THEMA: Dreckig ist relativ - 18 Tage Camping in Namibia
16 Aug 2011 18:59 #200839
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  • Dreamer am 16 Aug 2011 18:59
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Hallo ihr Lieben,

hier jetzt also unser Reisebericht. Besonders am ersten Tag ist (leider) so viel passiert, dass der Text ein wenig lang geworden ist...:blush:

Wir, das ist Peter, 28, Lehramtsreferendar und ich, Cordula, 30, Buchhändlerin, beide absolute Afrika-Frischlinge haben uns am 24.7.2011 auf den Weg nach Namibia gemacht.

Flüge waren gebucht:
Hinflug am 24.7. / 25.7.
DUS – MUC Lufthansa (LH)
MUC – JNB South African Airlines (SAA)
JNB – WDH SAA

Rückflug am 11.8. / 12.8.
WDH – JNB SAA
JNB – MUC SAA
MUC – DUS AirBerlin

Fazit: Beim nächsten Mal 1. möglichst nicht über München!!! und 2. direkter!!!

Auto war gebucht bei
Nambozi (Frank)
4x4 Toyota Hillux Turbodiesel mit Dachzelt, 2 Ersatzreifen, 2 Kompressoren, Ersatzkeilriemen usw. und kompletter Campingausrüstung (wir waren begeistert, da wir normaler weise nur mit eigener Minimal-Ausrüstung reisen; hatten quasi eine Luxuscampingküche dabei J )
Fazit: Alle Probleme (siehe Reisebericht) wurden unkompliziert geklärt. Die Ausstattung war klasse. Wir werden wieder bei Frank buchen!!!

Der Urlaub begann mit einem um 20 Minuten verspäteten Abflug aus Düsseldorf, worüber der Pilot so sauer zu sein schien, dass wir trotzdem fast pünktlich in Müchen gelandet sind. Wir hatten es ein wenig eilig, da wir noch unsere Bordkarten für den Anschlussflug von Johannesburg nach Windhoek brauchten (das Gepäck war zum Glück bis Windhoek durchgecheckt worden!), denn dort sollte die Umsteigezeit nur ca. 1 ¼ Stunde betragen. Hat aber alles geklappt und so konnte wir die 10,5 Stunden im Flieger entspannen.
In Johannesburg landeten wir dann ¼ Stunde zu früh, so dass wir also doch noch relativ normal umsteigen konnten. Wobei wir uns allerdings ein wenig wunderten, dass wir noch einmal durch die Sicherheitskontrolle mussten, obwohl wir uns doch im Transit befanden!? Aber, wie ich gelesen habe, macht man das in JNB wohl so.

Gegen 11 Uhr in Windhoek gelandet, warteten wir allerdings nach der zügigen Einreise vergeblich auf unser Gepäck. :( Nach den ganzen Berichten hier im Forum, hatten wir mit sowas zwar nicht rechnen wollen, aber halt müssen.
Also füllten wir die Formulare aus und klärten mit den Mitarbeitern dort, dass wir die Taschen, die mit der nächsten Maschine kommen sollten, am Nachmittag abholen würden.
Unser Autovermieter war ,wie verabredet, nach kurzem Anruf innerhalb einer halben Stunde da, um uns abzuholen. Die Zwischenzeit verbrachten wir mit Geldwechseln und –verstauen und im MTC Laden.
Mit Frank fuhren wir zu seinem Büro und bekamen auf der Fahrt schon mal eine kleine Einweisung in Land und Leute. Seine Geschichten über zu schnelles Autofahren, nicht greifende Versicherungen und die Kriminalität hierzulande schüchtern uns irgendwie etwas ein, so dass wir nach der Autoübergabe mit „übergeschärften“ Sinnen zur Tankstelle und zum Supermarkt fuhren.:unsure:
Peter braucht ein wenig, um sich an das große Auto zu gewöhnen. Hat es aber schnell raus und nach ein paar Mal lustigem „Scheibenwischerwinken“ klappt auch das Linksfahren ohne Probleme.
Nach der ersten Berührung mit hiesigen Trinkgeldregeln (Tanken, Parkwächter) fahren wir zum Flughafen zurück, um unser Gepäck abzuholen.
Um ca. 16:30 Uhr können wir uns dann also endlich mit Taschen und allem drum und dran auf den Weg zu unserer ersten Unterkunft, der Monteiro Farm, machen und sehen auf der Fahrt unseren ersten Pavian.
Durch den Berufsverkehr dauert die Fahrt länger als erwartet und wir kommen mit den letzten Sonnenstrahlen auf der Farm an. Das war eigentlich genau das, was ich verhindern wollte, als ich den Urlaub geplant habe, denn aus der Vergangenheit wissen wir, dass im Dunkeln ankommen irgendwie immer schlecht ist beim Campen.
Ziemlich fertig und todmüde bauen wir das erste Mal unser Dachzelt auf. Und siehe da, der Reißverschluss des Mückennetzes an der „Eingangstür“ ist total kaputt. :angry: Peter schaut sich den Schaden an und ärgert sich, dass er nicht, wie eigentlich vorgenommen, darauf bestanden hat, das Zelt bei Nambozi aufzubauen. (Wir hatten uns in Anbetracht der noch anstehenden Gepäcktour auf „das kann ich hier nicht aufbauen wegen des Carportdaches, ist aber einfach aufzubauen und wird vor jeder Reise kontrolliert“ verlassen.)
Wir behelfen uns indem wir nur eine Hälfte (die noch einigermaßen mit viel Fingerspitzengefühl funktioniert) benutzen und beschließen, die Angelegenheit morgen zu klären.
Zum Abend gibt es schnell ein paar Brötchen, die wir uns im Auto schmieren, da es plötzlich sehr kalt wird.
Dann gehen wir schlafen und haben es tatsächlich geschafft an unserem ersten Urlaubstag nicht ein einziges Foto zu schießen.

