Swakop19522'664 Beiträge · seit 201211. März 2015 ·
Soory, hier hat der ursprüngliche Beitrag Versteck gespielt....!
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201211. März 2015 ·
Manchmal erinnert mich die Diskussion wie eine Katze, die sich in den Schwanz beißt und nur im Kreise herum rennt.
1. Es gibt keine Versicherungen nach deutschem Muster. Man ist hier nicht in Deutschland. 2. Es gilt ein anderes Rechtssystem+ 3. Es gilt die völlige Vertragsfreiheit, obwohl sich die Versicherer schon untereinander abstimmen und oftmals abweichende Bedingungen individuell mit Vermietern, zumeist über Broker, abschließen können.
Also gilt es zuallererst, seine Europa-Denke abzulegen. Die Versicherungen in Südafrika und Namibia sind nahezu identisch.
A. Es gibt keine zwingende Haftpflichtversicherung für Sachschäden. Die muß man gesondert abschließen. B. Es gibt eine Haftpflichtversicherung für Personenschäden, deren Prämie über den Spritpreis bezahlt wird. Seit kurzem sind die Schadenssummen für Ausländer gedeckelt. C. Es gibt eine Versicherung für Diebstahl. D. Es gibt eine Versicherung für Wasser- und Feuerschäden. E. Es gibt eine Versicherung für Eigenschäden und Fremdschäden, die am eigenen Fahrzeug angerichtet werden, genannt comprehensive cover/ insurance.
Meinen Geländewagen habe ich versichert: - Wenn das Fahrzeug abgestellt ist und niemand fährt: C+D - Wenn ich das Fahrzeug benutze wird aufgestockt mit A+E
Der PKW läuft nur mit A, C+D. Bei vermutetem Restwert von R 20.000 ist mir der Rest egal.
Das ist der Versicherungsrahmen den man auch bei Abschluß eines Mietvertrages in ZA oder NAM abchecken sollte, insbesondere was der Selbstbehalt bei "E." ist. Bei fremdverursachten Schäden ist eine Anzeige bei der Polizei unvermeidlich, ansonsten zahlt die Versicherung nicht.
Da ich auch häufiger international Autos miete: Auf die Begriffe wie "Full Coverage" achten und den Begriff eindeutig klären, das versteht sich zumeist ohne Selbstbehalt. Da habe ich zuletzt in Italien für die Versicherung noch einmal genauso viel wie für das Auto zahlen müssen, aber das war es mir bei Übernahme des Fahrzeuges zu Mitternacht auf einem abgelegenen Hof wert, kein Risiko einzugehen. Das war bei Hertz in Bergamo, und das Fahrzeug war tatsächlich voller Kratzer, was hätte teuer werden können.
Nur mal ein kleiner ergänzender Senf weil viele sich einbilden, es wäre alles wie bei ihnen zuhause.
Aber nicht doch - warum sollte sich jemand etwas einbilden? Es hat doch mit Einbildung nichts zu tun, wenn ich feststelle, dass es keine Haftpflichtversicherung gibt und mich frage, bis zu welcher Summe ich am Ende persönlich haften muss? Dass es eben anders ist, habe ich nicht nur gemerkt, sondern auch erwartet. Wenn sich das Risiko aber eingrenzen lässt, würde ich es gerne abwägen. Vielleicht ist das typisch deutsch, na und? Ist es falsch?
Wenn ich die immer wiederkehrende Diskussion über die Frage nach dem Wert einer namibischen (Voll-)Kaskoversicherung, den eventuellen Ausschluss von Selbstbeteiligungen, die Frage nach einfacher oder grober Fahrlässigkeit, die Frage nach der Zulassung eines Geländewagens als Pkw oder als Leicht-Lkw, die Frage nach dem Vorhandensein einer Haftpflichtversicherung für den gemieteten Wagen usw. usw. betrachte, dann bin ich im Moment recht froh, mir die MLP PlatinumCard besorgt zu haben. Wobei ich hoffe, dass ich die darin enthaltene Mietwagen-Versicherung nie in Anspruch zu nehmen brauche.
