mruniThemenstarter172 Beiträge · seit 201023. Juli 2011 · #1hi,
ich hatte die erfahrung erst IN namibia gemacht, und vorher nichts darüber gehört. überall wo man sein auto abstellen will, kommen "carwatcher" und wollen aufs auto aufpassen. mal mehr mal weniger "offiziell" aussehend.
in windhoek wollte jemand umgerechnet 5€ für eine stunde parken, obwohl die parkuhren schon ausgeschaltet waren. vorm markt in einem kleinen ort wollte unserer persönlicher carwatcher 10 euro für 10 minuten einkaufen, mit dem mussten wir uns erst anlegen bevor wir gefahren sind.
die einheimischen kommen scheinbar mit cent-beträgen durch, bei touristen wird die hand mehr aufgehalten.
wie sind eure erfahrungen, wieviel sollte man geben, wieviel nicht?
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200623. Juli 2011 · #2Halo Mruni
nun an diesem Verhalten sind wir "grosszügigen" Touris zum Teil mitverantwortlich 🙂
Faustregel
Erste Stunde 2 N$ jede weitere 1N$
Grüsse Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
Nunanani521 Beiträge · seit 201123. Juli 2011 · #3Bei uns bekommen die Auto-Aufpasser auch nur dann was, wenn sie wirklich aufgepasst haben. Wenn man auch noch aus der Parklücke gewunken wird oder ein freundlicher Small Talk zustande kommt, bekommen sie auf jeden Fall was.
Südafrika, Botswana, Namibia, Zimbabwe, Mosambik,...
mruniThemenstarter172 Beiträge · seit 201023. Juli 2011 · #4dachte ich mir schon, dass wir viel zu großzügig / unerfahren waren.
als wir am waterberg wandern waren haben wir den weg gesucht, bzw. auf der karte geguckt. ein einheimischer saß dort eher zufällig rum, hat uns die richtung gezeigt und kam und dann noch hinterher, als wir falsch abgebogen waren. auf dem rückweg eine stunde später, habe ich ihm von mir aus 10N$ gegeben. einfach nur weil er freundlich war, und gar nichts wollte. er hat sich sehr darüber gefreut, was ich von den carwatchern nicht sagen kann..
janet1'419 Beiträge · seit 200923. Juli 2011 · #5Hoi,
wir haben auch als Touris immer nur ca. 1 $ gegeben (wenns mehr als ne Stunde war nen Dollar mehr) und alle waren stets zufrieden (ausser die Kids in Keetmanshoop, aber das ist ne andere Geschichte). Denke halt mal wenn man sich vorher informiert macht man wenig falsch.
Leider kommts halt durch scheinbares Unwissen immer wieder vor das manche Touris viel zu viel geben und das hat dann halt seine Auswirkungen .. überlegt euch halt einfach mal wieviel ein Kellner pro Monat verdient! Und dann fragt euch ob 10 Euro für 10 Minuten Einkaufen angemessen sind^^
Gruss
janet
Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*"
Reisebericht Sao Tomé 2011
Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!
Swakop521'223 Beiträge · seit 201023. Juli 2011 · #6Wenn Touries "dumm" fragen was sie geben "müssen", ist es nicht verwunderlich, wenn sie Maximalforderungen stellen. Hätte ich auch getan. Man fragt nicht!
Grundregel:
Tagsüber: 2 N$, egal wie lange
Abends und nachts: zwischen 5-10 N$, je nachdem wie lange sie
anwesend sind.
Wer mehr gibt versaut das Niveau, immerhin sind das Almosenempfänger, und auch nicht immer ehrlich.
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200624. Juli 2011 · #7Hallo mruni,
ein bisschen bist Du selber Schuld (bzw. Unwissend), wenn Du Dich auf Diskussionen/Verhandlungen einlässt. Du bist der Kunde!