Campingplatzbewertung:

Monteiro Self-Catering & Camping
schöne Plätze mit elektr. Licht und Dach
saubere Sanitäranlagen
nah an der Straße
Fazit: Guter Campingplatz für die erste Nacht in Namibia!

Strecke: 106 km
Letzte Änderung: 10 Sep 2011 17:50 von Dreamer.
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16 Aug 2011 19:10 #200843
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Sehr fein, ein neuer Bericht! Bin gespannt und freu mich schon wenn es weiter geht. Wir sind ab 2.9. für 4 Wochen in Namibia und Botswana unterwegs und haben auch bei Frank gebucht ;-)

LG Mario
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16 Aug 2011 20:40 #200855
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  • Annika1503 am 16 Aug 2011 20:40
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Hallo auch hier nochmal,
ich bin natürlich auch dabei. WIr sind ja auch Frischlinge und wollen ebenfalls campen. Da gibts bestimmt einige Tipps von euch!

Blöd mit dem kaputten Zelt, ich hoffe, ihr konntet das recht schnell klären!

Bin schon gespannt, was ihr erlebt!

Annika
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17 Aug 2011 10:12 #200909
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  • yax am 17 Aug 2011 10:12
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Hallo,

das Problem mit dem defekten Reissverschluß am Moskitonetz hatten wir auch (ASCO Car Hire), ist wahrscheinlich eine Schwachstelle der Zelte.

Uns hat es nicht gestört (wir haben es auch erst 265km entfernt von Windhoek bemerkt), denn im Winter gab es wegen der Kälte auch keine Stechmücken.

Bin gespannt darauf, wie es bei Euch weitergeht.

Wolfgang
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17 Aug 2011 10:24 #200913
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  • heuchef am 17 Aug 2011 10:24
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Hallo,

auch wir hatten vor wenigen Wochen mit den Reißverschlüssen des Dachzelts zu kämpfen, einer am Moskitonetzt ging dann auch ganz kaputt.

Hierzu ein Tip: Die Reißverschlüsse mit Silikonspray schmieren (wenn man das rechtzeitig besorgen konnte :dry: ), ersatzweise - und das hat man wohl immer dabei - mit einem Stück Seife :woohoo: .
Sie laufen dann wesentlich besser, was in der Regel auch hilft, dass sie nicht aufplatzen.

Ansonsten: Dreamer, ich warte gerne auf die Fortsetzung....

Grüße
Helgi
Reisebericht 2012: 8 Löwen und ein Oryx
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17 Aug 2011 10:36 #200915
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  • BriZA am 17 Aug 2011 10:36
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Hallo heuchef,

ziemlich viel Aufregung für den ersten Tag. Vor allem wenn man wegen der Taschen noch mal zum Flughafen muss.

Schmunzeln müsste ich über die "übergeschärften Sinne", die hat wohl jeder nach eier Einweisung durch Frank.;)
Ist aber gar nicht sooo verkehrt.

Bin gespannt, wie es weitergeht.

LG,
BriZA
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