Ich habe selten so kurze und doch eindeutige Versicherungsbedingungen zum Thema Mietwagen-Versicherungen gelesen, wie bei dieser Karte. Die bestehen nämlich nur aus einer Seite (s. beigefügte pdf, wenns klappt). Und da fällt mir mit bestem Willen nichts ein, was darin noch offen bleiben würde. Aber vielleicht findet ja jemand noch was.
Zugegeben hat die Karte ihren Preis. Stolze 160 Euro im Jahr sind dafür fällig. Und es ist noch nicht einmal gewährleistet, dass man die Karte überhaupt bekommt. Den in der Karte insgesamt enthaltenen Leistungsumfang halte ich jedoch für so werthaltig, dass sich der Aufwand dafür m. E. durchaus lohnt. Durch entsprechende Umsätze kann man die Kosten der Karte auch noch senken.
Will aber keine Werbung für MLP machen. Habe mit denen ansonsten definitiv keine Verträge. Aber was die Mietwagen-Versicherung betrifft, kenne ich (zumindest theoretisch) nichts Besseres.
Viele Grüße und allzeit unfallfreie Fahrt Armin 📎 h1e51d96.pdf
ja, wie ich an anderer Stelle in diesem Thread im Zusammenhang mit der Einstellung der ExplorerCard schon einmal geschrieben habe: Irgendwas ist wohl an dem Ausspruch "Was nichts kostet, ist auch nichts" dran. Ich war das "Rumgeeiere" mit den unterschiedlichsten Kreditkarten-Mietwagenversicherungen leid und habe mich nicht gleich von den auf den ersten Blick hohen Kosten der MLP PlatinumCard abschrecken lassen. Auf jeden Fall habe ich in den vergangenen Jahren so manchen Euro für andere (billigere) Kreditkarten-Versicherungen ausgegeben, die im Nachhinein betrachtet nichts Wert gewesen wären. Und das ist noch viel schlimmer, als 160 Euro im Jahr für einen offenbar sehr umfangreichen und "großzügigen" Versicherungsschutz wie sie die MLP PlatinumCard bietet auszugeben.
Viele Grüße Armin
magic-vibes582 Beiträge · seit 201012. März 2015 ·
Hallo Armin,
danke für die Infos und das PDF. Die 160 € Jahresgebühr hat man ja schnell wieder drinnen, weil man keine Zusatzversicherung bei den Vermietern abschließen muss (teilweise 15-25 € pro Tag). Muss man dann auch mit der Karte den Mietwagen (oder die ganze Reise) bezahlen, oder ist das egal.... 🙂
Sonnige Grüße aus Swakopmund, Volker
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Überraschung: wenn man nur eine Seite der 32seitigen Versicherungsbedingungen hier einstellt, macht die MLP-Karte echt einen super Eindruck. 🤪
Die Versicherungsbedingungen der MLP-Karten stellen im Umfang viele andere Karten in den Schatten. Die relevanten Konditionen und Ausschlussklauseln für die Mietwagenversicherung stehen nicht auf der einen hier eingestellten Seite 26, sondern die verteilen sich auf viele Seiten. Die Ausschlüsse stehen auf Seite 8. Obliegenheiten auf Seite 6, ..
Zu den Ausschlüssen gehören u.a. Offroadfahrten, wobei nicht genau definiert ist, was hier unter Offroad zu verstehen ist. Sind Cobe Riverfront, nicht öffentliche Farmzufahrten uvm. offroad? Für Leistungen, die bereits durch den Mietvertrag gedeckt sind, besteht auch kein Versicherungsschutz. Ausnahmslos jeder Mietwagen in Namibia und Südafrika hat eine CDW, die recht oft nicht zahlt, die man aufgrund lokaler Gesetze aber auch nicht abwählen kann. Wie genau diese Ausschlussklausel der MLP-Karten juristisch zu werten ist, weiß ich auch nicht. Wenn die Versicherung einen grob fahrlässigen Verstoß gegen Obliegenheitspflichten im Schadensfall behauptet, muss der Versicherte nachweisen, dass er nicht grob fahrlässig gehandelt hat (Beweislastumkehr).