Erst einmal gibt es sowieso nur was für offizielle Car Guards die auch von der Stadt/Supermarkt/Restaurant zugelassen sind. Dann auch nur, wenn dieser bei Ankunft und Abfahrt vor Ort ist und dann N$ 2-3 in die Hand (nachts auch ein wenig mehr) gegeben und gut ist. Da gibt es nichts zu diskutieren oder zu verlangen. Wenn er/sie unverschämt wird, dann gibt es eben nichts!
Schau auch mal
hier.
Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Reiseklaus1'086 Beiträge · seit 200924. Juli 2011 · #8Swakop52 schrieb:... immerhin sind das Almosenempfänger,...
Das sehe ich nicht so. Die Leuten verdienen sich ihren Lebensunterhalt durch das Aufpassen auf die Fahrzeuge. Da erhält man keine Almosen sondern den Lohn für seine Arbeit.
Gruß Klaus
Swakop521'223 Beiträge · seit 201024. Juli 2011 · #9Reiseklaus schrieb:Swakop52 schrieb:... immerhin sind das Almosenempfänger,...
Das sehe ich nicht so. Die Leuten verdienen sich ihren Lebensunterhalt durch das Aufpassen auf die Fahrzeuge. Da erhält man keine Almosen sondern den Lohn für seine Arbeit.
Gruß Klaus
Ach Klaus, Du kannst das gerne aus Deiner Sicht betrachten wie Du magst.
Wer sich mir mit einer eigentlich nicht gewollten Dienstleistung aufdrängt und ich ihn gewähren lasse weil er in der Zeit ansonsten möglicherweise anderswo klauen oder einbrechen gehen würde, und dann aus Mitleid berappe, dann sehe ich das als Almosen an, wie ich dieses auch dem Bettler an der Ecke oder dem Straßenmusikanten gebe.
Für mich persönlich ist das weder ein Lohn, noch Arbeit, sondern eher eine aufdringliche Belästigung. Wenn es nämlich darauf ankommt, wird er weder den Autoknacker am Einbruch hindern, sondern eher mit ihm zusammen arbeiten, wie dieses täglich passiert, und da kann ich mir auch weiterhin naiv einbilden, er passe mein Auto auf. Nicht alle tun es, weil es nur an den wenigsten Orten eine Kontrolle der "Aufpasser" gibt.
Mir selbst ist eine lautstarke funktionierende Alarmanlage viel wichtiger, effizienter und besser als jeder vermeintliche Aufpasser. Und dennoch verteile ich weiterhin die ALMOSEN.
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
Dreamer130 Beiträge · seit 201124. Juli 2011 · #10mruni schrieb in einem anderen thread:
spitzkoppe war ok gewesen, abends kamen zwei kinder und wollten was zu essen, morgens kam jemand der anegblich für die sauberkeit sorgt, wollte dann aber steine verkaufen...
Wie verhält man sich am besten in solchen Situationen?
Bei uns gehts in ca. 4 Stunden los. 😄
Swakop521'223 Beiträge · seit 201024. Juli 2011 · #11Sagen, daß man keine Steine sammelt.
Dort versuchen sie einem sowieso mindertwertigen oder zusammengeklebten Schrott überteuert zu verkaufen.
Wenn man nichts kauft, versuchen sie einen um Geld anzbetteln da sie immer angeblich soooo viel Hunger haben.
Es gibt nur ein NO und weiterhin ignorieren, sonst wirst Du sie nicht los. Auch wenn es schwer fällt.
Die Kinder werden von Erwachsenen immer vorgeschickt.
Schönen Urlaub!
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
carl1'287 Beiträge · seit 200824. Juli 2011 · #12Swakop52 schrieb:
Es gibt nur ein NO und weiterhin ignorieren, sonst wirst Du sie nicht los.
Ein kleiner Zusatz sei mir hier erlaubt. Aus meiner Erfahrung ist ein "No, Thank you!" noch etwas wirkungsvoller 😉
Schöne Reise
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15)
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Dreamer130 Beiträge · seit 201124. Juli 2011 · #13Danke Swakop52! Mein Freund ist auch dieser Meinung. Vielleicht habt ihr ja Recht. Denke halt nur, wenn man da als verhältnismässig reicher Tourist ist, kann man ja auch mal was abgeben. Aber vermutlich lockt das nur noch unzählige weitere Kinder an.
