Da waren etwa 60% der Reisenden/Touristen zwischen 18 und 49 Jahre alt, etwa 24 Prozent über 50 Jahre. Insgesamt ist in den vergangenen 20 Jahren das Namibia-Urlauber-Klientel deutlich (!) jünger geworden. Ob die Jüngeren sich nun nur im "Billigpreissegment" bewegen (z. B. als Camper), weiß ich nicht. Mein subjektiver Eindruck (also wenn ich so sehe, wer neben mir in einer hochpreisigeren Lodge am Tisch sitzt) ist, dass die Jüngeren inkl. Familien auch durchweg durchaus hochpreisige Angebote wahrnehmen
beschriebenem Segment mit „gutem“ Preis/Leistungsverhältnis, das de facto Hochpreistourismus ist.
Ich würde aber schonmal generell die Aussage, dass Namibia Hochpreistourismus ist, in Frage stellen. Es gibt mehr und mehr Angebote in allen Preisklassen (Camping, Selfcatering/Glamping, Gästefarm, LOdge etc). Wenn man sieht, was hier an auch z. B. an "Aldi"-Reisegruppen etc im Land ist, erscheint es mir manchmal preislich eher ein zweites Ägypten, Mallorca oder Türkei zu sein 😉 Zu vergleichbaren Ländern (Natur, Tierwelt, Menschenleere etc) halte ich Namibia für nicht wirklich hochpreisig.

Viele Grüße
Christian
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zuletzt bearbeitet 17. Aug. 2023
16,9k Beiträge · seit 201219. Aug. 2023 ·
travelNAMIBIA schrieb:
"Das Tourismusministerium plant neue Maßnahmen zur Verbesserung der Willkommenskultur am internationalen Flughafen Hosea Kutako. Dies teilte die Behörde am Rande einer Pressekonferenz zur Veröffentlichung der Tourismusstatistiken für 2022 mit. ...
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Ist das jetzt diese neue Maßnahme zur Verbesserung der Willkommenskultur am internationalen Flughafen Hosea Kutako ?
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travelNAMIBIA schrieb:Sämtliche Flüge heute scheinbar nach Johannesburg oder Walvis Bay umgeleitet. Flughafen wohl (noch) geschlossen, nachdem der Groundhandler über Nacht rausgeschmissen wurde.
📎 SKM_C450i23081903480.pdf
Fragt sich gerade die 😐
Logi
33,4k Beiträge · seit 200619. Aug. 2023 ·
Na ja, die Immigration hat ja nichts mit der Bodenabwicklung zu tun. Vollkommen verschiedene Behörden/Unternehmen 🙂
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88 Beiträge · seit 202020. Aug. 2023 ·
pollux schrieb:Das alles erinnert mich fatal an den berüchtigten WEF-Schwab: "You will own nothing an be happy"
Lediglich ein kleiner Fact-Check meinerseits: das genannte Zitat stammt nicht von Herrn Schwab, sondern von Ida Auken, einer dänischen Theologin, die als Politikerin die Sozialdemokraten vertritt. Das Zitat entstammt einem Essay, in dem sie den Wandel der Ökonomie hin zur sogenannten "sharing economy" im Sinne von Uber, AirBnB & Co. beschreibt, und dabei im Übrigen auch die negativen Aspekte besonders hervorhebt *.
Auf eine irgendwie geartete "Agenda" des WEF, so man überhaupt von einer solchen sprechen kann, hat dieses Essay einer Einzelperson wohl allenfalls in homöopathischen Dosen Einfluss.

* Im Original nachzulesen unter: Welcome to 2030
1’164 Beiträge · seit 202220. Aug. 2023 ·
travelNAMIBIA schrieb:..... Es gibt mehr und mehr Angebote in allen Preisklassen ...
Davon ist hier aber selten die Rede und war es auch weiter oben nicht. Jedenfalls Danke, TravelNamibia, für deine Einschätzung, statistischen und anekdotischen Informationen… was sich z. B. Jungfamilien heutzutage so leisten (können). Ich bin, eher war als Aktiver, oberer Mittelstand, kenne das Reiseverhalten meiner früheren und Nachfolgekollegen, meines sowieso und deswegen reden wir einfach aneinander vorbei. Das macht aber nichts betr. das Thema "Tourismustrends" und ändert auch nichts daran, dass mE dein zukünftiger Markt gerade kräftig erodiert: Demographisch, kaufkraft- und kostenseitig aber auch „zeitgeistig“, wie Wahrnehmung von Fernreisen bis zu neu definierter „work-life-balance“ usw.
Bitte also nichts für ungut, mich interessierte bloß deine Meinung über die nächsten 15 bis 20 Jahre vorausgedacht, für welche die Rahmenbedingungen gerade schwer im Umbruch sind. Die jetzige Stammkundschaft verschwindet und die Ideen der gerade Nachwachsenden werden dann keine Mini-Minderheitenmeinungen mehr sein, könnte sich natürlich aber noch ändern. Wenn du mit denen redest, wirst du ein paar für einen Praktiker und Strategen im Tourismusgeschäft relevante Sachen hören. Dabei ist es egal, ob sie gesamtgesellschaftlich eine Minderheit sind, sie sind die nächste Generation deiner Zielgruppe (potenziell oberste Einkommensgruppe und Bildungsschicht) und daher mittelfristig durchaus relevant auch für dich. Und wenn diese Art von Tourismus nur mehr für kinderlose Doppelt- und Gutverdiener möglich ist ist, hat sich seine Zukunft dann langfristig auch biologisch erledigt.
Und das, was ein paar Grad mehr für die Menschen und Lebensbedingungen und den Tourismus hier und in Zielländern z. B. in den Subtropen bedeutet, kommt noch oben drauf..... ist aber sowieso kein Thema.
Grüße
PS gelöscht
zuletzt bearbeitet 21. Aug. 2023
33,4k Beiträge · seit 200620. Aug. 2023 ·
Hi Tacitus,
dass mE dein zukünftiger Mark gerade kräftig erodiert:
daher mittelfristig durchaus relevant auch für dich.
nur zur Klarstellung: Du schreibt in der "für mich relevanten" (Dich/Dein) Form Deinen Beitrag. Ich bin nicht, weder direkt noch indirekt, irgendwie im Tourismus beschäftigt oder von diesem abhängig. Deshalb tangiert mich das alles eigentlich gar nicht. Es interessiert mich nur einfach, da der Tourismus für Namibia eben einer der wichtigsten Wirtschaftszweige ist.