Die Bedingungen der MLP-Karte sind vielleicht ganz gut. Die 100%-Absicherung bietet sie zum recht stolzen Preis auch nicht.
natürlich hast du Recht. Eine 100%ige Absicherung gibt es nicht. Und wie gut eine Versicherung wirklich ist, zeigt sich erst im Schadensfall und den möchten wir wohl alle gerne vermeiden.
Auf jeden Fall schien/scheint mir die Mietwagenversicherung der MLP PlatinumCard alles in allem recht umfassend. Bei der Wahl ging es mir in erster Linie um eine Versicherung, die einen "normalen" Geländewagen, der in Namibia von den meisten Vermietern als "light load vehicle" zugelassen wird, überhaupt versichert, da sich die meisten Versicherungen auf eine Zulassung als Pkw beschränken. Jahrelang habe ich brav die Beiträge für nacheinander zwei Kreditkarten bezahlt, bei denen sich - trotz zwischenzeitlicher Zusicherungen per E-Mail - letztendlich doch herausstellte, dass ich in Wirklichkeit die ganzen Jahre für eine praktisch nicht vorhandene Versicherung gezahlt habe.
Meines Wissens gibt es außer der MLP PlatinumCard keine andere Kreditkarten-Versicherung, die die private Nutzung von Lkws (und damit auch von "light load vehicles") ausdrücklich mit einschließt. Dass ich auch bei MLP mit Ausschlüssen und Obliegenheiten leben muss, ist mir schon klar. Aber die finde ich keinesfalls radikaler, als bei anderen Versicherungen.
sämtliche Versicherungsleistungen der MLP PlatinumCard gelten unabhängig vom Einsatz der Kreditkarte - im Gegensatz z. B. der Lufthansa Miles&More BusinessCard Gold.
Die MLP Platinium wurde hier schon mal diskutiert. Da war aber noch ein Jahreseinkommen von mindestens 50.000 EUR Voraussetzung. Bei MLP hab ich auf die Schnelle nix dazu gefunden, aber da ein "Verfügungsrahmen von mindestens 7.500 EUR" versprochen wird, kann ich mir nicht vorstellen, dass die jedem die Karte geben!
Wir haben uns für unsere Namibia-Reise im Oktober 2014 nach langem Überlegen und interessiertem Verfolgen dieser Diskussion für die Explorercard entschieden, da wir mit einem Camper unterwegs waren und die Anmietung auch nicht mit der Karte bezahlt hatten.
Die Explorercard scheint es so jetzt ja wohl neu nicht mehr zu geben. Heißt das jedoch für uns, die diese bereits besitzen, dass diese weiterhin mit den bisherigen Leistungen auch für kommende Reisen noch Sinn macht oder sollten wir diese zugunsten der MLP-Platinum-Card kündigen ???
Habe gerade beim MLP Platinum card Service angerufen. Die Karte beinhaltet zwar eine Zusatzhaftpflichtversicherung für Mietwagen, wenn es aber ansonsten für dafür keine Haftpflichtversicherung gibt, gibt's auch nix von der MLP-PlatinCard-Mietwagenversicherung.
Vielleicht liegt dem aber doch ein Missverständnis zugrunde. Ich habe meinen Anbieter (Broker) nach einer "liability insurance" gefragt, und er meinte, die sei nicht dabei und er kann auch keine anbieten. Wenn ich das wolle, müsse ich mich selbst darum kümmern.