Ich kann einfach nicht einschätzen, wie elend es den Menschen dort wirklich geht und mag auch nicht jeden als Lügner und Betrüger verurteilen.
Ist irgendwie eine schwierige Situation, deshalb frag ich.
Swakop521'223 Beiträge · seit 201024. Juli 2011 · #14Hi Dreamer,
nahezu jeder wird so empfinden wie Du. Wenn man der penetranten Bettelei keinen Einhalt gebietet, und das tun leider zu wenige, dann steigert sich das in solche Bettelorgien, wie man sie in Ägypten erlebt. Oder sie werfen mit Steinen, wenn man ihnen nichts gibt, wie in Äthiopien, Zambia oder manchmal im Kaokoland.
Danke Carl für die Maßregelung, dort an der Spitzkoppe und weiter nördlich sprechen die Aggarops (Damaras) generell neben ihrer Muttersprache Afrikaans und nicht Denglisch.
Grüße
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
Lumela562 Beiträge · seit 200924. Juli 2011 · #15Und besonders Kinder lernen ganz schnell, dass Betteln lukrativer ist als in die Schule zu gehen, oder ertragreicher als die Arbeit des Vaters oder der Mutter. Die Erkenntnis ohne Bildung keine Zukunft ist nicht sehr tief im Bewusstsein - leider.
When you give money "You feed the problem" hat mir einmal ein sozial engagierter Südafrikaner gesagt. Ja, auch dort gibt es Menschen, die sich über die Probleme Afrikas Gedanken machen.
Dreamer130 Beiträge · seit 201124. Juli 2011 · #16Und wieder einmal bin ich froh, daß ich dieses Forum entdeckt habe. Danke euch allen!
jaw2'048 Beiträge · seit 200724. Juli 2011 · #17Hallo Swakop,
grundsätzlich erteile ich den Auftrag, auf mein Auto aufzupassen. Dazu muss der Wächter bei Ankunft anwesend sein und mit mir Kontakt aufnehmen. Ich schaue mich dann aber auch nach einem Wächter um und hoffe damit eine höhere Verbindlichkeit herzustellen. Und nur dem, sprich wenn er auch so fit ist, mich bei Abfahrt zu sehen, gebe ich einen Lohn für die Arbeit. Almosen gebe ich grundsätzlich keine.
Nie würde ich irgend einem was geben, der ohne persönlichen Auftrag einfach bei Abfahrt was verlangt. Und wenn mein Auftragnehmer bei Abfahrt nicht verfügbar / anwesend ist, dann hat er seien Auftrag nicht erfüllt.
Gerne lasse ich mich dann auch aus der Parklücke winken und gebe das Geld dann in die Hand. Ich gebe nie etwas, bevor ich mich überzeugt habe, dass mein Auto in Ordnung ist.
Vorab gibt es nur bei großer Kälte nachts 1 od 2 NAD mit der Ankündigung, wenn er aufpasst, gibt es nachher nochmal etwas.
Wichtig: Das Geld habe ich immer passend, d.h. ich habe für die Zeitungen und die Parkwächter immer Münzen in einem Fach der Mittelkonsole liegen. Ich vermeide sehr, in dieser Situation nochmal den Geldbeutel herausnehmen zu müssen.
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Reiseklaus1'086 Beiträge · seit 200925. Juli 2011 · #18Swakop52 schrieb:...Und dennoch verteile ich weiterhin die ALMOSEN.
Das ist Deine Sicht der Dinge, die ich auf keinen Fall teile.
Die Aufpasser haben eine wichtige Funktion und schon einige Male war ich dankbar, einem dieser freundlichen Menschen mein Fahrzeug während der Dauer eines Einkaufs oder eines Restaurantbesuches anvertrauen zu dürfen. Den Lohn hat er sich jedesmal redlich verdient.
Gruß Klaus