Viele Grüße
Christian
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zuletzt bearbeitet 20. Aug. 2023
1’751 Beiträge · seit 200720. Aug. 2023 ·
@Buitepos: "Auf eine irgendwie geartete "Agenda" des WEF, so man überhaupt von einer solchen sprechen kann, ..."

Ist das eine Verteidigung des WEF? Und wenn ja, warum?
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1’164 Beiträge · seit 202221. Aug. 2023 ·
travelNAMIBIA schrieb:Hi Tacitus,
dass mE dein zukünftiger Mark gerade kräftig erodiert:
daher mittelfristig durchaus relevant auch für dich.
nur zur Klarstellung: Du schreibt in der "für mich relevanten" (Dich/Dein) Form Deinen Beitrag. Ich bin nicht, weder direkt noch indirekt, irgendwie im Tourismus beschäftigt oder von diesem abhängig. Deshalb tangiert mich das alles eigentlich gar nicht. Es interessiert mich nur einfach, da der Tourismus für Namibia eben einer der wichtigsten Wirtschaftszweige ist....
Danke TravelNamibia für die Erläuterung und umso mehr: Respekt für dein Engagement, wenn nicht „geschäftlich“. „Professionell“ ist es aber unbedingt in Qualität und Inhalt und ich würde auch nichts dabei finden, wenn auch in der Intention.-.... daher meine naheliegende Vermutung.
Und weil die Gelegenheit gerade passt: Für meine Interessensgebiete erhalte ich von dir viele interessanten Informationen.
Herzlichen Dank dafür und Grüße
zuletzt bearbeitet 21. Aug. 2023
1’061 Beiträge · seit 200622. Aug. 2023 ·
Guten Morgen

Na, das ist ja wirklich erfreulich für NWR und den Tourismus im allgemeinen.
«We remain committed to upholding the highest standards of service and providing unforgettable experiences for our esteemed guests.»
Fantastisch! Dann können sie ja mit dem eingenommenen Geld endlich mal die Camps im Etosha auf diese «highest standards» bringen.

Oh, wait... 😄

Liebe Grüsse
Sam
Reiseberichte: #safaribrothers on Tour Vol. IX- safaribrothers.ch Blog «In Gedenken - Kurzer Kgalagadi-Trip 2024» #safaribrothers on Tour Vol. VIII - safaribrothers.ch Blog «Du hast es so gewollt - 8 Wochen Campingsafari in Namibia und Botswana 2021/2022» #safaribrothers on Tour Vol. VII - «Kalahari» #safaribrothers on Tour Vol. VI - «Wo Problem?»
zuletzt bearbeitet 22. Aug. 2023
33,4k Beiträge · seit 200622. Aug. 2023 ·
Fantastisch! Dann können sie ja mit dem eingenommenen Geld endlich mal die Camps im Etosha auf diese «highest standards» bringen.
Dafür braucht man ja Geld. Nur weil sie 100% Auslastung haben, heißt das bei NWR leider nicht, dass sie damit irgendeinen Gewinn einfahren. NWR ist mehr so eine Art Sozialprojekt 😉
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1’061 Beiträge · seit 200622. Aug. 2023 ·
travelNAMIBIA schrieb:Dafür braucht man ja Geld. Nur weil sie 100% Auslastung haben, heißt das bei NWR leider nicht, dass sie damit irgendeinen Gewinn einfahren. NWR ist mehr so eine Art Sozialprojekt 😉
Oooh, I know! Mein Beitrag war ja (leider) auch ziemlich sarkastisch gemeint. 🙂

Liebe Grüsse aus der Schweiz
Sam
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82 Beiträge · seit 202022. Aug. 2023 ·
Hallo

Wie lange muss man denn bei einer Anfrage bei NWR auf Antwort warten?
Ich hatte zu einer möglichen Buchung Fragen per Email an sie geschickt und noch immer nichts gehört. Ist schon ein paar Tage her...

Viele Grüße
16,9k Beiträge · seit 201222. Aug. 2023 ·
MadMacs schrieb:Wie lange muss man denn bei einer Anfrage bei NWR auf Antwort warten?
Ich hatte zu einer möglichen Buchung Fragen per Email an sie geschickt und noch immer nichts gehört. Ist schon ein paar Tage her...
Gestern erst Thema gewesen => https://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/303768-etosha-unterkunft-nwr-hilfe.html

LG
Logi
82 Beiträge · seit 202022. Aug. 2023 ·
Ich hätte hier früher motzen sollen. Kurz danach kam die Buchungsbestätigung von NWR.
Die Preise stimmen zwar nicht ganz mit der Vorlage auf der Homepage überein, aber wegen N$50... sei´s drum.

Viele Grüße
82 Beiträge · seit 202023. Aug. 2023 ·
Wir fliegen heute Abend nach Namibia. Es waren teilweise viele Unterkünfte vergriffen und wir mussten uns beim Buchen nach Alternativen umschauen. Auch bei den Mietwagen war es nicht einfach.