Ansonsten ist die MLP-Karte durchaus sehr interessant, schon allein die Vollkasko- und Reiserücktrittsversicherung sind super. Werde ich mir auf jeden Fall überlegen.
das ist richtig. Die MLP PlatinumCard bekommt man nur, wenn man ein Brutto-Jahreseinkommen von 50.000 Euro nachweisen kann (oder mind. 100.000 Euro zu denen rüberschaufelt). Und selbst wenn einem der Einkommensnachweis gelingt, liegt es immer noch am (zuständigen) Berater, ob er das Geschäft macht oder nicht. Schließlich ist MLP ein Strukturvertrieb, der darauf ausgerichtet ist, komplette Geschäftsverbindungen von Vermögenden bzw. potenziell Vermögenden (z. B. Studierende) zu übernehmen.
Mir ist es letztendlich mit relativ großem Aufwand (und anders kann man das wirklich nicht bezeichnen) gelungen, die Karte ohne Verlagerung meiner sonstigen Bankverbindung zu bekommen. Auf keinen Fall kann man diese Karte einfach so online beantragen und ein paar Tage später liegt sie im Briefkasten. Vielleicht ist das aber auch schon ein Wert an sich, während man andere Kreditkarten ja regelrecht nachgeworfen bekommt. Ist aber vielleicht auch nur meine persönliche Einbildung 😉
Armin schrieb: Bei der Wahl ging es mir in erster Linie um eine Versicherung, die einen "normalen" Geländewagen, der in Namibia von den meisten Vermietern als "light load vehicle" zugelassen wird, überhaupt versichert, da sich die meisten Versicherungen auf eine Zulassung als Pkw beschränken. ........ ........................Meines Wissens gibt es außer der MLP PlatinumCard keine andere Kreditkarten-Versicherung, die die private Nutzung von Lkws (und damit auch von "light load vehicles") ausdrücklich mit einschließt.
Also meine Kreditkarte schliesst ganz offiziell Wohnmobile und Camper ein. Für einen 4x4 Defender mit Dachzelt hatten wir extra angefragt und die Besstätigung bekommen, dass auch das versicher sei. Ebenfalls für einen 4x4 Pick-Up-Camper, also mit festem Aufbau.
Ausserdem habe ich mit dieser KK auch eine Reiserücktritts- und Abbruchversicherung (die gilt auch, wenn die Reise nicht mit der KK bezahlt wurde.)
Oh, ich hatte gedacht, ich hätte das schon mal geschrieben und dafür Prügel bezogen 🤩
OK, wir haben die Platinum Card der Sparda Bank München. Die hat zwar eine relativ hohe Jahresgebühr, diese ermässigt sich aber je nach Umsatz. Nachdem wir viel reisen und alle Reisen damit bezahlen fällt für uns keine Jahresgebühr mehr an.
habe mir mal die Versicherungsbedingungen der Sparda-PlatinumCard angesehen. In der Vollkasko ist deine KK-Versicherung aber auch auf die Pkw-Zulassung beschränkt. Wenn euer Vermieter den Landy aber als "light load vehicle" zugelassen hat (was ich annehme), habt ihr für den Wagen keinen Kasko-Schutz über die KK. Das Spiel kenne ich sowohl von der so oft zitierten Lufthansa Miles&More KK und von der MercedesCard. Bei der zusätzlichen Haftpflicht sieht das anders aus. Da ist in den Versicherungsbedingungen zu eurer KK von Pkw-Zulassung keine Rede.
Auf keinen Fall würde ich mich auf eine E-Mail-Auskunft eines Versicherungsmitarbeiters verlassen. Wenn sich ein deutscher, unbedarfter Versicherungsmitarbeiter mit eurem Mietwagen befasst, käme der wahrscheinlich nie auf den Gedanken, dass solche Fahrzeuge in Namibia versicherungstechnisch als (Leicht-)Lkw zugelassen werden und damit versicherungsrechtlich keine Pkw mehr sind. Das solltet ihr - in Bezug auf die Vollkasko-Versicherung - wirklich ganz konkret hinterfragen. Ich bin dabei sehr ernüchtert worden.